Maßnahmenkatalog legt gezielte Umsetzung fest
Der Entwurf für ein neues Leitbild der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) wurde von den Regierungschefs anlässlich ihrer Konferenz Anfang Dezember zur öffentlichen Anhörung bzw. Vernehmlassung freigegeben. Stellungnahmen dazu können bis 15. März 2008 abgebenwerden. Der Entwurf des Leitbildes sowie ein dazugehöriger Maßnahmenkatalog stehen unter www.bodenseekonferenz.org zur Einsicht bereit.
Das Bodenseeleitbild aus dem Jahr 1994 bildet seit über zehn Jahren die Grundlage der Zusammenarbeit der Länder und Kantone in der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK). In derZwischenzeit sind in der Bodenseeregion neue Schwerpunkte in den Vordergrund getreten und der Mitgliederkreis der IBK hat sich um den Kanton Zürich und das Fürstentum Liechtenstein im Jahr 1998 erweitert. Die Regierungschefs der IBK haben deshalb im Jahre 2005 beschlossen, das Bodensee-Leitbild aus dem Jahre 1994 diesen neuen Herausforderungen und Gegebenheiten anzupassen. Eine Projektorganisation wurde dazu eingerichtet und außer den Vertretern der zehn Mitgliedsländer und Kantone der IBK und der sieben Fachkommissionen wurden in den Prozess Vertreter derParlamentarier-Konferenz Bodensee (PKB) und der Kommunen mit einbezogen. Die Erarbeitung desneuen Leitbildes für die IBK erfolgte auf der Grundlage des bisherigen Bodensee-Leitbildes.
Stellungnahmen bis 15. März
Anlässlich der Regierungschefkonferenz vom 7. Dezember 2007 wurden ein Entwurf für ein neues Leitbildder IBK für den Bodenseeraum sowie ein dazugehöriger Maßnahmenkatalog vorgelegt. Die Regierungschefs der zehn Mitgliedsländer und Kantone gaben diese zur öffentlichen Anhörung bzw. Vernehmlassung frei. Zur Teilnahme sind alle Institutionen und Organisationen im Einzugsgebiet der IBK aufgefordert, die sich für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einsetzen. Die Vernehmlassung läuft seit Mitte Dezember 2007 und dauert bis 15. März 2008.
Das überarbeitete Leitbild richtet sich in erster Linie an die Regierungen der IBK-Mitgliedsländer und -kantone, im weiteren Sinne aber auch empfehlend an Parlamente, Städte, Gemeinden, Landkreise, Verbände und sonstige Verantwortungsträger. Es dient der Orientierung, trägt zur Identifikation aller.
Dienstag, 29. Januar 2008
Montag, 28. Januar 2008
Einmal hui und einmal pfui am fünften Tag
MELBOURNE. Der fünfte Wettfahrttag der 470er-Weltmeisterschaft wurde für das pinta racing team mit Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) am Montag (27. Januar) zur Berg- und Talfahrt.
Einem starken vierten Rang ließen die Europameisterinnen vor Melbourne/Australien mit Platz 22 einen weiteren Ausrutscher folgen. Dadurch verbesserten sie sich in der Gesamtwertung nur auf den 15. Platz. Die Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout aus den Niederlanden segelten noch schlechter (10. und 18.) und mussten die Gesamtführung an die US-Amerikanerinnen Erin Maxwell und Isabelle Kinsolving abgeben. Kathrin Kadelbach und Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) sind Elfte.
Nach dem missglückten Sonntag mit zwei schweren Rückschlägen präsentierte sich das pinta racing team vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen (Rothweiler) und Spandauer Yacht-Club Berlin zunächst wie ausgewechselt. In einem taktisch anspruchsvollen Rennen bei mittleren Winden mischte es ständig in der Spitzengruppe mit und sah zahlreiche Topfavoritinnen unter ferner liefen. Die Rückkehr in die Top Ten war vollbracht.
In zweiten Tagesrennen starteten Rothweiler/Kussatz auf der rechten Seite gut, als der Wind um 40 Grad nach links drehte. „Das hat uns schon ziemlich derb erwischt“, so die Steuerfrau, „doch damit nicht genug. Wir glaubten, es würde eher zurück nach rechts drehen, als uns wieder auf der falschen Seite einer weiterer 30-Grad-Dreher nach links erwischte.“ Damit blieb nur Schadensbegrenzung der geringen Art mit Rang 22.
Für zusätzliche Verwirrung sorgte ein Fehler der Wettfahrtleitung, die offenbar aufgrund der starken Winddrehungen die Orientierung verloren hatte. Nach der zweiten Bahnänderung wurde ein verkehrter Kurs angezeigt, der das Feld quasi in die Gegenrichtung schickte. Ein Sammelprotest mehrerer Teilnehmer blieb jedoch vor der internationalen Jury ohne Erfolg.
Während die 470er-Frauen auf die letzten beiden Wettfahrten in der Goldflotte am Dienstag (29. Januar) hoffen müssen, um vielleicht doch noch die Teilnahme am Medalrace der besten zehn Teams zu schaffen, beginnt für die Starbootsegler vom pinta racing team, Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Babelsberg), das Olympiajahr mit der Rolex Miami OCR. Die Regatta wird zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft Anfang April an gleicher Stelle, wo die Mannschaft ihre Olympiaqualifikation verteidigen will.
Segeln in Zahlen
Gesamtstand nach dem fünften Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 39 Punkte
2. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 43
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 46
4. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 48
5. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 68
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 72
...
11. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 81
...
15. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 93
Einem starken vierten Rang ließen die Europameisterinnen vor Melbourne/Australien mit Platz 22 einen weiteren Ausrutscher folgen. Dadurch verbesserten sie sich in der Gesamtwertung nur auf den 15. Platz. Die Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout aus den Niederlanden segelten noch schlechter (10. und 18.) und mussten die Gesamtführung an die US-Amerikanerinnen Erin Maxwell und Isabelle Kinsolving abgeben. Kathrin Kadelbach und Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) sind Elfte.
Nach dem missglückten Sonntag mit zwei schweren Rückschlägen präsentierte sich das pinta racing team vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen (Rothweiler) und Spandauer Yacht-Club Berlin zunächst wie ausgewechselt. In einem taktisch anspruchsvollen Rennen bei mittleren Winden mischte es ständig in der Spitzengruppe mit und sah zahlreiche Topfavoritinnen unter ferner liefen. Die Rückkehr in die Top Ten war vollbracht.
In zweiten Tagesrennen starteten Rothweiler/Kussatz auf der rechten Seite gut, als der Wind um 40 Grad nach links drehte. „Das hat uns schon ziemlich derb erwischt“, so die Steuerfrau, „doch damit nicht genug. Wir glaubten, es würde eher zurück nach rechts drehen, als uns wieder auf der falschen Seite einer weiterer 30-Grad-Dreher nach links erwischte.“ Damit blieb nur Schadensbegrenzung der geringen Art mit Rang 22.
Für zusätzliche Verwirrung sorgte ein Fehler der Wettfahrtleitung, die offenbar aufgrund der starken Winddrehungen die Orientierung verloren hatte. Nach der zweiten Bahnänderung wurde ein verkehrter Kurs angezeigt, der das Feld quasi in die Gegenrichtung schickte. Ein Sammelprotest mehrerer Teilnehmer blieb jedoch vor der internationalen Jury ohne Erfolg.
Während die 470er-Frauen auf die letzten beiden Wettfahrten in der Goldflotte am Dienstag (29. Januar) hoffen müssen, um vielleicht doch noch die Teilnahme am Medalrace der besten zehn Teams zu schaffen, beginnt für die Starbootsegler vom pinta racing team, Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Babelsberg), das Olympiajahr mit der Rolex Miami OCR. Die Regatta wird zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft Anfang April an gleicher Stelle, wo die Mannschaft ihre Olympiaqualifikation verteidigen will.
Segeln in Zahlen
Gesamtstand nach dem fünften Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 39 Punkte
2. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 43
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 46
4. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 48
5. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 68
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 72
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11. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 81
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15. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 93
Kein vorzeitiges Aus
Der Syndikatschef des United Internet Team Germany, Michael Scheeren, nimmt Stellung zu veröffentlichten Verlautbarungen eines vorzeitigen Aus der deutschen Kampagne zum 33. America´s Cup.
„Entgegen veröffentlichter Verlautbarungen spreche ich mich hiermit ganz klar gegen ein vorzeitiges Aus der deutschen Kampagne beim 33. America´s Cup aus. Das gesamte Management des United Internet Team Germany ist bestrebt, im Jahr 2008 drei Sailing Grand Prix-Veranstaltungen zusammen mit den anderen Challengern des America´s Cup auszutragen, um die Kernmannschaft des United Internet Team Germany bis zum 33. America´s Cup zusammen zu halten. Sollte die anvisierte Sailing Grand Prix-Serie im Jahr 2008 realisiert werden, stehen auch unsere Partner mit der United Internet AG, Audi AG und Porsche Consulting weiterhin an unserer Seite.
Für den Fall, dass die drei Sailing Grand Prix-Veranstaltungen im Jahr 2008 nicht zum tragen kommen, wird das Management des United Internet Team Germany trotzdem weiter fortbestehen und uneingeschränkt an der erfolgreichen Fortsetzung dieser Kampagne arbeiten. Die Verträge der Segler werden dann zum 31. März 2008 auslaufen und es wird sportlich eine Pause eingelegt. Sobald das neue Regelwerk für den 33. America´s Cup fest steht, werden wir sportlich exakt an der Stelle weiter machen, an der wir zum heutigen Zeitpunkt mit dem gesamten Team stehen.“
„Entgegen veröffentlichter Verlautbarungen spreche ich mich hiermit ganz klar gegen ein vorzeitiges Aus der deutschen Kampagne beim 33. America´s Cup aus. Das gesamte Management des United Internet Team Germany ist bestrebt, im Jahr 2008 drei Sailing Grand Prix-Veranstaltungen zusammen mit den anderen Challengern des America´s Cup auszutragen, um die Kernmannschaft des United Internet Team Germany bis zum 33. America´s Cup zusammen zu halten. Sollte die anvisierte Sailing Grand Prix-Serie im Jahr 2008 realisiert werden, stehen auch unsere Partner mit der United Internet AG, Audi AG und Porsche Consulting weiterhin an unserer Seite.
Für den Fall, dass die drei Sailing Grand Prix-Veranstaltungen im Jahr 2008 nicht zum tragen kommen, wird das Management des United Internet Team Germany trotzdem weiter fortbestehen und uneingeschränkt an der erfolgreichen Fortsetzung dieser Kampagne arbeiten. Die Verträge der Segler werden dann zum 31. März 2008 auslaufen und es wird sportlich eine Pause eingelegt. Sobald das neue Regelwerk für den 33. America´s Cup fest steht, werden wir sportlich exakt an der Stelle weiter machen, an der wir zum heutigen Zeitpunkt mit dem gesamten Team stehen.“
Rabenschwarzer WM-Tag für Rothweiler/Kussatz
MELBOURNE. Zu Beginn der Hauptrunde in der Goldflotte der 470er-Weltmeisterschaft erlebten das pinta racing team mit Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) am Sonntag (27. Januar) ein Waterloo. In den Wettfahrten sieben und acht segelten die Europameisterinnen vor Melbourne/Australien nur auf die Plätze 23 und 24. Im Gesamtklassement fielen sie auf Rang 16 zurück. An der Spitze gab es einen Wechsel. Die Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout aus den Niederlanden lösten Gulia Conti und Giovanna Micol (Italien) ab.
„Erst sind wir gekentert und dann waren wir grottenlangsam“, erklärte die Steuerfrau spürbar entnervt einen Regattatag, wie sie ihn schon lange nicht mehr erlebt hatte. Zunächst brachten die 470er-Frauen das nachgeholte Rennen Nummer sechs aus der Qualifikationsrunde noch einigermaßen über die Bahn – das Duo wurde Neunter. Doch bei frischen Winden kam es anschließend überhaupt nicht mehr in Fahrt.
„Wir hatten nach der Kenterung einiges Wasser in den Tanks im Rumpf“, so Steffi Rothweiler weiter, „aber das kann nicht allein der Grund für unser Geschwindigkeitsproblem gewesen sein.“ Bei ähnlichen Bedingungen seien sie in der vorhergehenden Regatta Sail Melbourne an gleicher Stelle gut mitgefahren. Gemeinsam mit ihrem spanischen Trainer Alberto García wird die Mannschaft das Desaster in Ruhe analysieren, um die verbleibenden vier Wettfahrten gestärkt anzutreten und zumindest noch den Sprung ins Medalrace der besten zehn Teams zu schaffen.
Segeln in Zahlen
Gesamtstand nach dem vierten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 23 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 25
3. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 29
4. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 37
5. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 39
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 42
...
13. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 63
...
16. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 67
„Erst sind wir gekentert und dann waren wir grottenlangsam“, erklärte die Steuerfrau spürbar entnervt einen Regattatag, wie sie ihn schon lange nicht mehr erlebt hatte. Zunächst brachten die 470er-Frauen das nachgeholte Rennen Nummer sechs aus der Qualifikationsrunde noch einigermaßen über die Bahn – das Duo wurde Neunter. Doch bei frischen Winden kam es anschließend überhaupt nicht mehr in Fahrt.
