Montag, 18. Februar 2008

Schwelbrand auf Motorfahrgastschiff

Friedrichshafen - Lediglich geringer Sachschaden ist bei einem Schwelbrand entstanden, der am Freitagnachmittag, gegen 15.40 Uhr auf dem Motorfahrgastschiff München ausgebrochen war. Bei Schweißarbeiten im Motorraum des Schiffes, das zu überholungsarbeiten in der Werft in Friedrichshafen lag, war Dämmmaterial des Motorraums in Brand geraten und hatte zu einer starken Rauchentwicklung geführt. Werftarbeiter der Bodensee-Schiffsbetriebe konnten jedoch zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen, die mit 24 Mann und mehreren Fahrzeugen im Einsatz war, den Schwelbrand rasch löschen.

Samstag, 16. Februar 2008

Gestohlene Außenbordmotoren aus Dänemark sichergestellt – Täter in Auslieferungshaft genommen

Schleierfahnder der Bundespolizei Gartz (Brandenburg) kontrollierten am 19.01.2008 auf der Autobahn einen 33-jährigen polnischen Staatsangehörigen, der 11 Außenbordmotoren in seinem Fahrzeug mitführte. Er legte einen schwedischen Kaufvertrag als Eigentumsnachweis vor. Da der Mann im vergangenen Jahr schon einmal mit einen gestohlenen Motor kontrolliert wurde schalteten die Fahnder die auf Identifizierung von gestohlenen Booten und Außenbordmotoren spezialisierten Kollegen des Kompetenz-Zentrums Bootskriminalität bei der Polizeidirektion Konstanz (KBK) ein. Schnell fanden die Konstanzer Fahnder heraus, dass der Kaufvertrag gefälscht und die Motoren vermutlich in Dänemark gestohlen wurden. Die Motoren wurden daraufhin sichergestellt. Der Beschuldigte musste aber zunächst auf freien Fuß gesetzt werden.

Am 31.01.2008 fuhr bei der Bundespolizei in Gartz eine polnische Spedition vor, die die sichergestellten Außenborder im Auftrag des Beschuldigten abholen wollte. Es wurde eine notariell beglaubigte Urkunde vorgelegt, die den Spediteur zur Abholung berechtigte. Da zwischenzeitlich fast alle Motoren Straftaten in Dänemark zugeordnet werden konnten, wurden diese nicht ausgehändigt. Am 13.02.2008 trauten die Bundespolizisten dann ihren Augen nicht, als der Beschuldigte persönlich erschien und die sichergestellten Motoren im Wert von über 20.000 € persönlich abholen wollte. Seine Hartnäckigkeit sollte sich nicht auszahlen. Die Bundespolizei nahm den Mann fest, denn die dänischen Behörden hatten zwischenzeitlich schon seine Auslieferung beantragt.

Die Motoren werden kommende Woche von einem Beauftragten der Geschädigten abgeholt und den dänischen Geschädigten wieder ausgehändigt.

Konstanzer Bootsfahnder erfolgreich in Serbien

In enger Zusammenarbeit mit den serbischen Behörden und mit Bootsfahndern aus Rheinland-Pfalz gelang es dem Kompetenz-Zentrum Bootskrimininalität (KBK) der Polizeidirektion Konstanz, ein hochwertiges Motorboot in Belgrad sicherzustellen. Das relativ seltene Motorboot im Wert von ca. 40.000 € wurde im Mai 2006 samt Trailer an der Mosel gestohlen. Gemeinsam mit Fahndern der Wasserschutzpolizei Mainz hatten das KBK die Fahndung seinerzeit über Interpol europaweit gesteuert.

Bei einer zollrechtlichen Kontrolle in Belgrad fielen den serbischen Beamten nun Unstimmigkeiten an der Rumpfnummer des Bootes auf. Über das Bundeskriminalamt Wiesbaden wurden die Konstanzer Fahnder eingeschaltet und schnell war klar, dass es sich um das an der Mosel gestohlene Boot handelt. Die Mainzer und Cochemer Wasserschutzpolizei konnte das Boot anhand der vorliegenden Erkenntnisse aus Belgrad mit Hilfe des Generalimporteurs und dem Geschädigten zweifelsfrei identifizieren. Die Ermittlungen gegen den 32-jährigen serbischen Besitzer des Bootes, der dem Zoll gefälschte italienische Bootspapiere vorgelegt hatte, werden von Interpol Belgrad geführt.

Das KBK arbeitet seit 2004 im Auftrag des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und hat sich auf die internationale Fahndung und Identifizierung von gestohlenen Sportbooten, Außenbordmotoren und Bootsanhängern spezialisiert. Ihr Wissen geben die Fahnder zwischenzeitlich auch bei Schulungen europaweit weiter. Nach dem bislang erfolgreichsten „Fahnderjahr“ 2007, bei dem das KBK Boote und Außenbordmotoren im Wert von über 2,6 Millionen € identifizieren und mit den örtlich zuständigen Polizeidienststellen in acht europäischen Ländern sicherstellen konnte, setzt sich der positive Trend auch 2008 fort. Bislang gelang es dem KBK bereits drei Boote und 12 Außenbordmotoren im Wert von über 210.000 € in Polen, der Slowakei, Serbien und Deutschland sicherzustellen bzw. Straftaten zuzuordnen.

Freitag, 15. Februar 2008

Reichenau: Regierungspräsidium lässt Bruckgraben ausbaggern

Der Reichenauer Bruckgraben soll in den nächsten Wochen ausgebaggert und die Grabensohle um etwa 30 cm vertieft werden.

