Montag, 23. Juni 2008

Kieler Woche 2008: In- statt Offshore: „Unique“ vor „Beluga“

23.06.08 - Statt wie gewöhnlich auf der Seebahn Alpha auf dem Stollergrund, segelte die Flotte der Dickschiffe am dritten Kieler Woche-Tag direkt vor der Skyline von Schilksee auf der Innenbahn. Die Absage aller Wettfahrten für Jollen und Kielboote wegen Starkwindes machte den kurzfristigen Umzug der Teilnehmer an der Internationalen Deutschen Meisterschaft der ORC Segler und am Kiel Cup möglich. Bei Böen bis zu acht Windstärken hieß es bei der einzigen Wettfahrt des Tages für die meisten Teilnehmer nur, den Kurs heil zu überstehen.

Der Titel des internationalen Deutschen Meisters in der Gruppe der ORC 2 Yachten ist Jürgen Klinghardt und seiner „Patent3“- Crew kaum noch zu nehmen. Mit 7,5 Punkten führt der Bremer vor dem letzten Wettfahrttag vor der „Flying Circus“ von Wolfgang Ücker und der „CG Mer“ von Oliver Leu aus Heiligenhafen. „Mit einer gut eingespielten Crew war der Tag bei den schwierigen Bedingungen und dem starken Wind gerade noch zu bewältigen, aber auch wir haben nachher den Spinnaker weggelassen“, berichtete Jürgen Klinghardt, der mit sattem Punktevorsprung entspannt in den Abschlusstag startet.

Spannend bleibt es in der Klasse der ORC I Yachten. Dort liegt die „Unique“ von Bernd Kriegel (Kiel) hauchdünn vor der „Beluga“ von Christian Plump (Bremen). Nach einer Kollision mit einer J80 mit anschließender Disqualifikation schien der Titel für die „Unique“ schon in unerreichbare Ferne gerückt, doch nach einem Reopening und erfolgreicher zweiten Protestverhandlung und der erfolgreichen Wettfahrt am Montag kämpft die junge Crew wieder um den oberen Podestplatz. Spannend bis zum letzten Tag bleibt es auch auf den weiteren Rängen. Dort liegen die „König & Cie“ von Sven-Eric Horsch (Hamburg), die „Transit Express“ mit Nils Springer (Arnis) am Ruder und die „Topas“ des Kielers Harald Brüning nur zwei Punkte von einander entfernt.

Wenig Sorgen um seinen vierten Titel als Deutscher Meister muss sich Detlef Amlong (Schwedeneck) mit seiner „Froschkönig“ machen. Sichere 4,5 Punkte auf die „Chinook“ von Johann Friedrichsen und komfortable 9 Punkte auf die „Carla Ventinove“ von Uwe Wenzel (Bremen) lassen den Weltmeister die letzten Wettfahrten am Dienstag locker angehen.

Fast die komplette Spitze der deutsche J80 Segler, die vom 7. bis 13. Juli auf dem selben Revier bei den Tutima J80 Worlds an den Start gehen wird, segelt zur Zeit ihre Internationale Deutsche Meisterschaft auf der Seebahn vor Kiel aus. 17 der über 25 zur Weltmeisterschaft gemeldeten deutschen Teams sind während der Kieler Woche am Start. Zur Weltmeisterschaften werden über 65 internationale J80 Crews vor Kiel erwartet. Ihrer Favoriten-Rolle werden Uli Münker und Peter Hecht (Kiel) an Bord ihrer „Needles and Pins“ voll gerecht. Sie führen fast uneinholbar vor der „Tak for Turen“ von Christian Tinnemeyer (Kiel).

Kieler Woche: Ein Tag vom Winde verweht

23.06.08 - Böen bis Windstärke 8 Beaufort verhinderten am Montag alle Regatten in den 16 internationalen Bootsklassen. Um 12 Uhr entschied die Organisationsleitung, alle Regatten abzusagen. „Wir können bei diesem Sturm keine Jollen auf die Bahn schicken. Alles was ging, war eine Regatta bei den Dickschiffen, die wir allerdings dicht unter Land segeln ließen“, so der Organisationsleiter Jobst Richter. So wurde das Offshore-Segeln eher zum Inshore-Segeln, und auch hier gab es genügend Bruch, so dass nur eine Wettfahrt gestartet wurde.

Vier Wettfahrten sind nötig, um einen Kieler Woche-Sieger küren zu können, und die haben alle Klassen bereits absolviert. „Wir haben zum Glück keine Not, aber morgen soll der Wind wieder abflauen, so dass wir zwei bis drei Wettfahrten planen können“, so Jobst Richter. Um den Tag maximal zu nutzen, wurde der Starttermin um eine halbe Stunde auf 10.30 vorverlegt. Bis 14 Uhr kann der letzte Start erfolgen. Um 23 Uhr verabschiedet das debitel-Segelfeuerwerk zum Schichtwechsel die 16 internationalen Klassen und begrüßt die acht olympischen Klassen (Yngling und Tornados wurden abgesagt) sowie die paralymypische Klasse 24m.R, die von Mittwoch, 25. Juni, bis Sonntag, 29. Juni, vor Kiel um die Medaillen segeln.

Die Nachfolge für DSV-Sportdirektor Hans Sendes ist geregelt. Während der Kieler Woche-Pressekonferenz stellte Sendes, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht, Nadine Stegenwalner (33) vor. Zum 1. November wird die Sportwissenschaftlerin aus Berlin zunächst seine Assistentin und in den neuen Aufgabenbereich eingearbeitet. Nadine Stegenwalner startete ihre Segelkarriere 1981 im Optimisten und stieg später in den 420er und 470er um. Seit 1995 segelt sie als Steuerfrau des Yngling-Teams an der deutschen und weltweiten Spitze im Match Race. Ihr schönster Erfolg: der Doppelsieg als Europameisterin im Match-Race und Yngling 2001. Die Berlinerin hat in ihrem Landesseglerverband und im Seglerrat auch als Offizielle Erfahrungen gesammelt. Zur Zeit ist Stegenwalner Koordinatorin für Leistungssport im Berliner Segler-Verband.

Während die Aktiven die Kieler Woche im internationalen Teil förmlich überrannten (über 960 Meldungen), haben zwei VIP-Gäste abgesagt. DOSB-Präsident Thomas Bach und der dreifache America’ Cup-Sieger Russell Coutts mussten ihre Pläne kurzfristig ändern.

Olympiateam Polgar/Spalteholz ohne Fortune bei Tornado-EM

23.06.08 - (DSV -Hamburg). ­ Die Generalprobe ist nicht gelungen, doch die Moral von Johannes Polgar und Florian Spalteholz stimmt. "ir freuen uns trotzdem krass auf die Olympischen Spiele in China."

