Dienstag, 24. März 2009

Jugend Regatta Förderverein erhält zweite Lacustre

24.03.09 - rv / Der junge 2007 gegründete Jugend Regatta Förderverein erhält ein neues Schiff zum Training und Regattieren für Nachwuchssegler. Neben der Jugend-Lacustre „jeunesse“ (135) werden sich in Zukunft weitere Jung-Segler auf der „Gilberte III“ (177) mit erfahrenen Seglern der wachsenden Klasse der Klassiker auf dem Wasser messen.

Der neue Eigner der Lacustre „Gilberte III“, der Konstanzer David Segbers, hat sein Schiff für drei Jahre dem Jugend Regatta Förderverein zu günstigen Bedingungen vermietet. „Das ist eine tolle Chance für den Segler-Nachwuchs, zu trainieren und bei großen Regatten dabei zu sein“, freut sich Vereinsvorsitzender Rolf Reinhardt. Mit Spenden und Sponsorengeldern will man die Kosten decken.

2007 auf der Interboot in Friedrichshafen wurde das erste ganz mit Spenden finanzierte Jugendschiff getauft. 2008 erzielte die „jeunesse“ mit wechselnden Besatzungen sehr gute Regattaplätze und errang u.a. als bestes Jugendschiff beim Bootshaus 20-Goldpokal in Konstanz den Ashanti Preis. Daniel Oes, verantwortlich für Einteilung und Training der jungen Nachwuchssegler sieht Bedarf für ein weiteres Schiff: „Das erste Jahr hat gezeigt, dass das Interesse auch bei Jungseglern, die bisher keinen Kontakt zu klassischen Yachten hatten, sehr groß ist.“ Gerade diese will man im Jugend Regatta Förderverein für die elegante aber auch schnelle LACUSTRE Bootsklasse begeistern.

Die neue Jugend-Lacustre „Gilberte III“ ist ein auf Regattabahnen bekanntes Schiff, das ursprünglich im Auftrag des großen Förderers der Lacustre-Klasse, Emil Rutishauser, bei der Wirz Werft in Steinach gebaut wurde. Daniel Oes nahm als nächster Besitzer erfolgreich mit dem weißen GFK-Boot an Regatten teil und nun haben viele seiner jungen Kollegen die Möglichkeit, im Kielwasser der erfahrenen Lacustre-Routiniers zu fahren und zu lernen.
Der Jugend Regatta Förderverein ist nun in der Lage, am diesjährigen Goldpokal in Konstanz und an der Schweizermeisterschaft in Lindau zwei Jugendmannschaften an den Start zu schicken. Auch die Kapazität für Nachwuchsausbildung und Training wächst mit dem zweiten Jugendschiff. „Wir freuen uns auf weitere Nachwuchssegler“ meint Felix Somm, verantwortlich für Training und Spendenwerbung, „und natürlich auf jegliche Art der Unterstützung unseres Jugend Regatta Fördervereins.“

Private Spenden, Patenschaften, Mitgliedschaften im Förderverein sowie Sponsorengelder großzügiger Förderer wie Vetter Pharma, LGT Bank, Bauen.ch, Innotio und Betosan sowie Unterstützungen der Werften Heinrich, Kuhlhay, Ultramarin und der Firma Bartels haben die bisherige erfolgreiche Jugend-Initiative der Lacustre möglich gemacht. „Ein tolles Nachwuchs-Projekt“ ist der Titel eines Beitrags in „IBN-Magazin für Wassersport am Bodensee“, in dem Daniel Oes meint:“ ..eine erstklassige Chance für Nachwuchssegler und –seglerinnen auf der Lacustre Einheits-Yacht in den Yachtsport einzusteigen.“

Der Jugend-Regatta Förderverein bietet während der Saison ca. 16 mehrtägige Trainingsveranstaltungen, bzw. Regattateilnahmen für interessierte Nachwuchssegler an. Die Jugendboote, die je nach Regatta-Schwerpunkten am Zürichsee und am Bodensee liegen, stehen aktiven und zur Schiffsführung befähigten Mitgliedern des Seglerpools des Fördervereins (Vereinsmitgliedschaft ist nicht notwendig) auch für das Fahrtensegeln zur Verfügung. Die Jung-Segler sind verpflichtet, mit Eigenleistung zu Unterhalt und Bootspflege beizutragen. Für die Saison 2009 ist ein intensives Trainings-, Regatta- und Tourenprogramm am Zürichsee, Bodensee und Starnberger See geplant. Namhafte Trainer wie Enrico De Maria und Tom Rüegge konnten für einzelne Anlässe gewonnen werden.

Weitere Informationen: www.regattajugend.com


Jugendschiff „jeunesse“ Foto: (Urs Heiz)


Jugendschiff Gilberte III (Foto: Herrmann Thüringer)

VWW-Verbandstag in Berlin: Maritime Interessen weiter stärken

24.03.09 - Vom 20.-22. März 2009 traf sich die maritime Wirtschaft in Berlin. Vor mehr als 100 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Behörden und Verbänden zog Hans-Joachim Hacker, MdB in seinem Grußwort eine positive Bilanz. Es sei viel bewegt worden, um den Wassertourismus und Wassersport in Deutschland zu stärken, lautete sein Fazit mit Verweis auf die beschlossenen Anträge an die Bundesregierung "Attraktivität des Wassertourismus und des Wassersports stärken" sowie "Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern". Weitere Unterstützung bei der Umsetzung sagte er ausdrücklich zu.

"Auf einen staatlichen Rettungsschirm können wir verzichten, nicht aber auf gute Rahmenbedingungen" betonte BVWW-Präsident Robert Marx und warb um weitere Unterstützung bei der Umsetzung der nun eingeleiteten Deregulierungsmaßnahmen. Gleichzeitig dankte er den Regierungsfraktionen für die Unterstützung der maritimen Interessen und ADAC-Vizepräsident Max Stich sowie DTV-Präsident Reinhard Meyer für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Reinhard Meyer verwies in seinem Grußwort auf die zunehmende Bedeutung des Deutschlandtourismus und die damit verbundene Notwendigkeit, es den Menschen leicht zu machen, ihr maritimes Hobby zu betreiben.

Trotz der weltweit schwierigen konjunkturellen Situation geht die maritime Wirtschaft nach einer erfolgreichen boot Düsseldorf 2009 mit Zuversicht in die Saison 2009. "Als Partner der Branche werden wir alles tun, um mit Ihnen gemeinsam diese schwierige Situation zu meistern" sagte Messe-Chef Werner M. Dornscheidt und ermutigte die Unternehmen, sich mit Innovationen und Tatkraft den zukünftigen Herausforderungen zu stellen.

Sonntag, 22. März 2009

Tino und Niko sind Sportler des Jahres 2008 in Überlingen

22.03.09 - B.Z. / Seitdem Niko und Tino segeln - erst im Opti, später im 420er, zuletzt im Tornado- sind sie bei der Überlinger Sportlerehrung immer dabei gewesen. Sie waren mehrmals Deutsche Meister im 420er und Tornado und Jugendeuropameister 2003, um nur die wichtigsten Erfolge zu nennen.

Jetzt zum vorläufigen Ende ihres Leistungssegelns wurden sie verdient noch einmal nach 2006 Mannschaft des Jahres und diesmal konnten sie auch persönlich an der Sportlerehrung teilnehmen.Nun konzentrieren sich beide auf ihr Studium. Segeln werden sie bestimmt weiter in ihrer Freizeit und falls es wieder eine Katamaranklasse bei den olympischen Spielen gibt, werden Mittelmeiers bestimmt eine neue Olympiakampagne starten.

Gute Vorbilder scheinen zu motivieren, sind doch die Jugendsegler des SMCÜ immerhäufiger auch auf internationalen Gewässern unterwegs. Auch diese sieben Sportler des Segel- und Motorbootclubs wurden für ihre hervorragenden Segelergebnisse bei der Überlinger Sportlerehrung geehrt.

