Freitag, 28. Mai 2010

Steffen und Sven Heßberger Dritte

28.05.10 - Erst im vergangen Jahr sind die Brüder Heßberger vom Segel- und Motorbootclub Überlingen in die olympische Bootsklasse 470er umgestiegen. Nun wurden sie bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft in Lübeck Dritte in der U19- Wertung. In der Gesamtwertung kamen sie auf Platz 13. Frederik und Henrik Schaal (ebenfalls SMCÜ) kamen bei der gleichzeitig ausgetragenen finalen Ausscheidungsregatte für die Qualifikation der Europameisterschaft und Weltmeisterschaft der 420er auf Platz 20.

Auch in Kiel, eine Woche später beim Pfingstbusch, zeigten die Überlinger Jugendsegler vom SMCÜ gute Leistungen. 800 Segler/innen aus acht Nationen waren vom Freitag bis Pfingstmontag bei der Young Europeans Sailing Regatta (YES) in Kiel am Start. Es gab Flaute, Kaiserwetter und Regen. Gefragt waren also Segler, die mit den unterschiedlichsten Bedingungen zurecht kamen. Frederik und Henrik Schaal starteten im großen Feld der 420er. Bei insgesamt 114 Booten kamen sie auf Platz 15. Die 420er segelten nur 4 Läufe und Frederik und Henrik starteten fulminant mit einem 3.Platz im 1.Lauf. Michael Zittlau erreichte im Laser Standard den 7.Platz von 49 Startern. Bei den Lasern war Ausdauer bei 6 Wettfahrten gefragt. Sie starten zudem immer auf der entferntesten Regattabahn (Anfahrt eine Stunde). B.Z.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Kenterte Jolle geborgen

27.05.10 - (IBN) Ein Seenoteinsatz löste am Mittwoch gegen 14.00 Uhr eine ca. einen Kilometer vor dem Kurhotel "Seehof" gekenterte Jolle aus.

Der böigen Wind hatte sie umgeworfen. Einer Besatzung der Wasserschutzpolizeistation Überlingen, die mit ihrem Dienstboot anfuhr, gelang es, die unerfahrene Bootsführerin an Brod zu nehmen und die Jolle wieder aufzurichten. Zudem konnten die über Bord gegangenen Gegenstände der Frau aus dem Wasser geborgen werden.

Race of the Racers abgesagt

27.05.10 - Das für dieses Jahr erstmals geplante Race of the Racers an diesem Wochenende wurde abgesagt. Diese Meldung findet sich auf der Homepage des Veranstalters. Wie der Bregenzer SC mitteilt, kamen nicht genug Meldung zustande.

Deutsche 49er Segler Flotte startet erfolgreich in die Regattaserie

26.05.10 - Die Delta Lloyd Regatta ist die größte holländische Regatta des Jahres. Der Worldcup umfasst alle olympischen Bootsklassen, sowie die paraolympischen Bootsklassen. Somit erstreckt sich in ganz Medemblik, in dem Zeitraum vom 26.5.-30.5.2010, eine Stadt voller Segler.

Die Regatta ist aufgeteilt in eine Qualifikationsserie, die Finalserie und dem Medaillentag. Die ersten beiden Serien umfassen je 2 Tage, sodass zusammen mit dem Medaillentag 5 Segeltage absolviert werden. Am heutigen ersten Regattatag wurden in der 49er Klasse erstaunlich gute Ergebnisse erzielt. Mit einem neuen Boot und einer gesunden Portion Motivation ersegelte das junge Team Erik Heil und Thomas Plößel einen Tagessieg, sowie einen 5. Platz. Trotz den beiden verbesserungswürdigen Wettfahrten sind die Jungs sehr zufrieden mit den Einzelergebnissen. "Wir sind sehr erfreut darüber, dass wir auch ganz oben mitspielen können", kommentierte Erik Heil und fügte weiter hinzu: "trotzdem müssen wir daran arbeiten konstante Ergebnisse abzuliefern!" Andere deutsche 49er Teams schafften einen konstanteren Einstieg und konnten sich somit im Gesamtklassement sehr gut platzieren. Besonders hervorzuheben sind dabei Team Rieger vom Bodensee (Platz 7) und Team Briesenick/ Massmann (9.Platz).

"Der erste Tag ist nun vorbei und es gilt sich noch auf die nächsten Wettfahrten zu konzentrieren, denn unser Ziel ist das Goldfleet zu erreichen und davon sind wir noch 4 Plätze entfernt!", fügte der Kieler Maschinenbaustudent Thomas Plößel an.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Stabbrandbomben im Bodensee

26.05.10 - (IBN) Am Mittwoch, den 26.5., wurden in Friedrichshafen vor Seemoos bei einem Taucheinsatz der Wasserschutzpolizei erneut Stabbrandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Dabei wurde der Bodensee bis zu einer Wassertiefe von 21 Metern abgesucht. Geborgen wurden zwei Stabbrandbomben sowie Teile weiterer Brandbomben. Die Taucher der Wasserschutzpolizei sind in diesem Bereich regelmäßig im Einsatz, weil dort in der Vergangenheit immer wieder derartige Sprengsätze ausgemacht wurden. Der Seeraum vor Seemoos ist ein beliebter Anker- und Badeplatz.

Insgesamt vier Taucher der Wasserschutzpolizeistationen Friedrichshafen und Überlingen waren an dem Einsatz beteiligt.

Montag, 24. Mai 2010

Nordsee-Cup Gewinner bei letzter Wettfahrt der Nordseewoche ermittelt

24.05.10 - Gesamtsieger der Nordseewoche wird nach dem Gewinn von zwei Wettfahrten in seiner Klasse der Cuxhavener Heiko Päsler. Bereits 1968 hatte er das erste Mal an der Hochsee-Segelveranstaltung teilgenommen.

(Helgoland, 24.05.2010) Nach dem am gestrigen Sonntag (23.05.2010) alle Wettfahrten der Nordseewoche wegen zu dichten Seenebels ausfielen, wurde heute der INDUCON Cup Helgoländer Acht ausgesegelt.

Um 09:00 Uhr fiel vor Helgoland der Startschuss. Es starteten neben den nur 6,50 Meter langen aber sehr seetüchtigen Mini 6.50 Booten, zuerst die Teilnehmer der Family-Cruiser-Cup Wertung der Nordseewoche. In dieser Wertung können z.B. Familien ohne offizielle Vermessung für ihr Boot, die sonst für die Teilnahme an Regatten nötig ist, starten. Leider kam es an der Startlinie, die zwischen Helgoland und der Insel Düne lag, zu einem Massenfrühstart. Die Wettfahrtleitung der Nordseewoche rief daraufhin alle Teilnehmer hinter die Startlinie zurück. Beim zweiten Startversuch klappte alles und es gab keine Frühstarts. Bei westlichen 2-3 Windstärken segelten die Teilnehmer kreuzend über die Linie und begaben sich auf die traditionsreiche Wettfahrt. Der Wettfahrtleiter der Nordseewoche Dr. Stefan Lehnert erklärte, der Massenfrühstart habe auch viel mit der starken Strömung zwischen den Inseln zu tun, die für viele Skipper nicht so genau vorher zu sehen war.

Während auf der zweiten Regattabahn vor Helgoland, ausgelegt für die Deutsche Meisterschaft im Seesegeln, kaum Wind herrschte, konnte der INDUCON Cup Helgoländer Acht bei guter Sicht und zunehmendem Wind gesegelt werden. Lehnert freute sich über die zwischen den Inseln wohl minimal höheren Temperaturen, die diese Regattastrecke zunächst nebelfrei bleiben liessen. Im Laufe der Wettfahrt, die in Form einer Acht um Helgoland und die Nachbarinsel Düne gesegelt wird, entschied sich die Wettfahrtleitung um Lehnert dennoch für eine Bahnverkürzung und zeitete die Yachten nach der Umrundung der Insel Helgoland. Damit betrug die Regattastrecke rund 12 Seemeilen. Grund für die Verkürzung war der wieder aufkommende Nebel und die dadurch entstehende Zeitverzögerung. Bereits um 15:00 Uhr mussten alle Teilnehmer wieder im Hafen zur Preisverleihung sein. Ab 16:00 Uhr wurden die Rückregatten in die Orte Cuxhaven und Wilhelmshaven gestartet. Viele Segler wollten noch bis Hamburg die Elbe hoch segeln oder an der um 18:00 Uhr startenden Regatta Rund Skagen teilnehmen.

Heiko Päsler, Bauingenieur aus Cuxhaven, der bereits zum 43. Mal an der Nordseewoche teilnahm, konnte mit dem Sieg in der Gruppe der kleineren Yachten ORCi2 am heutigen Tag erneut Punkten. Päsler, der eine Yacht vom Typ X 36s steuert, gewann bereits am Samstag (22.05.2010) den Cuxport Cup von Cuxhaven nach Helgoland. Nach berechneter Zeit wurde er und seine Crew Gesamtsieger des Nordseewoche, an den der Nordsee-Cup vergeben wird. Päsler hatte den Nordsee-Cup schon vor einigen Jahren einmal gewonnen und gab an den "Sieg schon ins Auge gefasst zu haben". Die Mannschaft seiner Yacht mit Namen "Static Electric" habe am Samstag beim Cuxport Cup eine gute Ansteuerung nach Helgoland und damit beste Voraussetzungen für den Sieg gehabt, so Päsler, der für die Seglervereinigung Cuxhaven startete.