Der Steuermann aus Dänisch-Nienhof und sein Kieler Vorschoter belegten in der Endabrechnung der Titelkämpfe vor Thessaloniki im Feld der 22 Weltklasseteams aus zehn Nationen am Samstag nach neun Rennen mit insgesamt 76 Punkten nur den 13. Platz. Etwas besser waren die Überlinger Brüder Tino und Niko Mittelmeier in Fahrt, die auf Platz zehn segelten.

Neue Tornado-Europameister wurden die Griechen Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (32 Punkte) vor den Franzosen Yann Guichard/Alex Guyader, die ihren Landsleuten Billy Besson/Arnaud Larlegan (36 Punkte) Silber punktgleich vor der Nase wegschnappten. 55 Tage vor ihrem ersten Startschuss bei der olympischen Segelregatta am 15. August mussten Johannes Polgar und Florian Spalteholz bei der Tornado-Europameisterschaft vor Thessaloniki in Griechenland den Dämpfer hinnehmen. "Wir haben bei extrem wechselhaften Windbedingungen in der griechischen Inselwelt fast nie das richtige taktische Konzept gefunden", räumte Johannes Polgar ernüchtert ein. Positives hatte der 30-Jährige dennoch zu vermelden: "Wir sind im Hinblick auf China mit den Segeltests weitergekommen und haben auch bei der Konkurrenz einiges gesehen, das wir noch einer Feinanalyse unterziehen und selbst ausprobieren wollen."

Weil die Tornado-Konkurrenz bei der Kieler Woche mangels Meldungen gestrichen wurde, haben Polgar und Spalteholz für den Auftritt in heimischen Gewässern umgesattelt. Polgar startet im Starboot, sein Vorschoter Spalteholz steigt für ein paar Tage auf das olympische Surfbrett RS:X um. "Diese Auftritte sind aus der Not heraus geboren, weil wir bei der Kieler Woche nicht nur zuschauen, sondern auch selbst dabei sein wollten", erklärt Polgar. Nachdem die Tornado-Klasse in diesem Jahr als Disziplin für die Olympischen Spiele 2012 in England gestrichen wurde, plant Polgar mittelfristig den Umstieg in das Zweimann-Kielboot Star.

ENDERGEBNIS
Tornado-Europameisterschaft 2008 (Thessaloniki, Griechenland)
1. Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (Griechenland), 32 Punkte
2. Yann Guichard/Alex Guyader (Frankreich), 36
3. Billy Besson/Arnaud Larlegan (Frankreich), 36
...
10. Tino und Niko Mittelmeier (Überlingen, Segel- und Motoboot-Club Überlingen), 62
...
13. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel ­ Norddeutscher Regatta-Verein), 76

Europacup-Sieg für Eckhard Kaller (De) und seine Crew

23.06.08 - Bei sommerlichen Temperaturen und ausgezeichneten Wind-Verhältnissen konnten in der Konstanzer Bucht von Donnerstag bis Sonntag alle zehn Wettfahrten des Europacups gesegelt werden (YCK).

Während am Donnerstag und Freitag frische Westwinde für karibische Verhältnisse sorgten, fiel die Entscheidung um den Gesamtsieg in den beiden Leicht-Wind-Regatten des Wochenendes. Zum Schluss holte sich Eckehard Kaller (De) den Sieg mit knappem Vorsprung vor Carsten Ortlieb. Als beste Schweizer Crew landete Andreas Künzli, verstärkt unter anderen durch den Olympia-Diplom-Gewinner 92 Piet Eckert (Zürich), auf Rang 5.

Gegen die eingespielten Profi-Teams an der Spitze hatten die teilweise als “Familien-Unternehmen“ segelnden Crews der zweiten Ranglistenhälfte wenig auszurichten, sie erlebten aber eines der schönsten Segel-Wochenenden des Jahres mehrheitlich auf dem Wasser. Am Start waren 21 Teams. Schlussrangliste >

Mittwoch, 18. Juni 2008

Konstanzer Seenachtfest am 9. August - Argentinier lassen es am Himmel krachen

18.06.08 - Es ist eines der größten Seefeuerwerke Europas, es ist musiksynchron und es wird von international renommierten Pyrotechnikern gezündet: Das prächtige Musikfeuerwerk beim Konstanzer Seenachtfest lockt jedes Jahr Tausende Besucher an den Bodensee. In diesem Jahr haben sich die Veranstalter für den feurigen Himmelszauber Unterstützung aus Argentinien geholt. Gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen werden die Südamerikaner eine Show inszenieren, die unter die Haut geht.

Der besondere Reiz des deutsch-argentinischen Seefeuerwerks sind seine überraschenden Gegensätze: Auf der einen Seite die farbgewaltige Choreographie der deutschen Pyrotechniker, die voller technischer Raffinessen und pfiffiger Effekte steckt. Auf der anderen Seite die temperamentvolle Show der Argentinier, die den Himmel zu Tangomusik in ein gewaltiges Parkett verwandeln. Zu pulsierenden Rhythmen weben sie ihre Choreographie ins Firmament, bis es unterm Sternenzelt knistert. Der Takt der Musik wird dabei von zahlreichen eindrucksvollen Akustik-Effekten begleitet.

Vor dem Feuerwerk geht es beim Konstanzer Seenachtfest entlang der Uferpromenade wie jedes Jahr schon ab 15 Uhr rund. Auf sechs verschiedenen Bühnen spielt Livemusik, gegen später heizen SWR3 und Radio 7 mit ihren Parties ein. Über 50 Gastronomiestände in weißen Zelten reihen sich wie Perlen an einer Schnur um die Konstanzer Bucht, dazwischen unterhalten Gaukler, Artisten und Straßentheater. Ein fantasievolles Familienprogramm mit Kindertheater, Piratenmusical, Spielejahrmarkt, Puppenbühne, Bastelecken, Märchenzelt, Naturwerkstatt und vielem mehr lockt Eltern und Kinder in die Seestraße.

Erstmals dabei sind in diesem Jahr Fallschirmspringer, die den Sprung ins kalte Bodenseewasser wagen - mit allerlei spektakulären Showeinlagen. Und natürlich der Kunsthandwerkermarkt, der diesmal so groß wie noch nie sein wird. Kurz vor dem Feuerwerk gibt es übrigens wieder eine kleine Überraschung am Himmel - was dies genau sein wird bleibt wie immer ein gut gehütetes Geheimnis.

