Dienstag, 21. August 2007

Ocker/Scholz/Davies Meister in der Drachen-Klasse


Foto: Augsburger Segler-Club e. V. Utting

Mit einer neuen Sieger-Crew endete am späten Samstagabend (18. August) die Internationale Deutsche Meisterschaft der Drachen-Klasse beim Augsburger Segler-Club auf dem Ammersee. Philipp Ocker (28 Jahre), Julia Scholz (26) und Oliver Davies (24) vom Münchener Yacht-Club gewannen nach sechs Wettfahrten mit 59 Booten bei durchwegs sowohl leichten wie auch schwierigen Windbedingungen mit neun Punkten Vorsprung. Vize-Meister wurden Markus Glas, Max Glas und Wolfi Steuer (YC Possenhofen/Bayerischer YC/YCP). Auf Rang drei segelten Rudi Houdek, Sebastian Hubert und Florian Keller (BYC/ASC/BYC).

"Ich freu mich riesig", sagte der 28-jährige Architektur-Student bei der Siegerehrung, der noch gar nicht realisiert hatte, dass er gerade den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere eingefahren hatte. Die fünfte und vorletzte Wettfahrt wurde am Samstagnachmittag nach längerem Warten auf stabilen Wind bei zwei bis drei Beaufort aus Nordost gesegelt.

Ocker hatte nach der ersten Runde die Führung übernommen, Glas war ihm auf den Fersen. 150 Meter vor dem Ziel zog Glas in Lee von Ocker an, konnte einen Tick höher und schneller segeln und kam mit zwei Bootslängen Vorsprung als erster ins Ziel. Im neuen Zwischenstand lag Ocker mit zehn Punkten in Führung vor Glas, gefolgt von Peter Fröschl (MYC).

Wettfahrtleiter Georg Haindl brach die folgende Wettfahrt auf der Startkreuz wegen ungleichmäßiger Bedingungen noch einmal ab, um wenig später erneut zu starten. Bei diesem Start für die letzte und entscheidende Wettfahrt nahm Ocker das Rennen nur aus der zweiten Reihe auf, um keinen Frühstart zu riskieren.

Denn in der dritten Wettfahrt hatte er schon eine Frühstart-Disqualifikation, die er jedoch aufgrund eines Streichers eliminieren konnte. Ocker und Glas segelten in etwa gleichauf ­ bis die Nordseite des Kurses bei Nordostwind bevorzugt schien. Glas blieb rechts, Ocker ging nach links zur Nordseite. Nach zwei Dritteln der Startkreuz aber zog frischer Wind im Süden durch und die rechte Seite war damit stark bevorzugt. Als erste rundeten Harro Kniffka, Robert Stanjek und Michael Lipp (Norddeutscher RV/NRV/Bayerischer YC) die Luvmarke. Ocker und Glas kamen abgeschlagen wieder gleichauf an der Wendemarke an. Doch alle Konkurrenten, die den beiden noch gefährlich werden konnten, segelten nicht weit genug vor dem Duo. Kniffka gewann das Rennen, Glas kam als 14. ins Ziel, unmittelbar gefolgt von Ocker ­ der damit die Meisterschaft gesichert hatte. "Es war anstrengend, vor allem nervlich", sagte Ocker nach dem Rennen, noch unsicher, ob die vorläufig berechnete Rangliste auch Bestand nach Bekanntgabe von Frühstartern und Protestverhandlungen haben würde.