Sieger in der Family-Cruiser-Wertung, die ohne Spinnacker und Regattastress bei der Nordseewoche segelt, wurde der für den Hamburger Club Seglervereinigung Altona Oevelgönne (SVAOe) startende Berend Beilken mit seiner Henze 31 Yacht "Ballerina II".

Meistertitel im Hochseesegeln vergeben

24.05.10 - Meistertitel im Hochseesegeln auf der Nordseewoche vergeben - Teilnehmer starten zur Langstrecke nach Kiel.

Die beiden neuen Deutschen Meister im Hochseesegeln kommen aus Hamburg und Bremen. Johann Killinger (NRV), Sieger in der Gruppe ORCi1 hatte nicht mit einem Sieg gerechnet. Uwe Wenzel (WSVA), sah sich nach gelungener erster Wettfahrt schon insgeheim in der Favoritenrolle in der Gruppe der kleineren Yachten ORCi2 und bezeichnete die Bedingungen bei der Nordseewoche als optimal.

(Helgoland, 24.05.2010) In diesem Jahr fand während der Hochsee- Segelveranstaltung Nordseewoche, die offiziell "Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln, Offshore" genannte Meisterschaft der besten deutschen Hochseesegler statt. Insgesamt standen vier Wettfahrten auf hoher See auf dem Programm. Eine der Wettfahrten musste allerdings wegen dichtem Seenebel zunächst verschoben und dann ganz abgesagt werden. Dadurch standen faktisch bereits am Samstag (22.05.2010) Abend die neuen Deutsche Meister der Gruppen ORCi1 und ORCi2 fest. Johann Killinger aus Hamburg, Skipper der in der Gruppe ORCi1 startenden Yacht "Emma", ahnte da noch nichts von der endgültigen Absage der vierten Wettfahrt und dass er damit als Führender am heutigen Pfingstmontag den Meistertitel mit nach Hause nehmen sollte. Als Killinger und sein Team am Pfingstmontag Nachmittag auf der Preisverleihung ausgezeichnet wurden, war er "hocherfreut, dass es gleich zu Anfang mit dem Titel klappte", damit habe man nicht gerechnet. Das Team war erst kurzfristig neu zusammengekommen und hatte "erst ein einzigel Mal hart zusammen trainiert" so Johann Killinger, der für den Norddeutschen Regattaverein (NRV) aus Hamburg startete. Das "Beluga Sailing Team", das unter Skipper Christian Plump aus Bremen im vergangenen Jahr sogar Europameister wurde, konnte dieses Jahr seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. Plump und seine Crew waren in der dritten Wettfahrt der Meisterschaft nachträglich wegen einer Regelverletzung disqualifiziert worden und verloren so wichtige Punkte.

In der Gruppe der kleineren Yachten, ORCi2, ist neuer Deutscher Meister im Seesegeln Offshore, der Bremerhavener Uwe Wenzel, der für den Wassersportverein Aumund (WSVA) startete. Mit seiner nur 8,8 Meter langen Yacht "Cala... Ventinove" vom Typ Dehler 29, sah sich Wenzel, der auch Vorsitzender der Regattavereinigung Seesegeln (RVS) ist, in der Favoritenrolle. "Mit uns hat keiner gerechnet und die Bedingungen waren perfekt", so Wenzel. Noch bevor er selbst geehrt wurde, hatte sich der Bremerhavener in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der RVS bei den Seglern und Veranstaltern der Nordseewoche bedankt.

Insgesamt waren vier Regatten, der in jedem Jahr zu Pfingsten veranstalteten Nordseewoche, Teil der Ausscheidungen um den Titel Internationaler Deutscher Meister im Seesegeln, Offshore. Dazu zählte neben den anspruchsvollen und für ambitionierte Segler konzipierten Regatten der SE Vibe Out Series, die Wettfahrt BHF-BANK-CUP Rund Helgoland. Da am Pfingstsonntag auf der Nordsee rund um Helgoland dichter Nebel mit kaum 50m Sichtweite herrschte, wurde die Wettfahrt jedoch abgesagt. Die am heutigen Montag geplante Ersatzwettfahrt während der Regatta INDUCON Cup Helgoländer Acht, konnte zunächst wegen Flaute bei guter Sicht nicht starten. Als der Wind schließlich auf 3 Windstärken auffrischte, war wieder dichter Nebel aufgezogen und die Wettfahrt musste wegen einer zu geringen Sicht endgültig abgesagt werden. Die schifffahrtspolizeiliche Genehmigung für die Regatten sah eine Mindestsichtweite von 1.000 Metern vor, die durch schnell aufziehenden Nebel deutlich unterschritten wurde. Der Obmann des Ausschusses Seeregatten des Deutschen Segler Verbandes (DSV), Dr. Wolfgang Schäfer bestätigte den Seglern noch vor Ort, dass trotz der nicht gesegelten vierten Wettfahrt, die Meisterschaft regelkonform ausgetragen worden sei.

Nach der Preisverleihung starteten viele der Teilnehmer direkt zurück an die Küstenorte Cuxhaven und Wilhelmshaven. Auf beiden Strecken werden die sog. Rückregatten der Nordseewoche ausgesegelt. Viele Segler segeln danach noch die Elbe hoch bis nach Hamburg. Am Abend um 18:00 Uhr startete dann als Abschluss der in diesem Jahr zum 76. Mal ausgetragenen Nordseewoche, die Langstreckenregatta Pantaenius Rund Skagen. Für diese Wettfahrt, die von Helgoland einmal komplett um das dänische Jütland herum, im Norden an Skagen vorbei bis nach Kiel führt und als große Herausforderung gilt, hatten 88 Yachten gemeldet.

Am Start waren schließlich 55 Yachten. Diese werden im Laufe der Woche in Kiel erwartet. Dr. Meeno Schrader aus Kiel, der Wetterexperte der Nordseewoche erwartete sechs Windstärken für die erste Nacht nach dem Start. "In Böen bis gute acht Beaufort" sagte Schrader, "aber viel schlimmer werden die drei bis fünf Meter hohen Wellen sein" so der Wetterexperte. Noch vor dem Start mussten die Teilnehmer, die schon in den letzten Tagen von Sicherheitsinspektionen des Veranstalters Regattagemeinschaft Nordseewoche e.V. nicht verschont blieben, ihre Sturmbesegelung kurz setzen und der Wettfahrtleitung bei Vorbeifahrt an der Mole präsentieren. Die Yachten werden nun bis zu fünf Tage auf See sein, bevor das letzte Boot in Kiel einläuft.

Neuseeländer triumphieren auf dem Bodensee

24.05.10 - Publikumsliebling Jesper Radich feiert Comeback.

Langenargen - Weltmeister Adam Minoprio und sein Team ETNZ/BlackMatch Racing haben das 13. Match Race Germany vor Langenargen auf dem Bodensee gewonnen. Die fünftägige Profiserie ging nach spannenden Duellen bei leichten bis mittleren Winden an den ersten vier Tagen am Pfingstmontag ohne Finale zuende. Eine hartnäckige Flaute ließ das geplante Programm auf dem Wasser platzen. „Es muss an der Zahl 13 gelegen haben“, sagte Veranstalter Eberhard Magg, „dass wir nach großem Sport über viele Tage ausgerechnet zum Finale von einer Flaute erwischt wurden.“


Sieger Adam Miniprio (Foto: Match Race Germany / Richard Walch)

Der Deutsche Grand Prix bekam trotzdem würdige Sieger: Weil die Kiwis in der Vorrunde Platz zwei, ihr Finalgegner Jesper Radich aber nur Platz sechs belegt hatte, konnten die Neuseeländer auch ohne Finale zu den neuen Königen vom Bodensee gekürt werden und gewannen 10.000 Euro Preisgeld. So wollen es die internationalen Matchrace-Regeln.

Adam Minoprio, der im Halbfinale den australischen Vizeweltmeister Torvar Mirsky und dessen Team Mirsky Racing 2:1 besiegt hatte, sagte: „Alle Finalisten können stolz auf ihre Leistung sein, haben ihr Bestes gegeben. Wir haben hier in den vergangenen zwei Jahren immer den Einzug in die Viertelfinalrunde verpasst. Jetzt hat es mit dem Sieg geklappt. Ich denke, wir fangen nun an, das Match Race Germany zu mögen. Schade nur, dass der Wind heute nicht zur Party erschienen ist.“

Platz zwei und 8000 Euro sicherten sich bei ihrem erfolgreichen Comeback nach zweijähriger Matchrace-Pause Zuschauerliebling Jesper Radich und sein Team Radich Racing. Nach Siegen in Deutschland in den Jahren 2002 und 2003 stahl der Wind Radich am Pfingstmontag die Chance, um seinen dritten Titel im deutschen Matchrace-Klassiker zu kämpfen. Doch Radich nahm die Flaute mit Gelassenheit: „Ich bin hier von den Fans so begeistert empfangen worden, Kinder haben mir kleine Steine geschenkt, auf die sie Anfeuerungen und Grüße geschrieben haben. Ich habe ihnen versprochen, dass wir unser Bestes geben werden. Leider hat der Wind das nicht getan“, sagte Jesper Radich am Bodensee.