„Wir hatten nach der Kenterung einiges Wasser in den Tanks im Rumpf“, so Steffi Rothweiler weiter, „aber das kann nicht allein der Grund für unser Geschwindigkeitsproblem gewesen sein.“ Bei ähnlichen Bedingungen seien sie in der vorhergehenden Regatta Sail Melbourne an gleicher Stelle gut mitgefahren. Gemeinsam mit ihrem spanischen Trainer Alberto García wird die Mannschaft das Desaster in Ruhe analysieren, um die verbleibenden vier Wettfahrten gestärkt anzutreten und zumindest noch den Sprung ins Medalrace der besten zehn Teams zu schaffen.
Segeln in Zahlen
Gesamtstand nach dem vierten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 23 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 25
3. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 29
4. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 37
5. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 39
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 42
...
13. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 63
...
16. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 67
Wind drehte zu stark: Kein WM-Rennen der 470er
MELBOURNE. Der dritte Wettfahrttag auf der Weltmeisterschaft der 470er-Seglerinnen und -Segler in Melbourne/Australien fiel am Sonnabend (26. Januar) stark drehenden Winden zum Opfer. Dadurch blieben Steffi Rothweiler aus München und die Berlinerin Vivien Kussatz vom pinta racing team unverrichteter Dinge auf dem neunten Gesamtplatz, 15 Punkte hinter den führenden Gulia Conti und Giovanna Micol (Italien). Das sechste und letzte Rennen der Qualifikationsrunde soll am Sonntag nachgeholt werden, bevor das Teilnehmerfeld am Nachmittag in Gold- und Silberflotte unterteilt wird. Die Entscheidung fällt am kommenden Mittwoch (30. Januar).
„Wir hatten den ganzen Tag genug Wind, doch aus so unterschiedlichen Richtungen, dass an den Start eines regulären Rennens nicht zu denken war“, berichtete das Duo vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen und Spandauer Yacht-Club Berlin. Als eine Regenfront über das Regattagebiet vor Melbourne durchzog, behielt die Wind- und Wettervorhersage Recht, die für den weiteren Verlauf der WM eine Besserung prophezeit.
Über eine Videoschaltung per Internet wurde das pinta racing team am Sonnabend auf der 39. Internationalen Bootsausstellung in Düsseldorf vorgestellt. Rothweiler/Kussatz, die bereits für die Olympischen Spiele im August in Qingdao/China qualifiziert sind, schilderten ihre Vorbereitungen auf den Saison- und vorläufigen Karrierehöhepunkt. Ihr Ziel sei eine Medaille, „am liebsten natürlich Gold“.
„Wir hatten den ganzen Tag genug Wind, doch aus so unterschiedlichen Richtungen, dass an den Start eines regulären Rennens nicht zu denken war“, berichtete das Duo vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen und Spandauer Yacht-Club Berlin. Als eine Regenfront über das Regattagebiet vor Melbourne durchzog, behielt die Wind- und Wettervorhersage Recht, die für den weiteren Verlauf der WM eine Besserung prophezeit.
Über eine Videoschaltung per Internet wurde das pinta racing team am Sonnabend auf der 39. Internationalen Bootsausstellung in Düsseldorf vorgestellt. Rothweiler/Kussatz, die bereits für die Olympischen Spiele im August in Qingdao/China qualifiziert sind, schilderten ihre Vorbereitungen auf den Saison- und vorläufigen Karrierehöhepunkt. Ihr Ziel sei eine Medaille, „am liebsten natürlich Gold“.
Freitag, 25. Januar 2008
Nach dem ersten Tagessieg fehlte der Durchblick
MELBOURNE. Einem glänzenden Tagessieg ließen Steffi Rothweiler und die Berlinerin Vivien Kussatz vom pinta racing team am Freitag (25. Januar) bei der Segelweltmeisterschaft der olympischen 470er-Klasse zwei Mittelplätze folgen.
Vor dem Abschluss der Qualifikationsrunde rangieren sie in Melbourne/Australien auf Gesamtrang neun. Gulia Conti und Giovanna Micol aus Italien verteidigten ihre Führung drei Punkte vor den Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout (Niederlande). Die Deutschen liegen 15 Zähler zurück.
Eine kleine Schule Delphine sprang am Morgen des zweiten WM-Tags vor der 470er-Jolle der deutschen Olympiamannschaft aus dem Wasser und bereiteten dem Frauenteam Freude. „Vielleicht haben sie uns im Unterbewusstsein auch den richtigen Weg gezeigt“, meinte Steffi Rothweiler nachdenklich, denn in der ersten Tageswettfahrt klappte es wie am Schnürchen. Start in Lee der gesamten Gruppe, ein wenig Geduld mit dem erwarteten Wind auf der linken Seite der Regattabahn, und schon führten die Europameisterinnen das WM-Feld an.
Doch danach entwickelten sich die Windbedingungen nicht wie geplant. „Nach aller Erfahrung hätte später die rechte Seite bevorzugt werden müssen“, berichtete Vivien Kussatz vom Spandauer Yacht-Club Berlin, „doch trotz bester thermischer Verhältnisse drehte es unberechenbar hin und her.“ Solide Starts halfen dem pinta racing team nicht. Es wurde taktisch immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt. „Uns fehlte wirklich der Durchblick“, ärgerte sich die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen, „aber auch das nötige Quäntchen Glück.“ Schließlich seien die Italienerinnen bei jedem Start schlecht weggekommen, hätten aber anschließend in scheinbar aussichtloser Position stets Fortuna auf ihrer Seite gehabt und seien durch Winddreher wie von allein nach vorne getragen worden.
So dürfen Conti/Micol weiter von ihrem ersten WM-Titel träumen, während Rothweiler/Kussatz aufpassen müssen, nicht den Anschluss an die Medaillenplätze zu verlieren. Nach zweimal EM-Gold in Folge wollte die Mannschaft beweisen, dass ihnen auch ein WM-Coup gelingen kann. Rothweiler: „Da Melbourne bisher nicht den befürchteten Starkwind bereithält und wir beim vorherrschenden Mittelwind richtig schnell sind, hätten wir alle Möglichkeiten.“ Am Sonnabend (26. Januar) schließt die Qualifikationsrunde, nach der das Feld in Gold- und Silberflotte unterteilt wird, mit der sechsten Wettfahrt, für die leichte, unstete Winde erwartet werden.
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom zweiten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 9 Punkte
2. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 12
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 13
4. Kondo Ai/Kamata Naoko (Japan) 16
5. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 16
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 20
7. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 21
8. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 23
9. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 24
Vor dem Abschluss der Qualifikationsrunde rangieren sie in Melbourne/Australien auf Gesamtrang neun. Gulia Conti und Giovanna Micol aus Italien verteidigten ihre Führung drei Punkte vor den Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout (Niederlande). Die Deutschen liegen 15 Zähler zurück.
Eine kleine Schule Delphine sprang am Morgen des zweiten WM-Tags vor der 470er-Jolle der deutschen Olympiamannschaft aus dem Wasser und bereiteten dem Frauenteam Freude. „Vielleicht haben sie uns im Unterbewusstsein auch den richtigen Weg gezeigt“, meinte Steffi Rothweiler nachdenklich, denn in der ersten Tageswettfahrt klappte es wie am Schnürchen. Start in Lee der gesamten Gruppe, ein wenig Geduld mit dem erwarteten Wind auf der linken Seite der Regattabahn, und schon führten die Europameisterinnen das WM-Feld an.
Doch danach entwickelten sich die Windbedingungen nicht wie geplant. „Nach aller Erfahrung hätte später die rechte Seite bevorzugt werden müssen“, berichtete Vivien Kussatz vom Spandauer Yacht-Club Berlin, „doch trotz bester thermischer Verhältnisse drehte es unberechenbar hin und her.“ Solide Starts halfen dem pinta racing team nicht. Es wurde taktisch immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt. „Uns fehlte wirklich der Durchblick“, ärgerte sich die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen, „aber auch das nötige Quäntchen Glück.“ Schließlich seien die Italienerinnen bei jedem Start schlecht weggekommen, hätten aber anschließend in scheinbar aussichtloser Position stets Fortuna auf ihrer Seite gehabt und seien durch Winddreher wie von allein nach vorne getragen worden.
So dürfen Conti/Micol weiter von ihrem ersten WM-Titel träumen, während Rothweiler/Kussatz aufpassen müssen, nicht den Anschluss an die Medaillenplätze zu verlieren. Nach zweimal EM-Gold in Folge wollte die Mannschaft beweisen, dass ihnen auch ein WM-Coup gelingen kann. Rothweiler: „Da Melbourne bisher nicht den befürchteten Starkwind bereithält und wir beim vorherrschenden Mittelwind richtig schnell sind, hätten wir alle Möglichkeiten.“ Am Sonnabend (26. Januar) schließt die Qualifikationsrunde, nach der das Feld in Gold- und Silberflotte unterteilt wird, mit der sechsten Wettfahrt, für die leichte, unstete Winde erwartet werden.
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom zweiten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 9 Punkte
2. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 12
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 13
4. Kondo Ai/Kamata Naoko (Japan) 16
5. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 16
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 20
7. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 21
8. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 23
9. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 24
Donnerstag, 24. Januar 2008
Guter WM-Start von Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz
MELBOURNE. Zum Auftakt der 470er-Weltmeisterschaft im australischen Melbourne segelten Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz vom pinta racing team am Donnerstag (24. Januar) auf die Plätze vier und neun. Damit belegen die Europameisterinnen aus München und Berlin in der Qualifikationsrunde Rang acht. Es führen Gulia Conti und Giovanna Micol aus Italien.
„Mit dem WM-Beginn müssen wir hochzufrieden sein, denn im zweiten Rennen sah es anfangs ganz düster aus“, berichtete die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen. Grund: Kurz nach dem Start der Wettfahrt dreht der Wind um 30 Grad nach links, doch das deutsche Spitzenteam lag auf der rechten Seite. „An der Luvtonne waren wir Fünftletzte und haben eine famose Aufholjagd gestartet“, so Rothweiler. Und die führte am Ende sogar noch unter die Top ten.
Manche hoch gehandelte Mannschaft erwischte es am ersten Tag schon heftig – sie fuhr ihren ersten „Streicher“ ein. Da in der Endabrechnung nur ein einziges Rennen aus der Wertung gestrichen werden darf, segeln diese Teams bereits mit dem Rücken zu Wand. Rothweiler: „Bei den trickreichen Bedingungen passieren ganz schnell mal Ausrutscher. Da wird es auf die größte Konstanz ankommen.“
Für die Steuerfrau und ihre Vorschoterin von Spandauer Yacht-Club ist die WM schon die zweite Regatta im Olympia-Jahr. Die Sail Melbourne hatten sie Anfang Januar trotz Aussicht auf eine Medaille vor den letzten beiden Rennen abgebrochen, um Kraft zu sparen und das Material zu schonen. „Uns war eine optimale Vorbereitung mit Ruhephase vor der Weltmeisterschaft wichtiger“, erklärt Vivien Kussatz.
Die Saison 2008 ist voll und ganz den Olympischen Spielen untergeordnet, deren Segelwettbewerbe im August in Qingdao rund 800 km entfernt von der Hauptstadt Peking stattfinden. Die 470er-Frauen vom pinta racing team haben die Fahrkarten dorthin quasi schon in der Tasche und müssen nur noch einen so genannten Leistungsnachweis erbringen. Das ist nicht mehr ein guter Platz unter den besten zehn oder zwölf Teilnehmerinnen einer international anerkannten Regatta. „Das nimmt uns den Druck und ermöglicht eine zielgerichtete Saisonplanung“, so das Duo unisono, „schließlich wollen wir in China aufs Treppchen.“
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom ersten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien:
1. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 4 Punkte
2. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 5
3. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 6
4. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 7
5. Xiaoli Wang/Yufeng Huang (China) 10
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 11
7. Christina Bassadone/Saskia Clark (Großbritannien) 12
8. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 13
„Mit dem WM-Beginn müssen wir hochzufrieden sein, denn im zweiten Rennen sah es anfangs ganz düster aus“, berichtete die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen. Grund: Kurz nach dem Start der Wettfahrt dreht der Wind um 30 Grad nach links, doch das deutsche Spitzenteam lag auf der rechten Seite. „An der Luvtonne waren wir Fünftletzte und haben eine famose Aufholjagd gestartet“, so Rothweiler. Und die führte am Ende sogar noch unter die Top ten.
Manche hoch gehandelte Mannschaft erwischte es am ersten Tag schon heftig – sie fuhr ihren ersten „Streicher“ ein. Da in der Endabrechnung nur ein einziges Rennen aus der Wertung gestrichen werden darf, segeln diese Teams bereits mit dem Rücken zu Wand. Rothweiler: „Bei den trickreichen Bedingungen passieren ganz schnell mal Ausrutscher. Da wird es auf die größte Konstanz ankommen.“
Für die Steuerfrau und ihre Vorschoterin von Spandauer Yacht-Club ist die WM schon die zweite Regatta im Olympia-Jahr. Die Sail Melbourne hatten sie Anfang Januar trotz Aussicht auf eine Medaille vor den letzten beiden Rennen abgebrochen, um Kraft zu sparen und das Material zu schonen. „Uns war eine optimale Vorbereitung mit Ruhephase vor der Weltmeisterschaft wichtiger“, erklärt Vivien Kussatz.
