Donnerstag, 13. Mai 2010

Nach 3 Läufen führt das Team von Greg Cockburn vom Royal Canadian Yacht Club

13.05.10 - 2 Windstärken, zuerst aus Süd und im zweiten Lauf nach West drehend ermöglichten am Donnerstag, 13. Mai drei Wettfahrten. Im Zwischenklassement führt CAN 1418 - Greg Cockburn/Hal Ebert/Peter Aker mit zwei dritten Plätzen und einem Laufsieg mit einem Punkt vor AUT 8 Ernst Felsecker/Klaus Kratochwill/Franz Gratzel mit den Rängen 1/4/3. Auf dem dritten Zwischenrang mit zwei Punkten Rückstand folgt der Titelverteidiger David Foy (CAN 815).

Nach den drei regnerisch kalten Wettfahrten freuten sich die Teilnehmer auf eine heisse Suppe und Spaghetti im geheizten Clubhaus.

Zwischenrangliste >

Shark worlds 2010: Am ersten Tag kein Wind

13.05.10 - Peter Bär, Chef Sportamt Kanton Thurgau, Dorena Raggenbass, Stadträtin Kreuzlingen und Andreas Giger, Präsident des Yacht Club Kreuzlingen, begrüssen die Segler und anwesenden Gäste und ganz besonders die kanadischen Segler zur Weltmeisterschaft der Shark24 vor Kreuzlingen. Die Meisterschaft ist somit offiziell eröffnet und bis Sonntag, 16. Mai wird um den WM Titel gesegelt. Am ersten Tag warteten die Teilnehmer vergebens auf Wind.


Foto: Claudia Somm YCK; weitere Fotos >

Link auf Südwestfunk >

Mittwoch, 12. Mai 2010

Überraschungen gab es heute am ersten Tag der Europameisterschaft im Match Race

12.05.10 - Der Deutsche Stefan Meister siegte in vier seiner fünf Läufe und liegt damit in der Gruppe A derzeit in Führung. Er konnte sich somit gegen den höchstgesetzten Franzosen Morvan ( Platz 14 auf der Weltrangliste) durchsetzen.


Stefan Meister

Bei den Frauen schlug die Russin Ekaterina Skudina gleich fünf Mal zu. Aus allen fünf Läufen ihrer Gruppe ging sie als Siegerin hervor. Damit liegt sie derzeit vor der favorisierten Britin Macgregor, die zwei Niederlagen einstecken musste.

Donnerstag und Freitag wird die Round Robin fortgesetzt werden, die Finalläufe folgen am Samstag.


Scudina vs. Mac Gregor

Dienstag, 11. Mai 2010

Komplettes Nationalteam vor Kiel

11.05.10 - Mit Audi, HSH Nordbank, Veolia und der boot auf sicherem Kurs, Generationskampf auf dem Surfbrett und segeln, segeln, segeln.

„Die Kieler Woche hat natürlich einen ganz besonderen Stellenwert für uns als deutsche Aktive“, spricht Moana Delle, Surferin im deutschen Nationanteam, für die gesamte deutsche Nationalmannschaft, die komplett zur 128 Jahre jungen Kieler Woche antritt. „Das erwarten wir auch von unserem Nationalteam“, unterstreicht die Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes, Nadine Stegenwalner, das Alleinstellungsmerkmal der Kieler Woche (19. bis 27. Juni). Auf heimischem Revier wollen die deutschen Stars zeigen, dass sie der internationalen, hochkarätigen Konkurrenz vor Kiel Paroli bieten und damit auch beim ISAF Sailing World Cup bestehen können. Vom 19. bis 23. Juni treten die zehn olympischen und die paralympische Klasse 2.4mR an, bevor ab Donnerstag, 24. Juni, bis Sonntag, 27. Juni, in 15 internationalen Klassen um Kieler-Woche-Titel gesegelt wird. Insgesamt 5000 Aktive aus 50 Nationen werden zur Kieler Woche 2010 erwartet. Die 2000 Boote aus 50 Nationen werden an den neun Tagen auf zehn Regattabahnen 400 Starts absolvieren.

Segeln, Segeln, Segeln - so lautet das Motto der Kieler Woche 2010 auf dem Wasser. „Wir haben auf Vorgaben, wie viele Wettfahrten an einem Tag und wie viele Wettfahrten insgesamt gesegelt werden dürfen, verzichtet, um so mehr Möglichkeiten zu haben, segeln zu lassen“, so Organisationsleiter Jobst Richter. Zehn Regattabahnen auf und vor der Kieler Förde bieten genügend Platz für diese Segelfülle, die kein anderes Revier bietet. Nur Wind und Wetter werden die Anzahl der Regatten bestimmen, nicht übertriebene Einschränkungen, Platzmangel oder zu wenig Wettfahrtleitungen.

„Wir sind Dienstleister für die Segler und Seglerinnen aus aller Welt. Entscheidungen für die Aktiven und für das Segeln können nie falsch sein. Mehr Segeln heißt für die Aktiven auch mehr Spaß“, so Richter zum Kieler Selbstbewusstsein. Dabei muss allerdings auch Kiel auf die Vorgaben der Klassen achten, denn die Begrenzungen dienen ja auch dem Schutz der Gesundheit der Aktiven. Das Regelwerk sieht in einigen olympischen und internationalen Klassen teilweise nur zwei oder drei Wettfahrten am Tag vor.

Ganz besonders heiß auf Kiel sind Lennart Briesenick-Pudenz/Morten Massmann (Flensburg) und Moana Delle (Kiel). Für sie geht es um die Titelverteidigung. Die 49er-Segler und die R:SX-Surferin waren die deutschen Kieler-Woche-Goldmedaillengewinner 2009. „Es war überwältigend, in Kiel zu siegen. Dazu war es auch unser erster Welt Cup Sieg und dann vor heimischem Publikum. Das Medal Race bei besten Bedingungen für Segler und Zuschauer werden wir nie vergessen“, schwärmt Lennart Briesenick-Pudenz vom Kieler Woche-Sieg. „Klar war es ein besonders gutes Gefühl. Es ist immer schön, wenn man eine Regatta gewinnen kann. Zu Hause ist das dann noch mal schöner“, erinnert sich auch Moana Delle gern zurück. Eine ihrer größten Konkurrentinnen wird die Silbermedaillengewinnerin von Sydney (Australien/2000), Amelie Lux, sein. Die 33jährige wagt wie Michael Schumacher in der Formel Eins noch einmal den Wiedereinstieg und will es den jungen Wilden zeigen.

Damit die Zuschauer an Land mehr von diesem innerdeutschen Zweikampf und dem Stelldichein der Weltelite mitbekommen, wird modernste Technik eingesetzt.

Vom Wasser direkt auf den Bildschirm
Regattasegeln wird dem Publikum bei der Kieler Woche noch näher gebracht. Tracking-System ist das Lösungswort, GPS und Internet machen es möglich. Zum ersten Mal konnten im Vorjahr auf einer Kieler Woche im Internet einzelne Rennen live verfolgt werden.

Dazu wird jedes Boot mit einem GPS-Sender ausgestattet, der viermal in einer Sekunde seine Position an den Rechner an Land schickt. Dort werden alle Daten verarbeitet und auf einer Karte dargestellt, und mit zwei Klicks im Internet ist man dann mitten im Geschehen. Seit vier Jahren beschäftigt sich Steven van der Bles mit seiner Firma MARC Sailing mit Tracking Systemen und hat dies im Vorjahr auch bei der Kieler Woche beim Match Race getestet. In diesem Jahr sind Übertragungen der Medal Races und des Match Races geplant

Kielzugvogel feiert seinen 50.
Sie ist eine nationale Klasse und damit seit 2007 aus dem Internationalen Teil der Kieler Woche gerutscht. Doch 2010 gibt es ein Wiedersehen mit dem Kielzugvogel im zweiten, dem internationalen Kieler-Woche-Teil (24. bis 27. Juni). Die Kielbootklasse feiert ihr 50jähriges Bestehen, ein Grund, um in Kiel aufzulaufen. „Es war der klare Wunsch der Klasse, wieder in Kiel dabei zu sein. Daher haben wir den Antrag gestellt, als Jahresklasse aufgenommen zu werden. Und es hat geklappt“, freut sich Kielzugvogel-Klassenboß Jürgen Reichardt (Essen).

