Dienstag, 10. November 2009

Alinghi ist bereit für 33. America's Cup in Valencia im Februar 2010

Genf, Schweiz - In einem Brief, den der America's-Cup-Titelverteidiger Société Nautique de Genève (SNG) nach den erfolglosen Diskussionen mit dem Golden Gate Yacht Club (GGYC) heute an Richterin Kornreich vom New York Supreme schrieb, hat die SNG bestätigt, dass sie einen „Deed of Gift“-Match mit dem GGYC im Februar 2010 in Valencia austragen wird. Dies ist das Datum und der Austragungsort, welche der GGYC wiederholt gefordert hat und der vom Gericht schon früher angeordnet worden ist.

Als die erste Wahl der SNG, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, vom New York Supreme Court für ungültig erklärt wurde, schlug der Schweizer Titelverteidiger zwei alternative Austragungsorte auf der südlichen Hemisphäre vor: Proserpine/Airlie Beach und Townsville in Australien, wo die Wetterbedingungen im Februar günstig sind.

Darauf reagierte der GGYC mit dem Versuch, den Cup zu verzögern und sie versuchten weiter, sich einen Vorteil zu verschaffen, während die SNG an den Treffen mit guter Absicht teilnahm und eine Einigung finden wollte.

Während die SNG Valencia als Austragungsort für den 33. America's Cup im Februar 2010 bestätigt, bleibt das Angebot an den GGYC für einen australischen Austragungsort am gleichen Datum bis am 13. November 2009 gültig, vorausgesetzt der GGYC sieht von allen seinen rechtlichen Schritten ab.

Alinghi-Skipper Brad Butterworth, der an den Diskussionen in New York teilnahm, verlieh seiner Enttäuschung über das Ergebnis Ausdruck: „Wir haben an den Gesprächen mit gutem Willen teilgenommen, bereit Zugeständnisse zu machen, um sicherzustellen, dass der Cup aufs Wasser zurückgebracht werden kann für ein Duell im Februar zwischen zwei Top-Mehrrümpfern. Aber leider hat BMW Oracle einmal mehr nur versucht, sich einen Vorteil zu verschaffen. Dieses Mal ging es ihnen vor allem darum, das Rennen zu verzögern, weil sie nicht bereit sind. Als es noch zu ihrem Vorteil war, haben sie auf ein Rennen im Februar gedrängt. Jetzt müssen sie mit dem von ihnen selbst erzwungenen Datum leben. Ich denke, ich spreche für die gesamte Segelgemeinschaft, wenn ich sage, dass wir den Cup so schnell wie möglich auf dem Wasser austragen wollen.“

Auszug aus dem Brief an Richterin Kornreich vom 10. November:
„Zum jetzigen Zeitpunkt, nachdem wir dem GGYC verschiedene Austragungsorte vorgeschlagen haben, glaubt die SNG, dass der 33. America's Cup im Februar 2010 auf dem Wasser ausgetragen werden muss anstatt vor den Gerichten des Staates New York. Mit der Ausgabe seiner Notice of Race für Rennen in Valencia im Februar 2010 hält sich die SNG (a) an die Anweisung dieses Gerichts, die von der Berufungskammer im Urteil vom 2. April 2009 wieder eingesetzt wurde und besagt, dass die Parteien im Februar 2010 segeln sollen und Valencia als zulässigen Austragungsort für den 33. Cup autorisiert; und (b) hält sich die SNG damit an Ihre Anordnung, dass „die SNG das Rennen gemäss den Anweisungen der Berufungskammer und von Richter Cahn im Februar abhalten soll.“

Montag, 9. November 2009

Titelverteidiger Alinghi ist offen für Gespräche über einen 33. America's Cup im Februar 2010

09.11.09 - New York, USA - (2009-11-06) - Lucien Masmejan, Rechtsberater der Société Nautique de Genève, kommentiert die heutige Anhörung vor Richterin Kornreich vom New York Supreme Court wie folgt:

„Die heutige Anhörung vor Richterin Kornreich war produktiv. Unser Yachtclub, die Société Nautique de Genève, der Titelverteidiger des America's Cup und der Herausforderer, der Golden Gate Yachtclub, sind übereingekommen, sich übers Wochenende in New York zu treffen, um den Austragungsort für den 33. America's Cup zu diskutieren. Wir müssen uns am Montag bei Richterin Kornreich wieder melden und hoffen, dass wir bis dahin eine Einigung erzielen können.“

BLUBOATS CUP - Voiles Gautier verteidigt Titel

09.11.09 - Für den diesjährigen Bluboats Cup, welcher wiederum in Hilterfingen am Thunersee stattfand, schrieben sich 10 Teams ein. Entgegen der schlechten Wetterprognosen zeigte sich der Thunersee von seiner besten Seite und es konnten insgesamt zehn Läufe bei westlichen Winden gesegelt werden.

In den zuteils sehr engen Rennen vom Samstag wurde im ganzen Feld fair und intensiv gesegelt. Dabei setzten sich die Titelverteidiger vom Team Voiles Gautier und das Team blunote punktegleich an die Spitze, gefolgt von Markus Bohren auf der SUI 02. Viele Positionswechsel im Feld und geringe Punktunterschiede versprachen weitere Spannung für den Sonntag.

Nach einem gemütlichen Beisammensein am Samstagabend wurden am Sonntag weitere vier Läufe ausgetragen. Dabei konnte sich das Team von Voiles Gautier mit Christophe Péclard mit zwei weiteren Laufsiegen behaupten und den Bluboats Cup 2009 vor dem Team blunote SUI 03 und Markus Bohren mit der SUI 02 erneut gewinnen.

Nach zehn gesegelten Läufen mit zwei Streichresultaten ergab sich sodann folgende Rangliste:
1. SUI 05 ‚cinque blu’ Christophe Péclard 11pts
2. SUI 03 ,blunote’ Matthias Keller 15 pts
3. SUI 02 ,blutwo’ Markus Bohren 27pts
4. SUI 04 ,betty blu’ Ueli Guggenbühl 30 pts
5. SUI 09 ‚Eloise’ Lukas Erni 38pts
6. GER 11 , Sailingcenter Tegernsee’ Flori Hornsteiner 41pts
7. SUI 07 ,Blu Star’ Urs Oldani 44pts
8. SUI 10 ‚Romano&Christen’ Markus Sigrist 51pts
9. SUI 01 ,bluone’ Dominik Peikert 56pts
10. SUI 06 ‚blu six’ Wicki Apholt 72 pts

Nach einer kurzen Preisverteilung und bedankte sich das bluboats Team nochmals bei seinen Eventpartnern Archimedes Bootbau und der Segelschule Berner Oberland und wünschte allen Teilnehmern eine gute Heimreise.



Freitag, 6. November 2009

BLUBOATS CUP - Vorankündigung

06.11.09 - Nach einem gelungenen Regattawochenende in Zürich steht nun der Bluboats Cup als Saisonabschluss der blu26 Klasse vor der Tür!

Am Wochenende des 7./8. November 2009 werden sich 10-12 blu26 vor Hilterfingen messen. Das Bluboats Team und Archimedes Bootbau freuen sich auf spannende Regatten und einen tollen Anlass. Für interessierte Zuschauer und Begleitpersonen besteht die Möglichkeit, die Regatten von einem Begleitboot aus zu verfolgen. Für eine Reservation von Plätzen und weitere Informationen melden Sie sich bitte hier.

Weitere Informationen unter: www.bluboats.com.

bluboats wurde im Frühjahr 2006 durch Profisegler und Yachtdesigner Christian Bolinger gegründet. bluboats ist eine Beratungs- und Vertriebsfirma, die zusammen mit einem breiten Netzwerk von Partnerfirmen elegante Semi-Custom und One-Design Yachten für das sportliche Binnensegeln auf's Wasser bringt. Mit der blu30 wurde die erste Semi-Custom Yacht entwickelt, mit der blu26 folgte die erste One-Design Yacht. bluboats steht für schöne und sportliche Yachten im zeitgemässen Design.

Donnerstag, 5. November 2009

Seglertag wählt neuen Präsidenten

05.11.09 - Am Samstag, den 14.11.09 findet in Konstanz der alljährliche Bodensee-Seglertag statt. Zu dieser Tagung werden die Deligierten von rund 100 Segelvereinen aus allen drei Anrainerstaaten mit mehr als 22'000 Mitgliedern erwartet.

