Donnerstag, 29. April 2010

Tradition und Moderne am letzten Maiwochenende

29.04.10 - Die Internationale Bodenseewoche 2010 lockt am letzten Maiwochenende.

(IBN) Classic and modern racing treffen sich am letzten Maiwochenende bei der Bodenseewoche. Neben den 'großen' Yachten können fast originalgetreue Miniatur-Nachbauten moderner und klassischer Segelyachten beim Schaufahren bewundert werden. Die Schönheit des Wassersports präsentiert sich mitten im Konstanzer Stadthafen in seiner ganzen Bandbreite. So können nicht nur die Segelyachten, sondern auch klassische Motorboote mit zeitlos schnittigen Formen und sattem Motorensound sowie historische Dampfboote mit Wasserdampfantriebstechnik aus dem 19. Jh. hautnah bewundert werden.

Ruderwettkämpfe, wie die bekannte Achter-Ruderregatta "3 Miles of Constance" nach dem Vorbild "Oxford - Cambridge" oder das neu aufgelegte "Stilrudern", welches zu Beginn des 20. Jahrhunderts extra für Frauen entwickelt wurde, zeigen die Vielfalt des Rudersports aus über einem Jahrhundert.

Auch an Land bietet sich dem Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Elegante und liebevoll gepflegte Oldtimer-Automobile und brummende gigantische Lanz Bulldogs treffen sich mitten auf der Hafenpromenade zum Oldtimer-Treffen.

Gespannt darf man sein auf die spektakuläre Wasserski-Show mit atemberaubender Akrobatik, sowie auf die abendlichen Hafenkonzerte. Musikalisch bietet sich ein breites Spektrum von klassischen Werken über Fanfaren- und Filmmusik bis hin zu Modern Classics und italienischen Kompositionen.

Infos unter www.bodenseewoche.com

Verordnung zur Kurtaxe für Yachten in Kroatien 2010 in Kraft

29.04.10 - Wie von der zuständigen kroatischen Behörde mitgeteilt wurde, ist die neue Verordnung über die Kurtaxe für Yachtskipper, die in Zagreb am 18. März 2010 beschlossen wurde, in Kraft getreten.

Danach wird die Kurtaxe einheitlich für das Boot (und nicht mehr wie früher nach der Personenzahl) bei der Anmeldung im Hafenamt berechnet und muß auch dort bezahlt werden. Als Beleg wird eine (weitere) Vignette ausgegeben, die an der Yacht anzubringen ist. Die Quittung ist ebenfalls an Bord mitzuführen.

Folgende Preise wurden festgelegt [Preise der Kurtaxe für Yachten in Kroatien 2010 (nichtamtliche Übersetzung)]:

Bootslänge - Aufenthaltsdauer / Preis in Kuna
5 – 9 Meter
bis 8 Tage 150,00
bis 15 Tage 300,00
bis 30 Tage 400,00
bis 90 Tage 600,00
bis 1 Jahr 1.000,00

9—12 Meter
bis 8 Tage 200,00
bis 15 Tage 350,00
bis 30 Tage 500,00
bis 90 Tage 650,00
bis 1 Jahr 1.100,00

12 – 15 Meter
bis 8 Tage 300,00
bis 15 Tage 400,00
bis 30 Tage 600,00
bis 90 Tage 750,00
bis 1 Jahrf 1.300,00

15 – 20 Meter
bis 8 Tage 400,00
bis 15 Tage 500,00
bis 30 Tage 700,00
bis 90 Tage 850,00
bis 1 Jahr 1.500,00

über 20 Meter
bis 8 Tage 600,00
bis 15 Tage 800,00
bis 30 Tage 1.000,00
bis 90 Tage 1.300,00
bis 1 Jahr 1.700,00

Der Originaltext der "Preisliste" ist unter www.nautik-verlag.de/gesetze veröffentlicht.

Überraschenden Zuspruch zur Premiere in ULTRAMARIN

29.04.10 - Die erste INWATER-BOATSHOW des Jahres 2010 am Bodensee hat schon im Vorfeld einen überraschend großen Zuspruch bekommen: An den beiden Messetage, 1. und 2. Mai, werden 50 Aussteller an Land und im Hafenbecken von ULTRAMARIN, die Meichle + Mohr Marina in Kressbronn-Gohren, 40 neue Segel- und Motorboote zeigen. Der Eintritt zur Show und zu den an beiden Tagen stattfindenden Vorführungen und Vorträgen ist frei, auch zu denen der Segellegende Bobby Schenk.

Die bisher einmalige Präsentation von Segel- und Motorbooten in dem mit über 1.400 Yachten größten Freizeithafen am Bodensee wird dem traditionellen Start in die Wassersport-Saison ein neues Glanzlicht aufsetzen. Nahezu alle namhaften europäischen Hersteller werden ihre für den Bodensee geeigneten Schiffe nach Kressbronn-Gohren bringen. Bavaria, Dehler, Bénéteau, Dufour, J-Boats, X-Yachts, aber auch die österreichische Motorbootwerft Frauscher sowie Sealine oder Windy sind vertreten. Bavaria etwa führt an Land und im Wasser die Cruiser 32 und Dehler den sportlichen Allrounder Dehler 35 vor. Ihr Kommen zugesagt haben einige Bodenseewerften, die die traditionell gefertigten Holzboote zeigen wollen. In den Zelten und Pavillons an Land werden Segelkleidung, maritime Mode für den Landgang, modernste Marine-Elektronik, Navigations- und Radargeräte vorgeführt. “Wir wollen mit der INWATER BOATSHOW unter Seglern und Motorbootfahrern, aber auch unter Neueinsteigern die Freude auf die neue Saison wecken und Appetit aufs Meer machen³, nennt ULTRAMARIN-Geschäftsführer Clemens Meichle die Gründe für die Ausstellung. Einmalig sei diese auch, weil viele Boote im Wasser gezeigt werden.

Audi startet mit eigenem Team im MedCup

29.04.10 - Ingolstadt / Audi ist bereits im dritten Jahr Namensgeber und Titelsponsor der weltweit beliebtesten Regattaserie, jetzt geht auch ein eigenes Boot in den Farben der Marke mit den Vier Ringen an den Start: Das "Audi A1 Team powered by ALL4ONE" erlebt seine Premiere beim Saisonauftakt des MedCup vom 11. bis 16. Mai in Portugal.

Damit sorgt der neue Audi A1 nicht nur auf den Straßen für Furore, sondern auch auf dem Wasser: Das Logo des Newcomers leuchtet zusammen mit den Vier Ringen auf dem über 200 Quadratmeter großen Spinnaker-Segel. Das Boot der TP52-Klasse ist knapp 16 Meter lang, wiegt dank Leichtbauweise nur 7.500 Kilogramm und besitzt damit besonders dynamische Segeleigenschaften. Es wird nicht nur bei den fünf Regatten des Audi MedCup zwischen Mai und September starten, sondern auch bei den TP52-Weltmeisterschaften im Oktober auf Sizilien.

"Wir begleiten den Audi MedCup schon einige Jahre als Partner und sind von dem sportlichen Wettkampf auf höchstem Niveau ebenso begeistert wie von den Präsentationsmöglichkeiten auf dem Wasser und an der Küste", sagt Lothar Korn, Leiter Marketing Kommunikation. "Die zusätzliche Unterstützung des deutsch-französischen Bootes ermöglicht uns jetzt eine enge Anbindung ans Team. Damit können wir unseren Gästen und Kunden ein unvergessliches Sporterlebnis bieten."

Die deutsch-französische Mannschaft "ALL4ONE", die im September 2009 von Stéphane Kandler und Jochen Schümann gegründet wurde, setzt sich aus einer Vielzahl internationaler Profis zusammen: Neben sieben Mitgliedern aus Deutschland und Frankreich sind auch Segler aus Spanien, Italien, Australien, den Niederlanden und der Schweiz mit an Bord. Die Mannschaft vereint zahlreiche Teilnahmen am Audi MedCup in den vergangenen Jahren auf sich.

Das Boot repräsentiert den Kieler Yacht Club und den Cercle de la Voile de Paris und befindet sich derzeit in seinem Heimathafen Valencia. Von dort geht es direkt zum Saisonauftakt des Audi MedCup, der vom 11. bis 16. Mai vor Cascais (Portugal) ausgetragen wird. Danach folgen Regatten in Marseille (Frankreich, 15. bis 20. Juni), Barcelona (Spanien, 20. bis 25. Juli), Cartagena (Spanien, 24. bis 29. August) und Cagliari (Italien, 20. bis 25. September).

Mittwoch, 28. April 2010

Überraschenden Zuspruch zur Premiere in ULTRAMARIN

28.04.10 - Die erste INWATER-BOATSHOW des Jahres 2010 am Bodensee hat schon im Vorfeld einen überraschend großen Zuspruch bekommen: An den beiden Messetage, 1. und 2. Mai, werden 50 Aussteller an Land und im Hafenbecken von ULTRAMARIN, die Meichle + Mohr Marina in Kressbronn-Gohren, 40 neue Segel- und Motorboote zeigen. Der Eintritt zur Show und zu den an beiden Tagen stattfindenden Vorführungen und Vorträgen ist frei, auch zu denen der Segellegende Bobby Schenk.