Die Saison 2008 ist voll und ganz den Olympischen Spielen untergeordnet, deren Segelwettbewerbe im August in Qingdao rund 800 km entfernt von der Hauptstadt Peking stattfinden. Die 470er-Frauen vom pinta racing team haben die Fahrkarten dorthin quasi schon in der Tasche und müssen nur noch einen so genannten Leistungsnachweis erbringen. Das ist nicht mehr ein guter Platz unter den besten zehn oder zwölf Teilnehmerinnen einer international anerkannten Regatta. „Das nimmt uns den Druck und ermöglicht eine zielgerichtete Saisonplanung“, so das Duo unisono, „schließlich wollen wir in China aufs Treppchen.“
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom ersten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien:
1. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 4 Punkte
2. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 5
3. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 6
4. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 7
5. Xiaoli Wang/Yufeng Huang (China) 10
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 11
7. Christina Bassadone/Saskia Clark (Großbritannien) 12
8. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 13
Richter Cahn prüft die Argumente der SNG
New York, 23. Januar 2008. Richter Hermann Cahn vom New York State Supreme Court hörte heute Argumente an zur Frage, ob der Golden Gate Yacht Club dem aktuellen Halter des Cups, der Société Nautique de Genève, und ihrem Team Alinghi eine rechtmässige „Deed of Gift“-Challenge für den 33. America’s Cup überbracht hat.
„Wir sind froh, dass wir unsere Standpunkte darlegen konnten und denken, dass das Gericht unseren Argumenten gegenüber empfänglich war“, sagte Lucien Masmejan, führender Rechtsvertreter für die SNG. „Wir freuen uns auf einen Gerichtsbeschluss, der die Frage der Rechtmässigkeit der GGYC-Challenge gezielt angeht.“
Richter Cahn erlaubte der SNG, die Argumente des GGCY weiter zu prüfen, und lud die SNG ein, am Montag zu diesen Themen weitere Einreichungen vorzunehmen, auch zur Definition „Kielyacht versus Mehrrümpfer“. Die Einreichungen der SNG werden unterstützt durch die Interpretation der International Sailing Federation, die dem Gericht präsentiert wurde (im Anhang).
Ein Ausgang zugunsten der SNG würde den 33. America’s Cup wieder auf Kurs bringen – in Richtung eines Anlasses 2011 in Valencia, Spanien, an dem mehrere Herausforderer teilnehmen können. Die Deed of Gift überträgt Alinghi und der SNG als Treuhänderin die grosse Verantwortung, die Integrität dieses Weltklassesportanlasses zu bewahren. Anhang >

© Th.Martinez/Alinghi
„Wir sind froh, dass wir unsere Standpunkte darlegen konnten und denken, dass das Gericht unseren Argumenten gegenüber empfänglich war“, sagte Lucien Masmejan, führender Rechtsvertreter für die SNG. „Wir freuen uns auf einen Gerichtsbeschluss, der die Frage der Rechtmässigkeit der GGYC-Challenge gezielt angeht.“
Richter Cahn erlaubte der SNG, die Argumente des GGCY weiter zu prüfen, und lud die SNG ein, am Montag zu diesen Themen weitere Einreichungen vorzunehmen, auch zur Definition „Kielyacht versus Mehrrümpfer“. Die Einreichungen der SNG werden unterstützt durch die Interpretation der International Sailing Federation, die dem Gericht präsentiert wurde (im Anhang).
Ein Ausgang zugunsten der SNG würde den 33. America’s Cup wieder auf Kurs bringen – in Richtung eines Anlasses 2011 in Valencia, Spanien, an dem mehrere Herausforderer teilnehmen können. Die Deed of Gift überträgt Alinghi und der SNG als Treuhänderin die grosse Verantwortung, die Integrität dieses Weltklassesportanlasses zu bewahren. Anhang >

© Th.Martinez/Alinghi
Mittwoch, 23. Januar 2008
Sturmwarndienst für den Bodensee
2007: Trotz häufiger Stürme zuverlässige Windwarnungen
Vergangenes Jahr war es auf dem Bodensee ausgesprochen windig. Trotz der stürmischen Zeiten konnten die Warndienste der Anrainerstaaten die Qualität der Windwarnungen auf hohem Niveau halten.Die Bilanz 2007 der „Arbeitsgruppe Sturmwarndienst am Bodensee“ ist positiv: Die Trefferrate der nationalen Wetterdienste für Windwarnungen ist weiterhin auf hohem Niveau. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der nationalen Wetterdienste, d.h. dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, dem Deutschen Wetterdienst DWD sowie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Österreich), Vertretern der See- und Wasserschutzpolizei sowie weiterer Warndienste aus allen drei Anrainerstaaten zusammen. Jedes Jahr analysieren und beurteilen sie die Qualität der Windwarnungen für den Bodensee, um daraus Massnahmen für weitere Verbesserungen abzuleiten.
Wetterablauf
Das Wetter im vergangenen Jahr war auch für die Wassersportler auf dem Bodensee aussergewöhnlich. Die Temperaturen lagen zwar wiederum deutlich über den langjährigen Mittelwerten (z.B. Güttingen: + 2,1 Grad über der Norm); 2007 zählt damit zu den wärmsten Jahren in den langjährigen Messreihen. Längere Schönwetterperioden waren jedoch eher selten. Sie traten hauptsächlich im April und Oktober auf. Bemerkenswert waren zudem die zahlreichen Starkgewitter im Juni und Juli sowie das Unwetterereignis vom 8./9. August mit intensiven Dauerniederschlägen.Das oft unruhige Wetter im Jahre 2007 spiegelt sich auch in der hohen Anzahl der Stunden mit Starkwinden wider: Die Anzahl der Stunden mit Starkwindböen (mehr als 25 Knoten) lag fast doppelt, diejenigen mit Sturmböen (ab 34 Knoten) fast viermal so hoch wie im Jahr 2006.
Viel Aufwand für Qualitätssicherung
Um die Qualität der Starkwind- und Sturmwarnungen zu beurteilen, erstellte die DWD-Regionalzentrale Stuttgart eine umfangreiche und detaillierte statistische Auswertung. Der damit verbundene Aufwand ist beträchtlich, jedoch unerlässlich für eine schlüssige Beurteilung der Warnqualität. Denn nur mit solchen Kontrollen kann die Arbeitsgruppe systematische Schwachstellen in den Warnverfahren aufdecken und Massnahmen für weitere Verbesserungen der Warntätigkeit ableiten. Die vorgelegte Auswertung zeigt, dass die Wetterdienste die Trefferrate der Windwarnungen für den Bodensee auf hohem Niveau halten und die Zahl der Falschalarme reduzieren konnten. Polizeistellen und Rettungsdienste bestätigten diese positive Bilanz.
Weiteres Verbesserungspotential
Die am Warndienst für den Bodensee beteiligten nationalen Wetterdienste sind sich einig: Auch wenn die Qualität der Windwarnungen bereits ho ch ist, sie lässt sich wohl zumindest im Ostteil des Sees noch weiter anheben. Höher aufgelöste numerische Wettervorhersagemodelle und verfeinerte Fernerkundungsdaten sollen den Meteorologen helfen, die Wetterentwicklung am Bodensee noch genauer vorherzusagen. Zusammen mit der regionalklimatologischen Erfahrung der in den Wetterdiensten von Zürich und Stuttgart tätigen Prognostikern wird sich dies auch weiterhin positiv auf die Qualität der Windwarnungen auswirken.
Ein verantwortungsbewusster Seebenutzer sollte sich allerdings bei der Beurteilung des Wetters niemals nur auf fremde Hilfen verlassen. Es liegt in der Eigenverantwortung aller, die sich am oder auf dem See bewegen, das Wettergeschehen permanent zu beobachten und bei drohender Gefahr, zum Beispiel bei einem aufziehenden Gewitter, den See zu verlassen. Diese Verantwortung können die Wetterdienste den Seebenutzern nicht abnehmen.
Vergangenes Jahr war es auf dem Bodensee ausgesprochen windig. Trotz der stürmischen Zeiten konnten die Warndienste der Anrainerstaaten die Qualität der Windwarnungen auf hohem Niveau halten.Die Bilanz 2007 der „Arbeitsgruppe Sturmwarndienst am Bodensee“ ist positiv: Die Trefferrate der nationalen Wetterdienste für Windwarnungen ist weiterhin auf hohem Niveau. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der nationalen Wetterdienste, d.h. dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, dem Deutschen Wetterdienst DWD sowie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Österreich), Vertretern der See- und Wasserschutzpolizei sowie weiterer Warndienste aus allen drei Anrainerstaaten zusammen. Jedes Jahr analysieren und beurteilen sie die Qualität der Windwarnungen für den Bodensee, um daraus Massnahmen für weitere Verbesserungen abzuleiten.
Wetterablauf
Das Wetter im vergangenen Jahr war auch für die Wassersportler auf dem Bodensee aussergewöhnlich. Die Temperaturen lagen zwar wiederum deutlich über den langjährigen Mittelwerten (z.B. Güttingen: + 2,1 Grad über der Norm); 2007 zählt damit zu den wärmsten Jahren in den langjährigen Messreihen. Längere Schönwetterperioden waren jedoch eher selten. Sie traten hauptsächlich im April und Oktober auf. Bemerkenswert waren zudem die zahlreichen Starkgewitter im Juni und Juli sowie das Unwetterereignis vom 8./9. August mit intensiven Dauerniederschlägen.Das oft unruhige Wetter im Jahre 2007 spiegelt sich auch in der hohen Anzahl der Stunden mit Starkwinden wider: Die Anzahl der Stunden mit Starkwindböen (mehr als 25 Knoten) lag fast doppelt, diejenigen mit Sturmböen (ab 34 Knoten) fast viermal so hoch wie im Jahr 2006.
Viel Aufwand für Qualitätssicherung
Um die Qualität der Starkwind- und Sturmwarnungen zu beurteilen, erstellte die DWD-Regionalzentrale Stuttgart eine umfangreiche und detaillierte statistische Auswertung. Der damit verbundene Aufwand ist beträchtlich, jedoch unerlässlich für eine schlüssige Beurteilung der Warnqualität. Denn nur mit solchen Kontrollen kann die Arbeitsgruppe systematische Schwachstellen in den Warnverfahren aufdecken und Massnahmen für weitere Verbesserungen der Warntätigkeit ableiten. Die vorgelegte Auswertung zeigt, dass die Wetterdienste die Trefferrate der Windwarnungen für den Bodensee auf hohem Niveau halten und die Zahl der Falschalarme reduzieren konnten. Polizeistellen und Rettungsdienste bestätigten diese positive Bilanz.
Weiteres Verbesserungspotential
Die am Warndienst für den Bodensee beteiligten nationalen Wetterdienste sind sich einig: Auch wenn die Qualität der Windwarnungen bereits ho ch ist, sie lässt sich wohl zumindest im Ostteil des Sees noch weiter anheben. Höher aufgelöste numerische Wettervorhersagemodelle und verfeinerte Fernerkundungsdaten sollen den Meteorologen helfen, die Wetterentwicklung am Bodensee noch genauer vorherzusagen. Zusammen mit der regionalklimatologischen Erfahrung der in den Wetterdiensten von Zürich und Stuttgart tätigen Prognostikern wird sich dies auch weiterhin positiv auf die Qualität der Windwarnungen auswirken.
Ein verantwortungsbewusster Seebenutzer sollte sich allerdings bei der Beurteilung des Wetters niemals nur auf fremde Hilfen verlassen. Es liegt in der Eigenverantwortung aller, die sich am oder auf dem See bewegen, das Wettergeschehen permanent zu beobachten und bei drohender Gefahr, zum Beispiel bei einem aufziehenden Gewitter, den See zu verlassen. Diese Verantwortung können die Wetterdienste den Seebenutzern nicht abnehmen.
Montag, 21. Januar 2008
Ohne Surfer nach Qingdao
Kinzl und Wilhelm verpassen Olympiaqualifikation Tornado-Duell um Olympiafahrkarte wieder offen.
(DSV) Die DSV-Equipe muss bei den Olympischen Spielen im August erstmals seit Einführung des Surfsports als olympische Disziplin im Jahr 1984 ohne Brettspezialisten antreten. Sowohl der ehemalige Kieler Olympiateilnehmer Toni Wilhelm als auch die Berliner Hoffnungsträgerin Romy Kinzl sind bei der RS:X-Weltmeisterschaft vor Takapuna (Neuseeland) mit den Plätzen 27 und 15 klar an den Nominierungskriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vorbeigesurft.
"Es ist sehr schade, dass wir die Surfer nicht dabei haben", sagte DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg), "aber sie hatten es selbst in der Hand." Weltmeisterin wurde nach ihrem zweiten Comeback zum vierten Mal nach 2000, 2004 und 2006 die italienische Ausnahmesurferin Alessandra Sensini, die vor acht Jahren in Sydney die Kielerin Amelie Lux im Kampf um Olympiagold so knapp besiegen konnte. Bei den Herren gewann der neuseeländische Lokalmatador Tom Ashley.
Gleichzeitig sorgten die Brüder Tino und Niko Mittelmeier bei der Asia Pacific Regatta vor Melbourne (Australien) für eine überraschende Wende in der deutschen Tornado-Ausscheidung. Das Bodensee-Team vom SMC Überlingen erfüllte mit Platz sechs die DOSB-Kriterien und darf nun die favorisierten Kieler Johannes Polgar und Florian Spalteholz vom NRV Olympic Team im April bei der Semaine Olympique vor Hyères (Frankreich) zum Duell um das Olympiaticket in der schnellen Katamaranklasse fordern.
"Dieses Duell wird für Spannung sorgen", sagt Hans Sendes, "der Leistung unserer Aktiven kann das nur dienen. Die nervenstärkere Mannschaft wird sich qualifizieren und hat dann schon das Olympia-Szenario erlebt und überstanden: es gibt nur eine entscheidende Serie ohne Chance auf Wiedergutmachung."
