Donnerstag, 26. Juni 2008

Kieler Woche: X-35 EM mit Ups and Downs zum Auftakt

26.06.08 - Sportliche Winde aus Ost, steile Wellen und zwei Wettfahrten bildeten den Auftakt der X-35 Europameisterschaft auf der Seebahn Alpha. Insgesamt 16 X35-Crews aus sieben Nationen werden noch bis zum Samstag im Rahmen der Kieler Woche ihren Europameister aussegeln.

Die Führung in dem leistungsstarken Feld übernahm die estnische Crew der „Nicole3“ von Matti Sepp. Mit einem Tagessieg und einem siebten Platz liegt Achim Griese (Hamburg) an Bord der „Celox“ nur einen Punkt hinter dem führenden Boot. „Wir haben in der zweiten Wettfahrt einen der vielen Winddreher nicht richtig erwischt. Bei der Leistungsdichte hat uns das schon einige Plätze gekostet. Zusätzlich habe ich noch einen Fehler gemacht und die Luvtonne berührt, und wir mussten uns wieder vom zwölften auf den siebten Rang vorkämpfen“, erklärte der Silbermedaillengewinner von Los Angeles im Starboot und bilanzierte den ersten Tag weiter: „Wir sind aber sehr zufrieden mit unserem Bootsspeed und freuen uns auf die nächsten Tage. Die Stimmung ist jedenfalls sehr gut an Bord.“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtete Sven Anderssen den Sieg seiner „Celox“ bei der ersten Wettfahrt. „Recht ordentlich, so kann es weitergehen“, meinte der Miteigner aus Flensburg, der sich einen Tag vor Beginn der EM bei einem Unfall verletzt hatte und nicht mitsegeln konnte. Bei der Arbeit für seine Firma Anderssen Yachting rutschte der Flensburger an Bord eines Schiffes aus und zog sich einen Bänderriss im linken Fuß zu. „Beim Abstützen riss dann noch ein Band in der linken Hand“, erklärte der Kassenwart der Klassenvereinigung, der gestern trotzdem zur Eröffungs-Veranstaltung angereist war.

Wie hoch die Leistungsdichte in dieser Einheitsklasse ist, dokumentieren einige Einzelergebnisse. Die finnische „Roxana“ von Thomas Hacklin segelte zunächst nur auf den zehnten Platz und legte gleich einen Tagessieg nach. Auch die deutsche „Stihl“ erlebte angesichts der Platzierungen ein Wechselbad der Gefühle: in der ersten Wettfahrt nur Neunter und im zweiten Rennen dann ganz vorne auf Rang zwei. „Wir sind noch nie bei solch einer steilen kurzen Welle gesegelt und haben uns beim ersten Rennen immer wieder mit dem Boot an der Kreuz festgestampft. Und einmal in einer Welle steckengeblieben, bedeutet gleich, drei Boote zu verlieren. Im zweiten Rennen haben wir das Setup unseres Bootes geändert und uns besser auf die Welle eingestellt, dann hat es gut geklappt“, berichtet „Stihl“-Steuermann Jörn Carstensen, der sogar teilweise mit seiner gut eingespielten Crew die Führung auf der Bahn übernehmen konnte. Am Ende des Tages fand sich die junge Crew auf dem siebten Gesamtplatz wieder.

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Bericht zur „100 Jahre Münchner Woche 2008“

26.06.08 - Es war ein großes Jubiläum. „100 Jahre Münchner Woche 2008“ mit 62 teilnehmenden Yachten und Jollen war ein Stelldichein der alten Klassiker bei schönstem Wetter mit leichten Winden.

Eine wunderschön restaurierte und seltene Herreshoff Baujahr 1895 vom Attersee segelte im international besetzten Feld mit und gewann zur großen Freude der Eignerfamilie sogar einen Wanderpreis.

Der 2. Star war zweifelsohne Dr. „Biwi“ Reich mit seinem Olympiaboot SUBBNBOANA 1964 Tokyo. Sein 5.5er lag nach 44 Jahren neben dem damaligen Silbermedaillengewinner. Dr. „Biwi“ Reich nahm mit seinem Sohn Patrick und dem Eigner Dr. Wolfgang Oehler als Mannschaft späte Rache an der jetzigen Z 75 und gewann souverän sein Yardstickklasse und eine Reihe von Wanderpokalen.

Die nächste Legende der 100 Jahre Münchner Woche 2008 heißt Norbert Wagner, der, wie schon in 2007, diesmal aber mit Volker Reeh und Heribert Aichele als Crew, wieder mächtig Silber abräumte und auch in seiner Yardstickklasse mit 3 Tagessiegen und einem 2. Platz gewann.

Wettfahrtleiter Frank Weigelt betreute auf Bahn A die 40er, die 30er und die Holzdrachen. Sein Kollege Volker Mader vom MYC startete die Yardstickklassen auf der Bahn B. Schon am Freitag konnten bei Nordwind zwei Wettfahrten gesegelt werden. Nach Freibier und Fingerfood rockten die 200 Teilnehmer auf der Hafenparty mit einem unglaublichen Boogie-Woogie-Duo bis spät in die Nacht ab. Die Rettung kam in Form eines Weißwurstfrühstückes am Samstag am frühen Morgen.

Wettfahrtleiter Andi Achterberg erbte für Sonntag zwar das Traumwetter, allerdings mit unbeständigem Südostwind. Er schickte das Feld trotzdem los. Es sollte zum Galadiner etwas Aufregendes zur Unterhaltung geben. Traditionssegeln beruhigt enorm die Nerven der yardstickzahlgeplagten Eigner. . Die über 200 Teilnehmer der „100 Jahre Münchner Woche“ hatten sich zur großen Jubiläumsregatta sehr viel zu erzählen.

Andal Listl. entwickelte den Liegeplan Museumshafen. Klaus und Hans Greif gebührt die Anerkennung dafür, dass für alle Yachten und Jollen ausreichend Moorings vorhanden waren. So konnten die Teilnehmer der Münchner Woche wie auch die zahlreichen Schaulustigen und Gäste das renommierte Nordbad mit dem schönen Ambiente der historischen Badeanlage und der guten Gastronomie genießen.

Um 11.20 wurde die Dampferwelle des Flaggschiffes MS Starnberg erwartet. Insofern war schon wieder ausreichend Zeit für ein ausgiebiges Weißwurstfrühstück mit Weißbier . Der große Dank gilt dem Ehepaar Greif für ihren Einsatz und die tolle Bewirtung zur großen Zufriedenheit aller Teilnehmer, die sich schon jetzt auf das nächste Jahr freuen.

Wettfahrtleiter Stephan Fischer vom mitveranstaltenden YCAm ließ sich zur Langstreckenwettfahrt auf seinem Startschiff Baujahr standesgemäß ca. 1930 schleppen. Er wählte Kurs 2 und schickte das gesamte Feld, wobei einig den Start verpennten, von Mitte See aus in Richtung Tonne 1 vor dem Nordbad.

Norbert Wagner entschwand sofort dem Feld und machte sich mit seiner 22er Rennjolle auf den Weg zur Tonne 2 Richtung Roseninsel. Bei auffrischendem Wind aus West rundete das Feld die Tonne vor dem Ammerlander Dampfersteg, um dann die Tonne 4 vor dem Bernrieder Horn an Steuerbordbug liegen zu lassen.

Das Ziel befand sich zur Freude der vielen Besuchen vor dem DTYC, ebenso die Preisverteilung vor dem Takelmast. Drei Biertische waren notwendig, um 72 Bierkrügerl und unzählige Wanderpreise, teilweise Silberschalen aus den 30er Jahren, in der Sonne aufzubauen.

Dem Koordinator, Organisationschef und Sportwart Robert Huber kam die große Ehre zu, die Preisverteilung der „ 100 Jahre Münchner Woche 2008“ durchzuführen. Die eingangs genannten Segellegenden räumten mal wieder ab, obwohl sie in ihren eh schon gut gefüllten Pokalschränken kaum noch Platz finden dürften.

Bei den 40ern starteten 10 Boote, allein die Hälfte für den DTYC, wobei diese fünf 40er vier Eigner gehören. Sportsmann und Gönner Dr. Stefan Frauendorfer, der nie ohne seine Frau Dr. Gerda Frauendorfer, Martin Bittner und Hubert Schädl segelt, hatte seinen HAGEN dem IDM-DYAS-Gewinner 2007 Max Weiss mit seinen Jungs Max Mäge, Felix Röder und Henrik Schönfeld überlassen, der ihn mit einen Punkt Vorsprung auf den 5. Platz verwiesen hat.

