Optimales Wetter herrschte beim Start, als Wettfahrtleiter Frank Martin um 10:00 Uhr die 15 Prachtstücke der Bootsbauerkunst auf den Kurs schickte. Da die Schiffe zunächst eine Wendemarke vor der Uferstraße passieren mussten, kamen die Zuschauer an Land in den sonst eher seltenen Genuss, die Oldtimerschiffe in voller Fahrt aus der Nähe beobachten zu können. Von der Promenade aus ging es für die Schiffe vor dem Wind in Richtung Immenstaad weiter, wo die nächste Wendemarke vor dem Kippenhorn lag. Die dritte Tonne vor dem Ziel lag am Seezeichen 42 vor dem Hotel Schwedi, kurz vor Langenargen. Die Yachten liefen bei frischem Wind, der bis zu fünf Beaufort erreichte, alle Höchstgeschwindigkeit, so dass das Feld relativ nah beieinanderblieb und den Kurs schnell absolvierte.
Die „HOC“ erreichte das Ziel nach zwei Stunden und neun Minuten, als letztes Schiff wurde die Spreizgaffelketsch „Porcupine II“ nach knapp drei Stunden abgeschossen – nicht schlecht für diese alten Schiffe, die „HOC“ ist genau 80 Jahre alt, die „Porcupine“ auch nur sechs Jahre jünger. Ebenfalls von 1934 stammt der 22er Schärenkreuzer „Sleven“ von Veit Lochner (SMCÜ), der zweieinhalb Minuten nach der „HOC“ unter Hermann Lochner (YCL) ins Ziel einlief und diese nach der Einberechnung des Handicapfaktors noch auf den zweiten Platz der Yardstickgruppe I verdrängte. Den dritten Platz erreichte Jörg Kadgiehn (KS) mit seiner „Antje“ – die 6m-Rennyacht war in dieser Gruppe das „Küken“ mit seinen gerade einmal 69 Jahren. Auch in der Yardstickgruppe II wirbelte die Berechnung das Feld kräftig durcheinander: Aufgrund seines höheren Handicaps siegte Herwig Schneider (YCE) auf „Vongole“ vor den zuerst angekommenen Klaus Steinlein (WVF) auf „Tümmler“ und Jürgen Maack (OSB) auf dem Kielkreuzer „Ilka Maria“.
Die Teilnehmer der Oldtimerregatta und eine ganze Reihe weiterer historischer Segel- und Motoryachten können während der Interboot im Messehafen besichtigt werden.
Ergebnisse >
Schönheit altert nicht: Die „Porcupine II“ von 1934 unter vollen Segeln.
An der Wendemarke Langenargen jagt spätere Klassensiegerin
„Vongole“ (Segelnummer S73) das Feld vor sich her.