Montag, 21. Juli 2008

Immenstaader Häfele-Cup im Wetterglück

21.07.08 - 100 Segler in den Klassen Dynamic 35, Avance 36 und Shark 24 waren in 24 Yachten bei besten Wetter und Windbedingungen am Samstag auf dem Wasser und das Wettfahrtleiterteam Rolf Rimmele und Oliver Hund freute sich über 4 interessante Läufe bei etwa 3 Beaufort aus westlicher Richtung. Bei diesen Bedingungen waren Überraschungen eher selten und somit waren schon am Samstagabend einige Vorentscheidungen gefallen.

Die vom Regattalandteam per La Ola empfangenen Segler durften beim Molenkopf Freibier ihre neuesten Erkenntnisse verraten und bei bester Stimmung ging es dann zu einem Spaß der besonderen Art. Im Hafenbecken war eine Windmaschine aufgestellt worden in deren Fokus mit Segelmodellen der 1 Meter großen „Seacret-Klasse“ unter den Teilnehmern der „Match Race Immenstaad“ Meister ermittelt wurde. Viele Zuschauer verfolgten interessiert die Läufe, die dann nachts bei Flutlicht mit dem Sieg der Crew „Azzurra“ endeten. Im Clubhaus wurde ein wunderbarer Segeltag für die gutgelaunte Seglergroßfamilie gefeiert.

Der Sonntag brachte noch zwei weitere Läufe in die Wertung. In guter Form präsentierte sich Lokalmatador Alois Weißhaupt mit seiner Mannschaft Hans Pluzny und Ulrich Pfaff vom ausrichtenden Yachtclub Immenstaad. Mit Ihrem Sieg vor Horst Rudorffer und Siegfried Huhle machen sie Hoffnung auf ein Spitzenergebnis bei der Shark 24 EM, die Anfang Oktober an gleicher Stelle ausgerichtet wird.

Die schnellen Dynamic 35 wurden vom Friedrichshafener Carsten Ortlieb mit seiner Crew dominiert. Zweiter wurde das Team um Rudi Thum aus Meersburg vor Klaus Vonbach, wie Ortlieb vom Württembergischen Yachtclub. Der Immenstaader Berthold Meichle wurde siebter.

Die Avance 36-Klasse wurde wiederum vom Dauersieger Jürgen Peter vom Yachclub Hard angeführt. Zweiter wurde Ralph Schatz vom Yachtclub Meersburg vor Alexander Körner und den Immenstaadern Siegfied Heger und Berndt Heger.

Dank auch an die Sponsoren HTU, Zoller-Hof, Sailpoint-Florian Krafft und Complot Beschriftungen, sowie Schadow Augenoptik, Helmuts Haarstudio und Bodenbeläge am See, die diese Regatta in diesem Umfang möglich gemacht haben. So lobten sich Veranstalter und Segler gegenseitig und man trennte sich in Vorfreude für ein Jahr bis zum Häfele-Cup 2009.

Ergebnisse >


Die drei Siegreichen Crews beim Häfele-Cup 2008 (von Links: Hans Pluzny, Alois Weißhaupt, Dede Baasch, Andreas Hestermann,Uli Pfaff, Sven Holzer, Carsten Ortlieb, Timo Seifert, Jürgen Peter, Thomas Peter, Michi Thaler)

Leichte Unterkühlung vor Eriskirch

21.07.08 - Leichte Unterkühlungen haben die fünf Besatzungsmitglieder eines Rennruderbootes erlitten, das dieser Tage im Seeraum vor Eriskirch gekentert war. Wie in Erfahrung gebracht werden konnte, war das Boot während einer Trainingsfahrt bei Windstärke drei bis vier von zwei Querwellen erfasst worden, in deren Folge es havarierte.

Eine Bootsbesatzung der daraufhin alarmierten Wasserschutzpolizei Friedrichshafen konnte vier Personen aus dem etwa 20 Grad warmen Wasser bergen, das fünfte Besatzungsmitglied wurde von einer Bootsbesatzung des Rudervereins Friedrichshafen, die auch das Ruderboot an Land schleppten, geborgen.

Ein Erfolg für die Zukunft: EM-Platz sechs für Tobi Schadewaldt

21.07.08 - DSV (Hamburg) ­ Für die Olympischen Spiele 2008 zu spät, doch für die Zukunft ein wichtiger Meilenstein: Tobias Schadewaldt hat im Weltklassefeld von 144 Startern bei der Laser-Europameisterschaft vor Nieuwpoort (Belgien) Platz sechs belegt. Der Student vom Norddeutschen Regatta Verein präsentierte sich in hervorragender Verfassung, seine Bilanz nach zehn Rennen wies sogar zwei Tagessiege auf.

"Das ist eine super Leistung", freute sich DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg), der sich bereits auf dem Weg in die chinesische Olympiastadt Qingdao befand. Für die Nominierung zu den Olympischen Spielen im August kommt Schadewaldts schneller Ritt zwar zu spät, doch zählt der Kieler nun neben weiteren starken deutschen Laserseglern wie dem Lübecker Simon Grotelüschen (EM-11.) und dem Kieler Medizinstudent Malte Kamrath (EM-17.) zu den Hoffnungsträgern für die olympische Zukunft.

Europameister wurde vor Nieuwpoort der Brite Paul Goodison (25 Punkte) vor dem Slowaken Vasilij Zbogar (32 Punkte) und dem Polen Karol Porozynski (33 Punkte). Das Trio musste in der auch für Überseeteilnehmer offenen Trophy-Wertung nur dem überragenden und ebenfalls für die Olympischen Spiele co-favorisierten Australier Tom Slingsby (17 Punkte) den Vortritt lassen.

Im Frauenfeld der Laser Radial-Seglerinnen ersegelte sich die Finnin Sari Multala mit elf Punkten den EM-Titel. Zweite wurde die Französin Sophie de Turckheim (14 Punkte) vor der Lokalmatadorin Evi van Acker (16 Punkte). Die deutsche Olympiateilnehmerin Petra Niemann aus Berlin war in Belgien nicht dabei, geht in der Vorbereitung auf ihren dritten Olympiastart eigene Wege. "Ich habe nach zwei Olympiastarts für mich herausgefunden, dass ich mich nur auf einen Höhepunkt in der Saison konzentrieren kann. Deswegen meide ich in dieser Saison die großen Regatten. Mein Höhepunkt sollen die Olympischen Spiele sein."

Der erste Startschuss der olympischen Regatta fällt am 9. August vor Qingdao (China). Die deutsche Segelmannschaft geht mit sechs Teams in der Fushan Bucht auf Medaillenjagd.

EM-Wertung Laser
1. Paul Goodison (GBR) 25 Punkte
2. Vasilij Zbogar (SLO) 32 Punkte
3. Karol Porozynski (POL) 33 Punkte
...
6. Tobias Schadewaldt (Kiel) 39 Punkte
...
11. Simon Grotelüschen (Lübeck) 59 Punkte
...
17. Malte Kamrath (Kiel) 76 Punkte

EM-Wertung Laser Radial
1. Sari Multala (FIN) 11 Punkte
2. Sophie de Turckheim (FRA) 14 Punkte
3. Evi van Acker (BEL) 16 Punkte
...
20. Franziska Goltz (Kiel) 101 Punkte
...
30. Janika Puls (Kiel) 144 Punkte

Tauchunfall im Bodensee vor Überlingen

21.07.08 - Überlingen: Zu einem Tauchzwischenfall kam es an der Steilwand vor dem Überlinger Minigolfplatz, als ein 33-jähriger Sporttaucher eines Zweierteams aus bislang ungeklärter Ursache aus ca. 45 m Wassertiefe einen Notaufstieg durchführte.

An der Oberfläche angekommen rief er um Hilfe, wurde von einem weiteren Taucher an Land verbracht und an die zwischenzeitlich alarmierte Rettungskette, wozu auch der Rettungshubschrauber im Einsatz war, übergeben. Der Verunfallte wurde einer Druckkammerbehandlung zugeführt und befindet sich nach letzten Informationen auf dem Weg der Besserung.

Heimsieg für Donald Beike im A-Cat

21.07.08 - TRAVEMÜNDE. Der erste Travemünder Woche-Sieger 2008 heißt Donald Beike und kommt aus Lübeck. Der A-Cat-Segler hatte am Sonntag (20. Juli) nach einem Herzschlagfinale die Nase vorn, weil er dem punktgleichen Guido Schulte aus Wismar im letzten Rennen das Heck zeigte. Schadlos hielten sich die Zarnekauer Lokalmatadoren Helge und Christian Sach zum Auftakt der Internationalen Deutschen Meisterschaft der olympischen Tornados. Mit zwei Tagessiegen führen sie das Feld der 39 gemeldeten Katamarane vor den Schweizern Martin Rusterholz und Sebastian Moser an.

Starkwind fegte am zweiten Wettfahrttag über die Lübecker Bucht, so dass die Rennen der kippeligen Gleitjollen Int. Canoe IC und Taifun auf der strandnahen Bahn Beach abgebrochen werden mussten. Sie war dann frei für die A-Cats, die mit packenden Manövern von zahlreichen Zuschauern bewundert wurden. „Das waren Traumbedingungen und mir auf den Leib geschneidert“, sagte Beilke, der mit einem Rückstand auf Schulte in den Finaltag gegangen war, „ich musste ihn zweimal schlagen.“ Am Vortag hatte das Wismarer Leichtgewicht noch von einer mäßigen Brise profitiert, die unter Land so schwach war, dass der gewichtigere Lübecker dort jedes Mal abgehängt wurde.

„Wir hatten gut zu kämpfen. Das war alles andere als ein glatter Durchmarsch“, meinte Tornado-Steuermann Helge Sach nach dem gelungenen Auftakt, der zum 14. Travemünder Woche-Sieg der Karriere führen könnte. Im ersten Rennen lag die Luvtonne so weit aus der vorgegebenen Richtung im Feld Dickschiffe auf der Seebahn versteckt, dass die Sachs zunächst an ihr vorbei gefahren waren. „Da waren wir plötzlich nur Zehnter und mussten das Feld von hinten aufrollen“, so der Routinier. Erst auf dem letzten Teilstück hatten Swen Schnell und Michaela Kirsten vom TW-Hauptveranstalter Lübecker Yacht-Club das Nachsehen.