Die Brüder Steffen und Sven Hessberger im 420er nahmen an der Jugendeuropameisterschaft in Kroatien teil und erreichten Platz 25 bei 120 Teilnehmern. Bei den deutschen Jugendmeisterschaften kamen sie unter die TOP Ten (Platz 8). Für die Saison 2009 legten sie schon einen soliden Grundstein mit Platz 4 bei der ersten WM/EM-Ausscheidungsregatta. Steffen ist zurzeit in Australien (Schüleraustausch). Damit er dort das Segeln nicht verlernt, knüpfte er schnell Kontakte zum Adelaide Sailing Club, fand einen Mitsegler und nahm an den Australischen Meisterschaften teil. Dabei gewann er die Consistency Trophy für die sich „am meisten verbesserte“ Mannschaft.

Marvin Frisch qualifizierte sich für die Jüngsten-Europameisterschaft im Optimisten. Bei einer internationalen Regatta auf Mallorca erreichte er den 4. Platz.

Michael Zittlau kämpfte sich im (olympischen) Laser Standard in der Weltrangliste stetig nach oben. Sein bestes Ergebnis 2008 war der erste Platz bei einer Regatta vor Los Angeles. Bei der Schweizer Meisterschaft verfehlte er nur knapp einen Podestplatz (Platz 4).

Ein fünfter Platz bei der Warnemünder Woche, erneut Bodenseemeister 2008 (zum 4. Mal in Folge) und die TOP Ten (Platz 9) bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg-Blankenese sind seine besten Ergebnisse.

Frederik Schaal belegte mit seinem Vorschoter Felix Diesch (WYC) im 420er den 9. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Seit September 2008 segelt er nun mit seinem Bruder Henrik in einem Boot. Die Zusammenarbeit der beiden Brüder klappte bestens - beide erreichten bei den Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften den 3. Platz.

Jan Frederik Fritze segelt gemeinsam mit Dominik Waibel von der SGÜ im 420er. Bei denDeutschen Jugendmeisterschaften segelten sie auf Platz 21, und beim immer bestens besetzten internationalen Kieler Pfingstbusch kamen sie auf Platz 41.


Niko und Tino mit der Präsidentin Gabriele Kromer-Schaal (Foto: Achim Zittlau)


v.l. Dominic Fritze, Marvin Frisch, Hendrik und Frederik Schaal,
Jan-Frederic Fritze, Sven Hessberger (Steffen Hessberger fehlt)
und Michael Zittlau. Im Vordergrund Tino und Niko Mittelmeier -
die Mannschaft des Jahres 2008 (Foto: Achim Zittlau).

Samstag, 21. März 2009

Boris Herrmann/Felix Oehme Beluga Racer holen auf

21.03.09 - Boris Herrmann/Felix Oehme "Beluga Racer" und Jeremy Salvesen/David Thomson "Mowgli " können innert der letzten 24 Stunden Boden gut machen.

Die deutschen um 8,2 sm und die Engländer 55,8 sm. Die Führenden Engländer wählten bei den Falkland Inseln einen anderen Weg als die beiden anderen und das könnte ins Auge gehen!

Zwischenstand der dritten Etappe am Samstag um 04.20 Uhr: (Raceviewer >)
1. Desafio Cabo de Hornos, Felipe Cubillos/José Muñoz (Chile) noch 1.764 sm
2. Beluga Racer, Boris Herrmann/Felix Oehme (Kiel/Hamburg) 63,3 sm zurück
3. Mowgli, Jeremy Salvesen/David Thomson (Großbritannien) 193,1 sm zurück
Kazimir Partners, Lenjohn und Peter van der Wel (Südafrika) nicht gestartet

Freitag, 20. März 2009

Gründer der Hanseatic Lloyd Gruppe verstorben

20.03.09 - Der Gründer und Chairman der Hanseatic Lloyd Unternehmensgruppe sowie Mitgründer und Gesellschafter der Hansa Mare Reederei, Harro Kniffka, ist am 16. März nach kurzer, schwerer Krankheit und nur wenige Tage nach Vollendung seines 53. Geburtstages verstorben.

Der Reeder Harro Kniffka gründete im Januar 2001 die Hanseatic Lloyd Unternehmensgruppe, die ihren Hauptsitz in Uttwil, im Kanton Thurgau in der Schweiz hat. Die Hanseatic Lloyd Unternehmensgruppe ist eine weltweit agierende Gruppe mit Niederlassungen in Deutschland und Singapur sowie Beteiligungen an weiteren Unternehmen, insbesondere in der Schweiz. Die Geschäfte der Hanseatic Lloyd Gruppe werden durch Justus Kniffka sowie der langjährig bestehenden Geschäftsführung weitergeführt.

Im Jahr 2005 rief der begeisterte Segler Harro Kniffka den "HanseaticLloyd Dragon Grand Prix" ins Leben, eine seit 2006 jährlich stattfindende Segelregatta zu Gunsten derunter der Schirmherrschaft von I.M. Königin Silvia von Schweden stehenden "World CHILDHOODFoundation", die sich um die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft kümmert: junge, allein stehendeMütter und missbrauchte Kinder. Durch diese Regattaaktivitäten konnte für die CHILDHOOD Organisation bisher ein Spendenvolumen von insgesamt EUR 740.000 generiert werden.

Entspannung und Freude holte er sich beim Segeln, besonders im Kreise seines Drachen Teams, und imWettkampf auf den internationalen Regatten.

Ben Ainslie startet im Match Race Germany

20.03.09 - Langenargen, 20. März 2009. Ben Ainslie ist der erfolgreichste Olympiasegler seiner Generation. Vom 27. Mai bis zum 1. Juni ist der Brite prominentester Starter bei der 12. Auflage des Match Race Germany vor Langenargen auf dem Bodensee. Ainslie fordert bei dem bekanntesten deutschen Matchrace-Klassiker elf weitere Teams zum Duell, darunter den Weltranglisten-Ersten Sebastién Col aus Frankreich.

Mit drei Goldmedaillen schickt sich Ben Ainslie an, 2012 bei den Olympischen Spielen in seiner Heimat den Thron der ewigen Bestenliste aller Olympiasegler zu besteigen. Mit der möglichen vierten Goldmedaille und einer 1996 gewonnenen silbernen könnte der Finn Dinghi-Steuermann den seit 1960 ungebrochenen Rekord (4 x Gold) des legendären Dänen Paul Elvströn knacken und in die sportliche Unsterblichkeit segeln. Kaum einer zweifelt daran, dass dem unwiderstehlichen Ausnahme-Segler dieser Coup gelingen kann. Bis dahin will der "James Bond der Weltmeere" aber auch im Matchrace und vor allem im America's Cup als Skipper des britischen Team Origin angreifen, sobald die lähmenden Rechtsstreitigkeiten beendet sind und das Cup-Karussell wieder in Fahrt kommt.

Für seinen Start beim Match Race Germany hat sich der 32-jährige englische Superstar viel vorgenommen: "Der Bodensee bietet mit seinen oftmals leichten und sehr drehenden Winden große Herausforderungen. Du musst total wach sein. Das Match Race Germany markiert unseren Start in die Matchrace-Saison 2009. Wir möchten also versuchen, möglichst gut in das Jahr zu starten!"

Der 1,85 Meter große Profi, der zur Zeit neben Jochen Schümann und Valentin Mankin auf Platz zwei der ewigen Bestenliste olympischer Segler rangiert, bezeichnet Schümann und Elvström als "Segelhelden und Quellen meiner Inspiration". Dem deutschen Tour-Stop am Bodensee blickt der Mann, der den Segelsport als "mein Leben und meinen Motor, jeden Morgen aufzustehen" beschreibt, mit Vorfreude entgegen: "Die Veranstaltung ist immer besonders gut organisiert und wir freuen uns sehr auf die bevorstehenden Herausforderungen!" In der Weltrangliste belegte der elffache Weltmeister zu Jahresbeginn Platz zwölf, hat sich mit seiner Crew vom TeamOrigin aber für die kommenden Monate den Sprung in die Top Ten zum Ziel gesetzt.

Dafür muss der dreimalige Weltsegler des Jahres in der spannenden Duell-Disziplin Matchrace auch in Deutschland einige "dicke Brocken" aus dem Weg räumen: Neben Seb Cols America's Cup-Crew finden sich auf der gerade eröffneten Meldeliste auch schon der Name des neuseeländischen Shooting Stars Adam Minoprio, der im März den Tour-Auftakt der World Match Racing Tour vor Marseille gewann und dabei Größen wie Alinghis siegreichen America's Cup-Steuermann Ed Baird und Shosholozas Steuermann Paolo Cian schlagen konnte. Zum Favoritenkreis am Bodensee gehören ebenfalls der Weltranglisten-Dritte Mathieu Richard aus Frankreich und "Young Gun" Torvar Mirsky aus Australien, die aktuelle Nummer 5 der Weltrangliste.

