Freitag, 2. Mai 2008

Imposanter Start bei der Drachen-SM

02.05.08 - An der Drachen-SM vor Arbon konnten am Auffahrtstag gleich 2 Läufe absolviert werden. Die Rangliste zwischen den beiden Läufen wurde stark durcheinander gemischt. Erstaunlich, weil recht konstanter, aber leicht drehende Wind aus N/NO sich rechtzeitig zum Start einstellten. Wehte der kalte Wind anfänglich mit guten 2Bf, die dann im 2. Lauf gegen Ende eher auf 1-2 Bf abflauten. Die beiden Läufe glichen sich in der Hinsicht, dass jeweils die Erstplatzierten an der Luvtonne auch den Laufsieg untereinander ausmachten. Sie glänzten durch exzellente Geschwindigkeit auf allen Kursen, sodass riesige Abstände festzustellen waren, die im letzten Vorwind das Feld auf etwa 1km auseinander zog.

Im ersten Rennen ging P. Müller (SIU 291) vom Start weg souverän in Führung und er sah bis zum letzten Fass, wie der Laufsieger aus. In einem kleinen Match race zwang ihn die clever segelnden J.Wittwer (GER 1018) und O. Lofteröd (NOR 275) auf der Zielkreuz zu mehreren Wenden, sodass er sich nur noch mit Rang drei begnügen musste. Sieger also im ersten Lauf der Norweger O. Losteröd.

Im zweiten Lauf war bereits nach 500m nach dem Start klar, wer sich diesen Laufsieg wohl holen wird. Wenige Boote wendeten frühzeitig auf den bevorteilten Steuerbordbug. Darunter der nachmalige Sieger A. Hermann (GER 159). Er leistete sich beim Start mir Steuerbordschoten den Luxus, gleich einigen Booten auszuweichen. Mit klugen Schläge in der ersten Kreuz kämpfte er sich an die Spitze und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Er siegte mit einem eindrücklichen Vorsprung von 4 Min. auf T. Mittelmeier (SUI 292) und gar weitere 5 Min. auf den Dritten (H.Bossert SUI 200).

Heute sind vom Regattaleiter Hans Fatzer mindestens 2 Läufe vorgesehen.

Dienstag, 29. April 2008

Am kommenden Wochende wird um den Montfort – Cup gesegelt

29.04.08 - Wer beim 27. Montfort- Cup noch dabei sein will, muss sich sputen. Vom 01. Mai bis 05. Mai werden Segelcrews aus Österreich, der Schweiz und Deutschland vor Langenargen um den Wanderpokal des Montfort- Cup kämpfen. Erstmals wurde die von den Seglern hoch geschätzte Regatta 1982 vom YC Langenargen ausgetragen.

Bei der 27. Auflage werden bis zu 10 Wettfahrten auf Up and down Kursen gesegelt, zusätzlich für die ORC- Boote wird eine Langstreckenregatta ausgetragen, die in die Wertung für den KRVaB Langstreckenpokal eingeht . Am Start werden Boote des ORC- Clubs, ORC- Sportboot- Klassen, Joker, 8mOD, X- 99 und Rommel 33 erwartet.

Die Steuermannsbesprechung ist für Donnerstag, den 01. Mai, um 10.00 Uhr angesetzt, die Preisverteilung erfolgt am Samstag, den 03. Mai.

Die Wettfahrtleitung liegt in den Händen von Rudi Magg, dem erfolgreichsten Regattasegler des YC Langenargen. Unterstützt wird er von der Wettfahrtcrew, die am darauf folgenden Wochenende dann auch das Match Race Germany ausrichtet.

International Women’s Match Race Criterium 2008

29.04.08 - Silke Hahlbrock gewinnt Grade 1-Regatta in Spanien. Das Match Race Team Hamburg hat im spanischen Calpe das hochrangige International Women’s Match Race Criterium gewonnen. Dabei dominierten Steuerfrau Silke Hahlbrock (24) und ihre Crew (Marion Rommel, 23, Maren Hahlbrock, 25, Nele-Marie Bock, 22, Natalie Turlik, 20) die starke internationale Konkurrenz aus sieben Nationen.

In der Vorrunde (Round Robin) konnten nicht nur die Weltranglisten-Zweite und -Dritte, Lotte Meldgaard-Pedersen aus Schweden und Katie Spithill aus Australien, geschlagen werden. Auch Claire Leroy, die erst Anfang April ihren WM-Titel verteidigt hat und die Weltrangliste anführt, unterlag dem deutschen Team. Nach der Vorrunde verbuchten Hahlbrock & Co. neun Siege und nur zwei Niederlagen auf ihrem Konto. Nur Leroy konnte eine ebenso starke Leistung aufweisen.

Aufgrund zu schwacher und inkonstanter Windbedingungen mussten am Finaltag sämtliche Rennen abgesagt werden. Da das Match Race Team Hamburg die punktgleiche Leroy im direkten Vergleich geschlagen hatte, ging der Gesamtsieg an die derzeit beste deutsche Frauen Match Race Crew, die für den Hamburger Segel-Club startet.

„Wir sind sehr zufrieden und auch ein bisschen überrascht“, kommentierte Silke Hahlbrock den Erfolg. „Nele Bock, Marion Rommel und ich sind erst vor zwei Wochen von der WM in Neuseeland zurückgekehrt, und wir hatten nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Aber unser Trainer, Hendrik Ismar, hat uns optimal auf die Rennen eingestellt.“

Mit dem Sieg in Spanien dürfte das Team aus Hamburg in der Weltrangliste einen gehörigen Satz nach vorne gemacht haben. Nach der Weltmeisterschaft im neuseeländischen Auckland lag Silke Hahlbrock auf Platz 8 im Gesamtklassement. „Der vierte oder fünfte Rang müssten jetzt drin sein“, glaubt die Steuerfrau. Noch wichtiger ist ihr jedoch, dass anscheinend der Knoten in der Crew geplatzt ist und das junge Team die manchmal schwachen Nerven in den Griff bekommen hat.

Wenn die Formkurve weiter nach oben zeigt und dann noch ein Hauptsponsor gefunden wird, steht dem Ziel, zu den Olympischen Spielen 2012 nach England zu fahren, nichts mehr im Wege. Denn hier wollen Silke Hahlbrock und ihre Team-Kolleginnen auf jeden Fall dabei sein. Aber vorher müssen sie sich auf die laufende Saison konzentrieren. Hahlbrock: „Wir freuen uns auf die nächsten Herausforderungen. Als nächstes steht der Studenten Europacup im französischen La Rochelle vom 23. bis 25. Mai an.“

Montag, 28. April 2008

Resultate der Regatten

28.04.08 - Liebe Regattaleiter, bitte senden Sie unserem Webmaster (webmaster@ibn-online.de) und der Redaktion (ibn@ibn-online.de) die Resultate und Fotos sowie Berichte Ihrer Regatten. Wir werden diese umgehend auf unseren Seiten "Regatten + Resultate" online setzen. Herzlichen Dank, Webmaster und IBN-Redaktion.

Feuer an Bord !

28.04.08 - Dieser Schreckensruf ist auch am Bodensee nicht fremd! Auch wenn zum Glück pro Jahr nur wenige Boote davon betroffen sind, die Auswirkungen auf die Beatzung und die Schiffe sind teilweise verheerend.

Die See- und Wasserschutzpolizeien haben deshalb bereits bei der letztjährigen Interboot auf ihrem gemeinsamen Messestand die Besucher über die Gefahren bei Feuer an Bord informiert. Um die Thematik zu vertiefen findet am kommenden Samstagnachmittag (3. Mai 2008) ab 14.00 Uhr an der Hafeneinfahrt / „Alte Schmiede“ des Yachthafens „Marina Ultramarin“ in Kressbronn-Gohren eine Informationsveranstaltung im Rahmen des "Anmotorens" des MYCO mit einer praktischen Feuerlöschübung auf dem See statt. Beteiligt sind neben dem Motoryachtclub Obersee die Firma Ultramarin, die See- und Wasserschutzpolizeien rund um den Bodensee, die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen mit ihrem Löschboot und Sachverständige des Landratsamtes Bodenseekreis. Die Besucher können sich anhand ausgestellter Bilder, Broschüren und praktischer Vorführungen über Feuergefahren an Bord, Vermeidung von Bränden und deren Bekämpfung informieren. Selbstverständlich stehen auch die Sachverständigen, Feuerwehr und Wasserschutzpolizei für Fragen zur Verfügung.