Der 34 Jahre alte Steuermann aus Kopenhagen musste sich nach seinem 2:1-Halbfinalsieg über den französischen Weltranglisten-Ersten Mathieu Richard (French Match Racing Team) im Finale nur dem abwesenden Wind geschlagen geben und verabschiedete sich mit einem großen Kompliment vom Bodensee: „Langenargen hat uns allen in dieser Woche eine fantastische Zuschauerkulisse geboten – vielen Dank!“

Dritter wurden der Franzose Mathieu Richard und sein French Match Racing Team, die damit auch nach dem zweiten von zehn Weltmeisterschaftsläufen der ISAF World Match Racing Tour die Tourwertung mit 40 Punkten vor Titelverteidiger Adam Minoprio (33 Punkte) und Neueinsteiger Jesper Radich (20 Punkte) anführen.

Mit seinem vierten Platz in Deutschland rückte Torvar Mirsky, der am Montag in Langenargen seinen 24. Geburtstag mit Champagner und Geburtstagstorte feierte, in der Tourwertung mit insgesamt 16 Punkten auf Platz sechs vor. Die Welttour wird im Juni mit dem Korea Cup fortgesetzt und endet im Dezember 2010 mit dem Monsoon Cup in Malaysia und der Krönung der neuen Weltmeister. Tour-Direktor Craig Mitchell sagte bei der Siegerehrung in Langenargen: „Die Arbeit mit dem erfahrenen Team der 13. Auflage des Match Race Germany ist ein Vergnügen. Die traditionsreiche Veranstaltung wird immer gut organisiert und hat zuverlässige Partner. Das Match Race Germany ist ein Höhepunkt der Tour-Saison.“

Zwölf Teams aus neun Ländern waren am 20. Mai in das 13. Match Race Germany gestartet. Auf der Jagd nach 50.000 US-Dollar Preisgeld, Sachpreisen im Wert von 10.000 US-Dollar und wertvollen 100 Punkten für die WM-Wertung war das Match Race Germany der zweite WM-Lauf unter dem Dach der ISAF World Match Racing Tour 2010.

Mit zwei Siegen hat sich das einzige deutsche Team bei der historischen ersten Teilnahme einer Steuerfrau am Match Race Germany überraschend gut verkauft. Kathrin Kadelbach und ihre Taktikerin Ulrike Schümann vom Verein Seglerhaus am Wannsee in Berlin konnten als Amateurinnen bei ihrer Premiere in der Weltliga der Profiteams auf den Yachten vom Typ Bavaria 35 Match immerhin den schwedischen Weltranglisten-Achten Björn Hansen und Matchrace-Europameister Mats Ebler aus Dänemark schlagen. „Wir sind glücklich und stolz, dass wir hier dabei sein durften“, sagte Kathrin Kadelbach, die sich neben der Olympia-Vierten Ulrike Schümann noch drei Männer zur Verstärkung ins Boot geholt hatte. „Wir haben eine Lernkurve so steil wie ein Felsen absolviert und würden mit diesen Erfahrungen jetzt am liebsten noch einmal neu durchstarten“, sagte Ulrike Schümann, „das Niveau war hier enorm hoch und für uns eine riesige Herausforderung. Es hat aber viel Spaß gemacht, gegen so ein Weltklassefeld antreten zu dürfen.“

„Wir sind ein bisschen erschöpft, aber überglücklich“, sagte Veranstalter Eberhard Magg am Ende des fünftägigen Deutschen Matchrace Grand Prix, „für den Erfolg des Match Race Germany haben in diesem Jahr 195 ehrenamtliche Helfer, 50 Partner und Sponsoren, herausragende Segelsportler, der Yacht-Club Langenargen und unser Team gebürgt – eine tolle Leistung! Sie alle haben den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.“ Mit einem Augenzwinkern fügte Magg hinzu: „Und das, obwohl es die 13. Auflage war...“

Mehr als 35.000 Besucher haben den deutschen Matchrace-Klassiker an fünf Tagen besucht. Allein am Pfingstsonntag strömten rund 15.000 Menschen in den Hafen von Langenargen. Auch unter den Partnern und Sponsoren der führenden deutschen Matchrace-Regatta herrschte Begeisterung. Veranstalter Harald Thierer erklärte: „Wir blicken sehr optimistisch in die Zukunft. Wir denken, dass der nächste Schritt zur Partnerschaft mit einem Titelsponsor jetzt möglich sein wird. Wir haben am Rande des Match Race Germany sehr vielversprechende Gespräche mit Entscheidungsträgern geführt.“

Sonntag, 23. Mai 2010

Navigatoren und Schiedsrichter bei der Deutschen Meisterschaft im Seesegeln gefordert

23.05.10 - Der Favorit für den Titel Deutscher Meister im Seesegeln und amtierender Europameister "Beluga Sailing Team" verliert durch Disqualifikation auf einer Wettfahrt wichtige Punkte. Dichter Nebel sorgte am Samstag für angespannte Navigatoren und Wettfahrtausfall am Pfingstsonntag.

(Helgoland, 23.05.2010) Während der Hochsee-Segelveranstaltung Nordseewoche findet rund um Helgoland derzeit die Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln, Offshore statt. Bereits am Freitag, den 21.Mai 2010 waren 35 Yachten von Cuxhaven in die Nacht nach Helgoland gestartet. Diese erste Wettfahrt der Meisterschaft konnte Favorit und amtierender Europameister seiner Klasse, Christian Plump mit seinem "Beluga Sailing Team" für sich entscheiden. Am gestrigen Samstag, pünktlich um 12:00 Uhr fiel dann der Startschuss zur zweiten Wettfahrt der Meisterschaft. Sonne und 3 bis 4 Windstärken aus nordwestlicher Richtung sorgten für ideale Bedingungen auf der Regattabahn.

Noch bevor Wettfahrtleiter Hajo Andresen aus Flensburg den Startschuss abgegeben hatte, schossen bereits etliche Yachten über die Startlinie. Andresen rief daraufhin alle Yachten zurück hinter die Startlinie und setzte am Startschiff eine schwarze Flagge. Damit drohte die Wettfahrtleitung, auch beim Neustart zu früh startenden Yachten, die sofortige Disqualifikation an. Als Andresen erneut die Wettfahrt mit dem traditionellen Namen Hummer 1 startete, verlief dieser ohne weitere Frühstarts. Die Segler startenden dicht an dicht auf die als Dreieck ausgelegte Regattabahn. Für schwierige Segelbedingungen sorgten starke Strömungen und einzelne, kurzzeitige Richtungsänderungen des Windes. Die Yacht "Emma", eine Swan 60 mit Skipper Johann Killinger vom Norddeutschen Regattaverein am Ruder, startete mit einer "taktischen Verzögerung von ca. 20 Minuten", so Wettfahrtleiter Andresen. Killinger steuerte seine Yacht durch das gesamte Feld und kam als erster über die Ziellinie.

Das bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln führende Boot, die Rodman 42 "Beluga Sailing Team" berührte etwa 1 Minute vor dem Zieleinlauf bei einem letzten Manöver mit seinem Spinnacker-Segel das Rigg der "Uijuijui", einer Rainbow 42, die vom Hamburger Skipper Dr. Friedrich Hausmann gesteuert wird. Die Crew der "Uijuijui" protestierte umgehend bei der Wettfahrtleitung wegen des durch die Berührung gegebenen Regerverstoßes. Bei der anschließenden Protestverhandlung disqualifizierte das Schiedsgericht, unter Leitung des Schiedsrichterobmannes Uli Finckh, aus Breitbronn am Ammersee, das "Beluga Sailing Team". Christian Plump war dennoch guter Dinge und will die Meisterschaft noch nicht verloren geben. "Das ist nicht so gut gelaufen" so Plump, "aber wir geben so schnell nicht auf. Was viel schlimmer war, waren die Probleme mit unserem GPS auf der zweiten Wettfahrt im Nebel". Dennoch versuchte das "Beluga Sailing Team" mit einem neuen Zeugen des Vorfalls eine Wiederaufnahme des Protestverfahrens am heutigen Sonntag zu erreichen. Das Schiedsgericht blieb jedoch bei seiner Entscheidung.