H8 - Lebendige Geschichte am Bodensee

20.03.09 - Am 23. und 24. Mai 2009, dem langen Wochenende nach Christi Himmelfahrt, treffen sich in den Pfahlbauten von Unteruhldingen am Bodensee Wikinger, Römer, Kelten, Alamannen und Steinzeitmenschen.

Das Pfahlbaumuseum veranstaltet den Abschlussevent eines Europaprojektes "liveArch", an dem Museen aus 8 Ländern beteiligt sind. Dazu verwandelt sich ganz Unteruhldingen und das Ufergelände in eine historische Spielwiese. Vorführungen aus verschiedenen Epochen, Schaukämpfe, Experimente und ein Open-Air-Konzert bilden die Höhepunkte des Wochenendes. Das Ganze ist eingebettet in einen wissenschaftlichen Kongress, bei dem sich Historiker und Tourismusexperten mit der Darstellung von "Living History" im Museum befassen.

Weitere Informationen unter www.pfahlbauten.de und www.livearch.eu

Mit Whisky und Willenskraft rund Kap Hoorn

20.03.09 - Boris Herrmann/Felix Oehme haben Olymp der Seefahrer erklommen. Um punkt 11 Uhr deutscher Zeit schrieben die 27-jährigen Boris Herrmann und Felix Oehme aus Kiel und Hamburg am Donnerstag (19. März) "Kap Hoorn querab" ins Logbuch der "Beluga Racer" und feierten einen Meilenstein in ihrer noch jungen Segelkarriere. Die Gesamtführenden im Portimão Global Ocean Race rund um die Welt passierten die legendäre Landmarke im Süden Chiles gut neun Stunden nach den einheimischen Felipe Cubillos/Jose Muñoz auf der "Desafio Cabo de Hornos". Bis in den Zielhafen Ilhabela in Brasilien auf der dritten von fünf Etappen ­ die ersten zwei gewannen die Deutschen ­ liegen noch rund 2.000 Seemeilen und zwölf Tage vor den Crews. (Raceviewer >)

In seinem persönlichen Logbuch beschreibt Skipper Boris Herrmann die letzten Stunden vor dem emotionalen Moment, der als Mount Everest der Hochseesegler gilt, sowie die Zeremonie an Bord als die "Beluga Racer" den Südpazifik verließ und die Heimreise auf dem Atlantik begann:

Mittwoch, 18. März 2009
15 Uhr: Felipe schickt eine Mail und warnt vor den Felsen 'Islas Il Defonso', die südlicher als auf der Seekarte lägen. Er sollte es wissen.

16:00: Regattaeiter Josh Hall schickt eine Sturmwarnung mit der Empfehlung, den südamerikanischen Kontinentalschelf wegen des Seegangs zu umfahren. Wir entscheiden uns dagegen, da wir hoffen, vor dem ärgsten Wind schon vorbei zu sein, Umwege scheuen und unbedingt ein Foto von uns vorm Hoorn machen wollen. Wir rätseln, wie stark die Strömung in der Le Maire Straße sein würde, da fehlen uns verlässliche Infos.

17:00: Ich lese eine 'Zeit'-Reportage über den Krieg in Gaza und bin sehr berührt. Versuche kurz, gedanklich unser Leben mit der Wirklichkeit der Menschen dort ins Verhältnis zu setzen. Ihnen muss unser Abenteuer entweder sinnlos oder paradiesisch, in jedem Fall sehr fremd vorkommen.

20:00: Wir gratulieren Felipe schon mal am Telefon. Er ist uns sechs Stunden voraus. Er warnt uns vor 50 Knoten Wind, die kommen sollen.

21:31: Radarechoverstärker erkennt erstes Signal seit Neuseeland. Vermutlich ein Marineschiff. Denn das Land ist noch 30 Seemeilen entfernt und der nächste Leuchtturm im Norden sogar 50. Windstärke fünf. Genua und ein hastig eingebundenes Reff im Groß. War gerade am Pastakochen. Noch aldente gelungen. Mit Bolognese-Sauce aus dem Glas, Parmesan und etwas Pfeffer ein Hochgenuss für uns. Ein Albatros zieht nah hinter uns seine Bögen. Entweder ist er auch hungrig oder neugierig. Es wird halbstündig ruppiger. Draußen ist es grau in grau mit Nieselregen. Unter Deck bleibt es bei angenehmen 17 Grad Celsius. Ohne kleine Heizung wäre es unter 10.

21:45: Der Wind dreht chaotisch wie auf der Alster um 20 Grad hin und her. Korrigiere den Kurs von innen mit der Bluetooth-Fernbedienung für unseren Autopiloten. Bei Änderungen größer als fünf Grad gehe ich raus und trimme die Segel nach.

21:50: 993 Hektopascal Luftdruck ­ tief.

22:05: Iridium-SMS von Freund Sebastian: 'Nach dem Kap den Anker loswerfen!' Ein treuer Motivator.

22:40: Felix kommt aus seiner Koje gekrochen und wird auf den neusten Stand gebracht.

23:04: Es riecht nach dieselhaltigen Abgasen. Ein anderes Schiff in der Nähe???? Schnell Radar! Noch Nebel, Sicht nur ca. 2 sm.

23:20: Der Kontinentalschelf ist erreicht: 140 Meter Wassertiefe auf dem Echolot. Die See wird ruhiger. Ich klettere aus dem Spritzschutz des Cockpits hervor auf das Kajütdach und halte Ausschau.

23:30: LAAAAAAAAAND IN SICHT!!! Das erste Mal in unserem Leben sehen wir Chile. Eine gezackte Bergkette mit weiß zwischen Zackenlinie und dunklen Wolken. Schnee? Wir genießen die wunderschöne Aussicht auf das Bergpanorama mit frischem Kaffee und Milch, wie üblich mit Akkuschrauberhilfe aufgeschäumt. Was für ein Glücksgefühl! Davon eine Fotosession.

Donnerstag, 19. März 2009
Mitternacht: Die Sicht ist nach Norden hin klar. Deutlich sind die schneebedeckten Gipfel zu erkennen. Weiter westlich und östlich verschwindet die Bergkette in Dunst und Nebel. Fahles, geheimnisvolles Licht, wie bei einem Unwetter. Ein Hauch Rosa über der Bergkette. Bläuliches Licht voraus. Tiefgrau hinter uns. Mehr Albatrosse als in den Wochen zuvor. Kleine Sturmvögel. Es riecht geradzu nach Land. Noch 90 sm oder hochgerechnete neun Stunden bis Kap Hoorn. Wahrscheinlich runden wir es leider im Dunkeln.

1:00: Großsegel ganz ausreffen, anluven, Wind dreht spitzer. Jetzt 60 Grad zum wahren Wind. Wasser ablassen aus hinterem Ballasttank. Wind geht runter auf 13 bis 14 Knoten. Stockfinstere Nacht. Kein Land oder Leuchtfeuer zu sehen. Einige heftige Bolzschläge beim Gegenansegeln über Wellenrücken. Radiointerview für halb fünf nachts geplant.

2:00: Lichter eines Schiffes achteraus

3:40: Die vor Kap Hoorn gelagerten Felsen scheinen tatsächlich etwa vier Seemeilen weiter südlich als in der Seekarte verzeichnet. Noch eine Mütze Schlaf für den Skipper.

4:20: Neues Positionsupdate. Eine Meile auf Felipe geholt. Abstand 78 sm und schnellstes Schiff

4:25: Erstes Reff wieder rein

4:30: Felix und NDR-Moderatorin Jaqueline Heemann quatschen über Kap Hoorn und wie lange seine letzte Rasur zurückliegt.

5:30: Erstes Reff wieder raus

6:30: Erstes Reff wieder rein. Autopilot leitet eine Wende ein. System wird neu gestartet. Was ist da los?

6:40: Erneuter Ausfall des Autopiloten

6:44: Dritter Ausfall des Autopiloten. 'Rudder Drive not responding'. Wir schalten den Reservepiloten ein. Funktioniert. Wur kämpfen uns Meile für Meile heran.