Die bisher einmalige Präsentation von Segel- und Motorbooten in dem mit über 1.400 Yachten größten Freizeithafen am Bodensee wird dem traditionellen Start in die Wassersport-Saison ein neues Glanzlicht aufsetzen. Nahezu alle namhaften europäischen Hersteller werden ihre für den Bodensee geeigneten Schiffe nach Kressbronn-Gohren bringen. Bavaria, Dehler, Bénéteau, Dufour, J-Boats, X-Yachts, aber auch die österreichische Motorbootwerft Frauscher sowie Sealine oder Windy sind vertreten. Bavaria etwa führt an Land und im Wasser die Cruiser 32 und Dehler den sportlichen Allrounder Dehler 35 vor. Ihr Kommen zugesagt haben einige Bodenseewerften, die die traditionell gefertigten Holzboote zeigen wollen. In den Zelten und Pavillons an Land werden Se-gelkleidung, maritime Mode für den Landgang, modernste Marine-Elektronik, Navigations- und Radargeräte vorgeführt. „Wir wollen mit der INWATER BOATSHOW unter Seglern und Motorbootfahrern, aber auch unter Neueinsteigern die Freude auf die neue Saison wecken und Appetit aufs Meer machen“, nennt ULTRAMARIN-Geschäftsführer Clemens Meichle die Gründe für die Ausstellung. Einmalig sei diese auch, weil viele Boote im Wasser gezeigt werden.

Langeweile dürfte an den beiden Messetagen ebenfalls nicht aufkommen: Auf dem „Geocaching Kurs“ im Hafenareal werden die Besucher das Navigieren mit modernsten GPS-Geräten üben und dabei nach ver-steckten Schätzen suchen. Das Match Center Germany lädt zum Mitsegeln ein. Vor der Hafeneinfahrt gibt es Wasserski- und Wakeboard-Vorführungen. Um das leibliche Wohl der Gäste kümmern sich die Restaurants der Marina. Für de kleinen Besucher gibt es ein Rahmenprogramm mit Überraschungen. Wer am ersten Mai-Wochenende mit dem Boot kommt, wird genug Liegeplätze vorfinden. Den Autofahrern stehen große Parkplätze zur Verfügung. Info: www.ultramarin.com/inwaterboatshow.html


Anschauen und Testen: Die erste INWATER-BOATSHOW wird am 1. und 2. Mai 2010 in ULTRAMARIN, die Meichle + Mohr Marina, in Kressbronn-Gohren und damit direkt am Bodenseeufer über die Bühne gehen. Gezeigt werden die Motor- und Segelboote an Land und im Hafenbecken der Marina. Bild: M+M

Montag, 26. April 2010

Kaltes Vergnügen, Heiße Musik - Regattaauftakt für die Dickschiffe

26.04.10 - Am 30. April werden wieder die besten deutschen und skandinavischen Offshore Segler zum ersten Test in der noch jungen Saison auf die Bahn gehen. Vor Schilksee und nördlich des Leuchtturms Bülk werden die Wettfahrten der MAIOR-Regatta 2010 vom 30. April - 02. Mai gesegelt.

Mit dieser Ranglisten-Regatta, die jährlich über den 1. Mai ausgetragen wird beginnt die deutsche Regattasaison für die Dickschiffe. Seit einigen Jahren findet Maior auf zwei Bahnen statt, innen vor Schilksee treffen sich die kleineren One-Design-Kielboote wie Platu 25, Melges 24, X79, J80 und Laser SB3 und hinter Bülk starten die ORC int Yachten, die X-35 und X-99. Es zeichnet sich eine sehr gute Resonanz der Veranstaltung ab. Trotz Krise sind 91 Yachten gemeldet.

Als Favourit in ORCi 1 dürfte das Beluga Sailing Team von Christian Plump gelten. Bei den Melges 24 hat bereits der Vorjahressieger “Rat Pack", Steuermann Oliver Schwall sich aus der Winterpause zurückgemeldet. Er wird mindestens zehn Konkurrenten in seiner Klasse schlagen müssen. Auch die X-79 " SeXtanten " von Bernd Zeiger, der gerade noch Titelträger auf dem Eisschlitten war, dürfte Ambitionen auf erste Plätze mitbringen. Gut besetzt ist auch das Feld der X35: "Xen " mit Torsten Bastiansen und Sven Christensen aus Flensburg und "Celox " mit Achim Griese werden das Starterfeld bereichern.

Auch zwei schwedische, einige dänische, eine britische und eine niederländische Yacht freuen sich über das eisfreie Wasser vor Kiel. Gesegelt werden am Freitag, Sonnabend, Sonntag insgesamt fünf bis zehn Wettfahrten, die Siegerehrung findet am Sonntagnachmittag vor dem Kieler Yacht-Club in Strande statt.

Aber auch für social-live ist gesorgt: Unter dem Motto “Ü 30 de luxe", Schleswig Holstein große Ü 30 Party on Tour, findet am 30.04.2010, die erste Ü 30 de luxe Party in der großen Bootshalle in Strande statt. Das Ü 30 de luxe Team hat sich dabei vorgenommen, die schöne Bootshalle mit großem Aufwand ganz im Stil der Ü 30 de luxe herzurichten und zu dekorieren. Dabei muß der Ü 30 Partygänger auf diesem Event keine Angst haben, auf Teenager zu treffen, denn an diesem Abend ist endlich einmal wieder Party für Erwachsene und Junggebliebene. DJ an den Turntables im Havana Dancefloor ist der aus den legendären Ü 30- und After Work - Partys bekannte Kult- DJ de Cuba, welcher wieder seinen perfekten Mix aus 80ern + 90ern, Fetenhits und angesagten Clubgrooves dabei hat. Im Wechsel mit dem DJ wird dann die Band Black and White auftreten, welche neben vielen Charts und Danceclassics auch Specails von Michael Jackson im Gepäck hat.

Jonathan Rutishauser gewinnt bei den Opti A

26.04.10 - Am Wochenende 24.-25. April fanden beim Yacht Club Kreuzlingen die Kreuzlinger Jugendregatten für 420 und Optimist A+B statt. Der Yacht Club Kreuzlingen veranstaltet gemeinsam mit der Seglergemeinschaft Augsburg e.V., dem Segelclub TWV Achensee und dem Circolo Vela Arco (Gardasee) eine Regattaserie, die für die besten Junioren-Segler der Bootsklassen Optimist und 420 bestimmt ist. 28 Boote der Klasse 420er und 49 Optimisten waren am Start.


420er am Start zur Kreuzlinger Jugendregatta (Foto: Claudia Somm)

Am Samstag hiess es zuerst einmal „Warten auf Wind“. Erst gegen 18:00 konnte Wettfahrtleiter Fritz Widmer die Teilnehmer auf das Wasser schicken und die erste Wettfahrt in der Konstanzer Bucht starten. Mit leichtem Wind aus Nord-Ost konnte eine Regatta durchgeführt werden. In der Klasse Optimist A siegte Jonathan Rutishauser vom Yacht Club Kreuzlingen, in der Klasse Optimist B Lenard Barth vom Yachtclub Radolfzell. Bei den 420er belegte das Team Sebastiano Baranzini/ Matteo Colombo den 1. Rang. Nach dem Einlaufen konnten sich die jungen Seglerinnen und Segler beim Spaghettiplausch wieder für den nächsten Tag stärken.


Jonathan Rutishauser gewinnt Opti A in Kreuzlingen (Foto: Claudia Somm)

Am Sonntag wurden dann nochmals 3 Läufe bei schönem Nord-Ost Wind zwischen 1 und 2 Bf gesegelt. In der Endwertung konnte in der Klasse Optimist A Jonathan Rutishauser (Yacht Club Kreuzlingen) mit drei ersten Plätzen und einem 2. Platz als Streicher die Gesamtwertung souverän gewinnen. Auf den Rängen zwei und drei folgten Carolin Schrimper (Konstanzer Yacht Club) und Dominik Müller (Yacht Club Horn).

Bei den Optimist B gewann Lenard Barth vom Yachtclub Radolfzell vor seinem Clubkollegen Jannis Böhler und Johannes Lässer vom Yacht Club Bregenz.

In der 420 Klasse siegten Sebastiano Baranzini/ Matteo Colombo (Circolo Velico Lago di Lugano) vor Linda Fahrni/ Maja Siegenthaler (Thunersee-Yachtclub) und Mara Bezel/Fabienne Morath (Seglervereinigung Thalwil).

Die weiteren Regatten der Trofeo 4 Laghi finden am 19./20. Juni 2010 am Achensee und am 07./08. August am Gardasee statt.

Fotogalerie Claudia Somm

Schweizer Klassenmeisterschaft Contender

26.04.10 - Schweizer Klassenmeister der Contender 2010 wurde Gernot Götz vom SC Uhldingen. Er konnte sich nach acht spannenden Rennen knapp gegen den Titelverteidiger Jürgen Greis von den Jollenseglern Reichenau durchsetzen. Dritter und bester Schweizer wurde Erich Ott vom ausrichtenden Club, der Segler-Vereinigung Mammern.

„Nerone“ zum Zweiten

26.04.10 - Die Rolex Farr 40-WM hat sich einmal mehr als die Meisterschaft schlechthin unter den Einheitsklassen erwiesen, an der sich alle anderen messen lassen müssen. Die WM 2010 vor der Casa de Campo in der Dominikanischen Republik wurde erst am letzten Tag im letzten Rennen direkt vor einer riesigen Zuschauermenge entschieden, die sich in Schlauchbooten oder 25-Meter-Sportfischer-Yachten versammelt hatte. Massimo Mezzaromas „Nerone“ (Italien) beendete den Tag als gefeierte Titelträgerin, nachdem sie sich wie in einer Gladiatoren-Arena eines Blockbuster-Films durchgesetzt hatte. Es war nach 2003 bereits der zweite Titelgewinn. Guido Belgiorno-Nettis' „Transfusion“ (Australien) wurde am Ende zwar geschlagen, hat sich aber sicher nicht blamiert. Für die deutsche Crew des Lüneburgers Dr. Wolfgang Schäfer blieb mit der „Struntje light“ am Ende Platz neun. Die nächste Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft wird im Februar 2011 in Sydney ausgetragen.