Wieder Auftakt nach Eckernförde
Die Seebahnregatten der Kieler Woche werden wieder mit dem Auftakt nach Eckernförde und zurück beginnen. Nach vierjähriger Abstinenz kehrt die Kieler Woche damit zum alten Ritual zurück. „Eckernförde ist sehr froh und glücklich, wieder ein Teil der Kieler Woche zu sein", freute sich Bürgermeister Jörg Sibbel, „und unser Landprogramm wird die Segler überzeugen."

Dem „Welcome Race“ nach Eckernförde folgen drei Tage „Kiel-Cup“ (Montag, 21., bis Mittwoch, 23. Juni), zwei Tage Langstrecke, das „Silberne Band“ (Donnerstag, 24. Juni, bis Freitag, 25. Juni), sowie die Mittelstrecke „Senatspreis“ am zweiten Samstag der Kieler Woche (26. Juni) zum Abschluss.

Die zweigeteilte Seesegel-IDM
Eine Premiere in der 14jährigen Geschichte der Seesegel-IDM (seit 1996): Die deutschen Seesegler ermitteln ihre Deutschen Meister 2010 erstmals auf Nord- und Ostsee. So wird die Meisterschaft in den Klassen ORCi I, II und III/IV (Inshore) während der Kieler Woche (19. bis 27. Juni) und die Deutsche Meisterschaft Offshore in zwei Klassen im Rahmen der Nordseewoche (21. bis 24. Mai) ausgetragen.

Die Inshore-IDM wird im Rahmen des Kiels-Cups (Montag, 21., bis Mittwoch, 23. Juni) ausgetragen. Geplant sind an die neun Up- and Down-Wettfahrten. Kiel war bereits 1996, 1997, 2000, 2003 und 2008 Austragungsort der Seesegel-IDM.

CB66: von drei auf 30
Neben dem Retrolook der Kieler Woche-Seebahn-Veranstaltungen gibt ein völlig neues Angebot an die One-Design-Yachten der Seebahn, die weniger Spaß an den Langstrecken, den Offshore-Regatten, haben.

Gerade kleinere Kielboote wie Melges 24, J-80 und Laser SB3 legen weniger Wert auf einen Start einer Distanzwettfahrt vor Düsternbrook. Diese Zielgruppe bevorzugt kurze Wege zur Race-Area und viele, schnelle Regatten. Und das kann die Kieler Woche 2010 bieten. Im Olympischen Teil (Samstag, 19., bis Mittwoch, 23. Juni) ist die Bahn Foxtrott vor Laboe/Wendtorf frei. Diese wird nun den Seebahnen zugeordnet und wendet sich an die Einheitsklassen wie CB66, X-99, X-79, J/80, Melges 24, Streamline, Laser SB3 und Albin Express. Ab 2011 werden dann noch Angebote an die X-35 und an die Farr 30 dazu kommen.

Die X-99 Klasse hat das neue Event gleich zu ihrem Nord-Europacup aufgewertet, und die Streamline hat die Kieler Woche zum Deutschland-Cup erkoren. Andere Klassen haben das Angebot mit hohen Ranglistenfaktoren versehen und in ihren europäischen Circuit integriert.

Einen enormen Kraftakt absolviert die Klasse CB66. Diese in Skandinavien stark verbreitete Einheitsklasse (200 kg leicht/Hubkiel) hat bisher in Deutschland ganze drei Eigner. Dennoch spricht die Klasse von über 30 Startern. „Wir werden ein großes Feld präsentieren“, so Henning Frenzel (Lübeck/Hamburg), einer der drei deutschen Eigner und deutsches Sprachrohr der CB66-Klasse. Der Großteil der Starter wird aus Dänemark und Schweden den Weg zur ihrer ersten Kieler Woche antreten. „Die Kieler Woche wurde neben der Dänischen und der Schwedischen Meisterschaft in den North European Cup aufgenommen, so dass ich zehn dänische und 18 schwedische CB66 erwarte“, so Frenzel, der von der Platu25 kommt. „Ich möchte ein guter Gastgeber für die skandinavischen Crews sein, aber mich dennoch natürlich gut platzieren“, erklärt Frenzel, der auf starke Konkurrenz trifft. So sind auch die 49er-Olympiasieger von 2008 (China), Jonas Warrer/Martin Kirketerp (Dänemark), in die sportliche CB66 umgestiegen und werden in Kiel erwartet.

Regattatermine der Kieler Woche 2010
19. - 23. Juni: Olympische Klassen/ISAF Sailing World Cup (470er, 49er, 2.4mR open, Damen Matchrace/Elliott 6m, Finn-Dinghy, Laser, Laser radial W, Neil Pryde RS:X, Starboot)
24. - 27. Juni: Internationale Klassen (29er, 420er, 505er, Contender, Drachen, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula 18, H-Boot, Hobie 16, J 24, OK-Jolle, Platu 25; Kielzugvogel)
19. - 26. Juni: Seebahn
19. - 20. Juni: Welcome Race von Kiel nach Eckernförde und zurück (ORC-Club, ORCi)
19. - 23. Juni: Kiel-Cup Foxtrott: (X-79, X-99, Streamline, Albin Express, J-80, Melges 24, LaserSB3, CB 66)
21. - 23. Juni: Kiel-Cup Alpha: ORC (ORCi) / IDM-Seesegeln (Inshore)
23. Juni: Kaiserpokal (Finalwettfahrt aller Kiel-Cup Gruppen)
24. - 25. Juni: Silbernes Band, Langstrecke (ORCi, ORC-Club)
26. Juni: Senatspreis, Mittelstrecke (ORCi, ORC-Club)


Fotos: DSV

Kieler Woche 2010: Audi geht mit an Bord

11.05.10 - Audi hisst die Segel: Der Ingolstädter Automobilhersteller ist Mobilitätspartner in der Hauptstadt des Segelns, stattet Fuhrpark sowie Trailerservice mit Fahrzeugen aus und bietet seinen Gästen ein Segel-Erlebnis der ganz besonderen Art. Neben den Hauptdarstellern auf dem Wasser präsentiert sich an Land ein weiter Star: der neue Audi A1.

"Der Segelsport hat für uns eine ganz besondere Bedeutung: Mit seiner Kombination aus Teamwork, Hightech-Materialien und sportlichem Wettkampf passt er perfekt zu Audi", sagt Hans-Joachim Radde, Leiter Marketing Deutschland, AUDI AG. "Mit dem erfolgreichen Engagement im Audi MedCup hat sich Audi bereits einen guten Namen im internationalen Segelsport gemacht und knüpft mit der Unterstützung der Kieler Woche nahtlos daran an."

Entsprechend umfangreich ist das Engagement der AUDI AG: auf Plakaten, Leitsystemen, in der Innenstadt und an der Kiellinie, auf Siegerehrungs-Rückwänden, den offiziellen Kleidungsstücken, im offiziellen Programmheft oder auf den Wendemarken der Regattabahnen – die Vier Ringe prägen die Veranstaltung. In Kiel und Umgebung außerdem nicht zu übersehen: der neue Audi. Schwerpunkt der Präsentation ist der Audi A1, den die Besucher unter anderem auf dem Rathausplatz und auf der Sponsorenmeile in Schilksee nicht nur neben weiteren Highlights aus der aktuellen Modellpalette anschauen, sondern am Probefahrtzentrum an der Ostseehalle im Stadtzentrum auch gleich für eine Testfahrt entführen können.

Angesagter Treffpunkt für alle Besucher ist der Fan Treff in Schilksee. Für eingeladene Kunden bietet Audi hier zudem eine eigene Hospitality an: die Audi Guest Lounge. Hier treffen sich Sportler, Besucher und Gäste. Segelprofis gewähren in regelmäßigen Interviewrunden namens "Audi Sailing Talk" immer wieder Einblicke in ihren Sport. Hautnah erleben die Gäste die Wettkämpfe während der Regattaverfolgung: Audi setzt ein Boot der sportlichen TP52-Klasse ein, wie es beispielsweise auch im Audi MedCup an den Start geht. Auch die täglichen Siegerehrungen finden in der Audi-Hospitality in Schilksee statt.