Die vier vorausgehenden Wettfahrten wurden zwischen Mittwoch und Freitag bei Wind aus Südost bis Südwest mit jeweils ein bis drei Beaufort gesegelt. Während es anfangs föhnig warm und sonnig war, überraschte kalter Regen die Segler am Donnerstag. Bei wieder langsam trockenerem Wetter wurden am Freitag zwei Rennen gesegelt. Die Tagessieger waren zunächst das Schweizer Paar Dieter und Lotti Schmid mit Karl Käfer, dann Peter Fröschl, Sigrid Smuda-Fröschl und Friederike Geppert (MYC/MYC/Herrschinger SC). Am Freitag gewannen Markus Glas mit Sohn Max und Wolfi Steuer sowie Matthias und Sandra von Linde mit Ulrike Jordan (Münchner Ruder- und Segelverein) die Läufe. Bester Steuermann des gastgebenden ASC war Michael Erhard mit seiner Frau Angela und Sebastian Michael auf Rang fünf. Dass Drachen-Segeln auch ein Familiensport für drei Generationen sein kann, bewiesen die Oesers vom ASC. Enkel Vincent und Großvater Ernst-Georg bedienten die Vorschoten, während Florian aus der mittleren Generation steuerte. Die Familie kam ­ nachdem sie das erste Rennen zu früh angegangen hatten ­ auf Rang 55.

Eingerahmt wurde die Meisterschaft von der Begrüßung über Apres-Sailing-Meetings und ein Meisterschafts-Dinner bis zur Siegerehrung wieder von zahlreichen Veranstaltungen, die maßgeblich von den drei Hauptsponsoren ­ Musto, SGS und b+m ­ unterstützt wurden. Weitere Sponsoren waren die Dräxlmaier, Sail&Art, Sonepar, Volkswagen und die Bäckerei Wolf. Der ASC dankt allen Sponsoren, Unterstützern, Helfern an Land wie auf dem Wasser, ohne die diese Meisterschaft nicht möglich gewesen wäre, sowie allen Seglerinnen und Seglern für ihre Teilnahme und faires Segeln!
Volker Göbner / ASC

Internationale Deutsche Meisterschaft der Drachen-Klasse Augsburger Segler-Club, Utting am AmmerseeEndergebnis nach sechs Wettfahrten (59 Mannschaften aus drei Nationen)
1. Philipp Ocker, Julia Scholz, Oliver Davies (Münchener Yacht-Club/MYC/MYC), 28 Punkte
2. Markus Glas, Max Glas, Wolfi Steuer (YC Possenhofen/Bayerischer YC/YCP), 37 Punkte
3. Rudi Houdek, Sebastian Hubert und Florian Keller (BYC/Augsburger SC/BYC), 39 Punkte
4. Peter Fröschl, Sigrid Smuda-Fröschl und Friederike Geppert (MYC/MYC/Herrschinger SC).
5. Michael Erhard, Angela Erhard, Sebastian Michael (ASC/ASC/ASC), 45 Punkte
6. Ulli Libor, Stephan Hellriegel, Henning Seltmann (Norddeutscher RV/YC Berlin-Grünau/YCBG), 45 Punkte

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6. Tag der Pre-Olympics in Qingdao/China

470er-Frauen vorgerückt, Starteam zurückgefallen

QINGDAO. Nach erneut stundenlangem Warten auf Wind am Montag (20. August) schickte die Regattaleitung der PreOlympics im chinesischen Qingdao die Teilnehmer am Nachmittag doch noch auf die Bahnen. Bei leichter Brise absolvierten die 470er-Frauen sogar noch zwei Rennen, aus denen Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team als Fünfte und Dritte hervorgingen und in der Gesamtwertung auf den vierten Rang knapp hinter dem Spitzentrio vorrückten. Die Starklasse schaffte bis zum Einbruch der Dämmerung nur eine Wettfahrt, in der Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) Achter wurden. Dadurch fielen sie in der Gesamtwertung auf den sechsten Platz zurück.

Als die Boote zurück in den Hafen von Qingdao geschleppt wurden, war es bereits dunkel geworden. „Hauptsache, wir haben noch zwei Rennen ins Ziel bekommen“, meinte Steffi Rothweiler, „aber das sagt sich natürlich leichter, wenn jemand gut abgeschnitten hat.“ Kurzwettfahrten bei schwindendem Tageslicht sind im Segelsport allemal eher ungewöhnlich.