Der Finaltag startete sehr früh, da sich der oberste Wettfahrtleiter, Peter Reggio, verpflichtet fühlte, den WM-Teilnehmern die Chance zu geben, die geplanten zehn Wettfahrten tatsächlich auch zu segeln, nachdem die Rennen am zweiten Tag mangels Wind ausgefallen waren. Das erste Startsignal erklang daher noch vor 10 Uhr. Drei Rennen waren angesetzt und der Wind spielte mit, so dass drei Rennen mit höchster Intensität durchgezogen werden konnten. Drei Hauptdarsteller stritten noch um die Lorbeeren. Die Titelverteidigerin „Barking Mad“ von Jim Richardson (USA) ersegelte mit den Rängen zwei, drei und eins dabei ihr bestes Tagesresultat bei dieser WM, konnte in den Titelkampf aber als Gesamt-Dritte letztlich doch nicht mehr eingreifen.

Die Australien auf der „Transfusion“ gingen mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung in den Tag, und Belgiorno-Nettis war sich darüber im Klaren, dass dies keine komfortable Situation war. Letztlich hatte er aber alle Trümpfe in der Hand und musste sich nur vor der „Nerone“ halten. Leichter gesagt als getan. Die Italiener sind gerissene Füchse, die in der Lage sind, selbst aus der schwierigsten Situation noch einen Vorteil zu ziehen – wie sich im ersten Rennen des Tages zeigte. Am Vor-Wind-Tor ging die „Transfusion“ an zweiter Position auf die rechte Seite, während sich „Nerone“ auf das Spinnaker-Manöver konzentrierend in einer prekären Situation wiederfand. Durch eine Behinderung der „Transfusion“ kassierte sie einen Penalty.

Dennoch schaffte es die „Nerone“-Crew bis zum Ende des Rennens als Vierte den Schaden mit dem Verlust von nur einem Punkt gegenüber der drittplatzierten „Transfusion“ in Grenzen zu halten – eine außergewöhnliche Leistung von Taktiker Vasco Vascotto, der seinem Ruf einmal mehr gerecht wurde. Denn Terry Hutchinson sagte einmal über ihn: „Gegen Vasco zu segeln, macht dich zu einem besseren Segler.“ Es ist sicher hart zu sagen, dass Tom Slingsby, Taktiker auf der „Transfusion“ eine Lehrstunde erhalten hätte, wie man seine Chancen nutzt, aber im zweiten Rennen war es so. Angestachelt durch ihren Fehler im ersten Rennen stürzten sich die Italiener mit Feuereifer in das zweite.

Der zunehmende Wind pendelte hin und her, und der Schlüssel zum Erfolg war, in jeder Phase aufmerksam zu sein. „Nerone“ gelang das, „Transfusion“ nicht. Die Australien mussten sich schließlich mit dem fünften Platz begnügen, während die Italiener das Feld als Erste ins Ziel führten und damit den Drei-Punkte-Rückstand mit einem Schlag in einen Ein-Punkte-Vorsprung umwandelten. Das starke Ergebnis von „Nerone“ versetzte sie in die Lage, im letzten Rennen lediglich direkt vor oder hinter der „Transfusion“ ins Ziel kommen zu müssen. Der Druck lag damit auf den Männern von Downunder. Zum ersten Mal im Verlaufe der Meisterschaft hatten sie die Führung verloren.

Das dritte Rennen des Tages und das zehnte in der Meisterschaft wurde in einer stürmisch aufbauenden Brise gesegelt, die die Crews insbesondere auf den Spinnaker-Kursen hart herausforderte. „Nerone“ suchte bereits in der Vorstartphase den direkten Kampf mit der „Transfusion“. Vascotto gegen Slingsby hieß das Match-Race. Da Slinsby aber vor allem für seine Fleet-Race-Fähigkeiten bekannt ist und nicht für den Kampf Boot gegen Boot, entschlüpfte er den Italienern, und ihm gelang ein guter Start, während die „Nerone“ in der Mitte der Startlinie fest hing. „Barking Mad“ übernahm die Führung und sicherte sich den Sieg in diesem Rennen, während es dahinter jede Menge Drehungen und Wendungen gab.

Dabei schienen die „Nerone“ und „Transfusion“ wie durch ein elastisches Band verbunden zu sein. Wenn auch immer sie sich trennten, kamen sie nach kurzer Zeit wieder dicht zusammen. Wenn der eine auf der Kreuz nach rechts fuhr und der andere nach links, dann trafen sie sich an der Luvtonne wieder direkt Heck an Bug. Zunächst hatten die Italiener einen kleinen Vorteil, aber die Australier gaben niemals auf. Ihr Problem war allerdings, ein weiteres Boot zwischen sich und die Italiener bringen zu müssen. Auf dem letzten Kreuzschlag schien es dann aber so, als könnte die „Enfant Terrible“ von Alberto Rossi (Italien) die Party ihrer Landsleute verderben. Doch Mezzaromas Team schloss die Tür und die Lücke zur „Transfusion“.

In den stürmischen Bedingungen, inmitten des hohen Wellenganges und vor der begeisterten Zuschauermenge versuchte die „Transfusion“ alles, setzte jede Menge Halsen, um die „Nerone“ zu einem Fehler zu zwingen. Die Italiener aber witterten den Sieg, segelten ohne Fehler und schafften es sogar, sich vor die „Transfusion“ zu setzen. Und so schwollen der Lärm und die Feierstimmung bereits an, bevor die neuen Weltmeister noch die Ziellinie überquert hatten. Mit dem zweiten Rang in diesem Rennen hat die „Nerone“ die Weltmeisterschaft bereits zum zweiten Mal gewonnen. Klassen-Boss Geoff Stagg sagte dazu: „Es gehört eine Menge Glück, aber auch großes Können dazu, um die Rolex Farr 40-Worlds zu gewinnen.“ Die „Nerone“ hat in den vergangenen vier Tagen das wilde Pferd des Glückes sicherlich am geschicktesten geritten.

Mezzaramo feierte den Sieg ausgelassen mit seiner Crew, als sie die Ziellinie überquerten, aber an Land war er zurückhaltender: „Diese Weltmeisterschaft hat eine große Bedeutung für uns, da mein Miteigner und Steuermann Antonio Sodo im vergangenen Monat einen schweren Unfall hatte. Wir haben diesen Titel für ihn und für Simon, ein weiteres Crewmitglied, geholt. Beide liegen verletzt zu Hause und es ist sehr wichtig für uns, dieses Resultat eingefahren zu haben.“ Mezzaramo fügte an: „Im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft vor Sardinien waren wir sehr unglücklich, denn es ist hart, den Titel im letzten Rennen der Serie zu verlieren. Diesmal haben wir es geschafft. Manchmal passt eben alles zusammen, manchmal nicht.“

Für die Rolex Farr 40-WM im kommenden Jahr in Sydney ist Mezzaramo ehrlich: „Wir haben darüber nachgedacht, nicht hinzufahren, denn wir werden langsam alt. Jeder hat Familie und Kinder. Aber nun gibt es keine Chance, nicht dabei zu sein.“ Vascotto war – wie es seine Art ist – sehr ausgelassen, aber respektvoll gegenüber den Gegnern: „Es war ein wirklich taffes Rennen gegen die ,Transfusion‘, und sie haben eine fantastische WM gefahren. Beide Crews wussten, dass es ein hartes Rennen bis zu den letzten Metern werden würde. Wir waren darauf vorbereitet und haben hart gearbeitet, besonders im ersten Rennen des Tages. Wir lagen nach dem Penalty klar zurück, aber wir hatten ein starkes Comeback und haben um jeden Meter gekämpft. Das ist die Art und Weise, wie ich das Gewinnen mag. Wir sind sehr glücklich, denn ich hatte schon vergessen, wie es ist zu gewinnen. Denn es ist schon so viele Jahre her.“

Während die Italiener in typisch südländischer Art mit Champagner-Dusche, liebkosend und küssend feierten und sich gegenseitig in den Hafen warfen, dachte die Crew der „Transfusion“ darüber nach, was sie verloren hatte. Nachdem sie aber Mezzaramo und seinem Team gratuliert hatten, waren sie auch stolz auf ihre Leistung und den zweiten Platz. Wie der Rest der Farr-40-Klasse blickte Belgiorno-Nettis anschließend bereits auf das nächste Jahr, wenn die Rolex Farr 40-Worlds in seinem Heimatland ausgetragen werden: „Alles in allem sind wir zufrieden mit dem Ausgang der WM. Es war eine fantastische Gelegenheit, hierher zu kommen und zu sehen, wie die besten Segler der Welt segeln. Jetzt wissen wir, dass wir mit ihnen mithalten können. Wir werden ihnen eine gehörige Abreibung verpassen, wenn sie im kommenden Jahr zu uns nach Sydney kommen.“

Endstand der Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft nach zehn Wettfahrten (Position, Bootsname, Eigner, Nationalität, R1, R2, R3, R4, R5, R6, R7, R8, R9, R10, Gesamtpunktzahl

1. Nerone, Massimo Mezzarona/Alberto Signorini (Italien), 2-5-5-2-1-1-7-4-1-2, 30
2. Transfusion, Guido Belgiorno-Nettis (Australien), 1-1-3-3-2-6-5-3-5-3, 32
3. Barking Mad, Jim Richardson (USA), 4-3-1-10-3-3-3-8-2-3-1, 38
4. Estate Master, Lisa & Martin Hill (Australien), 7-2-10-8-4-9-1-5-2-7, 52.5
5. Fiamma, Alessandro Barnaba (Italien), 5-7-6-1-7-1-10-6-6-4-6, 58
6. Enfant Terrible, Alberto Rossi (Italien), 6-10-4-5-6-4-4-7-8-4, 58
7. Goombay Smash, Doug Douglass (USA), 8-8-2-7-10-2-2-10-9-5, 63
8. Plenty, Alex Roepers (USA), 3-9-7-6-9-5-3-9-6-8, 65
9. Struntje light, Wolfgang Schäfer (Lüneburg), 9-4-9-4-8-7-9-8-7-9, 74
10. Flash Gordon 6, Helmut & Evan Jahn (USA), 10-6-8-9-5-8-10-1-10-10, 77

Samstag, 24. April 2010

Sailing + Yachting Fotoshow vom 3. Mai in Romanshorn

24.04.10 - Der Yacht-Club Romanshorn (YCRo) empfängt am Montag, 3. Mai im Bodansaal den international bekannten Fotografen Jürg Kaufmann, der sich auf Segelbilder spezialisiert hat. Ausserdem ist an diesem Abend Christian Scherrer, Profisegler anwesend, er kommentiert zum Teil die Bilder und berichtet von seinen Erfahrungen.