Darüber hinaus besteht für Besucher die Möglichkeit, Bootszubehör durch Beamte der Wasserschutzpolizei mit einer Individualnummer gravieren zu lassen, um bei Diebstählen sichergestellte Gegenstände schneller zuordnen oder erforderliche Sachfahndungsmaßnahmen einleiten zu können.

IBN - Online mit gesicherten Seiten

28.04.08 - Ab sofort haben wir für Sie alle Seiten mit dem Sicherheitsstandart "https" (Hyper Text Transfer Protocol Secure, sicheres Hyptertext-Übertragungsprotokoll) aufgeschaltet. Es sind nur noch wenige Daten in ungesicherter Form online. Dazu gehören unsere News, die Sie aber ohne weiteres mit "Ja" anklicken können.

Weitere Informationen dazu können Sie unter Wikipedia nachlesen.

Polgar/Spalteholz fahren nach Qingdao/China

28.04.08 - Olympiaqualifikation in Tornado perfekt / Rothweiler/Kussatz nach Sieg Zweite HYÈRES - Für Johannes Polgar und Florian Spalteholz ging am Freitag (25. April) im südfranzösischen Hyères ein Traum in Erfüllung: Die Tornado-Mannschaft aus Dänisch-Nienhof und Kiel qualifizierte sich bei der internationalen Regatta Semaine Olympique Francaise für die XXVI. Olympischen Spiele, deren Segelwettbewerbe im August in Qingdao/China ausgetragen werden. In einem Herzschlagfinale besiegte das T-Systems Team 2008 die Brüder Tino und Nico Mittelmeier aus Überlingen und ließ am Ende einer spannenden Ausscheidungsserie kein Fragezeichen offen. Die 470er-Frauen Steffi Rothweiler aus München und ihre Berliner Vorschoterin Vivien Kussatz gewannen ihr Medaillenrennen und schafften noch Gesamtrang zwei. Die Ynglingmannschaft Ulrike Schümann, Julia Bleck und Ute Höpfner aus Berlin wurde im Medalrace und insgesamt Neunte. Dort schlossen auch Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) das Gesamtklassement im 49er nach Platz sechs im Medaillenrennen ab.

“Wir sind nach einem harten, aber immer fairen Wettkampf überglücklich, zum ersten Mal die Fahrkarten zu den Spielen gezogen zu haben", meinten Polgar und Spalteholz im Freudentaumel. Als Sechste im Ziel hatten sie das Bruderteam zwei Plätze hinter sich gelassen und den Vergleich am Ende mit 17 Punkten Abstand klar für sich entschieden. Nervenstark und technisch wie taktisch optimal vorbereitet spielte das T-Systems Team 2008 im richtigen Moment alle Trümpfe aus und ließ den Mittelmeiers keine Chance. An Land waren die Unterlegenen nicht nur die ersten Gratulanten, ihnen gebührte auch der erste Schluck Schampus. Polgar: “Sie haben auch super gesegelt und uns in dieser Woche alles abverlangt."

Alfred Hitchcock hätte seine wahre Freude an der deutschen Tornadoausscheidung gehabt, so sehr knisterte die Spannung. Für den Showdown im Finalrennen der besten zehn Crews wehte nur eine sehr leichte Brise und verlangte von Akteuren wie Zuschauern auf mehr als hundert Begleitbooten ein Höchstmaß an Geduld. Was Polgar/Spalteholz und die Mittelmeiers dann zeigten, war ein Matchrace erster Güte. Schon vor dem Start jagte das mit 13 Zählern Vorsprung ins Rennen gegangene Duo aus Norddeutschland seine Gegner und setzte sie permanent unter Druck. “Zum Glück war der Wind so schwach, dass sie ihre Leichtwindvorteile nicht ausspielen konnten", erklärte Spalteholz, “es reichte für niemandem zum Trapezsegeln."

Im klassischen Zweikampf deckten die Kieler ihre Verfolger konsequent ab und ließen sie zu keiner Zeit aus den Augen. Als dann das Rennen nach einer Hälfte nochmal neu gestartet wurde, weil die Wettfahrtleitung einen Fehler gemacht hatte, begann das Spiel von vorn. Doch Johannes Polgar und Florian Spalteholtz zeigten erneut, dass sie zu Recht qualifiziert sind. “Am Anfang der Regattawoche waren wir noch froh, die Ausscheidung nicht gegen die Starkwindspezialisten Roland Gäbler und Gunnar Struckmann segeln zu müssen", so der Steuermann, “am Ende gab es aber genauso viel Leichtwind. Der Austragungsort hat also niemanden bevorteilt." Gäbler, ebenfalls vom T-Systems Team 2008, hat Deutschland schon fünfmal bei den Spielen vertreten und 2000 mit Rene Schwall eine Bronzemedaille gewonnen. Tino und Nico Mittelmeier sind nun die Wunschsparringspartner von Polgar und Spalteholz für das erste Training in Qingdao und sagten auch spontan zu.

Eine Demontage für die gesamte Konkurrenz war das Medaillenrennen des pinta racing teams. “Wir lagen nicht gleich vorne, und mussten uns zwischendurch vor allem um die Italienerinnen kümmern, berichtete Steffi Rothweiler von einem “Hochgenuss", als nach und nach alle eingesammelt wurden. Und das vor einer großen Zuschauerschar, unter denen auch Gegnerinnen waren, die sich nicht fürs Medalrace qualifiziert hatten. “Denen haben wir ordentlich Respekt eingeflößt", so die Steuerfrau. Die Vorschoterin betonte nochmals die ausgeglichenen Verhältnisse mit viel Wind zum Auftakt: “Das Revier hat uns nicht nur in die Karten gespielt. Das wir trotzdem so weit vorne gelandet sind, macht und stolz und zuversichtlich für die weitere Vorbereitung auf Olympia." In der Endabrechnung fehlten auf die zuvor deutlich führenden Japanerinnen Ai Kondo/Naoko Kamata nur noch fünf Zähler.

Trotz des vorletzten Rangs im Finale war die Stimmung beim Yngling-Trio des T-Systems Team 2008 nicht getrübt. “Wir hatten so wenig Wind, dass von einer regulären Wettkampf kaum noch die Rede sein konnte", sagte Ulli Schümann. Keine 20 Meter von ihr entfernt fuhren die späteren Siegerinnen Sundby, Frederiksen und Koefoed aus Norwegen plötzlich wie von Geisterhand an sechs Booten vorbei, während alle anderen mehr oder weniger auf der Stelle standen. “Wenn mir jemand erzählt, wo so eine Privatböe zu buchen ist, dem zahle ich Höchstpreise", schmunzelte die Steuerfrau. Unterm Strich sei die Regatta aber immer noch ein gutes Olympiatraining gewesen, “das uns auf einigen Gebieten weiter gebracht hat."

Jan und Hannes Peckolt segelten ein spannendes Medaillenrennen mit wechselnden Führungen, in dem sie beinahe noch die Silbermedaillengewinner von Athen 2004, Rodion Luka und George Leonchuk aus der Ukraine, auf Gesamtplatz acht abgefangen hätten. Als Sechster im Ziel spiegelte das Finale ein wenig die ganze Serie wider. “Wir waren hier nur eingeschränkt zufrieden, mit unser taktischen Leistung genauso wie mit unser Materialauswahl", analysierte der Vorschoter, “gelernt haben wir jedoch einiges, auch was wir nicht wiederholen werden." Im Kampf um “Gold" fingen die Europameister Iker Martinez und Xaber Fernandez aus Spanien die punktgleichen Tim Wadlow/Chris Rast (USA) noch ab.

Neben diesen vier deutschen Mannschaften haben sich noch Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Babelsberg) vom pinta racing team im Starboot sowie die Berlinerin Petra Niemann im Laser Radial für die Olympischen Spiele qualifiziert. In fünf der insgesamt elf Segeldisziplinen werden keine Athleten geschickt.