Die Mannschaft mit dem höchsten Promi-Faktor war zweifelsohne die von Prof. Peter Bauer mit Vorstandskollege Dr. Michael Gschrei, dem mitsegelnden Dr. Robert Schwager und dem Eigner Ed Wammetsberger. Sie belegten insgesamt den 3. Platz, nachdem sie in der Langstrecke eine furiose Aufholjagd starteten.

Die Crew mit dem höchsten sportlichen Wert saß bei 40er-Segler Sepp Thallmair auf seinem superschnellen Regattagerät: Bodo Weissmann, Dr. Michael Lohner, Thomas Abt. Ihnen fehlte ein Punkt zum Sieg.

Auch bei den 16 wunderschönen Holzdrachen starteten 8 für den DTYC. Die ersten fünf Plätze gingen denn auch an den Club. Großer Gewinner wurde Jochen Twiehaus mit seiner Crew. Er gewann damit die stärkste Klasse der Veranstaltung vor dem frech angreifenden Christoph Jung, Dr. Reckhenrich, dem unter Wert segelnden Hemmerich und Jens Höhl. Die ersten Drei lagen jeweils nur einen Punkt auseinander. Was zeigt, dass man sich dort an der Spitze nichts schenkt und dass sich das Drachentraining von Norbert Wagner ausgezahlt hat. Die Münchner Woche 2008 wurde ihrem Jubiläums-Status in allen Belangen gerecht. (SM)

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Mittwoch, 25. Juni 2008

Wasser-Spaß für Jugendliche

25.06.08 - Friedrichshafen – Tauchen, Wakeboarden, Segeln oder mit dem Schlauchboot auf dem Bodensee „cruisen“ – beim siebten INTERBOOT-Jugendlager am 27. und 28. September 2008 sind die Kids eingeladen. Die internationale Wassersport-Ausstellung INTERBOOT in Friedrichshafen (20. bis 28. September 2008) lädt Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren zu einem Erlebnis-Wochenende mit Aktionen rund um den Wassersport ein.

„Die Jugendlichen waren begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, die der Wassersport bietet. Wakeboarden war das besondere Highlight für viele,“ resümiert Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Dieses Jahr erwartet das INTERBOOT-Team wieder Teilnehmer aus ganz Süddeutschland, Österreich und der Schweiz; die 100 Jugendlager-Plätze sind erfahrungsgemäß schnell vergriffen.

Im Preis von elf Euro sind alle Aktionen sowie der Messe-Eintritt, Übernachtung und Frühstück, die Jugendlager-Party und die Teilnahme am Gewinnspiel enthalten. Nähere Infos und Anmeldung unter www.interboot.de.

Feuer zerstört Bootssattlerei

25.06.08 - Ein Schwelbrand hat am 18. Juni die Produktion der Firma Wendling in Sauldorf völlig zerstört. Wie erste Ermittlungen ergaben, war ein technischer Defekt an einer Nähmaschine die Ursache. Genaueres ermitteln Gutachter.

Herbert Bücheler und sein Nachfolger Denis Endres, der den Betrieb erst zu Jahresbeginn übernommen hat, hoffen die Produktion schnellstens wieder in Betrieb nehmen zu können.

Der Schwelbrand zerstörte das gesamte Innere des Gebäudes: Betroffen ist sowohl die bereits fertige Produktion, als auch Maschinen, Schnittmuster, Schablonen und Warenlager. Der Schaden am Gebäude selber muss erst noch genau untersucht werden. Dann entscheidet sich auch, ob es weiter genutzt werden kann. Endres und Bücheler hoffen, dass ihnen die Kunden, bis der Betrieb wieder läuft, die Stange halten.

Kieler Woche: Spannung bis zum Schluss

25.06.08 - Viele Rennen, zahlreiche Proteste bis in die Nacht, späte Sieger – „Patent3“ gewinnt Kaiserpokal. Spannung bis zur letzten Minuten gab es bei der internationalen Meisterschaft der Hochseesegler auf der Seebahn Alpha.

Die „Beluga“ von Christian Plump setzte sich am Ende bei der Gruppe der ORC-INT I Yachten gegen die hervorragend gesegelte „Unique“ von Bernd Kriegel (Kiel) durch. Die hatte bis zum letzten Regattatag geführt, konnte aber ihre überzeugende Leistung nicht ins Ziel retten und wurde am Ende Dritte. Auf den zweiten Platz segelte die X41 „König&Cie“ von Sven-Eric Horsch (Hamburg).

Quasi in letzter Minute, um 15.55 Uhr und damit fünf Minuten vor der wirklich allerletzten möglichen Startzeit, feuerte Wettfahrtleiter Benjamin Strom die Startpistole zur vierten Wettfahrt des Tages ab. Vier Wettfahrten konnten damit auf dem Stollergrund am Abschlusstag gesegelt werden. Insgesamt standen damit neun Wettfahrten auf dem Punktekonto der Teilnehmer an der internationalen Meisterschaft der ORC-International und des Kiel Cups. Noch spannender wurde es dann bis kurz vor der Siegerehrung. Eine ganze Protestwelle schwappte in das Jurybüro. Schon zu den Akten gelegte Verhandlungen aus den Vortagen wurden wieder neu diskutiert und der Jury vorgelegt. Zusätzlich verzögerten neue Protestverhandlungen die Siegerehrung, am Endergebnis änderten sie jedoch nichts mehr.

Wesentlich entspannter konnte Jürgen Klinghardt (Bremen) in der Gruppe ORC-INT II in den abschließenden Tag schauen. Mit vier Tagessiegen und einem zweiten Platz ging seine „Patent3“ in den Wettfahrttag und bestätigte ihren Anspruch auf den Titel des Deutschen Meisters mit drei weiteren Tagessiegen und einem dritten Platz als Streicher und holte damit zusätzlich den Kaiserpokal. Ebenso spannend machten es die „CGMer“ von Oliver Leu (Heiligenhafen) und die „Flying Circus“ von Wolfgang Uecker (Lübeck) im Kampf um Platz zwei. Punktgleichheit hieß es im Endergebnis, nur zwei Tagessiege der „CGMer“ brachten Oliver Leu eine kleine Bootslänge weiter nach vorn und damit den Titel des Vizemeisters.

Den vierten Titel als Deutscher Meister, und dies ganz ohne Proteste, fuhr die „Froschkönig“ von Detlef Amlong (Schwedeneck) ein. Mit fünf Tagessiegen in neun Wettfahrten konnte der Weltmeister von 2006 die Konkurrenz hinter sich halten und siegte mit 15,5 Punkten vor der „Chinook“ von Johann Friedrichsen (Flensburg) und der „Cala Ventinove“ von Uwe Wenzel (Bremen). Die Meldezahl in dieser Gruppe ORC-INT 3+4 lag mit 16 Booten erfreulich hoch.

Einen kleinen Einblick in ihre gute Performance für die J80 Weltmeisterschaft ab dem 7. Juli vor Kiel zeigte die „Needles and Pins“-Crew von Peter Hecht und Uli Münker (beide Kiel). Als Streicher musste ein dritter Platz herhalten, sonst verzeichnete die erfolgreiche J80 Crew nur zweite und erste Plätze und holte sich damit den Titel des Deutschen Meisters 2008. „Die Leistungsdichte in der J80 ist in diesem Jahr extrem gestiegen. Auch wenn wir auf dem Papier immer vorne gelegen haben, muss das nichts für die Tutima J80 Worlds heißen“, resümierte Peter Hecht eher bescheiden das Toppergebnis. Für „Tak for Turen“-Steuermann Christian Tinnemeyer war kurzfristig Hauke Krüss (Helgoland), früher am Ruder der J24 „Rotoman ManRoland“, eingesprungen und machte seine Sache gut. Die „Tak for Turen“ holte den Vizetitel vor der „SK-1“ von Jens Tschentscher von der Segelkameradschaft Bremen. Insgesamt waren 16 der 24 für die WM gemeldeten J80 Crews vor Kiel am Start.