„Der Wind hatte höchstens Stärke zwei“, berichtete Vivien Kussatz, „die Starts waren nur möglich, weil es weniger Strömung hatte als die Tage vorher.“ Den Europameisterinnen von 2006 und 2007 waren die Bedingungen durchaus recht, auch wenn das Risiko von starken Drehungen und Windlöchern mit abnehmender Brise steigt. Kussatz: „Da greifen wir auch schon mal daneben.“

Am Montag aber segelte das pinta racing team souverän und arbeitete sich zweimal konstant nach vorne. Dass es nicht zu einem Tagessieg reichte, kommentierte die Steuerfrau so: „Es gibt immer einzelne Konkurrentinnen, die mit geschlossenen Augen auf eine Seite hinausfahren und damit Glück haben. Das hat aber nichts mit überlegter Taktik zu tun, denn genauso oft klappt das nicht. Dann sind die gleichen unter den Letzten.“

Ins finale Medalrace sind Rothweiler/Kussatz dadurch allerdings noch nicht eingezogen. Die Regattaleitung entschied, am Dienstag noch zwei Wettfahrten nachholen zu lassen, die zuvor ausgefallen waren. Vor diesen führen die Australierinnen Elisa Rechichi/Tessa Parkinson punktgleich vor Ruslana Taran und Olena Pakholchyk aus der Ukraine. Nur zwei Zähler zurück sind Ai Kondo/Naoko Kamata aus Japan Dritte einen Punkt vor den Deutschen. Aber Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) und Therese Torgersson/Vendele Zachrisson (Schweden) liegen nur einen und zwei Punkte hinter dem pinta racing team zurück.

In der Star-Klasse eroberten die Neuseeländer Hamish Pepper und Carl Williams durch einen Tagessieg die Gesamtführung mit 13 Punkten von den Schweizern Flavio Marazzi/Christoph Christen (18), die durch einen neunten Tagesrang auch noch hinter die Ex-Weltmeister Xavier Rohart/Pascal Rambeau (15/Frankreich). An Pickel/Borkowski (26) zogen Mateusz Kusznierewicz/Dominik Zycki (22/Polen) auf Rang vier und die Brasilianer Robert Scheidt/Bruno Prada aus Brasilien (23) vorbei.


Zwischenstand der PreOlympics in Qingdao/China nach dem sechsten Tag:

470er-Frauen - Gesamtstand nach sieben Wettfahrten:
1. Elisa Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 26 Punkte
2. Ruslana Taran/Olena Pakholchyk (Ukraine) 26
3. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 28
4. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 29
5. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 30
6. Therese Torgersson/Vendele Zachrisson (Schweden) 31

Star-Klasse - Gesamtstand nach vier Wettfahrten:
1. Hamish Pepper/Carl Williams (Neuseeland) 13
2. Xavier Rohart/Pascal Rambeau (Frankreich) 15
3. Flavio Marazzi/Christoph Christen (Schweiz) 18
4. Mateusz Kusznierewicz/Dominik Zycki (Polen) 22
5. Robert Scheidt/Bruno Prada (Brasilien) 23
6. Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) 26

X-35 Class Cup 07

Bodensee, Switzerland – 16.-19. August 2007

Erstmals wurde der Class Cup der X-35 One Design Klasse ausgetragen, welcher im Rahmen der Bottighofer Pokalregatten stattfand. 71 Crewmembers auf 10 Yachten aus 3 verschiedenen Nationen meldeten sich für die ausgeschriebenen Wettfahrten.

Die X-35 Klasse kämpfte hart und fair. MARIMAR II von N. Mahmutovic aus Neuchatel, wurde gesteuert von Dirk Manno aus Flensburg, welcher sich mit einem 2. Platz am letzten Renntag das Siegespodest vor der SWIMMINGTOOL von Eugen Munz sichern konnte. Mit Rang 3 in der Gesamtwertung beendete X-FLY von Max Schetter, mit Steuermann Peter Munz dass Rennen. Rang 4 ging an die X for Six vom Zürichsee, gesteuert von Eigner W. Steinauer welche die Podestränge aufgrund eines Frühstarts nicht erreichte.