Segeln in Zahlen
Endergebnisse der 40. Semaine Olympique Francaise in Hyères/Frankreich

Tornado
1. Darren Bundock/Glenn Ashby (Australien) 37 Punkte
2. Francesco Marcolini/Edoardo Bianchi (Italien)43
3. Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (Niederlande) 48
4. Leigh McMillan/Will Howden (Großbritannien) 52
5. Xavier Revil/Christophe Espagnon (Frankreich) 58
6. Fernando Echavarri/Anton Paz (Spanien) 58
7. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 59
...
9. Tino und Nico Mittelmeier (Überlingen) 76

470er-Frauen
1. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 46 Punkte
2. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 51
3. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 62
4. Ferna Maria Sesto/Consuelo Monsegur (Argentinien) 75
5. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 83
6. Christina Bassadone/Saskia Clark (Großbritannien) 84

49er
1. Iker Martinez/Xabier Fernandez (Spanien) 50 Punkte
2. Tim Wadlow/Chris Rast (USA) 50
3. Frederico und Arturo Alonso (Spanien) 58
4. Dave Evans/Simon Hiscocks (Großbritannien) 69
5. Pietro und Gianfranca Sibello (Italien) 76
6. André Fonseca/Rodrigo Duarte (Brasilien) 76
...
9. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 81

Yngling
1. Sundby/Frederiksen/Koefoed (Norwegen) 44 Punkte
2. Barkow/Howe/Capozzi (USA) 51
3. Ayton/Wilson/Webb (Großbritannien) 51
4. Skudina/Kruskikh/Ivanova (Russland) 57
5. Lehtinen/Klemetz/Varesmaa (Finnland) 64
6. Le Berre/Ponsar/ Deplanque (Frankreich) 65
...
9. Schümann/Bleck/Höpfner (Berlin) 78

Freitag, 25. April 2008

Olympiaausscheidung der Tornados bleibt spannend

25.04.08 - Polgar/Spalteholz noch 14 Punkte vor Mittelmeiers / Yngling und 470er Dritte HYÈRES - Die Entscheidung um das Olympia-Ticket in der Tornado-Klasse rückt näher, und die Spannung steigt. Drei Rennen vor Schluss schmolz der Vorsprung des T-System Teams 2008, Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel), vor den Brüdern Tino und Nico Mittelmeier aus Überlingen auf 14 Punkte. Nach einem Mistral-Sturm am Dienstag, der alle zum Ruhetag zwang, wurde die internationale Segelwoche Semaine Olympique Francaise am Mittwoch (23. April) an der französischen Mittelmeerküste vor Hyères bei schwierigen Bedingungen mit leichten bis mittleren Winden fortgesetzt. Dabei verbesserten sich Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team im 470er auf Platz drei, auf den das Yngling-Trio Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (alle Berlin) zurückfiel. Die 49er-Crew Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) ist Zwölfte.

“Wir bleiben zuversichtlich, denn wir haben noch einen guten Vorsprung und sind nicht im Zugzwang", sagte Johannes Polgar nach dem siebten Rennen, “das ist erstmal das Wichtigste." Aber der Regattatag hatte der Mannschaft alles abverlangt. Der Wind drehte stark und sorgte für extreme Verhältnisse. “Das erste Rennen habe ich schon verdrängt, das war wirklich unglaublich. Vor der Luvtonne waren wir weit abgeschlagen Letzter. Dann schlief der Wind komplett ein, und wir konnten uns wenigstens noch etwas nach vorne kämpfen ­ auf den 18. Platz", erzählte der Steuermann. Die Mittelmeiers dagegen landeten auf Platz sechs und machten in der deutschen Olympiaausscheidung Boden gut.

Immerhin zeigten sich Polgar/Spalteholtz von dem Dämpfer erneut unbeeindruckt. Im zweiten Rennen lief es alles rund, und ein vierter Platz folgte. “Das ist schon manchmal echt spannend und sehr eng", so Polgar, “wir mussten wirklich die Nerven bewahren." Nach einem abschließenden elften Platz liegt er mit Spalteholtz auf Gesamtrang sechs, die die Mittelmeiers sind Zehnte. Mit hauchdünnem Vorsprung vor mehreren Verfolgern führen Darren Bundock/Glenn Ashby aus Australien. Sorgen bereitet dem T-Systems Team 2008 allerdings die Windvorhersage. “Wenn die Brise weiter abnimmt, bekommen wir die Paradebedingungen für Niko und Tino, darin sind sie echt schnell", fürchtet Polgar. Bis zu drei Rennen kann es vor dem finalen Medalrace der besten Zehn am Freitag (25. April) noch geben.

Die leichte bis mittlere Brise zeigte sofort die Stärken 470er-Europameisterinnen. Zum Tagesauftakt düpierten Rothweiler/Kussatz die gesamte Konkurrenz, indem sie nach durchschnittlichem Start als Sechste Boot um Boot überholten und einen Tagessieg einheimsten. “Das war ein Genuss, auch Balsam für die Seele", meinte die Steuerfrau, die auch an den scheinbar haushoch überlegenen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout vorbei fuhren. Auf dem Papier verbuchten die Niederländerinnen zunächst die beiden folgenden Tagessiege. Sie holte aber noch eine Frühstartdisqualifikation ein, wodurch sie vorübergehend aus den Medaillenrängen herausfielen und die Führung an Ai Kondo und Naoko Kamata aus Japan abgaben. “Leider ist es taktisch wenig anspruchsvoll" so die Vorschoterin, “es geht nur über die linke Seite am Anschlag."

Trotz zweier Dämpfer waren die Berliner Yngling-Frauen noch frohen Mutes, zumal sie weiterhin alle Favoritinnen hinter sich haben. “Wir sind zweimal auf die falsche Seite gefahren³, erklärte Ulli Schümann einen elften und 17. Rang, “davon erholt sich in der Leistungsdichte unseres Felds niemand mehr." Der abschließende fünfte Platz versöhnte das T-Systems Team 2008 und verschaffte ihm hinter den deutlich führenden Finninnen Lehtinen/Klemetz/Varesmaa und Sundby/Frederiksen/Koefoed aus Norwegen eine gute Ausgangsposition “Außerdem sind wir mit unseren Segeltests sehr zufrieden", so Schümann, “das ist unser Hauptfokus hier."

Das Feld der 49er wurde stark durcheinander gewürfelt, weil kaum ein Team konstant segelte. Ein 15. Platz im ersten Rennen wurde zum Streicher für die Peckolt-Brüder, gefolgt vom sechsten und elften Rang. “Wir hatten uns mehr erhofft. Zwei Starts waren super, aber der Wind hat teilweise echt chaotisch gedreht, einmal kurz vor dem Ziel um 180 Grad", erzählte auch Hannes Peckolt, “Taktisch wir hatten dabei manchmal kein so glückliches Händchen." Von Rang zwölf ist das Medaillenrennen der besten Zehn am Freitag (25. April) noch erreichbar, zumal am Donnerstag noch drei Rennen geplant sind. Das zweite für das T-Systems Team 2008 mit Marcus Baur und Hannes Baumann aus Kiel fiel auf den 22. Platz zurück. Neue Spitzenreiter Tim Wadlow und Chris Rast aus den USA.

Segeln in Zahlen
4. Tag der 40. Semaine Olympique Francaise in Hyères/Frankreich

Tornado
1. Darren Bundock/Glenn Ashby (Australien) 22 Punkte
2. Fernando Echavarri/Anton Paz (Spanien) 23
3. Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (Niederlande) 25
4. Leigh McMillan/Will Howden (Großbritannien) 27
5. Francesco Marcoini/Edoardo Bianchi (Italien) 31
6. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 43
...
10. Tino und Nico Mittelmeier (Überlingen) 57

49er
1. Tim Wadlow/Chris Rast (USA) 31 Punkte
2. Rodion Luka/George Leonchuk (Ukraine) 34
3. Dave Evans/Simon Hiscocks (Großbritannien) 36
4. Iker Martinez/ Xabier Fernandez (Spanien) 41
5. Frederico und Arturo Alonso (Spanien) 44
6. Jonas Warrer/Martin Kirketerp (Dänemark) 45
...
12. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 59
...
22. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel/Silver Fleet) 48

470er-Frauen
1. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 32 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 39
3. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 43
4. Ferna Maria Sesto/Consuelo Monsegur (Argentinien) 49
5. Marcelin de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 50
6. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 54

Yngling
1. Lehtinen/Klemetz/Varesmaa (Finnland) 19 Punkte
2. Sundby/Frederiksen/Koefoed (Norwegen) 21
3. Schümann/Bleck/Höpfner (Berlin) 36
4. Le Berre/Ponsar/ Deplanque (Frankreich) 37
5. Ayton/Wilson/Webb (Großbritannien) 39
6. Skudina/Kruskikh/Ivanova (Russland) 42

Mittwoch, 23. April 2008

Warnmeldung für die Bodenseeschifffahrt

23.04.08 - Die Wasserschutzpolizei warnt die Bodenseeschifffahrt vor Treibholz. Durch die starken Niederschläge sind zum Teil ganze Baumstämme in den Bodensee gespült worden, die der Schifffahrt gefährlich werden können.