Fast im Schatten der internationalen Meisterschaft der ORC Segler wird das Feld der Albin Express auf der Kieler Woche größer und internationaler. Insgesamt 14 Schiffe dieser Einheitsklasse gingen im Rahmen des Kiel Cups an die Startlinie. Hans Christian Erbs und seine „Ilskov&Juul“-Crew aus Dänemark segelten überlegen mit elf Punkten Vorsprung auf Platz eins und verwiesen die „Numero Uno“ von Markus Neitzel (Berlin) und die „Midian“ von Jens Wrede (Hamburg) auf die Plätze. Schon jetzt haben sich für die nächste Kieler Woche viele weitere Team aus Schweden und Dänemark angekündigt. Die Meldezahlen der Albin Express-Klasse stehen also weiterhin auf Wachstum.

Fortgesetzt werden die Offshore-Regatten der Kieler Woche ab heute mit der X-35-Europameisterschaft, an der 16 Yachten aus sieben Nationen teilnehmen.

Segeln im Ergebnis, Endstände der Internationalen Deutschen Seesegel-Meisterschaft:

Klasse: IDM -ORC I
1 "BELUGA" (Christian Plump/Bremen) 17,00
2 "KÖNIG & CIE." (Sven-Eric Horsch/Kiel) 23,00
3 "UNIQUE" (Bernd Kriegel/Kiel) 29,00
4 "TRANSIT EXPRESS" (Niels Springer/SVA) 32,50
5 "TOPAS" (Harald Brüning/Kiel) 42,00
6 "EXTASY" (Thomas Brügge/Kiel) 43,50

Klasse: IDM -ORC II
1 "PATENT3" (Jürgen Klinghardt/Bremen) 9,50
2 "CG MER" (Oliver Leu/Heiligenhafen) 28,00
3 "FLYING CIRCUS" (Wolfgang Uecker/NSV) 28,00
4 "VARUNA XPRESS" (Kai Haupthoff/Eckernförde) 37,50
5 "WESTWIND" (Peter Süsselbeck/DZYC) 48,50
6 "BRINKMANN & PARTNER" (Hans Jürgen Rieckhof/Kiel) 52,50;

Klasse: IDM -ORC III+IV
1 "FROSCHKOENIG" (Detlef Amlong/SVFr) 15,50
2 "CHINOOK" (Johann Friedrichsen/Flensburg) 17,00
3 "CALA VENTINOVE" (Uwe Wenzel/Bremen) 26,50
4 "QUATTRO" (Klaus-Peter Boock/SFS) 42,00
5 "OUT OF THE BOX" (Stefan Voss/YCLL) 47,00
6 "PENTADOC" (Olaf Höhn/HoYC) 48,00

Klasse: IDM -J80
1 "NEEDLES AND PINS" (Ulrich Hecht-Münker/Flensburg) 12,50
2 "TAK FOR TUREN" (Hauke Krüss/Kiel) 26,50
3 "SK-1" (Jens Tschentscher/SKWB) 39,00
4 "MÄNNERSACHE" (Steffen Kringel/SYC) 65,00
5 "FILOU 2" (Hans-Heinrich Petersen/BSC) 69,00
6 "PROJECT ZWO²" (Frank Rühr/YCS) 71,50

Endstände Kiel-Cup:Klasse: ORC I
1 "BELUGA" (Christian Plump/Bremen) 18,00
2 "KÖNIG & CIE." (Sven-Eric Horsch/Kiel) 23,00
3 "UNIQUE" (Bernd Kriegel/Kiel) 30,00
4 "TRANSIT EXPRESS" (Niels Springer/SVA) 35,50
5 "TOPAS" (Harald Brüning/Kiel) 46,00
6 "EXTASY" (Thomas Brügge/Kiel) 47,50

Klasse: ORC II
1 "PATENT3" (Jürgen Klinghardt/Bremen) 12,50
2 "HANSEN" (Sofus Hansen/Dänemark) 22,50
3 "CG Mer" (Oliver Leu/Heiligenhafen) 34,50
4 "FLYING CIRCUS" (Wolfgang Uecker/NSV) 36,00
5 "VARUNA XPRESS" (Kai Haupthoff/Eckernförde) 47,00
6 "WESTWIND" (Peter Süsselbeck/DZYC) 57,00

Klasse: ORC III + IV
1 "FROSCHKÖNIG" (Detlef Amlong/SVFr) 15,50
2 "CHINOOK" (Johann Friedrichsen/Flensburg) 17,00
3 "CALA VENTINOVE" (Uwe Wenzel/Bremen) 26,50
4 "QUATTRO" (Klaus-Peter Boock/SFS) 42,00
5 "OUT OF THE BOX" (Stefan Voss/YCLL) 47,00
6 "PENTADOC" (Olaf Höhn/HoYC) 48,00

Klasse: Albin Express
1 "ilskov & juul" (Hans Christian Erbs/Dänemark) 13,50
2 "Numero Uno" (Markus Neitzel/SCO) 24,50
3 "Midian" (Jens Wrede/SCTOe) 27,00
4 "Exposé" (Nils Krafft/BSV) 30,00
5 "Enternix" (Kai Plassmeier/CKA) 33,50
6 "Ronja" (Andreas Pinnow/SVK) 34,00

Kieler Woche Termine 2008, Kieler Woche: 21. bis 29. Juni

Teil I, Internationale Klassen: 21. bis 24. Juni
Teil II, Olympischer Teil: 25. bis 29. Juni
Teil III, Match Race Frauen: 25. bis 29. Juni

Teil IV, Offshore (Dreiteilung):
21. bis 24. Juni (Schwerpunkt: ORC, OD und IDM der ORC International)
25. bis 29. Juni (X-35-Europameisterschaft)
27. bis 29. Juni (Yardstick, ORC, Werft- und Einheitsklassen)

Most- und Clubregatta 2008 beim SMYH

25.06.08 - Am 14.06.2008 fand die traditionelle Mostregatta beim Segel- und Motoryacht-Club Höri e.V. in Wangen statt.Bei herrlichem Segelwetter mit Windstärken zwischen 1 und 4 wurde hart gekämpft und so kam es denn zuteilweise sehr knappen Entscheidungen.

Die Ergebnisse der Mostregatta 2008:
Platz/Steuermann/Bootsklasse/Club/Yardstick/Gesegelte Zeit/Berechnete Zeit
1. Büttner, Frindship 26B, SMYH, 108, 02:12:22, 02:02:34
2. Ulmer, Sprinta Sport, Salens, 104, 02:08:41, 02:03:44
3. Kiefer, H-Boot, Wvwa, 104, 02:14:21, 02:09:11
4. Gnädinger, Lacustre, SCS, 96 02:06:43, 02:12:00
5. Moll, Akros, YCRa, 90, 02:01:18, 02:14:47
6. Baumeister, Neptun22, SMYH, 118, 02:39:25, 02:15:06
7. Pfisterer, H-Boot, SMYH 104, 02:21:31, 02:16:04
8. Amann, Maxi 800, SMYH, 107, 02:26:41, 02:17:05
9. Winter, Faurby 363, SMYH, 94, 02:08:59, 02:17:13
10. Popp, Microtonner, SMYH, 114, 02:38:31, 02:19:03
11. Hamann, Sunfast 20, SMYH, 113, 02:39:19, 02:20:59
12. Krehl, Sangria, SMYH, 112, 02:38:19, 02:21:21
13. Tausend, Dyas, SCÖ, 102, 02:24:41, 02:21:51
14. Staub, Esse 850, SVM, 87, 02:03:36, 02:22:04
15. Ewen, Duetta 94, SMYH, 105, 02:30:17, 02:23:08
16. Steudel, Sunlight, SMYH, 101, 02:26:57, 02:25:30
17. Wiesendanger, Varianta 65, SMYH, 114, 02:48:13, 02:27:34
18. Kiesel, Condor 70, SMYH, 114, 02:48:27, 02:27:46
19. Bregler, Jeanneau 35, SMYH, 100, 02:28:15, 02:28:15
20. Wolf, Fantasia 27, SMYH, 111, 02:44:35, 02:28:16
21. Dorer, Gibsea 84, SMYH, 114, 02:50:48, 02:29:49

Dienstag, 24. Juni 2008

Kieler Woche-Rekord: Hungers 16.