Deutsche Olympioniken klettern in die Top Ten

18.06.08 - Johannes Polgar und Florian Spalteholz zeigten sich leicht verbessert. TESSALONIKI. Für das Kieler T-Systems Tornado Team 2008 mit Johannes Polgar und Florian Spalteholz zeigte die Kurve am zweiten Tag der Europameisterschaften im griechischen Thessaloniki klar nach oben. Ein vierter Platz im dritten Rennen stimmte sie am Dienstag (17. Juni) hoffnungsfroh, obwohl die zweite Tageswettfahrt nur auf dem zehnten Rang endete. Immerhin segelte das Duo dadurch in die Top Ten, die am Ende ins Medaillenrennen einziehen, und ist vorerst Neunter. Die überlegene Gesamtführung verteidigten die Franzosen Yann Guichard/Alex Guyader.

"Wir hatten wieder guten Wind, so zwischen sechs und 13 Knoten, wenn auch mit vielen Drehern drin. Aber im Vergleich zum Vortag haben wir uns ein ganzes Stück gesteigert", sagte Johannes "Jojo" Polgar aus Dänisch-Nienhof. Allerdings kamen ihnen im vierten Lauf die Engländer Leigh McMillan und Will Howden in die Quere. "Die haben uns vor dem Start gefoult, und wir mussten ganz hinten ansetzen, haben uns aber danach wieder gut nach vorn gekämpft", so Polgar.

Die Spitzenreiter Guichard und Guyader behaupteten ihre Führung mit den Tagesplatzierungen fünf und zwei nicht nur, sondern bauten den Vorsprung vor den neuen Zweitplatzierten, ihren nationalen Konkurrenten Billy Besson und Arnaud Jarlegan, auf acht Punkte aus. Als zweitbeste deutsche Crew liegen die Brüder Tino und Niko Mittelmeier, die im Frühjahr im nationalen Duell um das Olympiaticket unterlagen, auf Gesamtrang 13.

In etwas ungewöhnlicher Segelbekleidung gingen die zweimaligen Olympiasieger Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher an den Start. Auf Grund einer Fußballwette musste das österreichische Team nach der Niederlage ihrer Nationalelf bei der EM in Wien in Deutschland-Trikots segeln. Immerhin reichte es darin zu Gesamtplatz acht direkt vor ihren deutschen Widersachern. Die Europameisterschaft der olympischen Katamaranklasse Tornado dauert noch bis zum Sonnabend (21. Juni).

Segeln in Zahlen

Gesamtstand nach vier Wettfahrten am zweiten Tag der Tornado-Europameisterschaft in Thessaloniki/Griechenland
1. Yann Guichard/Alex Guyader (Frankreich) 8 Punkte
2. Billy Besson/Arnaud Jarlegan (Frankreich) 18
3. Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (Griechenland) 19
4. Darren Bundock/Glenn Ashby (Australien) 20
5. Leigh McMillan und Will Howden (Großbritannien) 21
6. Francois Morvan/Mathieu Vandame (Frankreich) 27
...
9. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 36

Jollenregatta abseits des WM-Fiebers

18.06.08 - Blickte man auf der Seebühne am Fussballgeschehen vorbei auf den See, konnte man sie sehen: 17 Boote der Piratenklasse segelten um den Goldpirat, die legendäre Regatta des Yacht Club Bregenz. Segelklassen kommen und gehen, der Pirat, konstruiert im Jahr 1938, hält sich aber bestens. Über 30-jährige Boote segeln hier neben brandneuen Jollen um die vorderen Plätze. Ebenso robust wie die Schiffe ist auch der Anlass: der Goldpirat feierte letztes Jahr seine fünfzigste Durchführung.

Bei nur zwei Teams aus Österreich, war es kein Wunder, dass dieses Jahr eine Crew aus der Schweiz gewann. Die Schweizer Piratenflotte kam nämlich fast komplett an den Seglerweg. Bei insgesamt 5 Läufen konnten Nicolas Maire und Nina Klingler die drehenden Winde am besten lesen. Maire gewann somit über die Jahre zu dritten Mal und konnte den Wanderpreis behalten. Am nächsten kam dem Siegerteam ein Piraten-Urgestein: Herbert Renner vom Attersee. Mit einem Laufsieg und 2 zweiten bewies er an der Seite des gut 30 Jahre jüngeren Jürgen Strnad eindrücklich, dass man mit 69 Jahren voll mithalten kann. Einen früherer Wanderpreis des Goldpirats ist längst in seiner Sammlung.

Die Bedingungen für ein perfektes Segelwochenende lieferten der Yacht Club Bregenz und die Regattaleitung unter Robert Schatzmann, einem weiteren langjährigen Piratsegler. Am Hafen mit den grossen Yachten freut man sich bereits auf die nächsten Jollen: die Internationalen Österreichischen Jugendmeisterschaften nahen. Auf 6 verschiedenen Bootsklassen wird im August in der Bregenzer Bucht um die besten Starts und die herausragendsten Zieleinläufe gekämpft. Adrian Elsener. Ergebnisse >

Dienstag, 17. Juni 2008

HLL-Starboot-Team holt EM-Titel

17.06.08 - Robert Stanjek und Markus Koy gewinnen auf dem Plattensee. Balatonföldvar/Berlin - „Das war ein optimaler Start in unsere neue Olympia-Kampagne“, freuten sich der Berliner Robert Stanjek (27) und sein Hamburger Vorschoter Markus Koy (33) am Montagabend nach ihrem Sieg bei der Europameisterschaft der Starboote auf dem ungarischen Plattensee.

Schon im ersten Rennen legte das HLL-Starboot-Team den Grundstock für den späteren Sieg. Bei 25 bis 30 Knoten Wind – sechs bis sieben Beaufort – segelten Stanjek/Koy (beide starten für den Norddeutschen Regattaverein NRV) mit einem Vorsprung von rund 600 Metern als Erste ins Ziel. Nach dem Starkwindtag ging es mit überwiegend 8 bis 12 Knoten Wind (drei bis vier Beaufort) weiter. In den folgenden Rennen kam es bei einem eng zusammenliegenden Feld zu jeweils knappen Entscheidungen.

„Konzentriertes Segeln mit allen taktischen Finessen, Kanten und Drehern war erforderlich“, beschreibt Stanjek die Wettfahrten auf dem Balaton. In sieben Rennen hatten sie keinen schlechteren als einen vierten Platz zu verbuchen und brauchten zum achten Lauf nicht mehr anzutreten. „Wir sind richtig stolz auf den Sieg“, strahlte der 27-jährige Sportstudent nach der souveränen Serie. Der EM-Titel entschädigt die beiden Segler für die knapp verpasste Ausscheidung um das deutsche Olympia-Ticket im Starboot.