Dienstag, 22. April 2008

„Lafer! Lichter! Lecker!“ live aus der „Tosca“-Kulisse

22.04.08 - Unterhaltsame Kochduelle in der ZDF-EM-ArenaKartenvorverkauf startet bereits am Mittwoch. Bregenz - Zu gleich drei „Auswärtsspielen“ treten die ZDF-Starköche Johann Lafer und Horst Lichter im österreichischen Bregenz an, wo sie im Juni 2008 mit ihrer Kochshow „Lafer! Lichter! Lecker!“ in der ZDF-Arena direkt in der Opernkulisse von „Tosca“ gastieren werden. Das ZDF überträgt am 14., 21. und 28. Juni 2008. Als Stargast wird neben anderen der Fußballmanager und EM-Botschafter Rainer Calmund erwartet.

Lafer! Lichter! Lecker!" ist die erste Kochschule im deutschen Fernsehen, die durch einen verbalen Schlagabtausch der beiden Protagonisten zum Comedy-Format mutiert: Sternekoch Lafer trifft auf das Kölsche Küchenoriginal Lichter. Mit ihrem unterhaltsam-lockeren Koch-Einmaleins und den entstehenden Vier-Gänge-Menüs zieht das Koch-Duo samstags durchschnittlich knapp zwei Millionen Zuschauer in den Bann. Die Rezepte sind einfach nachzukochen, die jeweiligen prominenten „Küchenhelfer" werden hervorragend in ihre Küchenarbeit eingebunden. „Nach Geheimagent und Fußballexperten macht unsere ‚Tosca' nun auch zwei Starköchen Appetit auf die Opernkulisse der Bregenzer Festspiele. Wir freuen uns sehr, dass die scheinbar elitäre Kunstform Oper derart viele unterschiedliche Menschen anzieht und damit weiter zum Abbau möglicher Hemmschwellen beiträgt", freut sich der kaufmännische Direktor der Bregenzer Festspiele Franz Salzmann.

Auf der Seebühne kocht es sich anders
Johann Lafer und Horst Lichter sind indes schon voller Erwartungen: „Wir freuen uns auf der größten Seebühne der Welt mit unserer Kochshow zu Gast zu sein und somit auch für ein weit größeres Publikum hautnah erlebbar zu werden. Die Live-Performance von der Seebühne wird sicherlich eine große Herausforderung, weil man doch mehr als im Studio äußeren Einflüssen gegenübersteht." Auch Gerhard Stübe, Geschäftsführer des Festspielhauses Bregenz, freut sich sehr, „dass diese bei unserem Festival ,Genuss am See' entstandene Idee nun tatsächlich umgesetzt wird. Für uns bedeutet dies eine weitere Möglichkeit, unsere Veranstaltungskompetenz unter Beweis zu stellen."

ZDF-Arena zur Europameisterschaft
Die Seebühne am Bodenseeufer der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz bildet mit ihren 5000 Plätzen und dem Bühnenbild der aktuellen Tosca-Inszenierung die spektakuläre Kulisse für die ZDF-Arena während der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Johannes B. Kerner und seine Mitstreiter Jürgen Klopp und Urs Meier werden von dort vor großem Publikum alle ZDF-Live-Übertragungen anmoderieren und die EM-Spiele analysieren.

Tickets schon ab Mittwoch
Tickets sind ab Mittwoch, 23. April 2008, zum Preis von 6,50 Euro erhältlich. Für die Termine am 14. Juni und 21. Juni unter www.v-ticket.at und www.eventim.de sowie über die Tickethotline 0043 (0)5574 4080.

13. Mondscheinwoche Arbon 2008: 9. - 13. Juni

22.04.08 - Der YCA führt nun schon zum 13. Mal die international ausgeschriebene Mondschein-Regatta durch. Jeden Abend von Montag bis Freitag werden über 60 Boote aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter der Wettfahrtleitung von Ivo Gonzenbach am Start erwartet.

Die Läufe werden jeweils um 19.00 Uhr gestartet. Bei meistens idealsten Bedingungen mit Bisen von 2 bis 5 Beaufort wird jeweils ein Up-and-down-Kurs vor Arbon gesegelt. Aber nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im Clubzelt wird für Spannung und gute Stimmung gesorgt. Dank der grosszügigen Unterstützung diverser Sponsoren können jeden Abend anlässlich der Rangverkündigung attraktive Preise unter den Teilnehmern verlost werden.

Neu gibt es am Samstag noch eine Langstreckenregatta mit dem Namen “Schoten und Knoten-Regatta³ 14. Juni 2008 Dieses Jahr wird die Mondscheinwoche in Zusammenarbeit mit dem YCRhd am Samstag noch eine Langstreckenregatta durchführen. Diese Regatta findet im Anschluss an die Mondscheinregatta statt und führt von Arbon nach Fussach zum Yacht Club Rheindelta; wo es am Abend ein Grillfest mit Rangverkündigung gibt. Der Start wird ca. um 13:15 Uhr vor Arbon erfolgen. Zugelassen sind alles Yachten nach nach Yardstick und ORC.

Ausschreibung >

Tornado-Duell am zweiten Tag ausgeglichen

22.04.08 - Schümann-Crew gab Führung ab / Rothweiler und Kussatz auf Platz 7 vor. HYÈRES - Johannes Polgar und Florian Spalteholz haben ihren 23-Punkte-Vorsprung am zweiten Tag der Olympiaausscheidung in der Tornado-Klasse verteidigt. Das T-Systems Team 2008 aus Dänisch-Nienhof und Kiel segelte am Montag (21. April) im südfranzösischen Hyères auf die Einzelplätze 18 und drei und sind Gesamtfünfte. Dafür kassierten sie ebenso 21 Zähler wie die Brüder Tino und Nico Mittelmeier aus Überlingen (14.), die Siebte und 14. wurden. Bei der internationalen Segelwoche gab die Berliner Yngling-Mannschaft Ulrike Schümann, Julia Bleck und Ute Höpfer die Spitzenposition ab und ist Zweite. Steffi Rothweiler aus München und ihre Berliner Vorschoterin Vivien Kussatz vom pinta racing team verbesserten sich im 470er auf Platz sieben, während Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) nach vier 49er-Rennen auf den 15. Rang zurückfielen.

Nach dem stürmischen Auftakt am Sonntag mussten sich die Aktiven zunächst auf mäßige und wechselhafte Winde umstellen. “Dabei verpassten wir im ersten Tagesrennen sowohl auf der Start- als auch auf der Zielkreuz eine Windkante", berichtete Spalteholtz. Das erste Mal passierte es ausgerechnet kurz nachdem sie die Mittelmeiers unterwendet hatten, die wenig später 150 Meter Vorsprung herausgeholt hatten. Obwohl die Brüder von Rang drei an der ersten Luvtonne noch vier Boote verloren, schien die nationale Ausscheidung in der schnellsten olympischen Klasse wieder offen, weil Polgar/Spalteholtz am Ende des Felds landeten.

“Uns hat das jedoch überhaupt nicht nervös gemacht", betonte Polgar eine eigene mentale Stärke, die zum Trumpf-As des Tages werden sollte. Die Favoriten für die Fahrkarten nach China hatten sofort die richtige Antwort parat und stellten bei auffrischender Brise bis Stärke fünf den alten Abstand wieder her. Auf Gesamtrang eins schoben sich Fernando Echavarri und Anton Paz aus Spanien. “Wir haben den Dämpfer sofort verdrängt und sind befreit ein neues, eigenes Rennen gestartet, in dem alles viel besser geklappt hat", so Polgar zufrieden, “und dennoch sind wir gewarnt, dass ein überraschender Winddreher im Segeln alles auf den Kopf stellen kann. Wir bleiben die nächsten Tage auf der Hut."