Damit soll die Befahrbarkeit des Bruckgrabens für Fischerei- und Sportboote mit geringem Tiefgang verbessert und gleichzeitig die Überlebenschance der Fische bei Bodenseeniedrigwasser erhöht werden. Das Regierungspräsidium will 300 m3 Erde ausheben lassen und auch teilweise die Holzpalisaden entlang des Bruckgrabens erneuern. Durch das Auskoffern entsteht ein zusätzliches "Wasserpolster", welches speziell für Jungfische bessere Lebensbedingungen schafft. Im Winter 2005/2006 war es dort zu einem größeren Jungfischsterben gekommen, weil im Bruckgraben zu wenig Wasser stand. Dem soll nun vorgebeugt werden. Die Außenstelle Donaueschingen des Regierungspräsidiums kommt mit dieser Maßnahme nicht zuletzt einem Wunsch der Gemeinde Reichenau und der örtlichen Fischerei entgegen.

Die Höhere Naturschutzbehörde hat für die Arbeiten die naturschutzrechtliche Befreiung erteilt. Beim Erdaushub handelt es sich um unbelastetes Material, das unbedenklich auf der Erddeponie Markelfingen abgelagert werden kann. Die Baukosten betragen insgesamt rund 80 000 Euro.Bei Durchführung der Maßnahme kann es durch den Materialabtransport zu zeitweiligen geringfügigen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, hierfür bittet das Regierungspräsidium bereits jetzt um Verständnis.Der Bruckgraben ist 1,50 m lang, ca. 7 m breit und maximal 2,50 m tief. Er befindet sich östlich der Reichenau, durchschneidet den Inseldamm und verbindet den Gnadensee mit dem Ermatinger Becken, macht die Reichenau zur Insel. Der Bruckgraben grenzt unmittelbar östlich an das Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried - Gnadensee - Untersee".

Donnerstag, 14. Februar 2008

Laserflotte beendet WM mit Top-Ergebnis, aber ohne Fortune

Hamburg (DSV, 14. Februar 2008). Die deutschen Lasersegler haben die Weltmeisterschaft vor Terrigal (Australien) mit einem Spitzenergebnis durch Alexander Schlonski , aber ohne Fortune beendet. Der Rostocker Steuermann konnte auch mit Platz sechs die Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele nicht mehr erfüllen, weil ihm dies im vergangenen Jahr kein Mal gelungen war.

Anders herum dagegen die Lage bei Simon Grotelüschen: Der Lübecker hat die Kriterien im vergangenen Jahr einmal erfüllt, hätte sein Leistungsvermögen bei der WM aber erneut mit einem Platz in den Top Ten nachweisen müssen. Das misslang dem Medizinstudenten mit Platz 27.

«Es ist wirklich jammerschade, dass es für die Lasersegler trotz ihres furiosen Endspurts nicht gereicht hat», sagte DSV-Sportdirektor Hans Sendes, «aber der DOSB hat die Spielregeln vorgegeben: Es sind eben zwei Leistungsnachweise gefordert.»

Damit kann der Deutsche Segler-Verband voraussichtlich nur sechs Teams nach Qingdao entsenden, wo im August die Wettfahrten für insgesamt elf olympische Disziplinen ausgetragen werden.

Während es in den Disziplinen 470er Frauen (Stefanie Rothweiler/Vivien Kussatz; München/Berlin), Yngling (Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Hoepfner; Berlin), Laser Radial (Petra Niemann; Berlin) und 49er (Jan-Peter Peckolt/Hannes Peckolt; Hamburg/Kiel) bereits klare und national unangefochtene Kandidaten gibt, die der Verband dem DOSB zur Nominierung vorschlagen kann, sind die innerdeutschen Vorausscheidungen in den Klassen Starboot und Tornado noch nicht abgeschlossen.

Im Tornado kommt es im Rahmen der Semaine Olympique vor Hyères zum Duell zwischen Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel) und den Brüdern Tino und Niko Mittelmeier (Überlingen). Im Starboot kämpfen Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) und Robert Stanjek/Markus Koy (Rostock/Hamburg) um die Olympiafahrkarte. Während Pickel/Borkowski bereits alle DOSB-Kriterien erfüllt haben, konnten Stanjek/Koy erst einmal punkten und müssen bei der WM in Miami Anfang April einen Platz unter den besten zehn Teams belegen, um Pickel/Borkowski noch in eine nationale Ausscheidung zwingen zu können.

Diavortrag von Familie Manshol in Konstanz/Staad



Der Yachtclub Litzelstetten-Mainau (YLM) hat einen Dia-Vortragsabend mit der Familie Mansholt organisiert. Dieser wird am 18.03.2008 in Konstanz in unserem Clubheim "Lände" an der Meersburgfähre stattfinden, welches Platz für ca. 140 Personen bietet.

Der Club wird auf unserer Website www.ylm.de die Möglicheit zur Platzreservierung anbieten. Weitere Informationen auf www.wirhauenab.de.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Auf dem Bodensee wird es keine Jet-Ski geben

Die Schweiz plant eine Erneuerung ihrer Binnenschifffahrtsverordnung und deren Anpassung an die seit 1996 für europäische Binnengewässer geltenden EU-Sportbootrichtlinien.

Damit könnten auf Schweizer Gewässern nicht nur in der nach EU-Richtlinien gebaute und ausgerüstete Boote zugelassen, sondern auch schnelle und laute Wassermotorräder, so genannte Jet-Ski erlaubt werden. Bisher waren diese verboten. Im Rahmen der Revision sollen sie allerdings als Sportboote und nicht mehr als Vergnügungsschiffe eingestuft werden. Die Koppelung der zulässigen Leistung an die Schiffsgröße und ans Gewicht entfalle dann. Die Wassermotorräder sollen auf bewilligten Flächen bei Tag und klarer Sicht fahren dürfen. Die Kantone sollen als nächstes bis 2009 die Wasserflächen bestimmen, auf denen die Jet-Ski fahren dürfen. Am Schweizer Bodenseeufer dürften diese gewöhnlich ein- oder zweisitzigen und bis zu 60 Stundenkilometer schnellen Jet-Ski nicht auftauchen. Die Wassermotorrädern waren bisher verboten. Basis ist die BSO, die in einem Staatsvertrag von allein drei Ländern anerkannt wird. Dies ist auch Basis dafür, dass in anderen Bereichen von der EU-Regelung abgewichen wird.