Kurz nach Ende der Hummer 1 Wettfahrt, die zur SE Vibe Out Regattaserie zählt, startete die Wettfahrtleitung in plötzlich auftretendem, dichten Nebel das dritte Rennen der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln. Als der Startschuss fiel war das Ende der Startlinie, welches durch eine Tonne begrenzt ist kaum zu sehen. Um zu kontrollieren, ob es dennoch keine Frühstarts gab, beorderte die Wettfahrtleitung eines der Sicherungsboote ans Ende der Startlinie und setzte erneut die schwarze Flagge. Wettfahrtleiter Hajo Andresen wollte so mit der Disqualifikationandrohung bei Frühstart, einen solchen von Anfang an verhindern. Kurz vor dem Start gab es jedoch eine Kollision. Die Yacht "Ree" aus Horumersiel blieb mit ihrer Mastspitze an der "Achterstag" genannten Leine der eckernförder Yacht "Varuna Xpress" hängen. Das Achterstag verläuft bei Yachten von der Mastspitze ans Heck und dient der Regulierung der Mastbiegung. Durch den starken Zug an dieser Leine, brach der Mast der "Varuna Xpress" in der Mitte. Glücklicherweise wurde bei dieser Kollision niemand verletzt. Für beide Boote war die Wettfahrt jedoch beendet.
Nach sauberem Start segelten die nunmehr nur noch 29 teilnehmenden Yachten mit hoher Geschwindigkeit in dichtem Nebel. Für die Navigatoren an Bord der Boote bedeutete es daher eine große Herausforderung, die Bahnmarken der Regattastrecke rechtzeitig im Nebel zu finden. Im Laufe der Wettfahrten hatte der Wind auf bis zu 5 Windstärken aufgefrischt und die Temperatur war deutlich gesunken.
Waghalsige Manöver ließen einige Segel Schaden nehmen, den die Segelmacher von PrimeSails aus Hamburg noch bis 04:00 Uhr in der Früh in ihrer improvisierten Werkstatt auf Helgoland reparierten.

Am Pfingstsonntag morgen, fand um 07:00 Uhr die Steuermannbesprechung zum letzten und entscheidenden Lauf der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln, Offshore statt. Wetterexperte Dr. Meeno Schrader aus Kiel, warnte schon in dieser Besprechung vor "plötzlich aufkommendem Seenebel". Dennoch liefen zunächst alle Yachten aus. Um 10:00 Uhr, als der reguläre Start erfolgen sollte, war klar, dass die Wettfahrtleitung diesen wegen der geringen Sicht, die auf der Regattabahn zum Teil nur 50 Meter betrug, verschieben musste. Da der Nebel sich nicht lichtete ließ Wettfahrtleiter Dr. Stefan Lehnert um 15:00 Uhr alle Starts endgültig absagen und verschob damit die letzte Wettfahrt der Meisterschaft auf den Pfingstmontag.

Weitere Informationen, Bilder und Videos finden Sie unter www.nordseewoche.org

Nordseewoche Zubringerregatten endeten vor Helgoland in dichtem Nebel

23.05.10 - Plötzlich auftretender, dichter Nebel behinderte am gestrigen Samstag (22.05.2010) in der Deutschen Bucht die Teilnehmer der 76. Nordseewoche. Dennoch kam es bei Sichtweiten von unter 100 Metern nicht zu Kollisionen. Insgesamt segelten 133 Yachten von der Küste nach Helgoland.

(Helgoland, 23.05.2010) Am gestrigen Samstag, pünktlich um 10:00 Uhr fielen in Cuxhaven, Bremerhaven, Wilhelmshaven und auf Hallig Hooge zeitgleich die Startschüsse der Zubringerregatten der Nordseewoche. In Cuxhaven starteten beim Cuxport Cup 91 seegehende Yachten mit Ziel Helgoland genau gegen den Wind, der aus nordwestlicher Richtung mit gut 4 Windstärken blies. Die Segler mussten aufgrund der Windrichtung die gesamte Strecke "mühsam Kreuzen", so Wettfahrtleiter Dr. Stefan Lehnert aus Bremen. Die 25 Yachten aus Bremerhaven und die 10 in Wilhelmshaven gestarteten, segelten unter gleichen Bedingungen zur Insel. Allein die sieben Yachten, die von Hallig Hooge starteten, hatten es durch die Windrichtung etwas einfacher, so Lehnert, der seit vielen Jahren Wettfahrtleiter der Nordseewoche ist.

Zu Beginn der Nordseewoche-Zubringerregatten herrschte an allen Startorten strahlender Sonnenschein. Doch Wetterexperte Meeno Schrader aus Kiel, der vor Ort auf Helgoland täglich einen Wetterbericht für die Teilnehmer der Nordseewoche erstellt, rechnete von Beginn an mit plötzlich auftretendem Seenebel. Dieser setzte dann auch ein, als die Teilnehmer aus Cuxhaven, Wilhelmshaven und Hallig Hooge bereits rund 10 Seemeilen vor Helgoland segelten. Die Segler aus Bremerhaven mussten sogar rund 20 Seemeilen in dichtestem Nebel mit Sichtweiten von zum Teil weniger als 100m navigieren. In weniger als 30 Minuten war der Nebel so dicht geworden, dass die Navigatoren an Bord der Yachten alle Hände voll zu tun hatten, immer den richtigen Kurs anzugeben. Auch für das Nordseewoche-Team im Ziel, zwischen Helgoland und der Düne, war der Nebel eine große Herausforderung. Nur mit viel Mühe, dem Einsatz eines zusätzlichen Motorbootes und durch Funkkontakt konnten die einzelnen Yachten im Ziel identifiziert und gezeitet werden.

Erstes Schiff im Ziel war die "Tjorven" von Hallig Hooge, die aufgrund der kürzeren Strecke noch vor dem schnellsten und größten Schiff auf der Nordseewoche, der "Hexe" aus Cuxhaven, auf Helgoland ankam. Wie bei allen Segelregatten, an denen Yachten verschiedensten Typs teilnehmen, wurden bis spät in der Nacht noch die Sieger der Wettfahrten mittels komplizierter Formeln ermittelt. Diese Formeln gleichen die Unterschiede der Yachten durch Berücksichtigung von Faktoren wie Bootslänge, Crewstärke, Segelfläche und vielen weiteren Maßen aus. So kann auch in einem Feld mit unterschiedlichsten Yachten auf faire Weise ein Sieger ermittelt werden.

Beim Cuxport Cup, von Cuxhaven nach Helgoland gewann in der Gruppe der größten Yachten (ORCi 1) die "X-Play" mit Jens Nickel am Ruder, der für die Seglervereinigung Cuxhaven startet. Die Wettfahrt von Bremerhaven nach Helgoland gewann berechnet die "Campaign", eine sportliche Yacht vom Typ J80, die von Nele Engelken, die für die Segelkameradschaft Wappen von Bremen startet, gesteuert wurde. Berechneter Sieger der Wettfahrt aus Wilhelmshaven wurde ebenfalls eine J-Yacht. Die J110 "Jazara", gesteuert von Dr. Joachim Schulze vom Universität-Segel-Club Bochum, brauchte 5 Stunden und 17 Minuten bis ins Ziel zwischen Helgoland und der Düne. Dort hatten die Zeitmesser am Ende des Tages 9 Stunden die hereinkommenden Yachten gemessen und Funkkontakt zu den Seglern gehalten.

Durch waghalsige Manöver bei den schwierigen Sichtverhältnissen ging auf der Strecke so manches Segel kaputt. Die Segelmacher von PrimeSails aus Hamburg, die tatkräftig von Henning Neumann, von Neumann Yachting aus Lübeck unterstützt wurden, nähten und flickten bis um 4:00 Uhr am nächsten Morgen die Schäden, um den Seglern den Start bei den nächsten Wettfahrten zu Ermöglichen. "Es war wirklich alles an möglichen Schäden dabei" so Segelmacher Henning Neumann, "da waren Segel in der Mitte zerrissen oder es fehlte gleich ganz der Kopf" an dem das Segel am Mast hochgezogen wird.

Weitere Informationen, Bilder und Videos finden Sie unter www.nordseewoche.org

13. Match Race Germany 2010

23.05.10 - Mirsky, Minoprio & Radich segeln ins Semifinale, Mathieu Richard fordert Jesper Radich zum Duell. Packende Viertelfinalkrimis vor mehr als 15.000 Besuchern.


Torvar Mirsky (Foto: Match Race Germany / Richard Walch)

Langenargen - Volle Strände, begeisterte Besucher, hunderte Fahrtenyachten und Jollen auf dem Bodensee, das Opti Team Race für die Kleinsten vor Schloss Montfort und drei packende Segelkrimis der Profis in anspruchsvollen leichten Winden direkt vor dem Langenargener Bilderbuchufer – der Pfingstsonntag stand am Bodensee im Zeichen des 13. Match Race Germany 2010. Mehr als 15.000 Fans und Gäste strömten in den Hafen von Langenargen, genossen das herrliche Sommerwetter und beobachteten die spannenden Duelle der Profiteams der ISAF World Match Racing Tour, die von ZDF-Reporter Nils Kaben live kommentiert werden.

Auf dem Wasser setzten sich in den drei Viertelfinalbegegnungen zunächst der neuseeländische Weltmeister Adam Minoprio (ETNZ/BlackMatch Racing) gegen den schwedischen America’s Cup-Veteranen Magnus Holmberg (Victory Challenge) sowie der australische Vizeweltmeister Torvar Mirsky (Mirsky Racing) gegen den viermaligen Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour (Yanmar Racing) mit jeweils 3:1 durch. Die Generation der „Jungen Wilden“ war an diesem Tag stärker als ihre Lehrmeister.