10:10: Genua rein, Kutterfock geht hoch

10:15: Leuchtturm Kap Hoorn in Sicht

10:20: neuer Positionsreport: 80 sm hinter Felipe und Jose. Dunkelheit, Regen. Schemenhaft Land im Norden zu sehen, Böiger Wind. Morgenröte steuerbord voraus. Wir essen jeder einen Apfel.

10:40: Die Umrisse von Kap Hoorn sind im Dunkeln zu erkennen. Wir starren gebannt. Der Wind dreht uns auf die Nase. Wir luven an, holen die Segel dicht. Es ist böig aber die See flach in dem ablandigen Wind. Es wird langsam heller.

11:00: Wir haben Kap Hoorn querab und starten eine kleine Fotosession, dann Video. Notizen auf einem Backskistendeckel, den wir in die Fotos halten, die erst noch zu dunkel werden. Ich muss den großen Blitz holen und die Kamera mit einem Müllsack vor dem Regen schützen.

11:30: Jetzt ist Zeit für uns! Ein guter Schluck Whisky geht in Luv ins Meer. 'Aberfeldy', 12 Jahre alter Single Malt Scotch Whisky. Felix filmt, ich schütte und jubel dem Kap zu. Vorher umgekehrt.

11:40: Endlich Ruhe. Wir machen jeder eine Dose Becks Bier auf. Der Felsen liegt schon etwas achteraus, aber vor und nach der Kap-Passage sind auch Land und Felsen zu sehen. Es sieht aus wie bei den Lofoten in Norwegen. Grau ziehen die Schauerböen die Fjorde entlang. Es sieht umwerfend aus. Wir freuen uns richtig in uns hinein. Das Telefon klingelt ständig, aber das muss einen kleinen Moment warten. Wir schlängeln uns in nur 100 Meter Abstand an den Felsen entlang. Es wirkt fast mild hier ­ wahrscheinlich ist uns warm, weil wir so aufgeregt sind.

Der Whisky und das Bier auf leeren Magen heben die Stimmung. Nach fast vier Wochen endlich Land ist grandios. Die Landschaft ist spektakulär. Es ist wie eine Ankunft im Etappenhafen, nur schöner, denn es geht noch weiter, und wir müssen nicht an Land. Class 40-Star Giovanni Soldini rät per Mail, durch die Le Maire Straße zu gehen. Wir gehen so hoch wie möglich an den Wind. um Nordostkurs zu laufen.

14:00: Der Olymp der Hochseesegler liegt hinter und 300 Fotos vor uns. Wir sind sehr glücklich und zufrieden. Diese Momente nimmt uns niemand mehr.

Zwischenstand der dritten Etappe am Donnerstag (19. März) um 16.20 Uhr: (Raceviewer >)
1. Desafio Cabo de Hornos, Felipe Cubillos/José Muñoz (Chile) noch 2.057 sm
2. Beluga Racer, Boris Herrmann/Felix Oehme (Kiel/Hamburg) 63,3 sm zurück
3. Mowgli, Jeremy Salvesen/David Thomson (Großbritannien) 248,9 sm zurück
Kazimir Partners, Lenjohn und Peter van der Wel (Südafrika) nicht gestartet

Donnerstag, 19. März 2009

Wechsel an der TW-Spitze

19.03.09 - ak / LÜBECK - Die Travemünder Woche steht unter einer neuen Leitung: Andreas Stülcken löste Karin Böge als stellvertretender Vorsitzender des veranstaltenden Lübecker Yacht-Clubs (LYC) ab und ist im Vorstand ab sofort für die Traditionsregatta zuständig. Der erste LYC-Vorsitzende Rolf Erwert dankte Karin Böge, die auf eigenen Wunsch ausschied, auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend (18. März) im Clubhaus an der Wakenitz für ihren außergewöhnlich hohen Einsatz und wünschte dem Nachfolger ein glückliches Händchen zum Wohle der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Claus-Dieter Stolze als Geschäftsführer der TW und des LYC wird dem neuen Mann am Ruder zunächst weiter zur Seite stehen, obwohl er mittelfristig ebenfalls an seinen Abschied denkt. „So haben wir einen sanften Umbruch eingeleitet, jedoch gleichzeitig die durchgehende Operationsfähigkeit sichergestellt“, erklärte Rolf Erwert den Personalwechsel. Vier Monate vor der 120. Travemünder Woche, die zum Jubiläum 17 Tage dauern wird (17. Juli bis 2. August), appellierte Erwert an das gesamte Organisationsteam, das aus rund 300 ehrenamtlichen Helfern besteht, für das gute Gelingen der Mammutveranstaltung „die Ärmel hochzukrempeln“. Durch die Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften aller neun Bootsklassen im zweiten Teil werden weit mehr als 2.500 Aktive in Travemünde erwartet. „Das wird sicher ein Kraftakt“, so der Vorsitzende, „aber ein besonders schöner.“

Karin Böge war seit 30 Jahren mit hohem, selbstlosen Idealismus für Travemünder Woche im Einsatz. 1975 begann sie im Wettfahrtleiterteam auf Bahn Alpha. Zwischendurch war sie Sekretär des Schiedsgerichts, machte die Pressearbeit und war bereits in den 80er-Jahren in der Organisationsleitung tätig. Böge habe der TW durch ihre Ansprache der Klassenvereinigungen, internationale Kontakte sowie die Betreuung von Sponsoren ein ausgesprochen positives Profil gegeben, so Erwert. „Jetzt ist es aber an der Zeit, mich auf meine Medienagentur zu konzentrieren“, erklärte Karin Böge ihren Rücktritt, ohne zu verhehlen, dass manche Turbulenz in jüngster Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen habe. Auslöser war unter anderen ein fehlerhafter Rechnungsprüfungsbericht, der unsachliche, öffentliche Interpretationen hervorgerufen hatte. Der gesamte LYC-Vorstand hob indes nochmals ausdrücklich hervor, dass beiden TW-Chefs zu keiner Zeit Missstände anzulasten oder vorzuwerfen gewesen seien.

Der 64-jährige Andreas Stülcken bringt bereits reichlich TW-Erfahrung in sein Amt mit ein. 22 Jahre lang war er Wettfahrtleiter auf der Seebahn. Auch im Vorstand des Lübecker Yacht-Clubs hatte er sich als Schatzmeister schon bewährt, bis 2007 sogar 23 Jahre lang. Die Lübecker kennen ihn als Direktor der Vorwerker Diakonie, aus der Stülcken Ende Mai ausscheidet. In der Hansestadt ist er bestens vernetzt und machte sich als Vermittler im Flughafenstreit einen Namen. „Die neue Herausforderung nehme ich mit Dank, aber auch Respekt vor der Aufgabe an“, sagte Stülcken.

Mittwoch, 18. März 2009

Neuer Test: J80

18.03.09 - Weltweit entstehen Klassenvereinigungen, was zeigt, dass sich die „J 80“ noch immer am Abheben befindet. Auch am Bodensee hat sich eine solche Klassenorganisation gegründet, die das Boot hier puschen will. Schon das Aussehen zeigt: Die „J 80“ ist kein brandaktuelles Boot. weiter >


Foto: J80 Klassenvereinigung

Ericsson 4 Round Cape Horn

18.03.09 - Ericsson 4 feiern die Rundung von Cape Horn umd 14:48 gestern Dienstag. Sie liegen derzeit auf Rang 2 der 5. Etappe im Volvo Ocean Race. Die Bedingungen waren eher mäßig.

Das Volvo Ocean Race 2008-09 startete am 4. Oktober 2008 in Alicante. Ziele sind Cochin, India, Singapore und Qingdao, China und es endet in St Petersburg.


Der Brasilianaer Horatio Carabelli, Skipper Torben Grael und Joao Signorini. (Foto: on Edition)

Wasserpsort Schattmaier eröffnet die Saison

18.03.09 - Die Saison rückt immer näher. Die ersten Termine stehenbereits fest.

Ansegeln bei Schattmaier ist am So. 05. April von 10.00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr im Wassersportzentrum. Gebühr: kostenfreifür Mitglieder; 30,- Euro, für Nichtmitglieder. Anmeldung: bis 01. April erbeten.