Endstand RS:X Weltmeisterschaft 2008 (Takapuna, Neuseeland):
FRAUEN
1. Alessandra Sensini (ITA), 23 Punkte
2. Barbara Kendall (NZL), 25 Punkte
3. Marina Alabau (ESP), 45 Punkte
...
15. Romy Kinzl (Berlin), 104 Punkte
MÄNNER
1. Tom Ashley (NZL), 44 Punkte
2. Joao Rodriguez (POR), 55 Punkte
3. Shahar Zubari (ISR), 58 Punkte
...
27. Toni Wilhelm (Kiel), 170 Punkte
ASIA PACIFIC REGATTA:
(Olympia-Qualifikation für Tornado, Melbourne/Australien)
1. Darren Bundock/Glenn Ashby (AUS), 21 Punkte
2. Andrey Kirilyuk/Valeriy Ushkov (RUS), 41 Punkte
3. Leigh McMilan/Will Howden (GBR), 47 Punkte
...
5. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel), 58 Punkte
6. Tino und Niko Mittelmeier (Überlingen), 60 Punkte
(DSV) Die DSV-Equipe muss bei den Olympischen Spielen im August erstmals seit Einführung des Surfsports als olympische Disziplin im Jahr 1984 ohne Brettspezialisten antreten. Sowohl der ehemalige Kieler Olympiateilnehmer Toni Wilhelm als auch die Berliner Hoffnungsträgerin Romy Kinzl sind bei der RS:X-Weltmeisterschaft vor Takapuna (Neuseeland) mit den Plätzen 27 und 15 klar an den Nominierungskriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vorbeigesurft.
"Es ist sehr schade, dass wir die Surfer nicht dabei haben", sagte DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg), "aber sie hatten es selbst in der Hand." Weltmeisterin wurde nach ihrem zweiten Comeback zum vierten Mal nach 2000, 2004 und 2006 die italienische Ausnahmesurferin Alessandra Sensini, die vor acht Jahren in Sydney die Kielerin Amelie Lux im Kampf um Olympiagold so knapp besiegen konnte. Bei den Herren gewann der neuseeländische Lokalmatador Tom Ashley.
Gleichzeitig sorgten die Brüder Tino und Niko Mittelmeier bei der Asia Pacific Regatta vor Melbourne (Australien) für eine überraschende Wende in der deutschen Tornado-Ausscheidung. Das Bodensee-Team vom SMC Überlingen erfüllte mit Platz sechs die DOSB-Kriterien und darf nun die favorisierten Kieler Johannes Polgar und Florian Spalteholz vom NRV Olympic Team im April bei der Semaine Olympique vor Hyères (Frankreich) zum Duell um das Olympiaticket in der schnellen Katamaranklasse fordern.
"Dieses Duell wird für Spannung sorgen", sagt Hans Sendes, "der Leistung unserer Aktiven kann das nur dienen. Die nervenstärkere Mannschaft wird sich qualifizieren und hat dann schon das Olympia-Szenario erlebt und überstanden: es gibt nur eine entscheidende Serie ohne Chance auf Wiedergutmachung."
Endstand RS:X Weltmeisterschaft 2008 (Takapuna, Neuseeland):
FRAUEN
1. Alessandra Sensini (ITA), 23 Punkte
2. Barbara Kendall (NZL), 25 Punkte
3. Marina Alabau (ESP), 45 Punkte
...
15. Romy Kinzl (Berlin), 104 Punkte
MÄNNER
1. Tom Ashley (NZL), 44 Punkte
2. Joao Rodriguez (POR), 55 Punkte
3. Shahar Zubari (ISR), 58 Punkte
...
27. Toni Wilhelm (Kiel), 170 Punkte
ASIA PACIFIC REGATTA:
(Olympia-Qualifikation für Tornado, Melbourne/Australien)
1. Darren Bundock/Glenn Ashby (AUS), 21 Punkte
2. Andrey Kirilyuk/Valeriy Ushkov (RUS), 41 Punkte
3. Leigh McMilan/Will Howden (GBR), 47 Punkte
...
5. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel), 58 Punkte
6. Tino und Niko Mittelmeier (Überlingen), 60 Punkte
Francis Joyon in sensationeller Rekordzeit um die Welt
21.01.08 - (Brest) Der Franzose Francis Joyon (51) ist am Ziel seiner Träume.
Mit dem knapp 30 Meter langen Trimaran IDEC sorgte der dreifache Familienvater kurz nach Mitternacht für eine Sensation. Er umrundete einhand die Erde via den berümhten Kaps in 57 Tagen 13 Stunden und 34 Minuten. Damit unterbot Joyon die bestehende Rekordmarke aus dem Jahre 2005 der Britin Dame Ellen MacArthur von 71 Tagen 14 Stunden, 18 Minuten und 33 Sekunden, um 14 Tage 0 h 44 Minuten und 27 Sekunden. Dame Ellen MacArthur gratulierte sofort nach Joyons Ankunft.
Mit dem knapp 30 Meter langen Trimaran IDEC sorgte der dreifache Familienvater kurz nach Mitternacht für eine Sensation. Er umrundete einhand die Erde via den berümhten Kaps in 57 Tagen 13 Stunden und 34 Minuten. Damit unterbot Joyon die bestehende Rekordmarke aus dem Jahre 2005 der Britin Dame Ellen MacArthur von 71 Tagen 14 Stunden, 18 Minuten und 33 Sekunden, um 14 Tage 0 h 44 Minuten und 27 Sekunden. Dame Ellen MacArthur gratulierte sofort nach Joyons Ankunft.
Freitag, 18. Januar 2008
GESCHAEFTSFUEHRUNG KOMPLETT
Bavaria Yachtbau GmbH, eines der größten und erfolgreichsten Yachtbauunternehmen in Europa, hat mit der Besetzung von zwei weiteren Top-Positionen seine Geschaeftsfuehrung komplettiert. Mit Wirkung zum 1. Januar uebernahm Dieter Berndt das Amt des Chief Financial Officer, und Klaus Hammen wurde zum Chief Operating Officer berufen.Damit ist die Geschaeftsleitung der Bavaria nun komplett. Das Senior Management Team wurde im Zuge der Uebernahme von Bain Capital im Juli 2007 signifikant erweitert und verstaerkt. Kay Schwabedal uebernahm im November letzten Jahres das Amt des Sprechers der Geschäftsführung. Rudolf Müller wird weiterhin der Geschäftsführung der Bavaria Yachtbau GmbH angehören.
„Wir freuen uns, dass wir Herrn Berndt und Herrn Hammen für die Bavaria gewinnen konnten. Sie verstärken das Management Team, das sich bereits auf die langjährige Erfahrung in der Wassersportindustrie von Herrn Mueller stützen konnte durch langjährige Erfahrung in wichtigen operativen Bereichen und im erfolgreichen Aufbau schlagkräftiger internationaler Organisationen,“ sagte Schwabedal.
Dieter Berndt (40) bringt wertvolle Managementerfahrung von der Coca Cola Erfrischungsgetraenke AG und von der Kamps AG mit, beides Unternehmen mit einem jaehrlichen Umsatz von ueber €1 Milliarde. Herr Berndt gehoerte zuletzt der Geschaeftsfuehrung von Kamps Brot & Backwaren (KKB) an, einer Tochtergesellschaft der Kamps AG, wo er unter anderem fuer die Bereiche Rechnungswesen, Geschaeftsplanung und das kaufmaennische Backoffice verantwortlich war. Dieter Berndt, Diplom-Kaufmann, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universitaet Regensburg.
Klaus Hammen (40) zeichnet sich durch einen breiten Hintergrund in Produktion, Produktentwicklung und Vertrieb aus. Bevor Herr Hammen zu Bavaria kam, war er in aufsteigenden Geschäftsleitungspositionen in verschiedenen Unternehmen der Maschinenbauindustrie tätig, unter anderem bei der Singulus Technologies AG, einem Hersteller von Produktionsanlagen für optische Speichermedien, wo er zuletzt Sprecher des Vorstandes war. Klaus Hammen, Diplom-Ingenieur, studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Muenchen.
Die Bavaria Yachtbau GmbH (http://www.2bavaria-yachtbau.com/) ist eines der größten Yachtbauunternehmen und verfügt über eine der weltweit effektivsten Fertigungsstätten zur Fertigung von Segelyachten und Motorbooten. Am Standort Giebelstadt baute die Werft im vergangenen Geschäftsjahr 2006/2007 (zum 31. Juli) mit ca. 650 Mitarbeitern rund 3.500 Yachten und erwirtschaftete so einen Umsatz von ca. 280 Mio. €.
Donnerstag, 17. Januar 2008
Bodensee-Eisbären in Konstanz
Der Wassersport stiftet am Bodensee auch im Winter grenzüberschreitende Freundschaften. Nachdem der Deutsch-Schweizerische-Motorbootclub DSMC zuletzt im Dezember über zweihundert Bootsbesatzungen zur traditionellen „Regatta der Eisernen“ geladen hatte, trafen sich am vergangenen Wochenende im Konstanzer Hafen erneut eine halbe Hundertschaft Wassersportbegeisterter aus dem Dreiländerrevier.
Während die überwiegende Mehrheit der Boote in Winterlagern auf die neue Saison vorbereitet werden, treffen sich alljährlich Liebhaber des winterlichen Sees mit ihren Motorboot- und Segelyachten zu einem kameradschaftlichen, frostigen Wochenende auf und an den Gestaden ihres Heimatgewässers.
In diesem Jahr begrüßte der Präsident des DSMC Fred Schmid die Winterwassersportfreunde, die sich selbst „Eisbären“ nennen, mit der Überreichung eines Konstanzer Eis-Teddybären namens „Knuddel“ in Anlehnung an den berühmten Eisbären „Knut“.
Die Organisatoren aus der Schweiz und Österreich Susanne Hager und Monika Marquart boten nachfolgend ein buntes Programm mit Begrüßungsapero, Weisswurstessen, Altstadtrundgang mit professioneller Führung , Weinstubenbesuch und Abendessen im Hafenrestaurant „Alte Hafenmeisterei“, bevor am Sonntag nach einem zünftigen Frühschoppen die Heimreise per Schiff angetreten wurde.

Der Präsident des DSMC Fred Schmid begrüßt die Eisbären Susanne Hager und Monika Marquart im Konstanzer Hafen.

Der Konstanzer DSMC-Eis-Teddybär „Knuddel“ (Fotos DSMC)
Während die überwiegende Mehrheit der Boote in Winterlagern auf die neue Saison vorbereitet werden, treffen sich alljährlich Liebhaber des winterlichen Sees mit ihren Motorboot- und Segelyachten zu einem kameradschaftlichen, frostigen Wochenende auf und an den Gestaden ihres Heimatgewässers.
In diesem Jahr begrüßte der Präsident des DSMC Fred Schmid die Winterwassersportfreunde, die sich selbst „Eisbären“ nennen, mit der Überreichung eines Konstanzer Eis-Teddybären namens „Knuddel“ in Anlehnung an den berühmten Eisbären „Knut“.
Die Organisatoren aus der Schweiz und Österreich Susanne Hager und Monika Marquart boten nachfolgend ein buntes Programm mit Begrüßungsapero, Weisswurstessen, Altstadtrundgang mit professioneller Führung , Weinstubenbesuch und Abendessen im Hafenrestaurant „Alte Hafenmeisterei“, bevor am Sonntag nach einem zünftigen Frühschoppen die Heimreise per Schiff angetreten wurde.

Der Präsident des DSMC Fred Schmid begrüßt die Eisbären Susanne Hager und Monika Marquart im Konstanzer Hafen.

Der Konstanzer DSMC-Eis-Teddybär „Knuddel“ (Fotos DSMC)
Dienstag, 15. Januar 2008
Zentrales Register für die Sportschifffahrt auf dem Weg
BERLIN. Zur geplanten Einführung eines zentralen Registers für Sportfahrzeuge und deren Eigentümer und Führer erklärt Patrick Döring, Sprecher für europäische Verkehrspolitik der FDP-Bundestagsfraktion:
Während die Bundesregierung in der Öffentlichkeit und auch mir gegenüber immer wieder behauptet hat, eine Registrierungspflicht für Sportboote im Seebereich sei nicht geplant, wurde klammheimlich eine entsprechende Gesetzesänderung in den Bundestag geschleust. Neben zahlreichen weiteren Daten im Passagier- und Güterverkehr zur See sollen demnach auch die Identifikationsmerkmale von Sportfahrzeugen und des jeweiligen Eigentümers, Betreibers, Charterers oder Führers zentral erfasst und unter anderem an die Bundespolizei weitergeleitet werden. Ich würde sagen, dies kann man berechtigterweise als Registrierungspflicht bezeichnen.
Der Gesetz erwähnt übrigens, nur am Rande bemerkt, auch die Erfassung amtlicher oder amtlich anerkannter Kennzeichen von Sportfahrzeugen zur See - offenbar ist im Ministerium die Entscheidung für die Einführung einer Kennzeichnungspflicht also schon gefallen.
Wieder einmal versucht die Bundesregierung mit Täuschen und Tricksen hier zusätzliche Regularien für die Sportschifffahrt einzuführen. Der sicherheitspolitische Sinn dieser Maßnahme ist für mich allerdings nicht erkennbar. Überdies wird es in dem bevorstehenden Datenwust (denn erfasst werden sollen auch alle 29 Millionen Passagiere und wenigstens 280 Millionen Tonnen Fracht) ohnehin nahezu unmöglich sein, wirklich relevante Informationen rechtzeitig zu erkennen. Patrick Döring.