Dem Yacht-Club Romanshorn ist es gelungen, die Multimedia Show von Jürg Kaufmann nach Romanshorn zu bringen. Diese wird auch in Muralto, Zug, Bern und Zürich gezeigt. Es werden klassische Yachten und Bilder internationaler Regatten und der olympischen Spiele gezeigt. Christian Scherrer, einer der wenigen Schweizer Profisegler, wird seine Erlebnisse von den Regattaplätzen und Booten einbringen.

Die Veranstaltung findet im grossen Bodansaal statt und steht allen Interessierten an guter Fotografie, Yacht- und Regattabilder offen. Im Anschluss ist ein Apéro offeriert und es besteht die Möglichkeit mit den Referenten in Kontakt zu kommen... Flyer >

Datum: Montag, 3. Mai 2010
Ort: Grosser Bodansaal, Romanshorn
Saalöffnung: 19.30 Uhr
Multimedia Show: ab 20.00 Uhr, anschliessend Apéro
Eintritt: Vorverkauf über www.ticketino.com oder www.go4image.com CHF 15.-, an der Abendkasse CHF 20.-

1/3 der Einnahmen steht der Juniorenförderung der Region zur Verfügung. Der Apéro ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Freitag, 23. April 2010

Spitzensegler am Start

23.04.10 - (IBN) Vor Langenargens Schloss Montfort kreuzen jedes Jahr zu Pfingsten die weltbesten Matchracer im Deutschen Grand Prix der World Match Racing Tour auf. 2010 schon zum 13. Mal! Direkt vor der Promenade geht es auf großen Yachten vom Typ Bavaria 35 Match zur Sache. Hautnah und mit viel Herz auf dem Wasser und an Land. Für Prominenz und Publikum ein seglerischer Leckerbissen, der regelmäßig zehntausende begeisterte Zuschauer an das schwäbische Meer lockt.

Bei seiner 13. Auflage ist das Match Race Germany Deutschlands höchstdotiertes und höchstrangiges Matchrace - der einzige deutsche Stop der World Match Racing Tour. “Wir sind durch schwere, aber vor allem gute Zeiten gegangen", erinnert sich Eberhard Magg, “wenn wir heute auf das Erreichte schauen, dann mit dieser Erkenntnis: Das Match Race Germany kostet alle Beteiligten jedes Jahr unglaublich viel Kraft und Engagement. Aber wenn es dann läuft, macht diese Mühe glücklich. Die Segler, die Partner, die Besucher und uns. Dieses Erfolg ist unser Motor!"

Der Eintritt zum seglerischen Pfingstfest ist kostenlos. ZDF-Kommentator Nils Kaben bringt das Geschehen am Mikrofon live und gekonnt auf den Punkt. Kommunikations Profi Alcatel-Lucent macht mit seinem Netzbetreiber Teledata und Online Videoexperte Stream5 erstmals Live-Übertragungen via Internet möglich, namhafte Fernsehsender berichten - das Match Race Germany serviert 2010 herausragenden Segelsport und Hightech vom Feinsten am Bodensee.

FINALE TEILNEHMERLISTE 2010

Adam MINOPRIO (NZL)
ISAF-Weltranglistenposition: 1
ETNZ/BlackMatch Racing

Torvar MIRSKY (AUS)
ISAF-Weltranglistenposition: 2
Mirsky Racing Team

Ian WILLIAMS (GBR)
ISAF-Weltranglistenposition: 4
Sail Bahrain

Mathieu RICHARD (FRA)
ISAF-Weltranglistenposition: 7
French Match Racing Team

Björn HANSEN (SWE)
ISAF-Weltranglistenposition: 8
Hansen Global Team

Paolo CIAN (ITA)
ISAF-Weltranglistenposition: 9
Team Italia

Ian AINSLIE (RSA)
ISAF-Weltranglistenposition: 11
Team Proximo

Peter GILMOUR (AUS)
ISAF-Weltranglistenposition: 12
Yanmar Racing

Mads EBLER (DEN)
ISAF-Weltranglistenposition: 16
Ebler Matchracing

Magnus HOLMBERG (SWE)
ISAF-Weltranglistenposition: 34
Victory Challenge

Jesper RADICH (DEN)
ISAF-Weltranglistenposition: 334
Radich Racing Team

Kathrin KADELBACH/Ulrike SCHÜMANN (GER)
ISAF-Weltranglistenposition: 543
EWE Sailing Team

Der Laser 4.7 lebt!

23.04.10 - Nach der sensationellen Entwicklung dieser Jüngstenbootklasse in unseren Nachbarländern, hat nun - mit einigen Jahren Verzögerung - der Laser 4.7 auch bei uns in Deutschland, und besonders in BW Fuß gefasst.

Im „Ländle“ hat Wolf-Peter Niessen vom Yacht-Club Langenargen viel dazu beigetragen, der als 65-jähriger selbst noch sehr aktiv Laser segelt und in der Masters Szene (über 35 Jahre) zur Spitze zählt. Er hat mit seiner Begeisterung für die Laser Klasse und mit dem Aufbau einer Trainingsgruppe nicht nur im YCL eine stürmische Entwicklung ausgelöst, sondern durch gezielte Ansprache, Information und Animation Jüngstensegler im Alter von 12 bis 14 Jahren in der ganzen Region für den Laser 4.7 gewonnen. Als (Gast-)Trainer beim Landesseglerverband BW, vorrangig für Laser 4.7, hat W.-P. Niessen erstmals 2008 beim Herbsttraining am Gardasee Zeichen gesetzt. Seither ist er Anlaufstelle und Koordinator für die 4.7 Szene in BW. Die Gründung einer aus 4 Seglern bestehenden Kadergruppe im Jahr 2010 war eine Folge der gestiegenen Nachfrage nach Förderung und Training für junge Umsteiger in die Laser Klasse. Mitentscheidend dafür war die Bereitschaft von W.-P. Niessen, sich über den Club hinaus, generell auch auf Verbandsebene für Trainingsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.

So war es keine Überraschung, dass zum Ostertraining am Comersee erstmalig auch Laser 4.7 ausgeschrieben waren, und diese mit 14 Teilnehmern sogar das Gros der Laserflotte stellten. Für viele anwesende Opti Segler, das war deutlich spürbar, zeichnet sich hier eine interessante Alternative bzw. Perspektive als Anschluss an den Opti auf.

Nach 5 Tagen Training, die von Leichtwind, über Mittelwind und typischer Bise bis 6 Bft., die auch witterungsmäßig von Kälte über Dauerregen bis Kaiserwetter alles beinhalteten, war ein weiterer Schritt für noch schnelleres Wachstum der Klasse getan. Dass Wolf-Peter Niessen mit den 4 Kaderseglern Sophia Ehling YCL, Julia Kühn KYC; Marc Funken SVS und Jonas Lietz YCRa anschließend weiterzog zum Europa Cup der Laser nach Lugano, um diese erstmals auf die internationale Ebene zu bringen und wichtige Erfahrung auf dem höchsten Niveau zu sammeln, war ein wichtiger Baustein in der Aufbauarbeit.

Für die Teilnehmer, aber ebenso für Eltern, Begleiter und den Trainer, war es nicht alleine ein tolles Erlebnis, zumal die Ergebnisse sehr respektabel waren. Die noch nicht 13-jährige Juia Kühn belegte als jüngste Teilnehmerin des ganzen Feldes Gesamtrang 28 von 50 Startern. Es war eine zusätzliche Motivation noch intensiver auf die Saisonhöhepunkte, die Jugend EM in Hourtin/F und die IDJM in Wismar hin zu arbeiten. Und hierzu will W.-P. Niessen auch zwei Spitzensegler aus der Laser 4.7 Klasse, Max und Svenja Stein, die jugendlichen Laser Leitfiguren des YCL, mit einbeziehen. Die Beiden sollen unterstützend ihre international gewonnene Erfahrung und die spezifischen Kenntnisse an die Nachwuchsgruppe weitergeben. Von den Besten lernen, lautet das Motto!

So sollte es möglich sein, auch in Deutschland dem Laser 4.7 zu noch höherem Stellenwert zu verhelfen, und in der zweifelsohne hochklassigen europäischen Liga ein stärkeres „Wörtchen“ mit zu reden.










Mittwoch, 21. April 2010

"hanseboot ancora boat show" weckt Lust auf Segeln

21.04.10 - Der Einstieg der renommierten Hamburger Bootsausstellung hanseboot bei der In-Water Boat Show in der ancora Marina in Neustadt/Holstein zahlt sich bereits im ersten Jahr der Zusammenarbeit aus: Unter den rund 100 Ausstellern, die vom 27. bis 30. Mai 2010 auf der "hanseboot ancora boat show" aktuelle Trends und Neuheiten rund um das Thema Boote und Wassersport präsentieren, sind zahlreiche Neuaussteller. Neben ortsansässigen und etablierten Anbietern, die die erfolgreiche Entwicklung der Bootsausstellung in Deutschlands größtem privatem Yachthafen von Anfang an begleitet haben, nehmen viele namhafte Hersteller und Händler zum ersten Mal an der Frühjahrsmesse direkt an der Ostsee teil.