Bei den Yngling-Frauen herrschten gemischte Gefühle. Nach der Führung am ersten Tag rangiert das Trio Schümann/Bleck/Höpfner nach vier Wettfahrten punktgleich mit den Norwegerinnen Sundby/Fredriksen/Koefoed auf dem zweiten Gesamtrang sechs Zähler hinter den Finninnen Lehtinen/Klemetz/Varismaa. “Wir waren nicht so ganz glücklich", erzählte Ulrike Schümann. “Im ersten Rennen sind wir eine supergute Kreuz gefahren, waren an der Luvtonne noch Vierte, aber dann haben wir auf dem Vorwindgang acht Schiffe verloren", so die Steuerfrau, “das war total ärgerlich". Dafür lief das zweite Rennen besser und brachte nur fünf Zähler ein. “Die Bedingungen waren sehr wechselhaft, aber wir hätten lieber noch eine Wettfahrt gesegelt, denn am Dienstag soll es bis zu 35 Knoten also Stärke acht wehen", sagte Schümann.

Weniger Wind bedeutet bessere Platzierungen, so einfach scheint die Gleichung bei den Europameisterinnen der 470er-Frauen zu sein. Bei Leichtwind seit Jahren kaum zu schlagen, hält das pinta racing team inzwischen auch bei mittleren Windstärken mit der Weltspitze besser mit. “Unser Bootsspeed ist kein Vergleich mehr zu Vorjahr", freute sich Steffi Rothweiler, “nur vor dem Wind hatten wir im ersten Tagesrennen noch Probleme." Für sei das auch im Hinblick auf Olympia wichtig. Denn obwohl in Qingdao allenthalben eine schwache Brise erwartet wird, ist ein wetterbedingter Ausreißer nicht ausgeschlossen. “Und dann dürfen wir uns keine dicken Ausrutscher leisten, wenn wir dort eine Medaille gewinnen wollen", so die Steuerfrau. Die Gesamtführung übernahmen Ingrid Petit Jean und Nadége Douroux aus Frankreich.

Vier Tagesrennen bedeuteten volles Programm in der 49er-Klasse. Zweimal hui und zweimal pfui lautete die Bilanz von Jan und Hannes Peckolt. Das T-Systems Team 2008 segelte die Serie 7, 14, 4, 13, ist aber nur drei Punkte von den Top Ten entfernt, die am Ende ins finale Medaillenrennen gehen werden. An der Spitze liegen die Ukrainer Luka/Leonchuk knapp vor Martinez/Fernandez aus Spanien. Das zweite T-Systems Team 2008 mit Marcus Baur und Hannes Baumann (Kiel) ist 22.

“Wir hatten den ganzen Tag Überdruck und sind im letzten Rennen sogar einmal gekentert³, berichtete Hannes Peckolt, “unterm Strich ist das bislang zu viel Wind, um derzeit mit den besten mitzufahren." Typisch war der vierte Platz nach einem 1a-Start und idealer Taktik. “Unter normalen Umständen gewinnen wir so ein Rennen", so der Vorschoter, “aber uns fahren hier einige einfach über den Schlappen." Die Peckolts sind bereits voll auf Leichtwind getrimmt und nehmen die Nachteile während der konzentrierten Olympiavorbereitung bewusst in Kauf.

Segeln in Zahlen
2. Tag der 40. Semaine Olympique Francaise in Hyères/Frankreich

Tornado
1. Fernando Echavarri/Anton Paz (Spanien) 13 Punkte
2. Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (Niederlande) 19
3. Darren Bundock/Glenn Ashby (Australien) 20
4. Leigh McMillan/Will Howden (Großbritannien)24
5. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 28
6. Carolin Brouwer/Sebastian Godefroid (Belgien) 29
...
14. Tino und Nico Mittelmeier (Überlingen) 51

Yngling
1. Lehtinen/Klemetz/Varesmaa (Finnland) 14 Punkte
2. Schümann/Bleck/Höpfner (Berlin) 20
3. Sundby/Frederiksen/Koefoed (Norwegen) 20
4. Ayton/Wilson/Webb (Großbritannien) 21
5. Barkow/Howe/Capozzi (USA) 33
6. Le Berre/Ponsar/Deplanque (Frankreich) 33

470er-Frauen
1. Ingrid Petit Jean/Nadége Douroux (Frankreich) 12 Punkte
2. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 19
3. Ferna Maria Sesto/Consuelo Monsegur (Argentinien) 27
4. Yineng Hunag/Yinjuan Shen (China) 28
5. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 30
6. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 44
7. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 45

49er
1. Rodion Luka/George Leonchuk (Ukraine) 6 Punkte
2. Iker Martinez/Xavier Fernandez (Spanien) 7
3. Simon Hiscocks/Dave Evans (Großbritannien)11
4. Marcin Czajkowski/Krzysztof Kierkowski (Polen) 12
5. Nico Delle Karth/Niko Resch (Österreich) 15
6. Chris Rast/Tim Wadlow (USA) 15
..
15. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 28
..
22. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel) 33

IOI-World Cup beim SMCF

22.04.08 - Friedrichshafen ­ (st) Am Bodensee hat sich die knapp zehn Meter lange Aphrodite IOI als schnelles und vielseitiges Regatta- und Freizeitschiff etabliert. Etwa 140 dieser Yachten sind hier stationiert. Für sie, aber auch Schiffe von anderen Seen und Ländern ist der Mittelpunkt des Jahreskalenders 2008 Friedrichshafen ­ hier richtet der SMCF Ende August den World Cup dieser Bootsklasse aus. Es werden 35-40 Yachten erwartet, auch Mannschaften aus Ländern wie Dänemark, Schweden und Polen.

Friedrichshafens Oberbürgermeister Joseph Büchelmeier, Schirmherr der Veranstaltung, wird die Veranstaltung am Donnerstag, 28. August um 18:30 Uhr an der Schussen, dem SMCF-Vereinsheim im hinteren BSB-Hafen, eröffnen. Freitag, Samstag und eventuell Sonntag werden dann bis zu acht Wettfahrten ausgetragen. Siegerehrung ist am Sonntag nach der letzten Wettfahrt. Donnerstag- und Freitagabend wird im Festzelt des SMCF an der Schussen für Unterhaltung gesorgt, am Samstagabend findet ein Seglerball im Graf-Zeppelin-Haus statt.Der SMCF freut sich, diese hochkarätige Veranstaltung in Friedrichshafen veranstalten zu können.

Dank der Häfler Industrie, die sich rege mit Anzeigen im Programmheft und diversem Sponsoring beteiligte, kann den Teilnehmern aus nah und fern ein interessantes und ansprechendes Programm und professionelle Regattaleitung geboten werden.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter http://www.smcf.de/

25. Friedrichshafener Segelwochen: 3 Vereine, 8 Regatten

22.04.08 - 1986 wurde die Friedrichshafener Segelwoche erstmals von allen drei Friedrichshafener Segelclubs durchgeführt; seither wird dieses Ereignis im jährlich wechselnden Turnus von SMCF, WYC (Württembergischer Yachtclub) und WVF (Wassersportverein Fischbach) durchgeführt. Im Jubiläumsjahr ist wieder einmal der Segel-Motorbootclub Friedrichshafen (SMCF), auf dessen Initiative die Segelwochen zurückgehen, federführend. Im Zeitraum vom 26. April bis zum 15. Juni finden acht Regatten statt, die von der Jolle bis zur großen Regattayacht alle Segelboote umfasst und ihre Eigner anspricht.

Der WYC eröffnet den Regattareigen mit der Claude-Dornier-Regatta, die am 26. und 27. April für vier Jollenklassen stattfindet. Am 1.-3. Mai herrscht Hochbetrieb beim WVF, wenn die 20er Jollenkreuzer den Bodensee-Cup aussegeln und parallel dazu der Deutschland-Pokal der First Class 8 stattfindet ­ Zwei Einheitsklassen, die spannende Rennen versprechen. Nach den Handicapformeln ORC und Yardstick wird dagegen die Graf-Zeppelin-Regatta des SMCF entschieden, es können also sehr verschiedene Yachten gegeneinander segeln.