Starboot Europameisterschaft 2008 Plattensee, Balatonföldvar (Ungarn)

Endergebnis 39 Mannschaften aus 13 Nationen

1. Robert Stanjek/Markus Koy (Berlin/Hamburg); Plätze 1-3-1-2-1-4-3-(DNC); 15,0 Punkte
2. Matthias Miller/Manuel Voigt (Laupheim/Berlin); Plätze 2-2-5-(6)-3-2-1-1; 16,0 Punkte
3. Eivind Melleby/Petter Morland (NOR); 24,0 Punkte
...
11. Johannes Babendererde/Philipp Stanjek (Lübeck/Berlin), 84 Punkte
Vollständiger Ergebnisliste >

Fotos: www.starclass.org

Homepage des HLL-Starboot-Teams: www.olympic-challenge.de

Starboot-Europameisterschaft zur Rolex Baltic Week 2009

17.06.08 - Die sechste Rolex Baltic Week wird im kommenden Jahr zum zweiten Mal Gastgeber der Starboote. Nach 2006 wird erneut die Europameisterschaft der ältesten olympischen Bootsklasse auf der Ostsee ausgesegelt. Austragungsort vom 5. bis 12. Juli 2009 wird der runderneuerte Olympiahafen Kiel-Schilksee sein. Das gab Dierk Thomsen als Vize-Kommodore der internationalen Starboot-Klassenvereinigung ISCYRA und stellvertretender Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs (KYC) am auf der diesjährigen Star-EM in Balatonföldvár am Plattensee in Ungarn bekannt.

"Wir wollen den Seglern auf dem Wasser und an Land ein Event der Extraklasse bieten und freuen und dabei besonders über die Partnerschaft mit Rolex", sagte Thomsen. Das Schweizer Uhrenhaus mit deutschem Sitz in Köln wird vor allem für ein Rahmenprogramm sorgen, für das die Rolex Baltic Week von der Eröffnungsfeier bis zur feierlichen Siegerehrung seit nunmehr fünf Jahren ihres Bestehens bekannt und beliebt ist. Die nächste Auflage wird diesen Sommer vom 27. bis 31. August in Travemünde mit der Rolex Farr 40-Europameisterschaft stattfinden.

Im nacholympischen Jahr rechnen die Veranstalter vom Kieler Yacht-Club zwischen Kieler Woche und Weltmeisterschaft in Varberg/Schweden mit 60 bis 70 Starbooten nicht nur aus Europa. Denn die Klasse segelt grundsätzlich offene Titelkämpfe. So gewannen vor zwei Jahren die US-Amerikaner Mark Mendelblatt und Mark Strube die Rolex Baltic Week. Und auch 1998, als die Starboot-Euro schon einmal auf der Kieler Bucht stattfand, siegte mit Mark Reynolds und Magnus Liljedahl ein US-Duo. "Das war damals eine sehr familiäre Regatta, die allen Teilnehmern durch die persönliche Betreuung noch bestens in Erinnerung ist", so der Kieler Dierk Thomsen.

Daran solle nächstes Jahr mit Hilfe der Kieler Starbootflotte angeknüpft werden. Sie ist eine von insgesamt 20 deutschen Flotten und gehört zum 13. Distrikt der renommierten Klasse. Nicht nur wegen der Organisationsstruktur ist das Starboot eine ganz besondere Bootsklasse. Tradition und Moderne geben sich ein harmonisches Stelldichein. Und fast alle Größen des Regattasports haben sich von der Faszination des klassischen Designs anziehen lassen und auch schon Starboot gesegelt. Die Namensliste reicht vom US-Segelidol Dennis Conner über den dreimaligen America's Cup-Gewinner Russell Coutts bis zum Rolex ISAF-Weltsegler des Jahres 2002 und 2004, Robert Scheidt aus Brasilien, einem der Topfavoriten auf Olympia-Gold in Qingdao/China 2008.

Auch Deutschland hat schon Welt- und Europameister in der Starklasse hervorgebracht. Und der Steuermann der aktuellen deutschen Olympiamannschaft, Marc Pickel, segelt für den Kieler Yacht-Club und baut sogar eigene, maßgeschneiderte Starboote in Kiel. "Wir sind viel zu gastfreundlich, um uns einen Heimsieg zu wünschen", meint Thomsen mit einem Augenzwinkern, in jedem Fall erwarte er schon jetzt spannende Wettfahrten und großen Segelsport. Das genaue Regattaprogramm wird Ende des Jahres festgelegt, wenn das internationale Regelwerk für die Zukunft steht.

Informationen zum Starboot:
Gezeichnet wurde das Zweimann-Kielboot 1911 von den Amerikanern Wilhelm Gardner und Francis Sweisguth. Die ersten Boote waren mit einer steilen Gaffel parallel zum Mast getakelt. Internationale Klassenvereinigung ist die International Star Class Yacht Racing Association (ISCYRA). Das Starboot ist die älteste olympische Klasse (seit 1932). Bis heute wurden mehr als 8370 Boote gebaut, rund 2000 werden derzeit aktiv gesegelt. Die Klasse ist weltweit in 21 Distrikte unterteilt, die sich wiederum in Flotten gliedern. In Deutschland gibt es 20 Flotten. In der deutschen Rangliste 2008 werden zur Zeit 150 Steuermänner notiert.

Technische Daten:
Länge über Alles: 6,922 m
Länge in der Wasserlinie: 4,72 m
Verdrängung: 671 kg
Tiefgang: 1,02 m
Segelfläche: 27,92 qm
Großsegel: 20,5 qm
Länge Mast: 10,0 m

Mit dem Wind war auch die Führung weg

17.06.08 - Johannes Polgar/Florian Spalteholz als Gesamtzwölfte nicht zufrieden - THESSALONIKI. Die deutschen Olympiateilnehmer Johannes Polgar und Florian Spalteholtz aus Dänisch-Nienhof und Kiel erwischten am Montag (16. Juni) nur einem mäßigen Auftakt der Europameisterschaft ihrer Tornado-Klasse.

Das T-Systems Team 2008 segelte in den beiden ersten Wettfahrten vor Thessaloniki/Griechenland zweimal auf Rang elf und ist insgesamt Zwölfter. Es führen die Franzosen Yann Guichard/Alex Guyader nach zwei Tagessiegen mit weißer Weste vier Punkte vor Darren Bundock und Glenn Ashby aus Australien. Es hätte ein Traumstart werden können, so ging es jedenfalls los. Mit einem so genannten Steuerbordstart hatten Polgar/Spalteholz viel riskiert und alles gewonnen, als sie vor dem gesamten Feld vorbeizogen. Souverän verteidigten sie die frühe Führung auf der Startkreuz und rundeten die erste Bahnmarke als Führende. "Doch kurz danach schlief die ohnehin leichte Brise plötzlich ganz ein", berichtete der Steuermann, "und wir mussten wehrlos zusehen, wie die anderen von hinten aufkamen." Mehr noch, denn der Wind setzte wenig später nach einer Drehung um 40 Grad wieder ein und bevorteilte die Konkurrenz. Polgar: "Die sind teilweise wie im Halbkreis um uns herum gefahren." Der Stachel saß tief, obwohl das beste deutsche Tornadoteam unbeschwert und ohne Erfolgsdruck angetreten war. "Im zweiten Rennen waren wir nach dem Tiefschlag zu defensiv", erklärte der Vorschoter, "sowohl beim Start, als auch taktisch im weiteren Verlauf."