24.06.08 - Die Kieler Woche kann nach 126 Jahren einen neuen Rekord vermelden: Wolfgang Hunger konnte zum Abschluss des internationalen Teils auf seinen 16. Kieler Woche-Erfolg anstoßen.

So viele Pokale hat vor ihm noch niemand aus der Förde gefischt. Bislang musste sich der Strander 505er-Segler den Titel des Rekordsiegers bei der weltgrößten Segel-Veranstaltung noch mit dem 15maligen Triumphator Gerd Eiermann (Duisburg) teilen. Doch mit der Verbannung des Kielzugvogels aus dem Schilkseer Regatta-Programm war Eiermann aus dem Rekord-Rennen und der Weg frei für Hunger, der mit zwei Siegen am Abschlusstag schon vor der letzten Wettfahrt als Gesamtsieger feststand.

Tatkräftige Unterstützung leistete ihm dabei sein neuer Vorschoter Julien Kleiner. Nachdem Stamm-Vorschoter Holger Jess (Eckernförde) durch seinen Beruf als Bootshändler kaum noch Zeit zum Segeln findet, hatte Hunger Glück, dass Kleiner auf dem Trockenen saß, weil sein Skipper, Boris Herrmann, in dieser Saison an der Transatlantik-Regatta „The Artemist Transat“ teilnimmt.

Hungers Rekord indes muss nicht für die Ewigkeit sein. Jörgen Bojsen-Möller sitzt ihm im Nacken. Der dänische FD-Veteran fuhr – ebenfalls vorzeitig - seinen 14. Kieler Woche-Sieg ein. Geholfen hat ihm ausgerechnet Holger Jess, der für Jörgens verhinderten Bruder Jakob als Vorschoter eingesprungen ist.

Heute enden die Regatten des internationalen Teils. Morgen steigen die olympischen Klassen ein. Der erste Start ist für Mittwoch um 13 Uhr angesetzt. Bis Sonntag kämpfen rund 700 Boote in neun olympischen und in der paralympischen Klasse 2.4 mR um die Kieler Woche-Medaillen.

Riva Treffen beim Hafenfest

24.06.08 - Zu den im Rahmen des großen Hafenfestes (28. und 29. Juni ) in "ULTRAMARIN, die Meichle + Mohr Marina" stattfindenden "Riva Classics 2008" werden über 30 der edlen italienischen Mahagoni-Boote mit ihren Besitzern erwartet.

Parallel treffen sich die Mitglieder des Maserati Club Deutschland mit historischen und neuen Fahrzeugen am Hafenbecken. Dazu gesellen sich noch die Lacustre-Segler vom Bodensee, deren jährliche Sternfahrt mit ihren Klassikern zur Marina führt. Die Liebhaber alter Motor- und Segelboote sowie klassischer Sportwagen kommen am 28. und 29. Juni im größten Freizeithafen am Bodensee damit voll auf ihre Kosten. Aus ganz Europa werden die Riva-Besitzer ihre Corsaro, Florida, Ariston und Aquarama zur Marina nach Kressbronn-Gohren transportieren.

Dort liegen sie dann im Hafenbecken und können bestaunt werden. Lediglich am Samstag werden einige Boote zur Ausfahrt ans Schweizer Bodenseeufer unterwegs sein. Am Sonntagmorgen, ab 10.30 Uhr, dürfte der Concours d'Élégance einer der Höhepunkte des Hafenfestes werden: Während die klassischen Maserati Spyder, Mistral, Mexico und Ghibli an der Hafeneinfahrt geparkt sind, kreuzen die Rivas auf dem Wasser.

Bereits am Samstag, ab 12 Uhr, werden zudem die Lacustre-Segler vom Bodensee erwartet. Die traditionelle Sternfahrt der klassischen und gleichzeitig sportlich eleganten Schiffe führt zu "Ultramarin, die Meichle + Mohr Marina". Ebenfalls am Samstag, 11 Uhr, wird auf dem See der Ultramarin Cup 2008 gestartet. Teilnehmer dieser Regatta sind die in der Marina liegenden Segler. Die Sieger werden abends im Festzelt gekürt. Dazu gibt es Livemusik von den Beatpigs und eine lange Partynacht.

Neben den Attraktionen auf dem Wasser werden im und um den Ultramarin-Fachmarkt Informationsstände aufgebaut. Im Fachmarkt werden die neuesten Trends der Sportswear-Mode präsentiert. Zahlreiche Bootsausrüster sind wieder mit Fachberatern vertreten.
Die Partnerbetriebe aus der Marina werden ebenfalls ihr Angebot vorstellen. Eröffnet wird an diesem Wochenende auch der Erweiterungsbau des Ultramarin-Hotels mit 25 neuen Zimmern, einem großen Fitness- und Wellness-Bereich sowie modernen Seminar- und Schulungsräumen.

Ein besonderer Anziehungspunkt für Groß und Klein ist an beiden Tagen auch das Mini-Matchrace. Die Wettkämpfe Boot gegen Boot werden in einem extra aufgebauten, großen Wasserbecken an Land ausgetragen. Für den nötigen Vortrieb sorgen große Windmaschinen. Der Sonntag beginnt zudem mit einem Frühschoppenkonzert des Musikvereins Kressbronn im Festzelt.

Info: www.ultramarin.com

Montag, 23. Juni 2008

Kieler Woche 2008: In- statt Offshore: „Unique“ vor „Beluga“

23.06.08 - Statt wie gewöhnlich auf der Seebahn Alpha auf dem Stollergrund, segelte die Flotte der Dickschiffe am dritten Kieler Woche-Tag direkt vor der Skyline von Schilksee auf der Innenbahn. Die Absage aller Wettfahrten für Jollen und Kielboote wegen Starkwindes machte den kurzfristigen Umzug der Teilnehmer an der Internationalen Deutschen Meisterschaft der ORC Segler und am Kiel Cup möglich. Bei Böen bis zu acht Windstärken hieß es bei der einzigen Wettfahrt des Tages für die meisten Teilnehmer nur, den Kurs heil zu überstehen.

Der Titel des internationalen Deutschen Meisters in der Gruppe der ORC 2 Yachten ist Jürgen Klinghardt und seiner „Patent3“- Crew kaum noch zu nehmen. Mit 7,5 Punkten führt der Bremer vor dem letzten Wettfahrttag vor der „Flying Circus“ von Wolfgang Ücker und der „CG Mer“ von Oliver Leu aus Heiligenhafen. „Mit einer gut eingespielten Crew war der Tag bei den schwierigen Bedingungen und dem starken Wind gerade noch zu bewältigen, aber auch wir haben nachher den Spinnaker weggelassen“, berichtete Jürgen Klinghardt, der mit sattem Punktevorsprung entspannt in den Abschlusstag startet.

Spannend bleibt es in der Klasse der ORC I Yachten. Dort liegt die „Unique“ von Bernd Kriegel (Kiel) hauchdünn vor der „Beluga“ von Christian Plump (Bremen). Nach einer Kollision mit einer J80 mit anschließender Disqualifikation schien der Titel für die „Unique“ schon in unerreichbare Ferne gerückt, doch nach einem Reopening und erfolgreicher zweiten Protestverhandlung und der erfolgreichen Wettfahrt am Montag kämpft die junge Crew wieder um den oberen Podestplatz. Spannend bis zum letzten Tag bleibt es auch auf den weiteren Rängen. Dort liegen die „König & Cie“ von Sven-Eric Horsch (Hamburg), die „Transit Express“ mit Nils Springer (Arnis) am Ruder und die „Topas“ des Kielers Harald Brüning nur zwei Punkte von einander entfernt.

Wenig Sorgen um seinen vierten Titel als Deutscher Meister muss sich Detlef Amlong (Schwedeneck) mit seiner „Froschkönig“ machen. Sichere 4,5 Punkte auf die „Chinook“ von Johann Friedrichsen und komfortable 9 Punkte auf die „Carla Ventinove“ von Uwe Wenzel (Bremen) lassen den Weltmeister die letzten Wettfahrten am Dienstag locker angehen.