Tagungsort ist das Restaurant Seerhein im Konstanzer Stadtteil Petershausen. Die Versammlung beginnt am Morgen mit der Tagung der Wettfahrtleiter und Regattareferenten. Sie werden den Regattakalender für 2010 präsentieren.

Jährlich werden rund 130 Regatten auf dem Bodensee ausgetragen, die es zu koordinieren gilt, um Terminüberschneidungen und Regattaanhäufungen in bestimmten Seeteilen zu vermeiden. Höhepunkte der kommenden Regattasaison werden u.a. die Weltmeisterschaft der X-99 in Langenargen, die Schweizer Meisterschaft der klassischen 5,5er Rennyachten in Romanshorn oder der Europacup der 30 Quadratmeter Schärenkreuzer in Langenargen sein. Die Internationale Segelelite wird sich wieder beim Match Race ein Stelldichein geben. Ein weiterer Höhepunkt soll die Bodenseewoche im Konstanzer Trichter sein. Neu ist das Race of Racers 2010, das die schnellsten Rennyachten an den Start locken soll.

Programmschwerpunkt am Nachmittag mit Beginn um 14 Uhr ist die Neuwahl des Präsidenten. Nach dreijähriger Amtszeit übergibt der Schweizer Ruedi Schellenberg vom YCRo turnusgemäß an einen deutschen Präsidenten, der von den deutschen Segelclub der Versammlung vorgeschlagen wird.

Bei den Jahrespreisen steht die Vergabe der Silbernen Lädine an erster Stelle. Mit diesem hochkarätigen Preis, einem silbernen Modell einer alten Lädine werden besondere seglerische Leistungen gewürdigt. Das können Regattaerfolge oder besonders anspruchsvolle Segelreisen sein. Preisträger im letzten Jahr waren die Bronzemedaillengewinner Jan und Hannes Peckolt.
Der Preis wird auch von der Kreuzerabteilung des Deutschen Seglerverbandes gefördert.

Erstmals haben Segler, Motorbootfahrer und Ihre Verbände BSVB und Internationaler Motorbootverband IBMV in Zusammenarbeit mit der Wassersportzeitung IBN Internationale Bodensee + Boots Nachrichten einen Hafenmeister des Jahres gewählt. Abgestimmt werden konnte mit Fragebogen und per Internet.

In Konstanz soll zudem eine Rahmenplanung für das 100jährige Jubiläum des internationalen Verbandes verabschiedet werden. Dies steht für 2011 an. Der Verband will dieses Ereignis entsprechend würdigen und dafür auch die notwendigen finanziellen Mittel bereit stellen. Europaweit dürfte es nur wenige internationale Verbände geben, die auch eine so lange Tradition zurück blicken können.

Den Gastvortrag wir Dr. Roland Schick vom Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung in Sipplingen zum Thema “Bodensee-Online ­ ein Informationssystem zur Vorhersage der Hydrologie und der Wasserqualität von See³ halten. Auch die Wassersportverbände sind bei der Gestaltung dieses modernen Informationssystemes über den Bodensee integriert und können sich am Seglertag über den Stand der Dinge informieren.

33. America's Cup: Auf nach Australien!

05.11.09 - Alinghi schlägt Austragungsort in Australien vor, um den 33. America's Cup aus dem Gerichtssaal aufs Wasser zu bringen.

Die Société Nautique de Genève (SNG), titelverteidigender Yachtclub im 33. America's Cup, hat dem amerikanischen Challenger einen alternativen Austragungsort vorgeschlagen im Bestreben, dessen kontinuierliche Rechtsklagen zu beenden und den Cup zurück aufs Wasser zu bringen.

Vor der morgigen Anhörung vor dem Supreme Court in New York hat der Schweizer Titelverteidiger eine Lösung vorgeschlagen für die festgefahrene rechtliche Situation, die der Golden Gate Yacht Club herbeigeführt hat. Für den Titelverteidiger ist Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten der bevorzugte Austragungsort für diesen „Deed of Gift“-Match“, doch um einen Match im Februar zu ermöglichen, schlägt die SNG vor, den 33. America's Cup an der Ostküste von Australien auszutragen, also in der südlichen Hemisphäre und in Übereinstimmung mit der Deed of Gift. Dies ist ein Austragungsort, der für beide Teams akzeptabel sein sollte, falls BMW Oracle, wie sie behaupten, wirklich die Absicht hat, auf dem Wasser um den America's Cup zu kämpfen.

Ein spezifischer Rennkurs im Pazifik vor der Ostküste von Australien mit Wetterbedingungen, die für das Segeln im Februar geeignet sind, wird prompt bekannt gegeben, falls der GGYC dieses Angebot akzeptiert und seine juristische Strategie beendet. Die Ostküste von Australien bietet verschiedene Orte mit idealen Segelbedingungen für den Best-of-Three-Match nächsten Februar. Ein Austragungsort in dieser Region wäre von BMW Oracles Basis in San Diego auf dem Wasserweg in etwa zweieinhalb Wochen erreichbar, während die Reise für Alinghi von Ras al-Khaimah etwa drei Wochen dauern würde.

Die SNG hofft, dass das Angebot angenommen wird und dass der Wettkampf auf dem Wasser fortgeführt wird statt im Gerichtssaal.

HinweisDie Deed of Gift (Stiftungsurkunde) legt fest, dass Rennen um den America's Cup zwischen dem 1. November und dem 1. Mai in der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden müssen. Doch das Urteil von Richter Cahn vom New York Supreme Court vom 12. Mai 2008, das besagt „dass der Austragungsort des Matchs in Valencia oder an irgendeinem anderen von der SNG gewählten Ort ist“ bewegte den titelverteidigenden Yachtclub im America's Cup, die Société Nautique de Genève dazu, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu wählen.

Dem Antrag der SNG auf beschleunigte Berufung betreffend Richterin Kornreichs Entscheid vom 30. Oktober, mit dem die VAE als Austragungsort abgelehnt wurden, wurde gestern stattgegeben. Der Ort in den Emiraten wurde vom Titelverteidiger aus verschiedenen Gründen ausgesucht: passende Wetterbedingungen für einen „Deed of Gift“-Match im Februar, die Infrastruktur, die vom Land geboten wird, und die Erfahrung der Vereinigten Arabischen Emirate in der Ausrichtung von erstklassigen Sportanlässen.

NB: Dieser Lösungsvorschlag wurde heute auch an Richterin Kornreich gesandt.

Mittwoch, 4. November 2009

CHRISTIAN SCHERRER STARTET MIT ALL4ONE AN DER LOUIS VUITTON TROPHY IN NIZZA

04.11.09 - Einer der erfahrensten Schweizer Segler, Christian Scherrer, nimmt in Nizza ab dem 7. November mit dem neugegründeten Deutsch-Französischen ALL4ONE Team als Genua Trimmer an der Louis Vuitton Trophy teil.

Christian Scherrer hat bereits an vier America's Cup Kampagnien teilgenommen (One Australia, Fast 2000, Alinghi und +39 Challenge) und segelt zur Zeit mit Sebastien Col's French Match Racing Team an der World Match Racing Tour (Vize-Weltmeister 2008) mit.

Christian Scherrer, SUI, Headsail Trimmer ALL4ONE : “Ich freue mich, Teil dieses neuen Teams zu sein. Es vereinigt viele erfahrene Segler mit denen ich in den letzten Jahren in verschiedenen Kampagnien zusammenarbeiten durfte. Die Louis Vuitton Trophy ist ein tolle Gelegenheit, auf höchsten Niveau gegen die besten Teams anzutreten. Zudem bietet die Louis Vuitton Trophy in der Saison 2010 eine gute Möglichkeit, ein Team für den nächsten Multi-Challenger America’s Cup aufzubauen. Ich freue mich auf die Rennen in Nizza und darauf, am Aufbau dieses neuen Teams mitarbeiten zu können.”

Jochen Schümann, GER, ALL4ONE's Skipper und Sport Direktor : “Dies ist meine dritte Kampagne mit Christian (die erste war Fast 2000). Es ist gut, erfahrene Segler im Team zu haben, wenn man wieder ganz von vorne beginnt.Christian hat grosse Erfahrung als Segler und Segelmacher und ist eines der Schlüssel-Mitglieder des Teams.”