Im zweiten Rennen beeindruckte der Surendorfer Nils Bunkenburg mit seiner Vorschoterin Susanne Hahn durch die höchste Geschwindigkeit an der Kreuz. Doch bei den Manövern, vor allem den Halsen unter Gennaker, hatte die Mixed-Crew der Erfahrung der ostholsteinischen Brüder nichts entgegen zu setzen. Weil schon die Hälfte der Teilnehmer entweder gekentert und nicht ins Ziel gekommen war oder gar nicht erst angetreten war, beließ die nun umsichtige Wettfahrtleitung es bei zwei Tageswettfahrten. Helge Sach: „Es hatte auch so schon genug Kleinholz gegeben. Das war schon die Obergrenze für Mensch und Material.“

Weiter drückend überlegen präsentierte sich der Rostocker Christoph Möller in der Laserklasse. Sechs Rennen, sechs Tagessiege lautet die eindrucksvolle Zwischenbilanz des Schiffsbaustudents. In Abwesenheit der EM-Teilnehmer dürfte ihm der TW-Gesamtsieg kaum noch zu nehmen sein. Die Osnabrückerin Mareike Siefker hätte das in der Europe-Klasse vermutlich auch geschafft, doch nach ihren fünften Sieg gab es wegen des anhaltenden Starkwinds keine Rennen mehr. Am Montag soll der Wind wieder etwas nachlassen. Dann beginnen vor Travemünde auch die ORC-Europameisterschaft der Sportsboote und die Deutsche Meisterschaft der traditionellen Folkeboote, die mit 58 Teilnehmern in diesem Jahr das größte Feld bilden.

Segeln in Zahlen

Ergebnisse vom zweiten Tag der 119. Travemünder Woche

Olympische Klassen

IDM der Tornados
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten:
1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 2 Punkte
2. Martin Rusterholz/Sebastian Moser (Schweiz) 6
3. Swen Schnell/Michaela Kirsten (Großensee) 7
4. Nils Bunkenburg/Susanne Hahn (Surendorf) 8
5. Hannes Jantke/Phillip Wetzig (Salzgitter) 13
6. Heiko Söhle/Thomas Noll (Lehrte) 14

Laser
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten:
1. Christoph Möller (Rostock) 5 Punkte
2. Hannes Holländer (Hamburg) 15
3. Frank Neese (Hamburg) 16
4. Ansgar Schneider (Regensburg) 22
5. Johannes Berg (Hamburg) 26
6. Sören Hadeler (Bremen) 28

Internationale und nationale Klasse:

A-Cat
Endstand nach sechs Wettfahrten:
1. Donald Beike (Lübeck) 7 Punkte
2. Guido Schulte (Wismar) 7
3. Horn Jörg (Hamburg) 23
4. Eckhard Michaelis (Pfullingen) 29
5. Thomas Becker (Wismar) 31
6. Thilo Keller (Berlin) 31

Europe
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten:
1. Mareike Siefker (Osnabrück) 4 Punkte
2. Antje Muller (Neuseeland) 10
3. Stine Paeper (Hamburg) 10
4. Simon Almstedt (Waake) 14
5. Anne Marung (Bautzen) 19
6. Christian Förster (Saerbeck) 27

O-Jolle
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten:
1. Martin Hofmann (Hemer) 5 Punkte
2. Axel Forstmann, Dr. (Wunstorf) 10
3. Jörg Legien (Düsseldorf) 11
4. Detlef Munke (Steinhude) 13
5. Hermann Blum (Haan) 18
6. Jochen Lollert (Hagen) 21

Pirat
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten:
1. Sven Vagt/Stina Hadeler (Bremen) 4 Punkte
2. Robert Bleckmann/Corinna Lüdeke (Berlin) 12
3. Thomas Kaitschick/Peter Gardeweg (Lübeck) 14
4. Jakob von Hausen/Maja Gnege (Münster) 16
5. Thea Harksen/Kevin Ohliger (Hamburg) 18
6. Martin Domian/Dirk Heuer (Rondeshagen) 18

Schwertzugvogel
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten:
1. Henry Kopplin/Jörg Wenzel (Berlin) 6 Punkte
2. Axel Fischer/Tanja Seegelke (Talheim) 9
3. Eckert Friedhoff/Meike Friedhoff (Steinhude) 17
4. Jens Rohpeter/Stephan Uden (Bremen) 17
5. Ulrich Brach/Christof Haussmann (Traben-Trarbach) 17
6. Christoph Trettin/Carsten Mihm (Bad Malente) 19

Förderung für den Segelnachwuchs

21.07.08 - Lindau. Zur Förderung des Segelnachwuchses hat am Wochenende der Lindauer Seglerclub seine Manfred-Wasmund-Gedächtnis-Regatta abgehalten. Gestartet sind 22 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren in Optimisten-Jollen – das sind kleine, aber sichere schuhkartonartige Jugendschiffe, auf denen seit Jahrzehnten alle Segler das Wenden und Halsen lernen.

An diesem Wochenende lernten sie zuerst, dass es auf dem Bodensee viele Flauten haben kann, daß sich die Zeit beim Warten auf den Wind aber mit Wasserschlachten und Wettpaddeln vertreiben lässt. Sechs Stunden lang, den ganzen Samstagnachmittag hatte Wettfahrtleiter Roland Tröster vergebens auf Wind gehofft, am Sonntagmorgen kamen noch einmal 2,5 Stunden Wartens dazu. Dann konnte endlich die erste und leider auch einzige wertbare Wettfahrt gezeitet werden.

Patrick Christa vom Yachtclub Hard hatte letztendlich die Nase vorn, vor Valerie Thorbecke vom Lindauer Segler-Club und Sonja Vorderwühlbecke vom Segel-Sportclub Peterstal bei Kempten.

Eine Optimisten-Regatta besteht aber nicht nur aus Warten auf den Wind, am Samstag Abend gab es ein großes gemeinsames Grillfest für alle Kinder und Regattahelfer im Hafen – und wenn die Kinder Hunger hatten, stärkten sie sich zwischendurch am großen Kuchenbuffet, dass die Mütter aufgebaut hatten. Stephan Frank, Fotos: Christa Diederich.

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Sonntag, 20. Juli 2008

Wie Landratten den Segelsport erleben

20.07.08 - TRAVEMÜNDE. Sich den Wind um die Ohren pusten und bunte Segel vorüber ziehen lassen, ohne Gefahr seekrank zu werden. Oder mit viel Muskelkraft Segel setzen und dabei maritime Funktionsmode tragen, ohne den festen Boden unter den Füßen zu verlieren. Bei der 119. Travemünder Woche (TW) kommen auch Landratten seglerisch auf ihre Kosten. Noch bis zum kommenden Sonntag (27. Juli) kann jedermann auf Traditionsseglern die Wettfahrten auf der Lübecker Bucht hautnah miterleben oder ganz bequem von den Terrassen des Sailors’ Beach Clubs und der Rauch Sailors’ Lounge das Regattageschehen in Strandnähe beobachten.

„Komm, komm, halt durch, noch mal, noch mal, gleich hast du’s“, feuert Veronika die Zuschauer an. Am Stand des offiziellen TW-Bekleidungspartners Marinepool lädt sie die Besucher ein, ihre Kräfte einmal am so genannten Grinder anzuwenden. Mit dieser großen Kurbel werden normalerweise an Bord der America’s Cup-Yachten die Segel gesetzt. In Travemünde zeigen Leuchtfelder an, wie „hoch“ die Segel schon gezogen sind, und Veronika stoppt die Zeit, die die Teilnehmer insgesamt benötigen. „Los, helft ihm! Segeln ist Teamsport“, ruft sie, und das Publikum verhilft dem an der „Kaffeemühle“ keuchenden Mann mit lautem „hepp, hepp, hepp“. Auch 17 Sekunden können ganz schön lang sein und ordentlich auf die Puste gehen. Eine Segelerfahrung der besonderen Art.

Wirklich zur Sache geht es auf den Regattabahnen vor der Küste des traditionsreichen Seebads. Wer die Wettfahrten in den insgesamt 29 Bootsklassen auf den Wellen der Lübecker Bucht verfolgen möchte, kann täglich zu Regattabegleitfahrten aufbrechen. Besonders beliebt sind die ganz- oder halbtägigen Törns auf den „Oldtimern“ unter den Segelschiffen, den Traditionsseglern mit ihrem besonderen Flair. Nähere Infos gibt es im Internet unter http://www.sail.de/travemuender-woche.0.html.
Wem das zu gewagt erscheint, besichtigt Travemündes liebstes Wahrzeichen, die vor dem Priwall vor Anker liegende Viermastbark „Passat“. Der schwarzweiße Rumpf dieses ehemaligen Frachtschiffes und die über die Toppen geflaggten Masten bieten eine Bilderbuchkulisse zum Ein- und Auslaufen der Boote über die Travemündung. Das Museumsschiff kann täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Noch aktive Traditionssegler werden am kommenden Sonnabend (26. Juli) von 12 bis 15 Uhr die Travepromenade entlang schippern. Shanty-Chöre an Bord singen bekannte und beliebte Seemannslieder von der Waterkant.

Für Nichtsegler ist das Regattageschehen auf dem Wasser oft nicht ganz einfach zu verstehen. Außer in Travemünde. Hier serviert Moderator Gerd Girschkowski auf der Terrasse des Sailors’ Beach Clubs nahe der Nordermole den Zuschauern Segelfachwissen in leicht verdaulichen kleinen Häppchen. So können die Besucher der Travemünder Woche die Wettfahrten gleich dreifach genießen: Spannung zum Greifen in der nah zum Strand ausgelegten Regattabahn Beach, fachkundige und kurzweilige Informationen über das Geschehen zwischen den Wendemarken und nebenbei trendige Drinks oder köstlicher Kuchen zu einer Tasse Kaffee aus dem gastronomischen Angebot des Sailors’ Beach Clubs.

