Leider waren die Windverhältnisse nicht sonderlich gut, es kamen nur 7 statt geplanter 12 Wettfahrten zustande. Svenja musste bei nur einem Streicher einen 25. Platz aus der 5. Wettfahrt mit in die Wertung nehmen, das hat eine bessere Platzierung vereitelt. Allerdings hatten mit Ausnahme der Siegerin aus Spanien, alle einen oder gar zwei „Ausrutscher“.

Starke Windschwankungen und Dreher sowie starke Strömung erforderten höchste Aufmerksamkeit und auch die notwendige Portion Glück. Mit dem Ergebnis kann Svenja mehr als zufrieden sein, denn sie zählt inzwischen - nach nur 3 Jahren - und nachdem der Laser 4.7 in Deutschland überhaupt erst seit kurzer Zeit aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt wurde, zur europäischen Spitze im Laser. Die deutsche Rangliste im Laser 4.7 führt sie klar an. Die mittlerweile bei Svenja Stein erreichte Performance lässt für die Zukunft im Laser Radial - der olympischen Frauenklasse - weitere große Erfolge erwarten.

Bruder Maximilian Stein (16) hatte auch in Helsinki wieder Höhen und Tiefen. Mit 3 Frühstarts in 7 Rennen und bei nur einem Streicher war nicht mehr als Rang 63 von 148 Boys drin. Dennoch war er damit zweitbester Deutscher. Die anderen Wettfahrtergebnisse hatten auf eine Top Ten Platzierung hoffen lassen. Immerhin ist Maxi nicht nur beim Starten sehr schnell, so ist er in seinem 2. Laser Jahr ebenfalls bereits bis zur europäischen Spitze vorgestoßen und belegt hinter Svenja Platz zwei in der deutschen Laser 4.7 Rangliste.
Die Geschwister Stein sind auf dem besten Wege im Yacht Club Langenargen in die Fußstapfen der Gebrüder Peckolt zu treten. Die Ziele sind definiert und die Weichen sind in Richtung London 2012 gestellt. Der YCL wird das Projekt fördern und damit in seinem breiten Engagement für die olympische Laser Klasse einen Fixpunkt setzen. Fotos: Wolf-Peter Niessen.