Das dritte Duell zwischen Doppelweltmeister Ian Williams (Team GAC Pindar) und Jesper Radich, der das Match Race Germany 2002 und 2003 schon zweimal gewinnen konnte, ging über die maximale Länge und endete in auffrischenden Winden mit einem knappen Sieg des Dänen über den Briten, der beim Grand Prix von Deutschland weiter auf seinen ersten Sieg warten muss.

Zur anschließenden Ermittlung der Halbfinalpaarungen trafen sich die drei siegreichen Crews und der nach seinem Vorrundensieg bereits direkt für das Halbfinale gesetzte Franzose Mathieu Richard (French Match Racing Team) auf dem Wasser zur Auslosung der Boote. Mathieu Richard, so wollen es die Matchrace-Regeln, durfte sich als Spitzenreiter seinen Halbfinalgegner wählen. Der zum Auftakt der Tour-Saison 2010 so souveräne Franzose, der den ersten WM-Lauf im April vor Marseille gewonnen hatte, entschied sich für den furiosen Angreifer Jesper Radich. Damit trafen im zweiten Semifinale automatisch die Teams von Adam Minoprio und Torvar Mirsky aufeinander. Die Halbfinalbegegnungen haben noch am Sonntagnachmittag begonnen und enden am Pfingstmontagvormittag.

Zu den prominenten Besuchern des Match Race Germany zählte am Pfingstsonntag Dr. Dieter Hundt, seit 1996 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Hundt bedankte sich bei den Organisatoren Eberhard Magg und Harald Thierer für die Einladung zu einem erlebnisreichen Tag auf dem Wasser und an Land, sagte: „Das Match Race Germany ist ein hochinteressantes und spannendes Ereignis, das in Baden-Württemberg seinesgleichen sucht.“

Teil der Profiregatta war in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge das Team Race Germany Optimist 2010. 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 14 Jahren kämpften zwischen Schloss Montfort auf der einen und dem Matchrace-Kurs der Profis auf der anderen Seite um Punkte und Pokale. Den Sieg in der zweitägigen vom Yacht-Club Langenargen veranstalteten Serie erkämpfte das Dream Team Baden Württemberg vor dem Team Let’s Fets vom Untersee und den Masters of Desasters vom Württembergischen Yacht Club. Teilnehmerin Marie vom Württembergischen Yacht Club brachte die tolle Stimmung beim Nachwuchs am besten auf den Punkt: „Es ist super cool, dass wir hier mitmachen können. Wenn ich groß bin, möchte ich vielleicht auch Segelprofi werden und Matchrace segeln.“

Erstmals ist in diesem Jahr das Automobilunternehmen Alfa Romeo Partner im Match Race Germany. Marketingleiter Alexander Knesewitsch zog einen Tag vor dem Finale begeistert Zwischenbilanz: „Wir sind als neuer Partner absolut glücklich. Das ist ein gigantisches Match: Der hochkarätige Segelsport und unsere Autos vereint im Match Race Germany.“ Ausgestellt ist im Regattadorf unter anderem der spektakuläre Alfa 8 C Spider.

Ernst G. Wallaschek (Deutsche Post Global Mail, CEO Güll Group) zog für Matchrace-Partner DHL Global Mail Bilanz. Das Unternehmen hatte zum dritten Mal in Folge wichtige Geschäftskunden zum Match Race Germany geladen. Wallaschek sagte: „Wir sind ein internationales Unternehmen und laden unsere Gäste aus aller Welt immer sehr gerne zu diesem einmaligen Erlebnis in den Süden Deutschlands an den Bodensee ein. So ist es auch für uns ein Match, das wir sehr gerne unterstützen.“

Das Match Race Germany endet am Pfingstmontag mit der Siegerehrung und der Ausschüttung des Preisgeldes in Höhe von 50.000 US-Dollar. Außerdem werden Sachpreise im Wert von 10.000 US-Dollar vergeben. Die besten acht Teams teilen sich 100 wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaftswertung der ISAF World Match Racing Tour.

Ergebnisse >

Samstag, 22. Mai 2010

Mathieu Richard für Halbfinale gesetzt, sechs Mannschaften segeln ins Viertelfinale

22.05.10 - Gelungenes Comeback in Deutschland: Jesper Radich wieder in seinem Element.


Mathieu Richard (Photo: Gareth Cooke/Subzero Images/WMRT)

„Langenargen - In den Jahren 2002 und 2003 war er schon zweimal der umjubelte Matchrace-König von Langenargen - jetzt ist er wieder da: Der dänische Segelprofi Jesper Radich und sein Radich Racing Team segeln im Match Race Germany auf der Erfolgswelle. Mit sieben von elf möglichen Siegen zog Radich mit fünf weiteren Mannschaften in die Viertelfinalrunde ein.

Mannschaft des Tages aber war Mathieu Richards French Match Racing Team, das als Sieger der Vorrunde nach 66 Duellen der zwölf Teams aus neun Ländern in zumeist anspruchsvollen leichten bis mittleren Winden das Viertelfinale überspringen darf und direkt für das Halbfinale gesetzt wird.

Zwar hatten der australische Weltmeister Adam Minoprio mit seinem Team ETNZ/BlackMatch Racing sowie Doppelweltmeister Ian Williams (Team GAC Pindar) ebenfalls acht Siege erreicht, ihre direkten Duelle gegen Richard aber verloren. Auf den Plätzen vier bis sieben qualifizierten sich neben Minoprio und Williams auch der viermalige australische Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour (Yanmar Racing), sein Landsmann und Vizeweltmeister Torvar Mirsky (Mirsky Racing), Jesper Radich (Radich Racing Team) und der schwedische America’s Cup-Steuermann Magnus Holmberg (Victory Challenge).

Als nach der Vorrunde bestplatzierter Skipper nach Mathieu Richard durfte sich am Samstagabend Adam Minoprio seinen Viertelfinalgegner wählen, entschied sich für Magnus Holmberg. Der Schwede scherzte auf die Frage, ob er das als Kompliment werten würde: „Nein, nicht wirklich, aber es motiviert.“ Anschließend entschied sich Ian Williams, gegen Jesper Radich anzutreten. Damit kommt es am Sonntag im dritten Viertelfinalduell zum Aufeinandertreffen zwischen Altmeister Peter Gilmour und Shooting Star Torvar Mirsky. „Ist doch toll“, sagte Gilmour, „dass wir hier vor Langenargen auf dem Bodensee unsere australische Meisterschaft austragen dürfen.“

Jesper Radich freute sich indes nach schwachem Auftakt über seine eindrucksvolle Leistungssteigerung: „Ich war hier auf dem Bodensee immer erfolgreich, es scheint mein Revier zu sein. Ich habe zwei Jahre lang kein Matchrace angefasst und für das Match Race Germany nur einen Tag trainiert. Es ist es ein besonders schönes Gefühl, hier bei meinem Comeback so gut einzusteigen....“, sagte der Sozial- und Sportwissenschaftler, der mit seinem forschem Angriffsstil schon vor Jahren die Herzen des begeisterten Bodensee-Publikums im Sturm erobert hat.

Das ist in diesem Jahr auch den einzigen deutschen Teilnehmern gelungen: Zwar verpasste Kathrin Kadelbach (Berlin) bei ihrer historischen Premiere als erste Steuerfrau im Match Race Germany den Sprung ins Viertelfinale, übertraf aber an der Seite ihrer Taktikerin Ulrike Schümann (Berlin) als Amateurin mit zwei Siegen im Weltklassefeld der Profimannschaften die eigenen Erwartungen. Sowohl gegen den Weltranglisten-Achten Bjorn Hansen aus Schweden als auch im Duell mit dem dänischen Matchrace-Europameister Mats Ebler konnten die Damen punkten und damit auch den Respekt der Matchrace-Elite vor Ort erringen.

Der viermalige australische Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour (Yanmar Racing) sagte: „Man hat dem deutschen Team angemerkt, dass es in dieser Konstellation selten zusammensegelt. Gutes Handling ist einer der Schlüssel zum Erfolg im Matchracing. Aber die Frauen haben Kampfgeist bewiesen, und sogar einen Comeback-Sieg errungen. Und sie hatten auch einige Matchrace-Tricks drauf. Sie haben eine sehr steile Lernkurve absolviert.“

Die Frauen selbst verabschiedeten sich glücklich aus dem Wettbewerb. „Wir hatten sehr schöne Momente hier und sind immer noch stolz, dass wir in diesem Feld dabei sein durften. Wir haben sehr viel gelernt und würden jetzt am liebsten noch einmal von vorne anfangen“, sagte die Olympia-Vierte Ulrike Schümann.

Am Abend ging es für die Segler nicht gegeneinander sondern miteinander in das große Festzelt im Regattadorf im Hafen von Langenargen. ZDF-Moderator Nils Kaben kommentierte die Übertragung des Fußball-Schlagers Bayern München gegen Inter Mailand, hatte dabei vor allem die heitere Unterstützung der ausgeschiedenen Teams von Paolo Cian (Italien) und Kathrin Kadelbach.