So blieb im kleinen Feld von 24 Katamaranen, das allerdings mit einem Dutzend Olympioniken gespickt ist, erneut nur ein Mittelplatz. "Wir haben zu den unerwartet drehenden Winden auf dem EM-Revier noch nicht die richtige Einstellung gefunden", so Spalteholz. Noch bleiben bis zum Sonnabend (21. Juni) acht weitere Wettfahrten, um für eine Korrektur zu sorgen.

Segeln in Zahlen

Erster Tag der Tornado-Europameisterschaft in Thessaloniki/Griechenland
1. Yann Guichard/Alex Guyader (Frankreich) 2 Punkte
2. Darren Bundock/Glenn Ashby (Australien) 6
3. Francois Morvan/Mathieu Vandame (Frankreich) 10
4. Iordanis Pashalidis/Kostas Trigonis (Griechenland) 10
5. Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Österreich) 11
6. Francesco Marcolini/Edoardo Bianchi (Italien) 12
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12. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 22

Montag, 16. Juni 2008

Starke Österreicherinnen bei 470er-Europameisteraft

16.06.08 - Sylvia Vogl und Carolina Fletcher gewinnen ersten Titel - DSV (Hamburg) - In Abwesenheit der Doppel-Europameisterinnen Stefanie Rothweiler (München) und Vivien Kussatz (Berlin) haben die Österreicherinnen Sylvia Vogl und Carolina Flatcher die Offene 470er-Europameisterschaft auf dem Gardasee gewonnen.

Während Rothweiler/Kussatz die Titelkämpfe zugunsten ihres Trainingsplans für die Olympischen Spiele ausließen, gewannen Vogl/Flatsscher mit insgesamt 85 Punkten ihr erstes EM-Gold vor den Schweizerinnen Emanuelle Rol/Anne-Sophie Thilo (95 Punkte) und Elise Rechichi/Tessa Parkinson (96 Punkte) aus Australien.

Beste deutsche Nachwuchs-Mannschaft waren Annina Wagner und Marlene Steinherr (197 Punkte) vom Potsdamer Yacht-Club und dem Verein Seglerhaus am Wannsee auf Platz 13.

Die Männer-Konkurrenz dominierten die Australier Nathan Wilmot/Malcolm Page (70 Punkte). Neue Europameister sind die zweitplatzierten Briten Nic Asher/Elliot Willis (74 Punkte) vor den Holländern Sven und Kalle Koster (77 Punkte). Beste deutsche Mannschaft waren die Berliner Martin Hauptmann und Timo Chorrosch (154 Punkte) vom Segler-Club Gothia und dem Joersfelder Segel-Club auf Platz 19.

ENDERGEBNIS - 470er Europameisterschaft 2008

Frauen
1. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (AUT) 85 Punkte
2. Emanuelle Rol/Anne-Sophie Thilo (SUI) 95 Punkte
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (AUS) 96 Punkte
13. Annina Wagner/Marlene Steinherr (Berlin) 197 Punkte

Männer
1. Nathan Wilmot/Malcolm Page (AUS) 70 Punkte
2. Nic Asher&Elliot Willis (GBR) 74 Punkte
3. Sven und Kalle Koster (NED) 77 Punkte
19. Martin Hauptmann/Thilo Chorrosch (Berlin) 154 Punkte

Spannungsvolle und erlebnisreiche Arboner Mondscheinwoche

16.06.08 - Die 13. Arboner Mondscheinwoche wurde einmal mehr zum vollen Erfolg und es bleiben schöne Erinnerungen an ein seglerisches Highlight dieser Saison. Täglich gingen durchschnittlich 63 Boote an den Start und mussten mit unterschiedlichsten Windverhältnissen klar kommen. Die Wetterlage versprach wechselhaftes Wetter. Dass aber leichteste Winde sich gleich mit über 8 Bf Sturmstärke abwechselten, war auch von alten Seebären nicht erwartet worden.

Gute Organisation
Der YCA hat mit über 4o HelferInnen eine topfunktionierende Organisation geboten. Dies auf dem Wasser mit dem bewährten Regattaleiter Ivo Gonzenbach, aber auch mit vielen aktiven Mitgliedern am Land, die alle zum besten Gelingen dieser 13. Ausgabe mithalfen. Einmal mehr hat eine Seglerische Veranstaltung viele Besucher nach Arbon gelockt und der gute Eindruck wird sie auch dazu animieren unseren Hafen wieder anzulaufen.

Spannender und ausgezeichneter Regattasport
Die Zahl der teilnehmenden neuen und schnellen Boote nimmt laufend zu. Damit verbunden steigen auch die Kriterien an die seglerischen Fähigkeiten der Mannschaften. Einmal mehr wurde äusserst fair und auf hohem Niveau regattiert. Bis zur Schlussregatta am Freitagabend war in vier von acht Wertungsklassen noch alles offen, wer sich zum Sieger gratulieren lassen kann. Der letzte Lauf brachte denn auch eine weitere Überraschung. Die eingespielten Teams zogen alle Register ihres Könnens. Wobei einige Teams sich extra zu diesem Anlass zusammen fanden, andere wiederum schon viele Jahre gemeinsam trainieren. Dies ist eines der charakteristischen Merkmale der Regattaserie in Arbon. Die freundschaftliche und kollegiale Atmosphäre spricht an und wirkt magnetisierend für Regattierende.

Die Spitzenteams
Die unterschiedlichen Bedingungen selektierten stark und manch ein Favorit konnte sich nicht wunschgemäss in Szene setzen. Aber, wie so oft setzten sich am Schluss doch die erfahrenen Skipper durch. Eine souveräne Leistung zeigte einmal mehr Peter Munz mit der „Hurry curry“, der taktisch klug und konstant segelte. Durch einen Frühstart im letzten Lauf verschenkte er den Gruppensieg in der YST 1an Patrik Herzig „evanesse“, der mit nur einem Punkt vor dem Bottighofener Benno Seeger siegte. In der YST Gruppe 2 hat der sieggewohnte Arboner Dominik Kühne auf dem wunderschönen Lacustre diesmal nur Silber geholt. Den Gruppensieg musste er einer ebenfalls traditionellen Yacht, dem 6mR von Thedy Schmid überlassen, der den Grundstein seines Erfolges in den ersten Läufen legte. Äusserst spannend gestaltete sich die Ausmarchung in der YST Gruppe 3. Es war bald klar, dass ebenfalls ein Arboner siegen würde. Der letzte Lauf brachte es dann zu Tage. Daniel Köppel „Pulce d’acqua“ holte sich ebenfalls mit einem Punkt Abstand auf den Vorjahressieger Toni Stäheli den Sieg. Die Jollenklasse wurde vom gewiegten Taktiker und Finn-Weltmeister Hans Fatzer aus Horn dominiert. Auch bei den Mehr- rumpfbooten zeugte der Vorjahressieger Andreas Lutz den Konkurrenten das Heck mit seiner pfeilschnellen 18HT. Erstaunlich, welches Geschwindigkeitspotenzial in diesen Katamaranen steckt. Bei den am Bodensee stark verbreiteten Klasse der H-Boote hat sich Jan Gerlach aus Romanshorn mit schönem Abstand den Sieg geholt und somit in die Fusstapfen seines erfolgreichen Vaters geschlüpft.