Vom Opening in der exklusiv reservierten „Sealounge“ bis zum Hafeneinlaufbuffet für alle Crews und Gäste hatte das Organisationskomitee der austragenden Seglervereinigung Bottighofen, sowie dem OK-Team der X-35 Klasse ein wahrlich sensationelles Rahmenprogramm geschaffen.

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Montag, 20. August 2007

Die Nummer 1 gewinnt «on top of the World»!

ST. MORITZ ­ Dramatik pur beim höchstgelegenen Match Race der Welt: Die Nummer 1 der Weltrangliste, der Brite Ian Wiliams, setzte sich im Finale knapp mit 3:2 Siegen gegen den zweifachen St. Moritz-Sieger Mark Mendelblatt (USA) durch. Die Schweizer Gebrüder Monnin gewannen den kleinen Final um Platz 3 gegen Vorjahressieger Paolo Cian aus Italien.

1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2 für Williams: So spannend war das Finale des St. Moritz Match Race noch nie. Die Nummer 1 der Weltrangliste und der zweifache «King of the Mountain» boten hochklassigen Sport. Vor allem der letzte und entscheidende Lauf war an Dramatik nicht zu überbieten: Nach einem ausgeglichenen Start rundete Williams die erste Tonne knapp vor Mendelblatt, luvte bis fast in den Wind an und konnte Mendelblatt so eine Strafe aufzwingen. Mendelblatt blieb dran, hatte bei der Leetonne die Innenposition und zwang Williams zu einem Zeit raubenden Ausweichmanöver. Mendelblatt blieb vorne, doch auf dem letzten Vorwindkurs setzte ihn der Brite von hinten unter Druck und schafft es, ihm auf den letzten Metern nochmals eine Strafe anzuhängen ­ die Entscheidung.

«Das war ein fantastischer Event und Mark ein harter Brocken», freute sich Sieger Ian Williams im Ziel. «Sein Bootshandling war besser, doch wir haben mehr Match-Race-Erfahrung und das konnten wir vor allem im letzten Lauf nochmals beweisen. Wenn Mark nicht so viele Strafen kassiert hätte, dann...» Dann wäre der Amerikaner wohl zufriedener gewesen. So blieb dem zweifachen Sieger «nur» Platz 2. «Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir den Sieg auf den letzten Metern noch aus den Händen gegeben haben», so der Amerikaner. «Aber Ian Williams war extrem stark.»

«Das mit den Seilschaften und Beziehungen ist ganz klar kein italienisches Phänomen mehr», staunte Vorjahressieger Paolo Cian bei der abschliessenden Pressekonferenz. «Die Gebrüder Monnin müssen einen direkten Draht zum Malojawind haben.» Denn Eric, Jean-Claude und Marc Monnin vom Yacht Club Immensee (Nr. 12) gewannen das Duell gegen die Nummer 3 der Weltrangliste und Vorjahressieger mit 2:0 Siegen. Eric Monnin: «Das waren tatsächlich komische Windverhältnisse. Vor allem im 2. Lauf hatten wir schon das Gefühl, wir hätten verloren und kamen doch nochmals zurück. Das schmälert aber unsere Freude nicht. Denn das ist unser bisher bestes Resultat.»

Das Trio Monnin platzierte sich als bestes «Schweizer» Team in St. Moritz. Alinghi-Skipper Peter Evans, der für den verletzten Jochen Schümann steuerte, musste sich mit Platz 6 zufrieden geben. «Ich bin schon lange nicht mehr am Steuer gestanden», sagte der Neuseeländer. «Deshalb müssen wir mit dem 6. Platz zufrieden sein.»

Ebenfalls zufrieden war das Team von Matthias Renker vom RC Oberhofen. Die Berner Oberländer klassierten sich bei ihrer ersten Teilnahme an einem Grade-1-Event gleich auf Platz 8. «Das Erreichen der Viertelfinals ist für uns ein Erfolg, doch wir hätten uns schon noch mehr gewünscht», gab Renker zu. Immerhin: Mit Evgeny Neugodnikov und Staffan Lindberg liessen die Berner Oberländer die Nummern 5 und 6 der Weltrangliste hinter sich!