Der Club ist zugleich einer der „Hotspots“ der Segler. Hier, aber auch im Volkswagen Seglervillage am Traveufer zwischen Lübecker Yacht-Club und Regattastation, sind die Aktiven gern zu einem Schnack bereit. Auch das An- und Ablegen der Boote lässt sich in Travemünde aus allernächster Nähe beobachten. Zum einen bei den Liegeplätzen hinter der Holsten Beach Area neben der Nordermole, aber seit diesem Jahr auch auf der Tornadowiese südlich des Yachtclub-Geländes Trave-aufwärts. Zum ersten Mal „dürfen“ die TW-Besucher einen vollständigen Bogen um diese Liegeplätze machen.

Auf der Trelleborgallee ist durch diese neue Wegführung eine kleine Aussichtsterrasse entstanden, die den besten Blick auf die Boote und ihre Crews gewährt. Wer mehr über diverse Bootsklassen erfahren möchte, merkt sich: „Bis Sonnabend täglich um 18.15 Uhr“. Dann stellt im LN/NDR-Medienzelt Michael Wulff von der Seglerzeitung die Besonderheiten einzelner Bootstypen vor. Jeweils um 20 Uhr wird der tagesaktuelle Segelfilm des NDR von der TW 08 gezeigt. Spätestens dann ist Zeit, bei einem Glas Holsten Pilsener vom Fass das neu erworbene Seglerlatein auszutauschen.

Landprogramm, Montag, 21. Juli
Wettfahrten auf allen sechs Bahnen von 11 bis ca. 17 Uhr (Achten Sie auf die Lautsprecherdurchsagen).
Festivalbühne Brügmanngarten um 20.30 Uhr: Wolf Maahn & Band unplugged – Wolf Maahns Songs sind Meilensteine der deutschen Popgeschichte
Rauch Sailors’ Lounge ab 8 Uhr: Segler- Power-Frühstück & Coffee to go, abends Public Area: DJ Martell (Matrix, Berlin) & Paula P´Cay Live, Beach Area: Finest Afterwork & Loungemusic
Sailors’ Beach Club ab 8 Uhr: Frühstück am Meer, ab 14 Uhr: Kaffee & Kuchen am Meer, Gerd Girschkowski kommentiert live das Regattageschehen auf der Bahn „Beach“ exklusiv von der Terrasse des Sailors’ Beach Clubs, ab 19 Uhr The FunkJunk feat. Freddy Dynamite = The NightRiders / new:stereo Kinder dieser Küste) mit Funk, Soul und Rap.
Tanztee am Meer von 10 - 18 Uhr: Tanzmusik von DJ Claus und Open-Air Tanzcafe von der Tanzschule Wollgast. Mit Tanzkursen für Anfänger und Fortgeschrittene, Tango, Salsa, Samba & Merengue für Jedermann. Kinderdisco mit Tanzanimation. Diverse Shows und Specials sowie eine Talentbühne: Wer etwas Besonderes kann, darf am Wettbewerb teilnehmen. Gewinnspiel-Quiz, mit vielen Sachpreisen. Ab 18 Uhr Schlagerstar José Ferreiras Live on Stage, ab 18.30 Uhr diverse Showbands
Wein-Carree ab 19.00 Uhr: Los Esplendidos – Spanische & lateinamerikanische Folklore
Bühne Trelleborgallee ab 15 Uhr: Claas Vogt (Oldies, Blues & Evergreens), ab 20 Uhr Jessen & Melzer (Power-Acoustic- Duo)
Medienzelt ab 10 Uhr: Medienzelt offen, 12 Uhr: Mittagstisch mit dem Radisson SAS Senator Hotel, 14 Uhr: Spielerunde mit Anne Karin und Sascha Grieve, 16 Uhr: Kochshow mit Walter Kalabinski (Marina), 18.15 Uhr: Klassenportrait Pirat mit Michael Wulff (Seglerzeitung) 19.30 Uhr: Schleswig-Holstein Magazin, 20 Uhr: Travemünder Woche Film, 20.05 Uhr: Jazz mit „Timeline“Weinland von 19 bis 23 Uhr: Los Esplendidos Spanische & lateinamerikanische Folklore

Deutsche Jüngstenmeisterschaft im Teeny IDJüM 2008

20.07.08 - Die Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft im Teeny IDJüM findet vom 25.07.-02.08. in Konstanz statt. Der Präsident des Deutsch-Schweizerischen Motorbootclub Konstanz DSMC Fred Schmid freut sich weit über einhundert Jugendliche mit Eltern und Betreuern begrüßen zu dürfen, die im Teeny um deutsche und internationale deutsche Titel ringen werden.

Folgende Titel werden an die siegreichen Mannschaften vergeben:
Deutsche(r) Jüngstenmeister(in) in der Teeny-Klasse 2008
Deutsche(r) Jüngstenmeister(in) U 14 in der Teeny-Klasse 2008
Internationale(r) Deutsche(r) Jüngstenmeister(in) in der Teeny.-Klasse 2008
Internationale(r) Deutsche(r) Jüngstenmeister(in) U14 in der Teeny-Klasse 2008

Die Trapez-Jüngstenjolle Teeny ist für Segler von acht bis fünfzehn Jahren konzipiert und hat ihren Namen von ihrer Bootslänge her erhalten, ten feet long, also 3,15 Meter. Sie ist durch ihre Ausrüstung mit Spinnaker und Trapez ideal für die stufenweise seglerische Ausbildung mit Heranführung an die Technik des Zweihand-Segelns geeignet.

Für die Jugendarbeit im DSMC unter Axel Deeg ist die Organisation der Internationalen Deutschen Meisterschaft ein Höhepunkt und eine Herkulesaufgabe zugleich. Ab Donnerstag den 24. Juli werden die jungen Gäste in Konstanz erwartet. Besonders freuen sich die Organisatoren, dass es gelungen ist die Teilnehmer attraktiv zentrums- und seenah unterzubringen.

Für Wohnmobile und Gespanne besteht die Möglichkeit unmittelbar auf dem Festgelände des DSMC in Traumlage mit Seesicht zu campieren. Als einziger grenzüberschreitender Wassersportclub am Bodensee freuen sich die Organisatoren des DSMC besonders, dass die Teilnehmer zusätzlich auf dem sich anschließenden Areal um die Bodensee-Arena in der Schweiz ihre Zelte aufstellen und dort die sanitären Anlagen nutzen können.

Ab Freitag den 25. Juli beginnen die Kontrollvermessungen der Boote, bevor am Samstagabend unter der Schirmherrschaft des Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank alle Gäste im Rahmen einer großen Eröffnungsfeier begrüßt werden.

Ab Sonntag den 27. Juli haben die Jugendlichen die Möglichkeit das Wettfahrtrevier im Rahmen der Practice Races kennenzulernen, bevor die Wettfahrten am Montag den 28. Juli beginnen.
Geplante Renntage sind Mo 28.07., Di 29.07., Do 31.07. und Fr. 01.08., Reservetage sind Mi. 30.07. und Sa 2.08.08.

Die bekannten Hafenhallen Konstanz übernehmen das Catering für das gemeinsame Abendessen an den Renntagen im Festzelt. Getränkeverkauf und Barbecue auf dem Festgelände ergänzen das Versorgungsangebot.

Derzeit arbeiten die Verantwortlichen an einem Rahmenprogramm für Jugendliche, Eltern und Offizielle mit kostenlosen Stadtführungen, einer Reichenau Gemüsefahrt im Doppeldeckerbus und einer Weinprobe. Das Sealife Aquarium Konstanz hat eine 50%-ige Eintrittsermäßigung für Regattateilnehmer zugesagt.

Am Samstag den 2.08.2008 findet die Siegerehrung im Rahmen der Abschlussveranstaltung auf dem Festgelände statt.

Der DSMC Konstanz würde sich über eine angemessene Presseberichterstattung zu diesem seglerischen Großereignis am Bodensee freuen.Es steht ein Presseboot zur Verfügung, das nach kurzer telefonischer Anmeldung Journalisten zum Regattafeld fährt.

Nachfolgend finden Sie Informations- und Kontaktmöglichkeiten:

Beauftragter für die Pressearbeit:
Ralph Uebelen, Seglervereinigung des DSMC, R.Uebelen@t-online.de Mobil: 0175-4143286

Jugendleitung und Organisation:
Axel Deeg, email: axel.deeg@t-online.de, Mobil: 0177-7876233

Jugendarbeit und Organisation:
Wolfgang Strobel, email: wolfgang@w-strobel.de, Mobil: 0172-7202517

Wettfahrtleitung:
DSMC e.V., Hafenstrasse 10, D-78462 Konstanz

DSMC-Ansprechpartner der Wettfahrtleitung:
Claude Lüders, email: lueders.kn@gmx.de, Mobil: 0171-1289475

DSMC-Regatta-Arzt:
0151-51798148

Mehr über die Bootsklasse Teeny: de.wikipedia.org/wiki/Teeny

Auf Rauschefahrt mit Kurs Nordost

20.07.08 - TRAVEMÜNDE. Kräftige Schauerböen schickten am Sonnabendnachmittag (19. Juli) zum Auftakt der 119. Travemünder Woche die Rekordzahl von 56 Segelyachten auf die erste Etappe des vierten Baltic Sprint Cups nach Karlskrona in Schweden. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee feuerte um 15 Uhr auf der Lübecker Bucht den ersten Startschuss in den grauen Ostseehimmel. Auf die Teilnehmer warten zwei Regattawochen mit vier Etappen in fünf Länder.

Dunkel zog die Front kurz vor dem Start über Travemünde auf. Und das Ostseebad verabschiedete die Flotte der 56 teilnehmenden Crews mit dicken Tropfen und Hagelkörnern. Auf dem Startschiff „Asgard“ des Lübecker Yacht-Clubs aber war die Laune bestens. Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, übernahm die ehrenvolle Aufgabe, das erste Drittel des Teilnehmerfelds, die kleineren Cruiseryachten, auf den Weg zu schicken. Mehr als 450 Seglerinnen und Segler des teilnehmerstärksten Baltic Sprint Cups seit seiner Premiere 2005 hatten zunächst eine kurze Startkreuz zu absolvieren, bevor sie unter bunten Spinnakern in Rauschefahrt den Kurs Nordost einschlugen.