Am Spannendsten verliefen die Rennen in der ORC Klasse. Gewinnt ein traditioneller, grosser Cupper oder eine Esse 850 als moderner Leichtwindrenner, war die Frage bis zum Schluss? Macht es der David, oder der Goliath? Mindestens ist dieser Vergleich, bezogen auf die Bootsgrösse, angebracht. Der Goliath setzte sich letztlich durch. Mit einem souveränen Sieg machte Ralph Stump mit seiner Synergia 40 „Daikin“ alles klar und konnte unter grossem Applaus im Clubzelt den Gruppensieg entgegen nehmen.

Viele Überraschungen
Die vier Regattaläufe (Dienstags konnte wegen Starkwind mit über 8,5 Bf nicht regattiert werden) waren geprägt durch viele Überraschungen. Die Segler wurden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und die vorhergesagten Wetter- und Windprognosen trafen während dieser Woche nie ein. Durch viele grosszügige Sponsoren konnten attraktive Preise vergeben werden und die zur Tradition gewordene Auslosungen schaffte einmal mehr beste Stimmung im bis zum letzten Platz gefüllten Clubzelt. Jeden Abend schafften es die vielen Helfer ein bekömmliches Essen und optimale Bewirtung zu garantieren und die positiven Stimmen und Komplimente der Teilnehmer animierte die Clubleitung zu neuen Informationsformen. So wurde unter Leitung von Ivo Gonzenbach täglich der „Mondscheiner“ erstellt, eine farbige Informationsbroschüre über das am Vortag gefahrebne Rennen. Dies stellt ein Novum in der Regattaszene dar und wurde von allen Beteiligten mit grossem Lob beurteilt.

Einmal mehr bot der YCA nicht nur ein sportliches Topereignis, er stellte auch die Infrastruktur für ein Seglererlebnis, das viele Freundschaften entstehen liess. Bericht: Max Juchli YCA.

4. Lauf vom Freitag > / Gesamtergebnis >

Donnerstag, 12. Juni 2008

EM der Flying Dutchman-Klasse 2008 in Rabac/Kroatien

12.06.08 - Mit drei Teams unter den ersten Zehn zeigten die Deutschen erneut eine sehr starke Leistung bei der hervorragend besetzten Europameisterschaft der Flying-Dutchman-Klasse in Rabac/Kroatien. Insgesamt waren 85 Teams aus 16 Nationen und 3 Kontinenten angereist, um den Europameister 2008 zu ermitteln, darunter mehrere Olympiateilnehmer sowie diverse, zum Teil mehrfache, Welt- und Europameister.

Die gewittrige Wetterlage mit schwachen Gradientwinden sorgte für äußerst schwierige Bedingungen mit drehenden Winden unterschiedlichster Stärke. Diese meisterten zunächst Jörn Borowski / Andreas Berlin vom Roststocker Yachtclub am besten, die eine sehr konstante Serie segelten und bis einschließlich der vierten und vorletzten Wettfahrt das Feld deutlich anführten. Letztendlich setzten sich jedoch die bisherigen Vizeeuropa- und amtierenden Weltmeister Jörgen und Jakob Bojsen-Möller durch und gewannen die Serie mit drei ersten Plätzen in den letzten drei Wettfahrten und Hinzukommen des Streichresultats deutlich vor den amtierenden Europameistern Szabolcs Majthenyi / Andras Domokos aus Ungarn und den Australiern Norman Rydge / Richard Scarr. Vierte wurden Jörn Borowski / Andreas Berlin. Auf einen etwas unglücklichen Platz gelangte die Mannschaft Dirk Bogumil / Michael Lisken aus Berlin, denen ein Sieg in der zweiten Wettfahrt wegen Frühstarts aberkannt wurde und die ohne dieses Missgeschick Europameister geworden wären. Das gute Abschneiden der Deutschen Mannschaft vervollständigten Helmut Löther / Michael Klawitter vom Segelclub Alpsee-Immenstadt mit einem neunten Gesamtplatz.

Die vollständigen Ergebnisse (www.fdger86.de/ergebnis.php?termin=89) sowie weitere Fotos (www.fly.hr/materials/fd_2008/tadej/index.html) finden sich auf der Homepage (www.fdger86.de/) der Deutschen FD-Klassenvereinigung, Tobias Frank GER 86.





Alle Fotos zur Veröffentlichung von Tobias Frank GER 86.

Countdown für den Dynamic Europacup 2008 läuft

12.06.08 - Mit der „Rund-Um“ vom vergangenen Wochenende hat die Dynamic35-Klasse ihren letzten Test für den am 18.Juni startenden Europacup in Kreuzlingen absolviert. Nicht weniger als 11 der 21 für den Europacup gemeldeten Teams waren bei der legendären, unterdessen schon zum 58.Mal stattfindenden Bodensee-Umrundung mit dabei.

Auch wenn die Anforderungen der Langstrecken-Regatta mit den Kurzbahn-Rennen des Europacup nicht direkt vergleichbar sind, bot sich den Mannschaften bei 4-6 Bft trotzdem eine gute Gelegenheit, etwa die Steuertechnik oder den Ablauf der Manöver nochmals zu üben oder Verbesserungen an der Ausrüstung vorzunehmen –die windigen Bedingungen der diesjährigen Rund-Um verlangte den Teams denn auch einiges ab.

Im Gesamtklassement der „Rund-Um“ konnten sich auch dieses Jahr die mit 11,4 Metern Länge zu den grösseren der teilnehmenden Booten zählenden Dynamics gut in Szene setzen: Der 31. Rang von Hans-Peter Duwe GER unter den 240 Teilnehmern kann sich sehen lassen, waren doch mit den Xtreme-40-Katamaranen, den beiden auf dem Bodensee stationierten America’s Cuppern und zahlreichen High-Tech-Racern an der Spitze Boote versammelt, die im weltweiten Regatta-Sport zum Besten gehören, was der moderne Segelsport zu bieten hat.