30. Mai bis 1. Juni: Der WVF ruft die OK-Jollen zu ihrer internationalen Deutschen Meisterschaft nach Fischbach. Auch die Regatta der Einhandjollen, also von einer Person bewegten Boote, findet an diesem Wochenende in Fischbach statt. Fast parallel dazu treffen sich am 31. Mai und 1. Juni die eleganten 30er Schärenkreuzer, die Dynamic 35, die H-Boote und die Rommel 33 zur Pokalregatta des WYC vor der Friedrichshafener Altstadt. Den Abschluss bilden die jüngsten Segler, die am 15.-15. Juni beim Seemooser Opti-/Teeny-Pokal teilnehmen.

Die kleinsten Teilnehmer sind hier acht Jahre alt ­ eine gute Vorbereitung für eine lange und erfolgreiche Seglerkarriere.An den Regatten nehmen insgesamt mehrere hundert Schiffe teil, was bedeutet, dass etwa tausend Segler nach Friedrichshafen kommen. Je nach Transportfähigkeit der Schiffe ­ Jollen sind nun einmal einfacher zu transportieren als die über zehn Meter langen und mehrere Tonnen schweren 30er Schärenkreuzer ­ kommen die Segler aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland. Nichtsdestotrotz nehmen auch einige der Yachteigner die Mühen auf sich, vor der herrlichen Kulisse der Alpen ihrem Wassersport zu frönen.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter http://www.smcf.de/

SMCF erwartet großes Teilnehmerfeld bei der...

22.04.08 - Friedrichshafen ­ (st) Der SMCF veranstaltet am 17. Mai 2008 im Rahmen der Friedrichshafener Segelwochen die Graf-Zeppelin-Regatta. Friedrichshafen ­ Immenstaad ­ Utwil und zurück ist die traditionelle Regattabahn dieser in diesem Jahr zum 32. Mal ausgetragenen Veranstaltungen.

Zur Graf-Zeppelin-Regatta werden wie in jedem Jahr um die 50 Boote erwartet. Segler aus allen drei Bodensee-Anrainerstaaten werden teilnehmen, mit einer Bootspalette vom kleinen, wendigen Sportboot bis hin zu über zwölf Meter langen IMS-Rennyachten, die gewaltige Spinnaker mit fast 300 Quadratmetern setzen können. Nach zwei eher flauen Jahren verlangte die letztjährige Regatta den Seglern ihr ganzes Können ab, bis zu acht Windstärken bliesen die Boote um den Kurs.

Wettfahrtleiter Chris Schmid wird die Segler am 17. Mai um 10:15 Uhr auf die Strecke schicken und hofft gemeinsam mit den Helfern des SMCF, die unter anderem an den Wendemarken ausharren müssen, bis die letzte Yacht gerundet hat, wieder auf guten Wind. Nach der Regatta wird die Crew vom Clubhaus "Schussen" die Segler mit Speisen und Getränken versorgen und ihnen so die Zeit bis zur Siegerehrung verkürzen.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter http://www.smcf.de/.

Montag, 21. April 2008

Mit dem Kat auf die Mainau

21.04.08 - Ab 1. Mai 2008 bieten die Bodensee-Schiffsbetriebe und die Vorarlberg Lines- Bodenseeschifffahrt neue Ausflugsfahrten mit dem Katamaran von Bregenz und Lindau nach Meersburg und zur Insel Mainau an.

Die Fahrt mit dem schnellen Doppelrumpf von Bregenz bis zur Blumeninsel dauert nur 1,5 Stunden. So bleibt bis zur Rückfahrt am Abend genügend Zeit, die Mainau zu genießen. Mittwochs, sonntags und feiertags fährt der Katamaran morgens zur Blumeninsel und abends wieder zurück. Die Mainaubesucher können auch mit einem Kursschiff der BSB abends zurückfahren. Abfahrt in Bregenz ist um 9.25 Uhr und in Lindau um 9.45 Uhr. Fahrkarten sind am Schalter der Vorarlberg-Lines in Bregenz und der Bodensee-Schiffsbetriebe in Lindau zu erwerben.

2:0 für Polgar/Spalteholz in der Olympiaausscheidung

21.04.08 - Tornado-Crew überlegen / Gesamtführung für Schümann-Crew im Yngling HYÈRES. Den Auftakt der Olympiaausscheidung in der Tornado-Klasse entschieden Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) am Sonntag (20. April) bei der internationalen Segelwoche im südfranzösischen Hyères klar für sich. Mit einem fünften und zweiten Platz stach das T-Systems Team 2008 die Brüder Nico und Tino Mittelmeier aus Überlingen, die zweimal 15. wurden, bei Starkwind klar aus. Erste Spitzenreiterinnen in der Yngling-Klasse sind Ulrike Schümann, Julia Bleck und Ute Höpfer aus Berlin, während die 470er-Frauen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team mit den stürmischen Bedingungen zu kämpfen hatten und Zwölfte sind. Mit Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) liegen im 49er auf Rang vier.

"Das war ein Start nach Maß, ganz nach unserem Geschmack", freute sich Johannes Polgar ebenfalls über Gesamtplatz vier nur einen Punkt hinter den ersten Drei. Er sei selbst überrascht gewesen, wie gut sie mit den Schwerwetterspezialisten mithalten konnten, meinte der Steuermann, denn erst frische, dann starke östliche Winde hatten an der Mittelmeerküste eine "steile, fiese Welle" aufgebaut. Polgar: "An sich sind wir die besten Allrounder der Tornadosegler, doch wir haben uns technisch auch bei solchen extremen Bedingungen zuletzt enorm verbessert."

Obwohl die als Leichtwindasse geltenden Mittelmeiers für den entscheidenden Wettkampf um die deutschen Olympiafahrkarten nochmal an Gewicht zugelegt haben, kamen sie nur im hinteren Feld der 21 Teilnehmer an und sind Gesamt-16. "Bis zur Entscheidung am Freitag ist es aber noch ein langer Weg", warnte sich Florian Spalteholtz vor Selbstsicherheit oder gar Leichtsinn. Wenn sie weiter so konzentriert zu Werke gingen und das Material den hohen Belastungen standhalte, blieben Polgar/Spalteholtz jedoch für den weiteren Verlauf der Ausscheidung zuversichtlich.

"Total happy" war Ulli Schümann nach dem ersten Tag bei “unterirdischen Bedingungen³. Mit einem Setup, das für den erwarteten Leichtwind bei den Spielen im August in Qingdao getestet werden soll, "waren wir mit wenigen Trimmänderungen super-schnell", sagte die Steuerfrau. Hinzu kamen zwei gelungene Starts, und das T-System Team 2008 dominierte mit seiner Bootsgeschwindigkeit das erste Rennen. Nach einem zweiten Platz danach übernahm es die Führung vor den Topfavoritinnen um Olympiasiegerin Sarah Ayton aus Großbritannien. "Jetzt müssen wir noch unserem eingerissenen Spi reparieren, und dann geht es morgen wieder zur Sache", meinte die Berlinerin.

Trotz des zwölften Rangs war das pinta racing team Rothweiler/Kussatz durchaus zufrieden. “Leider war der Wind so stark, das wir zwischenzeitig nur noch darauf achten konnten, nicht zu kentern, statt wirklich nach vorn zu fahren", berichtete die Steuerfrau, “um uns herum sind andere umgefallen wie die Fliegen." Besonders die steile Welle und Böen bis Stärke sieben bei Dauerregen hätten den 470er-Frauen zu schaffen gemacht. “Immerhin trainieren diese Verhältnisse uns, und die Starkwindexpertinnen können sich nicht bei Leichtwind verbessern", gewann Steffi Rothweiler den unwirtlichen Bedingungen etwas Positives ab.

“Wir haben in unsrer Startgruppe nur ein einziges Rennen gefahren, aber das war wirklich schon Kampf", meint Hannes Peckolt, der mit seinem Bruder und Steuermann Jan die Olympiaqualifikation im 49er bereits in der Tasche hat, und die Woche in Frankreich als Vorbereitungstraining nutzt. “Wir sind mit dem vierten Platz total zufrieden", erzählt der erschöpfte Vorschoter. “Unser Bootshandling war sehr gut, und wir haben es geschafft, stehen zu bleiben." Das konnten nur vier oder fünf Teams von sich behaupten. Die meisten kenterten, es gab einige Mastbrüche und viel Materialschaden. Auch Marcus Baur und Hannes Baumann behaupteten sich und wurden Siebte.