Rennleiter Christian «Blumi» Scherrer: «Ich bin mit dem Event mehr als zufrieden. Das war grossartiger Sport und das Wetter hat trotz den schlechten Prognosen mitgespielt. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.»

Schlussrangliste
1. Ian Wiliams (GBR)
2. Mark Mendelblatt (USA)
3. Eric Monnin (CH)
4. Paolo Cian (ITA)
5. Mathieu Richard (FRA)
6. Peter Evans (Alinghi/NZL)
7. Sebastien Col (FRA)
8. Matthias Renker (CH)
9. Michael Hestbaek (DEN)
10. Matteo Simonceli (ITA)
11. Staffan Lindberg (FIN)
12. Evgeny Neugodnikov (RUS)

5. Tag der Pre-Olympics in Qingdao/China

Olympiasegler genervt: Wieder kein Wind

QINGDAO. Am fünften Tag der vorolympischen Regatta im chinesischen Qingdao, die pikanterweise den offiziellen Namen „Good Luck Bejing 2008“ trägt, blieben die Wettfahrtleiter glücklos, und die Teilnehmer sind zunehmend genervt. Am Sonntag (19. August) wehte wieder nicht genug Wind zum Segeln. Erneut wurden alle geplanten Wettfahrten abgesagt. Auch für die 470er-Frauen des pinta racing teams, Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) und ihre Kollegen aus dem Starboot, Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) war es ein Tag erfolglosen Wartens.

„Das ist eine Farce, denn offiziell waren beständige acht Knoten angesagt, nur es herrschte den ganzen Tag Flaute“, ärgerte sich Steffi Rothweiler über stundenlanges Warten auf dem Wasser. Derweil machen die Funktionäre gute Miene zu bösem Spiel. Der Präsident des Weltsegelverbands ISAF, Göran Pettersson, lobte die Austragungsstätte in Qingdao als „die beste, die es je gab“.

Nur was nützt das alles, wenn es nicht genug Wind zum Segeln gibt. Und das ist keineswegs überraschend. Denn der August ist vor der Küste des Gelben Meers als Schwachwindmonat verbrieft. Das war schon 2006 bei der ersten Testregatta so. „Dieses Jahr scheinen die Bedingungen noch schlechter zu sein“, verglich Steffi Rothweiler die ersten fünf Tage. Im Vorjahr hatte sie mit Vivien Kussatz dort „Bronze“ geholt.

Im Zwischenklassement 2007 liegen sie auf dem fünften Rang. Für die 470er-Frauen ist die Situation noch vergleichsweise entspannt. Sie haben immerhin schon fünf Wettfahrten über die Bahn gebracht und benötigen laut Reglement nur noch eine einzige, um genug Rennen für die Ausscheidung zum finalen Medalrace zu haben, das am Mittwoch (22. August) starten soll. Dafür bleibt noch der Montag und notfalls der als Ruhetag geplante Dienstag.

Die Stare haben dagegen erst drei Rennen absolviert und müssten noch weitere drei Wettfahrten schaffen, bevor es ins Medalrace gehen darf. Marc Pickel und Ingo Borkowski liegen auf dem aussichtsreichen vierten Platz. „Wir laben uns am asiatischen Büffet und hoffen auf Besserung“, so der Vorschoter, der die indische Ecke bevorzugte, „Marc steht eher auf Sushi.“ Da für Montag weiterhin nur eine leichte Brise vorhergesagt wurde, könnten die Reservetage am Donnerstag und Freitag benötigt werden – wenn, ja wenn der Wind überhaupt noch mal wiederkommt.

4. Tag der Pre-Olympics in Qingdao/China

Dritter Tagesplatz für Pickel/Borkowski

QINGDAO. Die Segelmannschaften des pinta racing teams liegen bei der PreOlympics-Regatta in der chinesischen Hafenstadt Qingdao auf Lauerstellung hinter den Medaillenrängen. Marc Pickel und Ingo Borkowski aus Kiel und Potsdam verbesserten sich am Sonnabend (18. August) im Starboot auf den vierten Gesamtrang. Die 470er-Frauen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz erwischten keinen guten Tag, hielten aber Platz fünf im Klassement.