Dienstag, 3. November 2009

Société Nautique de Genève legt Berufung ein

03.11.09 - Der Titelverteidiger des 33. America’s Cup, die Société Nautique de Genève (SNG), wird gegen den Entscheid von Richterin Kornreich vom New York Supreme Court vom 30. Oktober Berufung einlegen; Kornreich lehnte Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Austragungsort für den 33. America’s Cup ab. Die SNG hat um ein beschleunigtes Berufungsverfahren ersucht, um jegliche Verzögerung des „Deed of Gift“-Matchs im Februar 2010 zu vermeiden.

Die Wahl fiel auf Ras al-Khaimah gestützt auf die unmissverständliche Sprache von Richter Cahns (Kornreichs Vorgänger) Gerichtsbeschluss vom Mai 2008, der festlegte, dass der Austragungsort des 33. America’s Cup in „Valencia oder an irgendeinem anderen von der SNG gewählten Ort“ sein könne.

Der Ort in den Emiraten wurde vom Titelverteidiger aus verschiedenen Gründen ausgesucht: passenden Wetterbedingungen für einen „Deed of Gift“-Match im Februar, die Infrastruktur, die vom Land geboten wird, und die Erfahrung der Vereinigten Arabischen Emirate in der Ausrichtung von erstklassigen Sportanlässen.

Hinweis:
Die Deed of Gift (Stiftungsurkunde) legt fest, dass Rennen um den America’s Cup zwischen dem 1. November und dem 1. Mai in der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden müssen. Doch das Urteil von Richter Cahn vom New York Supreme Court vom 12. Mai 2008, das besagt „dass der Austragungsort des Matchs in Valencia oder an irgendeinem anderen von der SNG gewählten Ort ist“ bewegte den titelverteidigenden Yachtclub im America’s Cup, die Société Nautique de Genève dazu, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu wählen.

Montag, 2. November 2009

Zufriedene Aussteller beim Süddeutschen Caravan-Salon

02.11.09 - Der 37. Süddeutsche Caravan-Salon ist gestern nach neun Tagen zu Ende gegangen und liefert gute Gründe für Optimismus. 12 776 Besucher informierten sich auf dem Schwenninger Messegelände über die neuesten Entwicklungen und Angebote in der Caravaning-Branche. Ein Großteil der Aussteller zeigte sich mit dem Messegeschäft zufrieden.

Villingen-Schwenningen - Reisemobile, Caravans und Zubehör lockten Freunde des Urlaubs auf vier Rädern: Aus ganz Baden-Württemberg und auch aus Metropolen wie Berlin und Köln sowie aus dem angrenzenden Ausland kamen die Messebesucher. Und auch wenn die Besucherzahl des Vorjahres (13 943) nicht ganz erreicht werden konnte, zeigten sich die Veranstalter zufrieden. „Unsere Erwartungen wurden erfüllt“, hieß gestern das Fazit der Messeleitung. Der Feiertag Allerheiligen hatte in den Jahren zuvor stets einen kräftigen Besucherschub gebracht, war in diesem Jahr jedoch auf den Sonntag gefallen. Elf der insgesamt 16 Aussteller planen bereits zum jetzigen Zeitpunkt im nächsten Jahr wieder an der Messe teilzunehmen, wie eine Ausstellerbefragung ergab. Vier der Händler konnten noch keine Entscheidung vor Ort treffen und nur einer hat eine erneute Messebeteiligung nicht mehr auf dem Plan.

81 Prozent der Aussteller schätzten ihre geschäftlichen Ergebnisse, die sie beim Süddeutschen Caravan-Salon 2009 erzielen konnten, schon am vorletzten Tag der Messe als gut oder befriedigend ein. Als gute Botschaft kann aber auch gewertet werden, dass 87 Prozent der Aussteller mit einem erfolgreichen Messe-Nachgeschäft rechnen. Eine Neuerung der Messe war in diesem Jahr der Zubehörmarkt und der kam durchweg gut an. „Das ist der absolute Wahnsinn“, kommentierte Händler Arno Devilee schon nach wenigen Messetagen das Interesse an seinen Zubehörartikeln. Immer wieder gelobt wurde die Zusammenarbeit mit der Messeleitung und auch der am Wochenende angebotene Spielraum für Kinder stand hoch im Kurs. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 12 000 Quadratmetern wurde neun Tage lang gezeigt, was die Caravaning-Branche zu bieten hat. Und das wird auch im nächsten Jahr wieder so sein.

Nach der Messe ist vor der Messe, und deshalb steht der Termin für den 38. Süddeutschen Caravan-Salon bereits fest: Vom 30. Oktober bis zum 07. November 2010 wird auf dem Schwenninger Messegelände gezeigt, was rollende Urlaubsträume ausmacht. (www.caravan-salon-vs.de).

hanseboot 2009: Wassersportbranche im Aufwind

02.11.09 - 95.000 Besucher kamen zur 50. Internationalen Bootsausstellung Hamburg vom 24. Oktober bis 1. November 2009 auf dem Gelände der Hamburg Messe und auf der In-Water hanseboot an der Elbe.

„Die Talsohle ist offenbar durchschritten. Die hanseboot-Aussteller bestätigen uns beinahe unisono, dass es wieder aufwärts geht“, so das Fazit von Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Messe und Congress GmbH, zum Abschluss der 50. Internationalen Bootsausstellung Hamburg. Rund 95.000 Besucher (Vorjahr: 96.059) kamen an den neun Veranstaltungstagen zur 50. hanseboot, die am Sonntag ihre Tore schloss. „Die Besucher, die in die Messehallen und zur In-Water hanseboot kamen, waren genau die Wunschklientel unserer Aussteller: hochfachlich, hochinteressiert und kauffreudig“, erklärte Aufderheide. Die In-Water hanseboot an der Elbe punktete im Jubiläumsjahr erstmals mit zwei Häfen und freiem Eintritt. Insgesamt zog es rund 25.000 Wassersportinteressierte auf die Pontonanlagen des Traditionsschiffhafens in der HafenCity und in den City Sporthafen am Baumwall, um große Segel- und Motoryachten in ihrem Element aus nächster Nähe anzuschauen.

Die Grundstimmung unter den rund 700 Ausstellern zum Ende der 50. hanseboot war optimistisch. Viele spürten einen deutlichen Aufwind und konnten ihr Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresveranstaltung übertreffen. Das Kaufinteresse der Besucher war höher als erwartet. Hersteller und Händler von Ausrüstung und Zubehör verzeichneten gute Umsätze und starke Nachfrage vor allem nach Innovationen und Hightech-Entwicklungen. Auch Bootswerften und Yachthändler meldeten vielfach Verkaufsabschlüsse und erwarteten angesichts vieler intensiver Beratungsgespräche und konkreter Angebote ein erfolgreiches Nachmessegeschäft.

Die von den Ausstellern gelobte Fachlichkeit der hanseboot-Besucher wird durch die Ergebnisse der Besucherumfrage bestätigt. Rund 92 Prozent betreiben aktiv Wassersport – am liebsten an Nord- und Ostsee sowie in den Binnenrevieren Mecklenburg-Vorpommern und Berlin/Brandenburg, aber auch im Mittelmeer. Das Besucherinteresse richtet sich in erster Linie auf den Segelsport mit 62 Prozent (2008: 56 Prozent). Es folgen die Bereiche Zubehör und Ausrüstung mit 51 Prozent (2008: 50 Prozent) sowie Motorboote mit 35 Prozent (2008: 33 Prozent). 24 Prozent der hanseboot-Besucher verfügen über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 5.000 Euro und damit über eine im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich hohe Kaufkraft.

„Der erfreuliche Verlauf der hanseboot hat die Periode hoher Unsicherheit und Befürchtungen beendet. Die Erwartungen der meisten Aussteller wurden übertroffen“, bilanzierte Claus-Ehlert Meyer, Geschäftsführer des Deutschen Boots- und Schiffbauerverbandes (DBSV) nach neun Tagen Bootsausstellung. „Die sehr guten Ergebnisse der Jahre 2002 bis 2007 sind zwar wie erwartet nicht erreicht worden, aber das Konsumverhalten der hanseboot-Besucher ist stabil“, so Meyer.

Ausstellerstimmern

Segelboote und Segelyachten
„Die Talsohle ist durchschritten, und es geht langsam wieder aufwärts“, berichteten Werftaussteller und Yachthändler fast einhellig. Sie zeigten sich mit den Verkaufsergebnissen auf der hanseboot zufrieden. Viele waren mit geringen Erwartungen angereist, die zumeist übertroffen wurden. Noch hemme der sehr volle Gebrauchtbootmarkt den Verkauf neuer Yachten, aber es gehe voran, so die überwiegende Meinung.