„Das wird ein ganz schnelles Rennen. Ich gehe bei dem kräftigen Südwestwind davon aus, dass die ersten Yachten schon am Sonntagmorgen in Karlskrona sein werden“, meinte Henning Rocholl von SAIL & RACE, Organisator des Baltic Sprint Cups. Und in der Tat verspricht der Wetterbericht anständigen „Schiebewind“ mit eingestreuten stürmischen Böen, der am Sonntag (20. Juli) sogar noch zunehmen soll.

Mit ihrem leuchtend roten Spinnaker gab die Crew der „Chaos Quarante“ die Richtung an und führte das Feld aus der Lübecker Bucht zunächst Richtung Bornholm. Skipper Thomas Nielsen aus Eckernförde rundete die Luvtonne mit seiner Dufour 40 mit Abstand als Erster und setzte das leuchtende Vorwindsegel. „So fahren wir jetzt durch bis ins Ziel“, rief er den zahlreichen Begleitbooten zu. Bereits vor dem Start war Nielsen zuversichtlich und kampfbereit: „Wir sind im vergangenen Jahr Zweite geworden, diesmal wollen wir gewinnen.“

Die zweite Startgruppe, die vom Schirmherrn Etappe Travemünde–Karlskrona, Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe, auf den Weg geschickt wurde, war hart umkämpft. Den kurzen Weg zur Luvtonne nutzte Reinhold Riel aus Westerland mit seiner „Sinfonie Sylt“, um sich knapp an die Spitze zu setzen, gefolgt von John Weldings Flensburger Crew auf der „Black Jack“.

Die Spannung stieg noch einmal, bevor die so genannten Racer, reinrassige Rennyachten, in der dritten und letzten Startgruppe auf die Reise gingen. David Aisher, Kommodore des Royal Ocean Racing Club in London, legte mit seiner „Yeoman XXXII“ den besten Start hin. „Wir haben mit unserem Boot wahrscheinlich die meisten Seemeilen gesegelt“, verglich Aisher sein Team mit den Crews der Schwesterschiffe „guts’n glory“ von Christopher Wuttke aus Bückeburg und „Danebury“ von Mike Catania, der unter der Flagge der Britischen Jungferninseln antritt. Die drei Yachten vom Typ Rogers 46 lassen einen spannenden Wettkampf erwarten. „Die direkten Gegner sind gut vorbereitet. Wir werden sehr hart kämpfen müssen, um zu gewinnen“, so Aisher.

Die mit 25 Metern größte Yacht im Rennen, der Maxiracer „Calypso“ von Gerd Clausen aus Hamburg, setzte sich trotz eines schlechten Starts bereits auf der nur zwei Seemeilen kurzen Kreuz gegen den Wind an die Spitze ihrer Wertungsgruppe. Aber der Weg war da noch lang. 216 Seemeilen liegen vor dem Bug der Hochseesegler. Die Positionen der Schiffe und Zwischenstände sind ist im Internet auf der Website www.balticsprintcup.com über den Race Tracker zu verfolgen.

Mit einer rauschenden Start-Up-Party des Hafensponsors „SE Spezial-Electronic AG“ von Geschäftsführer Christopher Wuttke wurde am Freitagabend der vierte Baltic Sprint Cup im Garten des „Columbia Hotel Casino Travemünde“ offiziell eingeläutet. Minister Tiefensee gelobte eigene Seefestigkeit für die bevorstehende Regattabegleitfahrt und wünschte den Aktiven eine spannende wie erfolgreiche Regatta. „Henning Rocholl und Alan Green haben einen großartigen Job gemacht, das alles zu organisieren“, bedankte sich David Aisher im Namen aller Segler.

Am frühen Nachmittag legten die Yachten ab, um sich den zahlreichen Besuchern der Travemünder Woche in einer großen Auslaufparade zu präsentieren. Der „Gänsemarsch“ der 56 Hochseeyachten wurde am Ufer von Moderator Gert Girschkowski verbal begleitet und von tausenden Zuschauern interessiert verfolgt. Bei ihrer Parade verabschiedeten sich die Segler mit zünftigen La-Ola-Wellen von Travemünde und passierten unter Applaus die Travemündung. Die weiteren Stationen nach Karlskrona werden die litauische Hafenstadt Klaipeda sowie Gdynia und Gdansk in Polen sein.

Weiße Laser-Weste für Christoph Möller

20.07.08 - TRAVEMÜNDE. Der Rostocker Christoph Möller war am Sonnabend (19. Juli) zum Auftakt der 119. Travemünder Woche Segler des Tages und sicherte sich mit drei Einzelsiegen die Gesamtführung in der olympischen Laser-Klasse. Die Hamburger Hannes Holländer und Johannes Berg folgen auf den Plätzen.

Ebenfalls eine weiße Weste behielten Sven Vagt und Tina Hadeler aus Bremen im Pirat und die Osnabrückerin Mareike Siefker in der Europe-Jolle. 56 Hochseeyachten starteten am Nachmittag zur ersten Etappe des Baltic Sprint Cups ins schwedische Karlskrona. Die Regatta führt über 710 Seemeilen (1.300 Kilometer) in fünf Ostseeanrainerstaaten und endet am 1. August in Rønne/Dänemark auf Bornholm.

„Genau so hatte ich mit es auch vorgestellt“, meinte ein selbstbewusster Christoph Möller zurück an Land, „mir war vor dem Start klar, dass ich hier Topfavorit bin.“ Denn wegen einer Prüfung an der Rostocker Uni hatte der 24-Jährige Maschinenbaustudent auf die Europameisterschaft im belgischen Nieuwpoort verzichtet, die am Sonnabend mit Platz sechs des Kielers Tobias Schadewaldt zu Ende gegangen war. Lokalmatador Simon Grotelüschen von Lübecker Yacht-Club war bei der EM Elfter hinter Europameister Paul Goodison aus Großbritannien geworden und fehlt deshalb dieses Jahr in Travemünde. Dort will sich Möller mit einem TW-Sieg entschädigen.

Bei mäßigen westlichen Winden mit einzelnen Schauerböen, in denen teils Hagel über die Lübecker Bucht flog, wurden auf vier Regattabahnen drei bis vier Wettfahrten gesegelt. „Wir haben unser Soll erfüllt“, meinte der oberste Wettfahrtleiter Walter Mielke, „aber es ist ungewiss, ob das die nächste Tage so bleibt.“ Grund: Ein Tiefdruckgebiet mit starken bis stürmischen Winden ist im Anmarsch und könnte ab Sonntag (20. Juli) schon die Grenze der segelbaren Bedingungen überschreiten.

Segeln in Zahlen - Ergebnisse vom ersten Tag der 119. Travemünder Woche

Olympische Klassen

Laser
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Christoph Möller (Rostock) 3 Punkte
2. Hannes Holländer (Hamburg) 10
3. Johannes Berg (Hamburg) 13
4. Ansgar Schneider (Regensburg) 15
5. Eike Martens (Ganderkesee) 17
6. Frank Neese (Hamburg) 20

Internationale und nationale Klasse

A-Cat
Gesamtstand nach vier Wettfahrten:
1. Guido Schulte (Wismar) 6 Punkte
2. Donald Beike (Lübeck) 7
3. Horn Jörg (Hamburg) 11
4. Thilo Keller (Berlin) 19
5. Lars Bunkenburg (Hamburg) 22
6. Ingmar Warnicke (Pansdorf) 22

Europe
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Mareike Siefker (Osnabrück) 3 Punkte
2. Stine Paeper (Hamburg) 7
3. Simon Almstedt (Waake) 10
4. Antje Muller (Neuseeland) 11
5. Anne Marung (Bautzen) 15
6. Christian Förster (Saerbeck) 20

Int. Canoe IC
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Peter Ullmann (Oldenburg) 4 Punkte
2. Eckhardt Pagel (Buchholz) 8
3. Johan Elfström (Schweden) 14
4. Jan Stahl (Hildesheim) 17
5. Axel Bierwagen (Minden) 19
6. Roger Regitz (Berlin) 22

Int. Canoe Taifun
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Martin Droll (Lindow) 4 Punkte
2. Niklas Steimann (Klein Rönnau) 5
3. Roland Rensch (Lindow) 10
4. Helge Meyer (Bad Segeberg) 11
5. Frederik Steimann (Klein Rönnau) 18
6. Julia Gillen (Hamburg) 24

O-Jolle
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Axel Forstmann (Wunstorf) 7 Punkte
2. Martin Hofmann (Hemer) 11
3. Jörg Legien (Düsseldorf) 11
4. Hermann Blum (Haan) 13
5. Detlef Munke (Steinhude) 14
6. Jochen Lollert (Hagen) 15

Pirat
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Sven Vagt/Stina Hadeler (Bremen) 3 Punkte
2. Robert Bleckmann/Corinna Lüdeke (Berlin) 9
3. Thomas Kaitschick/Peter Gardeweg (Lübeck) 10
4. Jakob von Hausen/Maja Gnege (Münster) 12
5. Thea Harksen/Kevin Ohliger (Hamburg) 16
6. Martin Domian/Dirk Heuer (Rondeshagen) 17

Schwertzugvogel
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Henry Kopplin/Jörg Wenzel (Berlin) 4 Punkte
2. Axel Fischer/Tanja Seegelke (Talheim) 8
3. Christoph Trettin/Carsten Mihm (Bad Malente) 15
4. Manfred Brändle/Wolfgang Rosteck (Wuppertal) 15
5. Ulrich Brach/Christof Haussmann (Traben-Trarbach) 15
6. Eckert Friedhoff/Meike Friedhoff (Steinhude) 16

Freitag, 18. Juli 2008

119. Travemünder Woche mit VM Tiefensee eröffnet

18.07.08 - TRAVEMÜNDE. Das Ostseebad Travemünde hatte sich schon fein gemacht, als am Freitag (18. Juli) um punkt 18.01 Uhr des Bürgermeister Saxes Stimme mit den berühmten Worten „Heiß Flagge!“ über die Trave schallte. Damit war die 119. Travemünder Woche dank Verkehrsministers Wolfgang Tiefensee als anwesenden Schirmherrn mit bundespolitischem Glanz feierlich eröffnet. Bis zum kommenden Sonntag (27. Juli) werden fast 2000 Seglerinnen und Segler aus 19 Nationen in 29 Bootsklassen bei der schönsten Regatta der Welt an den Start gehen. Zur „fünften Jahreszeit“, dem Festival an Land, werden bis zu einer Millionen Besucher in Travemünde erwartet.