Am 28. und 29. März von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr steht wiederdas gesamt WSB-Team rund um den Wassersport bei der Hausmesse im Wassersportzentrum zur Verfügung!Die Hotelanlage samt Tagungs- und Wellnessbereich ist zu besichtigen und es gibt Eröffnungsangebote. Samstagabend 28. März ab 19.00 Uhr startet Schattmaier zu dem mit der beliebten Barbecue und ab 20.00 Uhr Party, Stimmung, Unterhaltungmit dem Entertainer und DJ Pereira da Silva.

Dienstag, 17. März 2009

Bavaria Yachtbau mit attraktiven Neuigkeiten

17.03.09 - Bavaria Yachtbau bietet erweiterte, attraktive Preis- und Leistungsvorteile an - Werfterweiterung in Giebelstadt abgeschlossen.

Im Rahmen des hauseigenen Konjunkturprogramms bietet Bavaria Yachtbau seinen Kunden und Vertragshändlern ab sofort und bis voraussichtlich zum 31. Mai 2009 umfangreiche Komplettpakete und individuelle Preisvorteile, die ­ je nach Bootsklasse und Ausstattung ­ nicht unerheblich sind. "Gerade in einem eher schwachen Marktumfeld wollen wir unseren Kunden noch einen Anreiz mehr bieten, sich für eine Yacht aus Giebelstadt zu entscheiden", erklärt Andres Cardenas, Sprecher der Geschäftsführung, das Bavaria-Konjunkturprogramm.

Nach einer Investition von mehr als 10 Millionen Euro in neue Fertigungslinien und -anlagen wird Bavaria Yachtbau zukünftig Segelyachten und Motorboote auch über 50 Fuß Gesamtlänge anbieten und bauen können. Der Ausbau der Werft in Giebelstadt wurde nach 10 Monaten Bauzeit abgeschlossen. Gleichzeitig wurden die Lackieranlage und weitere Anlagen, die entscheidend für die Qualität der Bavaria-Yachten sind, mit zusätzlichen Investitionen erweitert. "Dadurch ist Bavaria auch in schwierigen Zeiten mit gesteigerter Effizienz und mit zusätzlich verbesserter Produktivität und Produktqualität gut aufgestellt", sagt Cardenas.

Bavaria Yachtbau produziert jährlich rund 3000 Segelyachten und Motorboote am Produktionsstandort in Giebelstadt. Jedes produzierte Schiff wird ausschließlich auftragsbezogen gefertigt und ausgestattet. Die neuen, vom Germanischen Lloyd mit dem Yacht Plus-Zertifikat versehenen Bavaria Produkte dokumentieren in Qualität und in der hochwertigen Ausstattung die weltweit starke Marktposition der Werft in Giebelstadt.

Junge Segler kämpfen um den Meistertitel

17.03.09 - Die Segler brauchen sich um den Nachwuchs offenbar keine Sorgen zu machen. Gegen 150 Kinder und Jugendliche werden vom 30. April bis zum 3. Mai zur internationalen Schweizer Meisterschaft der Optimisten-Klasse in Kreuzlingen erwartet.

Bereits gegen 80 Meldungen liegen den Organisatoren derzeit vor, und das immerhin noch rund einen Monat vor Meldeschluss. Für die Durchführung der Volvo Swiss Opti Championship 2009 ist der Yachtclub Kreuzlingen in Zusammenarbeit mit der Segler Vereinigung Kreuzlingen und der Seglervereinigung Bottighofen zuständig. Das Team der Veranstalter werden den jungen Seglerinnen und Seglern vom Donnerstag 30. April bis zum Sonntag, 3. Mai einen perfekt durchorganisierten Sportanlass bieten, sowohl auf dem Wasser wie natürlich auch an Land. Unterstützt wird der Anlass von zahlreichen namhaften Unternehmen, unter Anderem von Volvo Schweiz als Titelsponsor, von den AKAD Schulen, von Swisslos oder von der Stadt Kreuzlingen.

Bereits am Mittwoch werden die ersten Teilnehmer ihre Boote der Vermessungskontrolle unterziehen und sich danach für den ersten Start am Donnerstag vorbereiten. Zur Meisterschaft werden vor allem junge Seglerinnen und Segler aus der Schweiz erwartet, aber auch zahlreiche Teilnehmer aus dem Ausland haben sich bereits eingeschrieben. Der Regattaevent in Kreuzlingen ist international ausgeschrieben.

Ideal für Einsteiger!
Der Optimist ist die bekannteste und die am weitesten verbreitete Einsteigerklasse für den Segel- und Regattasport. Das einfache, kantige Boot ist leicht zu handhaben, auch noch bei sehr viel Wind. Auf der ganzen Welt werden gegen 500’000 so genannte „Optis“ von Nachwuchsseglern gesegelt. Schon ab dem Alter von acht Jahren dürfen Kinder den Optimisten auf der Regatta segeln. Mit dem Erreichen des 15. Lebensjahres ist dann allerdings Schluss. Viele junge Segler steigen danach auf den grösseren Laser um oder segeln zu zweit auf dem 420er und später auf dem olympischen 470er. Dabei profitieren die Sportler von den grossen Erfahrungen, die sie auf dem Optimist und im grossen Feld gemacht haben. Fast alle bekannten und erfolgreichen Segler aus der internationalen Szene haben ihre ersten Erfahrungen im Optimist gemacht. So unter vielen Anderen auch der mehrmalige America’s Cup Gewinner und ehemalige Alinghi-Steuermann Russell Coutts.

Der Optimist wird einhand, also von nur einem Kind gesegelt. Dementsprechend steht auch nur ein kleines Segel mit 3,5 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Das 2,30 Meter lange und 1,15 Meter breite Boot wurde 1947 von dem amerikanischen Konstrukteur Clark Mills entworfen. Der dänische Architekt Axel Damgard überarbeitete in den späten 70er Jahren die kleine Jolle nach zeitgemässen Standards und versah sie auch mit dem heute für die Klasse üblichen Rigg mit der unverkennbaren Spreizgaffel.

Montag, 16. März 2009

Klaus Hagenlocher übergibt Vereinsführung nach 20 Jahren

16.03.09 - rs / Die Hauptversammlung des Segel-Motorbootclub Friedrichshafen (SMCF) am Samstag, den 14. März 2008 fand mit reger Beteiligung statt. Wichtigster Punkt war die Nachwahl einiger Vorstandsposten, unter anderem des Präsidenten. Klaus Hagenlocher stellte sich nach 20 Jahren im Vorstand des SMCF nicht mehr zur Wahl, mit Hans-Peter Benz fand der Verein einen würdigen Nachfolger.

Klaus Hagenlocher, der auf 25 Jahre Mitarbeit als Vizepräsident und Präsident des SMCF zurückblickt, hinterlässt einen vitalen Verein, der sowohl nach reinen Zahlen als auch durch seine Veranstaltungen zeigt, dass er gut dasteht. Im letzten Jahr konnte die Zahl der Mitglieder auf 258 gesteigert werden, was nicht zuletzt der Ausbildung zum Bodensee-Schifferpatent zu verdanken ist. Mit dem IOI-Worldcup im August veranstaltete der SMCF ein internationales Segelereignis, dessen Durchführung von den Teilnehmern einhellig gelobt wurde. Zum Jahresabschluss organisierte der SMCF den inzwischen schon traditionellen gemeinsamen Seglerball der vier Friedrichshafener Wassersportvereine. Schließlich konnte Klaus Hagenlocher verkünden, dass ein neuer Pächter für das Clublokal „Schussen“ gefunden wurde, so dass auch in diesem Bereich alles in geordneten Bahnen verläuft.

Die Berichte der weiteren Vorstände waren ähnlich erfreulich, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch bei der Beteiligung der Mitglieder an den verschiedenen Aktivitäten wie Regatten, Ausbildung oder Wartung der Clubschiffe befindet sich der SMCF auf einem guten Weg. Etwa 125 Schiffe nahmen an den SMCF-Regatten im Jahr 2008 teil, was bedeutet, dass diese Sportereignisse über 500 Menschen nach Friedrichshafen zogen.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Bei den darauf folgenden Wahlen waren die Positionen des Präsidenten, des Vizepräsidenten, des Schriftführers und des Schatzmeisters neu zu besetzen, Wahlleiter Walther Raithel führte die Mitglieder wie immer souverän durch das vorgeschriebene Procedere. Die neugewählte Vereinsführung besteht aus Präsident Hans-Peter Benz und Vizepräsident Harry Buchter. Schriftführerin wurde Patrizia Lauber, die Finanzen verwaltet jetzt Harry Flues. Auch der seit dem letzten Jahr nur kommissarisch verwaltete Posten des Veranstaltungswartes konnte mit Martin Baumüller wieder besetzt werden. So kann der SMCF nun mit einem runderneuerten Vorstand ins neue Vereinsjahr starten, das am 11. Juli 2009 mit der Friedrichshafener Stadtmeisterschaft der Segler unter SMCF-Regie einen Höhepunkt bereithält.