Fast die komplette Spitze der deutsche J80 Segler, die vom 7. bis 13. Juli auf dem selben Revier bei den Tutima J80 Worlds an den Start gehen wird, segelt zur Zeit ihre Internationale Deutsche Meisterschaft auf der Seebahn vor Kiel aus. 17 der über 25 zur Weltmeisterschaft gemeldeten deutschen Teams sind während der Kieler Woche am Start. Zur Weltmeisterschaften werden über 65 internationale J80 Crews vor Kiel erwartet. Ihrer Favoriten-Rolle werden Uli Münker und Peter Hecht (Kiel) an Bord ihrer „Needles and Pins“ voll gerecht. Sie führen fast uneinholbar vor der „Tak for Turen“ von Christian Tinnemeyer (Kiel).

Kieler Woche: Ein Tag vom Winde verweht

23.06.08 - Böen bis Windstärke 8 Beaufort verhinderten am Montag alle Regatten in den 16 internationalen Bootsklassen. Um 12 Uhr entschied die Organisationsleitung, alle Regatten abzusagen. „Wir können bei diesem Sturm keine Jollen auf die Bahn schicken. Alles was ging, war eine Regatta bei den Dickschiffen, die wir allerdings dicht unter Land segeln ließen“, so der Organisationsleiter Jobst Richter. So wurde das Offshore-Segeln eher zum Inshore-Segeln, und auch hier gab es genügend Bruch, so dass nur eine Wettfahrt gestartet wurde.

Vier Wettfahrten sind nötig, um einen Kieler Woche-Sieger küren zu können, und die haben alle Klassen bereits absolviert. „Wir haben zum Glück keine Not, aber morgen soll der Wind wieder abflauen, so dass wir zwei bis drei Wettfahrten planen können“, so Jobst Richter. Um den Tag maximal zu nutzen, wurde der Starttermin um eine halbe Stunde auf 10.30 vorverlegt. Bis 14 Uhr kann der letzte Start erfolgen. Um 23 Uhr verabschiedet das debitel-Segelfeuerwerk zum Schichtwechsel die 16 internationalen Klassen und begrüßt die acht olympischen Klassen (Yngling und Tornados wurden abgesagt) sowie die paralymypische Klasse 24m.R, die von Mittwoch, 25. Juni, bis Sonntag, 29. Juni, vor Kiel um die Medaillen segeln.

Die Nachfolge für DSV-Sportdirektor Hans Sendes ist geregelt. Während der Kieler Woche-Pressekonferenz stellte Sendes, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht, Nadine Stegenwalner (33) vor. Zum 1. November wird die Sportwissenschaftlerin aus Berlin zunächst seine Assistentin und in den neuen Aufgabenbereich eingearbeitet. Nadine Stegenwalner startete ihre Segelkarriere 1981 im Optimisten und stieg später in den 420er und 470er um. Seit 1995 segelt sie als Steuerfrau des Yngling-Teams an der deutschen und weltweiten Spitze im Match Race. Ihr schönster Erfolg: der Doppelsieg als Europameisterin im Match-Race und Yngling 2001. Die Berlinerin hat in ihrem Landesseglerverband und im Seglerrat auch als Offizielle Erfahrungen gesammelt. Zur Zeit ist Stegenwalner Koordinatorin für Leistungssport im Berliner Segler-Verband.

Während die Aktiven die Kieler Woche im internationalen Teil förmlich überrannten (über 960 Meldungen), haben zwei VIP-Gäste abgesagt. DOSB-Präsident Thomas Bach und der dreifache America’ Cup-Sieger Russell Coutts mussten ihre Pläne kurzfristig ändern.

Olympiateam Polgar/Spalteholz ohne Fortune bei Tornado-EM

23.06.08 - (DSV -Hamburg). ­ Die Generalprobe ist nicht gelungen, doch die Moral von Johannes Polgar und Florian Spalteholz stimmt. "ir freuen uns trotzdem krass auf die Olympischen Spiele in China."

Der Steuermann aus Dänisch-Nienhof und sein Kieler Vorschoter belegten in der Endabrechnung der Titelkämpfe vor Thessaloniki im Feld der 22 Weltklasseteams aus zehn Nationen am Samstag nach neun Rennen mit insgesamt 76 Punkten nur den 13. Platz. Etwas besser waren die Überlinger Brüder Tino und Niko Mittelmeier in Fahrt, die auf Platz zehn segelten.

Neue Tornado-Europameister wurden die Griechen Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (32 Punkte) vor den Franzosen Yann Guichard/Alex Guyader, die ihren Landsleuten Billy Besson/Arnaud Larlegan (36 Punkte) Silber punktgleich vor der Nase wegschnappten. 55 Tage vor ihrem ersten Startschuss bei der olympischen Segelregatta am 15. August mussten Johannes Polgar und Florian Spalteholz bei der Tornado-Europameisterschaft vor Thessaloniki in Griechenland den Dämpfer hinnehmen. "Wir haben bei extrem wechselhaften Windbedingungen in der griechischen Inselwelt fast nie das richtige taktische Konzept gefunden", räumte Johannes Polgar ernüchtert ein. Positives hatte der 30-Jährige dennoch zu vermelden: "Wir sind im Hinblick auf China mit den Segeltests weitergekommen und haben auch bei der Konkurrenz einiges gesehen, das wir noch einer Feinanalyse unterziehen und selbst ausprobieren wollen."

Weil die Tornado-Konkurrenz bei der Kieler Woche mangels Meldungen gestrichen wurde, haben Polgar und Spalteholz für den Auftritt in heimischen Gewässern umgesattelt. Polgar startet im Starboot, sein Vorschoter Spalteholz steigt für ein paar Tage auf das olympische Surfbrett RS:X um. "Diese Auftritte sind aus der Not heraus geboren, weil wir bei der Kieler Woche nicht nur zuschauen, sondern auch selbst dabei sein wollten", erklärt Polgar. Nachdem die Tornado-Klasse in diesem Jahr als Disziplin für die Olympischen Spiele 2012 in England gestrichen wurde, plant Polgar mittelfristig den Umstieg in das Zweimann-Kielboot Star.

ENDERGEBNIS
Tornado-Europameisterschaft 2008 (Thessaloniki, Griechenland)
1. Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (Griechenland), 32 Punkte
2. Yann Guichard/Alex Guyader (Frankreich), 36
3. Billy Besson/Arnaud Larlegan (Frankreich), 36
...
10. Tino und Niko Mittelmeier (Überlingen, Segel- und Motoboot-Club Überlingen), 62
...
13. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel ­ Norddeutscher Regatta-Verein), 76

Europacup-Sieg für Eckhard Kaller (De) und seine Crew

23.06.08 - Bei sommerlichen Temperaturen und ausgezeichneten Wind-Verhältnissen konnten in der Konstanzer Bucht von Donnerstag bis Sonntag alle zehn Wettfahrten des Europacups gesegelt werden (YCK).

Während am Donnerstag und Freitag frische Westwinde für karibische Verhältnisse sorgten, fiel die Entscheidung um den Gesamtsieg in den beiden Leicht-Wind-Regatten des Wochenendes. Zum Schluss holte sich Eckehard Kaller (De) den Sieg mit knappem Vorsprung vor Carsten Ortlieb. Als beste Schweizer Crew landete Andreas Künzli, verstärkt unter anderen durch den Olympia-Diplom-Gewinner 92 Piet Eckert (Zürich), auf Rang 5.

Gegen die eingespielten Profi-Teams an der Spitze hatten die teilweise als “Familien-Unternehmen“ segelnden Crews der zweiten Ranglistenhälfte wenig auszurichten, sie erlebten aber eines der schönsten Segel-Wochenenden des Jahres mehrheitlich auf dem Wasser. Am Start waren 21 Teams. Schlussrangliste >

Mittwoch, 18. Juni 2008

Konstanzer Seenachtfest am 9. August - Argentinier lassen es am Himmel krachen

18.06.08 - Es ist eines der größten Seefeuerwerke Europas, es ist musiksynchron und es wird von international renommierten Pyrotechnikern gezündet: Das prächtige Musikfeuerwerk beim Konstanzer Seenachtfest lockt jedes Jahr Tausende Besucher an den Bodensee. In diesem Jahr haben sich die Veranstalter für den feurigen Himmelszauber Unterstützung aus Argentinien geholt. Gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen werden die Südamerikaner eine Show inszenieren, die unter die Haut geht.