„Wir haben bei wenig Wind und viel Strömung erstmal drei Stunden gewartet“, sagte Borkowski, „das gewohnte Bild also.“ Immerhin kam dann aber in der Kielbootklasse noch eine Wettfahrt zustande, in der er mit seinem Steuermann einen guten Start erwischte und durchweg im Vorderfeld mitmischte. „Vor allem auf der Vorwindstrecke waren wir richtig schnell unterwegs“, so der Vorschoter, „den dritten Platz haben wir dann clever verteidigt.“

Das einzige Rennen des Tages gewannen die Schweizer Flavio Marazzi und Christoph Christen. Das war schon ihr zweiter Tagessieg, wodurch sie mit neun Punkten die Gesamtführung vor den französischen Ex-Weltmeistern Xavier Rohart und Pascal Rambeau übernahmen. Zwölf Zähler haben die Drittplatzierten Neuseeländer Hamish Pepper und Carl Williams vor Pickel/Borkowski (18).

Zu mehr Rennen reichte es bei den Staren dann wieder nicht. Sie müssen sich nach vier Tagen mit nur drei Wettfahrten begnügen. „Deshalb wurde die Startzeit für Sonntag um eine Stunde vorgezogen“, erklärte Borkowski, „und es wurden drei Wettfahrten angesetzt.“ Ob das angesichts der typischen Dauerschwachwindlage realistisch ist, bleibt abzuwarten.

Mit dem dürftigen Wind kämpften auch die 470er-Frauen, die bei vier bis sieben Knoten aber zwei Rennen über die Bahn brachten. „Die Strömung war so stark, dass wir einmal an der Wendetonne im einem Windloch zurücktrieben“, berichtete Steffi Rothweiler. Dabei fiel das Team vom achten auf den 16. Platz zurück und konnte sich davon nicht mehr erholen.

„Auch in der zweiten Wettfahrt fanden wir die beste taktische Linie nicht“, so die Vorschoterin Vivien Kussatz, „kamen aber am Ende als Sechste deutlich besser raus.“ Da andere Favoritinnen einen rabenschwarzen Tag erwischten, sieht es in der Gesamtwertung für die deutschen Europameisterinnen gar nicht so schlecht aus. Nur das Führungsduo mit Ai Kondo/Naoko Kamata aus Japan (9 Punkte) und den Australierinnen Elisa Rechichi/Tessa Parkinson (10) hat sich schon etwas abgesetzt. Die schwedischen Sparringspartnerinnen des pinta racing teams, Therese Torgersson und Vendele Zachrisson (18) haben auf dem Bronze-Rang nur drei Zähler weniger als Rothweiler/Kussatz. Dazwischen liegen noch Ruslana Taran und Olena Pakholchyk aus der Ukraine mit 20 Punkten.

Zwischenstand der PreOlympics in Qingdao/China nach dem vierten Tag:

470er-Frauen
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten:
1. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 9 Punkte
2. Elisa Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 10
3. Therese Torgersson/Vendele Zachrisson (Schweden) 18
4. Ruslana Taran/Olena Pakholchyk (Ukraine) 20
5. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 21
6. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 21

Star-Klasse
Gesamtstand nach drei Wettfahrten:
1. Flavio Marazzi/Christoph Christen (Schweiz) 9
2. Xavier Rohart/Pascal Rambeau (Frankreich) 10
3. Hamish Pepper/Carl Williams (Neuseeland) 12
4. Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) 18
5. Fredrik Lööf/Andres Ekström (Schweden) 19
6. Robert Scheidt/Bruno Prada (Brasilien) 20

Jim Richardson gewinnt Rolex Baltic Week

Seine US-Yacht „Barking Mad“ blieb auch am Finaltag souverän.