Meik Lessing, Bavaria Yachtbau GmbH: „Die hanseboot war für uns eine gute Messe, besser als erwartet. Die Kunden kommen wieder mit konkreten Kaufabsichten und wissen, was sie wollen. Bis 35 Fuß Länge läuft es gut.“

Magnus Rassy, Hallberg-Rassy: „Unsere Erwartungen waren gering und sind übertroffen worden. Unsere neuen Modelle 31 und 37 laufen sehr gut. Es geht langfristig langsam wieder nach oben.“

Thomas Nielsen, Dufour Yachts: „Das Gejammer der Branche ist beendet. Die Kunden sind gut gelaunt, und es sind erstaunlich viele, die konkret kaufen wollen. Die Leute trauen sich wieder. Aber die Nachfrage besteht eher nach den kleineren Modellen von 32 bis 36 Fuß.“

Michael Schmidt, Hanse Yachts AG: „Das Tal ist durchschritten. Nach anfänglich schwachem Start sind wir überrascht, wie die Lage sich zum Positiven gedreht hat.“

John Welding, Flensburger Yachtservice (Nautor’s Swan u.a.): „Ich sage nur ein Wort: besser.“ Welding freute sich über das wieder gestiegene Interesse an großen Yachten wie der ausgestellten Swan 60 und 66.

Christoph Barth, X-Yachts: „Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen und wir sind sehr zufrieden. Bei uns ist mehr Interesse für größere Yachten ab 42 Fuß zu verzeichnen.“

Motorboote und Motoryachten
Die Situation sei besser als erwartet, so das überwiegende Fazit im Segment der Motorboote und -yachten. Trotz weniger Besuchern habe man genau diejenigen erreicht, die als Kunden interessant sind. Das Interesse an Motorbooten sei ungebrochen.

Inge Sieg, Thalmann Boote & Yachten GmbH (Jeanneau): „Wir waren angenehm überrascht von der guten Stimmung. Die neuen Motoryachten von Jeanneau bis 48 Fuß interessierten viele Besucher.“

Thomas Uhlig, Geschäftsführer Scandinavia Bootsimport (Bavaria): „Die hanseboot läuft wirklich gut für uns. Das Interesse vor allem an kleineren Motorbooten ist groß. Wir haben schon richtig gut verkaufen können. Die neue Bavaria 28 Sport entpuppt sich als Bestseller.“

Andre Hennings, Linssen Yacht-Vertrieb: „Wir profitieren mit unseren hochwertigen Verdränger-Motoryachten davon, dass Segler älter werden und auf Motoryachten umsteigen. Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der hanseboot.“

Daniel Goertz, Nautic Yachting GmbH (Nimbus): „Es läuft bei uns richtig gut. Der neue große Messestand zahlt sich aus. Wir haben verstärkte Nachfragen nach Motoryachten über 36 Fuß. Man merkt, dass die Talsohle der Konjunkturkrise durchschritten ist.“

Gustav Salomon, Gebr. SALOMON GmbH (Maxum): „Positiv ist genau das richtige Wort für unseren hanseboot-Verlauf. Es kamen sehr interessierte und auch fachlich fundierte Besucher. Das Interesse ging allerdings von der Mittelklasse zu kleineren Booten.“

Ausrüstung & Zubehör / Bekleidung / Segel
Der Zubehörmarkt profitiere davon, dass viele Bootseigner, für die momentan ein Neukauf nicht in Frage kommt, ihr Boot aufrüsten und Geld in neues Equipment stecken, so die vorherrschende Meinung. Im Bereich Segel sorgten die jüngsten Innovationen wie Laminat- und Membranensegel für großes Interesse. Die Segelmacher und Segeltuchhersteller waren überwiegend zufrieden.

Jos Vaes, M. u. H. von der Linden GmbH: „Das Publikum ist super und sehr fachkundig. Wir sind sehr zufrieden. Wir haben keine Einbrüche und unsere Erwartungen wurden erfüllt. Das Geschäft zieht wieder an.“

Jochen Kunzemann, Delius Klasing Verlag: „Das Ergebnis ist besser als im Vorjahr, und wir hoffen, das Niveau von 2007 zu erreichen. Verstärkt werden Praxisratgeber nachgefragt.“

Harald Baum/Margit Bursinski, Pantaenius GmbH (Versicherungen): „Gutes Ergebnis, über dem Vorjahr. Es werden wieder neue Schiffe versichert. Dabei allerdings etwas mehr kleine.“

Robert F. Kühnen, Dimension Polyant GmbH (Segel): „Der Trend geht eindeutig zu den Innovationen. Die hanseboot war für uns viel besser als erwartet.“

Frank Simoneit, Elvstrøm Sails A/S (Segel): „Die hanseboot-Besucher sind nicht nur offen für Innovationen, viele kommen auch mit genauen Vorstellungen. Wir haben viele Aufträge schreiben können.“

Elektronik / Motoren und Antriebstechnik
Die Stimmung bei den Anbietern von Boots- und Yachtmotoren sowie moderner Yachtelektronik war besser als im Vorjahr. Innovationen und Hightech erfreuten sich großen Zuspruchs.

Robert Marx, Friedrich Marx GmbH (Yanmar): „Für uns als Hamburger Betrieb ist die hanseboot immer ein Highlight im Jahr. Wir sind zufrieden mit dem Verlauf.“

Bernhardt Fründt, Volvo Penta: „Wir sind mit ziemlich negativen Erwartungen gekommen und fahren zufrieden nach Hause.“

Melanie Meinen, Furuno Deutschland GmbH: „Die hanseboot verläuft zwar ruhig, aber für uns sehr erfolgreich. Immer mehr Eigner interessieren sich für ganze Systeme und es wird gekauft. Die Krise scheint sich dem Ende zu nähern.“

Erlebnishalle B5
Wassersport zum Erleben stand vor allem in der Halle B5 auf dem Programm. In der hanseboot arena mit 20 mal 15 Meter großem Wasserbecken, Windmaschinen und einer Bühne für Vorführungen wurde täglich von morgens bis abends ein abwechslungsreiches Programm zum Mitmachen und Mitsegeln geboten. Aufmerksamkeit erregte vor allem die Aktionsfläche „Volvo Ocean Race Experiment“, die mit den Stationen „The Ride“, „The Dome“ und dem „Grinding Contest“ einen eindrucksvollen Einblick in das Leben auf einer Volvo Open 70 Yacht ermöglichte. Das neue Konzept, die Klassenvereinigungen unter dem Dach der hanseboot SailZone neben dem Aktionsbecken und im hinteren Bereich der Halle B5 Surfer, Wassersportvereine und -veranstaltungen zu platzieren, kam bei Ausstellern und Besuchern gut an. In Halle B5 machte sich auch der große Erfolg der Jubiläumsaktion „Kids go free!“ besonders bemerkbar. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre hatten in diesem Jahr freien Eintritt zur hanseboot. Eltern und Nachwuchs zeigten sich begeistert von dem umfangreichen Erlebnisangebot der 50. hanseboot.

Jörg Michaelsen, Surf- und Kiteschule Tatort Hawaii: „Das neue Konzept der Beach Lounge kommt an. Der Bereich ist sehr schön geworden, und wir können viele Dinge einfach besser demonstrieren.“

Oliver Ochse, Sail&Surf Pollensa: „Wir stellen erstmals auf der hanseboot aus und sind sehr zufrieden. Es läuft alles wie man sich das wünschen würde. Für die Aussteller in der Halle B5 ist das Wasserbecken ganz wichtig und hilft, Angebote zu zeigen.“

Ferdinand Ziegelmayer, Laser Deutschland: „Wir hatten gute Kontakte und haben verkauft. Der Trend im Jollenbereich geht zu robusten Polyethylen-Booten.“

Freitag, 30. Oktober 2009

Verkauf der 3-Mast-Bark "Alexander von Humboldt"

30.10.09 - Die 3-Mast-Bark "Alexander von Humboldt", die mit ihrem grünen Rumpf und ihren grünen Segeln weithin bekannt ist, steht ab sofort zum Verkauf. Die Eigentümerin, die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST), wird den über 100 Jahre alten Windjammer durch einen traditionellen Neubau ersetzen, der Ende 2010 fertiggestellt werden soll.