Eine absolute Premiere ist die Aktion "A dream comes true", mit der Audi seinen Gästen ein einmaliges Segel-Erlebnis bietet: Zehn Kunden haben die Möglichkeit, eine Wettfahrt während der Kieler Woche an Bord eines Bootes der TP52-Klasse zu absolvieren. Zehn Amateure erleben so gemeinsam mit fünf gestandenen Profis, darunter der Skipper Tim Kröger, die faszinierende Segel-Action als Teil des Teams. Die ultimative Regatta-Erfahrung.

Wer segelt wann >

Gute Beteiligung bei der Graf-Zeppelin-Regatta

11.05.10 - Friedrichshafen - (st) Trotz des ungewöhnlichen Termins am Sonntag konnte die Graf-Zeppelin-Regatta des Segel-Motorboot-Clubs Friedrichshafen (SMCF) mit 42 Startern ein Rekordergebnis melden. Als erster im Ziel war die YSA 10 von Fabian Gielen (LSC), der damit auch den Graf-Zeppelin-Pokal gewann.

Offensichtlich war die Wartezeit auf die ersten Regatten im Jahr einigen Seglern zu lang gewesen, Wettfahrtleiter Timo Seifert musste jedenfalls viermal starten, weil immer wieder eine ganze Reihe von Seglern die Startlinie zu früh gequert hatte. Beim vierten Start zog er die „Black Flag“, was bedeutet, dass Frühstarter sofort disqualifiziert werden. Trotzdem mussten sechs Schiffe aus dem Rennen genommen werden.

Wegen des wechselhaften Windes wurde der Regattakurs verkürzt, statt über Utwil segelten die Schiffe direkt wieder nach Friedrichhafen zurück. Hier hörte die Mannschaft der „YSA 10“ um Fabian Gielen vom Lindauer Seglerclub nach knapp zwei Stunden als erstes Schiff den Zielschuss, was der Besatzung neben dem Klassensieg bei den ORC-Racern den Graf-Zeppelin-Pokal einbrachte.

Der Pokal des Siegers in der ORC-Klasse 1 blieb im SMCF, es gewann die „Ruthli“ von Dr. Günther Overath. Auch der vierte Platz ging an ein SMCF-Schiff, die „X-Press“ von Markus Riffel. In ORC 2-4 gewann Maria Magg auf ihrer „Maria Victoria“ (YCL); die ORC-Sportklasse ging an Armin Schmid (SSCRo) und seine „Sonnenkönig“. Auch hier platzierte sich mit der „Gamberro“ ein SMCF-Schiff gut: 3. Platz für Sebastian Sturm und seine Crew.

In den gut besuchten Yardstickklassen konnte sich Patrick Herzig vom YCRo durchsetzen, er gewann mit der „evanesse“ Platz 1 in der Yardstickgruppe 1 vor SMCF-Altpräsident Klaus Hagenlocher auf der „Kalypso“. Yardstick 2 gewann Albert Laesser (YCRhd) auf „Fabienne“.

Ergebnisse >

Der große Rennkatamaran vom Yacht Club Bregenz ist auf Kurs

11.05.10 - Die vierköpfige Crew um Skipper Fritz Trippolt will das BLAUE BAND vom Bodensee gewinnen.
Seit Oktober 2009 läuft ein intensives Trainingsprogramm: Segeln bis in den kalten November, Krafttraining über den Winter und seit März ist die Crew mit ihrem riesigen Rennkatamaran schon wieder am Wasser bei den Segeltrainings zu beobachten. Das Ziel ist für die dreijährige Kampagne klar definiert: “Wir wollen das schnellste Segelschiff vom Bodensee sein³, so der erfolgreiche Skipper Fritz Trippolt, der 2004 als erster und einziger Vorarlberger das BLAUE BAND vom Bodensee gewinnen konnte - dieses wird jedes Jahr bei der größten Regatta am Bodensee, bei der RUND UM, ausgesegelt. Der Start zur sechzigsten Ausgabe ist am 4. Juni 2010, 19:30 Uhr vor Lindau.

Klarer Sieg bei der ersten Regatta.
Am vergangenen Samstag wurde in Langenargen der Int. Drei Länder Cup ausgetragen. Für die Skinfit-Crew war es ein erstes und wichtiges Kräftemessen mit den schnellsten Einrumpfbooten aber auch mit einem weiteren Schweizer Katamaran derselben Klasse. Das Rennen um die schnellste gesegelte Zeit wurde dann auch eine klare Sache für die Crew vom Yacht Club Bregenz. Mit einem Vorsprung von mehr als 2 Kilometer beendete sie die Wettfahrt vor ihrem schärfsten Kontrahenten. Für die Strecke Langenargen - Romanshorn - Langenargen wurde der Skinfit-Katamaran mit 2 Stunden und 2 Minuten gezeitet und dies bei sehr flauem Wind, der dabei gemessene Topspeed von 25 km/h unterstreicht das Potenzial von Schiff und Crew.



Der große Rennkatamaran von Fritz Trippolt (Yacht Club Bregenz) ist eines der schnellsten Segelschiffe am Bodensee. Die vierköpfige Crew will damit das BLAUE BAND für das schnellste Schiff am Bodensee gewinnen.

Das Boot
Rennkatamaran Ventilo M2
Länge: 11,2 m
Breite: 7,02 m
Masthöhe: 14,20 m
Gewicht: ca. 400 kg
Segelfläche: 69 m2 am Wind und 121 m2 vor dem Wind

Crew (alle Yacht Club Bregenz)
Fritz Trippolt (Skipper/Eigner)
Max Trippolt
Benedikt Höss
Robert Hämmerle

Ein schönes und erlebnisreiches Segelwochenende in Wallhausen

11.05.10 - Die Segel- Wettfahrt- Saison 2010 hat begonnen und die 36. Teufelstischregatta wurde am Samstag den 8. Mai angeschossen.

Über 14 gemeldete Segelschiffe konnte sich der Veranstalter des Motor Yacht Club Überlingersee e.V. (MYCÜ) in Wallhausen freuen. Am Samstag wurde eine Langstrecke von Wallhausen über die Birnau nach Überlingen (Höhe Campingplatz) und wieder zurück gesegelt. Nach überschreiten der Ziellinie lud die Regattaleitung die Segler zu den ersten Erfrischungen auf dem See gleich ein. Die Stimmung wurde immer besser. Abends gab es im großen Festzelt Spanferkel und andere schwäbische Gaumengenüsse, danach heizte die Band RaSa and Friends von Rainer Sailer den Seglern und den gekommenen Gästen ein.

Am Sonntag wurde ein Up& Down Kurs vor Wallhausen gefahren. Dieser Veranstaltungstag hatte ebenfalls Wind, gute Bedingungen und faire Regattisten. Den Wanderpokal der 36. Teufelstischregatta gewann die Crew der „Bijou“ um Jürgen Wussow (MYCÜ) vor Jürgen Engelmann (MYCÜ) mit seiner „Lady Tramp“ und Konrad Huther (SMCÜ) mit seiner „Wind“.

Ergebnisse unter Regatten + Resultate

Erstes Frauen-Team startet in 13. Auflage des Match Race Germany

11.05.10 - Deutschlands bekannteste Seglerin im Kampf gegen die besten Tour-Card-Teams

Als zweite Regatta der ISAF World Match Racing Tour hat das Match Race Germany zu seiner 13. Auflage die erste Frauen-Crew in der Geschichte des Deutschen Grand Prix eingeladen. Die 26 Jahre alte Steuerfrau Kathrin Kadelbach geht mit ihrem EWE Sailing Team und der Unterstützung von Urike Schümann als Taktikerin in die Rennen.



Sowohl das Match Race Germany als auch die ISAF World Match Racing Tour (WMRT) begrüßen Frauen-Teams ausdrücklich als Teilnehmer der Tour und bei ihren Regatten. Hier bieten sich den Frauen herausragende Möglichkeiten, auf Augenhöhe gegen einige der besten Matchracer der Welt anzutreten.