Segeln in Zahlen
1. Tag der 40. Semaine Olympique Francaise in Hyères/Frankreich

Tornado
1. Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (Niederlande) 6 Punkte
2. Carolin Brouwer/Sebastian Godefroid (Belgien) 6
3. Fernando Echavarri/Anton Paz (Spanien) 6
4. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 7
5. Francesco Marcolini/Edoardo Bianchi (Italien) 9
6. Leigh McMillan/Will Howden (Großbritannien) 13
...
16. Tino und Nico Mittelmeier (Überlingen) 30

Yngling
1. Schümann/Bleck/Höpfner (Berlin) 3 Punkte
2. Ayton/Wilson/Webb (Großbritannien) 3
3. Lehtinen/Klemetz/Varesmaa (Finnland) 6
4. Barkow/Howe/Capozzi (USA) 7
5. Sundby/Frederiksen/Koefoed (Norwegen) 13
6. Skudina/Krutskikh/Ivanova (Russland) 14

470er-Frauen
1. Marcelien de Kining/Lobke Berkhout (Niederlande) 4 Punkte
2. Ingrid Petit Jean/Nadége Douroux (Frankreich) 6
3. Yineng Hunag/Yinjuan Shen (China) 11
4. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 14
5. Ferna Maria Sesto/Consuelo Monsegur (Argentinien) 17
6. Marie Menaldo/Hélène Defrance (Frankreich) 18
...
12. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 26

49er
1. Marcin Czajkowski/ Krzysztof Kierkowski (Polen)
2. Xabier Fernandez/Iker Martinez (Spanien)
3. Gordon Cook/Ben Remocker (Kanada)
4. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel)
5. Dave Evans/Simon Hiscocks (Großbritannien)
6. Chris Rashley/Matt Gotrel (Großbritannien)
7. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel)

Freitag, 18. April 2008

MRG + America's Cup im Visier: Wieser will es wissen

18.04.08 - Langenargen. Auf dem Papier sind die Favoriten für das Match Race Germany klar: Mathieu Richard (Frankreich) und Ian Williams (Großbritannien) kommen als Weltranglisten-Erster und als amtierender Weltmeister an den Bodensee. Beide ringen seit einem Jahr um die Krone der Matchrace-Weltelite. Beide wollen sich für eine mögliche Profi-Zukunft im America´s Cup von ihrer besten Seite zeigen. Und beide haben den Winter über hart trainiert, um optimal in die Saison 2008 durchstarten zu können.

Doch da ist neben anderen heißen Kandidaten ­ acht Steuermänner aus den Top Ten der Weltmrangliste treten an - auch noch der Starnberger Matchrace-Spezialist Markus Wieser. Der ist seit mehr als zehn Jahren erfolgreichster deutscher Starter in der Duell-Disziplin des Segelsports. Der 44 Jahre alte Vater von vier Töchtern startet gerade noch einmal voll durch, nachdem er selbst schon einmal die Nummer drei der Weltrangliste war. Allein im vergangenen Jahr heimste er vier Titel ein: Weltmeister IMS, Europameister Drachen, Deutscher Meister Matchrace und Deutscher Meister IMS.

“Wir wären auch gerne beim Match Race Germany die schnellsten", sagt Wieser, der mit Thomas Auracher, Philipp Rotermund, Tom Baranowski und Jacek Wysocki an den Bodensee kommt. Parallel bereitet sich Wieser auf einen Start im 34. America´s Cup mit dem Team Sea Dubai vor. Damit würde für den Bayern ein lang gehegter Traum in Erfüllung gehen. Doch zunächst geht es um den Deutschen Grand Prix der besten Matchracer der Welt. Den hat Wieser zuletzt 2001 gewonnen. Damals besiegte er Deutschlands Segelikone Jochen Schümann im dramatischen Finale mit 3:2.

“Unser Feld ist in diesem Jahr dank enormem Interesse der Skipper unglaublich gut besetzt, wir sind überglücklich", sagt Veranstalter Eberhard Magg, “das dürfte ein ganz besonders spannendes Pfingstwochenende werden."

Was für die Duelle auf dem Wasser gilt, findet auch an Land ein würdiges Echo: Die Zeltstadt an der Bilderbuchpromenade Langenargens bietet Vergnügen für jeden Geschmack. Das bestätigt auch Organisationschef Harald Thierer: “Es wird ein frischer Wind in unserem neuen Race Village wehen: Das Catering steht unter dem Motto “Küche der Regionen", das Rahmenprogramm bietet Höhepunkte für die ganze Familie."

Dazu zählt eine Charity-Veranstaltung in Kooperation mit der FIDS-Stiftung für behinderte Menschen und der Jugendabteilung des Yacht-Club Langenargen. Gemeinsam werden die Organisatoren mit behinderten und nicht-behinderten Kindern ein Original-Segel einer Matchrace-Yacht bemalen. Dazu haben alle Kinder die Möglichkeit, auf einem Opti erste Segelerfahrung zu sammeln. Die Aktion ist für Teilnehmer kostenlos. Die Veranstalter würden sich aber über Spenden der Eltern für FIDS-Projekte sehr freuen.

VIP-Spaß für jedermann wird im “Breeze In³ geboten: Das exklusive Zelt am Wasser öffnet erstmals am Freitag und Samstag seine Pforten nicht nur für geladene Gäste, sondern für alle Zuschauer, die Lust auf einen Platz in der ersten Reihe und gutes Essen haben.

Mit dem Zweiten sieht man besser ­ das Motto gilt auch für ZDF-Reporter Nils Kaben. Der neue Mann am Mikro im roten Feuerwehrmobil leiht seine Stimme erstmals dem Match Race Germany. Der 40 Jahre alte Segel- und Fußball-Experte arbeitet seit 1990 für das ZDF, war seitdem bei allen Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften im Einsatz. Als ehemaliger DDR-Vize-Meister im 420er (1986) hat er aber auch intensiv von olympischen Segelregatten und über den America´s Cup berichtet. Kaben ist im ZDF einer der Anker des Segelsports. In Langenargen wird er die Regatta live kommentieren und sechs Tage lang prominente Gäste zum Match Race Germany, aber auch zu den Olympischen Spielen und den aktuellen America´s Cup-Ereignissen interviewen.

Den sportlichen Wert des seglerischen Pfingsfestes am Bodensee unterstreichen die namhaften Schirmherren: Der dreimalige Olympiasieger und zweimalige America´s Cup-Gewinner Jochen Schümann und DSV-Präsident Rolf Bähr teilen sich die Ehre. Schümann sagt: “ Meine Bewunderung gilt den Organisatoren schon lange, denn sie haben mit ihrem Grand Prix einen kleinen Diamanten geschaffen, der im elften Jahr gut geschliffen und funkelnd daher kommt. Das Match Race Germany ist als Deutschlands einzige hochkarätige Matchrace-Serie längst ein Magnet für internationale Top-Teams, America´s Cup-Segler, Olympiasieger und Weltmeister. Immer, wenn ich selbst am Bodensee dabei sein kann, schlägt mir hier Herzlichkeit, Begeisterung und viel Leidenschaft für den Segelsport und das Matchracing insbesondere entgegen."

Von so viel Engagement profitiert einmal mehr auch die Region. Teilnehmer und Gäste, insgesamt bis zu 35.000 Zuschauer, bringen viel Leben in das “St. Tropez am Bodensee". Im elften Jahr zählt das Match Race Germany zu den größten Veranstaltungen der Bodensee-Region und lässt die Herzen der Gastgeber höher schlagen.