Der neue Vorstand vor dem Vereinsheim „Schussen (v.l.):
Sportwart Thomas Haug
Takelmeister Erwin Duelli
Schriftführerin Patrizia Lauber
Schatzmeister Harry Flues
Präsident Hans-Peter Benz
Jugendwart Phillip Schmid
Vizepräsident Harry Buchter
Abteilungsleiter Segeln/Motor Uwe Eggeling
Veranstaltungswart Martin Baumüller

Freitag, 13. März 2009

KLASSIKWELT BODENSEE vom 21. bis 24. Mai 2009

13.03.09 - Eine große Bühne für die chromglänzende Oldtimerszene.

Friedrichshafen – Die Oldtimerszene bekommt auch bei ihrem zweiten Auftritt am Bodensee eine große Bühne. Auf 60.000 Quadratmetern bietet die KLASSIKWELT BODENSEE von 21. bis 24. Mai 2009 in zehn Ausstellungshallen plus Freigelände „Oldtimer-Feeling pur“. Anbieter von historischen Fahrzeugen, Dienstleistungen, Zubehör und Lifestyle-Artikeln sowie anerkannte Restauratoren und Teilnehmer des Oldtimer-Teilemarkts stellen ihre Produkte aus.

„Die KLASSIKWELT BODENSEE ist keine statische Retro-Show, sondern ein dynamisches Event, das die Menschen und sich selbst bewegt“, erklärt Projektleiter Berthold Porath. „Dies beginnt bei einer Flugschau, geht über historische Rennautos und Shuttlebusse und reicht bis hin zum Dampfbootrennen.“ Über 300 Aussteller sind in der zweiten Auflage des Messe-Events am Bodensee vertreten und mit dem Angebot sind Experten und Freunde von Oldtimern und Youngtimer gleichermaßen angesprochen.

Die zahlreichen Sonderschauen entführen die Besucher in nostalgische Zeiten, so etwa der Salon de Luxe in Halle A1, mit den Vorkriegsfahrzeugen der „Belle Epoque“ oder edlem Reisegepäck von Lous Vitton, Hermès oder Goyard und Moynat. Der Kult-Motorradhersteller NSU lässt mit über 25 verschiedenen NSU Zweirädern und dem legendärem NSU Prinz Jugendträume wieder wach werden.

In der Nachbarhalle begeistern klassische Segelschiffe in Holzbauart und alte Motorboote mit kräftigen Motoren aus den 30er Jahren. Schön geschwungene Fahrzeuge amerikanischer Automobil-Ikonen und der „American Way of Live“ finden erstmals in der US-Themenhalle „Heartbeat of America“ Einzug. Neu in diesem Jahr auch die eigene Ausstellungsfläche für historische Nutzfahrzeuge und LKWs.

Die „motorisierten Zugpferde“ von Allgaier Porsche Diesel und Lanz-Bulldog ergänzen das Gesamtbild. Ein Paradies für Tüfftler und Schrauber bietet der beliebte Oldtimer-Teilemarkt.
Die meisten Exponate zu Lande, zu Wasser und in der Luft sind nicht nur in den Hallen ausgestellt, sondern sind auf diversen Parcours, auf dem Wasser oder in der Luft in Aktion zu bewundern. Auf dem DEKRA-Rundkurs auf dem Messegelände drehen historische Rennfahrzeuge und Motorräder ihre Runden. Historisch mobil wird es am Samstag in der Innenstadt von Friedrichshafen, wenn ab 19 Uhr über 100 historische Fahrzeuge ein rollendes Museum bilden.

Die Air-Show mit den legendären „Flying Bulls“ findet täglich von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr auf dem angrenzenden Flughafen statt. Ein weiteres Luft-Highlight bildet die Passagiermaschine Super Constellation aus der Schweiz, die eigens zur KLASSIKWELT BODENSEE anreist. Zu Wasser wird es „Very British“: Besucher haben die Gelegenheit, in original „Steamboats“ in See zu stechen; von Donnerstag bis Samstag gibt es täglich um 15.30 Uhr eine stilvolle Dampfboot-Parade und den Abschluss bildet am Sonntag um 13.00 ein Dampfboot-Rennen.

Die Öffnungszeiten sind von Donnerstag, 21. Mai bis Sonntag, 24. Mai 2009.

"Augenblicke für die Ewigkeit"

13.03.09 - Felix Oehme über das Beluga-Duo, Kap Hoorn und moderne Seefahrt.

Fast 100 Seemeilen jagten der Kieler Boris Herrmann und Felix Oehme aus Hamburg am Freitagmittag (13. März) mit der „Beluga Racer“ zur Halbzeit des Portimão Global Ocean Race um die Welt hinter den Chilenen Cubillos/Muñoz auf der „Desafio Cabo de Hornos“ her. Die Führung in der Gesamtwertung (6,5 Punkte) war dadurch jedoch nicht gefährdet. Auf der dritten Etappe von Neuseeland nach Brasilien lag die Eisgrenze hinter den Teilnehmern und noch 3.400 Seemeilen sowie erneut ein schwerer Sturm vor ihnen. Vor der bedeutsamen Rundung Kap Hoorns schrieb Co-Skipper Felix Oehme seine Gedanken zum Segeln zu zweit in einer Email von Bord und verglich die Seefahrt damals mit heute:

„Bevor die Sonne gestern Abend in den Pazifik tauchte und ihre letzten Sonnenstrahlen des Tages von achtern in unser Cockpit warf, standen wir mit einer(!) Dose Bier zusammen und genossen die Atmosphäre. Der Vorsprung der Chilenen machte uns noch keine allzu großen Sorgen, da wir nicht glaubten, sie können in ein anderes Wettersystem entweichen und auf und davon sein.

Wie wäre es nun, ganz alleine hier zu sein? Das Boot lässt sich alleine segeln, das ist keine Frage. Das machen wir ja oft genug, wenn der andere schläft. Aber kritische Situationen meistern sich besser zu zweit. Jetzt sind wir schon seit sieben Monaten fast jeden Tag zusammen an Bord. Und immer noch bin ich froh, dass wir zu zweit sind. Wir haben Stürme erlebt und lange Weile bekämpft. Zielankünfte zusammen gefeiert und bis zur Erschöpfung die Starts vorbereitet. Wir erleben dieses Abenteuer zu zweit, wie wir gerade den Abend zu zweit genießen, und das ist schlichtweg fabelhaft.

Noch etwa eine Woche bis zum Kap Hoorn. Wie wird es sich anfühlen, um diese berüchtigte Landmarke herum zu segeln? Große Freude, endlich wieder in ruhige atlantische Gewässer zu navigieren? Oder wiegt der Abschied aus dem beeindruckenden Südpolarmeer schwerer? Oder werden wir einfach gestresst sein, von großen Wellen, viel Wind, nahem Land und Felsen und dazu noch Telefonate, Video filmen und Podcast aufnehmen? Werden wir es überhaupt genießen können?

Ich frage mich oft, ob ich der Situation gerecht werde, wenn ich einen historischen Ort betrete oder einen großen Moment erlebe. Natürlich nehme ich solche Zeitpunkte als etwas ganz Besonderes war. Aber wie soll ich mich verhalten? Es sind Augenblicke für die Ewigkeit, die niemand verpassen wollte. Muss ich mich deshalb darauf konzentrieren? Was habe ich getan, als ich meine letzte Klausur geschrieben habe, und als ich mein Diplom in den Händen hielt? Wie war das noch am Kap der Guten Hoffnung, das wir auch zu Fuß besucht haben? Ich will Kap Hoorn in meinen Erfahrungsschatz aufnehmen und einfach nur genießen!