Kathrin Kadelbach kommt ursprünglich aus dem 470er, hat bei den Weltmeisterschaften 2008 Platz zehn belegt. Als das Frauen Match Race olympische Disziplin wurde, wechselte Kadelbach wie so viele erfolgreiche Weltklasse-Seglerinnen die Disziplin. Gemeinsam mit der erfahrenen Olympia-Vierten Yngling-Steuerfrau Ulrike Schümann gründete sie ein neues überaus dynamisches Team. Platz zwei beim Weltcup 2009 zählte zu den größten Erfolgen in der ersten gemeinsamen Segelsaison.

Für die Qualifikationsregatta zum Match Race Germany entschlossen sich Kadelbach und Schümann zum Rollentausch, um neue Erfahrungen aus der jeweils anderen Perspektive zu sammeln.

“Ich schlüpfte in die Skipper-Rolle und Ulrike übernahm die Position der Taktikerin. Wir haben es zu Trainingszwecken, aber auch zum Spaß gemacht.” Der Rollentausch funktionierte so gut, dass die Frauen die Deutsche Match Race Meisterschaft 2009 gewannen, auch alle männlichen Gegner besiegten und sich damit die Wild Card zur Teilnahme am einzigen deutschen Lauf der ISAF World Match Racing Tour sicherten.

“Am Match Race Germany teilzunehmen, ist für uns etwas ganz Besonderes, weil wir gegen die besten Teams der Welt antreten dürfen”, sagt Kathrin Kadelbach. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Match Race Germany, dass eine Steuerfrau und eine Taktikerin antreten – Kadelbach und Schümann verstehen das als Ehre und Auszeichnung.

Der Erfolg der ISAF World Match Racing Tour basiert auf dem dynamischen Mix der Teilnehmer. Das Aufeinandertreffen von Tour-Card-Inhabern, und Wild-Card-Gewinnern sorgt für herausragende Matchrace-Duelle auf dem Wasser und inspiriert die Fans mit brilliantem Sport. Es sind die Skipper und ihre Crews, die den Tour-Regatten mit ihren eindrucksvollen Persönlichkeiten und ihren ganz unterschiedlichen Geschichten Lebendigkeit verleihen.
Ulrike Schümann, Taktikerin im EWE Sailing Team, ist mit 20 Jahren Segelerfahrung auf internationalem Niveau Deutschlands bekannteste und erfolgreichste Seglerin. Sie hat ihre olympische Karriere erst in diesem Jahr beendet. Die Berlinerin ist bekannt für ihr gutes Einfühlungsvermögen auf unterschiedlichsten Booten, beherrscht den Wechsel zwischen den Segeldisziplinen und sagt: “Ich mag anspruchsvolle Bedingungen, die mich fordern.”

Die Frauen wissen, dass die Regatta auf dem Bodensee für sie zum Härtest wird. Die Wild-Card-Inhaber der WMRT sind bekannt für ihr herausragendes Können in der Duelldisziplin Matchrace. Unterstützung haben sich Kathrin Kadelbach und Ulrike Schümann von drei Männern geholt. Unter ihnen ist Johannes Polgar, der bei der Starboot-Weltmeisterschaft 2009 in die Top 10 segelte und bei den Olympischen Spielen 2008 Platz acht im Tornado belegte. Dazu kommt Wolf Dietz mit Erfahrung aus dem America’s Cup. “Wir haben einen guten Mix aus Erfolg und Erfahrung an Bord”, sagt Kathrin Kadelbach.

Die Frauen sind routinierte und effektive Kommunikatorinnen innerhalb ihres kleinen aber feinen Teams. Mit vergleichsweise wenig Crew-Gewicht rechnen sie sich vor allem in leichteren Winden auf dem Bodensee bessere Chancen aus. Ihre Match Race-Expertise wird während der Regatta eine entscheidende Rolle spielen, Zu ihren Trainern zählten in den vergangenen eineinhalb Jahren auch Match Race-Asse wie der Däne Sten Mohr. Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet den Frauen lediglich das Handling der dynamischen Yachten vom Typ Bavaria 35 Match, denn normalerweise segeln sie auf kleineren und leichteren Jollen. Für Kathrin Kadelbach ist es ein großer Schritt von der Pinne eines Dinghis an das Rad einer Yacht.

Kathrin Kadelbach wird von der EWE AG Oldenburg unterstützt, die das EWE Sailing Team vor zehn Jahren gegründet hat, um olympische Segelsportler zu unterstützen. Kadelbach ist seit 2006 Mitglied im EWE Segelteam, das ihr ein BWL-Stipendium ermöglicht, in dessen Rahmen sie Sport und Studium optimal miteinander verbinden kann.

Im Anschluss an das Match Race Germany will Kathrin ihre olympische Segelkarriere mit dem Durchstart in eine neue 470er-Kampagne fortsetzen und Kurs auf die Olympischen Spiele 2012 nehmen. Dort möchte sie auch gegen die besten Seglerinnen der Weymouth and Portland National Sailing Academy antreten. Unterstützt wird sie dabei weiterhin vom EWE Sailing Team. Kathrin Kadelbach sagt: “Ohne die Unterstützung des EWE Sailing Teams ware es mir unmöglich, meine Regattakarriere fortzusetzen.”

Die Tour-Card-Inhaber der WMRT werden diese Damen nicht aus den Augen lassen dürfen, denn sie könnten insbesondere bei Leichtwindbedingungen durchaus den einen oder anderen Favoriten zu Fall bringen. “Wir werden um jeden Punkt kämpfen, unser Bestes geben und sehen, was dann passiert. Wir werden auch jedes Rennen genießen.” (Eberhard Magg)

Skipper List Match Race Germany (Stage 2)
Adam Minoprio (NZL) ETNZ/BlackMatch Racing
Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team
Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team
Bjorn Hansen (SWE) Gill Global Team
Paolo Cian (ITA) Team Italia
Peter Gilmour (AUS) YANMAR Racing
Ian Williams (GBR) Sail Bahrain
Ian Ainslie (RSA) Team Proximo
Mads Ebler (DEN) Ebler Matchracing
Magnus Holmberg (SWE) Victory Challenge
Jesper Radich (DEN) Radich Racing Team
Kathrin Kadelback (GER) EWE Sailing Team

Montag, 10. Mai 2010

"Evanesse" das schnellste Schiff

10.05.10 - nh/Der vom Ravensburger Ychtclub e.V ausgetragene 26. Internationale Drei-Länder-Cup startete bei schwachem Wind pünktlich um 8.00 Uhr vor Langenargen. Von 80 gemeldeten Schiffen waren 77 tatsächlich dabei, was die Regattaleitung angesichts des frühen Zeitpunktes im Jahreskalender zufrieden stimmte.

Allerdings schien der Startzeitpunkt für einige Crews zu früh am Tage zu sein - prompt kamen sie zu spät an den Start und mussten eine Strafe wegen Verletzung der Ein-Minuten-Regelung in Kauf nehmen. Einige Schiffe mussten wegen Frühstarts disqualifiziert werden. Wegen des schwachen Windes entschied sich die Wettfahrtleitung mit Norbert Herter und Stephan Großmann dazu, die Bahn zu verkürzen - dadurch konnten später denn auch wieder alle Segler im Ziel begrüßt werden.

Bereits nach zwei Stunden und zwei Minuten war als Schnellster der Katamaran "Skinfit" mit Fritz Trippolt vom Bregenzer Segelclub wieder in Langenargen. Nach berechneter Zeit war die "Evanesse" mit Patrik Herzig vom Segel-Sport Club Romanshorn das schnellste Schiff.

Resultate >




Europameisterschaften im Matchracing, Open and Women, vom 11. bis 15. 5. im Yacht Club Hard

10.05.10 - Europameisterschaften im Matchracing, Open and Women, vom 11. bis 15. 5. im Yacht Club Hard.