Erst im Dezember 2007 sei das Thema in einer Sitzung der Regierungschefs und Regierungsvertreter der Seeanrainerländer, der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK), in Vaduz besprochen worden. Auch dort sei man sich einig gewesen, dass Jet-Ski auf dem Bodensee nicht erwünscht seien. In der Schweiz waren diese bisher komplett verboten.

Dienstag, 5. Februar 2008

Bei Ausfall Nachricht

Katamaran führt schnelles Informationssystem ein

Mit einer Verfügbarkeit von über 99 Prozent waren die Katamarane auch 2007 extrem zuverlässig. Doch die wenigen Male, als "Constanze", "Fridolin" und "Ferdinand" zum Beispiel wegen Sturms ausfielen, waren nicht nur für die Katamaran-Reederei, sondern vor allem für die Fahrgäste ärgerlich. Nun setzt die Reederei ein Zeichen ­ und installiert ein komfortables Informationssystem. Fahrgäste erhalten Informationen über die aktuelle Betriebslage per SMS, Mail, Internet und Telefon. "Damit haben wir eines der besten Fahrgast-Informationssysteme im öffentlichen Nahverkehr geschaffen," freut sich Reederei-Pressesprecher Sebastian Dix.

"Kurz gesagt: Die Information kommt zum Fahrgast ­ und umgekehrt," beschreibt Dix das neue System. Denn Katamaran-Passagiere erhalten in Zukunft sofort per SMS und Mail Bescheid, wenn Katamaran-Kurse ausfallen. Dazu müssen sie sich lediglich im Internet in einen Verteiler eintragen. Auch auf der Internet-Seite der Reederei stehen die aktuellen Informationen zum Abruf sofort zur Verfügung. Und schließlich richtet die Reederei in den nächsten Wochen eine kostenlose Hotline ein. Hier können Fahrgäste dann jederzeit anrufen und sich über die aktuelle Betriebslage informieren.

"Der Katamaran ist eines der ersten öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland, die ein solches aktives Informationssystem anbieten," erklärt Dix. Die Technik wurde zusammen mit T-City umgesetzt und ist die gleiche wie das Alarmierungssystem etwa bei Feuerwehr und Polizei. "Nach dem Sturm im November, als der Katamaran-Verkehr zeitweilig eingestellt werden musste, war klar, dass wir etwas tun mussten," blickt Dix zurück. Katamaran-Pendler hatten sich beschwert. Er könne die Verärgerung verstehen, meint Dix. Deswegen habe die Reederei auch mit Hochdruck die Lösung vorangetrieben. Mit dem jetzigen multimedialen System sei es einfach, an die aktuelle Information zu kommen. "Zumindest ein Telefon hat schließlich jeder, und mit dem Handy erhält man die Information auch unterwegs."

Natürlich sei es nach wie vor ärgerlich, wenn die schnellen Schiffe ausfielen ­ was selten genug passiert. "Aber so können die Pendler bereits von zuhause aus umplanen." Ebenfalls neu: Wenn die Katamarane ausfallen, erhalten Inhaber von Katamaran-Jahres- und Monatskarten kostenlose Fahrt im Städteschnellbus zwischen Konstanz und Friedrichshafen. "Wir möchten unserem Ruf als schnellem, komfortablem Verkehrsmittel gerecht werden. Wir denken, das ist uns mit dieser Lösung gelungen," meint Dix.

Auf der Internet-Seite www.der-katamaran.de/ticker können sich Fahrgäste für den SMS- und Mailservice anmelden. Eine Anmeldung ist auch in den Katamaran-Geschäftsstellen in Konstanz und Friedrichshafen oder per Telefon unter 0049 (0)7531 3639320 möglich. Die kostenlose Servicenummer wird noch bekannt gegeben.


SMS zum Frühstück: Reederei-Pressesprecher Sebastian Dix freut sich über die Lösung, bei Katamaran-Ausfällen Kunden über das Handy aktiv zu informieren. Auch per E-Mail, Internet oder Telefon gibt es in Zukunft aktuelle Informationen zur Betriebslage beim Katamaran. Der Katamaran ist damit eines der ersten öffentlichen Nahverkehrsmittel in Deutschland, die ein so umfassendes System anbietet.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Großer Erfolg: Die OutDoor findet weiterhin in Friedrichshafen statt

Friedrichshafen - Die Freude ist riesengroß, Sektkorken knallten und der gesamten Messe-Mannschaft am Bodensee fiel "ein Stein vom Herzen". Die Europäische Fachmesse OutDoor findet weiterhin in Friedrichshafen statt.

"Jetzt können wir die Erfolgsgeschichte OutDoor weiter schreiben", erklärte Messechef Klaus Wellmann freudestrahlend, nachdem die Europäische Outdoor Gruppe (EOG) ihre Entscheidung am Mittwoch in München bekannt gegeben hatte.In einer geheimen Abstimmung unter den 47 stimmberechtigten Mitgliedsfirmen, die unter notarieller Aufsicht jeweils eine Stimme abgeben konnten, war dieses Ergebnis zustande gekommen: "Wir sind natürlich überaus glücklich über dieses Ergebnis", freute sich Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen für die Messemannschaft und für die gesamte Stadt.

Die Entscheidung war in den vergangenen Wochen von allen Beteiligten mit großer Spannung erwartet worden. Schließlich hat die Messe Friedrichshafen seit 1994 die Fachmesse OutDoor erfolgreich im internationalen Messegeschäft platziert und das "Gipfeltreffen der Outdoor-Branche" zur Leitmesse in Europa mit weltweiter Vorbildfunktion entwickelt. Besucher- und Ausstellerzahlen haben sich in den vergangenen 14 Jahren mehr als verdreifacht, die Internationalität und die Medienwirkung sind rasant gewachsen: "Wir sind und leben Outdoor", stellt das Messeteam in Friedrichshafen stolz fest, das mit der EOG eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft pflegt. Für Messechef Klaus Wellmann und Projektleiter Stefan Reisinger ist dieses positive Votum Auftrag und persönliche Verpflichtung gleichermaßen, das Natursportereignis, das in einer ausgesprochenen "outdoor-gerechten Umgebung" stattfindet, in den nächsten Jahren zur Weltleitmesse auszubauen. "Die Mannschaft ist extrem motiviert."