Während die Bundesregierung in der Öffentlichkeit und auch mir gegenüber immer wieder behauptet hat, eine Registrierungspflicht für Sportboote im Seebereich sei nicht geplant, wurde klammheimlich eine entsprechende Gesetzesänderung in den Bundestag geschleust. Neben zahlreichen weiteren Daten im Passagier- und Güterverkehr zur See sollen demnach auch die Identifikationsmerkmale von Sportfahrzeugen und des jeweiligen Eigentümers, Betreibers, Charterers oder Führers zentral erfasst und unter anderem an die Bundespolizei weitergeleitet werden. Ich würde sagen, dies kann man berechtigterweise als Registrierungspflicht bezeichnen.
Der Gesetz erwähnt übrigens, nur am Rande bemerkt, auch die Erfassung amtlicher oder amtlich anerkannter Kennzeichen von Sportfahrzeugen zur See - offenbar ist im Ministerium die Entscheidung für die Einführung einer Kennzeichnungspflicht also schon gefallen.
Wieder einmal versucht die Bundesregierung mit Täuschen und Tricksen hier zusätzliche Regularien für die Sportschifffahrt einzuführen. Der sicherheitspolitische Sinn dieser Maßnahme ist für mich allerdings nicht erkennbar. Überdies wird es in dem bevorstehenden Datenwust (denn erfasst werden sollen auch alle 29 Millionen Passagiere und wenigstens 280 Millionen Tonnen Fracht) ohnehin nahezu unmöglich sein, wirklich relevante Informationen rechtzeitig zu erkennen. Patrick Döring.
AC33: Anhörung 23. Januar
Richter Cahn wird die Rechtmässigkeit der Herausforderung des GGYC für den 33. America’s Cup untersuchen.
(New York, 14. Januar 2008) Heute entschloss sich Richter Cahn, keinen Vergleich anzuordnen, bis er die Argumente betreffend der Rechtmässigkeit der Herausforderung des Golden Gate Yacht Club (GGCY), die durch die Société Nautique de Genève (SNG) vorgebracht worden waren, untersucht hat. Er setzte eine weitere Anhörung für den 23. Januar fest.
Der Rechtsvertreter der Société Nautique de Genève, Lucien Masmejan, kommentiert die heutigen Entwicklungen wie folgt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ausgang der heutigen Anhörung. Richter Cahn hat anerkannt, dass unsere Argumente betreffend die Unrechtmässigkeit des Zertifikats des GGYC vollständig untersucht werden müssen und Substanz haben. Wir glauben, dass das weitere Vorgehen, das Richter Cahn erwägt, Klarheit punkto Rechtmässigkeit der Herausforderung des GGYC bringen wird.“
(New York, 14. Januar 2008) Heute entschloss sich Richter Cahn, keinen Vergleich anzuordnen, bis er die Argumente betreffend der Rechtmässigkeit der Herausforderung des Golden Gate Yacht Club (GGCY), die durch die Société Nautique de Genève (SNG) vorgebracht worden waren, untersucht hat. Er setzte eine weitere Anhörung für den 23. Januar fest.
Der Rechtsvertreter der Société Nautique de Genève, Lucien Masmejan, kommentiert die heutigen Entwicklungen wie folgt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ausgang der heutigen Anhörung. Richter Cahn hat anerkannt, dass unsere Argumente betreffend die Unrechtmässigkeit des Zertifikats des GGYC vollständig untersucht werden müssen und Substanz haben. Wir glauben, dass das weitere Vorgehen, das Richter Cahn erwägt, Klarheit punkto Rechtmässigkeit der Herausforderung des GGYC bringen wird.“
Donnerstag, 10. Januar 2008
Peckolt-Brüder segeln nach WM-Platz sechs auf Kurs Qingdao
Das spannende Rennen um die Olympiafahrkarte in der 49er-Klasse ist entschieden: Bei der Weltmeisterschaft vor dem australischen Melbourne haben Jan-Peter und Hannes Peckolt mit Platz sechs zum dritten Mal souverän die Kriterien zur Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erfüllt. Gleichzeitig gelang es dem zweimaligen Olympiateilnehmer Marcus Baur und seinem Vorschoter Hannes Baumann mit Platz 22 nicht mehr, das Blatt noch einmal zu ihren Gunsten zu wenden und eine mögliche nationale Vorausscheidung zu erzwingen.
"Die WM war für uns ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu den Olympischen Spielen, aber nicht der große Saisonhöhepunkt", relativierte Jan-Peter Peckolt das Ergebnis in Australien, "wir sind aber sehr erleichtert und glücklich über unser Ergebnis und können uns nun mit aller Konzentration auf unsere erste Teilnahme an den Olympischen Spielen vorbereiten." DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg) gratulierte dem erfolgreichen Team vom Yacht-Club Langenargen und der Segelgemeinschaft Waldsee zur souveränen Leistung: "Es ist schon eindrucksvoll, wie sich diese beiden jungen Männer in den vergangenen Jahren konsequent verbessert haben. Sie werden bei den olympischen Spielen eine Verstärkung für die deutsche Mannschaft sein und sicher auch zu den Medaillenhoffnungen zählen."
Zur Olympiafahrkarte fehlt den Studenten aus Hamburg und Kiel nach dem anstehenden Vorschlag durch den Deutschen Segler-Verband (DSV) im Sommer nur noch die offizielle Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Zu den olympischen Chancen des Brüderpaares sagte Jan-Peter Peckolt: "Wir werden nicht als Top-Favoriten starten, zählen uns aber zum erweiterten Kreis von etwa zehn Teams, die eine Medaille gewinnen können. Und das ist natürlich unser Ziel."
Der 26-jährige "Pit" Peckolt studiert Wirtschaftsingenieurswesen in Hamburg, sein ein Jahr jüngerer Bruder und Vorschoter Hannes Medizin in Kiel. Die Mannschaft wird von T-Systems und weiteren namhaften Wassersportunternehmen gefördert und segelt seit dem Olympiajahr 2000 gemeinsam im 49er. Die Peckolts führen die Weltrangliste seit Februar 2007 an und wurden im gleichen Jahr erstmals Vize-Europameister. Nach der Niederlage im innerdeutschen Olympiaduell gegen Marcus Baur und Max Groy vor vier Jahren konnten die Jüngeren dieses Mal den Routinier im Kampf um die Olympiafahrkarte besiegen.
Nach nur zwei Jahren in einem Boot mit Hannes Baumann reichte es für Marcus Baur zum Karriereende nicht zur dritten Olympiateilnahme. Der 36 Jahre alte dreifache Europameister zeigte sich aber in Australien als fairer Verlierer, gratulierte den Peckolts zur konstant guten Leistung: "Die Peckolt-Brüder haben das Olympiaticket verdient eingefahren. Ihre Leistungen in den letzten Monaten machen sie in jedem Fall zur richtigen Besetzung für Qingdao."
Hans Sendes würdigte auch die Langzeit-Leistungen Baurs ausdrücklich: "Marcus zählte lange Zeit zu unseren Leistungsträgern im olympischen Segelsport, war Vizeweltmeister und hat uns zweimal bei den Olympischen Spielen vertreten. Wir hätten ihm dort die verdiente Medaille gegönnt, wissen aber seine Leistungen auch so zu schätzen."
Dem zeitweise heftig umstrittenen deutschen Olympia-Duell zwischen den Peckolts und Baur/Baumann folgt nun möglicherweise die Annäherung. "Wir würden uns sehr über die Unterstützung von Marcus Baur auf dem Weg nach China freuen, um von seiner großen Erfahrung profitieren zu können", wünscht sich Jan-Peter Peckolt.
Weltmeister wurden vor Sorrento bei Melbourne die australischen Lokalmatadoren Nathan Outteridge/Ben Austin (60 Punkte) vor den Briten Stevie Morrison/Ben Rhodes (64) und den Ukrainern Rodion Luka/George Leonchuk (79).
ENDERGEBNIS 49er-WELTMEISTERSCHAFT 2008
1. Nathan Outteridge/Ben Austin (AUS) 60 Punkte
2. Stevie Morrison/Ben Rhodes (GBR) 64 Punkte
3. Rodion Luka/George Leonchuk (UKR) 79 Punkte
...
6. Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 89 Punkte
...
22. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel) 150 Punkte
"Die WM war für uns ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu den Olympischen Spielen, aber nicht der große Saisonhöhepunkt", relativierte Jan-Peter Peckolt das Ergebnis in Australien, "wir sind aber sehr erleichtert und glücklich über unser Ergebnis und können uns nun mit aller Konzentration auf unsere erste Teilnahme an den Olympischen Spielen vorbereiten." DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg) gratulierte dem erfolgreichen Team vom Yacht-Club Langenargen und der Segelgemeinschaft Waldsee zur souveränen Leistung: "Es ist schon eindrucksvoll, wie sich diese beiden jungen Männer in den vergangenen Jahren konsequent verbessert haben. Sie werden bei den olympischen Spielen eine Verstärkung für die deutsche Mannschaft sein und sicher auch zu den Medaillenhoffnungen zählen."
Zur Olympiafahrkarte fehlt den Studenten aus Hamburg und Kiel nach dem anstehenden Vorschlag durch den Deutschen Segler-Verband (DSV) im Sommer nur noch die offizielle Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Zu den olympischen Chancen des Brüderpaares sagte Jan-Peter Peckolt: "Wir werden nicht als Top-Favoriten starten, zählen uns aber zum erweiterten Kreis von etwa zehn Teams, die eine Medaille gewinnen können. Und das ist natürlich unser Ziel."
Der 26-jährige "Pit" Peckolt studiert Wirtschaftsingenieurswesen in Hamburg, sein ein Jahr jüngerer Bruder und Vorschoter Hannes Medizin in Kiel. Die Mannschaft wird von T-Systems und weiteren namhaften Wassersportunternehmen gefördert und segelt seit dem Olympiajahr 2000 gemeinsam im 49er. Die Peckolts führen die Weltrangliste seit Februar 2007 an und wurden im gleichen Jahr erstmals Vize-Europameister. Nach der Niederlage im innerdeutschen Olympiaduell gegen Marcus Baur und Max Groy vor vier Jahren konnten die Jüngeren dieses Mal den Routinier im Kampf um die Olympiafahrkarte besiegen.
Nach nur zwei Jahren in einem Boot mit Hannes Baumann reichte es für Marcus Baur zum Karriereende nicht zur dritten Olympiateilnahme. Der 36 Jahre alte dreifache Europameister zeigte sich aber in Australien als fairer Verlierer, gratulierte den Peckolts zur konstant guten Leistung: "Die Peckolt-Brüder haben das Olympiaticket verdient eingefahren. Ihre Leistungen in den letzten Monaten machen sie in jedem Fall zur richtigen Besetzung für Qingdao."
Hans Sendes würdigte auch die Langzeit-Leistungen Baurs ausdrücklich: "Marcus zählte lange Zeit zu unseren Leistungsträgern im olympischen Segelsport, war Vizeweltmeister und hat uns zweimal bei den Olympischen Spielen vertreten. Wir hätten ihm dort die verdiente Medaille gegönnt, wissen aber seine Leistungen auch so zu schätzen."
Dem zeitweise heftig umstrittenen deutschen Olympia-Duell zwischen den Peckolts und Baur/Baumann folgt nun möglicherweise die Annäherung. "Wir würden uns sehr über die Unterstützung von Marcus Baur auf dem Weg nach China freuen, um von seiner großen Erfahrung profitieren zu können", wünscht sich Jan-Peter Peckolt.
Weltmeister wurden vor Sorrento bei Melbourne die australischen Lokalmatadoren Nathan Outteridge/Ben Austin (60 Punkte) vor den Briten Stevie Morrison/Ben Rhodes (64) und den Ukrainern Rodion Luka/George Leonchuk (79).
ENDERGEBNIS 49er-WELTMEISTERSCHAFT 2008
1. Nathan Outteridge/Ben Austin (AUS) 60 Punkte
2. Stevie Morrison/Ben Rhodes (GBR) 64 Punkte
3. Rodion Luka/George Leonchuk (UKR) 79 Punkte
...
6. Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 89 Punkte
...
22. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel) 150 Punkte
Mittwoch, 2. Januar 2008
Rolex Sydney Hobart Yacht Race: Ein ruhiges und doch geschichtsträchtiges Rennen
1. Januar 2008 - Auch ohne einen schweren Sturm und seine oft verheerenden Folgen wird das 63. Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2007 in die Segelgeschichtsbücher eingehen. Denn die australische „Wild Oats XI“ von Eigner Bob Oatley siegte zum dritten Mal in Folge als schnellstes Schiff im Ziel; das hatte es bisher überhaupt erst einmal gegeben - Ende der 40er Jahre. Hinter ihr kamen 79 der 82 gestarteten Boote ins Ziel, was auch eine ungewöhnliche Quote ist, nämlich eine sehr hohe. Der Gesamtsieg nach berechneter Zeit (IRC-Wertung) ging in die USA. Roger Sturgeon holte den Tattersall's Cup mit seiner neuen STP65 „Rosebud“.