Eigentlich sind es zwei Europameisterschaften, die der Yacht Club Hard vom 11. bis 15. Mai ausrichtet: Women und Open.
Matchracing
Die EM der Frauen bekommt dadurch einen ganz besonderen Stellenwert, dass für sie Matchracing ab 2012 olympische Disziplin sein wird. Diese Tatsache bringt ein höchstqualifiziertes Sarterinnenfeld an den Bodensee: Von der momentan führenden der Weltrangliste, der Britin Lucy Macgregor, über die deutsche Silke Hahlbrock, Julie Bossard aus Frankreich kommt die Elite der europäischen Matchracerinnen nach Hard, um sich auf den äußerst wendigen Scholtz-22-Booten zu messen und die Chancen im Hinblick auf Olympia abzuchecken.
Alvaro Marinho
Alvaro Marinho

Auch bei den Herren in der Open-Klasse sind bekannte Namen in der Starterliste zu finden: Dem Vorjahrssieger von Hard, Alvaro Marinho aus Portugal, werden Pierre Morvan aus Frankreich und der in Hard schon recht gut bekannte Däne Mads Ebler zusetzen. Der Österreicher Hans Spitzauer wird sein Bestes geben, sich gegen die europäische Spitze zu behaupten.

Der Match Race Cup Hard wird von der ISAF (International Sailing Federation) als Grade 2 eingestuft. Entsprechend hoch sind die Punkte für die Weltrangliste, die sich die Teilnehmer bei gutem Abschneiden auf ihr Konto verbuchen können.

Das Harder Binnenbecken hat sich schon in den vergangenen Jahren als ideale Matchrace-Arena erwiesen. Nicht nur vom bewirteten Festzelt, sondern vom gesamten Ufer aus lassen sich die spannenden Zweikämpfe auf dem Wasser und die Entscheidungen der Schiedsrichter aus nächster Nähe verfolgen. Ein Kommentator wird den Verlauf der Rennen und die taktischen Manöver für das Publikum erklären.

Nach der Eröffnung am Dienstag, den 11.5. wird das Festzelt täglich ab 9 Uhr den Besuchern bei freiem Eintritt besten Blick auf das Geschehen am Wasser bieten. Die Ausscheidungszweikämpfe - jeder gegen jeden in der sogenannten Round Robin - werden von Mittwoch bis Freitag, jeweils ab 10 Uhr auf zwei Bahnen durchgeführt. Die Finalkämpfe sind für Samstag, den 15.5. geplant.

Entry List EUROSAF 2010 Match Race European Championship

Women 10. March - Name ISAF ID Ranking
1 Lucy Macgregor GBRLM22 1
2 Silke Hahlbrock GERSH06 5
3 Julie Bossard FRAJB7 8
4 Lotte Meldgaard DENLM1 11
5 Renee Groeneveld NEDRG1 14
6 Cristiana Monina ITACM3 20
7 Rita Goncalves PORRG1 27
8 Ekaterina Skudina RUSES1 33
9 Petra Kliba CROPK3 39
10 Margarita Cameselle ESPMC12 40
11 Vesna Dekleva Paoli SLOVD1 54
12 Sofia Bekatorou GRESB1 51

Open 10. March - Name ISAF ID Ranking
1 Pierre Antoine Morvan FRAPM6 14
2 Mads Ebler DENME1 16
3 Alvaro Marinho PORAM14 19
4 Andrew Arbuzov RUSAA1 20
5 Staffan Lindberg FINSL1 22
6 Jacopo Pasini ITAJP1 28
7 Eric Monnin SUIEM 29
8 Marek Stanczyk POLMS3 32
9 Stefan Meister GERSM2 54
10 Nick Cherry GBRNC13 56
11 Jeroen den Boer NEDJD6 91
12 Hans Spitzauer AUTHS1 144

Samstag, 8. Mai 2010

Untiefen am bayerischen Bodenseeufer

08.05.10 - Eine Überprüfung der Schifffahrtszeichen am bayerischen Bodensee hat ergeben, dass an insgesamt vier Stellen am bayerischen Bodenseeufer seewärts der Schifffahrtszeichen E.6 "Kennzeichnung der Mindestwassertiefe" die Mindestwassertiefe weniger als 2 m beträgt. Es handelt sich hierbei um folgende Wasserflächen:

- östliche Landungssteg Nonnenhorn
- Alwinder Berg
- Schachener Berg
- Westlich Schlagwerk Lindau ­ Insel

Seewärts der Seezeichen sollte bei einem Pegelstand von 2,50 m am Pegel Konstanz eine Mindestwassertiefe von 2 m gegeben sein. Der Wasserstand beträgt an diesen Stellen bei einem Pegel von 3 m teilweise nur noch knapp einen Meter. Vor einer Versetzung der Seezeichen muss erst eine genauere Neuvermessung der Untiefen erfolgen. Sowohl die Vermessung als auch die Versetzung der Seezeichen, werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Die zuständigen Behörden werden die Versetzung der Schifffahrtszeichen so bald wie möglich veranlassen.

Da eine provisorische Kennzeichnung der Untiefen schwierig ist, sollten die Bootsführer diese Gebiete weiträumig seewärts umfahren und in diesen Gebieten besonders vorsichtig zu navigieren.

Beluga Sailing Team mit perfektem Saisonauftakt in Kiel

08.05.10 - Das Beluga Sailing Team hat bei der traditionellen Maior-Regatta (30. April bis 2. Mai) in der Klasse ORC International I (ORCi I) mit vier Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten gewonnen. Wie schon im vergangenen Jahr überzeugten Steuermann Christian Plump und seine Crew durch eine konstante Leistung – trotz äußerst wechselhafter Bedingungen.

Kräftige Schauerböen am Freitag, ideale Segelbedingungen am Samstag und Leichtwind-Poker am Sonntag: Beim alljährlichen Saisonauftakt der deutschen Offshore-Segelszene in Kiel waren in diesem Jahr keine Spezialisten, sondern Allrounder gefragt. Am Besten kam der amtierende ORCi-Europameister mit dem launischen Wetter mit Windstärken zwischen 1 und 7 Beaufort zurecht. Die Mannschaft um Christian Plump hat damit erneut bewiesen, dass sie nicht nur bei hohen Windgeschwindigkeiten durch perfektes Boots-Handling punkten kann, sondern auch bei Schwachwind den Überblick behält und über das nötige Feingefühl verfügt.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat das Beluga Sailing Team in diesem Winter keine Veränderungen am Boot, einer Rodman 42 aus dem renommierten Konstruktionsbüro Judel/Vrolijk, vorgenommen. Christian Plump: „Mit dem Boot haben wir im vergangenen Jahr die EM gewonnen. Da es keine maßgeblichen Änderungen in der Vermessungsformel gab, bestand kein Grund, Bewährtes zu modifizieren.“ Auch die Crew besteht größtenteils aus bekannten Akteuren. Das eingespielte Team hat sich lediglich auf einigen Positionen verstärkt. Nach dem langen Winter wurde den ganzen April über intensiv auf der Ostsee trainiert, um für den letzten Feinschliff zu sorgen. Mit Erfolg, wie die Maior-Ergebnisliste beweist. Vier 1. Plätze und ein 2. Platz manifestieren eine starke Leistung. Der 6. Platz im sechsten Rennen fiel als Streicher aus der Wertung und hatte damit keinen Einfluss auf das Endresultat.

Mit dem Sieg bei der Maior-Regatta vor Kiel ist das Beluga Sailing Team erneut seiner Favoritenrolle in der deutschen Hochseesegel-Klasse gerecht geworden. Mit Kontinuität wollen Christian Plump und Co. auch bei der bevorstehenden Nordseewoche auf Helgoland (21. bis 24. Mai) überzeugen. Deutschlands einzige Hochseeregatta ist ebenso wie alle weiteren Rennen die Vorbereitung auf das Saisonhighlight, die ORCi-Weltmeisterschaft in Flensburg (6. bis 12. September). In heimischen Gefilden und im Rahmen der 100. Flensburger Förde Woche will das Beluga Sailing Team nach dem letztjährigen EM-Gewinn natürlich nach oben aufs Treppchen.

Pure Sailing Passion

08.05.10 - Erstklassische Yachtfotografie von Jürg Kaufmann in Romanshorn.
Unter dem Motto "Pure Sailing Passion" stellte der international bekannte Segel-Fotograf Jürg Kaufmann am 3. Mai 2010 im Hotel Bodan in Romanshorn eine atemberaubende Multivision-Show über das Segeln vor. Als spezieller Gast war der Profisegler Christian Scherrer an diesem Abend dabei, bekannt als America's Cup Segler und Co-Moderator des Schweizer Fernsehens beim America's Cup. Swiss Sailing und der organisierende Yacht-Club Romanshorn (YCRo) war durch Ruedi Schellenberg auch Präsident Swiss Sailing Regionalverband Bodensee/Rhein und Theo Naef, Vizepräsident von Swiss Sailing vertreten.