Der Messe- und Industriestandort Friedrichshafen, an dem Weltkonzerne wie ZF und MTU ihren Sitz haben, erlebt derzeit einen starken Schub: Die Erreichbarkeit von Friedrichshafen wird weiter verbessert, es gibt mehr Flugverbindungen zum Bodensee-Airport Friedrichshafen, nach Zürich und zum nahe gelegenen Allgäu-Airport Memmingen. Drei neue Hotels in Friedrichshafen und in der Region sind in Planung oder stehen kurz vor dem Baubeginn. Das neue Verkehrskonzept für die Messe, die Stadt und die Region greift mit ersten Maßnahmen bereits im Frühjahr 2008. Außerdem wird die Infrastruktur auf dem Messegelände mit dem neuem Eingangsbereich, zwei neuen Hallen, zusätzlichen Parkplätzen und der neuen Zufahrtsstraße weiter optimiert. Ab Frühjahr 2009 stehen insgesamt 85.000 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Mittwoch, 30. Januar 2008

WM-Abschied als 13. am Ende ohne jeden Gram

MELBOURNE. Mit einem dritten Platz im letzten Rennen und Gesamtrang 13 schlossen Steffi Rothweiler aus München und die Berlinerin Vivien Kussatz am Mittwoch (30. Januar) die Segelweltmeisterschaft der 470er-Klasse ab.

Damit blieb das pinta racing team im australischen Melbourne zwar hinter den eigenen Erwartungen zurück, schöpfte aber aus einem versönlichen Ende Hoffung für die weitere Olympiavorbereitung. Neue Weltmeisterinnen wurden die US-Amerikanerinnen Erin Maxwell und Isabelle Kinsolving.

„Schon zur WM-Halbzeit haben wir gespürt, dass wir hier keinen Blumentopf gewinnen können“, resümierten Rothweiler und Kussatz ihren Wettkampf, „da war einfach der Wurm drin.“ Bei unerwartet stark drehenden Winden, für die Segelhochburg im australischen Sommer eher ungewöhnlich, fehlte den amtierenden Europameisterinnen oft der taktisch richtige Ansatz und das nötige Quäntchen Glück. „Immerhin waren unsere Geschwindigkeitsprobleme nur vorübergehender Natur“, zog die 28-Jährige Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen auch etwas Positives aus der WM.

Und ein genauer Blick auf die Ergebnisliste reichte, um etwaige Selbstzweifel gar nicht erst aufkommen zu lassen. Denn: Die neuen Titelträgerinnen Maxwell/Kinsolving hatten die nationale Olympiaausscheidung der USA verloren. Nach Qingdao/China fahren Amanda Clark und Sarah Mergenthaler, die in Melbourne als Gesamtelfte genauso das Medalrace der besten Zehn verpassten wie die japanischen Vizeweltmeisterinnen Kondo Ai und Kamata Naoko (12.), die zudem bei den PreOlympics Silber holten und zu den Topfavoritinnen bei Olympia zählen.

„Die Olympischen Spiele sind ein völlig anderes Paar Schuhe“, sagt Vivien Kussatz (35) vom Spandauer Yacht-Club aus Berlin, „die dortigen Bedingungen haben mit dem WM-Wind wenig gemeinsam.“ Zu gerne hätte das pinta racing team nach zweimal EM-Gold in Folge auch bei der Weltmeisterschaft aufs Treppchen gewollt, „aber im Hinblick auf die Spiele ist das nicht relevant.“ Rothweiler/Kussatz haben die Qualifikationskriterien für eine Nominierung bereits erfüllt und müssen im Frühjahr nur noch einen so genannten Leistungsnachweis bei einer internationalen Regatta erbringen; ein Platz unter den ersten zehn bis zwölf sollte reichen.

Nach der Heimkehr aus Downunder legt das pinta racing team der 470er-Frauen eine einwöchige Segelpause ein. Danach geht es am 11. Februar zum Training nach Palma de Mallorca (Spanien). „Dort werden wir zum ersten Mal unser neues Boot ausprobieren, das wir auch im August bei den Spielen einsetzen wollen“, so Rothweiler und Kussatz voller Vorfreude, „damit stehen noch einige Material- und Trimmtests auf dem Programm.“


Segeln in Zahlen

Endstand der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien

1. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 54 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 64
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 80
4. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 87
5. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 89
6. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich)100
...
10. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 125
...
13. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 136

Dienstag, 29. Januar 2008

Europameisterinnen weiter ohne Fortune bei der WM

MELBOURNE. „Wir kommen hier taktisch einfach nicht klar“, erklärte die Münchenerin Steffi Rothweiler das enttäuschende Abschneiden des pinta racing teams bei der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien.

Auch am vorletzten Wettfahrttag kam die 28-Jährige mit ihrer Berliner Vorschoterin Vivien Kussatz (35) nicht über Mittelplätze hinaus. Das Duo segelte am Dienstag (29. Janauar) auf die Einzelplätze 17 und 14 und verpasste den Einzug in das finale Medalrace der besten zehn Crews als 16. klar. Die Nachwuchsmannschaft Kathrin Kadelbach und Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) schaffte den Sprung als Zehnte im letzten Moment. Der WM-Titel dürfte den US-Amerikanerinnen Erin Maxwell und Isabelle Kinsolving mit 16 Punkten Vorsprung vor Giulia Conti/Giovanna Micol (Italien) kaum noch zu nehmen sein.