Richard de Leyser, Rolex Australia (R) presents Rolex Yacht-Master timepiece to Justin "Juggy" Clougher of Rosebud Hobart, 01-01-2008 Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2007 Trophy Presentation at the RYCS, Justin "Juggy" Clougher and Richard de Leyser, Rolex Australia ©Photo:ROLEX/Carlo Borlenghi
Bei der feierlichen Preisverteilung konnte Sturgeon nicht mehr persönlich anwesend sein, doch einen bleibenden Eindruck hinterließ er schon bei der informellen Siegerehrung im Hafen von Hobart. Neben dem Wanderpreis erhielt der Eigner eine edle Rolex Armbanduhr des Modells Yacht-Master und gab diese prompt an seinen Vorschiffsmann Justin Clougher weiter. Der ist in Hobart geboren und in der Seglergemeinde unter dem Spitznamen Juggy bekannt. Obwohl er inzwischen in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island lebt und auf eine ansehnliche Karriere von Weltumseglungen und im America's Cup zurückblickt, ist er vom Wesen her immer ein tasmanischer Junge geblieben. Clougher hatte zuvor an acht Sydney Hobart Rennen teilgenommen und war 1998 auf Larry Ellisons „Sayonara“ als Erster ins Ziel gekommen.
Örtliche Verwandte und seine amerikanische Frau Kerry sowie die Kindern Zoe und Graeme waren unter den mehreren hundert Zeugen am Constitution Dock, als Sturgeon die Uhr an den völlig überraschten „Juggy“ mit der Bemerkung weitergab, Clougher sei das wertvollste Crewmitglied im australischen Auftakt der STP65-Kampagne der „Rosebud“ gewesen. Seine Rolle als Windbeobachter hoch oben im Mast war entscheidend, als er die Flautenlöcher an der Mündung des Flusses Derwent erkannte, die so besser umfahren werden konnten und deutlich weniger Zeit kosteten als anderen.
„Dies ist ein großer Schock für mich“, sagte ein perplexer Justin Clougher, „ich liebe das Segeln, und ich liebe Hobart. Die Möglichkeit zu haben, ein Rennen in die Heimat zu segeln, ist phantastisch. Ich habe es einfach genossen. Und das Boot dann noch in einer so starken Position nach Hause zu bringen, ist ein überwältigendes Gefühl. Ich war schlicht hingerissen.“ Der Beschenkte fuhr fort: „Ich habe keine Ahnung, was diese Uhr wert ist. Aber für mich ist das auch nebensächlich. Und ich glaube, es würde jedem anderen Segler im Feld genauso gehen. Du kannst die Uhr auf der Vorderseite abnehmen, aber ich würde die Platte auf der Rückseite mit den Worten ‚2007 Rolex Sydney Hobart Yacht Race' niemals hergeben.“
Das Rolex Sydney Hobart Yacht Race markierte den Höhepunkt und das Ende eines ungeschlagenen Rekords der „Rosebud“, die in Australien an drei Regatten teilnahm. Anfang Dezember gewann sie die IRC-Handicapdivision der SOLAS Big Boat Challenge im Hafen von Sydney und danach an gleicher Stelle die IRC Division 1 in der Rolex Trophy Rating Series.
Bei der offiziellen Preisverteilung am Neujahrestag im königlichen Yachtclub von Tasmanien in Sandy Bay machten seine Excellenz, der Gouverneur von Tasmanien, William Cox, und RYCT-Kommodore Alastair Douglas neben anderen Ehrengästen den Teilnehmern ihre Aufwartung. Aus den zahlreichen Trophäen und Auszeichnungen, die nach dem 628 Seemeilen langen Hochseeklassiker vergeben werden, stachen einige wenige besonders heraus. So wurde Bill Ratcliff aus Sydney das siebte Mitglied in der exklusiven Gruppe von Seglern, die in 40 Rolex Sydney Hobart Yacht Races teilgenommen haben. Dafür erhielt er das 40-Jahre-Medallion.
Er erinnerte sein erstes Hobart-Rennen in 1963 an Bord von Don Mickleboroughs Yacht „Southerly“ in ganz anderem Wetter als bei den jüngsten, ausgesprochen moderaten Bedingungen. „Es war ein sehr hartes Rennen damals“, erzählte er, „wir haben anderthalb Tage den Leuchtturm Tasman in Sicht gehabt, konnten ihn aber nicht umrunden. Es wehte nämlich bis 86 Knoten aus Süd.“
Ratcliff war in zehn Rennen Skipper seiner eigenen Yacht „Marara“, mit der er 1993 Dritter der Gesamtwertung nach Handicap wurde. Das 63. Rolex Sydney Hobart segelte er an Bord einer brandneuen C&C 11.5m von Eigner Andrew Dally, der früher bei ihm auf der „Marara“ zur Stammcrew gehörte. „Es war diesmal ein leichtes Rennen“, berichtete Ratcliff, „in der Bass Strait war überhaupt nichts los. Jemand hätte sie in einer Laserjolle überqueren können.“
Schon zum 44. Mal war Tony Cable dabei und stellte damit - genau wie der 80-Jährige Skipper Lou Abraham aus Melbourne - den Rekord des verstorbenen John Bennetto ein. Diesmal segelte Cable auf der „Phillips Foote Witchdoctor“. Da er immer für einen Spaß zu haben ist, hob er die Moral der Crew mit seinen Witzen und Liedern in vielen langen Stunden sowohl beim Trimmen auf der hohen Kante als auch während der Freiwache. Sein erstes Hobart segelte Cable 1961. Seitdem war er auf 19 verschiedenen Booten an Bord, unter anderem auf Bernard Lewis „Sovereign“, die in 1987 das Doppel schaffte, indem sie Erste im Ziel war und auch berechnet gewann.
Tony Cable genießt es, auf See zu sein, unabhängig von Ergebnissen. Wenn es rau wird auf dem Weg nach Hobart, ist er eine hilfreiche, erfahrene Hand an Bord. „Zahlen bedeuten mir herzlich wenig“, sagte er, „ich bin schon mit etwa 250 verschiedenen Typen nach Hobart gesegelt, vom Goldmedaillengewinner abwärts, und das untermauert meine Freude daran, was für ein einfacher Segler ich selbst doch bin.“
Die Yacht „The Goat“ unter Skipper Bruce Foye war so glücklich, nicht nur die zehn Boote starke Konkurrenz der Einheitsklasse Sydney 38 zu gewinnen, sondern auch noch eine Kollision mit einem Felsen überstanden zu haben. Das passierte beim Kreuzen dicht unter Land nur 50 Meter vor den gefährlichen, 900 Fuß (276 Meter) hohen Klippen von Tasman Island, 41 Seemeilen vor dem Ziel von Hobart. Beim Aufprall wurde die Bleiballastbombe glatt vom Kielschaft abgeschoren. Glücklicherweise gelang es der Mannschaft wegzuwenden, und so dem Schicksal eines Wracks zu entkommen. Dabei merkte die Crew bis zum Anleger in Hobart gar nicht, dass die Bombe fort war, obwohl ein erheblicher Geschwindigkeitsverlust darauf hindeutete, dass es am Kiel einen schweren Schaden gegeben haben musste.
Foye berichtete: „Es war Mitternacht, stockdunkel, und wir rundeten Tasman bei frischem Südwind. Wir waren schon nahezu um die Ecke herum. Wir sahen bereits die Lichter von Hobart und begannen, darauf zuzuhalten. Weil unser Satellitennavigationssystem ausgefallen war, konnten wir unseren Weg und Standort nicht exakt bestimmen. Und uns war nicht bewusst, dass dort an der Südseite der Küste so eine Untiefe liegt. Wir trafen den Felsen genau. Wir hatten den Eindruck, dass es ein relativ weicher Aufprall war, wendeten sofort weg und segelten weiter.“
Der Skipper ergänzte: „Wir haben wirklich nicht im Traum daran gedacht, dass da ein Stück vom Kiel fehlte. Aber es war fortan fast unmöglich, auf unsere Sollgeschwindigkeit zu kommen. Hinter uns kam ein ganzes Bündel von Lichtern immer näher. Das war eine sehr beängstigende Zeit.“ Und die Konkurrenz kam wirklich immer näher auf. Die zweitplatzierte Sydney 38 „Zen“ von Gordon Ketelbey verkürzte den Rückstand von anderthalb Seemeilen bis auf gerade noch 50 Meter im Ziel.
Ergebnisse
Klassensieger nach Handicap:
Division A: Quantum Racing, Ray Roberts, Farr Cookson 50
Division B: Rosebud, Roger Sturgeon, STP65
Division C: Chutzpah, Bruce Taylor, Reichel-Pugh 40
Division D: Mr. Beak's Ribs, David Beak, Beneteau 44.7
Division E: Zephyr, James Connell, Farr 1020
PHS A: Sailors with Disabilities, David Pescud, Lyons 54
PHS B: Namadgi, Rick Scott-Murphy, Bavaria 44
Sydney 38: The Goat, Bruce Foye & Mitchell Gordon
Cruising: Capriccio of Rhu, Michele Colenso, Oyster 55
Sieger nach gesegelter Zeit:
Wild Oats XI, Mark Richards, Reichel-Pugh 98 maxi
Richard de Leyser, Rolex Australia (R) presents Rolex Yacht-Master timepiece to Justin "Juggy" Clougher of Rosebud Hobart, 01-01-2008 Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2007 Trophy Presentation at the RYCS, Justin "Juggy" Clougher and Richard de Leyser, Rolex Australia ©Photo:ROLEX/Carlo Borlenghi
Bei der feierlichen Preisverteilung konnte Sturgeon nicht mehr persönlich anwesend sein, doch einen bleibenden Eindruck hinterließ er schon bei der informellen Siegerehrung im Hafen von Hobart. Neben dem Wanderpreis erhielt der Eigner eine edle Rolex Armbanduhr des Modells Yacht-Master und gab diese prompt an seinen Vorschiffsmann Justin Clougher weiter. Der ist in Hobart geboren und in der Seglergemeinde unter dem Spitznamen Juggy bekannt. Obwohl er inzwischen in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island lebt und auf eine ansehnliche Karriere von Weltumseglungen und im America's Cup zurückblickt, ist er vom Wesen her immer ein tasmanischer Junge geblieben. Clougher hatte zuvor an acht Sydney Hobart Rennen teilgenommen und war 1998 auf Larry Ellisons „Sayonara“ als Erster ins Ziel gekommen.
Örtliche Verwandte und seine amerikanische Frau Kerry sowie die Kindern Zoe und Graeme waren unter den mehreren hundert Zeugen am Constitution Dock, als Sturgeon die Uhr an den völlig überraschten „Juggy“ mit der Bemerkung weitergab, Clougher sei das wertvollste Crewmitglied im australischen Auftakt der STP65-Kampagne der „Rosebud“ gewesen. Seine Rolle als Windbeobachter hoch oben im Mast war entscheidend, als er die Flautenlöcher an der Mündung des Flusses Derwent erkannte, die so besser umfahren werden konnten und deutlich weniger Zeit kosteten als anderen.
„Dies ist ein großer Schock für mich“, sagte ein perplexer Justin Clougher, „ich liebe das Segeln, und ich liebe Hobart. Die Möglichkeit zu haben, ein Rennen in die Heimat zu segeln, ist phantastisch. Ich habe es einfach genossen. Und das Boot dann noch in einer so starken Position nach Hause zu bringen, ist ein überwältigendes Gefühl. Ich war schlicht hingerissen.“ Der Beschenkte fuhr fort: „Ich habe keine Ahnung, was diese Uhr wert ist. Aber für mich ist das auch nebensächlich. Und ich glaube, es würde jedem anderen Segler im Feld genauso gehen. Du kannst die Uhr auf der Vorderseite abnehmen, aber ich würde die Platte auf der Rückseite mit den Worten ‚2007 Rolex Sydney Hobart Yacht Race' niemals hergeben.“
Das Rolex Sydney Hobart Yacht Race markierte den Höhepunkt und das Ende eines ungeschlagenen Rekords der „Rosebud“, die in Australien an drei Regatten teilnahm. Anfang Dezember gewann sie die IRC-Handicapdivision der SOLAS Big Boat Challenge im Hafen von Sydney und danach an gleicher Stelle die IRC Division 1 in der Rolex Trophy Rating Series.
Bei der offiziellen Preisverteilung am Neujahrestag im königlichen Yachtclub von Tasmanien in Sandy Bay machten seine Excellenz, der Gouverneur von Tasmanien, William Cox, und RYCT-Kommodore Alastair Douglas neben anderen Ehrengästen den Teilnehmern ihre Aufwartung. Aus den zahlreichen Trophäen und Auszeichnungen, die nach dem 628 Seemeilen langen Hochseeklassiker vergeben werden, stachen einige wenige besonders heraus. So wurde Bill Ratcliff aus Sydney das siebte Mitglied in der exklusiven Gruppe von Seglern, die in 40 Rolex Sydney Hobart Yacht Races teilgenommen haben. Dafür erhielt er das 40-Jahre-Medallion.
Er erinnerte sein erstes Hobart-Rennen in 1963 an Bord von Don Mickleboroughs Yacht „Southerly“ in ganz anderem Wetter als bei den jüngsten, ausgesprochen moderaten Bedingungen. „Es war ein sehr hartes Rennen damals“, erzählte er, „wir haben anderthalb Tage den Leuchtturm Tasman in Sicht gehabt, konnten ihn aber nicht umrunden. Es wehte nämlich bis 86 Knoten aus Süd.“
Ratcliff war in zehn Rennen Skipper seiner eigenen Yacht „Marara“, mit der er 1993 Dritter der Gesamtwertung nach Handicap wurde. Das 63. Rolex Sydney Hobart segelte er an Bord einer brandneuen C&C 11.5m von Eigner Andrew Dally, der früher bei ihm auf der „Marara“ zur Stammcrew gehörte. „Es war diesmal ein leichtes Rennen“, berichtete Ratcliff, „in der Bass Strait war überhaupt nichts los. Jemand hätte sie in einer Laserjolle überqueren können.“
Schon zum 44. Mal war Tony Cable dabei und stellte damit - genau wie der 80-Jährige Skipper Lou Abraham aus Melbourne - den Rekord des verstorbenen John Bennetto ein. Diesmal segelte Cable auf der „Phillips Foote Witchdoctor“. Da er immer für einen Spaß zu haben ist, hob er die Moral der Crew mit seinen Witzen und Liedern in vielen langen Stunden sowohl beim Trimmen auf der hohen Kante als auch während der Freiwache. Sein erstes Hobart segelte Cable 1961. Seitdem war er auf 19 verschiedenen Booten an Bord, unter anderem auf Bernard Lewis „Sovereign“, die in 1987 das Doppel schaffte, indem sie Erste im Ziel war und auch berechnet gewann.