Für Segelsport-Einsteiger sowie für langjährige Segler und Bootseigner lohnt sich der Besuch der neuen “hanseboot ancora boat show³ gleichermaßen. Jollen, Strandkatamarane sowie kleine seetüchtige Segelboote und auch Luxusyachten sind dort zu besichtigen, wo sie hingehören: im Wasser. Viele europäische Werften und deren norddeutsche Händler zeigen kurz vor der Hauptsegelsaison auf der Ostsee neue wie bewährte Bootsmodelle und fördern so die Lust auf die Faszination Segeln.

Luxus für den großen Törn
Größte Segelyacht der Ausstellung ist die über 20 Meter lange Conrad 66 mit luxuriösem Salon in einem Deckshaus sowie einer Eignersuite mit eigenem Bad im Bugbereich und drei weiteren Doppelkabinen. Die aus Aluminium in der Danziger Conrad Werft gefertigte Yacht ist für lange bequeme Seereisen ausgelegt und verdrängt 57 Tonnen. Der Tiefgang kann durch einen Hubkiel von 4,09 auf 2,05 Meter reduziert werden. So ist es möglich, auch stille Ankerbuchten und kleine Häfen mit der Yacht anzulaufen.

Mit 16,74 Meter Länge ist die Hallberg Rassy (HR) 54 der gleichnamigen schwedischen Edelwerft zwar ein paar Meter kürzer als die Conrad, aber auch diese Hochseeyacht wurde für lange, bequeme Reisen unter Segel ausgelegt. Dabei sorgt eine Segelfläche von 157 Quadratmeter am Wind bei einer Verdrängung von 26 Tonnen für schnelle Törns. Die schwedischen Bootsbauer präsentieren auf der "hanseboot ancora boat show" insgesamt sechs Yachten aus ihrer neuesten Produktion. Darunter ist auch die nagelneue HR 310, die mit 9,20 Meter Länge als das Einsteigerschiff von Hallberg Rassy gilt.
Für Regattasegler und sportliche Einsteiger

Wer es unter Segeln sportlicher liebt, für den präsentiert der Importeur International Yachting GmbH unter anderem den in der polnischen EM Yacht-Werft gebauten Daysailer “Huzar 28 coffee-racer³. Das moderne 8,55 Meter lange und nur 2,5 Tonnen verdrängende Boot präsentiert sich in minimalistischem Design und erinnert an die überall für Aufsehen sorgenden Hightech-Racer der italienischen Wally-Werft. Entsprechend hoch ist das Geschwindigkeitspotenzial der Huzar, die von einer überproportional großen Segelfläche von über 50 Quadratmetern am Wind angetrieben wird. An sportlich eingestellte Segler richtet sich auch das Angebot der slowenischen Werft Elan, die mit den beiden Racer-Versionen der Elan 310 und 380 nach Neustadt kommt.

Sind die Huzar und die Elan-Racer eher etwas für erfahrene Segler, richtet sich das Angebot der Windrider-Werft auch an Segelanfänger, die einfach nur Spaß auf dem Wasser haben wollen. Der Windrider ist ein sicherer 5,30 Meter langer und nur 144 Kilogramm schwerer Trimaran, der seinen Speed aus 13 Quadratmeter Segelfläche holt und mit dem man bis an den Strand segeln kann.

Nur 42 Kilogramm wiegt der 4,30 Meter lange Smartcat, dessen beide Schwimmer wie ein Schlauchboot aufgeblasen werden. Mit seiner Segelfläche von über neun Quadratmeter sorgt dieser unsinkbare Zweirümpfer auch schon bei wenig Wind für jede Menge Segelspaß. Nach dem Segelausflug wird das Boot kofferraumgerecht in Packtaschen verstaut.

Für den Transport des neuen Einsteigerboots von Dehler, der Varianta 18, brauchen die Eigner dagegen einen Trailer und einen PKW. Die neue 5,75 Meter lange Varianta ist mit einer Segelfläche von 24 Quadratmetern nicht nur flott zu segeln, sondern mit drei Kojen in einem kleinen Salon auch tauglich für einen Wochenendtörn.
Die Serienwerften mit großem Programm

Die Besucher der "hanseboot ancora boat show" können auch neue Yachten der großen Serienwerften erleben. So präsentiert die Bavaria Yachtbau GmbH aus Giebelstadt bei Würzburg die neue Cruiser-Serie von 32 bis 45 Fuß sowie die Bavaria Vision 40.

Auch die Hanse Group aus Greifswald ist mit ihren sportlichen Cruisern der Marke Hanse im Ausstellungshafen vertreten. Zu besichtigen sind die Hanse 320, 350 sowie 375.

Die Schiffswerft Laboe präsentiert als Neuheit die Sun Odyssey 36 der französischen Großwerft Jeanneau, die mit rund elf Meter Länge bestens für Ostseetörns geeignet ist.

Zu den bedeutendsten Serienwerften der Welt zählt auch die amerikanische Hunter Werft, die mit der neuen Decksalonyacht Hunter 45 DS sowie den kleineren Hunter 36 und 33 in Neustadt vertreten ist. Die amerikanischen Yachten sind für ihre komfortablen Wohnmöglichkeiten unter Deck bekannt und ergänzen das große europäische Angebot auf der “hanseboot ancora boat show³.

Ein großer Zubehörmarkt zum Start der Saison
Während sich Boote und Yachten in ihrem Element präsentieren, finden Eigner auf dem Gelände der ancora Marina und in Pagodenzelten direkt am Wasser eine große Vielfalt an Boots- oder Yachtausrüstung sowie die neuesten Produkte der Zubehörbranche. Namhafte Aussteller wie zum Beispiel Bukh, Eissing, Geonav marine, Navico, Elvström und die International Farbenwerke GmbH präsentieren auf der "hanseboot ancora boat show" pünktlich zum Saisonstart ihre Produkte und Dienstleitungen. Dazu bieten Spezialisten wie die Kent GmbH einen neu entwickelten, hochwirksamen Teakdeckreiniger sowie Marine-Spezialkleber an und die Firma Sani Marine SF zeigt aktuelle Entwicklungen für die Nasszelle wie ein elektrisch betriebenes Bord-WC, das auch Platz auf kleinen Yachten findet.

Die "hanseboot ancora boat show" findet vom 27. bis 30. Mai 2010 in der ancora Marina in Neustadt/Holstein statt. Geöffnet ist am Donnerstag von 13 bis 18 Uhr und von Freitag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt auf das Messegelände ist frei. Weitere Informationen unter www.hanseboot-ancora-boatshow.com.

Klassisch, irisch und Bewährtes

21.04.10 - TRAVEMÜNDE. Zehn Tage Travemünder Woche, das heißt nicht nur Segelsport vom Feinsten und Kampf um Siege und Titel auf dem Wasser, zehn Tage Travemünder Woche, das heißt auch Spiel- und Partyspaß am Strand und rund um die Passat sowie Gaumen-, Augen- und Ohrenfreuden entlang der Travemündung. Auch in der 121. Auflage bietet die TW in diesem Jahr vom 23. Juli bis zum 1. August diese Mischung aus Sport und Kultur. Doch Tradition bleibt nur lebendig, wenn sie sich immer wieder neu erfindet, und so bietet die schönste Regatta der Welt neben vielen bewährten Attraktionen einige Neuerungen, um die Besucher an Land die Sommertage an der Lübecker Bucht zu versüßen.

Das ganz junge Publikum kommt zur TW 2010 mehr denn je auf seine Kosten, denn die Jugend trifft sich nicht nur im CITTI-Park auf der grünen Wiese des Brügmanngarten, um sich mit und an den zahlreichen Spielgeräten auszutoben. In diesem Jahr lockt auch das Wasser. An der Nordermole ist eine Riesenwasserrutsche geplant, die mit zwölf Metern Höhe die größte ihrer Art an der Ostsee sein wird und so für einen rasanten und feuchtfröhlichen Spaß in freier Natur sorgen wird.

Die Nordermole wird ihre prädestinierte Position als Speerspitze mitten im Wassergeschehen in vollem Umfang nutzen. Denn mit fachkundiger Moderation werden die Besucher hier auch über das Geschehen auf den zuschauernahen Regattabahnen informiert. Und zu den beiden Höhenfeuerwerken am Mittwoch, dem 28. Juli, und zum Abschluss am Sonntag (1. August) bietet sich an der Einfahrt zur Trave die beste Sicht. Die Pyrotechniker werden von der Nordermole aus und erstmals auch auf der gegenüberliegenden Seite, dem Priwall, ihren sprühenden Funkenregen zünden. Ein optischer Genuss wird auch die allabendliche Illumination der Viermastbark „Passat“ sein, wenn das Wahrzeichen Travemündes in buntem Licht erstrahlt.
In der neu aufgeteilten Holsten Beach Area in direkter Nähe zur Nordermole können die TW-Besucher unbeschwerten Life-Style am Strand genießen. Drei thematisch individuelle Beach-Clubs sorgen für gelöste Atmosphäre. Und am Dienstag, dem 27. Juli, wird es besonders stimmungsvoll. Eine Classic Night am Strand, durch bengalische Lichter in Szene gesetzt, entführt die Gäste an einem hoffentlich lauen Sommerabend in eine mediterrane Atmosphäre.
Mitunter hanseatisch geht es dagegen tagsüber am maritim geprägten Strandarreal neben der Nordermole zu. Der Auftritt von Shantychören sorgt für Küstenstimmung und lockt die Gäste ans Wasser. Eine zünftige Prägung bekommt auch die Lotsenstation, die sich in irischem Stil präsentiert und mit einer eigenen Bühne auch für eine entsprechende musikalische Untermalung sorgen wird.