Eingeladen zu diesem Anlass waren auch Sponsoren des Swiss Sailing Teams Bodensee und Mitglieder des Supporter Clubs Welle 6. Das Swiss Sailing Team Bodensee ist das Jugendförderungsprojekt des Swiss Sailing Regionalverbandes Bodensee/Rhein. Auch der Anlass selbst dient der Jugend, indem ein Drittel der Ticket-Einnahmen dem Swiss-Sailing-Segelnachwuchs der Region gespendet wurde.

Die Welt des Segelns mit beeindruckenden Bildern zu erleben, das begeisterte die ca. 150 Gäste, die nach Romanshorn gekommen waren.
Die faszinierende Fotoreise führte zu den Seglern an den Olympischen Spielen in Quingdao 2008, zu den beeindruckenden alten klassischen Segelyachten nach Monte Carlo, Cannes und St. Tropez, weiter nach Rio de Janeiro mit eindrücklichen Bildern der Stadt und der Star WM mit einem Portrait der Schweizer Star Segler, Flavio Marazzi und Enrico de Maria, bis hin zu atemberaubenden Eindrücken von den beiden ultramodernen Booten des America's Cup 2010.
Viel Applaus gab es für die Foto-Show und noch lange wurde beim anschliessenden, von Christoph Gautschi gesponserten, Apéro darüber gesprochen.

Alles begann vor vier Jahren mit einer beruflichen Auszeit: Der Schweizer Segler und internationale Segelschiedsrichter Jürg Kaufmann begann als Hobbyfotograf mit seiner Nikon die schönsten klassischen Yachten zu fotografieren, danach folgten internationale Regatten wie die Olympischen Spiele, das Volvo Ocean Race, der America’s Cup und viele mehr. Mittlerweile hat sich Jürg Kaufmann weltweit einen Namen als Yacht- und Segelfotograf gemacht und vier Bücher - unter anderem für Louis Vuitton und die Voiles des Saint-Tropez - publiziert. (Claudia Somm).






Fotos: Nikon Video Nüesch

Donnerstag, 6. Mai 2010

Neue Regeln für den Cup

06.05.10 - (IBN) Der nächste AC wird mit neuen Regeln und anderen Booten ausgesegelt. Das haben Verteidiger und Herausforderer beschlossen.

Es wird zudem ein professionelles Management installiert. Ein unabhängiges Team wir die Wettkämpfe auf dem Wasser überwachen. Die neuen Boote sollen spektakulär sein. Im Gespräch ist ein Mono- und ein Multihall-Konzept. Den Vorschlag machen Bruce Nelson und Peter Melvin. Darüber werden die Teams beraten. Die neuen Boote sollen ähnlich, sehr schnell und kostengünstiger sein und von 5 bis 35 Knoten eingesetzt werden können. Der Termin für den nächsten YC wird 2013 oder 14 sein und kann in USA oder Europa stattfinden.

Frau Schümanns Gespür für Wind ...

06.05.10 - Frau Schümanns Gespür für Wind oder warum die Disziplin Matchrace kluge und kühle Köpfe fasziniert.

Langenargen - Die Segeldisziplin Matchrace ist gerade erst neu ins olympische Programm gestürmt. In zwei Jahren werden sich die weltbesten Frauen-Teams im Olympiarevier vor Weymouth erstmals auf dem Wasser duellieren und ihre telegene Sportart einem weltweiten Publikum präsentieren. Neu aber ist der Zweikampf auf Booten nicht. Berühmt wurde er durch den America’s Cup, der zwar bei seiner Premiere 1851 noch als Fleetrace, bei allen Folgeauflagen seit 1870 aber in Duellform Boot gegen Boot ausgetragen wurde. Längst hat dieser Sport für kluge und kühle Köpfe, den die Segler selbst oft als „dreidimensionale Mischung aus Schach und Boxen auf dem Wasser“ beschreiben, eine eigene Profiserie: die World Match Racing Tour. Einziger deutscher Grand Prix ist das Match Race Germany, das in diesem Jahr vom 19. bis zum 24. Mai traditionell vor Langenargen auf dem Bodensee ausgetragen wird.

Kaum irgendwo auf der Welt wird Matchracing dem Publikum so hautnah serviert wie in Baden-Württemberg, wo die Segelmatadoren in ihrer „Wasserarena“ direkt vor dem Ufer agieren. Hier können Kenner, aber auch Nichtsegler diese ganz besondere Segelsportdisziplin zum Greifen nah erleben und verstehen. Versehen mit dem Live-Kommentar von ZDF-Reporter Nils Kaben oder dank Live-Übertragung samt Kommentierung via Internet mit Unterstützung durch Alcatel-Lucent werden die Manöver, Tricks und Finten der Stars transparent und nachvollziehbar.

Doppel-Matchrace-Weltmeister Ian Willimas aus England, dem noch immer der deutsche Titel in seiner Trophäensammlung fehlt, erklärt seine Leidenschaft für die heißen Duelle im kalten Nass: „Matchracing ist eine tolle Disziplin. Es ist sicher wichtig, einiges an psychologischer Stärke mitzubringen, denn es gibt nur Sieg oder Niederlage, nichts dazwischen. Das kann sehr brutal sein. Du stehst permanent unter Druck, musst ständig gegen das Ausscheiden kämpfen. Es gibt keine Chance auf Entspannung.“ Wie Williams klingen viele der Besten ihrer Zunft, die dem Matchracing verfallen sind. Auch der junge Däne Mats Ebler, der in Langenargen zum Angriff auf die Weltspitze bläst: „Matchracing fasziniert mich aufgrund der Intensität und der mentalen Herausforderung. Matchracing erfordert herausragendes Teamwork, ein gutes Bootshandling und schnelles Denken. Du musst unter Druck cool bleiben können.“

In einem Matchrace-Duell geht es nicht um die gesegelte Zeit, sondern ausschließlich darum, die Ziellinie nach Absolvierung des vorgegebenen Kurses vor dem Gegner als erster zu kreuzen. Das lässt sich durch bessere Positionierung in der Vorstart-, Start und Rennphase, durch schnelleres Segeln, durch den besseren Riecher für den Wind, aber auch dadurch erreichen, den Gegner zu einem Fehler zu nötigen. Schiedsrichter auf dem Wasser ahnden solche Fehler direkt mit der Vergabe von sogenannten Penaltys, die einen oftmals Match entscheidenden Strafkringel der betreffenden Crew nach sich ziehen. Besonders spannend ist die Vorstartphase – die einem Verdrängungswettbewerb gleich kommt. Beide Teams müssen blitzschnell agieren und reagieren.

Unter den weltbesten Profis gibt es verschiedene Matchrace-Typen: Jene, die wie beispielsweise der deutsche America’s Cup-Sieger Jochen Schümann eher auf perfekte Positionierung und Speed setzen, aber auch solche wie den dreimalige Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour oder America’s Cup-Sieger James Spithill, die als furiose Angreifer bekannt sind.

Ulrike Schümann, die als Taktikerin der Deutschen Matchrace Meisterin Kathrin Kadelbach an den Bodensee kommt, dürfte irgendwo zwischen beiden Extremen einzuordnen sein. „Wir sind sicher weniger aggressiv als manche Männder“, sagt die 36 Jahre alte Berlinerin. Die Vierte der Olympischen Spiele 2010 hat eine intensive eineinhalbjährige Matchrace-Kampagne hinter sich, trainierte mit einigen der besten Coaches der Welt. „Das kämpferische Matchrace-Element passt aber prinzipiell gut zu mir“, sagt die zweimalige Vizeweltmeisterin, „man muss nur damit leben können, dass es immer nur einen Sieger gibt. Zweiter ist schon letzter. Eine Fleetrace-Serie kann man mit lauter fünften Plätzen auch gewinnen.“

Ganz oder gar nicht. Alles oder nichts. Im America’s Cup beschreiben sie die Matchrace-Seele des so: There is no second - es gibt keinen Zweiten. Darauf haben sich die beiden deutschen Seglerinnen, die sich für das Match Race Germany und dessen Boote vom Typ Bavaria 35 Match drei männliche Crew-Mitgliedern zur Verstärkung an Bord geholt haben, bereits eingestellt. Die gemeinsame Olympiakampagne haben Ulrike Schümann und ihre Clubkameradin vom Verein Seglerhaus am Wannsee Kathrin Kadelbach zwar im April vorzeitig beendet, weil sie innerhalb der komplizierten internationalen Rahmenbedingungen für sich keine Chance sahen, den Anschluss an die Weltspitze schnell genug herzustellen. Doch im Match Race Germany werden Steuerfrau Kadelbach und Taktikerin Schümann gefährliche Außenseiterinnen sein.