"Bisher konnten wir bei unseren Törns bis zu 35 Trainees zu Ausbildungszwecken auf der 'Alexander von Humboldt' mitnehmen. Der neue Großsegler wird Platz für 55 Mitsegler bieten", erläutert Diedrich Rickens, Vorstand Deutsche Stiftung Sail Training, Bremerhaven, die Entscheidung zum Verkauf der "alten Alex" und zum Bau der "Alex II".

Gebaut wurde die erste "Alexander von Humboldt" bereits 1906 bei der Weserwerft in Bremen. Der aus Stahl genietete Schiffsrumpf wurde als erstes Feuerschiff mit Dampfmaschinenantrieb unter verschiedenen Namen in Ost- und Nordsee eingesetzt. 1986 ging das Feuerschiff, zuletzt mit Namen "Kiel", dann außer Dienst. Daraufhin erwarb die Sail Training Association Germany e.V. Bremerhaven das Schiff und übergab es der DSST (als Vermögenszuwendung an die kurz vorher gegründete Stiftung) für den Umbau zu einem Segelschiff. Da sich die Rumpfform der damaligen Feuerschiffe an die der stabilen traditionellen Großsegler anlehnte, war dieses Schiff hervorragend für den Umbau zum Windjammer geeignet.

Finanziert durch Sponsoren und unter Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Unterstützer erfolgte zwischen 1986 und 1988 bei den Motorenwerken Bremerhaven der Umbau zum Rahsegler. Das Rigg der Bark zeichnete der bekannte polnische Schiffsarchitekt Zygmunt Chorén, von dem auch das Design des polnischen Segelschulschiffes "Dar Mlodziez™y", des russischen Schulschiffes "Mir" und weiterer Großsegler stammt. Am 20. Mai 1988 erfolgte die Taufe der Bark nach dem Namen des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt. Seitdem hat das Schiff während zahlreicher Segeltörns und Windjammerregatten rund um den Erdball fast 400.000 Seemeilen zurückgelegt. "Dabei hat die Bark auch bei schwerem Wetter immer ihre gute Segelfähigkeit und Seetauglichkeit bewiesen", bestätigt Rickens.

Nach über 20 Jahren im Dienste der DSST soll die "Alexander von Humboldt" nun einen neuen Eigner bekommen. Verantwortlich dafür ist Arne Schmidt Yachts. Der Hamburger Yachtmakler verfügt über umfangreiche Erfahrung beim Verkauf kommerzieller Schiffe. Für die "Alexander von Humboldt" hat der Sachverständige einen Preis von 3,8 Mio. Euro angesetzt.

Unabhängig vom Verkauf der "alten Alex" ist der Bau einer neuen "Alexander von Humboldt II". Für rund 15 Mio. Euro soll der neue Traditionssegler auf einer deutschen Werft entstehen. Damit wird nach mehr als 50 Jahren erstmals wieder ein großer Windjammer in Deutschland gebaut. Zuletzt entstand die "Gorch Fock" 1957/58 bei Blohm & Voss in Hamburg. Anders als jedoch die bisherige "Alexander von Humboldt" soll der Neubau weder einen grünen Rumpf noch grüne Segel bekommen: Die "Alexander von Humboldt II" erhält die Farbe, die Generationen von deutschen Segelschiffen, zuletzt die berühmten P-Liner der Reederei Laeisz trugen: schwarzer Rumpf, weißer Wasserpass, weiße Aufbauten, rotes Unterwasserschiff und weiße Segel.

Was jedoch unverändert bleibt, ist der Zweck, für den die "Alexander von Humboldt II" gebaut wird: Nämlich interessierten Menschen, vorzugsweise Jugendlichen, unter fachkundiger Anleitung das Hochseesegeln im Rahmen traditioneller Seemannschaft zu ermöglichen. Neben dem seemännischen Brauchtum und der sportlichen Herausforderung steht dabei vor allem die Teamfähigkeit und soziale Kompetenz im Vordergrund.

Yacht auf Grund gelaufen

30.10.09 - (ibn) Gestern Nachmittag lief ein ca. 11 m langes Segelboot aus Österreich auf dem Schachener Berg vor Lindau - Bad Schachen auf Grund. Die Besatzung des Polizeibootes Hecht wurde auf den Havaristen aufmerksam.

Der 47-jährige SSkipper war alleine an Bord. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 6-8 km/h fuhr er auf die Untiefe auf und grub sich mit dem Langkieler zum Glück nur in den Schlick. Die Wassertiefe betrug am Schachener Berg nur noch 50 cm. Zusammen mit dem Boot des bayerischen Fischereiaufsehers gelang es der Besatzung des Polizeibootes Hecht, das Segelboot von der Untiefe zu ziehen.

Durch die Grundberührung entstand an dem Segelboot ein Sachschaden von ca. 2000 Euro.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Katamaran auf Winterroute

29.10.09 - (ibn) Von 1. November 2009 bis 31. März 2010 gilt beim Katamaran wieder der Winterfahrplan. Die wichtigste Änderung im Vergleich zum Sommerfahrplan betrifft die Fahrten am Wochenende: Denn ab Sonntag, 1. November beginnen die Katamarane an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ihren Dienst später: Die Schnellschiffe fahren samstags dann ab 8.02 Uhr und sonn- und feiertags ab 9.02 Uhr.

Die letzten Fahrten in der kalten Jahreszeit ab Friedrichshafen und Konstanz sind montags bis samstags um 19.02 Uhr und sonn- und feiertags um 18.02 Uhr. Eine weitere Änderung beschert Katamaran-Fans mehr Zeit auf "Constanze", "Fridolin" oder "Ferdinand". Denn die Schiffe sind dann 50 Minuten (statt 46) unterwegs, weil sie im Winter vor Konstanz eine andere Route fahren müssen.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

„Die Kundschaft ist anspruchsvoller geworden“

28.10.09 - Schon mehr als 8 000 Besucher auf dem Süddeutschen Caravan-Salon.

Der erste Süddeutsche Caravan-Salon hat im Jahr 1973 stattgefunden und hieß zu jener Zeit noch Wohnwagen-Verkaufs-Ausstellung. Schon damals waren die Brüder Rolf und Jochen Ernst als Aussteller dabei, und bis heute haben sie keine einzige Auflage der Schwenninger Messe verpasst. Aber auch Neulinge wie der Holländer Arno Devilee zeigen noch bis 1. November, was zum Thema Caravan einfach dazu gehört.

Villingen-Schwenningen - „Das ist der absolute Wahnsinn“, verkündet Arno Devilee und meint damit das Interesse, das seinem speziellen Putzmittel entgegengebracht wird. Der Aussteller, der aus dem Land der Camper stammt, ist mit allerlei Caravaning-Zubehör zum 37. Süddeutschen Caravan-Salon gekommen. Nun führt er seit Tagen vor, wie man mit seinem Produkt Flecken auf dem Fahrzeuglack spielend leicht entfernen kann. Schmunzelnd greift der Mann zu einem wasserfesten, schwarzen Filzstift, geht zum Aussteller nebenan und bemalt dessen nigelnagelneues Fahrzeug. Und Dieter Stemmer, vom Stockacher Fahrzeughaus Emminger, zuckt noch nicht einmal mit der Wimper. Bereits am ersten Tag habe das Produkt vom Nachbarstand ihn überzeugt, sagt er und gibt lachend zu, dass er auch schon eine Flasche Putzmittel erworben habe. Doch auch in den anderen Messehallen und auf dem Freigelände gibt es viel zu entdecken, und das Interesse ist groß. In den ersten fünf Tagen tummelten sich bereits rund 8 000 Besucher zwischen den Fahrzeugen und sahen sich bei praktischem und außergewöhnlichem Zubehör um.