Nur ein Durchbruch mit zwei absoluten Spitzenplätzen hätte dem pinta racing team am sechsten WM-Tag noch die gewünschte Finalteilnahme gesichert, so wie es ihren Sparringspartnerinnen Therese Torgersson und Vendela Santén aus Schweden mit zwei zweiten Plätzen gelang. Oder noch besser den bisher ebenfalls abgeschlagenen Engländerinnen Christina Bassadone und Saski Clark, die zwei Tagessiege landeten und sich damit auf den neunten Rang katapultierten. „Von der Bootsgeschwindigkeit hätte uns das vielleicht auch gelingen können“, meinte Steffi Rothweiler, „am Speed hat es nicht mehr gelegen.“

Doch was nützt das, wenn die Richtung nicht stimmt. Rothweiler: „Wieder gab es einen 30-Grad-Dreher, der uns kalt erwischte. Der Wind wechselt hier so schnell und unvorhersehbar. Das hatten wir anders erwartet und konnten uns nicht darauf einstellen.“ Die Weltmeisterschaft geht am Mittwoch (30. Januar) zuende. Auch der Rest der Goldflotte (ab Platz elf) segelt noch ein Abschlussrennen, in dem sich Rothweiler/Kussatz zum Abschluss achtbar aus der Affäre ziehen wollen.


Segeln in Zahlen

Gesamtstand nach dem sechsten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien

1. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 46 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 62
3. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 69
4. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 70
5. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 75
6. Therese Torgersson/Vendela Santén (Schweden) 86
...
10. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 109
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16. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 123

Stellungsnahmen können abgegeben werden

Maßnahmenkatalog legt gezielte Umsetzung fest

Der Entwurf für ein neues Leitbild der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) wurde von den Regierungschefs anlässlich ihrer Konferenz Anfang Dezember zur öffentlichen Anhörung bzw. Vernehmlassung freigegeben. Stellungnahmen dazu können bis 15. März 2008 abgebenwerden. Der Entwurf des Leitbildes sowie ein dazugehöriger Maßnahmenkatalog stehen unter www.bodenseekonferenz.org zur Einsicht bereit.

Das Bodenseeleitbild aus dem Jahr 1994 bildet seit über zehn Jahren die Grundlage der Zusammenarbeit der Länder und Kantone in der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK). In derZwischenzeit sind in der Bodenseeregion neue Schwerpunkte in den Vordergrund getreten und der Mitgliederkreis der IBK hat sich um den Kanton Zürich und das Fürstentum Liechtenstein im Jahr 1998 erweitert. Die Regierungschefs der IBK haben deshalb im Jahre 2005 beschlossen, das Bodensee-Leitbild aus dem Jahre 1994 diesen neuen Herausforderungen und Gegebenheiten anzupassen. Eine Projektorganisation wurde dazu eingerichtet und außer den Vertretern der zehn Mitgliedsländer und ­Kantone der IBK und der sieben Fachkommissionen wurden in den Prozess Vertreter derParlamentarier-Konferenz Bodensee (PKB) und der Kommunen mit einbezogen. Die Erarbeitung desneuen Leitbildes für die IBK erfolgte auf der Grundlage des bisherigen Bodensee-Leitbildes.

Stellungnahmen bis 15. März
Anlässlich der Regierungschefkonferenz vom 7. Dezember 2007 wurden ein Entwurf für ein neues Leitbildder IBK für den Bodenseeraum sowie ein dazugehöriger Maßnahmenkatalog vorgelegt. Die Regierungschefs der zehn Mitgliedsländer und Kantone gaben diese zur öffentlichen Anhörung bzw. Vernehmlassung frei. Zur Teilnahme sind alle Institutionen und Organisationen im Einzugsgebiet der IBK aufgefordert, die sich für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einsetzen. Die Vernehmlassung läuft seit Mitte Dezember 2007 und dauert bis 15. März 2008.

Das überarbeitete Leitbild richtet sich in erster Linie an die Regierungen der IBK-Mitgliedsländer und -kantone, im weiteren Sinne aber auch empfehlend an Parlamente, Städte, Gemeinden, Landkreise, Verbände und sonstige Verantwortungsträger. Es dient der Orientierung, trägt zur Identifikation aller.

Montag, 28. Januar 2008

Einmal hui und einmal pfui am fünften Tag

MELBOURNE. Der fünfte Wettfahrttag der 470er-Weltmeisterschaft wurde für das pinta racing team mit Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) am Montag (27. Januar) zur Berg- und Talfahrt.

Einem starken vierten Rang ließen die Europameisterinnen vor Melbourne/Australien mit Platz 22 einen weiteren Ausrutscher folgen. Dadurch verbesserten sie sich in der Gesamtwertung nur auf den 15. Platz. Die Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout aus den Niederlanden segelten noch schlechter (10. und 18.) und mussten die Gesamtführung an die US-Amerikanerinnen Erin Maxwell und Isabelle Kinsolving abgeben. Kathrin Kadelbach und Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) sind Elfte.

Nach dem missglückten Sonntag mit zwei schweren Rückschlägen präsentierte sich das pinta racing team vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen (Rothweiler) und Spandauer Yacht-Club Berlin zunächst wie ausgewechselt. In einem taktisch anspruchsvollen Rennen bei mittleren Winden mischte es ständig in der Spitzengruppe mit und sah zahlreiche Topfavoritinnen unter ferner liefen. Die Rückkehr in die Top Ten war vollbracht.

In zweiten Tagesrennen starteten Rothweiler/Kussatz auf der rechten Seite gut, als der Wind um 40 Grad nach links drehte. „Das hat uns schon ziemlich derb erwischt“, so die Steuerfrau, „doch damit nicht genug. Wir glaubten, es würde eher zurück nach rechts drehen, als uns wieder auf der falschen Seite einer weiterer 30-Grad-Dreher nach links erwischte.“ Damit blieb nur Schadensbegrenzung der geringen Art mit Rang 22.

Für zusätzliche Verwirrung sorgte ein Fehler der Wettfahrtleitung, die offenbar aufgrund der starken Winddrehungen die Orientierung verloren hatte. Nach der zweiten Bahnänderung wurde ein verkehrter Kurs angezeigt, der das Feld quasi in die Gegenrichtung schickte. Ein Sammelprotest mehrerer Teilnehmer blieb jedoch vor der internationalen Jury ohne Erfolg.