Die eleganten Dynamics sind in ihrer nun dreiundzwanzig-jährigen Existenz zu einer eigenen Klasse mit grosser Verbreitung in der Schweiz und Deutschland angewachsen. Der lange und schmale Rumpf macht sie zu idealen Binnen-Schiffen, welche unterdessen die Nachfolge der bald 100-jährigen Traditions-Klassen der Schären-Kreuzer diverser Grössen (75er, 45er) angetreten haben, die früher die Langstrecken-Regatten auf dem Bodensee dominierten. Mit ihrem komfortablen Innenausbau eignen sich die Dynamics ausgezeichnet für das Familiensegeln, die grosse Segelfläche und die hervorragenden, anspruchsvollen Segeleigenschaften locken aber auch immer wieder nationale Segelgrössen an den Start der Dynamic-Regatten. So werden auch Mitte Juni wieder einige ehemalige Olympia-Teilnehmer beim Europacup mit dabei sein.

Als Organisator des Dynamic-Europacup 2008 steht der Yacht Club Kreuzlingen, der 1921 gegründet wurde und als erster Club den Segelsport auf der Schweizer Seite des Bodensees förderte und seither in der Ostschweiz zu den ersten Adressen in Sachen Regatta-Sport gehört.
Dank Unterstüzung des Hauptsponsoren Merker und der Co-Sponsoren TerraTech, Gautschi Bau AG, North Sails und den Bootswerften Bernhard Seger und Fredi Wacker kann nicht nur die benötigte aufwändige Logistik bereitgestellt werden, auch für ein Europa-Cup würdiges Rahmen-Programm ist gesorgt.

Der Europacup in Kreuzlingen beginnt am Mittwoch 18. Juni mit der Vermessung, zur ersten der insgesamt 10 vorgesehenen Regatten wird am Donnerstag 19. Juni um 10 Uhr gestartet.
Beat Stegmeier , Presseverantwortlicher Europacup 2008 Dynamic 35. Webseite >

Mittwoch, 11. Juni 2008

Münchner Woche 2008

11.06.08 - Die "Münchner Woche", die mit einem beeindruckenden Meldeergebnis von über 200 Teilnehmenden Seglern und über 60 Yachten und Jollen aus Deutschland, Österreich, Ungarn und der Schweiz unter der Schirmherrschaft Ihrer Durchlaucht Fürstin Gloria von Thurn und Taxis zum 100sten Male vom 20.-22.06.08 vor Tutzing an den Start geht.


Foto zur Veröffentlichung von traditionsklasse.de zur Verfügung gestellt

Die Regatta der Traditionsklassen freut sich über eine internationale Beteiligung und außergewöhnliche Boote an der Startlinie. So konnten sich die Organisatoren um den Deutschen Tourion Yacht Club (MYC, YCAm, und die Bayerische Traditionsklassenflotte) über zwei Meldungen von 5,5mR Booten freuen. Diese beiden Boote waren bereits 1964 bei den Olympischen Spielen in Tokio Gegner auf der Regattabahn. Das deutsche Schiff, der legendäre "Subbnboana" G12 ging damals für den Deutschen Touring Yacht Club an den Start und wurde 6..

Highlight für Ihre Leser dürfte der "Museumshafen am Nordbad" sein, wo die Flotte der segelnden Raritäten am Sonntag den 22.06. festmacht und die interessierten Zuschauer herzlich einläd "an Bord der Preziosen zu kommen und sich die interessante Geschichte aus erster Hand erzählen zu lassen.. Alle weiteren interessanten Programmpunkte entnehmen Sie bitte anliegendem Info Poster.

Ausschreibung >

YCHo: Große Jugendregatta

11.06.08 - Am 21. + 22. Juni 2008 steigt der Cup Horn wieder. Bis 13.6.08 können sich die Teams über die Internetseite www.ycho.de melden. Am Samstag ist bis ca. 12.00 Uhr Ausgabe der Segelanweisungen vor dem Clubheim, bevor Regattaleiter Klaus Fischer den ersten Lauf startet.

Der Yacht Club freut sich auf die Seglerjugend, die schon in großer Zahl gemeldet haben. Erfahrene und weniger erfahrenen Optimisten sowie 420er werden in fairem Wettkampf um die Plätze kämpfen.

Ausschreibung > / Meldeformular > / Online melden > / Programm >


Foto zur Veröffentlichung erhalten von: www.ycho.de

FIRST CLASS 8 MATCH RACE fällt aus!!
Die First Class 8 Regatta am kommenden Wochenende muss mangels Beteiligung leider ausfallen.

Dienstag, 10. Juni 2008

Rund Um 2008: Fotogalerie von IBN

10.06.08 - Hans-Dieter Möhlhenrich "schoss" während der Rund Um 2008 einzigartige Fotos. In einer Diashow zeigen wir Ihnen diese auf nachfolgenem Link: (Der Link ist auch auf https://www.ibn-online.de/regatta2008/06.html)

Rund Um 2008 aus Sicht von Hans-Dieter Möhlhenrich >

Altenrhein: Toter aus See geborgen

10.06.08 - Am Sonntagabend (08.06.08) wurde im Marina Hafen von Tauchern ein 53-jähriger Mann tot geborgen. Zur Abklärung der Todesursache hat das Untersuchungsamt Altstätten das Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital St.Gallen beigezogen.

Der Verstorbene wollte am Nachmittag mit einem Bekannten auf den See hinaus fahren. Als der 53-Jährige nicht wie abgemacht erschien, wurde auf seinem Segelboot nachgeschaut. Da die persönlichen Sachen des Vermissten dort waren, von ihm jedoch jede Spur fehlte, wurde die Polizei informiert. Durch die Taucher der Seerettung Rorschach konnte der Mann unter einem Schiff in einer Tiefe von 3.3 m geortet werden. kapo.sg.

Ole von Beust fordert Rotspon-Cup heraus

10.06.08 - TRAVEMÜNDE. 1888 waren es zwei Hamburger, die quasi den Grundstein der Travemünder Woche legten, deren 119. Auflage vom 18. bis 27. Juli stattfindet. Als Hermann Wentzel und Hermann Dröge seinerzeit um eine Flasche Lübecker Rotspon segelten, woraus ein Jahr später die TW hervorging, ahnten sie allerdings nicht, das 120 Jahre später „ihr“ Regierungschef antreten wird, die Rotspon-Regatta zu gewinnen. Denn dieses Jahr heißt der Herausforderer von Gastgeber und Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe zum ersten Mal Ole von Beust. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg wird am Mittwoch, dem 23. Juli, auf einem Drachen gegen den Titelverteidiger antreten.