Der besondere Reiz des deutsch-argentinischen Seefeuerwerks sind seine überraschenden Gegensätze: Auf der einen Seite die farbgewaltige Choreographie der deutschen Pyrotechniker, die voller technischer Raffinessen und pfiffiger Effekte steckt. Auf der anderen Seite die temperamentvolle Show der Argentinier, die den Himmel zu Tangomusik in ein gewaltiges Parkett verwandeln. Zu pulsierenden Rhythmen weben sie ihre Choreographie ins Firmament, bis es unterm Sternenzelt knistert. Der Takt der Musik wird dabei von zahlreichen eindrucksvollen Akustik-Effekten begleitet.

Vor dem Feuerwerk geht es beim Konstanzer Seenachtfest entlang der Uferpromenade wie jedes Jahr schon ab 15 Uhr rund. Auf sechs verschiedenen Bühnen spielt Livemusik, gegen später heizen SWR3 und Radio 7 mit ihren Parties ein. Über 50 Gastronomiestände in weißen Zelten reihen sich wie Perlen an einer Schnur um die Konstanzer Bucht, dazwischen unterhalten Gaukler, Artisten und Straßentheater. Ein fantasievolles Familienprogramm mit Kindertheater, Piratenmusical, Spielejahrmarkt, Puppenbühne, Bastelecken, Märchenzelt, Naturwerkstatt und vielem mehr lockt Eltern und Kinder in die Seestraße.

Erstmals dabei sind in diesem Jahr Fallschirmspringer, die den Sprung ins kalte Bodenseewasser wagen - mit allerlei spektakulären Showeinlagen. Und natürlich der Kunsthandwerkermarkt, der diesmal so groß wie noch nie sein wird. Kurz vor dem Feuerwerk gibt es übrigens wieder eine kleine Überraschung am Himmel - was dies genau sein wird bleibt wie immer ein gut gehütetes Geheimnis.

Deutsche Olympioniken klettern in die Top Ten

18.06.08 - Johannes Polgar und Florian Spalteholz zeigten sich leicht verbessert. TESSALONIKI. Für das Kieler T-Systems Tornado Team 2008 mit Johannes Polgar und Florian Spalteholz zeigte die Kurve am zweiten Tag der Europameisterschaften im griechischen Thessaloniki klar nach oben. Ein vierter Platz im dritten Rennen stimmte sie am Dienstag (17. Juni) hoffnungsfroh, obwohl die zweite Tageswettfahrt nur auf dem zehnten Rang endete. Immerhin segelte das Duo dadurch in die Top Ten, die am Ende ins Medaillenrennen einziehen, und ist vorerst Neunter. Die überlegene Gesamtführung verteidigten die Franzosen Yann Guichard/Alex Guyader.

"Wir hatten wieder guten Wind, so zwischen sechs und 13 Knoten, wenn auch mit vielen Drehern drin. Aber im Vergleich zum Vortag haben wir uns ein ganzes Stück gesteigert", sagte Johannes "Jojo" Polgar aus Dänisch-Nienhof. Allerdings kamen ihnen im vierten Lauf die Engländer Leigh McMillan und Will Howden in die Quere. "Die haben uns vor dem Start gefoult, und wir mussten ganz hinten ansetzen, haben uns aber danach wieder gut nach vorn gekämpft", so Polgar.

Die Spitzenreiter Guichard und Guyader behaupteten ihre Führung mit den Tagesplatzierungen fünf und zwei nicht nur, sondern bauten den Vorsprung vor den neuen Zweitplatzierten, ihren nationalen Konkurrenten Billy Besson und Arnaud Jarlegan, auf acht Punkte aus. Als zweitbeste deutsche Crew liegen die Brüder Tino und Niko Mittelmeier, die im Frühjahr im nationalen Duell um das Olympiaticket unterlagen, auf Gesamtrang 13.

In etwas ungewöhnlicher Segelbekleidung gingen die zweimaligen Olympiasieger Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher an den Start. Auf Grund einer Fußballwette musste das österreichische Team nach der Niederlage ihrer Nationalelf bei der EM in Wien in Deutschland-Trikots segeln. Immerhin reichte es darin zu Gesamtplatz acht direkt vor ihren deutschen Widersachern. Die Europameisterschaft der olympischen Katamaranklasse Tornado dauert noch bis zum Sonnabend (21. Juni).

Segeln in Zahlen

Gesamtstand nach vier Wettfahrten am zweiten Tag der Tornado-Europameisterschaft in Thessaloniki/Griechenland
1. Yann Guichard/Alex Guyader (Frankreich) 8 Punkte
2. Billy Besson/Arnaud Jarlegan (Frankreich) 18
3. Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (Griechenland) 19
4. Darren Bundock/Glenn Ashby (Australien) 20
5. Leigh McMillan und Will Howden (Großbritannien) 21
6. Francois Morvan/Mathieu Vandame (Frankreich) 27
...
9. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 36

Jollenregatta abseits des WM-Fiebers

18.06.08 - Blickte man auf der Seebühne am Fussballgeschehen vorbei auf den See, konnte man sie sehen: 17 Boote der Piratenklasse segelten um den Goldpirat, die legendäre Regatta des Yacht Club Bregenz. Segelklassen kommen und gehen, der Pirat, konstruiert im Jahr 1938, hält sich aber bestens. Über 30-jährige Boote segeln hier neben brandneuen Jollen um die vorderen Plätze. Ebenso robust wie die Schiffe ist auch der Anlass: der Goldpirat feierte letztes Jahr seine fünfzigste Durchführung.

Bei nur zwei Teams aus Österreich, war es kein Wunder, dass dieses Jahr eine Crew aus der Schweiz gewann. Die Schweizer Piratenflotte kam nämlich fast komplett an den Seglerweg. Bei insgesamt 5 Läufen konnten Nicolas Maire und Nina Klingler die drehenden Winde am besten lesen. Maire gewann somit über die Jahre zu dritten Mal und konnte den Wanderpreis behalten. Am nächsten kam dem Siegerteam ein Piraten-Urgestein: Herbert Renner vom Attersee. Mit einem Laufsieg und 2 zweiten bewies er an der Seite des gut 30 Jahre jüngeren Jürgen Strnad eindrücklich, dass man mit 69 Jahren voll mithalten kann. Einen früherer Wanderpreis des Goldpirats ist längst in seiner Sammlung.

Die Bedingungen für ein perfektes Segelwochenende lieferten der Yacht Club Bregenz und die Regattaleitung unter Robert Schatzmann, einem weiteren langjährigen Piratsegler. Am Hafen mit den grossen Yachten freut man sich bereits auf die nächsten Jollen: die Internationalen Österreichischen Jugendmeisterschaften nahen. Auf 6 verschiedenen Bootsklassen wird im August in der Bregenzer Bucht um die besten Starts und die herausragendsten Zieleinläufe gekämpft. Adrian Elsener. Ergebnisse >

Dienstag, 17. Juni 2008

HLL-Starboot-Team holt EM-Titel

17.06.08 - Robert Stanjek und Markus Koy gewinnen auf dem Plattensee. Balatonföldvar/Berlin - „Das war ein optimaler Start in unsere neue Olympia-Kampagne“, freuten sich der Berliner Robert Stanjek (27) und sein Hamburger Vorschoter Markus Koy (33) am Montagabend nach ihrem Sieg bei der Europameisterschaft der Starboote auf dem ungarischen Plattensee.

Schon im ersten Rennen legte das HLL-Starboot-Team den Grundstock für den späteren Sieg. Bei 25 bis 30 Knoten Wind – sechs bis sieben Beaufort – segelten Stanjek/Koy (beide starten für den Norddeutschen Regattaverein NRV) mit einem Vorsprung von rund 600 Metern als Erste ins Ziel. Nach dem Starkwindtag ging es mit überwiegend 8 bis 12 Knoten Wind (drei bis vier Beaufort) weiter. In den folgenden Rennen kam es bei einem eng zusammenliegenden Feld zu jeweils knappen Entscheidungen.

„Konzentriertes Segeln mit allen taktischen Finessen, Kanten und Drehern war erforderlich“, beschreibt Stanjek die Wettfahrten auf dem Balaton. In sieben Rennen hatten sie keinen schlechteren als einen vierten Platz zu verbuchen und brauchten zum achten Lauf nicht mehr anzutreten. „Wir sind richtig stolz auf den Sieg“, strahlte der 27-jährige Sportstudent nach der souveränen Serie. Der EM-Titel entschädigt die beiden Segler für die knapp verpasste Ausscheidung um das deutsche Olympia-Ticket im Starboot.