Dieser mystische Fleck Erde zeigt extrem deutlich, wie sich die Seefahrt verändert hat. Es ist gerade einmal 50 Jahre her, als die ‚Pamir‘ als letzter Handelssegler ohne Motor dieses Kap umrundet hat. In meiner Heimatstadt Lübeck liegt eines ihrer Rettungsboote in der Petrikirche zum Gedenken an die auf See gebliebenen Seeleute. Heute passieren überwiegend Regattayachten dieses Kap, während die Großschifffahrt Kanäle nutzt.

Ob als Soloskipper im Vendee Globe, wie wir als Zwei-Mann-Team im Portimão Global Ocean Race oder wie die Volvo Ocean Racer mit einer kompletten Crew, wir alle haben hochmoderne Yachten, die mit elektronischer Navigation zu jeder Zeit ihren genauen Standpunkt wissen. Wir können Emails versenden und telefonieren, ja sogar Videos auf unsere Webseite stellen. Der Autopilot hält Kurs, und das 24 Stunden am Tag und besonders bei Nacht nicht schlechter als ein Steuermann aus Fleisch und Blut. Dies ist nicht mit der Seefahrt vergangener Tage zu vergleichen.

Sobald wir aber an Deck kommen wird es vergleichbarer. Gischt spritzt einem in die Augen, die Hände werden klamm. Eine Hand für den Mann, die andere für das Boot! Solche scheinbar antiquierten Leitsätze haben noch heute ihre Gültigkeit.

Unser Sextant an Bord symbolisiert den Wandel. Wir haben einen extrem leichten Kunststoffsextanten an Bord. Doch die letzte Standortbestimmung mit Sonne und Sternen liegt bei Boris schon lange zurück, und ich habe mich damit noch gar nicht beschäftigt. Wir vertrauen den GPS-Geräten und den elektronischen Seekarten. Nur vom Zielgebiet und möglichen Notstopphäfen haben wir auch Papierseekarten dabei. Manchem erfahrenen Seebären wird dies leichtsinnig vorkommen.

Wie gefährlich ist so eine Regatta eigentlich? Welches Risiko nehmen wir in Kauf? Ist es mutiger, eine Regatta um die Welt zu segeln, oder einen Kredit für ein Haus aufzunehmen? Die Antwort weiß vielleicht die Sonne. Aber deren letzte Strahlen sind gerade hinter dem Horizont verschwunden und lassen nur noch die Unterseiten der Wolken in warmen Farben leuchten. Es wird kühler, wir jagen die Chilenen weiter, die Nacht beginnt.“

Zwischenstand der dritten Etappe am Freitag (13. März) um 10.20 Uhr:
1. Desafio Cabo de Hornos, Felipe Cubillos/José Muñoz (Chile) noch 3.420,3 sm
2. Beluga Racer, Boris Herrmann/Felix Oehme (Kiel/Hamburg) 94,7 sm zurück
3. Mowgli, Jeremy Salvesen/David Thomson (Großbritannien) 130,8 sm zurück
Kazimir Partners, Lenjohn und Peter van der Wel (Südafrika) nicht gestartet

Zwischenstand beim Portimão Global Ocean Race:
1. Beluga Racer, Boris Herrmann/Felix Oehme (Kiel/Hamburg) 26 Punkte
2. Desafio Cabo de Hornos, Felipe Cubillos/José Muñoz (Chile) 19,5
3. Mowgli, Jeremy Salvesen/David Thomson (Großbritannien) 16
4. Kazimir Partners, Lenjohn und Peter van der Wel (Südafrika) 6,5

Dienstag, 10. März 2009

Mitbegründer der boot Düsseldorf Horst Schlichting verstorben

10.03.09 - Mitbegründer der boot-Düsseldorf verstarb im Alter von 80 Jahren.

Aus seiner Idee wurde ein großer Erfolg Die Messe Düsseldorf trauert um Horst Schlichting, Mitbegründer der boot-Düsseldorf, Verleger, Journalist und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Es war Horst Schlichting, der Ende der 60er-Jahre die Idee der boot-Düsseldorf entwickelte. Dank seiner Überzeugungskraft, seiner Initiative und seines Sachverstandes konnte die boot 1969 in Zusammenarbeit mit der Führung der Messe Düsseldorf aus der Taufe gehoben werden. Aus seiner "fixen Idee", wie Horst Schlichting die boot stets nannte, wurde die international führende Messe des Yacht- und Wassersports, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feierte. Horst Schlichting blieb der boot auch nach den Gründerjahren, die er aktiv mitgestaltete, verbunden und stand der boot-Crew mit Rat und Tat als Mitglied des Messerates und des Ehrenkomitees zur Verfügung.

"Mit Horst Schlichting verlieren wir nicht nur einen exzellenten Fachmann und Kenner der Segelsportszene, sondern auch eine visionäre Persönlichkeit, einen treuen, verlässlichen Partner und einen liebenswerten Menschen," so Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. "Die Messe Düsseldorf und das boot-Team werden sich stets gern an ihn erinnern und sein Andenken in Ehren halten." Horst Schlichting verstarb am 4. März 2009 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren.

NSA AG neuer Lizenzpartner der deutschen Olympiamannschaft

10.03.09 - "Exklusiver Partner für Nutrition" mit Produktlinie "Juice Plus" - ab 2012 Co Partner.

Das Schweizer Unternehmen NSA AG mit Hauptsitz in Basel wird bis 2011 Lizenpartner des Deutsche Olympischen Sportbundes (DOSB). Zu den Olympischen Spielen 2012 in London wird die Kooperation auf eine Co Partnerschaft ausgeweitet. Dies gaben die NSA und der DOSB, vertreten durch seine offizielle Vermarktungsagentur Deutsche Sport-Marketing (DSM), am Freitag bei einer Vertriebstagung der Handelsfirma in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen bekannt.

Die NSA wird als „Exklusiver Partner für Nutrition“ mit ihrer Marke „Juice Plus“ auftreten und über die Verbindung zu den Spitzenathleten die wachsende Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung herausstellen – ein Anliegen, das auch im DOSB eine wichtige Rolle spielt: „Fitness und gesunde Ernährung sind zentrale Themen, die bei uns ganz oben auf der Agenda stehen. Die NSA wird hierbei als Partner einen wertvollen Beitrag leisten“, sagt DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Über Sachleistungen werden die Athleten direkt von der Partnerschaft profitieren.

„Juice Plus“ besteht aus Konzentraten von reif geernteten Früchten und Gemüsen und ist in Kapselform über Vertriebspartner der NSA erhältlich. Von dem Unternehmen seit 1995 regelmäßig in Auftrag gegebene Studien zeigen, dass durch die natürlichen Wirkstoffe in „Juice Plus“ unter anderem Regenerationsprozesse beschleunigt und Abwehrkräfte gestärkt werden. André Gerber, Direktor Sales und Marketing der NSA: „Wir sind stolz, als offizieller Partner mit dem größten Sportverband der Welt zusammenarbeiten und unsere Fachkompetenz auf dem Gebiet der Ernährungsforschung einbringen zu dürfen. Gleichzeitig wollen wir das olympische Thema als Impulsgeber für unseren Vertrieb nutzen und hier neue Wege erschließen.“

Die NSA ist mit ihren Produkten in unterschiedlichen Bereichen des Sports aktiv, auch international. Bereits Mitte Juli 2008 hat das Unternehmen eine Kooperation mit dem Französischen Ski-Verband geschlossen (FFS). Zudem treten bekannte Athleten wie die serbische Tennisspielerin Ana Ivanovic (WTA 7) und die österreichischen Rodel-Doppelsitzer Markus und Tobias Schiegl als Testimonials für die Marke auf.

Über die NSA AG
Die NSA AG, Basel, wurde 1996 als eigenständige Lizenznehmerin der amerikanischen Unternehmung NSA INC. gegründet. Als international ausgerichteter Standort werden von hier aus die Aktivitäten in den Ländern Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Polen und Ungarn gesteuert. Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt heute über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seinem Hauptsitz in Basel.

Impressum
Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
Medien/ÖffentlichkeitsarbeitTelefon: +49 - 69 - 67 00 - 255
E-Mail: presse@dosb.de

Über Juice Plus
Bei der Entwicklung von Juice PLUS + ® hat das Wissen um die aussergewöhnliche Bedeutung von Obst und Gemüse eine zentrale Rolle gespielt. Aus diesem Grunde zielen auch sämtliche Produktionsschritte darauf ab, die ursprünglichen Gegebenheiten der Natur weit möglichst zu erhalten.Juice PLUS + ® wird aus frischem, qualitativ hochwertigen Obst, Gemüse und Beeren hergestellt.