„Die Schirmherrschaft über die Travemünder Woche habe ich sehr gerne übernommen“, sagte Wolfgang Tiefensee unter dem Beifall von 300 Eröffnungsgästen und einigen tausend TW-Besuchern auf der Travepromenade. „Es ist schön zu sehen, dass die Sportschifffahrt kontinuierlich wächst und sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Auch die Bedeutung des Wassersports als Wirtschaftsfaktor gewinnt immer mehr an Gewicht“, so der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in seiner Ansprache, „in Deutschland sind immerhin zwei Millionen Menschen in Wassersportvereinen organisiert; 17 Millionen Menschen treiben im Urlaub oder ihrer Freizeit Wassersport. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, diese Entwicklung weiter zu fördern.“ Und weiter: „Deswegen freue ich mich ganz besonders, diese traditionsreiche Veranstaltung, die als schönste Segelregatta der Welt gilt, besuchen zu dürfen.“

Mit seiner Schirmherrschaft hatte Tiefensee, der auch noch an einer Regattabegleitfahrt teilnehmen wird, die bundesweite Bedeutung der Großveranstaltung unterstrichen, die sogar bis weit über die Grenzen Deutschlands hinaus scheint. Die Internationalität wird dieses Jahr unter anderem durch Teilnehmer aus Russland und den USA, Australien und Neuseeland sowie zwei Booten unter den Flaggen Singapurs und den Britischen Jungferninseln unterstrichen. Die globale Anziehungskraft der 119. TW wächst vor allem aus den sportlichen Höhepunkten.
Dies ist zunächst der Start des vierten Baltic Sprint Cups am ersten Sonnabend (19. Juli), wenn 57 Hochseeyachten zur ersten Etappe einer zweiwöchigen Regatta über insgesamt 710 Seemeilen aufbrechen. Sie führt von Travemünde nach Karlskrona in Schweden und endet am 1. August in Rønne auf Bornholm/Dänemark. Die ORC-Europameisterschaft der Sportsboote sucht ab Montag (21. Juli) ihren neuen Titelträger, während die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) der 39 olympischen Tornado-Katamarane am Tag zuvor ihren ersten Startschuss hört. Die ersten Wettfahrten der Travemünder Woche, die sich 2008 auf sechs Regattabahnen auf der Lübecker Bucht konzentriert, sollen am Tag nach der Eröffnung um 11 Uhr beginnen. Sie müssen sich auf stürmische Zeiten einstellen, denn die die Firma „Wetterwelt“ des Diplom-Meteorologen Meeno Schrader hat für die kommenden Tage starke Winde, teils mit heftigen Böen vorhersagt.

Zumindest überwiegend trocken war es am ersten Abend, als die zahlreichen Sehleute schon über das 80.000 Quadratmeter große Veranstaltungsgelände schlenderten, wo bereits köstliche Düfte kulinarischer Leckerbissen zu riechen und rhythmische Klänge live von den Bühnen zu hören waren. Noch mehr fürs Auge gibt es dann ab Montag (21. Juli), wenn Travemündes Wahrzeichen, die Viermastbark „Passat“ am Priwallufer, täglich gegen 22.45 Uhr illuminiert und in Nebel gehüllt werden wird. Bei der Laser- und Pyroshow „Gefühlswelten“ sollten die Gäste auf der Promenade an der Trave innehalten.

Unter den 300 Ehrengästen, die vor und im Clubhaus des TW-Hauptveranstalters Lübecker Yacht-Club (LYC) die Eröffnungsfeier genossen, waren unter anderem der Staatssekretär aus dem Hamburger Wirtschaftsministerium, Gunter Bonz, von der Industrie- und Handelskammer Lübeck Präses Bernd Jorkisch und Hauptgeschäftsführer Bernd Rohwer, der vormals Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein war, sowie der Präses der Lübecker Kaufmannschaft, Lutz Kleinfeldt. Doch LYC-Vorsitzender Rolf Erwert machte jedoch nur eine Ausnahme und begrüßte lediglich Lübecks neue Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer namentlich.

Stellvertretend für die Partner aus der Wirtschaft, allen voran Volkswagen, Holsten und die Messe Düsseldorf, ohne deren Hilfe eine Regatta dieses Standards inzwischen undenkbar wäre, richtete Erwert einen persönlichen Dank an den scheidenden Projektleiter der boot Düsseldorf, Abdul Rahman Adib: „Du hast die Travemünder Woche mehr als 30 Jahre lang unterstützt, aber auch vorangetrieben und gefordert, Du warst viel mehr als nur ein Geldgeber. Solche Partner wünschen wir uns.“ Andreas Kling.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Internationale Deutsche Meisterschaften in allen olympischen Disziplinen

17.07.08 - Der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) wird im September 2011 für den veranstaltenden Deutschen Segler-Verband (DSV) die Durchführung der gemeinsamen Deutschen Meisterschaften aller olympischen Segeldisziplinen übernehmen.

Mit dem Warnemünder Segel-Club und weiteren Partnern wird dieses Großereignis auf dem Regattagebiet vor Warnemünde stattfinden, welches für seine hervorragenden Segelbedingungen bekannt ist. Der NRV bringt sein Know-How aus der Durchführung der großen Regattaprojekte der letzten Jahre ein und hat mit dem Warnemünder Segel- Club einen Partner mit dem nötigen lokalen Hintergrund an seiner Seite.

Nach Flensburg 2003 und dem Chiemsee 2007 bietet sich für den olympischen Segelsport erneut ein medienträchtiges Ereignis an, zu dem einige hundert Teilnehmer aus mehreren Nationen erwartet werden. Der Wirtschaft wird mit diesem Ereignis eine herausragende Plattform für ein Engagement im Segelsport geboten.

Apfelcup 2008 - Trotz Regen ein Erfolg!

17.07.08 - Am letzten Wochenende fand beim Yacht Club Ludwigshafen/Bodensee wieder die internationale Jugendregatta um den „Apfelcup“ für Optis und 420er statt.

Bei der Steuermannsbesprechung am Samstag um 12:00 Uhr ging so mancher Blick sorgenvoll zum Himmel, denn es regnete in Strömen und Wind gab es auch nicht.

Der Start wurde daraufhin um eine Stunde verschoben und siehe da, der Wettergott hatte ein Einsehen und schickte etwas Wind zum See-Ende. Bei Windstärke2-3 und immer besser werdendem Wetter, konnten am Samstag dann doch drei Wettfahrten durchgeführt werden.

Teils müde und durchgefroren aber dennoch zufrieden kamen die Kinder und Jugendlichen nachca. 5 Stunden in den Hafen zurück, wo sie sich mit Heißhunger über die „Optiburger“ hermachten.

Am Sonntag dann Dauerregen und absolute Flaute: Eine vierte Wettfahrt kam dadurch nicht mehr zustande.

Vor der Siegerehrung bedankte sich der Präsident des Yachtclubs Ludwigshafen, Jürgen Bühler bei den Kindern und Jugendlichen und deren Eltern für ihr Kommen, bei Andreas Rietschel, dem Wettfahrtleiter Thomas Begher und dem Jugendwart Michael Begher für die hervorragende Organisation, sowie bei den vielen Clubmitgliedern die mithalfen, diese trotz widriger Umstände sehr gelungene Veranstaltung möglich zu machen. (Bericht: Renate Müller)

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Mittwoch, 16. Juli 2008

Meeno Schrader berät deutsches Segelteam bei Olympia in Qingdao

16.07.08 - KIEL/QINGDAO. Die Wetterkapriolen auf dem olympischen Segelrevier vor Qingdao in China, das am Dienstag (15. Juli) wegen Nebels komplett gesperrt wurde, und der zu erwartende Flautenpoker während der Olympischen Spiele bereitet allen Beteiligten großes Kopfzerbrechen. Während die Regattaleitung um die Einhaltung des Zeitplans bemüht sein dürfte, fürchten die Teilnehmer irreguläre Bedingungen. Damit die deutsche Mannschaft jeden Wettfahrttag bestens beraten an den Start gehen kann, hat das pinta racing team den renommierten Kieler Diplom-Meteorologen Meeno Schrader von der Firma “Wetterwelt" verpflichtet. Er wird den Aktiven während der Spiele im August vor Ort mit einer detaillierten, maßgeschneiderten Analyse zur Seite stehen.

“Die Windverhältnisse vor der Küste Qingdaos sind im Hochsommer meist kritisch", so Schrader, “nach der Langzeitstatistik ist überwiegend eine schwache Brise zu erwarten." Für eine gewinnbringende Rennstrategie seien etliche lokale Phänomene zu beachten, die sich von Tag zu Tag ändern und auch je nach Regattabahn variieren. Mögliche Richtungsänderungen (Winddreher) und Druckunterschiede (Böen und Löcher) vorherzusehen, kann zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden. Um optimale Voraussetzungen für seine Wetterberatung zu haben, ist Schrader derzeit beim letzten Training der Seglerinnen und Segler in der Hafenstadt dabei, um nach den PreOlympics 2007 noch mehr Daten und Erkenntnisse vor Ort zu sammeln. Er wolle das Revier aktuell “spüren".

Im voll klimatisierten Chill-out-Container, den das pinta racing team der deutschen Mannschaft ebenfalls zur Verfügung gestellt hat, wurde das tägliche Wetterbriefing bereits dankbar angenommen. “Bei Meeno Schrader merken wir sofort, dass er selbst Regattasegler ist und auf unsere individuellen Fragen leicht verständliche Antworten hat", sagt Marc Pickel (Kiel), der im Starboot mit Ingo Borkowski aus Babelsberg dabei ist. Für den Wetterfrosch sei es wichtig, dass “ich auch rüberkomme", denn was bringe es, einen meteorologischen Fachvortrag zu halten, den letztlich niemand verstehe.