Starboot Europameisterschaft 2008 Plattensee, Balatonföldvar (Ungarn)

Endergebnis 39 Mannschaften aus 13 Nationen

1. Robert Stanjek/Markus Koy (Berlin/Hamburg); Plätze 1-3-1-2-1-4-3-(DNC); 15,0 Punkte
2. Matthias Miller/Manuel Voigt (Laupheim/Berlin); Plätze 2-2-5-(6)-3-2-1-1; 16,0 Punkte
3. Eivind Melleby/Petter Morland (NOR); 24,0 Punkte
...
11. Johannes Babendererde/Philipp Stanjek (Lübeck/Berlin), 84 Punkte
Vollständiger Ergebnisliste >

Fotos: www.starclass.org

Homepage des HLL-Starboot-Teams: www.olympic-challenge.de

Starboot-Europameisterschaft zur Rolex Baltic Week 2009

17.06.08 - Die sechste Rolex Baltic Week wird im kommenden Jahr zum zweiten Mal Gastgeber der Starboote. Nach 2006 wird erneut die Europameisterschaft der ältesten olympischen Bootsklasse auf der Ostsee ausgesegelt. Austragungsort vom 5. bis 12. Juli 2009 wird der runderneuerte Olympiahafen Kiel-Schilksee sein. Das gab Dierk Thomsen als Vize-Kommodore der internationalen Starboot-Klassenvereinigung ISCYRA und stellvertretender Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs (KYC) am auf der diesjährigen Star-EM in Balatonföldvár am Plattensee in Ungarn bekannt.

"Wir wollen den Seglern auf dem Wasser und an Land ein Event der Extraklasse bieten und freuen und dabei besonders über die Partnerschaft mit Rolex", sagte Thomsen. Das Schweizer Uhrenhaus mit deutschem Sitz in Köln wird vor allem für ein Rahmenprogramm sorgen, für das die Rolex Baltic Week von der Eröffnungsfeier bis zur feierlichen Siegerehrung seit nunmehr fünf Jahren ihres Bestehens bekannt und beliebt ist. Die nächste Auflage wird diesen Sommer vom 27. bis 31. August in Travemünde mit der Rolex Farr 40-Europameisterschaft stattfinden.

Im nacholympischen Jahr rechnen die Veranstalter vom Kieler Yacht-Club zwischen Kieler Woche und Weltmeisterschaft in Varberg/Schweden mit 60 bis 70 Starbooten nicht nur aus Europa. Denn die Klasse segelt grundsätzlich offene Titelkämpfe. So gewannen vor zwei Jahren die US-Amerikaner Mark Mendelblatt und Mark Strube die Rolex Baltic Week. Und auch 1998, als die Starboot-Euro schon einmal auf der Kieler Bucht stattfand, siegte mit Mark Reynolds und Magnus Liljedahl ein US-Duo. "Das war damals eine sehr familiäre Regatta, die allen Teilnehmern durch die persönliche Betreuung noch bestens in Erinnerung ist", so der Kieler Dierk Thomsen.

Daran solle nächstes Jahr mit Hilfe der Kieler Starbootflotte angeknüpft werden. Sie ist eine von insgesamt 20 deutschen Flotten und gehört zum 13. Distrikt der renommierten Klasse. Nicht nur wegen der Organisationsstruktur ist das Starboot eine ganz besondere Bootsklasse. Tradition und Moderne geben sich ein harmonisches Stelldichein. Und fast alle Größen des Regattasports haben sich von der Faszination des klassischen Designs anziehen lassen und auch schon Starboot gesegelt. Die Namensliste reicht vom US-Segelidol Dennis Conner über den dreimaligen America's Cup-Gewinner Russell Coutts bis zum Rolex ISAF-Weltsegler des Jahres 2002 und 2004, Robert Scheidt aus Brasilien, einem der Topfavoriten auf Olympia-Gold in Qingdao/China 2008.

Auch Deutschland hat schon Welt- und Europameister in der Starklasse hervorgebracht. Und der Steuermann der aktuellen deutschen Olympiamannschaft, Marc Pickel, segelt für den Kieler Yacht-Club und baut sogar eigene, maßgeschneiderte Starboote in Kiel. "Wir sind viel zu gastfreundlich, um uns einen Heimsieg zu wünschen", meint Thomsen mit einem Augenzwinkern, in jedem Fall erwarte er schon jetzt spannende Wettfahrten und großen Segelsport. Das genaue Regattaprogramm wird Ende des Jahres festgelegt, wenn das internationale Regelwerk für die Zukunft steht.

Informationen zum Starboot:
Gezeichnet wurde das Zweimann-Kielboot 1911 von den Amerikanern Wilhelm Gardner und Francis Sweisguth. Die ersten Boote waren mit einer steilen Gaffel parallel zum Mast getakelt. Internationale Klassenvereinigung ist die International Star Class Yacht Racing Association (ISCYRA). Das Starboot ist die älteste olympische Klasse (seit 1932). Bis heute wurden mehr als 8370 Boote gebaut, rund 2000 werden derzeit aktiv gesegelt. Die Klasse ist weltweit in 21 Distrikte unterteilt, die sich wiederum in Flotten gliedern. In Deutschland gibt es 20 Flotten. In der deutschen Rangliste 2008 werden zur Zeit 150 Steuermänner notiert.

Technische Daten:
Länge über Alles: 6,922 m
Länge in der Wasserlinie: 4,72 m
Verdrängung: 671 kg
Tiefgang: 1,02 m
Segelfläche: 27,92 qm
Großsegel: 20,5 qm
Länge Mast: 10,0 m

Mit dem Wind war auch die Führung weg

17.06.08 - Johannes Polgar/Florian Spalteholz als Gesamtzwölfte nicht zufrieden - THESSALONIKI. Die deutschen Olympiateilnehmer Johannes Polgar und Florian Spalteholtz aus Dänisch-Nienhof und Kiel erwischten am Montag (16. Juni) nur einem mäßigen Auftakt der Europameisterschaft ihrer Tornado-Klasse.

Das T-Systems Team 2008 segelte in den beiden ersten Wettfahrten vor Thessaloniki/Griechenland zweimal auf Rang elf und ist insgesamt Zwölfter. Es führen die Franzosen Yann Guichard/Alex Guyader nach zwei Tagessiegen mit weißer Weste vier Punkte vor Darren Bundock und Glenn Ashby aus Australien. Es hätte ein Traumstart werden können, so ging es jedenfalls los. Mit einem so genannten Steuerbordstart hatten Polgar/Spalteholz viel riskiert und alles gewonnen, als sie vor dem gesamten Feld vorbeizogen. Souverän verteidigten sie die frühe Führung auf der Startkreuz und rundeten die erste Bahnmarke als Führende. "Doch kurz danach schlief die ohnehin leichte Brise plötzlich ganz ein", berichtete der Steuermann, "und wir mussten wehrlos zusehen, wie die anderen von hinten aufkamen." Mehr noch, denn der Wind setzte wenig später nach einer Drehung um 40 Grad wieder ein und bevorteilte die Konkurrenz. Polgar: "Die sind teilweise wie im Halbkreis um uns herum gefahren." Der Stachel saß tief, obwohl das beste deutsche Tornadoteam unbeschwert und ohne Erfolgsdruck angetreten war. "Im zweiten Rennen waren wir nach dem Tiefschlag zu defensiv", erklärte der Vorschoter, "sowohl beim Start, als auch taktisch im weiteren Verlauf."

So blieb im kleinen Feld von 24 Katamaranen, das allerdings mit einem Dutzend Olympioniken gespickt ist, erneut nur ein Mittelplatz. "Wir haben zu den unerwartet drehenden Winden auf dem EM-Revier noch nicht die richtige Einstellung gefunden", so Spalteholz. Noch bleiben bis zum Sonnabend (21. Juni) acht weitere Wettfahrten, um für eine Korrektur zu sorgen.