In Halle B führen die Brüder Rolf und Jochen Ernst emsig Fachgespräche und vermitteln dabei den Eindruck als säßen sie im eigenen Wohnzimmer. Kein Wunder, denn die beiden sind Aussteller der ersten Süddeutschen Caravan-Salon-Stunde. Und prompt erzählen die Händler dann auch, wie alles angefangen hat, und dass sie sich auf dem Schwenninger Messegelände richtig heimisch fühlen. Der Kontakt zur Messeleitung sei beinahe familiär, freuen sich die Senioren der Ernst Caravan und Freizeit GmbH. Damals, vom 1. bis zum 4. November 1973 belegten sie eine Ausstellungsfläche von 255 Quadratmetern, heute stehen die rollenden Urlaubsträume der Brüder Ernst auf rund 1 000 Quadratmetern, und auch im Freigelände präsentieren sie zusätzlich Fahrzeuge. „Die Kundschaft ist anspruchsvoller geworden“, erzählt Rolf Ernst lachend und versichert, dass der Süddeutsche Caravan-Salon das neueste Angebot aus der Freizeitfahrzeug-Branche präsentiere. Die größte Nachfrage gebe es derzeit im Bereich Wohnwagen mit Kinderzimmer, plaudern die Profis aus dem Nähkästchen. Und dann verraten die Ernst-Brüder noch, dass sich der Messe-Preis durchaus lohne. Momentan nämlich gilt der Winterpreis und von dem verabschieden sich die Händler bereits im Januar 2010.

INFO
Der Süddeutsche Caravan-Salon ist noch bis 1. November 2009 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen im Internet: www.caravan-salon-vs.de.



Ralf Majer von der SMA Südwest Messe- und Ausstellungs-GmbH hat
in seinen Unterlagen die erste Aussteller-Anmeldung der Brüder
Jochen und Rolf Ernst aus dem Jahr 1973 rausgesucht.

Mehr als 50.000 Besucher bis Mittwochabend auf der 50. hanseboot

28.10.09 - DBSV-Präsident Torsten Conradi zieht positive Halbzeitbilanz - 50. Internationale Bootsausstellung Hamburg noch bis zum 1. November 2009 auf dem Gelände der Hamburg Messe und auf der In-Water hanseboot an der Elbe

Bis zum Mittwochabend sind mehr als 50.000 Besucher in die Hallen der Hamburg Messe gekommen, um sich auf der hanseboot 2009 über Yachten und Boote, Premieren und Innovationen bei Ausrüstung und Zubehör zu informieren, zu vergleichen und zu kaufen. Bei Sonne am Wochenende und Hamburger Schietwetter seit Wochenbeginn ist auch die In-Water hanseboot an der Elbe sehr gut besucht, die im Jubiläumsjahr erstmals mit zwei Häfen und freiem Eintritt punktet. Zahlreiche Wassersportinteressierte haben die Pontonanlagen des Traditionsschiffhafens in der HafenCity und den City Sporthafen am Baumwall besucht, um sich die großen Segel- und Motoryachten in ihrem Element aus nächster Nähe anzuschauen.

Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauerverbandes (DBSV) und Beiratsvorsitzender der Internationalen Bootsausstellung Hamburg, zieht in einem schwierigen Marktumfeld eine positive Halbzeitbilanz. „Die Erwartungen vieler Aussteller sind durch die Ergebnisse der ersten Messetage übertroffen worden. Auch die Besucherzahlen sind erfreulich und bewegen sich auf Vorjahresniveau. Damit war in der momentanen Wirtschaftssituation nicht unbedingt zu rechnen“, so Conradi. Der bisherige Verlauf zeige, dass das Konzept der hanseboot aufgeht: „Die Hamburger Bootsausstellung kombiniert traditionell hohe Fachlichkeit mit der Präsentation zahlreicher Boots- und Yachtpremieren. Mehr denn je bemüht sich die hanseboot zudem, junge Menschen an den Wassersport heranzuführen. Mit zahlreichen Aktionen soll der Nachwuchs für Segeln, Motorbootfahren und andere Trendsportarten auf dem Wasser begeistert werden.“

Wassersport zum Erleben steht vor allem in der Halle B5 auf dem Programm. In der hanseboot arena mit 20 mal 15 Meter großem Wasserbecken, Windmaschinen und einer Bühne für Vorführungen finden täglich von morgens bis abends Match-Race-Duelle, Kanupolo, Motorboottests und Tauchvorführungen statt. Auch die Besucher sind zum Mitmachen und Mitsegeln aufgefordert. Stars der Seglerszene treten in der neuen hanseboot SailZone in Halle B5 auf, die als Kooperation der hanseboot mit dem Deutschen Segler-Verband (DSV) und der Segler-Zeitung ins Leben gerufen wurde. Hier stellen sich die einzelnen Klassenvereinigungen vor und zeigen vor allem Angebote für sportliches Segeln auf. Einige der besten Kader-Segler stehen in Interviews Rede und Antwort und verraten Tricks aus ihrer Bootsklasse. Am Sonntagnachmittag um 15 Uhr wird zum Beispiel Jan-Peter Peckolt erwartet, der gemeinsam mit seinem Bruder Hannes Bronze im 49er bei den Olympischen Spielen 2008 gewonnen hat.

Gleich neben der arena steht im Jubiläumsjahr eine Deutschland-Premiere, die seit der Eröffnung der 50. hanseboot lange Schlange verursacht und die Besucher in ihren Bann zieht: die Aktionsfläche „Volvo Ocean Race Experience“. Die spektakuläre, interaktive Anlage bringt einen eindrucksvollen Einblick in das Leben auf einer Volvo Open 70 Yacht und umfasst drei verschiedene Stationen: Im Simulator „The Ride“ können bis zu zwölf Besucher einen wilden Ritt auf der Höllenmaschine Volvo Open 70 Yacht erleben. In dem Rundkino „The Dome“ wird die Welt hinter den Kulissen der harten Offshore-Regatta und das etwas andere Leben an Bord gezeigt. Und beim „Grinding Challenge“ können sich Kraftprotze beim Kurbeln an der Winsch messen.

Auch das weitere Rahmenprogramm der hanseboot bietet den Besuchern jede Menge Information, Aktion sowie nützliche Tipps und Tricks von Experten. So groß wie nie sind in diesem Jahr die Möglichkeiten für angehende und erfahrene Segler und Motorbootfahrer, sich auf der Bootsausstellung fachlich weiterbilden zu lassen. Unter dem Dach der hanseboot academy bieten renommierte Segel- und Yachtschulen mehr als 250 Seminar- und Kursplätze an, in denen die Teilnehmer zum Beispiel den Sportbootführerschein See machen können oder den Gebrauch des Yacht-Radars, der elektronischen Navigation oder von Seenotsignalmittel lernen.

Viele lehrreiche Tipps und Erfahrungsschätze liefert auch das Vortragsprogramm am Stand des segeln-Magazins in der großen Ausrüstungshalle B6. Stündlich geben Experten aus der Redaktion und der Branche ihr Wissen zu Themen wie „Wetter an Bord“, „der richtige Segeltrimm“ oder „elektronische Routenplanung“ weiter. Auch die Zeitschrift YACHT bietet wie in den Vorjahren im Erdgeschoss der Halle B2 ein informatives Vortragsprogramm. Die Schwerpunkte liegen auf Törnberatung, Chartern und Seewetter. Handfeste und neutrale Beratung über die schönsten Segelreviere der Welt gibt es von ausgewiesenen Experten, die ihr Revier sehr gut kennen und ihr Wissen kostenlos weitergeben.

Noch bis zum 1. November präsentieren rund 700 Aussteller aus 30 Nationen an die 1.000 Boote und Yachten – darunter zahlreiche Premieren – sowie internationale Neuentwicklungen bei Ausrüstung und Zubehör. Die hanseboot 2009 ist bis Freitag täglich von 10 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr und auf dem Gelände der Hamburg Messe sowie auf der In-Water hanseboot an der Elbe geöffnet. Ein kostenloser Shuttlebus verbindet das Messegelände mit den beiden Häfen. Die Tageskarte für die hanseboot ist die so genannte Comeback-Karte für 13 Euro (ermäßigt 11 Euro). Die Karte berechtigt zum Wiedereintritt ab 15 Uhr an einem beliebigen anderen Tag. Kids go free: Im Jubiläumsjahr der Internationalen Bootsausstellung Hamburg haben Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre freien Eintritt zur hanseboot. Weitere Informationen unter www.hanseboot.de.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Niederlage von Alinghi vor New Yorker Gericht

27.10.09 - Der New York Supreme Court ordnet an, dass der 33. America's Cup die Deed erfüllen muss.

Der New York Supreme Court verfügte heute, dass der auf Februar 2010 angesetzte 33. America's Cup an einem Ort auf der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden muss, der genauen Auslegung des für den Wettkampf massgebenden Dokuments, der Deed of Gift, folgend. Einzige Ausnahme von dieser Regel ist Valencia.