Ohnehin spielt die Musik zur Travemünder Woche wieder eine große Rolle. Wie in den vergangenen Jahren steht die Festivalbühne im Brügmanngarten. Zentral auf dem Veranstaltungsgelände zwischen dem Casino Hotel Columbia und dem Hotel Maritim gelegen wird ein Bühnenprogramm geboten, das in einem steten Wechsel die Geschmäcker verschiedener Musikrichtungen bedient.

Kleinkunst, Kulinarisches und Musikalisches laden zudem zum Flanieren von der Bertlingstraße mit seinen Handelsgeschäften und Produkten der regionalen Landwirtschaft über die Strandallee bis hin zur Travepromenade ein. Zentrale Anlaufstationen werden dabei wiederum das Wein-Carrée, das Gipsy Village und der Erdinger Biergarten mit seinem Gourmetbereich und der Livebühne sein. Kontakt zu den Aktiven gibt es im Seglervillage und rund um die Tornadowiese, wo viele Athleten nach den Wettfahrten an Land kommen und die direkte Verbindung zwischen Sport, Party und Kultur herstellen.

Montag, 19. April 2010

Neue ABO - Aktion

19.04.10 - Super praktische 100% wasserdichte Handytasche (bis 1 m). Das Sichtfenster erlaubt Telefonate, ohne das Telefon aus der Tasche zu entnehmen. Das gewährt für Ihr Handy optimalen Schutz beim Wassersport. Diese ABO-Aktion läuft bis und mit 9. Mai 2010. Zur Aktion >



UBS Sportboot Cup 2010

19.04.10 - Ein voller Erfolg mit Melderekord und sehr viel Action auf dem Wasser vor Kreuzlingen/Bottighofen.

Der Sportboot Cup veranstaltet durch die Segler Vereinigung Kreuzlingen (SVK), auf dem Wasser unterstützt durch die Segler Vereinigung Bottighofen (SVB) als Wettfahrtleitung unter der Leitung von Hans Wittich als Wettfahrtleiter, konnte auch dieses Jahr (17./18. April) die Protagonisten vollends zufrieden stellen!

Die von den verschiedenen Wetterstationen für Samstag prognostizierte, „leichte Bisenlage“ strapazierte zu anfangs die Nerven der Segler wie auch die der Wettfahrtleitung aufs äusserste; die Geduld wurde jedoch belohnt und gegen 15.00 Uhr begann die leichte Bisenlage ihre Zeichen auf dem Wasser zu setzen, so dass die Wettfahrtleitung rasch sämtliche Bojen ausbrachte und das Vorbereitungssignal zum ersten Lauf des „UBS Sportboot Cup’s 2010“ liess auch somit nicht lange auf sich warten.

Dies zum Leid einiger weniger, welche sich während der Wartezeit auf dem Wasser etwas zu weit von dem Startschiff und der späteren Startlinie entfernten, so dass diese etwas zu spät zum ersten Start kamen! Der Wind frischte fortlaufend auf, so dass am Samstagnachmittag zwischen 15.30 und 18.30 Uhr 3 super spannende Regatten durchgeführt werden konnten.

53 Boote mit knapp 200 Segler und Seglerinnen versuchten mit all ihrem Geschick die Segelmanöver so perfekt als möglich durchzuführen, doch bei etlichen Teams konnte man schnell feststellen, dass es noch sehr früh in der Segelsaison ist und man noch nicht so ganz auf die Abläufe an Bord, vor allem bei Wind um die 3-4 Beaufort, eingespielt war; somit gab es für unseren Profifotografen, Tobias Störkle, etliche schöne Bilder einzufangen!

Während des anschliessenden Nachtessens in der Mehrzweckhalle von Kreuzlingen wurden auf Grossleinwand die besten „Pic’s of the day“ gezeigt; die Segler bekundeten die Aktionsbilder teils mit Beifall, teils auch mit grossem Gelächter, wenn es gelang einige unschöne und nicht ganz formvollendete Manöver zu zeigen.

Die Startbereitschaft am Sonntag wurde auf 10 Uhr angesetzt, die 200 Segler warteten alle im Hafen Seegarten in Kreuzlingen, bis dann so gegen 11.00 Uhr der Wettfahrtleiter die Boote aufs Wasser schickte; nach wiederum knapp einstündiger Wartezeit konnte der vierte Lauf der Serie gestartet werden, die wiederum „leichte Bisenlage“ war wirklich sehr sehr leicht was die stärke des Windes anbelangte und der Lauf musste kurzer Hand abgekürzt werden.

Als der Wind dann immer mehr und mehr zugelegt hatte, so konnte der fünfte Lauf dieser Serie wiederum bei einem sehr konstanten Wind aus „Bisenrichtung“ gestartet und kurz vor 14.00 Uhr beendet werden. Die Regattaserie schloss mit insgesamt 5 Wettfahrten ihre Serie ab, die zahlreichen Boote, circa 80-90% auswärtige Segler, verlangten vom Hafenmeister (Ernst Zollinger) noch einiges an Arbeit bis alle Boote auf deren Trailer verladen und abfahrbereit im Hafen standen.

Die Siegerehrung begann um 16.30 Uhr und der Event konnte ein weiteres Mal um ca. 17.30 Uhr mit aller Zufriedenheit ihren Abschluss finden. Der ORC-Gesamtsieg ging an das Melges 24 Team „Ka Nalu Nui“ von Günter Tzeschlock (GER 640) auf dem sehr guten zweiten Rang behauptete sich das Team der „unicorno“ von Manuel Sauter, eine Esse 850; dritter Schlussrang ging an ein weiteres Melges 24 Team aus Bern, die „EFG Bank“, von Alain Stettler!

Die Klassenwertung der „Melges 24“ Klasse konnte ebenfalls das Team um Günter Tzeschlock für sich entschieden, auf Rang 2 gefolgt von der EFG Bank von Alain Stettler, Rang 3 ging an das Team „Sonnenkönig“ gesteuert von Stefan Stäheli. Die Klassenwertung der „Onyx“ Klasse wurde angeführt von dem Team „azzurra“ von Thomas Cantz (Designer dieser sehr erfolgreichen Sportbootklasse), gefolgt von Team „Silvia“ mit Corinne Meyer am Ruder und Team „GPS Technik“ von Ralf Plänkers. Peter Fritschi (Sportchef der SVK).

ROLEX FARR 40-WM IN DER KARIBIK

19.04.10 - Baseball und Merengue bekommen Konkurrenz, wenn von Mittwoch, dem 21. April, bis zum Sonnabend, dem 24. April, die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft vor der Süd-Ost-Küste der Dominikanischen Republik ausgetragen wird. Dann müssen sich der National-Tanz und der National-Sport des karibisches Staates gegen die Weltelite des Segelsports behaupten. Denn mit zehn Schiffen ist die WM dieser Einheitsklasse vor dem mondänen Ferienresort Casa de Campo zwar nur klein, dafür aber umso feiner besetzt. Denn die Taktiker und weitere zentrale Positionen auf diesen rund zwölf Meter langen Yachten sind durchweg mit der ersten Garde des Segelsports besetzt.

Es ist die Besonderheit dieser leistungsstarken Klasse, in der ohne Zeitvergütung gegeneinander gesegelt wird, dass nur die Eigner selbst, die den Amateurstatus inne haben müssen, am Ruder der Yachten stehen dürfen. Damit haben zwar einige Eigner inzwischen selbst Starstatus erreicht, doch in Trimm und Taktik lassen sie sich von bis zu vier Profis an Bord beraten. So auch Titelverteidiger Jim Richardson (USA) auf seiner „Barking Mad“, der bei den bisher zwölf Weltmeisterschaften der Farr 40-Klasse bereits dreimal zum Titel gesegelt ist. Richardson hat sich erneut Terry Hutchinson an Bord geholt. Der Amerikaner hat sich durch drei Teilnahmen am America’s Cup, zuletzt als Taktiker des Team New Zealand, sowie durch den Gewinn diverser Weltmeistertitel und als Rolex Yachtman of the Year 2008 einen großen Namen gemacht.

Aber die Crew der „Barking Mad“ wird sich gegen harte Konkurrenz aus Italien, den USA, Australien und Deutschland behaupten müssen. So lässt sich der Australier Martin Hill auf der „Estate Master“ vom ehemaligen Starboot-Weltmeister Hamish Pepper aus Neuseeland und dem 49er-Weltmeister von 2008, seinem Landsmann Nathan Outteridge, beraten. Bei den am Sonntag (18. April) zu Ende gegangenen Pre-Worlds war das sehr erfolgreich. Denn nach fünf Rennen stand die „Estate Master“ an der Spitze des Feldes. Eigner Hill bremst aber allzu große Euphorie: „Es liegt eine Art von Voodoo auf dem Sieg bei den Pre-Worlds. Es bringt kein Glück. Aber ich sage mir einfach: Ich bin nicht abergläubig.“

Auf Platz zwei landete die „Goombay Smash“ von William Douglass (USA), auf der der zweimalige Olympia-Silbermedaillengewinner Ian Walker (Großbritannien) die Fäden zieht. Hoch einzuschätzen ist auch die italienische „Nerone“, die bereits 2003 den Farr 40 WM-Titel und 2009 den Europameistertitel gewann. An Bord von Alberto Signorini soll der Italiener Vasco Vascotto für die richtigen taktischen Entscheidungen sorgen. Der 40-Jährige hat in seiner Karriere bereits diverse WM-Titel in verschiedenen Klassen gesammelt und war im Admiral’s- und America’s-Cup-Einsatz. Die Liste der hochdekorierten Segler auf den Yachten komplettiert Laser-Ass Tom Slingsby (Australien), der in der olympischen Laser-Klasse bereits zweimal WM-Gold gewann und nun die australische „Transfusion“ von Guido Belgiorno-Nettis zu Farr-40-Ehren führen möchte.