Das Match Race Germany endet am Pfingstmontag mit der Siegerehrung und der Ausschüttung des Preisgeldes in Höhe von 50.000 US-Dollar. Außerdem werden Sachpreise im Wert von 10.000 US-Dollar vergeben. Die besten acht Teams teilen sich 100 wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaftswertung der ISAF World Match Racing Tour.

Resultate Round Robin: Pts. Pos.
Mathieu Richard FRA 8 – 3 1
Adam Minoprio NZL 8 – 3 2
Ian Williams GBR 8 – 3 3
Peter Gilmour AUS 7 – 4 4
Torvar Mirsky AUS 7 – 4 5
Jesper Radich DEN 7 – 4 6
Magnus Holmberg SWE 6 – 5 7
Paolo Cian ITA 5 – 6 8
Ian Ainslie RSA 4 – 7 9
Mads Ebler DEN 3 – 8 10
Kathrin Kaddelbach GER 2 – 9 11
Bjorn Hansen SWE 1 – 10 12

Favorit gewinnt erste Regatta

22.05.10 - 42 Yachten starteten von Cuxhaven in die Nacht in Richtung Helgoland auf der Sundowner Regatta der SE Vibe Out Series der Nordseewoche. Europameister im Seesegeln Christian Plump gewinnt mit seinem Team die erste Hochseewettfahrt der Nordseewoche. Er übernimmt damit die Führung in der Wertung zur Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln, Offshore-Teil.

Die erste von vier Regatten der Internationalen Deutsche Meisterschaft im Seesegeln, Offshore, die im Rahmen der gestern eröffneten 76. Nordseewoche stattfindet, entschied sich in der vergangenen Nacht auf der Nordsee in der Deutschen Bucht.

Auf der Strecke Cuxhaven - Helgoland gewann, berechnet in der Gruppe der größeren Yachten (ORCi 1), das favorisierte Beluga Sailing Team. Skipper und Teamchef Christian Plump, amtierender Europameister und mehrfacher Deutscher Meister wird mit diesem erfolgreichen Auftakt erneut seiner Favoritenrolle gerecht. In der Gruppe der kleineren Yachten (ORCi 2) gewann berechnet die nur 8,8m lange "Cala... Ventinove" mit Skipper Uwe Wenzel, die aufgrund ihrer kleinen Maße einen großen Berechnungsvorteil mitbringt. Noch handelt es sich allerdings um vorläufige Ergebnisse, da gegen die Wertung der Wettfahrt noch Proteste anderer Teilnehmer erfolgen könnten.

Bei rund 4 Windstärken aus nordwestlicher bis nordnordwestlicher Richtung mussten die Yachten die gesamte Strecke mühsam kreuzen. Erst um 23:40 Uhr lief die erste Yacht, die "Emma" im Ziel vor Helgoland ein. Die müden Segler wurden vom noch wachen Team der Nordseewoche mit einer großen Willkommensparty im Race Village im Helgoländer Hafen empfangen. Dort spielte zur Freude aller die Liveband Max and Friends bis spät in die Nacht. Zusätzlich sorgte Freibier für ausgelassene Stimmung und viele Segler feierten bis in die frühen Morgenstunden. Dennoch fanden sich alle am heutigen Morgen gegen 10:00 Uhr zur Steuermannsbesprechung der nächsten beiden Regatten wieder im Hafen ein.

Um 12:00 Uhr gab Wettfahrtleiter Hajo Andresen das Startsignal für die Hummer 1 Regatta, welche direkt vor Helgoland ausgesegelt wird. Sie geht ebenfalls in die Wertung der Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln, Offshore ein. Direkt im Anschluss wird die Wettfahrt Hummer 2 beginnen. Beide Regatten sind Teil der SE Vibe Out Series der Nordseewoche.

Bereits um 10:00 Uhr waren viele Segler aus verschiedenen Orten an der Küste auf den Zubringerwettfahrten in Richtung Helgoland gestartet. Das größte Feld mit rund 96 Yachten startet von Cuxhaven aus. Die anderen Startorte sind Bremerhaven, Wilhelmshaven und Hallig Hooge. Die ersten Yachten werden gegen 15:00 Uhr vom Team der Nordseewoche und vielen Zuschauern erwartet. Die Nordseewoche wird seit 1922 mit einigen Unterbrechungen veranstaltet und ist Deutschlands wichtigste und größte Hochsee-Segelveranstaltung.

Insgesamt nehmen in diesem Jahr 188 Yachten mit rund 2.000 Seglern teil. Krönender Abschluss wird die Langstrecken-Regatta Pantaenius Rund Skagen von Helgoland nach Kiel sein. Bisher sind 88 Yachten für die über 510 Seemeilen lange Wettfahrt gemeldet.

Programm, tagesaktuelle Informationen, Bilder und Videos finden Sie unter www.nordseewoche.org

Freitag, 21. Mai 2010

Auftakt zur 76. Nordseewoche: 100 Jahre Regatta Hamburg - Cuxhaven

21.05.10 - Glücklich über einen gelungenen Auftakt segelte das Team der Rennyacht guts´n glory mit Skipper Hans Genthe als erstes Boot über die Ziellinie vor Cuxhaven. Am frühen Morgen war das Team mit seinen Konkurrenten auf der Elbe vor Wedel bei der beliebten Zubringerwettfahrt der Hochsee-Segelveranstaltung Nordseewoche gestartet. 46 Yachten kreuzten 100 Jahre nach der ersten Veranstaltung bei frischen, meist westlichen Winden nach Cuxhaven.

(Cuxhaven) Als die ersten Yachten am Morgen den Hamburger Yachthafen verließen um sich für den Regattastart auf der Elbe günstig zu postieren, lag noch Nebel über dem Fluss. Bald jedoch lichteten erste Sonnenstrahlen diesen und pünktlich um 8:30 Uhr eröffnete Wettfahrleiter Jürgen Raddatz mit einem Schuss aus seiner Startpistole die Wettfahrt Cup des Audi Zentrum Hamburg - Cuxhaven. Noch kurz vor dem Start war es zur Kollision von zwei Yachten gekommen, bei der jedoch weder Mensch noch Boote Schaden nahmen. In der Folge des Zusammenstoßes musste eines der Boote seinen Motor starten und disqualifizierte sich so für die Wettfahrt. Der Cup des Audi Zentrum Hamburg - Cuxhaven ist eine der Zubringerregatten für die traditionell an Pfingsten auf und um Helgoland stattfindende Hochsee-Segelveranstaltung Nordseewoche.

Von Beginn an mussten die Yachten auf der Elbe kreuzen, denn der Wind blies aus westlicher bis nordwestlicher Richtung mit 3 - 4 Windstärken. Zusammen mit dem Sonnenschein genossen die Teilnehmer perfekte Segelbedingungen. Das Feld war bei zunächst noch auflaufender Strömung gegen diese gestartet und konnte dann im Laufe des Vormittags vom Strömungswechsel und dem einsetzenden Ablaufen des Wassers in Richtung Elbmündung profitieren. Auch der Wind veränderte sich und wurde im Laufe des Tages zunehmend stärker. Er blies gegen das ablaufende Wasser der Elbe an und ließ die Wellen immer höher werden. Dadurch stieg die Anspannung bei den Steuermännern auf den Booten, die mancher Welle auswichen um nicht an Geschwindigkeit zu verlieren. Zusätzlich mussten die Skipper auf die großen Seeschiffe achten. Die Wasserschutzpolizei, bei der sich Wettfahrtleiter Raddatz nachdrücklich für die Unterstützung bedankte, kümmerte sich um ein sicheres Miteinander von Sport- und Berufsschifffahrt.

Schon ab dem Start dominierten zwei Yachten des Typs Rogers 46 das Regattafeld. Gleich zu Beginn ging die Erste der Beiden, die Varuna mit Skipper Jens Kellinghusen am Ruder, in Führung. Die Yacht hatte schon im letzten Jahr auf dieser Wettfahrt schnell vorn gelegen und war damals als Erste über die Ziellinie gelaufen. Um in diesem Jahr noch schneller zu sein, hatte Eigner Kellinghusen das Boot im Winter modifiziert. Doch bereits knapp 5 Seemeilen nach dem Start übernahm die zweite Rogers 46, die guts´n glory des Nordseewoche Hauptsponsors SE Spezial Electronic AG die Führung und behielt diese bis ins Ziel vor Cuxhaven. Rund 10 Minuten Vorsprung hatte das Team um Skipper Hans Genthe vor der Varuna herausgesegelt.

Der Sieger der Wettfahrt steht dennoch noch nicht fest. Bei der Nordseewoche starten verschiedenste Yachttypen, die nur ihre Seegängigkeit gemein haben. Ermittelt wird der endgültige Sieger mittels einer komplizierten Formel. Diese berücksichtigt Faktoren wie Bootsmaße, Gewicht, Segelfläche, Rumpfform und Mannschaftsstärke. Auf dem Gelände der Seglervereinigung Cuxhaven eröffnete um 20:00 Uhr Bernd Jörg, Vorsitzender der Regattagemeinschaft Nordseewoche, gemeinsam mit Vertretern des Sponsors Cuxport und der Stadt Cuxhaven ganz offiziell die Nordseewoche 2010. Anschließend waren alle Teilnehmer zum gemütlichen Beisammensein geladen.