Segeln in Zahlen

Erster Tag der Tornado-Europameisterschaft in Thessaloniki/Griechenland
1. Yann Guichard/Alex Guyader (Frankreich) 2 Punkte
2. Darren Bundock/Glenn Ashby (Australien) 6
3. Francois Morvan/Mathieu Vandame (Frankreich) 10
4. Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (Griechenland) 10
5. Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Österreich) 11
6. Francesco Marcolini/Edoardo Bianchi (Italien) 12
...
12. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 22

Montag, 16. Juni 2008

Starke Österreicherinnen bei 470er-Europameisteraft

16.06.08 - Sylvia Vogl und Carolina Fletcher gewinnen ersten Titel - DSV (Hamburg) - In Abwesenheit der Doppel-Europameisterinnen Stefanie Rothweiler (München) und Vivien Kussatz (Berlin) haben die Österreicherinnen Sylvia Vogl und Carolina Flatcher die Offene 470er-Europameisterschaft auf dem Gardasee gewonnen.

Während Rothweiler/Kussatz die Titelkämpfe zugunsten ihres Trainingsplans für die Olympischen Spiele ausließen, gewannen Vogl/Flatsscher mit insgesamt 85 Punkten ihr erstes EM-Gold vor den Schweizerinnen Emanuelle Rol/Anne-Sophie Thilo (95 Punkte) und Elise Rechichi/Tessa Parkinson (96 Punkte) aus Australien.

Beste deutsche Nachwuchs-Mannschaft waren Annina Wagner und Marlene Steinherr (197 Punkte) vom Potsdamer Yacht-Club und dem Verein Seglerhaus am Wannsee auf Platz 13.

Die Männer-Konkurrenz dominierten die Australier Nathan Wilmot/Malcolm Page (70 Punkte). Neue Europameister sind die zweitplatzierten Briten Nic Asher/Elliot Willis (74 Punkte) vor den Holländern Sven und Kalle Koster (77 Punkte). Beste deutsche Mannschaft waren die Berliner Martin Hauptmann und Timo Chorrosch (154 Punkte) vom Segler-Club Gothia und dem Joersfelder Segel-Club auf Platz 19.

ENDERGEBNIS - 470er Europameisterschaft 2008

Frauen
1. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (AUT) 85 Punkte
2. Emanuelle Rol/Anne-Sophie Thilo (SUI) 95 Punkte
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (AUS) 96 Punkte
13. Annina Wagner/Marlene Steinherr (Berlin) 197 Punkte

Männer
1. Nathan Wilmot/Malcolm Page (AUS) 70 Punkte
2. Nic Asher&Elliot Willis (GBR) 74 Punkte
3. Sven und Kalle Koster (NED) 77 Punkte
19. Martin Hauptmann/Thilo Chorrosch (Berlin) 154 Punkte

Spannungsvolle und erlebnisreiche Arboner Mondscheinwoche

16.06.08 - Die 13. Arboner Mondscheinwoche wurde einmal mehr zum vollen Erfolg und es bleiben schöne Erinnerungen an ein seglerisches Highlight dieser Saison. Täglich gingen durchschnittlich 63 Boote an den Start und mussten mit unterschiedlichsten Windverhältnissen klar kommen. Die Wetterlage versprach wechselhaftes Wetter. Dass aber leichteste Winde sich gleich mit über 8 Bf Sturmstärke abwechselten, war auch von alten Seebären nicht erwartet worden.

Gute Organisation
Der YCA hat mit über 4o HelferInnen eine topfunktionierende Organisation geboten. Dies auf dem Wasser mit dem bewährten Regattaleiter Ivo Gonzenbach, aber auch mit vielen aktiven Mitgliedern am Land, die alle zum besten Gelingen dieser 13. Ausgabe mithalfen. Einmal mehr hat eine Seglerische Veranstaltung viele Besucher nach Arbon gelockt und der gute Eindruck wird sie auch dazu animieren unseren Hafen wieder anzulaufen.

Spannender und ausgezeichneter Regattasport
Die Zahl der teilnehmenden neuen und schnellen Boote nimmt laufend zu. Damit verbunden steigen auch die Kriterien an die seglerischen Fähigkeiten der Mannschaften. Einmal mehr wurde äusserst fair und auf hohem Niveau regattiert. Bis zur Schlussregatta am Freitagabend war in vier von acht Wertungsklassen noch alles offen, wer sich zum Sieger gratulieren lassen kann. Der letzte Lauf brachte denn auch eine weitere Überraschung. Die eingespielten Teams zogen alle Register ihres Könnens. Wobei einige Teams sich extra zu diesem Anlass zusammen fanden, andere wiederum schon viele Jahre gemeinsam trainieren. Dies ist eines der charakteristischen Merkmale der Regattaserie in Arbon. Die freundschaftliche und kollegiale Atmosphäre spricht an und wirkt magnetisierend für Regattierende.

Die Spitzenteams
Die unterschiedlichen Bedingungen selektierten stark und manch ein Favorit konnte sich nicht wunschgemäss in Szene setzen. Aber, wie so oft setzten sich am Schluss doch die erfahrenen Skipper durch. Eine souveräne Leistung zeigte einmal mehr Peter Munz mit der „Hurry curry“, der taktisch klug und konstant segelte. Durch einen Frühstart im letzten Lauf verschenkte er den Gruppensieg in der YST 1an Patrik Herzig „evanesse“, der mit nur einem Punkt vor dem Bottighofener Benno Seeger siegte. In der YST Gruppe 2 hat der sieggewohnte Arboner Dominik Kühne auf dem wunderschönen Lacustre diesmal nur Silber geholt. Den Gruppensieg musste er einer ebenfalls traditionellen Yacht, dem 6mR von Thedy Schmid überlassen, der den Grundstein seines Erfolges in den ersten Läufen legte. Äusserst spannend gestaltete sich die Ausmarchung in der YST Gruppe 3. Es war bald klar, dass ebenfalls ein Arboner siegen würde. Der letzte Lauf brachte es dann zu Tage. Daniel Köppel „Pulce d’acqua“ holte sich ebenfalls mit einem Punkt Abstand auf den Vorjahressieger Toni Stäheli den Sieg. Die Jollenklasse wurde vom gewiegten Taktiker und Finn-Weltmeister Hans Fatzer aus Horn dominiert. Auch bei den Mehr- rumpfbooten zeugte der Vorjahressieger Andreas Lutz den Konkurrenten das Heck mit seiner pfeilschnellen 18HT. Erstaunlich, welches Geschwindigkeitspotenzial in diesen Katamaranen steckt. Bei den am Bodensee stark verbreiteten Klasse der H-Boote hat sich Jan Gerlach aus Romanshorn mit schönem Abstand den Sieg geholt und somit in die Fusstapfen seines erfolgreichen Vaters geschlüpft.

Am Spannendsten verliefen die Rennen in der ORC Klasse. Gewinnt ein traditioneller, grosser Cupper oder eine Esse 850 als moderner Leichtwindrenner, war die Frage bis zum Schluss? Macht es der David, oder der Goliath? Mindestens ist dieser Vergleich, bezogen auf die Bootsgrösse, angebracht. Der Goliath setzte sich letztlich durch. Mit einem souveränen Sieg machte Ralph Stump mit seiner Synergia 40 „Daikin“ alles klar und konnte unter grossem Applaus im Clubzelt den Gruppensieg entgegen nehmen.

Viele Überraschungen
Die vier Regattaläufe (Dienstags konnte wegen Starkwind mit über 8,5 Bf nicht regattiert werden) waren geprägt durch viele Überraschungen. Die Segler wurden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und die vorhergesagten Wetter- und Windprognosen trafen während dieser Woche nie ein. Durch viele grosszügige Sponsoren konnten attraktive Preise vergeben werden und die zur Tradition gewordene Auslosungen schaffte einmal mehr beste Stimmung im bis zum letzten Platz gefüllten Clubzelt. Jeden Abend schafften es die vielen Helfer ein bekömmliches Essen und optimale Bewirtung zu garantieren und die positiven Stimmen und Komplimente der Teilnehmer animierte die Clubleitung zu neuen Informationsformen. So wurde unter Leitung von Ivo Gonzenbach täglich der „Mondscheiner“ erstellt, eine farbige Informationsbroschüre über das am Vortag gefahrebne Rennen. Dies stellt ein Novum in der Regattaszene dar und wurde von allen Beteiligten mit grossem Lob beurteilt.

Einmal mehr bot der YCA nicht nur ein sportliches Topereignis, er stellte auch die Infrastruktur für ein Seglererlebnis, das viele Freundschaften entstehen liess. Bericht: Max Juchli YCA.

4. Lauf vom Freitag > / Gesamtergebnis >