"Das ist ein enttäuschendes Resultat, weil wir sicher waren, dass es das Urteil von Richter Cahn im Mai 2008 dem Defender erlaubte, Valencia oder "jeden anderen Ort" zu wählen", sagte Lucien Masmejan, der Rechtsberater der Société Nautique de Genève (SNG). "Ras al-Khaimah hat enorm viel Zeit und Aufwand in diesen 33. America's Cup gesteckt. Wir danken ihnen und sind enttäuscht über diese unerwartete Entscheidung des New Yorker Gerichts."

"Wir sind aber auch zufrieden, weil Richterin Kornreich bekräftigte, dass der Deed of Gift-Match nach den Regeln der SNG ausgetragen wird, so wie sie dies schon in einem vorhergehenden Gerichtsurteil getan hatte", fügte Lucien Masmejan hinzu.

In der Deed of Gift von 1887 ist zwar festgehalten, dass Rennen um den America's Cup zwischen dem 1. November und dem 1. Mai auf der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden müssen, aber das Urteil von Richter Cahn vom New Yorker Supreme Court vom 12. Mai 2008, in dem stand, dass "der Austragungsort des Matchs Valencia oder jeder andere von der SNG gewählte Ort sein kann", führte den titelverteidigenden Yacht-Club des America's Cup, die Société Nautique de Genève, dazu, sich für Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu entscheiden.

Statement der Société Nautique de Genève zur Treuhänder-Challenge des GGYC

27.10.09 - „Indem sie gegen den Defender die achte Rechtsklage in zwei Jahren eingereicht haben, haben Larry Ellison und sein Golden Gate Yacht Club (GGYC) einmal mehr gezeigt, dass ihre wahre Absicht darin besteht, die prestigeträchtigste Trophäe im Segelsport vor Gericht anstatt auf dem Wasser zu gewinnen. Nachdem ihre Versuche gescheitert sind, die Bedingungen, die in der Deed of Gift definiert sind, zu unterlaufen, versucht Ellison nun in einer neuen Runde von haltlosen Anschuldigungen, der SNG den Cup wegzuschnappen“, sagte Fred Meyer, Vice-Commodore der Société Nautique de Genève.

„Als zweifacher Gewinner des America's Cup und Organisator des America's-Cup-Events in Valencia im Jahr 2007, der als erfolgreichste Austragung aller Zeiten gilt, werden die SNG und Alinghi weiterhin für die ihnen zustehenden Rechte kämpfen, um den Segelsport rund um die Welt zu fördern. Wir hoffen, dass der GGYC seine unfaire Haltung aufgibt und entweder den Wettkampf in den Gewässern vor Ras al-Khaimah im Februar mitsegelt oder aber andere Teams, die mitmachen wollen, als Herausforderer um den Cup kämpfen lässt“, ergänzte er.

Alinghi-Teamskipper Brad Butterworth sagte: „BMW Oracle sollte sich seine unsportliche Einstellung mit einer Dosis Salzwasser und Sonnenschein wegspülen und auf dem Wasser um den Cup kämpfen. Anderenfalls sollen sie Platz machen für andere Teams.“„Die Klage ist ein Affront gegenüber dem America's Cup, den VAE, gegenüber der Beziehung unseres Landes mit einem wichtigen Partner und gegenüber dem Rechtssystem. Dies ist ein PR-Gag.

Die Klage enthält nichts, was nicht schon in früheren oder laufenden Rechtsverfahren Thema war oder ist. Grundsätzlich will der GGYC einfach nicht auf dem Wasser gegen die SNG antreten, nachdem sie 19 anderen Clubs die Möglichkeit genommen haben, in einer Eliminationsserie anzutreten, und hunderte von Seglern und andere Exponenten in der Segelindustrie disloziert haben“, schloss der führende Rechtsberater der Société Nautique de Genève, Barry Ostrager von Simpson Thacher & Bartlett.

Montag, 26. Oktober 2009

IDM am Brombachsee: Müller/Janich Deutsche Meister

26.10.09 - Großer Brombachsee - Die 29er Saison geht nun langsam dem Ende zu, doch auch kühle Temperaturen konnten die TeilnehmerInnen der Internationalen Deutschen Meisterschaft im 29er nicht abschrecken, drei Tage lang auf dem Wasser um den begehrten Titel zu kämpfen.

Nachdem die 29er Klasse im letzten Jahr - als eine der wenigen in letzter Zeit - die allgemeine Meisterschaftswürdigkeit erreichte, fand nun dieses Jahr am Großen Brombachsee bei Nürnberg die zweite 29er IDM statt. Bei der TeilnehmerInnenzahl konnte eine ordentliche Steigerung beobachtet werden, so waren 41 Schiffe am Start.

Sieger und somit deutsche Meister wurden Philipp Müller (Herrschinger Segelclub) und Moritz Janich (Segelverein Wörthsee), vor Simon Winter/Kilian Holzapfel (beide Seebrucker Regattaverein) und Karin (Yacht Club am Tegernsee) und Tina Marchart (Schlierseer Segelclub) auf Platz 3.

Alle drei aus dem Süden stammenden Teams lieferten sich bis zum Ende ein spannendes Rennen, so waren nach der vorletzten Wettfahrt alle drei punktgleich, Müller/Janich konnten dann jedoch mit Platz 2 in der letzten Wettfahrt die Meisterschaft für sich entscheiden.
Die Vorjahresmeister aus Kiel, Justus Schmidt und Max Boehme mussten sich mit Platz 4 zufrieden geben, auch die Vizemeister des letzten Jahres, Jens Thoma/Simon Woop vom gastgebenden Yacht Club Noris konnten ihren Heimvorteil nicht nutzen und landeten auf Rang 7.
Insgesamt herrschte an den drei Tagen leichter bis mittelstarker Wind, was den eher an Leichtwind gewöhnten Teams aus dem Süden zu Gute kam. Am letzten Tag frischte es noch etwas auf, sodass die insgesamt 12 Wettfahrten problemlos durchgeführt werden konnten. Dies lag vor allem auch an dem perfekt funktionierendem Wettfahrtleitungsteam um „Regelpapst“ Uli Finckh, dem der rundum gelungene Ablauf auf dem Wasser zu verdanken war. So achtete er neben einer fairen Wettfahrtdurchführung auch darauf, dass die SeglerInnen bei dem teilweise sehr kaltem Regenwetter nicht überstrapaziert wurden.

Auch beim Rahmenprogramm waren die zahlreichen zumeist jugendlichen OrganisatorInnen des Yacht Club Noris, stellvertretend seien hier Jugendwart Günther Schlegel und Rolf Thoma genannt, sehr kreativ. So wurde es durch Wettbewerbe wie Bobbycar Rennen und ein Abendprogramm mit Band und DJs auch außerhalb der Segelzeiten nie langweilig.

Infolge dessen erhielt die aufwändig organisierte Veranstaltung auch durchwegs positive Resonanz. Schirmherr Jörg Spengler, ehemaliger Olympiateilnehmer im Tornado, zeigte sich ebenso begeistert wie der Vorsitzende der deutschen 29er KV, Christian Kramer, der feststellte, noch nie eine derartig perfekte Veranstaltung erlebt zu haben.

Und nicht zuletzt zeigten auch die SeglerInnen ihr sehr positives Fazit der Veranstaltung, indem sie sich mit anhaltendem Applaus bei allen HelferInnen bedankten.

Für alle Seglerinnen, die den kalten Temperaturen trotzen findet nun noch die Landesjugendmeisterschaft Berlin satt, dort sind als Folge der IDM im letzten Jahr nun 13 29er aktiv. Desweiteren findet am Gardasee der letzte Eurocup der Saison statt, bei dem neben den 29ern auch 29erXX am Start sind.

Außerdem haben sich nun eine sehr positive Entscheidung für die 29er Klasse ergeben. Das seit fünf Jahren angestrebte Ziel, U17 Klasse zu werden, ist nun erreicht. Somit ist der 29er bei der Fördermittelvergabe mit dem 420er gleichgestellt, was für Landesverbände, in denen der 29er bisher noch nicht so stark vertreten ist, sicherlich ein Anreiz ist, nun auch nachzuziehen und es Bayern und Schleswig Holstein gleichzutun, wo der 29er bereits jetzt schon eine sehr starke Verbreitung hat.