Während die 470er-Frauen auf die letzten beiden Wettfahrten in der Goldflotte am Dienstag (29. Januar) hoffen müssen, um vielleicht doch noch die Teilnahme am Medalrace der besten zehn Teams zu schaffen, beginnt für die Starbootsegler vom pinta racing team, Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Babelsberg), das Olympiajahr mit der Rolex Miami OCR. Die Regatta wird zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft Anfang April an gleicher Stelle, wo die Mannschaft ihre Olympiaqualifikation verteidigen will.


Segeln in Zahlen

Gesamtstand nach dem fünften Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien

1. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 39 Punkte
2. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 43
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 46
4. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 48
5. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 68
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 72
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11. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 81
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15. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 93

Kein vorzeitiges Aus

Der Syndikatschef des United Internet Team Germany, Michael Scheeren, nimmt Stellung zu veröffentlichten Verlautbarungen eines vorzeitigen Aus der deutschen Kampagne zum 33. America´s Cup.

„Entgegen veröffentlichter Verlautbarungen spreche ich mich hiermit ganz klar gegen ein vorzeitiges Aus der deutschen Kampagne beim 33. America´s Cup aus. Das gesamte Management des United Internet Team Germany ist bestrebt, im Jahr 2008 drei Sailing Grand Prix-Veranstaltungen zusammen mit den anderen Challengern des America´s Cup auszutragen, um die Kernmannschaft des United Internet Team Germany bis zum 33. America´s Cup zusammen zu halten. Sollte die anvisierte Sailing Grand Prix-Serie im Jahr 2008 realisiert werden, stehen auch unsere Partner mit der United Internet AG, Audi AG und Porsche Consulting weiterhin an unserer Seite.

Für den Fall, dass die drei Sailing Grand Prix-Veranstaltungen im Jahr 2008 nicht zum tragen kommen, wird das Management des United Internet Team Germany trotzdem weiter fortbestehen und uneingeschränkt an der erfolgreichen Fortsetzung dieser Kampagne arbeiten. Die Verträge der Segler werden dann zum 31. März 2008 auslaufen und es wird sportlich eine Pause eingelegt. Sobald das neue Regelwerk für den 33. America´s Cup fest steht, werden wir sportlich exakt an der Stelle weiter machen, an der wir zum heutigen Zeitpunkt mit dem gesamten Team stehen.“

Rabenschwarzer WM-Tag für Rothweiler/Kussatz

MELBOURNE. Zu Beginn der Hauptrunde in der Goldflotte der 470er-Weltmeisterschaft erlebten das pinta racing team mit Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) am Sonntag (27. Januar) ein Waterloo. In den Wettfahrten sieben und acht segelten die Europameisterinnen vor Melbourne/Australien nur auf die Plätze 23 und 24. Im Gesamtklassement fielen sie auf Rang 16 zurück. An der Spitze gab es einen Wechsel. Die Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout aus den Niederlanden lösten Gulia Conti und Giovanna Micol (Italien) ab.

„Erst sind wir gekentert und dann waren wir grottenlangsam“, erklärte die Steuerfrau spürbar entnervt einen Regattatag, wie sie ihn schon lange nicht mehr erlebt hatte. Zunächst brachten die 470er-Frauen das nachgeholte Rennen Nummer sechs aus der Qualifikationsrunde noch einigermaßen über die Bahn – das Duo wurde Neunter. Doch bei frischen Winden kam es anschließend überhaupt nicht mehr in Fahrt.

„Wir hatten nach der Kenterung einiges Wasser in den Tanks im Rumpf“, so Steffi Rothweiler weiter, „aber das kann nicht allein der Grund für unser Geschwindigkeitsproblem gewesen sein.“ Bei ähnlichen Bedingungen seien sie in der vorhergehenden Regatta Sail Melbourne an gleicher Stelle gut mitgefahren. Gemeinsam mit ihrem spanischen Trainer Alberto García wird die Mannschaft das Desaster in Ruhe analysieren, um die verbleibenden vier Wettfahrten gestärkt anzutreten und zumindest noch den Sprung ins Medalrace der besten zehn Teams zu schaffen.


Segeln in Zahlen

Gesamtstand nach dem vierten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien

1. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 23 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 25
3. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 29
4. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 37
5. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 39
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 42
...

13. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 63
...
16. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 67

Wind drehte zu stark: Kein WM-Rennen der 470er

MELBOURNE. Der dritte Wettfahrttag auf der Weltmeisterschaft der 470er-Seglerinnen und -Segler in Melbourne/Australien fiel am Sonnabend (26. Januar) stark drehenden Winden zum Opfer. Dadurch blieben Steffi Rothweiler aus München und die Berlinerin Vivien Kussatz vom pinta racing team unverrichteter Dinge auf dem neunten Gesamtplatz, 15 Punkte hinter den führenden Gulia Conti und Giovanna Micol (Italien). Das sechste und letzte Rennen der Qualifikationsrunde soll am Sonntag nachgeholt werden, bevor das Teilnehmerfeld am Nachmittag in Gold- und Silberflotte unterteilt wird. Die Entscheidung fällt am kommenden Mittwoch (30. Januar).

„Wir hatten den ganzen Tag genug Wind, doch aus so unterschiedlichen Richtungen, dass an den Start eines regulären Rennens nicht zu denken war“, berichtete das Duo vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen und Spandauer Yacht-Club Berlin. Als eine Regenfront über das Regattagebiet vor Melbourne durchzog, behielt die Wind- und Wettervorhersage Recht, die für den weiteren Verlauf der WM eine Besserung prophezeit.

Über eine Videoschaltung per Internet wurde das pinta racing team am Sonnabend auf der 39. Internationalen Bootsausstellung in Düsseldorf vorgestellt. Rothweiler/Kussatz, die bereits für die Olympischen Spiele im August in Qingdao/China qualifiziert sind, schilderten ihre Vorbereitungen auf den Saison- und vorläufigen Karrierehöhepunkt. Ihr Ziel sei eine Medaille, „am liebsten natürlich Gold“.