Verwaltungschefs aus Lübecks Umlandkreisen und der Landeshauptstadt Kiel waren schon dabei, und auch die Bürgermeisterin von Düsseldorf und der Finanzminister. Meist blieb jedoch der Hausherr Sieger, seitdem 2004 die erste Rotspon-Regatta der Neuzeit ins Leben gerufen worden war. Ob zuletzt auf Skippies, 5,5-mR-Yachten oder America’s Cuppern, auch einen Drachen steuerte Bernd Saxe gekonnt über die Trave.

Dieses Mal wird er vom ersten Vorsitzenden des Lübecker Yacht-Clubs, Rolf Erwert, und Eigner Horst Ströh verstärkt. Denn von Beust tritt mit dem Präsidenten des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) Hamburg, Manuel Cadmus, auf dessen Drachen an, der früher olympische Bootsklasse war und heute noch zahlreiche Weltklassesegler anzieht. Der NRV ist neben dem Hamburger Segel-Club (HSC) Mitveranstalter der Travemünder Woche, die der LYC federführend immer in der letzten vollen Juli-Woche ausrichtet.

„Die Zusage aus der Senatskanzlei hat uns hocherfreut“, so Karin Böge und Claus-Dieter Stolze von der Organisationsleitung der Travemünder Woche, „Ole von Beust war schon mehrmals angefragt, die Rotspon-Regatta überschnitt sich aber meist mit seinem Urlaub oder anderen Terminen.“ Der erste Mann aus Hamburg werte den Spaßwettkampf zur TW-Halbzeit zu einem Highlight der schönsten Segelregatta der Welt auf, die auch 2008 wieder rund 2.000 Aktive aus mehr als 20 Ländern sowie rund eine Million Besucher aus nah und fern anziehen dürfte.

Ole von Beust war Schirmherr großer Hochseeregatten über den Atlantik, die in seine Heimatstadt führten, ein Segler wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ist er jedoch nicht. Gleichwohl nahm der Erste Bürgermeister schon an Bord der „Hamburg XII“ an der berühmten Schifffahrtsregatta vom dänischen Æroskøbing über die Ostsee teil und wird sicher auch an Bord des Drei-Mann-Kielboots seinen Mann stehen.

Lübeck gegen Hamburg lautet also das Duell, das im Matchrace (Zweikampf) Boot gegen Boot ausgetragen wird. Der Startschuss fällt um 11 Uhr auf der Überseebrücke 1. Die Regattabahn zwischen Priwall- und Norderfähre ist von der Travepromenade aus Travemünder Woche für Besucher der gut einzusehen. Wer als Erster zwei Rennen gewonnen hat, nimmt bei der Siegerehrung gegen 13 Uhr eine Sechs-Liter-Flasche des berühmten französischen Rotweins, der in Lübecker Eichenfässern reift, mit nach Hause. Andreas Kling.

Sonntag, 8. Juni 2008

Rund Um 2008: Rekordfahrt und 6 gebrochene Masten

08.06.08 - In einer Rekordfahrt gewinnt der Niederländer Jonny Hutchcroft die 58. Rund Um. Er ist nach 4:41.37 Stunden wieder im Ziel. Der zweite Katamaran vom Typ Volvo extreme 40 quert gerade mal 60 Sekunden später die Linie. Das nach einer 100 Kilometer langen Wettfahrt durch die Nacht von Lindau über Meersburg nach Überlingen und zurück nach Lindau.


Der Siegerkat Holmatro (Foto hdm)

„Die beiden Katamarane haben gezeigt, was in ihnen steckt“, kommentiert die Vorsitzende des Lindauer Segler-Clubs, Christine Holz das knappe Ergebnis, „jetzt wissen wir auch, wie die Katamarane im Vergleich zu den Cuppern einzuschätzen sind“.

Die für den Bodensee umgebauten und mit Spannung erwarteten Americas Cupper hatten das Nachsehen. Der Lindauer Franz Buhmann kam mit über anderthalb Stunden Rückstand ins Ziel. Kurz darauf gefolgt vom zweiten Cupper. Der hatte beim Start große Probleme, musste das Vorsegel bergen, stand dauernd im Wind und ging als Letzter über die Linie. „Technische Probleme“ nannte Steuermann Lukas Hummler als Grund. Mit Spannung war der Kampf der verschiedenen High-Tech-Racer erwartet worden. „Jeder kann jeden schlagen“, hatte Wettfahrtleiter Hubert Henzler vor dem Start prophezeit.

Zwischen die Katamarane und die Cupper hatte sich noch die Wilke 49 von Wolfgang Palm vom Yachtclub Langenargen geschoben, er wurde Dritter. Vorjahressieger Werner Hemmeter vom LSC wurde siebter, als einzige Libera kam die Lillo von Markus Ficht als elfte ins Ziel.

Die insgesamt 2.500 Segler wurden vom Wetter überrascht. Die Vorhersage hatte ihnen noch 1-3 Windstärken und Regen versprochen, kurz nach dem Start blies es schon mit 4 Beaufort, Tendenz zunehmend. Bei Windstärke 5, in Böen 6 brechen kurz nach dem Start sechs Masten, ohne dass jemand zu Schaden gekommen wäre, die Schiffe werden in die nächsten Häfen geschleppt. Die Wasserschutzpolizei verzeichnet zu den Mastbrüchen noch drei Kollisionen, eine davon Nachts mit Treibholz. „Als Steuermann hat man kaum eine Chance, in der Dunkelheit im Wasser treibendes Holz zu erkennen“, sagt dazu die LSC-Chefin Christine Holz, die selbst die Regatta auf einer 8 Meter R-Yacht mitgesegelt ist.

Insgesamt war es eine schnelle Rund Um, bereits um 07.30 Uhr morgens lag die Hälfte der 450 gestarteten Schiffe mit 2.500 Seglern an Bord schon wieder festgemacht in Lindau. Die Rund Um ist die größte Segelveranstaltung am Bodensee.

Das Kleine Blaue Band gewinnt Günter Samland vom Yachtclub Langenargen mit der Skold Kopper. „Besonders stolz sind wir, dass die traditionellen Schärenkreuzer Lindau als Ziel für ihre Regatta zum 100-jährigen Bestehen ausgesucht haben“, freut sich Christine Holz. 46 Schären sind zehn Minuten vor dem Hauptfeld auf die kurze Bahn bis Meersburg und wieder zurück nach Lindau gegangen. Die kurze Bahn deshalb, damit den Jubiläumsseglern noch genügend Kraft für die Party am Samstag abend bleibt. Eine Party, die alle Feiern der vergangenen 100 Jahre in den Schatten stellen soll. Ergebnislisten >

Rund Um 2008 aus Sicht von Hans-Dieter Möhlhenrich >