Tony Cable genießt es, auf See zu sein, unabhängig von Ergebnissen. Wenn es rau wird auf dem Weg nach Hobart, ist er eine hilfreiche, erfahrene Hand an Bord. „Zahlen bedeuten mir herzlich wenig“, sagte er, „ich bin schon mit etwa 250 verschiedenen Typen nach Hobart gesegelt, vom Goldmedaillengewinner abwärts, und das untermauert meine Freude daran, was für ein einfacher Segler ich selbst doch bin.“
Die Yacht „The Goat“ unter Skipper Bruce Foye war so glücklich, nicht nur die zehn Boote starke Konkurrenz der Einheitsklasse Sydney 38 zu gewinnen, sondern auch noch eine Kollision mit einem Felsen überstanden zu haben. Das passierte beim Kreuzen dicht unter Land nur 50 Meter vor den gefährlichen, 900 Fuß (276 Meter) hohen Klippen von Tasman Island, 41 Seemeilen vor dem Ziel von Hobart. Beim Aufprall wurde die Bleiballastbombe glatt vom Kielschaft abgeschoren. Glücklicherweise gelang es der Mannschaft wegzuwenden, und so dem Schicksal eines Wracks zu entkommen. Dabei merkte die Crew bis zum Anleger in Hobart gar nicht, dass die Bombe fort war, obwohl ein erheblicher Geschwindigkeitsverlust darauf hindeutete, dass es am Kiel einen schweren Schaden gegeben haben musste.
Foye berichtete: „Es war Mitternacht, stockdunkel, und wir rundeten Tasman bei frischem Südwind. Wir waren schon nahezu um die Ecke herum. Wir sahen bereits die Lichter von Hobart und begannen, darauf zuzuhalten. Weil unser Satellitennavigationssystem ausgefallen war, konnten wir unseren Weg und Standort nicht exakt bestimmen. Und uns war nicht bewusst, dass dort an der Südseite der Küste so eine Untiefe liegt. Wir trafen den Felsen genau. Wir hatten den Eindruck, dass es ein relativ weicher Aufprall war, wendeten sofort weg und segelten weiter.“
Der Skipper ergänzte: „Wir haben wirklich nicht im Traum daran gedacht, dass da ein Stück vom Kiel fehlte. Aber es war fortan fast unmöglich, auf unsere Sollgeschwindigkeit zu kommen. Hinter uns kam ein ganzes Bündel von Lichtern immer näher. Das war eine sehr beängstigende Zeit.“ Und die Konkurrenz kam wirklich immer näher auf. Die zweitplatzierte Sydney 38 „Zen“ von Gordon Ketelbey verkürzte den Rückstand von anderthalb Seemeilen bis auf gerade noch 50 Meter im Ziel.
Ergebnisse
Klassensieger nach Handicap:
Division A: Quantum Racing, Ray Roberts, Farr Cookson 50
Division B: Rosebud, Roger Sturgeon, STP65
Division C: Chutzpah, Bruce Taylor, Reichel-Pugh 40
Division D: Mr. Beak's Ribs, David Beak, Beneteau 44.7
Division E: Zephyr, James Connell, Farr 1020
PHS A: Sailors with Disabilities, David Pescud, Lyons 54
PHS B: Namadgi, Rick Scott-Murphy, Bavaria 44
Sydney 38: The Goat, Bruce Foye & Mitchell Gordon
Cruising: Capriccio of Rhu, Michele Colenso, Oyster 55
Sieger nach gesegelter Zeit:
Wild Oats XI, Mark Richards, Reichel-Pugh 98 maxi
Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2007
Rosebud off Organ pipes 2007 Rolex Sydney Hobart Yacht Race ©ROLEX/ Carlo Borlenghi
US-Neubau "Rosebud" berechnet Gesamtsieger beim 63. Rolex Sydney Hobart Yacht Race
29. Dezember 2007 - „Hinreißend, kaum zu glauben.“ Das waren die ersten Worte von Roger Sturgeon aus Fort Lauderdale in Florida/USA, als der Eigner im Zielhafen von Hobart auf Tasmanien erfuhr, dass er mit seiner Segelyacht „Rosebud“ gegen 81 Konkurrenten das 63. Rolex Sydney Hobart Yacht Race nach berechneter Zeit gewonnen hatte. Der Neubau vom Typ der STP65-Klasse siegte auf der 628 Seemeilen langen Traditionsregatta von Sydney aus vor den einheimischen Booten „Ragamuffin“ von Syd Fischer und „Quantum Racing“ von Ray Roberts. Bob Oatleys 30-Meter-Supermaxiyacht „Wild Oats XI“ (ebenfalls Australien), die zum dritten Mal in Folge als Erste im Ziel gefeiert worden war, lag am Ende aufgrund des Handicapfaktors in der Ergebnisliste mehr als fünf Stunden hinter der „Rosebud“.
„Nur wir selbst wissen genau, wie hart wir über mehrere Jahre auf dieses Projekt hingearbeitet haben“, meinte Roger Sturgeon, „wir hatten einen Plan und haben diesen zielgerichtet verfolgt. Es ist unglaublich, bei all den Zeichen, die dagegen sprachen. Wir sind außer uns vor Freude.“ Obwohl am Wochenende noch etliche Schiffe auf der Regattastrecke unterwegs waren, gab der Kommodore des veranstaltenden Cruising Yacht Club of Australia, Matt Allen, die „Rosebud“ bereits als Gesamtsiegerin bekannt. Es ist nach Ted Turners „American Eagle“ in 1972 und der „Kialoa III“ (Jim Kilroy) 1977 erst die dritte US-Yacht, die den Hochseeklassiker gewann.
Für den Gesamtsieg nach IRC-Wertung wird Sturgeon die begehrteste Trophäe des Rolex Sydney Hobart Race bekommen, den Tattersall's Cup. Die Hoffnung der Crews kleinerer Yachten im Feld auf die prestigeträchtige Silberkanne schwand bereits am Sonnabend (29. Dezember) durch eine nächtliche Flaute sowie drehende und entgegenkommende Winde. Die theoretische Möglichkeit, noch in die Spitzengruppe einzugreifen, blieb praktisch unerfüllbar.
Als die „Rosebud“ schon an der St. Elizabeth Pier von Hobart festgemacht hatte, kämpften ihre härtesten Widersacherinnen noch vor der tasmanischen Küste um den Sieg. Die Cookson 50 „Quantum Racing“ hatte das Gesamtklassement zunächst vor der TP52 „Ragamuffin“ und der australischen Reichel/Pugh 55 „Yendys“ von Geoff Ross angeführt. Doch als das Trio nach einem rasanten Vorwindgang bei starkem Nordwestwind auf die Zielgerade der letzten 41 Seemeilen einbog, würfelte eine schwache Brise die Platzierungen nochmals durcheinander.
Mitten in der Nacht lieferten sich die drei Boote wiederum unter Spinnakern ein hochspannendes Finale, in dem die „Quantum Racing“ die „Yendys“ auf der Ziellinie um ganze zwei Sekunden schlug. Die „Ragamuffin“ folgte sechs Minuten und 42 Sekunden zurück, was ihr berechnet dennoch zum zweiten Platz reichte. Allein die „Rosebud“ konnte sie nicht mehr gefährden. Deren kalkulierte Zeit war eine Stunde, 21 Minuten und 33 Sekunden schneller sowie weitere 36 Minuten als die der „Quantum Racing“.
Der Drittplatzierte Ray Roberts analysierte: „Unser Boot eignete sich wirklich ideal für diese Art des Rolex Sydney Hobart, weil es gleich zwei Vorwindabschnitte bei frischem bis starkem Wind gab. Vor allem auf dem letzten Teil vor der Küste Tasmaniens sind wir mit 22 bis 24 Knoten (fast 40 km/h, d. Red.) die Wellen hinunter gesurft. Das war phantastisch, dort haben wir auch viel Zeit gegen die ‚Rosebud' aufgeholt.“
Und weiter: „Außerdem machten wir sieben Seemeilen auf die ‚Ragamuffin' gut und ungefähr genauso viele auf die ‚Yendys'. An der Landecke Tasmaniens sah es anfangs sehr gut für uns aus. Leider gerieten wir kurz darauf in eine Flaute und verbrachten eine Stunde mehr oder weniger auf der Stelle. Hinter Raoul hatten wir noch eine Phase, in der wir nur zwei Knoten fuhren.“
Als die südöstliche Brise auf halbem Weg den Fluss Derwent hinauf auf nördliche Richtungen drehte, ging es noch langsamer voran. „Am Leuchtturm Tasman hatten wir 14 Seemeilen Vorsprung auf Syd (Fischer), und die hat er auf dem Weg nach Norden komplett egalisiert“, berichtete Roberts, „das war eine ernüchternde Erfahrung. Zunächst dachte ich, ‚du Glücklicher, dies ist dein Jahr'. Ich versuche das Rennen seit 1984 zu gewinnen, und dachte nun sei meine große Chance gekommen. Und ich muss zugeben, als die Hoffnungen schwanden, musste ich fast den ganzen Morgen für mich allein dasitzen, um meine Gedanken wieder zu ordnen. Nach einem Wechselbad der Gefühle von den Erwartungen bis zur absoluten Enttäuschung musst du am Ende des Tages eingestehen, dass es nur eine Segelregatta ist und die Konzentration wieder dem Alltag zu gelten hat und du am besten einfach weitermachst.“
Syd Fischer war nicht traurig über das Endergebnis, sondern hocherfreut über die Leistung seiner neusten „Ragamuffin“. Er hatte die TP52 von Roy Disney gebraucht gekauft, und das Farr-Design mit einem neuen Kiel ausgestattet, der am Wind eine höhere Stabilität und mehr Vortrieb brachte.
„Zeitweise waren wir am fliegen, bis fast 30 Knoten schnell“, sagte Fischer, „das Boot ist ganz anders als die anderen, die ich bisher hatte. Vor dem Wind muss die ganze Crew weit hinten im Cockpit sitzen. Dann kommt das Vorschiff so richtig aus dem Wasser heraus und beerdigt sich auch nicht selbst, wenn es durch die Wellen geht. Solange das Gewicht an der richtigen Stelle platziert ist, bleibt das Boot immer gut getrimmt. Zwar kommt eine Menge Wasser übers Deck geschossen, aber die Yacht taucht nicht so tief wie ein U-Boot ein und wird deshalb auch nicht so stark abgebremst.“
War der zweite Platz ein guter Erfolg? „Ja, ich hatte schon ein paar davon“, sagte der Mann der wenigen Worte.
Bruce Taylor, Eigner der brandneuen Reichel/Pugh 40 „Chutzpah“, auch ein Kandidat für den Tattersall's Cup, war ähnlich begeistert über das Bootpotential und weniger enttäuscht über den vierten Gesamtrang. Vor den Wind erreichte das Boot zweimal eine Spitzengeschwindigkeit von 25,4 Knoten und lief über mehrere Minuten mehr als 20 Knoten. „Das Boot ist vor dem Wind eine Rakete wie eine kleine Volvo 70“, so der Eigner. Der Gesamtsieg sei jedoch nicht am Ende verloren gegangen, sondern schon in der zweiten Regattanacht in der Bass-Straße, als sie in eine Flaute geraten seien und sechs Stunden lang nur vier Knoten Fahrt machten.
Der Drittplatzierte Ray Roberts analysierte: „Unser Boot eignete sich wirklich ideal für diese Art des Rolex Sydney Hobart, weil es gleich zwei Vorwindabschnitte bei frischem bis starkem Wind gab. Vor allem auf dem letzten Teil vor der Küste Tasmaniens sind wir mit 22 bis 24 Knoten (fast 40 km/h, d. Red.) die Wellen hinunter gesurft. Das war phantastisch, dort haben wir auch viel Zeit gegen die ‚Rosebud' aufgeholt.“
Und weiter: „Außerdem machten wir sieben Seemeilen auf die ‚Ragamuffin' gut und ungefähr genauso viele auf die ‚Yendys'. An der Landecke Tasmaniens sah es anfangs sehr gut für uns aus. Leider gerieten wir kurz darauf in eine Flaute und verbrachten eine Stunde mehr oder weniger auf der Stelle. Hinter Raoul hatten wir noch eine Phase, in der wir nur zwei Knoten fuhren.“
Als die südöstliche Brise auf halbem Weg den Fluss Derwent hinauf auf nördliche Richtungen drehte, ging es noch langsamer voran. „Am Leuchtturm Tasman hatten wir 14 Seemeilen Vorsprung auf Syd (Fischer), und die hat er auf dem Weg nach Norden komplett egalisiert“, berichtete Roberts, „das war eine ernüchternde Erfahrung. Zunächst dachte ich, ‚du Glücklicher, dies ist dein Jahr'. Ich versuche das Rennen seit 1984 zu gewinnen, und dachte nun sei meine große Chance gekommen. Und ich muss zugeben, als die Hoffnungen schwanden, musste ich fast den ganzen Morgen für mich allein dasitzen, um meine Gedanken wieder zu ordnen. Nach einem Wechselbad der Gefühle von den Erwartungen bis zur absoluten Enttäuschung musst du am Ende des Tages eingestehen, dass es nur eine Segelregatta ist und die Konzentration wieder dem Alltag zu gelten hat und du am besten einfach weitermachst.“
Syd Fischer war nicht traurig über das Endergebnis, sondern hocherfreut über die Leistung seiner neusten „Ragamuffin“. Er hatte die TP52 von Roy Disney gebraucht gekauft, und das Farr-Design mit einem neuen Kiel ausgestattet, der am Wind eine höhere Stabilität und mehr Vortrieb brachte.