Freitag, 25. Januar 2008

Nach dem ersten Tagessieg fehlte der Durchblick

MELBOURNE. Einem glänzenden Tagessieg ließen Steffi Rothweiler und die Berlinerin Vivien Kussatz vom pinta racing team am Freitag (25. Januar) bei der Segelweltmeisterschaft der olympischen 470er-Klasse zwei Mittelplätze folgen.

Vor dem Abschluss der Qualifikationsrunde rangieren sie in Melbourne/Australien auf Gesamtrang neun. Gulia Conti und Giovanna Micol aus Italien verteidigten ihre Führung drei Punkte vor den Titelverteidigerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout (Niederlande). Die Deutschen liegen 15 Zähler zurück.

Eine kleine Schule Delphine sprang am Morgen des zweiten WM-Tags vor der 470er-Jolle der deutschen Olympiamannschaft aus dem Wasser und bereiteten dem Frauenteam Freude. „Vielleicht haben sie uns im Unterbewusstsein auch den richtigen Weg gezeigt“, meinte Steffi Rothweiler nachdenklich, denn in der ersten Tageswettfahrt klappte es wie am Schnürchen. Start in Lee der gesamten Gruppe, ein wenig Geduld mit dem erwarteten Wind auf der linken Seite der Regattabahn, und schon führten die Europameisterinnen das WM-Feld an.

Doch danach entwickelten sich die Windbedingungen nicht wie geplant. „Nach aller Erfahrung hätte später die rechte Seite bevorzugt werden müssen“, berichtete Vivien Kussatz vom Spandauer Yacht-Club Berlin, „doch trotz bester thermischer Verhältnisse drehte es unberechenbar hin und her.“ Solide Starts halfen dem pinta racing team nicht. Es wurde taktisch immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt. „Uns fehlte wirklich der Durchblick“, ärgerte sich die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen, „aber auch das nötige Quäntchen Glück.“ Schließlich seien die Italienerinnen bei jedem Start schlecht weggekommen, hätten aber anschließend in scheinbar aussichtloser Position stets Fortuna auf ihrer Seite gehabt und seien durch Winddreher wie von allein nach vorne getragen worden.

So dürfen Conti/Micol weiter von ihrem ersten WM-Titel träumen, während Rothweiler/Kussatz aufpassen müssen, nicht den Anschluss an die Medaillenplätze zu verlieren. Nach zweimal EM-Gold in Folge wollte die Mannschaft beweisen, dass ihnen auch ein WM-Coup gelingen kann. Rothweiler: „Da Melbourne bisher nicht den befürchteten Starkwind bereithält und wir beim vorherrschenden Mittelwind richtig schnell sind, hätten wir alle Möglichkeiten.“ Am Sonnabend (26. Januar) schließt die Qualifikationsrunde, nach der das Feld in Gold- und Silberflotte unterteilt wird, mit der sechsten Wettfahrt, für die leichte, unstete Winde erwartet werden.

Segeln in Zahlen

Ergebnisse vom zweiten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 9 Punkte
2. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 12
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 13
4. Kondo Ai/Kamata Naoko (Japan) 16
5. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 16
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 20
7. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 21
8. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 23
9. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 24

Donnerstag, 24. Januar 2008

Guter WM-Start von Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz

MELBOURNE. Zum Auftakt der 470er-Weltmeisterschaft im australischen Melbourne segelten Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz vom pinta racing team am Donnerstag (24. Januar) auf die Plätze vier und neun. Damit belegen die Europameisterinnen aus München und Berlin in der Qualifikationsrunde Rang acht. Es führen Gulia Conti und Giovanna Micol aus Italien.

„Mit dem WM-Beginn müssen wir hochzufrieden sein, denn im zweiten Rennen sah es anfangs ganz düster aus“, berichtete die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen. Grund: Kurz nach dem Start der Wettfahrt dreht der Wind um 30 Grad nach links, doch das deutsche Spitzenteam lag auf der rechten Seite. „An der Luvtonne waren wir Fünftletzte und haben eine famose Aufholjagd gestartet“, so Rothweiler. Und die führte am Ende sogar noch unter die Top ten.

Manche hoch gehandelte Mannschaft erwischte es am ersten Tag schon heftig – sie fuhr ihren ersten „Streicher“ ein. Da in der Endabrechnung nur ein einziges Rennen aus der Wertung gestrichen werden darf, segeln diese Teams bereits mit dem Rücken zu Wand. Rothweiler: „Bei den trickreichen Bedingungen passieren ganz schnell mal Ausrutscher. Da wird es auf die größte Konstanz ankommen.“

Für die Steuerfrau und ihre Vorschoterin von Spandauer Yacht-Club ist die WM schon die zweite Regatta im Olympia-Jahr. Die Sail Melbourne hatten sie Anfang Januar trotz Aussicht auf eine Medaille vor den letzten beiden Rennen abgebrochen, um Kraft zu sparen und das Material zu schonen. „Uns war eine optimale Vorbereitung mit Ruhephase vor der Weltmeisterschaft wichtiger“, erklärt Vivien Kussatz.

Die Saison 2008 ist voll und ganz den Olympischen Spielen untergeordnet, deren Segelwettbewerbe im August in Qingdao rund 800 km entfernt von der Hauptstadt Peking stattfinden. Die 470er-Frauen vom pinta racing team haben die Fahrkarten dorthin quasi schon in der Tasche und müssen nur noch einen so genannten Leistungsnachweis erbringen. Das ist nicht mehr ein guter Platz unter den besten zehn oder zwölf Teilnehmerinnen einer international anerkannten Regatta. „Das nimmt uns den Druck und ermöglicht eine zielgerichtete Saisonplanung“, so das Duo unisono, „schließlich wollen wir in China aufs Treppchen.“


Segeln in Zahlen

Ergebnisse vom ersten Tag der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien:
1. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 4 Punkte
2. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 5
3. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 6
4. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 7
5. Xiaoli Wang/Yufeng Huang (China) 10
6. Amanda Clark/Sarah Mergenthaler (USA) 11
7. Christina Bassadone/Saskia Clark (Großbritannien) 12
8. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 13

Richter Cahn prüft die Argumente der SNG

New York, 23. Januar 2008. Richter Hermann Cahn vom New York State Supreme Court hörte heute Argumente an zur Frage, ob der Golden Gate Yacht Club dem aktuellen Halter des Cups, der Société Nautique de Genève, und ihrem Team Alinghi eine rechtmässige „Deed of Gift“-Challenge für den 33. America’s Cup überbracht hat.