So kann die 29er Klasse optimistisch weiterem Wachstum entgegensehen und wird, wenn 2012 die Weltmeisterschaft in Travemünde stattfindet, sicherlich sehr gut aufgestellt sein. Maria Wöhr. Rangliste nach der IDM >


Die Sieger der Meisterschaft: vl. Kilian Holzapfel/Simon Winter, Pilipp Mller/Moritz Janich, Karin/Tina Marchart


Deutsche Meister Philipp Mller/Moritz Janich


Foto vom Wasser

Zwei Beiträge des Bayrischen Fernsehns über die IDM:
www.youtube.com/watch?v=lJIDNJssMSY&feature=related
www.youtube.com/watch?v=mPsORRmjCXQ

Seesegel-IDM vor Helgoland und Kiel

26.10.09 - Die deutschen Seesegler ermitteln ihre Deutschen Meister 2010 erstmals auf Nord- und Ostsee. Eine Premiere in der 14jährigen Geschichte der Seesegel-IDM (seit 1996): Der DSV-Seesegelausschuss empfiehlt dem Präsidium des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), die Deutsche Meisterschaft auf zwei Revieren auszutragen.

So ist geplant, die Meister in den Klassen ORCi I, II und III/IV (Inshore) während der Kieler Woche (19. bis 27. Juni) und die Deutschen Meister Offshore in zwei Klassen im Rahmen der Nordseewoche (21. bis 24. Mai) auszutragen.

„Die Internationale Deutsche Meisterschaft in diesem Jahr vor Flensburg hat gezeigt, dass wir mit der Teilung in die Bereiche Inshore und Offshore den Nerv der Segler getroffen haben,“ so der Vorsitzende des DSV-Seesegelausschusses, Dr. Wolfgang Schäfer (Lüneburg). Schnell war die einstimmige Entscheidung unter den Augen des neu gewählten DSV-Vizepräsidenten Torsten Haverland (Leistungs- und Wettsegeln) gefällt: Die Meisterschaft wird in Zukunft zweigeteilt (Inshore und Offshore) bleiben. Beide Bereiche werden sich nicht überschneiden, so dass alle Yachten an beiden Regattaformen teilnehmen können. Und es wird zumindest für das nächste Jahr keine Einheitsklasse (2008: J80, 2009: Melges 24) als Sonderklasse um einen Seesegeltitel segeln.

„Wir freuen uns, dass wir die Deutsche Meisterschaft in den Offshoreklassen in die Nordseewoche integrieren dürfen. Das passt in unser Konzept und unser Programm“, so der Oberste Wettfahrtleiter der Nordseewoche, Stefan Lehnert (Bremen). „Die Deutsche Meisterschaft Inshore passt in unser Kieler Woche-Programm“, ergänzte der Organisationsleiter der Kieler Woche-Seebahnregatten, Eckhard von der Mosel. So soll die Inshore-IDM im Rahmen des Kiels-Cups (Montag, den 21., bis Mittwoch, den 23. Juni) ausgesegelt werden. Geplant sind an die neun Up- and down-Wettfahrten.

Helgoland war bereits 1999 und 2002 Austragungsort der Seesegel-IDM, Kiel 1996, 1997, 2000, 2003 und 2008. 2010 gehen sie nun gemeinsam ins Rennen. Es fehlt nur noch die Absegnung des DSV-Präsidiums, das in den Vorjahren den Empfehlungen seine Fachausschusses gefolgt ist.

Damit darf sich die Seesegelszene 2010 auf drei sportliche Höhepunkte freuen. Nach den Internationalen Deutschen Meisterschaft vor Helgoland und Kiel folgt die ORC-Weltmeisterschaft (6. bis 12. September) im Rahmen der 100. Flensburger Fördewoche.

„Das Angebot lässt keine Wünsche offen“

26.10.09 - 37. Süddeutscher Caravan-Salon mit Fahrzeugen von 35 Herstellern eröffnet.

Der Startschuss für den 37. Süddeutschen Caravan-Salon ist gefallen: Am Samstag eröffnete Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon die Messe, die nun bis zum 1. November zeigt, was die Branche zu bieten hat. 16 Aussteller präsentieren erstmals im süddeutschen Raum die neuesten Modelle der Fahrzeug-Generation 2010.

Villingen-Schwenningen – Wohnwagen, Reisemobile, Faltwagen, Vorzelte, Schutzdächer und jede Menge Campingzubehör gibt es derzeit auf dem Schwenninger Messegelände zu bestaunen und zu erwerben. „Das Angebot ist sehr breit gefächert und lässt keine Wünsche offen“, versicherte Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon in seiner Eröffnungs-Ansprache. Das Stadtoberhaupt von Villingen-Schwenningen, selbst begeisterter Caravaner, bezeichnete die Messe rund um mobile Urlaubsträume als eine der wichtigsten Institutionen im Messekalender von Stadt und Region. Auch Stadträte waren gekommen, um sich bei einem Messerundgang über Neuheiten auf dem Markt zu informieren. Hier und da wurden die Sitzecken in den Fahrzeugen getestet, Einzelheiten diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. In sechs Hallen und auf dem Freigelände tummelten sich gleich am ersten Tag zahlreiche Interessierte aus nah und fern. Sogar eine kleine Gruppe aus England hatte sich unter die Besucher gemischt, um sich im Urlaub gleich auch noch auf den aktuellsten Stand der Caravaning-Branche zu bringen.

Das mit der Messe verbundene Internationale Camping-Treffen und die Meisterschaften im Caravan-Geschicklichkeitsfahren seien zum Höhepunkt der Campingsaison geworden, sagte Ellen Maier, Vorsitzende des Landesverbandes Württemberg im Deutschen-Camping-Club in ihrer Begrüßungsansprache. Die Zahl der Rallye-Teilnehmer steige stetig. Sie lud die Messebesucher ein, sich am Stand des Deutschen Camping-Clubs in Halle B über die Verbandsarbeit zu informieren.

Begeistert vom Angebot des Süddeutschen Caravan-Salons zeigte sich auch Jörg Radestock, Vizepräsident des Deutschen Camping-Clubs. „Hier hat man in Süddeutschland die erste Gelegenheit, einen Blick auf die Modelle der Generation 2010 zu werfen“, empfahl er einen ausführlichen Messebummel. Selbst bereits bestens informiert verriet Radestock, dass die Reisemobil-Branche im kommenden Jahr Leichtgewichte mit Format in den Mittelpunkt stelle. Damit werde vorrangig die Gewichtsklasse der Reisemobile bis 3,5 Tonnen bedient. Und dann verkündete er sichtlich erfreut, dass die Campingbegeisterung der Bundesbürger sich keineswegs gelegt habe. Den Beweis lieferte er prompt: „Die Buchungssituation auf den bundesdeutschen Campingplätzen war in der Saison 2009 so gut wie schon lange nicht mehr.

Das statistische Bundesamt in Wiesbaden konnte bereits für das erste Halbjahr 2009 steigende Zuwachsraten verzeichnen.“ Die Werte liegen demnach bei einem Plus von 16,3 Prozent. Wer mehr zu diesem Thema wissen will, der bekommt vom Landesverband Württemberg des Deutschen Camping-Clubs auf der Messe ausführliche Campinginformationen. Auf mehr als 12 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gibt es viel zu sehen und zahlreiche Experten der Branche wissen kompetente Antworten auf allgemeine und spezielle Fragen rund um den Urlaub mit dem rollenden Zuhause.

INFO
Der Süddeutsche Caravan-Salon ist noch bis zum 01. November 2009 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen im Internet: www.caravan-salon-vs.de


Der 37. Süddeutsche Caravan-Salon ist seit Samstag eröffnet und bietet jede Menge Gesprächsstoff.


Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon (links) und weitere Messe-Gäste nutzten am Samstag die Gelegenheit, sich über Rußpartikelfilter und die grüne Umweltplakette für Reisemobile zu informieren.

Gemeinsame Tagträume
Stadtprominenz unter einem Dach: Die Kommunalpolitiker Heinz Pfeiffer, Bernd Hezel, Dr. Rupert Kubon sowie Ingrid Hezel testeten am Samstag gemeinsam das Innere eines Wohnmobils. Der Oberbürgermeister erläuterte fachmännisch ein ausklappbares Bett in der Decke über der Sitzecke. Übereinstimmend stellten die vier Gesamtstädter dann schmunzelnd fest, wie praktisch diese Schlafstätte sein kann: „Wer nicht brav ist, der wird im Bett einfach wieder nach oben geklappt“.