Der weltweit gefragte Regattaberater, den auch die Teams von Israel, Singapur und Polen unter Vertrag haben, führte schon 2004/05 die Engländerin Ellen MacArthur bei ihrer Einhand-Rekordfahrt rund um die Welt. Qingdao ist für ihn jedoch auch eine große Herausforderung. “Eine exakte Prognose für diesen Ort ist viel schwieriger als für die Kieler Bucht", erklärt Meeno Schrader, “bei leichten Winden wirkt jede Abweichung doppelt schwer, und eine gute Prognose gelingt nicht immer. In Qingdao kommen alle Faktoren aus der Meteorologie zum Zuge, die irgendwie zur Windentstehung beitragen." Außerdem sei die Verlässlichkeit der zur Verfügung gestellten Messdaten unsicherer, unter anderem weil im Vorfeld der Olympischen Spiele drei von vier Wetterbojen dauernd außer Betrieb sind.

Aber mit seiner großen Erfahrung und den speziellen Rechenmodellen, die er bei der “WetterWelt³ etabliert hat, ist Schrader zuversichtlich, seine “Kunden" auf den richtigen Kurs leiten zu können ­ trotz diverser Unbekannten. Was nämlich passiert, wenn tatsächlich wie angekündigt die meisten Fabriken der Region mit ihren Schloten zu Olympia abgestellt werden, vermag niemand zu ahnen. Derzeit heißt die typische Großwettlage nämlich noch Smog. Schrader: “Eine stabile Inversion, das heißt kalte Luft am Boden und warme in der Höhe, verhindert ständig, dass durchaus vorhandene Luftdruckgegensätze sich als Wind am Boden typischerweise durchsetzen." Ein bisher nie da gewesenes, plötzlich “sauberes Qingdao" könnte für die eine oder andere Überraschung auf dem Wasser sorgen.

So wie zuletzt eine ungewöhnlich starke Algenpest, die weite Teile in der Bucht lahm legte und manches Training buchstäblich so eng umschlang, dass sich kein Boot mehr bewegte. Oder Nebelbänke mit einer Sichtweite von unter 20 Metern, aus denen die Crews nur mit Hilfe der Satellitennavigationsgeräte ihrer Trainer zurück an Land fanden. Oder Strömungswechsel, die bei wenig Wind zum rückwärts treiben führen können, oder kaltes Wasser herbeiführen, das gut und gerne einen 30-Grad-Dreher verursachen kann.

Auch solche Ausreißer will der Diplom-Meteorologe berücksichtigen ­ soweit dazu überhaupt klare Aussagen getroffen und hilfreiche Informationen mitgeteilt werden können. “Und wer ohnehin nur wissen möchte, ob er nach dem Start nach links oder nach rechts raus fahren soll, wird auch nicht mit der Komplexität überfrachtet", verspricht Schrader eine individuelle Betreuung der Mannschaften. Vor dem Auslaufen jedes Wettfahrttags ist sein Job dann getan, denn eine Beratung von außen darf danach nicht mehr erfolgen. Auf der Regattabahn sind die Sportler ganz auf sich alleine gestellt.

“Bei unserem Sieg im Volvo Ocean Race 2001­2002 haben wir erfahren, wie wichtig ein professionelles Wetterrouting ist", erinnert der Münchner Michael Illbruck an einen der größten Erfolge für den deutschen Segelsport, “das gehört zu optimalen Rahmenbedingungen unbedingt dazu." Und davon solle nicht nur das eigene pinta racing team profitieren, sondern alle deutschen Aktiven in Qingdao. Illbruck: “Ich wünsche unseren Seglerinnen und Seglern schon jetzt viel Erfolg beim vorläufigen Höhepunkt ihrer Sportlerkarrieren!"

Das pinta racing team wird von der pinta elements GmbH des Münchener Unternehmers Michael Illbruck unterstützt. Sie fördert die beiden Mannschaften Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz im 470er und Marc Aurel Pickel/Ingo Borkowski im Starboot auf dem Weg zu den Segelwettbewerben der Sommerspiele 2008. Deren Ziel ist der Gewinn einer Medaille in China.

Dienstag, 15. Juli 2008

Keine Nachnominierung für Kinzl und Schlonski

15.07.08 - DSV-Hamburg. Es bleibt dabei: Die deutsche Segelmannschaft startet ab 9. August mit sechs Mannschaften in die olympische Segelregatta vor Qingdao. In seiner dritten Nominierungsrunde lehnte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Anträge zu Gunsten von RS:X-Surferin Romy Kinzl (Kiel) und Laser-Steuermann Alexander Schlonski (Rostock) ab.

Wie Bernhard Schwank, Direktor für den Geschäftsbereich Leistungssport beim DOSB, DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg) vorab telefonisch mitteilte, konnte der DOSB in beiden Fällen keine besonderen Härten im Rahmen des Qualifikationszeitraums feststellen. Die Kielerin und der Rostocker hatten die geforderten Nominierungskriterien nur ein- statt der geforderten zwei Male erfüllt.

Romy Kinzl reagierte zunächst gefasst, dann aber doch mit Tränen der Enttäuschung auf die Absage. Die 29 Jahre alte Athletin hatte bis zuletzt ihre Hoffnungen auf eine Nachnominierung nicht aufgegeben: „Mir haben so viele Leute Mut gemacht. Es ist ja nicht so, dass ich damit nicht gerechnet hätte, aber ich hätte so gern mein Können in China unter Beweis gestellt.“

Sportdirektor Hans Sendes sagte: „Es tut uns sehr leid für die Aktiven, um die wir uns wirklich bemüht haben, doch der DOSB hat tatsächlich auch in anderen Sportarten nur in Härtefällen, in denen beispielsweise eine Verletzung vorlag, zu Gunsten der Sportlerinnen und Sportler entschieden. Das war bei unseren Aktiven nicht der Fall.“


Die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nominierte Segelequipe der deutschen Olympiamannschaft im Kurzüberblick:

Yngling:
Ulrike Schümann (35 Jahre), Julia Bleck (23), Ute Höpfner (28); alle Berlin
Verein Seglerhaus am Wannsee, Berliner Yacht-Club

470er Frauen:
Stefanie Rothweiler (28)/Vivien Kussatz (35); München/Berlin
Württembergischer Yacht-Club, Spandauer Yacht-Club

Laser Radial:
Petra Niemann (29); Berlin
Verein Seglerhaus am Wannsee

49er:
Jan-Peter (27) und Hannes Peckolt (25); Hamburg/Kiel
Yacht-Club Langenargen

Tornado:
Johannes Polgar (30)/Florian Spalteholz (31); Dänisch-Nienhof/Kiel
Norddeutscher Regatta Verein

Starboot:
Marc Pickel (38)/Ingo Borkowski (36); Kiel/Babelsberg
Kieler Yacht-Club, Yachtclub Berlin-Grünau

Rekord: 61 panbaltische Botschafter – Start bei der Travemünder Woche

15.07.08 - TRAVEMÜNDE. Mit einer neuen Rekordbeteiligung von 61 Hochseeyachten startet der vierte Baltic Sprint Cup der Hochseesegler 2008 erstmals in Deutschland. Die festliche Bühne für den Auftakt der zweiwöchigen Regatta in fünf Ostseeanrainerstaaten bietet die 119. Travemünder Woche. Die erste Etappe über 216 Seemeilen ins schwedische Karlskrona ist zugleich Höhepunkt des ersten Wettfahrttags der zehntägigen Großveranstaltung vor den Toren Lübecks. Der Startschuss fällt am Sonnabend (19. Juli) um 15 Uhr.

Das breite Spektrum der Yachten wurde in eine Racer-Wertung nach IRC und Cruiser (ORC Club) unterteilt. Es reicht von Peter Pinks Hamburger „Adios“ bis zur zwölf Meter langen „Zampano“ von Carsten Höhne aus Delmenhorst, von der litauischen „Ambersail“, die als „Assa Abloy“ schon beim härtesten Rennen rund um die Welt bestand, bis zur britischen „Yeoman XXXII“ von David Aisher, dem Kommodore des Royal Ocean Racing Clubs aus London. Neben der deutschen werden die Flaggen Dänemarks, Schwedens, Norwegens und Polens sowie der USA und der britischen Jungferninseln am Heck gezeigt werden. Damit ist der Baltic Sprint Cup im vierten Jahr seines Bestehens so international wie nie zuvor.

Aus Karlskrona wird es über 190 Seemeilen weiter nach Klaipeda in Litauen gehen, wo die rund 450 Seglerinnen und Segler das Sea Festival der Hafenstadt mitfeiern. Die dritte und kürzeste Etappe (111 Seemeilen) führt ins polnische Gdynia. In der Bucht von Gdansk kommt es dann zu einem weiteren Novum des Baltic Sprint Cups: Am 29. Juli sind dort zwei Kurzrennen angesetzt, die zusammen wie eine Etappe gewertet werden. Das Finale der 710-Seemeilen-Regatta (rund 1.300 Kilometer) startet am nächsten Tag über 171 Seemeilen nach Rønne auf Bornholm/Dänemark, wo am 1. August die Gesamtsieger gekürt werden.

„Die kompakte Route mit dem Starthafen während der Travemünder Woche dürfte ein Hauptgrund für das enorme Interesse sein“, meint Baltic Sprint Cup-Veranstalter Henning Rocholl von SAIL & RACE. Als der Hamburger Eventmanager 2005 der vielbeachteten Premiere mit hohem Einsatz mit zum Erfolg verhalf, vermochte selbst er nur zu hoffen, welch großen Zuspruch eine Regatta quer durch die Ostsee jedes Jahr wieder erfahren würde. Im Frühjahr wuchs die Schar der Anwärter so stark, dass die Teilnehmerliste schon vorzeitig geschlossen werden musste.