„Wir sind froh, dass wir unsere Standpunkte darlegen konnten und denken, dass das Gericht unseren Argumenten gegenüber empfänglich war“, sagte Lucien Masmejan, führender Rechtsvertreter für die SNG. „Wir freuen uns auf einen Gerichtsbeschluss, der die Frage der Rechtmässigkeit der GGYC-Challenge gezielt angeht.“

Richter Cahn erlaubte der SNG, die Argumente des GGCY weiter zu prüfen, und lud die SNG ein, am Montag zu diesen Themen weitere Einreichungen vorzunehmen, auch zur Definition „Kielyacht versus Mehrrümpfer“. Die Einreichungen der SNG werden unterstützt durch die Interpretation der International Sailing Federation, die dem Gericht präsentiert wurde (im Anhang).

Ein Ausgang zugunsten der SNG würde den 33. America’s Cup wieder auf Kurs bringen – in Richtung eines Anlasses 2011 in Valencia, Spanien, an dem mehrere Herausforderer teilnehmen können. Die Deed of Gift überträgt Alinghi und der SNG als Treuhänderin die grosse Verantwortung, die Integrität dieses Weltklassesportanlasses zu bewahren. Anhang >


© Th.Martinez/Alinghi

Mittwoch, 23. Januar 2008

Sturmwarndienst für den Bodensee

2007: Trotz häufiger Stürme zuverlässige Windwarnungen
Vergangenes Jahr war es auf dem Bodensee ausgesprochen windig. Trotz der stürmischen Zeiten konnten die Warndienste der Anrainerstaaten die Qualität der Windwarnungen auf hohem Niveau halten.Die Bilanz 2007 der „Arbeitsgruppe Sturmwarndienst am Bodensee“ ist positiv: Die Trefferrate der nationalen Wetterdienste für Windwarnungen ist weiterhin auf hohem Niveau. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der nationalen Wetterdienste, d.h. dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, dem Deutschen Wetterdienst DWD sowie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Österreich), Vertretern der See- und Wasserschutzpolizei sowie weiterer Warndienste aus allen drei Anrainerstaaten zusammen. Jedes Jahr analysieren und beurteilen sie die Qualität der Windwarnungen für den Bodensee, um daraus Massnahmen für weitere Verbesserungen abzuleiten.

Wetterablauf
Das Wetter im vergangenen Jahr war auch für die Wassersportler auf dem Bodensee aussergewöhnlich. Die Temperaturen lagen zwar wiederum deutlich über den langjährigen Mittelwerten (z.B. Güttingen: + 2,1 Grad über der Norm); 2007 zählt damit zu den wärmsten Jahren in den langjährigen Messreihen. Längere Schönwetterperioden waren jedoch eher selten. Sie traten hauptsächlich im April und Oktober auf. Bemerkenswert waren zudem die zahlreichen Starkgewitter im Juni und Juli sowie das Unwetterereignis vom 8./9. August mit intensiven Dauerniederschlägen.Das oft unruhige Wetter im Jahre 2007 spiegelt sich auch in der hohen Anzahl der Stunden mit Starkwinden wider: Die Anzahl der Stunden mit Starkwindböen (mehr als 25 Knoten) lag fast doppelt, diejenigen mit Sturmböen (ab 34 Knoten) fast viermal so hoch wie im Jahr 2006.

Viel Aufwand für Qualitätssicherung
Um die Qualität der Starkwind- und Sturmwarnungen zu beurteilen, erstellte die DWD-Regionalzentrale Stuttgart eine umfangreiche und detaillierte statistische Auswertung. Der damit verbundene Aufwand ist beträchtlich, jedoch unerlässlich für eine schlüssige Beurteilung der Warnqualität. Denn nur mit solchen Kontrollen kann die Arbeitsgruppe systematische Schwachstellen in den Warnverfahren aufdecken und Massnahmen für weitere Verbesserungen der Warntätigkeit ableiten. Die vorgelegte Auswertung zeigt, dass die Wetterdienste die Trefferrate der Windwarnungen für den Bodensee auf hohem Niveau halten und die Zahl der Falschalarme reduzieren konnten. Polizeistellen und Rettungsdienste bestätigten diese positive Bilanz.

Weiteres Verbesserungspotential
Die am Warndienst für den Bodensee beteiligten nationalen Wetterdienste sind sich einig: Auch wenn die Qualität der Windwarnungen bereits ho ch ist, sie lässt sich wohl zumindest im Ostteil des Sees noch weiter anheben. Höher aufgelöste numerische Wettervorhersagemodelle und verfeinerte Fernerkundungsdaten sollen den Meteorologen helfen, die Wetterentwicklung am Bodensee noch genauer vorherzusagen. Zusammen mit der regionalklimatologischen Erfahrung der in den Wetterdiensten von Zürich und Stuttgart tätigen Prognostikern wird sich dies auch weiterhin positiv auf die Qualität der Windwarnungen auswirken.

Ein verantwortungsbewusster Seebenutzer sollte sich allerdings bei der Beurteilung des Wetters niemals nur auf fremde Hilfen verlassen. Es liegt in der Eigenverantwortung aller, die sich am oder auf dem See bewegen, das Wettergeschehen permanent zu beobachten und bei drohender Gefahr, zum Beispiel bei einem aufziehenden Gewitter, den See zu verlassen. Diese Verantwortung können die Wetterdienste den Seebenutzern nicht abnehmen.