Starterliste:
Matthieu Richard FRA Weltranglistenposition ISAF 1 SABA Sailing Team
Ian Williams GBR Amtierender Weltmeister ISAF 2 Team Pindar
Paolo Cian ITA ISAF 3 Team Shosholoza Bjorn Hansen SWE ISAF 4 Alandia Sailing Team
Sebastian Col FRA ISAF 5 K-Challenge Damien Iehl FRA ISAF 6 French Team
Peter Wibroe DEN ISAF 9 Team Wibroe
Staffan Lindberg FIN ISAF 10 Alandia Sailing Team
Eric Monin SUI ISAF 13 Qualifier Bodensee Team Search.ch
Adam Minoprio NZL ISAF 25 Emirates New Zealand
Markus Wieser GER ISAF 55 Qualifier Berlin Match Race Team Sea Dubai
Jes Gram Hansen DEN ISAF 109 Trifork Racing

Olympiaticket für die WM-Fünften Pickel/Borkowski

18.04.08 - MIAMI. Der Kieler Marc Pickel und Ingo Borkowski aus Babelsberg werden in der Starboot-Klasse die deutschen Farben bei den XXVI. Olympischen Sommerspielen in China vertreten. Bei der Weltmeisterschaft wurde das pinta racing team am Donnerstag (17. April) in Miami/USA Fünfter, während Robert Stanjek und Markus Koy (Hamburg) als 21. eine Ausscheidung um die Fahrkarten zu den Segelwettbewerben in Qingdao klar verpassten. Sie hätten mindestens Zehnte werden müssen. Neue Weltmeister wurden die Polen Mateusz Kusznierewicz und Dominik Zycki vor Diego Negri/Luigi Viale (Italien) und den Titelverteidigern Robert Scheidt und Bruno Prada aus Brasilien.

„Wir sind insgesamt hochzufrieden, auch wenn wir natürlich gerne eine Medaille gewonnen hätten“, meinte Marc Pickel nach der letzten Wettfahrt, die ihn auf den elften Platz geführt hatte. Rang fünf ist die beste WM-Platzierung des 36-Jährigen Kielers in seiner Starbootkarriere. „Für die Top Drei brauchen wir auch etwas mehr Glück, und das sparen wir uns lieber noch auf“, meinte er mit einem Augenzwinkern im Hinblick auf Olympia.

Das Duo vom Kieler Yacht-Club und Yacht-Club Berlin-Grünau hatte die Qualifikationsnormen als einzige deutsche Mannschaft bereits im vorigen Jahr erfüllt, musste aber abwarten, ob noch ein Konkurrent nachzieht. Für beide werden es nach 2000 die zweiten Olympischen Spiele. Ingo Borkowski hatte in Sydney/Australien an Bord von Jochen Schümann mit Gunnar Bahr im Soling eine Silbermedaille gewonnen. Edelmetall ist auch das Ziel für die Wettfahrten im August. Pickel: „Wir sind jetzt einen Schritt weiter, aber noch lange nicht am Ziel.“

Die letzte WM-Wettfahrt auf dem Atlantik vor der Küste Floridas hatte es nochmal in sich. Bei leichten Winden starteten Pickel/Borkowski zwar nur in zweiter Reihe, lagen aber nach grandioser Startkreuz als Vierte auf Medaillenkurs. Doch eine frische Brise auf der Vorwindstrecke erwischte die Mannschaft auf der benachteiligten linken Seite der Regattabahn und warf sie vorübergehend hinter die Top 20 zurück. „Das war überhaupt nicht zu erahnen, denn bei der Wendemarke war die andere Seite noch besser“, erklärte der Steuermann. Diese Bö war wiederum die Rettung für die Polen und die Brasilianer, die nach dem ersten Teilstück scheinbar aussichtlos zurückgelegen hatten.

„Auf diese Chance haben wir gehofft und gewartet“, meinte der Weltmeister Kusznierewicz, „und dann haben wir uns den Titel auch nicht mehr nehmen lassen.“ Die Polen waren mit zwei sensationellen Tagessiegen in die WM gestartet, mussten dann aber als 44. auch einen Rückschlag hinnehmen. „Es waren drei harte Rennen gegen die besten Segler der Welt“, dankte der Steuermann seinen Gegnern, und meinte besonders auch das pinta racing team.

Die beste deutsche Mannschaft segelte nach einer Frühstartdisqualifikation nach dem zweiten Rennen mit dem Rücken zur Wand. Wäre später nicht noch ein Materialproblem mit einer gebrochenen Segellatte bei Starkwind hinzugekommen, hätten Marc Pickel und Ingo Borkowski wohl das WM-Treppchen erklommen. In jedem Fall setzten sie ein deutliches Zeichen, dass sie zurzeit ohne Wenn und Aber die richtige Mannschaft für Olympia sind.

Reine Formsache dürfte ein so genannter zeitnaher Leistungsnachweis werden, den Pickel/Borkowski laut Qualiregeln des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) noch erbringen müssen. Dafür – darauf hatten sich die Betroffenen vorher geeinigt – galt die WM nämlich nicht. Nun muss das pinta racing team beim Goldenen Pfingstbusch in Kiel vor der Haustür des Steuermanns unter die ersten Zwölf kommen. Da kaum mehr Teilnehmer erwartet werden, ist das an sich ein überflüssiger Selbstgänger.

„Wir sind um Pfingsten herum sowieso in Kiel und testen unser neues Boot“, meinte Ingo Borkowski, „ob wir dann auch noch ein paar Wettfahrten segeln, spielt eigentlich keine Rolle“. Einen sportlichen Wert habe das jedoch weniger. Während die Nominierung also gesichert scheint, geht die konzentrierte Vorbereitung auf die Spiele weiter. „Dafür war es wichtig, nicht auch noch Ende Mai eine Ausscheidung segeln zu müssen.“

Mitte Mai geht das neue, vom gelernten Bootsbauer Pickel in seiner Kieler Werft am Nordostseekanal selbst gefertigte Starboot auf die Reise nach China. Dort wird im Juni bereits trainiert, ehe die Kieler Woche als Heimspiel der letzte Regattaauftritt vor den Spielen werden soll. „Wir haben noch einige Segeltests auf dem Programm und wollen uns speziell auf den erwarteten Leichtwind vor Qingdao einstellen“, so das pinta racing team abschließend.

Endstand >

Donnerstag, 17. April 2008

KN: Ausstellung Napoleon III. - Der Kaiser vom Bodensee

17.04.08 - Ausstellung "Napoleon III. - Der Kaiser vom Bodensee" im Kulturzentrum am Münster - Napoleons Kutsche in Konstanz eingetroffen.

Die Kutsche, in der Frankreichs letzter Herrscher Napoleon III. im deutsch-französischen Krieg 1870 zur Kapitulation fuhr, ist ab Sonntag neben vielen anderen Exponaten in der großen Napoleon-Ausstellung im Kulturzentrum am Münster zu sehen. Museumschef Tobias Engelsing und Kutschen-Sammler Robert Sallmann begleiten das wertvolle Exponat in den Ausstellungssaal im Haus ,,Zur Katz".

Am 20. April wird das deutsch-schweizerische Ausstellungsprojekt der Städtischen Museen Konstanz und des Napoleon-Museums Schloss Arenenberg aus Anlass des 200. Geburtstags des letzten französischen Herrschers Napoleon III. mit einer Feier im Konzil eröffnet. Die beiden Museen erinnern kritisch und auch mit Ironie an eine prägende historische Gestalt vor allem der deutsch-französischen Geschichte und daran, dass dieser "Kaiser der Franzosen", wie er sich nannte, immerhin 23 Jahre seines Lebens mit Unterbrechungen am Bodensee lebte und die deutsch-schweizerische Grenzregion zeitlebens als seine Heimat bezeichnete. Baden und Württemberg blieben auch nach dem Ende des ersten Napoleon mit Frankreich und den Bonapartes vielfach, vor allem familiär, verbunden. Entsprechend groß ist der Andrang zur offiziellen Eröffnung für geladene Repräsentanten der Grenzregion. Neben Politikern und französischen Gästen sind auch beide ehemalige Herrscherhäuser im Konzil präsent: Carl Herzog von Württemberg und Bernhard Erbprinz von Baden, beide familiär auch mit den Bonapartes verbunden, besuchen die Eröffnungsfeier.

Ab Sonntag geöffnet
Die Ausstellung im derzeit noch gerüstverhangenen Kulturzentrum am Münster ist am Sonntag, 20. April ab 10 Uhr bis 17 Uhr erstmals geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familien 7 Euro. Ein ausführliches Rahmenprogramm für die Laufzeit bis 19. Oktober mit Führungen, Stadtspaziergängen und Kinderangeboten liegt gedruckt und online
(www.konstanz.de) vor.