Noch vor der offiziellen Eröffnung startete Wettfahrtleiter Hajo Andresen um 19:00 Uhr gleich die nächste Regatta der Nordseewoche. Diese "Sundowner" genannte Regatta der SE Vibe Out Regattaserie ist gleichzeitig die erste von drei Regatten der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln 2010 und führt von Cuxhaven nach Helgoland. Der Hochseeteil der Meisterschaft wird während der Nordseewoche ausgesegelt. Der Küstenteil im Juni bei der Kieler Woche. Insgesamt nehmen 36 Yachten an der Meisterschaft teil. Weitere neun Yachten starten nur im Rahmen der Nordseewochen-Wertung in den Sonnenuntergang. Sowohl an der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln, als auch an der SE Vibe Out Series nehmen vor allem semi-professionelle Crews mit schnellen, für Regatten gebauten Yachten teil. Auf Helgoland werden diese Crews noch in der Nacht in der Alexseal Offshore Lounge direkt im Hafen mit einer Willkommensparty begrüßt werden. Das erste Boot wird gegen 23:00 Uhr erwartet.

In mehreren Zelten am Hafen präsentieren sich sowohl Sponsoren wie die Düsseldorfer Wassersportmesse "boot" als auch das diesjährige Partnerland Dänemark neben vielen weiteren Unterstützern. Die Zeltstadt steht allen Besuchern und Insulanern offen. Neben dänischen Köstlichkeiten und Gegrilltem bietet die Bar in der Alexseal Offshore Lounge kalte Getränke und frisch gezapftes Bier. Die Nordseewoche heißt alle Besucher herzlich willkommen.

Doppel-Weltmeister Williams führt!

21.05.10 - Deutsches Frauen-Team erkämpft Viertelfinalchance - Matchracer segeln und sehen auf der Bayern-Welle.

„Langenargen. Doppel-Weltmeister Ian Williams und sein Team GAC Pindar geben in der Vorrunde des 13. Match Race Germany auf dem Bodensee den Ton an. Der britische Doppel-Weltmeister hat sich mit sieben Siegen bei nur einer Niederlage nach 45 von 66 Vorrundenduellen an die Spitze des Feldes der zwölf Weltklasse-Teams aus neun Ländern gesetzt. „Es war ein fantastischer Tag mit tollem Wind. Einer der Schlüssel zum Erfolg war heute, die richtige Strategie für die anspruchsvollen Bedingungen zu finden.“

Williams auf den Fersen sind der australische Vizeweltmeister Torvar Mirsky (Mirksy Racing) mit sechs Siegen und vier weitere Mannschaften mit jeweils fünf Punkten: Weltmeister Adam Minoprio und sein Team ETNZ/BlackMatch Racing aus Neuseeland, der australische Altmeister Peter Gilmour und sein Team Yanmar Racing sowie Jesper Radich (Radich Racing Team/Dänemark). Der Däne, der das Match Race Germany 2002 und 2003 gewinnen konnte, dann aber länger pausierte, zählte am zweiten Regattatag nach schwachem Auftakt zu den glücklichsten Steuerleuten des Tages, sagte: „Ich habe Matchracing zwei Jahre nicht angefasst und hier nur einen Tag trainiert. Es fühlt sich gut an, wieder in einem Revier zu sein, in dem man einmal so erfolgreich war.“

Das einzige deutsche Team im erlesenen Feld der Profiteams hat mit zwei Punkten und Siegen über den ehemaligen Weltranglisten-Ersten und America’s Cup-Skipper Magnus Holmberg (Schweden) sowie Europameister Mats Ebler (Dänemark) überraschend eine kleine Chance auf den Einzug ins Viertelfinale gewahrt. Steuerfrau Kathrin Kadelbach, Taktikerin Ulrike Schümann und ihre drei männlichen Crew-Mitglieder waren als Amateure und Außenseiter in den deutschen Matchrace-Klassiker gestartet und haben schon jetzt ihr Minimalziel von mindestens einem Sieg gegen die Profis übertroffen.

„Wir sind sehr stolz und zufrieden“, zog Kadelbach Bilanz. Die Olympia-Vierte Ulrike Schümann sagte: „Unsere Lernkurve verläuft hier steil wie ein Felsen. Und immerhin sind wir jetzt schon 200 Prozent besser als der einzige deutsche Teilnehmer im letzten Jahr. Wir geben noch nicht auf. “ Für die Frauen bedeutet die Arbeit an Bord der großen Yachten von Typ Bavaria 35 Match in den am Freitag herrlichen Winden um zehn Knoten schon Schwerstarbeit. „Ulli hat gekämpft wie ein Kerl“, berichtete Kadelbach lächelnd.

Dem gemischten deutschen EWE Sailing Team bleiben am Samstag drei Duelle, um den Sprung ins Viertelfinale doch noch zu schaffen. Die Vorrunde wird am Samstag beendet, bevor die besten acht Teams ins Viertelfinale einziehen. Das Match Race Germany endet am Pfingstmontag mit der Siegerehrung und der Ausschüttung des Preisgeldes in Höhe von 50.000 US-Dollar. Außerdem werden Sachpreise im Wert von 10.000 US-Dollar vergeben. Die besten acht Teams teilen sich 100 wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaftswertung der ISAF World Match Racing Tour.

BAYERN VS INTER: PUBLIC VIEWING MIT ZDF-REPORTER NILS KABEN

Für Samstag Abend planen die Matchrace-Organisatoren zum Finale der Champions League ein „Public Viewing“ im großen Festzelt im Regattadorf im Langenargener Hafen. Ab 19 Uhr sorgt die Band Rock Sox mit Klassik-Rock für Stimmung, ab 20.30 Uhr begrüßt ZDF-Reporter Nils Kaben, der das Match Race Germany täglich live kommentiert, die Gäste zum gemeinsamen Fußball-Fernsehspaß. Kaben sagt: „Das ist ein Pflichttermin für alle, auch für nicht eingefleischte Bayern-Fans. Wir wollen ja schon einmal für die Weltmeisterschaft üben.“ Der Eintritt zum Regattadorf und in das Festzelt ist kostenlos.

Fotos des 2. Tages >

Resultate auf der Webseite von Match Race Germany (Link rechts oben).

Feierliche Schiffstaufe in Überlingen

21.05.10 - Das neue Flottenmitglied der Bodensee-Schiffsbetriebe wird am Samstag, 19. Juni in Überlingen getauft. Der Name des neuen Schiffes bleibt bis zu seiner Taufe nach altem Seemannsbrauch geheim. Ab 3. Juli wird MS „2010“, so der bisherige Arbeitstitel, meist im Kursverkehr auf dem Überlinger See unterwegs sein. Dann heißt es auch Abschied nehmen von der 75 Jahre älteren MS „Baden“, die künftig von Lindau aus vor allem Rundfahrten im Obersee übernehmen wird.

„Am Wochenende des 19. und 20. Juni wird unser neues Schiff in Überlingen gefeiert - wir laden alle herzlich dazu ein, das modernste Fahrgastschiff auf dem Bodensee kennen zu lernen“, sagt BSB-Geschäftsführer Jörg Handreke. Die Taufzeremonie am Samstagnachmittag findet direkt vor dem Landungsplatz statt und kann also live miterlebt werden. Am selben Abend fährt das neue Schiff ab Überlingen zu seiner ersten Tanzfahrt aus. Mit Apéro, fetziger Musik von „Natur Pur“ und mediterranem Büffet geht es in Richtung Arbon, wo das große Feuerwerk des Seenachtsfestes vom Wasser aus betrachtet werden kann.

Am Sonntag, 20. Juni von ca. 9 bis 10.30 Uhr steht das frisch getaufte Schiff am Landungssteg in Überlingen für eine Besichtigung oder auch ein Frühstück bereit. Um 10.45 Uhr ist die Abfahrt zur ersten Frühschoppenfahrt. Für Stimmung sorgt die Band „Putzlappen“ und für ein deftiges Frühstück die Schiffsgastronomie Karper. Kinder werden an diesem Tag von Käptn Blaubär in der Spielecke empfangen. Zwischen 12.45 Uhr und 13.45 Uhr liegt MS „2010“ wieder am Landungssteg und kann besichtigt werden. Von 14 Uhr bis 17 Uhr werden stündlich Rundfahrten zum Sonderpreis von 5 Euro angeboten.

Das 13. Match Race Germany ist eröffnet

Deutsches Frauen-Team gewinnt erstes Duell, Monsieur Richard liebt den Leichtwindpoker.

Langenargen (20. Mai 2010). Der feierlichen Eröffnung des 13. Match Race Germany auf Schloss Montfort folgten am Donnerstag die Auftakt-Duelle in der Bucht von Langenargen. Bei leichten Winden zwischen vier und acht Knoten begann der deutsche Matchrace-Klassiker mit zwölf Teams aus neun Ländern mit den ersten spannenden Duellen der Vorrunde in der Bucht von Langenargen begonnen. Mit drei Siegen setzte Mathieu Richards French Match Racing Team seinen zu Saisonbeginn eingeschlagenen Erfolgskurs im Deutschen Grand Prix der ISAF World Match Racing Tour fort.