Auch für die Organisatoren der Travemünder Woche war das Gastspiel eine besondere logistische Herausforderung, sind Liegeplätze doch durch das rege Regattageschehen ohnehin schon rar. „Aber Rennziegen von bis zu 25 Meter Länge haben wir auch nicht alle Tage hier“, so Karin Böge und Claus-Dieter Stolze vom Hauptveranstalter Lübecker Yacht-Club, der mit dem eigenen Clubschiff „Meu“ eine Jugendcrew ins Rennen schickt, „deshalb haben wir den Baltic Sprint Cup gerne integriert.“ Wer das stolze Teilnehmerfeld näher betrachten will, sollte sich die große Auslaufparade am Starttag um 13 Uhr zwischen Travepromenade und Nordermole nicht entgehen lassen.

Dort sieht er auch die weiteren Regattafavoriten, darunter zwei Schwesterschiffe der „Yeoman XXXII“ vom Bootstyp Rogers 46. Es sind die „Danebury“ von Mike Castania, der in den USA lebt, und die „guts’n glory“ von Christopher Wuttke aus Bückeburg. Wuttkes Firma „SE Spezial-Electronic AG“ wird am Vorabend alle Teilnehmer zu einer Start-up-Party ins Columbia Hotel Casino einladen, wo unter anderem der Schirmherr der 119. Travemünder Woche, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee spricht, der nach der TW-Eröffnung am Sonnabend auch dem BSC-Startschuss von Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe beiwohnen wird.

Die größte Yacht an der Startlinie wird der Maxiracer „Calypso“ von Gerhard Clausen aus Hamburg. Die 25 Meter lange ehemalige „Wild Thing“ wurde in Melbourne/Australien gebaut und ist auf dem Papier, also vom Rennwert her, das schnellste Schiff. Das ist für den Kieler Tilmar Hansen mit seiner Elliott 52 „Outsider“ Herausforderung genug, trotzdem Erster im Ziel zu sein. „Bei der Konkurrenz werden wir zeigen müssen, ob wir wirklich so schnell sind, wie wir glauben“, sagt der Eigner und Skipper, der schon den legendären Admiral’s Cup gewann. Er vertraut einer erfahrenen deutschen Crew um Taktiker Jörg Heinritz (Heiligenhafen) und Navigator Ole Satori.

Kaum jemand lebt die Idee des Baltic Sprint Cups so authentisch. Tilmar Hansen: „Ohne die Begegnungen in den atemberaubenden Ostseehäfen Skandinaviens und im Baltikum wäre das sportliche Regattaerlebnis nur halb so schön.“ Genau auf diesen Geist der freundschaftlichen Pflege panbaltischer Handelsbeziehungen kam es Sven Herlyn an, als er die Regatta vor vier Jahren initiierte. Diesmal nimmt der Chef des Hauptsponsors Bank DnB NORD aus Kopenhagen auf der Luffe 40 „Red ’n Hot“ selbst am Rennen teil. Seine Mitstreiter reichen von der kleinsten Yacht „Flying Circus“ (10,31 Meter) des Lübeckers Wolfgang Uecker über die Siegerin von 2005, „Emil Reiseschwein“ von Stefan Hummelt (Buxtehude) bis zur „Norddeutschen Vermögen Hamburg“ des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS) unter Skipper Jan Gallbach und den drei reinen Frauencrews der „DHH Cross-Match“ (Sabine Jüttner-Storp/Glücksburg), „KPMG“ (Inken Braunschmidt/Dortmund) sowie „TUI“ (Kirsten Harmstorf/Hamburg).

Clubregatta und Sommerfest 2008 des SVPK

15.07.08 - Am 12. Juli war es wieder so weit, die jährliche Clubregatta des Segler-Verein Purren Konstanz e.V. (SVPK) mit dem anschließenden Sommerfest auf dem Clubgelände fand statt.

Der Wetterbericht hatte im Vorfeld schon nichts Gutes versprochen und vor Ort auf dem Clubgelände um 10:30 Uhr zur Steuermannsbesprechung war dann auch klar, er, also der Wetterbericht hält, was er verspricht, nämlich Regen und wenig Wind.

Trotzdem machten sich nach Einweisung durch unseren neuen Regattaleiter Kai-Uwe Weber, der dazu die Segelanweisungen mit dem zu segelnden Dreieckskurs sowie eine Flaggentafel auch mit den akustischen Signalen verteilte, 12 Regattisten um kurz nach 11 Uhr auf den Weg zu Ihren Booten. Um Punkt 12 Uhr sollte Abmarschbereitschaft an der Boje sichergestellt sein und kurz darauf die Regatta beginnen. Unterdessen wurden von der Regattaleitung und ihren Helfern die drei Bojen für den Dreieckskurs ausgebracht.

Um ca. 12:30 Uhr startete die Regatta dann im Regen mit wenig bis keinem Wind. Nachdem die Boote in Richtung Mainau zur ersten Boje auf dem Dreieckskurs mehr dümpelten als segelten und der Regen sich eher verstärkte als nachließ, brach Kai-Uwe die Regatta dann eine gute Dreiviertelstunde später ab. Wir kamen mit unserer Nostromo in dieser Zeit nicht einmal bis zur halben Entfernung zur ersten Boje (siehe Bild). Die Regatta wird voraussichtlich beim Absegeln im Herbst wiederholt, ein neues Startgeld ist von den aktuellen Regattisten dann nicht mehr zu entrichten.

Zurück auf dem Clubgelände wurden dann die nassen Sachen gewechselt (sofern vorhanden) oder versucht, durch Anfeuchten von Innen mit Freibier, gestiftet von Familie Oppermann anlässlich ihres neuen Schiffes, etwaigen Osmose-Effekten vorzubeugen (osmotischer Druck entsteht ja durch unterschiedliche Flüssigkeiten auf zwei Seiten einer Membran).
Im weiteren Verlauf des regnerischen Tages wurde dann auf zwei Grills gegrillt und gleichzeitig an den Grills sich die klammen Finger gewärmt. Trotz des bescheidenen Wetters saßen um die 30 Leute bis in den Abend gesellig beisammen. So gesehen war zumindest das Fest ein voller Erfolg!

Am darauffolgenden Sonntagvormittag fanden sich freundlicherweise noch einige Helfer um das Organisations-Team von Eberhard Roletschek und haben das Clubgelände wieder auf Vordermann gebracht. Das nächste Fest kann also kommen! Sven Seren

Montag, 14. Juli 2008

Spanier retten Weltmeistertitel in Ziel

14.07.08 - Elf Regatten in vier Tagen und alle bei perfekten Segelbedingungen: Das ist die seglerische Bilanz der Tutima J80 Worlds. Aus zwölf Nationen waren knapp 65 Crews aus ganz Europa und den USA angetreten, um ihre Weltmeisterschaft vor Kiel auszusegeln. Ohne einen Tagessieg und sogar wegen eines Frühstarts im letzten Rennen disqualifiziert, machte es der neue Weltmeister Ignacio Camino Rodriguez spannend bis zum letzten Zieldurchgang. Nur zwei Punkte Vorsprung retteten ihm den Weltmeistertitel. Als neuer Vizeweltmeister schloss das Team des Amerikaners Jeff Johnstone am Samstag, 12. Juli, die Serie bei teilweise heftigen Böen von bis zu sieben Windstärken mit einem weiteren Tagessieg ab. Die Bronzemedaille ging mit Carlos Martinez ebenfalls nach Spanien. Beste Deutsche Crew wurde die „Needles and Pins“ von Uli Münker und Peter Hecht, die den neunten Platz belegte.

Die Leistungsdichte des gesamten J80 WM-Feldes war enorm. Die Positionen, besonders unter den vorderen Plätzen, wechselten nach jeder Wettfahrt und bescherten so vielen Crews ein Wechselbad der Gefühle. Nur einer segelte immer auf Platz eins, der Spanier Ignacio Camino Rodriguez. Mit einer Serie immer unter den besten Zehn, aber ohne einen einzigen Tagessieg auf seinem Konto, fand er sich jeden Abend als Führender auf der Ergebnisliste wieder. Ausgerechnet in der letzten Wettfahrt schob das spanische Team zu früh die Bugspitze über die Ziellinie und durfte das Rennen nicht weiter segeln. Hauchdünne zwei Punkte Vorsprung konnten dem Vize-Weltmeister von 2007 aber nicht mehr vom Gewinn des Titels abhalten. „Wir mussten während der letzten Wettfahrt draußen warten, ob nicht doch noch eine zwölfte Wettfahrt gestartet wird. Unser Puls lief auf vollen Touren, denn wer weiß, wie es nach einem weiteren Rennen für uns ausgegangen wäre. Aber zum Glück nahm der Wind so stark zu, dass wir nach Hause konnten. Da fiel uns ein großer Stein vom Herzen“, berichtete Rodriguez erleichtert.

Extra aus den Staaten angereist und zum ersten mal selbst bei einer Weltmeisterschaft am Steuer einer J80, segelte J-Boats Präsident Jeff Johnstone nach kurzer Eingewöhnungsphase gleich auf dden Silbermedaillen-Platz. Mit einem in Deutschland gecharterten Boot und mit Segeln von Faber und Münker aus Kiel kam der smarte Amerikaner mit den Bedingungen vor Kiel immer besser zurecht. Drei Tagessiege katapultierten Johnstone und sein Team in den letzten vier Wettfahrten auf das Siegerpodest. Zu seiner rein deutschen Mannschaft vor Kiel gehörten neben Henning Mittelmann und Bo Teichmann auch die 14jährige Stella Mau und der 15jährige Florian Föh. „Natürlich hätten wir gerne noch ein zwölftes Rennen gesegelt, wir hatten ja zum Sprung auf den Titel schon angesetzt, aber die Entscheidung, bei den harten Wetterbedingungen kein weiteres Rennen zu segeln, ist völlig in Ordnung. Wir sind sehr glücklich mit der Vizemeisterschaft, und ich muss mich bei meiner Crew bedanken, die ein tollen Job gemacht hat“, zeigte sich Jeff Johnstone zufrieden mit seinem Erfolg.