Dabei wird jeder einzelne Schritt genau kontrolliert, damit die natürliche Reinheit des Produkts gewährleistet und eine Belastung durch Pestizide oder andere Schadstoffe ausgeschlossen werden kann.Es werden nur erntefrische und vollreife Früchte verwendet, die bekanntermassen über den höchsten Anteil wertvoller sowie essenzieller Inhaltstoffe, v. a. sekundärer Pflanzenstoffe (SPS), verfügen.Ein weiterer wesentlicher Schritt ist die optimale Versaftung der Früchte. Dadurch können vermehrt hochwertige Mikronährstoffe, die dadurch später im Körper hervorragend aufgenommen und verwertet werden, freigesetzt werden.In einem hoch entwickelten sowie schonenden Trocknungsverfahren nach firmeneigener Methode wird dieser Saft dehydriert (entwässert) und zu Pulver verarbeitet.

Dabei wird sehr sorgfältig kontrolliert, dass die natürlichen Inhaltsstoffe bei der Verarbeitung keinen hohen Temperaturen ausgesetzt werden, um die Erhaltung höchstmöglicher Anteile der ursprünglichen pflanzlichen Inhaltsstoffe zu gewährleisten.Das Ergebnis dieser Prozesse ist ein hochkonzentriertes Saftpulver – die eigentliche Essenz unserer Juice PLUS + ® Produkte; eine Essenz die Juice PLUS + ® zu einem einzigartigen Produkt macht. Insbesondere die Juice PLUS + ® Kapseln Obst-, Gemüse- und Beerenauslese bieten daher schon seit mehr als einem Jahrzehnt für jeden von uns die Möglichkeit, seine tägliche Ernährung auf einfachste Weise zu optimieren. Mehr Infos >

Montag, 9. März 2009

Einmal Kiel-Göteborg und zurück, bitte!

09.03.09 - Beim 18. Jugendseglertreffen haben mehr als 300 Teilnehmer den Kurs für die kommenden Jahre im Jugendsegeln abgesteckt – und das direkt auf See.

Eine Arbeitssitzung in der Diskothek einer Fähre. Mit mehr als 300 Teilnehmern. Kann das gut gehen? Es kann. Und wenn direkt darunter der Dieselmotor brummt und es statt parlamentarischer Bestuhlung nur Lounge-Sessel gibt? Macht auch nichts! Das hat das 18. Jugendseglertreffen des Deutschen Segler-Verbandes gezeigt, das am vergangenen Wochenende mit großem Erfolg auf einer Ostsee-Fähre veranstaltet wurde.

Die alle zwei Jahre veranstaltete Vollversammlung der Seglerjugend wurde auf der 176 Meter langen "Stena Germanica" ausgerichtet. Während das Schiff bei ruhigem Winterwetter von Kiel nach Göteborg und zurück fuhr, tagten die rund 300 Delegierten in verschiedenen Konferenzräumen und in der Borddiskothek.

Am Samstagvormittag erkundeten die Seglerinnen und Segler die schwedische Hafenstadt per Bus und auf eigene Faust bei einem Stadtbummel. Abends und nachts nutzen sie die besagte Disko für zwei lange Bord-Partys.

Der satzungsgemäße Teil des 18. Jugendseglertreffens wurde kurz nach der Rückkehr der Fähre in Kiel veranstaltet, wo weitere Delegierte und als Ehrengast die Oberbürgermeisterin von Kiel, Angelika Volquartz, an Bord stiegen. "Wir sitzen alle in einem Boot", scherzte DSV-Präsident Rolf Bähr gut gelaunt angesichts der erfreulichen Resonanz auf den ungewöhnlichen Tagungsort. Jugendobmann Wolfgang Wagner zog ebenfalls ein positives
Resümee: "Der organisatorische Mehraufwand hat sich gelohnt!"

Auch inhaltlich wurde einiges bewegt. Bei ihrer Arbeitssitzung am Sonntag beschlossen die Delegierten, die Jugend- und Jüngstenmeisterschaftsklassen künftig nach einem neuen System zu bestimmen, dem allerdings noch das DSV-Präsidium und der Seglerrat zustimmen müssen. Die geplante Neuregelung umfasst folgende Eckpunkte:

- Jede Bootsklasse, die in der altersbegrenzten Rangliste (= Auszug aus der Gesamtliste) eine Zahl von mindestens 50 Booten ausweist, kann Deutsche Jugend- bzw. Jüngsten-meisterschaften aussegeln.
- Auf Vorschlag des Jugendsegelausschusses können durch das Jugendseglertreffen weitere Klassen für vier Jahre als Jugend- bzw. Jüngstenmeisterschaftsklasse bestimmt werden.
- Eine Klasse kann nicht gleichzeitig Jugend- und Jüngstenmeisterschaftsklasse sein.
- Im Jahr 2009 gewählte Klassen behalten ihren Status bis mindestens 2013

Die exakte Formulierung der neuen Regelung für die erforderliche Änderung der Meisterschaftsordnung soll in den nächsten Monaten erarbeitet und von den zuständigen DSV-Gremien verabschiedet werden. Die Meisterschaftsklassen für die nächsten vier Jahre wurden bei der Arbeitssitzung auf der Fähre noch nach dem bisherigen System gewählt. Bei den Segelbooten blieb alles wie gehabt: Deutsche Jüngstenmeisterschaften können in der Einhandklasse Optimist und in der Zweihandjolle Teeny ausgesegelt werden. Als Jugendmeisterschaftsklassen wurden die Klassen Europe, Laser Radial, Pirat, 420er, Hobie 16 und 29er bestimmt.

Ein Novum gibt es im Surfbereich. Um dort das Angebot zu erweitern, wurde im Jugendbereich neben dem Bic Techno 293 für den Altersbereich U17 mit 7,8 qm Segelfläche die so genannte offene Hybridklasse mit der Altersobergrenze U20 gewählt. Sie umfasst Surfbretter mit Schwert und einer maximalen Board-Länge von 3,20 Meter. Die Segelfläche liegt bei maximal 8,5 qm. Die Wahl dieser neuen Surfklasse erfolgte allerdings unter dem Vorbehalt, dass der vorgeschriebene Status als so genannte anerkannte Klasse noch erreicht werden muss. Als Deutsche Jüngstenmeisterschaftsklasse wurde das Brett Bic Techno 293 mit 6,8 qm Segelfläche (Altersgruppe U15) gewählt.

Während über die Wahl der Klassen im Vorwege lebhaft debattiert wurde, gab es bei den Sportlerehrungen keinerlei Diskussionen. Jugendobmann Wolfgang Wagner ehrte fünf junge Sportlerinnen und Sportler, die in den vergangenen zwei Jahren Spitzenleistungen im internationalen Segelsport gezeigt hatten. Als Kriterium galt mindestens einmal Platz eins bis drei bei Europa- oder Weltmeisterschaften im Jugend- und Juniorenbereich. Geehrt wurden:

- Susann Beucke, Hannoverscher Yacht-Club, Klasse: Zweihandjolle 420er
- Moana Delle, Segelklub Bayer Uerdingen, Klasse: Surfbrett RS:X
- Oliver-Tom Schliemann, Yachtclub Berlin-Grünau, Klasse: Surfbrett RS:X
- Christian Freimüller, Windsurfklub Nordschwarzwald Calw, Klasse: Surfbrett RS:X
- Philipp Buhl, Segelclub Alpsee-Immenstadt, Klasse: Einhandjolle Laser Standard

Auch bei den Finanzen herrschte Einigkeit unter den Delegierten. Die Haushalte 2007 und 2008 wurden ebenso einstimmig angenommen wie die Etats 2010 und 2011. Wann und wo das nächste Jugendseglertreffen stattfindet, wurde noch nicht bestimmt. Der Jugendsegelausschuss wird sich etwas Interessantes ausdenken müssen, denn zum Abschluss des 18.
Jugendseglertreffens gab es als Dank für das Event Standing Ovations von den Delegierten.


Wolfgang Wagner


Rolf Bähr, Angelika Volkerts, Wolfgang Wagner (v.l.)


Die geehrten Jugendlichen mit Wolfgang Wagner