In diesem erlauchten Kreis will auch der einzige deutsche Starter, Wolfgang Schäfer (Lüneburg), mit seiner Crew eine gewichtige Rolle spielen. Schäfer ist auf seiner „Struntje Light“ im vergangenen Jahr zum Vize-Europameistertitel gesegelt und hat den Taktiker-Posten erneut in die Hände des Dänen Jes Gram Hansen gelegt. Der 38-Jährige ist ein hervorragender Match-Racer, war 2007 Mitglied im America’s-Cup-Team von Mascalzone Latino und übernahm dort in der Startphase die Skipper-Position.

„Trotz der kleinen Teilnehmerzahl ist es das stärkste und konzentrierteste Feld, in dem ich bisher gesegelt bin. Alle zehn Yachten können gewinnen“, sagt Wolfgang Schäfer. Was aber auch bedeutet, dass jeder in dem Feld, in dem meist wenige Meter über Sieg und Niederlage entscheiden, schnell weit hinten landen kann. „Das wird eine ausgesprochen spannende Regatta, denn das Regattagebiet mit unregelmäßigen und drehenden Winden ist sehr schwierig“, so Schäfer, der mit einer beständigen Serie in der ersten Hälfte landen möchte. Einige gute Platzierungen bei den Pre-Worlds (Gesamtrang acht) stimmten ihn zuversichtlich: „Unsere Geschwindigkeit scheint sehr gut zu sein.“ Dabei muss Schäfer noch eine besondere Herausforderung meistern. Denn auf seinem neuen Boot ist er von Rad- auf Pinnensteuerung umgestiegen. „Bisher habe ich in mehr als 35 Jahren Offshoresegeln stets Radsteuerung geh abt. Das macht die Angelegenheit natürlich extra spannend.“

Nach einem Benefiz-Golfturnier am Montag zugunsten der haitianischen Erdbeben-Opfer werden die zehn Crews von Mittwoch bis Sonnabend auf dem Wasser unter der Leitung von Regattachef Peter Reggio in bis zu zehn kurzen, knackigen Up-and-Down-Wettfahrten um den WM-Titel fighten. An den Abenden werden sie aber stets in freundschaftlicher Atmosphäre in den Klubräumen des Resorts Casa de Campo zusammenkommen, bevor zur abschließenden Rolex Party der World Cup und eine Rolex Armbanduhr mit spezieller Gravur an die Weltmeister-Crew von 2010 vergeben wird.

Rolex Farr 40 Pre-Worlds - Endstand
(Position, Name, Eigner, Land, R1-R2-R3-R4-R5, Gesamtpunktzahl)
1. Estate Master, Lisa & Martin Hill (AUS), 2-4-4-1-1, 12
2. Goombay Smash, Doug Douglass (USA), 1-5-3-2-6, 17
3. Barking Mad, Jim Richardson (USA), 4-1-6-4-4, 19
4. Fiamma, Alessandro Barnaba (ITA), 9-3-1-7-5, 25
5. Nerone, Massimo Mezzarona/Alberto Signorini (ITA), 3-6-2-9-7, 27
6. Enfant Terrible, Alberto Rossi/Roberto Strappati (ITA), 6-2-7-5-10, 30
7. Flash Gordon 6, Helmut & Evan Jahn (USA), 10-9-9-3-3, 34
8. Struntje Light, Wolfgang Schaefer (GER), 5-7-5-8-9, 34
9. Plenty, Alex Roepers (USA), 7-10-8-10-2, 37
10. Transfusion, Guido Belgiorno-Nettis (AUS), 8-8-DNF-6-8, 41

Freitag, 16. April 2010

Match Race Germany wird live im Internet übertragen

16.04.10 - Langenargen - Pünktlich zum Meldeschluss ist das erlesene Feld für das 13. Match Race Germany komplett: Angeführt von Weltmeister Adam Minoprio aus Neuseeland und Vizeweltmeister Torvar Mirsky aus Australien nehmen insgesamt zwölf Mannschaften aus acht Nationen Kurs auf Langenargen am Bodensee. Dort geht es für sie über Pfingsten beim Deutschen Grand Prix der World Match Racing Tour um Prämien und wertvolle Preise im Gesamtwert von rund 60.000 US$, wichtige Weltranglistenpunkte und viel Prestige in den Rennen, die erstmals live im Internet übertragen werden.

Das Segelspektakel der Superlative direkt vor dem Langenargener Ufer führt die besten Matchracer der Welt zum 13. Mal nach Baden-Württemberg. „Wir sind glücklich, können unserem Publikum wieder ein Weltklassefeld präsentieren“, sagt Veranstalter Eberhard Magg, „das Match Race Germany ist und bleibt ein Magnet für die internationalen Stars der Szene. Dafür danken wir auch unseren Partnern, die mit uns für den angemessenen Rahmen sorgen.“

Mit seinem Rekord von 15 Siegen bei Tour-Regatten zählt der Australier Peter Gilmour zum Favoritenkreis. Die graue Eminenz der Matchracer, der im Januar seinen 50. Geburtstag feierte, ist mit drei Weltmeistertiteln immer noch König in dieser Duelldisziplin der Segler. Gilmour gewann das Match Race Germany von 2004 bis 2006 dreimal hintereinander und will sich nach dem verpatzten Tour-Auftakt vor Marseille in deutschen Gewässern rehabilitieren.

Doch selten war der Kreis der Favoriten im Match Race Germany so groß wie in diesem Jahr. Steuermann Mathieu Richard zählt nicht erst seit seinem Sieg in Marseille dazu. Der sympathische Franzose kommt als Tour-Spitzenreiter und machte dem Bodensee schon vor dem Regattastart ein großes Kompliment: „Ich liebe das Revier. Insbesondere, wenn es sonnig ist. Die Bedingungen vor Langenargen sind aufgrund der leichten Windbedingungen oft hart, aber ich liebe es!“

Mit besonderer Aufgabe und der irreführenden aktuellen Weltranglistenposition 334 im Gepäck reist Jesper Radich an. Der furiose dänische Skipper hat einige Zeit pausiert, startet nun sein Comeback. 2003 triumphierte Radich zuletzt im Match Race Germany, ein Jahr später gewann er die World Match Racing Tour als jüngster Steuermann aller Zeiten. Mit fünf Grand-Prix-Siegen liegt er in der ewigen Bestenliste der Tour auf Platz vier hinter Peter Gilmour (15 Siege), Russell Coutts (Neuseeland/6 Siege) und Magnus Holmberg (Schweden/6 Siege). Holmberg meldet sich mit seiner Teilnahme am deutschen Matchrace-Klassiker im Tour-Geschehen zurück, könnte mit einem weiteren Sieg Segelsuperstar Russell Coutts in der Bestenliste hinter sich lassen.

Doch die Routiniers, zu denen am Bodensee auch der 43-jährige Weltranglisten-Neunte und Ex-Shosholoza-Steuermann Paolo Cian aus Italien und der ebenfalls 43 Jahre alte schwedische Weltranglisten-Achte Björn Hansen zählen, werden sich des Ansturms der nachdrängenden nächsten Generation versierter Duellsegler erwehren müssen. Neben Minoprio und Mirsky könnte sich auch der stürmische 26-jährige Däne Mads Ebler als Favoritenschreck erweisen, der 2009 bei der Matchrace Europameisterschaft Bronze gewann.

Mit Erfahrung aus dem America’s Cup kommt der Südafrikaner Ian Ainslie dazu, der sich zuletzt effizient auf Platz elf der Matchrace-Weltrangliste vorgearbeitet hat. Last but not least hat Ian Williams in Langenargen noch eine Rechnung offen. Dem Matchrace-Doppelweltmeister der Jahre 2007 und 2008 fehlt immer noch ein Sieg in Deutschland. Der smarte Anwalt und Weltranglisten-Vierte ist dem Match Race Germany seit seinem ersten Start vor fünf Jahren ununterbrochen treu und sagt: „Es ist eine der wenigen Regatten, die wir noch nie gewinnen konnten. Also sind wir extrem scharf darauf, das zu ändern!“

Gegen diese geballte Ladung Matchrace-Expertise der internationalen Profis räumt sich die einzige deutsche Mannschaft nur Außenseiterchancen ein. Aber: Steuerfrau Kathrin Kadelbach und ihre Taktikerin Ulrike Schümann aus Berlin haben gerade ein einjähriges intensives Matchrace-Training absolviert, gehen also bestens vorbereitet und als Publikumslieblinge an Bord der Yachten vom Typ Bavaria 35 Match. Die Olympia-Vierte Ulrike Schümann, die im März das Ende ihrer olympischen Karriere bekannt gab, schlüpft für das Match Race Germany in die Rolle der Taktikerin und überlässt Kathrin Kadelbach das Steuer. Schümann weiß um die Stärken ihrer Crew mit zwei Frauen und drei Männern in einem Boot. „Bei leichten Winden haben wir als Frauen keine Nachteile, bei starken Winden müssen die Männer eben etwas mehr ran“, sagt die 36-Jährige vom Verein Seglerhaus am Wannsee, „für uns wäre jeder einzelne Rennsieg in diesem Feld ein großer Erfolg. Gegen Männer zu siegen macht nun einmal am meisten Spaß!“

Offizieller Trainingstag für die Teams ist der 19. Mai. Zeitgleich erwacht die Zeltstadt am See, die sechs Tage lang Herzkammer des großen Segelfests am Bodensee sein wird. Das vielseitig und liebevoll gestaltete familienfreundliche Rahmenprogramm beinhaltet auch 2010 wieder bunte Kinder-Aktionen, Sponsorenpräsentationen und interaktiven Angebote rund um den Segelsport, mitreißende Bands, Schnuppersegelaktivitäten von und mit dem veranstaltenden Yacht Club Langenargen und ein großes Angebot regionaler und internationaler Speisen und Getränke direkt an der Promenade. Der Eintritt zum seglerischen Pfingstfest ist kostenlos.