Der geballten Überlegenheit der Crews aus Spanien, Frankreich und Schweden unterlegen, konnten die deutschen Mannschaften ihre Revierkenntnisse kaum ausspielen und mussten sich mit Rängen ab Platz neun zufrieden geben. Uli Münker und Peter Hecht (beide Kiel) segelten sich zwar zwischenzeitlich auf den Bronzeplatz im Gesamtklassement, mussten dann aber bei den verbleibenden Wettfahrten bis zum Samstag dem internationalen Feld die Vorfahrt lassen. Ein versöhnlicher dritter Platz in der letzten Wettfahrt brachte die beiden Initiatoren der Tutima J80 Worlds zum Abschluss unter die besten Zehn. „Die Top Ten waren schon unser Ziel, unser Traum natürlich ein Platz auf dem Podest, aber den haben wir durch unsere mäßige Leistung am vorletzten Tag verspielt. Wir haben ein sehr gutes Geschwindigkeitspotenzial gehabt, aber die taktischen Anforderungen draußen waren schon sehr anspruchsvoll. Da waren die Anderen einfach einen Tick besser“, resümierte Uli Münker.

Ähnlich erging es dem Team um Steuermann Martin Menzner vom Kieler Yacht-Club, der neben einem Tagessieg auch mal einen 34. Platz einstecken musste. Am Ende hieß es Platz zwölf für die Sieger der MAIOR Regatten.

Einen denkbar schlechten Auftakt zur Tutima J80 Worlds erwischte das Bremer Team der Brüder Jörg und Manfred Gosche. Gleich in der ersten Wettfahrt rammten sie ein italienisches Boot auf der Startlinie und demolierten ihren Bug. Drei Wettfahrten brauchten Gosche und sein Team für eine notdürftige Reparatur, bevor sie wieder in das Renngeschehen eingreifen konnten. Als Wiedergutmachung bekam Gosche den Durchschnitt aller seiner Ergebnisse für die ersten Wettfahrten gutgeschrieben. Noch auf der Kieler Woche im Katamaran F18 als Sieger gekürt, musste sich Steuermann Jörg Gosche ganz neu auf das Kielbootsegeln mit einer J80 einstellen: „Mit der F18 ist man innerhalb von 30 Sekunden von einem Ende der Startlinie zum anderen gesegelt, mit einer J80 braucht man Minuten. Dieses Umdenken hat mir zu Beginn echt Schwierigkeiten gemacht.“ Als viertbestes deutsche Boot schloss Jörg Gosche die Tutima J80 Worlds mit Rang 21 ab, noch hinter dem süddeutschen Team um Joseph Pochammer vom Bodensee auf Platz 17.

Souverän konnte Mandus Freese als Wettfahrtleiter seine Wettfahrten durchziehen, scheute sich aber auch nicht, den einen oder anderen Start unter der „Black Flagg“ zu starten. „Besonders zum Schluss, bei den letzten Wettfahrten, wurde das Feld zunehmend nervöser, da blieb uns gar nichts anderes übrig, als mit der „Black Flagg“ ein bisschen Ruhe in das Starterfeld zu bringen. Wenn dann einer zu früh startet, ist er für die Wettfahrt raus“, erklärte Mandus Freese, der erst am zweiten Tag die Regie auf dem Startschiff von Kieler Woche Chef Jobst Richter übernommen hatte.

Endstand nach elf Wettfahrten >

1. Ignacio Camino Rodriguez/Alberdo Padron Gomez Jose Luis/Armando Gutierrez (ESP) 52
2. Jeff Johnstone/Bo Teichmann/Stella Mau/Florian Föh/Henning Mittelmann (USA) 54
3. Carlos Martinez/Chencho Ortega/Eugenio Pedreno/Juanma Barrionuevo (ESP) 63
4. Patrick Bot/Frederic Denis/Matthieu Durand/Frederic Hauville/Agathe Brucelle (FRA) 71
5. Kevin Sproul/Yoann Richomme/Robert Gullan/Aarian Gray (GBR) 75
6. Javier Padron/Juan Gonzalez/Abelardo Queuedo/Cesar Obregon (ESP) 79
7. Ingemar Sundstedt/Jörgen Strömquist/Olof Detlefsen/Anne Tempelmann/Mikael Linquist (SWE) 79
8. Jonathan Lobert/Félix Pruvor/Thomas Le Breton/Benjamin Diouris (FRA) 81
9. Ulrich Münker/Philipp Schön/Willem Geertz/Erik Hecht/Peter Hecht (Kiel) 87
10. Luc Nadal/Francois Meesmaecker/Pierre Mousselon/Gilles Curcaud (FRA) 106
...
12. Martin Menzner/Volker Breust/Carsten Hopp/Christian Halm (Stein) 114

Präsident Johnstone greift nach dem Vizetitel

14.07.08 - Zur großen Aufholjagd startete am vorletzten Tag der Tutima J80 Worlds das Boot mit der Segelnummer USA 1151. An Bord kein Geringerer als Jeff Johnstone selbst. Johnstone ist Präsident von J-Boats USA, der Werft, aus deren Hallen die J80 Boote stammen. Dass er sein "eigenes" Boot perfekt beherrscht, stellt er bei den Tutima J80 Worlds erneut unter Beweis. Das Ergebnis: Zwei Tagessiege am Freitag und Platz zwei im Gesamtklassement. In Führung liegt weiter das spanische Team von Ignacio Camino Rodriguez. Zwei abschließende Wettfahrten stehen für Samstag aus.

Für Johnstone ist Kiel eine echte Premiere. Der Amerikaner startet erstmals bei einer J80 Weltmeisterschaft. Bisher hat er sich in der Regattaszene mehr einen Namen als Vermesser gemacht. Im Hafen ist der 48jährige ohne Starallüren und packt an Bord seiner „Polar Express“ wie alle kräftig beim Aufklaren nach dem Segeln mit an. Die von seinem Bruder Alan 1993 konstruierte J80, die bisher über 1100 Mal gebaut wurde, ist besonders für ihre Dynamik bekannt. „Sie ist trotzdem einfach zu handhaben", betont der smarte Amerikaner. Einen besonderen Vorteil der J80 Klasse sieht Jeff Johnstone in der Möglichkeit, auch Jugendliche in die Crew zu integrieren. Zu seiner eigenen Mannschaft vor Kiel gehören die 14jährige Stella Mau und der 15jährige Florian Föh. Und bei einem Blick über den Steg voller J80 Boote im Hafen von Schilksee fühlt sich Jeff Johnstone ganz besonders wohl: "Es ist die pure Freude, das hier zu sehen."

Nur Platz zehn blieb dem Team der „Needles and Pins“ von Uli Münker und Peter Hecht (Kieler Yacht-Club) nach insgesamt zehn Wettfahrten. Mit Platz 23 und 19 in den Wettfahrten neun und zehn konnte das Kieler Team nicht an seine gute Form vom Donnerstag anschließen. Martin Menzner vom Kieler Yacht-Club fuhr mit einem 34. Platz in der neunten Wettfahrt ebenfalls seinen Streicher ein und liegt nun auf Platz zwölf. Aber noch sind zwei Wettfahrten zum Aufholen zu segeln, bevor am Samstag um 16 Uhr im Tutima J80 Worlds Festzelt Kiels Stadtpräsidentin Cathy Kietzer die Sieger kürt.

Ergebnisse nach zehn Wettfahrten:
1. Ignacio Camino Rodriguez/Alberdo Padron/Gomez Jose Luis/Armando Gutierrez (ESP) 2,2,6,8,3,4,(11,00),4,5,8/42 Punkte
2. Jeff Johnstone/Bo Teichmann/Stella Mau/Florian Föh/Henning Mittelmann (USA) 7,11,3,5,13,(14,00),7,1,1,5/53
3. Carlos Martinez/Chencho Ortega/Eugenio Pedreno/Juanma Barrionuevo(ESP) 4,18,7,2,6,5,2,(65,00),4,10/58
4. Javier Padron/Juan Gonzalez/Abelardo Queuedo/Cesar Obregon (ESP) 1,9,4,9,8,8,8,2,10,(21,00)/59
5. Kevin Sproul/Yoann Richomme/Robert Gullan/Aarian Gray (GBR) 3,14,2,4,14,15,10,(32,00),3,3/68
...
10. Ulrich Münker/Philipp Schön/Willem Geertz/Erik Hecht/Peter Hecht (Kiel) (26,00),6,8,11,1,3,5,9,23,19/85
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12. Martin Menzner/Volker Breust/Carsten Hopp/Christian Halm (Stein) 13,10,15,7,21,22,1,5,(34,00),20/114

Dauerregen beim 14. Clubhaus Cup des DSMC Konstanz

14.07.08 - Ein bisschen regattaverrückt müsse man schon sein, schmunzelte der Präsident des Deutsch-Schweizerischen Motorbootclub Fred Schmid als er ein Dutzend unentwegter Segelcrews bei der Seglervereinigung Dingelsdorf SVD begrüßen konnte.

Er hatte es sich auch selbst nicht nehmen lassen an der Clubhaus Cup Regatta des DSMC teilzunehmen, die an einem völlig verregneten Wochenende im Konstanzer Trichter gestartet war. Bei kaum mehr als ein bis zwei Windstärken setzten die Skipper früh die Spinnacker, die bis ins Ziel von Petrus ausgiebig gewässert stehen bleiben konnten, da der Wind langsam von Süd- auf Südost gedreht hatte. Am besten gelang es Clubmatador Robert Hallmann mit seiner jungen Crew auf einer Swan 371 die feuchte Geduldsprobe zu meistern. Er verwies Ralph Uebelen (Polaris Drabant 26) und Oskar Ruess (Jantar 26) auf die Plätze zwei und drei.

Ergebenisse im Detail >

Noch während die Segelyachten nach Yardstick um den 14. Clubhaus-Cup regattierten, hatten die Motorbootfreunde des DSMC den Grill und die Zapfanlagen auf dem schönen Gelände des SVD in Gang gesetzt. Die Wassersportler ließen sich vom Regen weiter nicht beeindrucken und feierten nach der launigen Siegerehrung bei fröhlichen Klängen und Gesang der Reichenauer Elfermusik.


Auf dem Siegertreppchen v. l.n.r.:
Ralph Uebelen (2.), Robert Hallmann (1.), Oskar Ruess (3.)