Einen Monat nach seinem Sieg beim Tour-Auftakt in seinem Heimatrevier vor Marseille im April präsentiert sich der 34 Jahre alte Bodensee-Fan Mathieu Richard auch im deutschen Revier in Bestform, ließ seinen Worten von der Eröffnungsfeier („Ich liebe Leichtwindbedingungen!“) Taten folgen und besiegte in seinen ersten drei Begegnungen Europameister Mats Ebler aus Dänemark, den dreimaligen Weltmeister Peter Gilmour mit seinem Team Yanmar Racing aus Australien und das einzige deutsche Team mit Skipperin Kathrin Kadelbach aus Berlin.

Die deutschen Damen ihrerseits machten der ausschließlich männlichen Profikonkurrenz das Segelleben im Nieselregen schwer und gewannen überraschend ihr erstes Duell. Zwar mussten sich Kathrin Kadelbach, ihre Berliner Taktikerin Ulrike Schümann und die Crew dem überragend agierenden Mathieu Richard und auch Weltmeister Adam Minoprio und dessen Team ETNZ/BlackMatch Racing geschlagen geben, konnten dann aber den Weltranglisten-Achten Björn Hansen und sein Gill Global Team besiegen und den ersten Punkt verbuchen.

„Damit haben wir als Amateure in diesem Profifeld unser Minimalziel erreicht und ein Rennen gewonnen. Nun müssen wir uns neue Ziele stecken“, sagte Steuerfrau Kathrin Kadelbach mit einem Augenzwinkern, „Unser EWE Sailing Team ist gut gesegelt. Wir haben die Schweden mit besserer Geschwindigkeit auf der Kreuz überholen können.“ Nach umkämpfter Vorstartphase und einem von den Schiedsrichtern abgelehnten Protest gegen die Frauen hatten Kadelbach/Schümann sich für die aus ihrer Sicht leicht bevorteilte rechte Seite des Kurses entschieden und wurden für ihr taktisches Geschick belohnt.

Einen guten ersten von fünf Segeltagen im Match Race Germany erwischte auch der südafrikanische America’s Cup-Segler Ian Ainslie (Team Proximo). Mit zwei Siegen über den Italiener Paolo Cian (Team Italia), der das Match Race Germany 2007 gewinnen konnte und den schwedischen America’s Cup-Veteranen Magnus Holmberg und seine Victory Challenge bei einer Niederlage gegen Vizeweltmeister Torvar Mirsky (Mirsky Racing Team) aus Australien liegt Ainslie nach dem ersten Viertel der Vorrunde aussichtsreich auf Platz drei hinter Mathieu Richard und dem ebenfalls ungeschlagenen Torvar Mirsky (3:0).

Ian Ainslie ist am Bodensee aber nicht nur segelsportlich ein gefragter Interview-Partner. Der Mitbegründer der Izivunguvungu-Stiftung für benachteiligte Jugendliche in Kapstadt sagte über die Anstrengungen seines Heimatlandes bei der Organisation der ersten Fußball-Weltmeisterschaft in Afrika: „Das ganze Land freut sich darauf. Schade nur, dass unser eigenes Team zuletzt nicht so gut drauf war. Aber das wird sicher bis zur WM noch besser. Wir erwarten ein großes Fußballfest und viel Spaß für alle Menschen in Südafrika und diejenigen, die unser Land besuchen kommen.“

Die abnehmenden Winde machten der Wettfahrtleitung vom gastgebenden Yacht-Club Langenargen die Austragungen weiterer Rennen am Donnerstagnachmittag schwer. Die Vorrunde des deutschen Segeklassikers wird am Freitag fortgesetzt. Das Match Race Germany, zu dem am Wochenende Zehntausende Zuschauer erwartet werden, endet am Pfingstmontag mit der Siegerehrung und der Ausschüttung des Preisgeldes in Höhe von 50.000 US-Dollar. Außerdem werden Sachpreise im Wert von 10.000 US-Dollar vergeben. Die besten acht Teams teilen sich 100 wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaftswertung der ISAF World Match Racing Tour.

Für die Resultate klicken Sie auf den Banner auf der ersten Seite unten von BODENSEE-NEWS.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Überlinger Crew gewinnt Bronze bei Olympic Garda

20.05.10 - (IBN) Die Starboot-Hoffnungen des Bodensee-Yacht-Club Überlingen (BYCÜ), Matthias Miller und Benedikt Wenk, konnten bei der Olympic Garda in Malchesine am Gardasee die Bronzemedaille ersegeln.

Mit 70 hochrangigen Teilnehmern waren nicht nur über 13 Nationen am Start. Da die Regatta auch zur World Cup-Rangliste zählt, nahmen sogar drei Mannschaften den weiten Weg aus den USA auf sich. Hubert Merkelbach, ebenfalls vom BYCÜ, kam mit seinem Vorschoter Gerrit Bartel auf den 15. Platz.

Live Übertragung vom Match Race Germany

20.05.10 - Erstmals in der Geschichte des Events wird es eine Live Übertragung direkt von den Segel-Duellen auf dem Wasser geben. Neben den Live-Streams, die auch zu einem späteren Zeitpunkt noch abrufbar sind, kann im Bereich „Daily Highlight Shows“ die täglichen Höhepunkte abgerufen werden. Link >

Das freie Training ist beendet

20.05.10 - 13. Match Race Germany startet am Donnerstag Skipperin Kadelbach: „Ich habe das beste Team!“

Langenargen - Das freie Training ist beendet, das 13. Match Race Germany begann heute Donnerstag um 9 Uhr. Bei Sonnenschein und leichter Brise haben sich die zwölf teilnehmenden Teams aus neun Ländern am Mittwoch mit den Booten vom Typ Bavaria 35 Match vertraut gemacht, die Bucht von Langenargen erkundet und Manöver trainiert.

Locker und entspannt präsentierte sich danach Mathieu Richard aus Frankreich. Der Spitzenreiter der ISAF World Match Racing Tour, der im April die Auftaktregatta in seinem Heimatrevier vor Marseille gewonnen hat, möchte endlich auch den Großen Preis von Deutschland gewinnen. „Ich bin bereit für einen Sieg“, sagte der sympatische 34 Jahre alte Steuermann aus Nantes mit einem Lächeln.

Auch die einzige deutsche Mannschaft im erlesenen Hauptfeld des deutschen Matchrace-Klassikers unter dem Dach der ISAF World Match Racing Tour präsentierte sich nach ihrem dreistündigen Training locker. Skipperin Kathrin Kadelbach (EWE Sailing Team)aus Berlin sagte: „Ich habe das beste Team, das man sich wünschen kann. Wir haben heute versucht, ein gutes Gefühl für die Boote zu entwickeln, viele Manöver geübt und am Timing gearbeitet.“

Für Kathrin Kadelbach und ihre Taktikerin Ulrike Schümann bedeutet der Wechsel von den gewohnten kleineren olympischen Booten auf die Bavaria-Yachten eine große Umstellung. „Die Arbeit an Bord ist physisch sehr anstrengend. Da ist schon ordentlich Druck auf der Großschot“, sagte die Olympia-Vierte Ulrike Schümann, die nach dem Trainingstag auf dem Bodensee trotzdem eine begeisterte Bilanz zog: „Die Stimmung an Bord ist Spitze. Wir sind bereit!“

Kathrin Kadelbach ist die erste Steuerfrau in der Geschichte des Match Race Germany, das seit 1997 auf dem Bodensee ausgetragen wird. Sie selbst und auch die Experten räumen dem Damen-Duo und ihren drei männlichen Crew-Mitgliedern trotz Amateur-Status im Duell gegen die männliche Matchrace-Weltelite Außenseiterchancen ein. Auch Schümann erklärt: „Insbesondere bei leichten Winden könnten wir dem einen oder anderen erfahrenen Profi vielleicht ein Bein stellen.“

Zu den Gegnern der Frauen zählen mit Mats Ebler und seiner Crew die neuen Europameister im Matchrace. Die Dänen gewannen die Titelkämpfe erst am vergangenen Wochenende im österreichischen Hard gegenüber der Insel Lindau auf dem Bodensee und kreuzen nun mit entsprechendem Selbstbewusstsein beim Match Race Germany auf. Zu den Top-Favoriten zählen neben Mathieu Richard (French Match Racing Team) und Weltmeister Adam Minoprio (ETNZ/BlackMatch Racing) auch der Vizeweltmeister Torvar Mirsky (Mirsky Racing Team) aus Australien.

Das dynamische Dutzend Weltklasseteams kämpft vor Langenargen ab Donnerstag Morgen (9 Uhr) um den Sieg beim zweiten WM-Lauf der ISAF World Match Racing Tour. Die Wetterprognose verspricht Sonne und Wolken bei leichten bis mittleren Winden um zehn Knoten. Die Sieger werden am Pfingstmontag am frühen Nachmittag im internationalen Regattadorf im Hafen von Langenargen gekürt, wo fast rund um die Uhr ein attraktives Sailantainment-Programm auf Segler, Partner, Fans und Besucher wartet.