„Zeitweise waren wir am fliegen, bis fast 30 Knoten schnell“, sagte Fischer, „das Boot ist ganz anders als die anderen, die ich bisher hatte. Vor dem Wind muss die ganze Crew weit hinten im Cockpit sitzen. Dann kommt das Vorschiff so richtig aus dem Wasser heraus und beerdigt sich auch nicht selbst, wenn es durch die Wellen geht. Solange das Gewicht an der richtigen Stelle platziert ist, bleibt das Boot immer gut getrimmt. Zwar kommt eine Menge Wasser übers Deck geschossen, aber die Yacht taucht nicht so tief wie ein U-Boot ein und wird deshalb auch nicht so stark abgebremst.“
War der zweite Platz ein guter Erfolg? „Ja, ich hatte schon ein paar davon“, sagte der Mann der wenigen Worte.
Bruce Taylor, Eigner der brandneuen Reichel/Pugh 40 „Chutzpah“, auch ein Kandidat für den Tattersall's Cup, war ähnlich begeistert über das Bootpotential und weniger enttäuscht über den vierten Gesamtrang. Vor den Wind erreichte das Boot zweimal eine Spitzengeschwindigkeit von 25,4 Knoten und lief über mehrere Minuten mehr als 20 Knoten. „Das Boot ist vor dem Wind eine Rakete wie eine kleine Volvo 70“, so der Eigner. Der Gesamtsieg sei jedoch nicht am Ende verloren gegangen, sondern schon in der zweiten Regattanacht in der Bass-Straße, als sie in eine Flaute geraten seien und sechs Stunden lang nur vier Knoten Fahrt machten.
Freitag, 21. Dezember 2007
Segeln fast bis untern Weihnachtsbaum
„Im Wintertraining werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison gelegt“, erklären die vier Olympiahoffnungen des pinta racing teams unisono, „da wird auch viel Material getestet und mal eine Trimmeinstellung ausprobiert, die während der Regattahochsaison zu riskant wäre.“ Und kleinere, weniger bedeutende Regatten werden zwischendurch genutzt, um die Erkenntnisse unter Wettkampfbedingungen anzuwenden.
Für Rothweiler/Kussatz ist das noch bis Sonnabend (22. Dezember) die traditionelle Weihnachtsregatta an der Costa Brava. „Unter den 13 Frauenteams sind zwar nur vier internationale Größen dabei“, berichtet die Steuerfrau, „aber wir segeln in einem gemeinsamen Feld mit den Männern und haben so genügend Gegner auf der Bahn.“ Nach einer Frühstartdisqualifikation im vierten Rennen verpassten sie zunächst den Sprung an die Spitze des Felds, holten das aber im weiteren Regattaverlauf nach.
Das gleiche Frühstart-Schicksal ereilte Marc Pickel und Ingo Borkowski beim Commodore’s Cup des Coral Reef Yacht Clubs von Miami schon im ersten Rennen, in dem sie nach überlegener Führung Dritte geworden waren. So blieb dem Duo am Ende Rang vier, während ihre Sparringspartner John Dane und Austin Sperry, die US-amerikanischen Olympianominierten, siegten. „Aber unsere Bootsgeschwindigkeit stimmte“, so der Steuermann, „und das war das Wichtigste.“
Das gemeinsame Training mit den amtierenden Weltmeistern Hamish Pepper und Carl Williams aus Neuseeland zahle sich bereits aus. Pepper/Williams gehören zu den Topfavoriten auf Edelmetall im August 2008 in Qingdao/China. Das Duo hilft auch, die von Marc Pickel selbst gebauten Starboote miteinander zu vergleichen, denn sie trainieren zeitweise auch auf einem seiner Eigenbauten. Pickel: „Da die Unterschiede oft nur minimal sind, müssen beide Crews beim Anpassen hochkonzentriert arbeiten. Das klappt hervorragend, dabei sind die Jungs wirklich Profis.“ So konnte es der 36-Jährige Kieler auch verschmerzen, dass den Weltmeistern in der Trainingsregatta der Mast brach, einer aus dem Köcher des deutschen Teams.
Während der Bootsbauer vor den Festtagen noch in seiner Werfthalle am Nord-Ostsee-Kanal ein paar Handgriffe an der Baunummer drei zu erledigen hat, freuen sich die 470er-Frauen auf die Heimreise am vierten Advent. „Weihnachten und der Jahreswechsel werden zu Hause gefeiert“, sagt Steffi Rothweiler, „das ist auch eine schöpferische Pause.“ Denn am 7. Januar steigt die Mannschaft bereits ins Flugzeug nach Australien, wo Mitte des Monats in Melbourne die 470er-Weltmeisterschaft stattfindet. „Wir haben im Hinblick auf Olympia zwar keinen Qualifikationsdruck mehr“, erklärt Vivien Kussatz, „aber wir wollen mit einer Topplatzierung auf dem Windrevier ein Ausrufezeichen setzen.“ Denn während die Europameisterinnen 2006 und 07 als Leichtwindspezialistinnen gelten, haben sie sich zuletzt auch bei ihren vermeintlich ungeliebten Bedingungen, die auch bei der WM zu erwarten sind, stark verbessert.
Für Pickel/Borkowski geht die Reise nach dem Jahreswechsel wieder zurück in die „zweite Heimat“ nach Florida. Die gesamte Weltspitze trainiert hier in den Wintermonaten, denn nach der Rolex Miami Olympic Classes Regatta und dem Bacardi Cup findet hier im April auch die Starboot-Weltmeisterschaft statt. Für das pinta racing team ist die WM von großer Bedeutung, entscheidet sie doch über eine direkte Nominierung für die Olympischen Spiele oder eine nationale Ausscheidung im Mai. Letzteres wäre nötig, wenn Robert Stanjek und Marcus Koy (Rostock/Hamburg) bei der WM unter die ersten Zehn kämen. „Wir wollen es natürlich am liebsten nicht auf eine Ausscheidung ankommen lassen und hätte die Fahrkarten nach unser erfolgreichen Saison 2007 lieber heute als morgen in der Tasche“, so Marc Pickel abschließend.
Für Rothweiler/Kussatz ist das noch bis Sonnabend (22. Dezember) die traditionelle Weihnachtsregatta an der Costa Brava. „Unter den 13 Frauenteams sind zwar nur vier internationale Größen dabei“, berichtet die Steuerfrau, „aber wir segeln in einem gemeinsamen Feld mit den Männern und haben so genügend Gegner auf der Bahn.“ Nach einer Frühstartdisqualifikation im vierten Rennen verpassten sie zunächst den Sprung an die Spitze des Felds, holten das aber im weiteren Regattaverlauf nach.
Das gleiche Frühstart-Schicksal ereilte Marc Pickel und Ingo Borkowski beim Commodore’s Cup des Coral Reef Yacht Clubs von Miami schon im ersten Rennen, in dem sie nach überlegener Führung Dritte geworden waren. So blieb dem Duo am Ende Rang vier, während ihre Sparringspartner John Dane und Austin Sperry, die US-amerikanischen Olympianominierten, siegten. „Aber unsere Bootsgeschwindigkeit stimmte“, so der Steuermann, „und das war das Wichtigste.“
Das gemeinsame Training mit den amtierenden Weltmeistern Hamish Pepper und Carl Williams aus Neuseeland zahle sich bereits aus. Pepper/Williams gehören zu den Topfavoriten auf Edelmetall im August 2008 in Qingdao/China. Das Duo hilft auch, die von Marc Pickel selbst gebauten Starboote miteinander zu vergleichen, denn sie trainieren zeitweise auch auf einem seiner Eigenbauten. Pickel: „Da die Unterschiede oft nur minimal sind, müssen beide Crews beim Anpassen hochkonzentriert arbeiten. Das klappt hervorragend, dabei sind die Jungs wirklich Profis.“ So konnte es der 36-Jährige Kieler auch verschmerzen, dass den Weltmeistern in der Trainingsregatta der Mast brach, einer aus dem Köcher des deutschen Teams.
Während der Bootsbauer vor den Festtagen noch in seiner Werfthalle am Nord-Ostsee-Kanal ein paar Handgriffe an der Baunummer drei zu erledigen hat, freuen sich die 470er-Frauen auf die Heimreise am vierten Advent. „Weihnachten und der Jahreswechsel werden zu Hause gefeiert“, sagt Steffi Rothweiler, „das ist auch eine schöpferische Pause.“ Denn am 7. Januar steigt die Mannschaft bereits ins Flugzeug nach Australien, wo Mitte des Monats in Melbourne die 470er-Weltmeisterschaft stattfindet. „Wir haben im Hinblick auf Olympia zwar keinen Qualifikationsdruck mehr“, erklärt Vivien Kussatz, „aber wir wollen mit einer Topplatzierung auf dem Windrevier ein Ausrufezeichen setzen.“ Denn während die Europameisterinnen 2006 und 07 als Leichtwindspezialistinnen gelten, haben sie sich zuletzt auch bei ihren vermeintlich ungeliebten Bedingungen, die auch bei der WM zu erwarten sind, stark verbessert.
Für Pickel/Borkowski geht die Reise nach dem Jahreswechsel wieder zurück in die „zweite Heimat“ nach Florida. Die gesamte Weltspitze trainiert hier in den Wintermonaten, denn nach der Rolex Miami Olympic Classes Regatta und dem Bacardi Cup findet hier im April auch die Starboot-Weltmeisterschaft statt. Für das pinta racing team ist die WM von großer Bedeutung, entscheidet sie doch über eine direkte Nominierung für die Olympischen Spiele oder eine nationale Ausscheidung im Mai. Letzteres wäre nötig, wenn Robert Stanjek und Marcus Koy (Rostock/Hamburg) bei der WM unter die ersten Zehn kämen. „Wir wollen es natürlich am liebsten nicht auf eine Ausscheidung ankommen lassen und hätte die Fahrkarten nach unser erfolgreichen Saison 2007 lieber heute als morgen in der Tasche“, so Marc Pickel abschließend.
Montag, 17. Dezember 2007
Karpfen auf der Fahrbahn
Seinen Augen nicht trauen wollte ein 22-jähriger Autofahrer, als er am Donnerstagabend, gegen 19.45 auf der Friedrichshafener Strasse in Eriskirch plötzlich mehrere zappelnde Karpfen auf der Fahrbahn bemerkte.
Nachdem sich das ungläubige Staunen des Mannes wieder gelegt hatte, verständigte er unverzüglich drei Feuerwehrmänner in dem angrenzenden Feuerwehrhaus, die daraufhin insgesamt 21 lebende Karpfen einsammelten und anschließend in einem Wasserbassin bei der Feuerwehr wieder "aussetzten". Eine von dem Sachverhalt verständigte Polizeistreife konnte das Rätsel über den plötzlichen Fischreichtum auf Eriskirchs Straßen dann auch schnell lösen, nachdem sie verdächtige Wasserspur bis zu einem Berufsfischer in Friedrichshafen führte. Wie dort in Erfahrung gebracht wurde, hatte ein Autofahrer dort kurz zuvor eine Fuhre Karpfen abgeholt, die er in einem offenen Bassin auf einem Autoanhänger abtransportierte. Bei einem harten Bremsmanöver in Eriskirch schwappten etliche der Fische über den Beckenrand und landeten auf der Fahrbahn. Den Teilverlust seiner Ladung nicht bemerkend war der Mann anschließend weitergefahren. Er konnte zwischenzeitlich jedoch ausfindig gemacht werden und hat die Abholung seiner verlorenen Karpfen bereits zugesagt.
Nachdem sich das ungläubige Staunen des Mannes wieder gelegt hatte, verständigte er unverzüglich drei Feuerwehrmänner in dem angrenzenden Feuerwehrhaus, die daraufhin insgesamt 21 lebende Karpfen einsammelten und anschließend in einem Wasserbassin bei der Feuerwehr wieder "aussetzten". Eine von dem Sachverhalt verständigte Polizeistreife konnte das Rätsel über den plötzlichen Fischreichtum auf Eriskirchs Straßen dann auch schnell lösen, nachdem sie verdächtige Wasserspur bis zu einem Berufsfischer in Friedrichshafen führte. Wie dort in Erfahrung gebracht wurde, hatte ein Autofahrer dort kurz zuvor eine Fuhre Karpfen abgeholt, die er in einem offenen Bassin auf einem Autoanhänger abtransportierte. Bei einem harten Bremsmanöver in Eriskirch schwappten etliche der Fische über den Beckenrand und landeten auf der Fahrbahn. Den Teilverlust seiner Ladung nicht bemerkend war der Mann anschließend weitergefahren. Er konnte zwischenzeitlich jedoch ausfindig gemacht werden und hat die Abholung seiner verlorenen Karpfen bereits zugesagt.
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