„Uns fehlt zwar die Erfahrung auf großen Booten, aber insbesondere bei leichten Winden dürften wir als Frauen sonst kaum Nachteile gegen die männlichen Crews haben“, sagt Schümann, „natürlich haben die Profis uns in Sachen Matchrace-Erfahrung einiges voraus, aber ein bisschen was können wir schon.“ Ihre bescheidene Kampfansage ist ernst zu nehmen. Auch vor dem Hintergrund ihrer olympischen Erfahrung. Frau Schümanns gutes Gefühl für den besten Wind ist legendär. Und Kathrin Kadelbach hat bei mehreren deutschen Matchrace-Serien bewiesen, dass sie einige sehr überzeugende Matchrace-Tricks beherrscht und ihre Asse in entscheidenden Momenten auch aus dem Ärmel ziehen kann. Die Personalmanagerin Schümann und die Medienstudentin Kadelbach könnten sich Seite an Seite mit ihren drei Mitseglern durchaus als Favoritenschreck erweisen. Sie sind die erste Frauen-Crew, die in 13 Jahren Match Race Germany den Sprung ins erlesene Teilnehmerfeld geschafft hat und haben einen „großen Kampf“ angekündigt.

Meilenstein in der Geschichte des Match Race Germany
Neu sind in diesem Jahr aber nicht nur die Frauen am Start. Auch die Sponsorenfamilie des deutschen Matchrace-Klassikers erfreut sich neuer Partner. Dazu gehört das regionale TK-Unternehmen TeleData in Friedrichshafen. Armin Walter, kaufmännischer Geschäftsführer der Teledata sagt: „Wir freuen uns, das Match Race Germany mit der Bereitstellung einer hochverfügbaren Internetanbindung für die Übermittlung der Live-Übertragung unterstützen zu können.“ Mit der TeleData erfährt der technologische Sponsorenpool des Grand Prix von Deutschland eine weitere Aufwertung. „Wenn wir die Weltliga präsentieren, sollen auch die Präsentationsformen Weltliga-Niveau haben“, erklärt Veranstalter Harald Thierer die ehrgeizigen Ziele seines Teams, das schon durch das Engagement von Alcatel-Lucent enormen Rückenwind bekommen hat. Die Premiere der Live-Übertragung der Duelle via Internet gilt als Meilenstein in der Geschichte des Match Race Germany.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Weltspitze der Drachensegler hat bereits für den Dragon Grand Prix 2010 in Boltenhagen gemeldet

05.05.10 - Beim Dragon Grand Prix 2010, der erstmalig am neuen Standort in Boltenhagen im Ferienressort Weiße Wiek ausgetragen wird, gehen die besten Drachensegler der Welt an den Start.

Gemeldet haben bereits die Weltranglistenersten aus den Jahren 2009 und 2008, Anatoly Loginov (RUS 27) und Thomas Müller (GER 996) sowie der amtierende Europameister, Marcus Wieser (UKR 7), und Goldcupgewinnerin, Ruslana Taran (UKR 9),.

Mit dem Dragon Grand Prix 2010 bereitet sich Boltenhagen bereits auf die Ausrichtung der Europameisterschaft der Drachen 2011 vor.

Dienstag, 4. Mai 2010

31 Shark 24 segeln vor Kreuzlingen um den WM-Titel

04.05.10 - Ab dem 12. Mai 2010 segeln 31 Shark 24 mit Crews aus Kanada, Schweiz, Deutschland und Österreich vor Kreuzlingen um den Weltmeistertitel.

Am Dienstag, 11. Mai 2010 um 19:00 Uhr eröffnet der Yachtclub Kreuzlingen die Shark Worlds 2010 mit einem Apéro im YCK Clubhaus. Ab Mittwoch, 12. Mai bis Sonntag, 16. Mai 2010 werden die internationalen Teams den Weltmeistertitel vor Kreuzlingen aussegeln. Es sind maximal 9 Läufe ausgeschrieben, mindestens 4 Läufe müssen jedoch gesegelt werden, damit die Weltmeisterschaft als gültig gewertet werden kann.

Es werden spannende Wettkämpfe erwartet. Allein aus Kanada kommen 6 starke Teams, darunter David Foy vom Lake Ontario (Kanada), der mit seiner Crew bereits in den letzten beiden Jahren den Weltmeistertitel in der Klasse gewinnen konnte. Die kanadischen Teams werden mit Leihbooten an den Start gehen, die von Shark-Eignern aus Wiesbaden, dem Neusiedlersee, Traunsee und Bodensee freundlicherweise für diesen Anlass zur Verfügung gestellt werden.

Aber auch die europäischen Teams aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich schicken erstklassige Teams an den Start. Der amtierende Europameister Horst Rudorffer aus Deutschland darf sich ebenfalls Chancen für einen Podestplatz ausrechnen. Zu den Favoriten vom Bodensee gehören Alois Weisshaupt vom Yacht Club Immenstaad und Bernd Mäder vom Segelclub Moos mit ihren Crews.

Die Shark 24, welche in den 50er Jahren von dem nach Kanada ausgewanderten Georg Hinterhöller konstruiert wurde, erfreut sich einer grossen Beliebtheit. Seit 1959 wird die Regatta- und Tourenyacht Shark 24 in Serie produziert. Die Shark 24 lässt sich mit ihren 7,31 m Länge bei einer Breite von 2,1 m und dem geringen Gewicht von ca. 960 kg leicht an jeden Ort bringen. Doch nicht nur der leichte Transport ist für die Verbreitung in Kanada, den USA, der Schweiz, Österreich und Deutschland verantwortlich, auch die guten Segeleigenschaften verhalfen der Shark zu ihrer Karriere.

Die sportlichen, mit 4 Kojen ausgestatteten Familienboote sind sowohl für Anfänger als auch für Spitzensegler gut geeignet. Mit einer Segelfläche von ca. 21 qm lässt sich die Shark gut handhaben. Die aktive Klassenvereinigung veranstaltet jedes Jahr Weltmeisterschaften. Auf einer Shark wurden bereits Atlantik und Pazifik überquert, und die kleinste Einhandyacht, welche je am Bermuda Race teilnahm, war ebenfalls von diesem Typ.

Montag, 3. Mai 2010

Match-Race-Team Hahlbrock gewinnt Semaine Olympique

03.05.10 - (DSV) Silke Hahlbrock und ihr Hamburger Match-Race-Team haben den ersten Weltcupsieg der Saison für den deutschen Segler-Verband (DSV) erkämpft. Die Frauen-Crew vom Hamburger Segel-Club (HSC) mit Maren Hahlbrock und Kerstin Schult besiegte im Finale der Semaine Olympique "Pendent zur Kieler Woche" die Mannschaft der amerikanischen Olympiasiegerin Anna Tunnicliffe mit 3:1. Drei weitere DSV-Crews segelten in die Top Ten der Weltklassefelder bei diesem vierten von insgesamt sieben Weltcup-Läufen der olympischen Segelsaison 2010.

“Wir haben uns wahnsinnig gefreut", sagte die 27-jährige Silke Hahlbrock nach ihrer Galavorstellung auf dem Revier vor dem französischen Hyères, “Anna Tunnicliffe ist offenbar recht nervös gewesen. Sie hat einige Fehler gemacht. Das konnten wir nutzen." Dabei hatte der Morgen vor dem Finale am Freitag für die deutschen Frauen mit einer bösen Überraschung begonnen. Mitseglerin Kerstin Schult klagte über Schmerzen im Fußgelenk, deren Ursache zunächst nicht ermittelt werden konnte.