Live-Übertragungen mit Alcatel-Lucent

Auch technologisch wird das Match Race Germany seinem Ruf als Trendsetter 2010 gerecht. Mit Hilfe modernstem Mobilfunk der vierten Generation, der sogenannten LTE-Technologie (Long Term Evolution), und dank Großeinsatz des Kommunikationspartners Alcatel-Lucent und der TV-Produktion der World Match Racing Tour werden die Rennen im Match Race Germany per Video-Streaming live im Internet sowie auf Monitoren auf dem Gelände übertragen und von ZDF-Sportreporter Nils Kaben kommentiert. Für das ambitionierte Vorhaben wird ein komplettes lokales LTE-Netz aufgebaut. Umfangreiche Tests im März verliefen erfolgreich. So können Videobilder in SD/HD-Qualität live von Onboard-Kameras auf den Booten, aus Schloss Montfort und von weiteren Positionen gesendet werden. Zukünftig werden die von den LTE-Basisstationen über Funk kommenden riesigen Datenmengen über die hochleistungsfähigen Glasfasern in den Netzen weitertransportiert.

Erich Zielinski, Leiter des Bereichs Ende zu Ende 4G / LTE-Lösungen der Alcatel-Lucent Deutschland AG: „Diese Premiere unterstreicht die technische Leistungsfähigkeit der nächsten Generation Mobilfunktechnik. Zwar kennen wir schon lange Live-Übertragungen von Sportereignissen wie Formel 1 oder Tour de France, aber nur mittels sehr aufwändiger und teurer Kommunikationstechnik. Mit LTE wird erstmals eine öffentliche, demnächst weit verbreitete Standard-Infrastruktur zum Einsatz kommen und die TV-Produktion vereinfachen.“

Das Bildmaterial steht gleichzeitig Fernsehsendern für eigene Live- oder Aufzeichnungs-Produktionen und Online-Medien zur Verfügung.

Donnerstag, 15. April 2010

Unfall mit Folgen: 1 Boot gekentert, 1 Motorboot flüchtig

15.04.10 - Am Mittwoch Abend fand auf dem Obersee die Internationale Seenot- und Fahndungsübung der Wasserschutz- und Seepolizeien statt. Es wurde angenommen, dass ein Motorboot einem anderen Motorboot vor Wasserburg den Vorrang nahm.

Der Bootsführer des vorrangberechtigte Boot musste ausweichen, verlor die Kontrolle über das Boot und kollidierte mit einem Seezeichen. Das Boot sank und drei Personen wurden ins Wasser geschleudert. Es wurde zunächst nationaler Seenotalarm für die Boote der Feuerwehr Wasserburg, der Feuerwehr Lindau, des THW Lindau, der WSP-Gruppe der PI Lindau sowie der Wasserwachten aus Nonnenhorn und Lindau ausgelöst. Die Wasserwacht Wasserburg sicherte die im Wasser befindlichen Rettungsschwimmer mit einem kleineren Motorboot ab.

Zwei der über Bord gegangenen Personen wurden bereits durch das Feuerwehrboot Wasserburg bei der Anfahrt aufgefunden und gerettet. Es war schnell klar, dass eine dritte Person vermisst wurde. Es wurde zunächst mit sechs Booten eine Suchkette aufgebaut. Der gemeinsamen Einsatzleitung in Lindau löste internationalen Seenotalarm aus, nachdem sich sehr schnell herausstellte, dass zur Suche nach der vermissten Person mehr Boot notwendig waren. In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass der Unfallverursacher in Richtung Seemitte flüchtete. Auf dem See wurden neben der Suchmaßnahme, die von der Wasserwacht geleitet wurde, durch die Wasserschutzpolizei eine Fahndung nach dem flüchtenden Motorboot eingeleitet. Ca. 1 Stunde nach dem Unfall konnte die dritte Person durch die in der Zwischenzeit angewachsene Suchkette vor Wasserburg aufgefunden werden.

Durch das Zollboot Graf Zeppelin aus Friedrichshafen konnte fast gleichzeitig das flüchtende Boot vor Langenargen gestellt werden. Jetzt stellte sich heraus, dass auch von dem Boot des Unfallverursachers nach dem Unfall eine Person über Bord gegangen war, die gesucht werden musste. Mit internationalen Kräften aus Österreich (Seepolizei Hard, Feuerwehr Hard), der Schweiz (Schifffahrtsamt Rohrschach, SLRG Rorschach, Seepolizei Thurgau) und Deutschland (DLRG Langenargen und Friedrichshafen, WSP Konstanz sowie die bayerischen Boote) wurde durch das Wasserschutzpolizeiboot aus Friedrichshafen eine Suchkette vor Langenargen gebildet. Mit Einbruch der Dunkelheit konnt auch die letzte Person aufgefunden werden. Die Übung konnte erfolgreich beendet werden. Trotz des erfolgreichen Ausgangs der Übung zeigten sich denoch Defizite, die international aufgearbeitet werden müssen. Es zeigte sich, dass die Kommunikation noch verbessert werden und die Suchformationen mit allen am Wasserrettungsdienst beteiligten Organisatioen und Behörden immer wieder geübt werden muss. Die Wasserschutzpolizei bedankt sich vor allem bei den ehrenamtlichen Kräften für ihr Engagement und die Teilnahme an der Übung. Insgesamt beteiligten sich 20 Einsatzboote , ca. 80 Einsatzkräfte sowie der bayerische Fischereiaufseher mit seinem Boot an der Übung.

Dienstag, 13. April 2010

Hafen Lindau: Einigung bestätigt

13.04.10 - Um einen Rechtsstreit zu verhindern, haben sich die Lindauer Oberbürgermeisterin Petra Meier to Bernd-Seidl und der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank im vergangenen Oktober grundsätzlich in Sachen „Seehafen Lindau“ geeinigt.

Zwischenzeitlich wurden die Details verhandelt und ausformuliert. Mit der heutigen Beurkundung beim Lindauer Notar Dr. Peter Reibenspies und der Unterzeichnung durch die beiden Stadtoberhäupter, die Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz GmbH (SWK), der Bodensee-Hafen-Gesellschaft mbH (BHG) und der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB) ist die Einigung wirksam geworden: Ab 1.5.2010 wird die Stadt Lindau Eigentümerin des gesamten Hafens. Die Stadtwerke Konstanz haben im Lindauer Hafen langfristig gesicherte Nutzungsrechte für ihre Tochtergesellschaft, die Bodensee-Schiffsbetriebe.

„Ich freue mich sehr, dass unser Bayerischer Löwe jetzt endlich sein Gehege bekommt“ – so Oberbürgermeisterin Petra Meier to Bernd-Seidl. Mit der nun ausgehandelten Vereinbarung würden sowohl die Belange der Stadt Lindau als auch die der Bodensee-Schiffsbetriebe Konstanz gewürdigt und entsprechend berücksichtigt. Mit der heute beurkundeten Vereinbarung sei der Rechtsstreit zwischen den beiden Bodensee-Städten endgültig beigelegt. Einer auf die Zukunft ausgerichteten und vertrauensvollen Zusammenarbeit stehe nun nichts mehr im Wege.

„Ich bin froh, dass es zu einer Einigung gekommen ist, wir haben damit eine gemeinsame Perspektive für die BSB, die Stadt Lindau und die Schifffahrt insgesamt“, erklärte Oberbürgermeister Horst Frank. Somit könne der Tourismus weiter voran gebracht werden.

Beide Oberbürgermeister bedankten sich besonders bei den Lindauer und Konstanzer Mitgliedern der Verhandlungsrunde Achim Frey (Stabstelle Recht Stadt Lindau), Herbert Lau (Stadtkämmerei Stadt Lindau), Christoph Sigg (BHG) und Jörg Handreke (BSB) für die kompetente und engagierte Arbeit, die wesentlich zum erfolgreichen Abschluss beigetragen haben.

Die wesentlichen Inhalte der Einigung:

• Lindau erwirbt das Eigentum an allen Flächen im Seehafen und räumt den Stadtwerken Konstanz für Ihre Tochtergesellschaft Bodensee-Schiffsbetriebe ein dauerhaftes Nutzungsrecht für den Westhafen und den Anlegersteg im Osthafen ein.

• Die Bodensee-Hafen-Gesellschaft aus Konstanz erhält ein langfristiges Recht zur Nutzung und Umgestaltung der Grundstücke Eilguthalle und Tankanlage.

Das Erbbaurecht hat eine Laufzeit von 50 Jahren mit einer Verlängerungsoption um weitere 25 Jahre. Die BHG entwickelt und saniert im Laufe der nächsten fünf Jahre in enger Abstimmung mit der Stadt Lindau die Eilguthalle unter Berücksichtigung der betrieblichen Belange der BSB. Ziel ist dabei die Verlegung der Tankanlage.

Im Jahre 2003 hat die Deutsche Bahn AG die Bodensee-Schiffsbetriebe und die damit verbundenen Hafen- und Grundstücksflächen an die Stadtwerke Konstanz GmbH verkauft.

Die damit ausgelöste Auseinandersetzung der beiden Bodenseestädte um die Eigentumsrechte am Lindauer Hafen hat nunmehr ein außergerichtliches Ende gefunden. Alle Beteiligten sind sich einig, dass einer gedeihlichen und erfolgreichen Zusammenarbeit im Interesse der Fortentwicklung des Tourismus und der Schifffahrt auf dem Bodensee nichts mehr im Wege steht.

Die Einigung wurde unterzeichnet von:
Petra Meier to Bernd-Seidl, Oberbürgermeisterin Stadt Lindau
Horst Frank, Oberbürgermeister Stadt Konstanz, Aufsichtsratsvorsitzender SWK, Beiratsvorsitzender BHG und BSB
Konrad Frommer, Geschäftsführer SWK und BHG
Christoph Sigg, Geschäftsführer BHG
Jörg Handreke, Geschäftsführer BSB
Stefan Ballier, Geschäftsführer BSB