Nach Rücksprache mit einem Physiotherapeuten musste Schult auf die Teilnahme am Finale verzichten. "Das war ein Schocker", sagt Hahlbrock. In aller Eile wurde die Skipperin auf der Suche nach einer Ersatzfrau im australischen Team fündig, heuerte spontan die bereits ausgeschiedene Stacy Jackson an. Trotz geänderter Bordsprache glückte die Mission Gold in neuer Konstellation.

“Das ist natürlich ein Traumergebnis, wir freuen uns sehr für die Mannschaft", sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner in Frankreich, “dieser herausragende Erfolg wird Silke und ihren Mitseglerinnen auch die notwendige Selbstsicherheit und Gelassenheit für die kommenden Einsätze bringen."

Weitere gute Ergebnisse aus deutscher Sicht erzielten beim vierten von extrem leichten Winden geprägten Segel-Weltcup der Saison die Berliner 470er-Crew Jan-Jasper Wagner/Lennart Scheufler als siebte sowie ihre Vereins- und 470er-Kameradinnen Victoria Jurczok/Josephine Bach und die Flensburger 49er-Segler Lennart Briesenick-Pudenz/Morten Massmann als jeweils neunte. Den Durchbruch der jungen 470er-Seglerinnen Jurczok/Bach in Richtung Weltspitze bezeichnete Nadine Stegenwalner als “fast schon sensationell gut".

Komplimente der Sportdirektorin gab es auch für die deutschen Lasersegler: “Philipp Buhl hat sehr stark in den Top Drei begonnen, fiel aber dann leider zurück. Malte Kamrath, hat im Verlauf der sechstätigen Serie mehrmals mit guten Platzierungen bewiesen, dass seine Leistungskurve weiter nach oben zeigt. In diesem Jahr herrschten vor Hyères sehr nervenaufreibende Bedingungen, denen nicht alle unsere Teams gewachsen waren."

Die Weltcup-Serie des Weltseglerverbandes (ISAF) wird im Mai vor Medemblik (Holland) fortgesetzt, bevor sich die Weltelite im Juni zum sechsten Weltcup im Rahmen der Kieler Woche trifft. Die Weltcup-Saison endet mit der Skandia Sail for Gold Regatta im August im englischen Olympiarevier vor Weymouth.

ERGEBNISSE Semaine Olympique 2010

RS:X Männer
1. Byron Kokalanis (GRE), 19 Punkte
2. Piotr Myszka (POL), 31 Punkte
3. Chan King Yin (HKG), 41 Punkte
34. Florian Freimüller (Böblingen), 141 Punkte

RS:X Frauen
1. Bryony Shaw (GBR), 10 Punkte
2. Blanca Manchon (ESP), 28 Punkte
3. Laura Linares (ITA), 31 Punkte
(keine deutschen Starterinnen)

Laser
1. Paul Goodison (GBR), 48 Punkte
2. Andreas Geritzer (AUT), 62 Punkte
3. Javier Hernandez (ESP), 67 Punkte
16. Malte Kamrath (Berlin), 117 Punkte
21. Philipp Buhl (Immenstadt), 128 Punkte
30. Simon Grotelüschen (Lübeck), 153 Punkte


Laser Radial
1. Ausra Milevicute (LTU), 38 Punkte
2. Charlotte Dobson (GBR), 45 Punkte
3. Tatiana Drozdovskay (BLR), 50 Punkte
16. Franziska Goltz (Kiel), 73 Punkte
26. Anke Helbig (Brandenburg), 89 Punkte

Finn Dinghi
1. Marin Misura (CRO), 44 Punkte
2. Thomas Le Breton (FRA), 52 Punkte
3. Ivan Kljakovic (CRO), 58 Punkte
16. Jan Kurfeld (Wismar), 113 Punkte

49er
1. Paul Brotherton/Mark Asquith (GBR), 59 Punkte
2. Nico Delle Karth/Nikolaus Resch (AUT), 63 Punkte
3. Julien Dortoli/Noel Delpech (FRA), 65 Punkte
9. Lennart Briesenick-Pudenz/Morten Massmann (Flensburg), 76 Punkte
13. Leopold Fricke/Lorenz Huber (Rimsting), 83 Punkte
19. Max Rieger/Moritz Rieger (Friedrichshafen), 93 Punkte
34. Erik Heil/Thomas Ploessel (Berlin), 91 Punkte

470er Männer
1. Nicolas Charbonnier/Baptiste Meyer Dieu (FRA), 52 Punkte
2. Gabrio Zandona/Pietro Zucchetti (ITA), 64 Punkte
3. Anton Dahlberg/Sebastian Ostling (SWE), 67 Punkte
7. Jan-Jasper Wagner/Lennart Scheufler (Berlin), 84 Punkte
12. Daniel Zepuntke/Dustin Baldewein (Berlin), 84 Punkte
19. Ferdinand Gerz/Tobias Bolduan (Berlin), 106 Punkte
20. Lucas Zellmer/Heiko Seelig (Berlin), 107 Punkte

470er Frauen
1. Ammanuelle Rol/Hélène Defrance (FRA), 53 Punkte
2. Camille Lecointre/Mathilde Geron (FRA), 56 Punkte
3. Gil Cohen/Dana Mamriav (ISR), 59 Punkte
9. Victoria Jurczok/Josephine Bach (Berlin), 98 Punkte
16. Wibke Wriggers/Geeske Genrich (Rostock), 103 Punkte
23. Annina Wagner/Marlene Steinherr (Berlin), 130 Punkte

Star
1. Eivind Melleby/Petter Morland (NOR), 20 Punkte
2. Guillaume Forent/Pascal Rambeau (FRA), 26 Punkte
3. Xavier Rohart/Pierre Alex Ponsot (FRA), 39 Punkte
(keine deutschen Starter)

Match Race Frauen
1. Silke Hahlbrock (Hamburg)
2. Anna Tunnicliffe (USA)
3. Claire Leroy (FRA) Katie Spithill (AUS)

Ansegeln des LSC

03.05.10 - Schnitzel- und Steakjagd beim Ansegeln 2010 des LSC

Mit einer Schnitzeljagd auf dem Wasser hat der Lindauer Segler-Club am Samstag (1. Mai) die Saison eröffnet. Zum traditionellen Ansegeln schickte Axel Diederich diesmal zwei Schlauchboote als Wendemarken aufs Wasser, beim Runden bekamen die 17 mitfahrenden Segelboote zuerst eine Flasche Prosecco überreicht, auf dem Etikett stand die Position der nächsten Bahnmarke. „Das ist mal was anderes“, meinte Wettfahrtleiter Axel Diederich. „Da wisst ihr wenigsten nicht schon vorher, wo es lang geht“.

Nach dem Start vor dem kleinen LSC-Clubhaus gings vor Schachen zum Alwinder Berg, weiter zum Eichwald vor Zech und wieder zurück zum Ziel – dort war schon der neue Grill aufgebaut – auf den konnten die Teilnehmer am Ende der Schnitzeljagd ihre Steaks und Würstchen braten.

Vom Wetter her hatten alle unglaubliches Glück. „Die einzigen zwei trockenen Stunden des des ganzen Wochenendes waren während des Ansegelns“, erklärte die LSC-Vorsitzende Christine Holz. „Und außerdem hat es ein bisschen Wind gehabt. So solls sein, die Saison ist damit eröffnet“.

Nach dem Einlaufen begann dann der große Regen - aber zum Grillen saßen die Teilnehmer schon im Trockenen unter großen Sonnenschirmen. Gewonnen hat die nicht ganz bierernste Ansegelregatta Stefan Rausch auf der Magic Lady vor Fabian Gielen mit einem 18-Footer. Stephan Frank.


LSC-Kassier Andi Ober auf dem Schlauchboot, der LSC-Nachwuchs von links Theresa Ober, Pius Grauer, Emma und Paul Käser sowie Tobi Ober weisen den Kurs (Foto: Christa Diederich)


Auch Grillen im Regen kann lustig sein (Foto: Christa Diederich)


Die Schiffe kurz vor dem Start vor Lindau (Foto: Christa Diederich)