NEUSTADT/HOLSTEIN. Der erste Gesamtsieger der Rolex Baltic Week 2007 heißt Jim Richardson und kommt aus den USA. Der Eigner und Steuermann der „Barking Mad“ gewann mit seiner Mannschaft am Sonntag (19. August) in Neustadt an der Ostsee nicht nur die Farr 40-Regatta, sondern im Schlussspurt gleichzeitig auch noch den European Circuit, eine fünfteilige Grand-Prix-Serie der international renommierten Klasse. Richardson verwies die australische „Kokomo“ von Sue und Lang Walker in beiden Konkurrenzen auf Platz zwei. Bester Deutscher wurde der Frankfurter Wolfgang Stolz mit seiner „Opus One“ als Vierter, der Wolfgang Schäfers „Struntje light“ (6.) auch im European Circuit noch abfing und dort „Bronze“ holte.

„Es war eine großartige Regatta mit neun spannenden Wettfahrten, in denen uns nichts geschenkt wurde“, sagte Richardson nach dem letzten Zieleinlauf, in dem er ausgerechnet der „Kokomo“ den Tagessieg überlassen musste, aber zum vierten Mal Zweiter wurde und die mit Abstand konstanteste Serie aller 13 Teilnehmer hinlegte. Mit 33 Punkten lag die „Barking Mad“ 13 Zähler vor der Verfolgerin, die dadurch auch die Gesamtführung im European Circuit noch verlor. Dort hatte Richardson mit 155 Zählern gegenüber 162 Punkten der Walkers die Nase vorn.

Bei leichtem bis mäßigen Wind mit vielen Drehern hatte Wettfahrtleiter Eckart Reinke (Kiel) wieder beide Hände voll zu tun, dem international hochkarätigen Feld drei faire Kurse aufzubauen. „Das war angesichts der wechselhaften Bedingungen eine schwierige Aufgabe, die er exzellent gelöst hat“, lobte nicht nur Wolfgang Schäfer als Präsident der mitveranstaltenden europäischen Farr 40-Flotte, sondern auch der Gesamtsieger und internationale Klassenpräsident. „Aber nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land haben wir uns sehr wohl gefühlt“, lobte Jim Richardson, „die Gastfreundschaft und das Race Village der Rolex Baltic Week waren hervorragend.“

Wie eng es in der Einheitsklasse zugeht, die bei ihren Regatten kein Streichresultat zulässt, zeigte auch der Schlusstag wieder. In drei Rennen gab es mit der „Siragusawa“ von Olli-Pekka Lumijärvi aus Finnland, der Gesamtdritter wurde, sowie der „Ichi Ban“ von Matt Allen (Australien) und eben der „Kokomo“ wieder drei verschiedene Tagessieger. „Es war wieder trickreich und taktisch enorm anspruchsvoll. Wir hatten in der vorletzten Wettfahrt auch zu kämpfen und sahen uns plötzlich auf den hinteren Rängen wieder“, berichtete Terry Hutchinson, Taktiker der „Barking Mad“, „aber wir waren dabei trotzdem ganz beruhigt, denn die ‚Kokomo’ lag bei uns.“

Für seinen Sieg erhielt Eigner Jim Richardson aus den Händen von Peter Streit, dem Geschäftsführer von Rolex Deutschland, eine edle Rolex Armbanduhr des Modells Submariner in Stahl. Manuel Cadmus, Vorsitzender des Veranstalters Norddeutscher Regatta Vereins (NRV) Hamburg, gratulierte der gesamten „Barking Mad“-Mannschaft mit Erinnerungsbechern von der Rolex Baltic Week. Die European Circuit-Trophäe überreichte Wolfgang Schäfer als Präsident der europäischen Farr 40-Flotte.

„Ich freue mich, dass so viele Farr 40-Freunde aus Übersee zur ersten Regatta unser Klasse nach Deutschland gekommen sind“, sagte Schäfer, „und ich bin davon überzeugt, dass alle das Revier in guter Erinnerung behalten.“ Das bestätigten allen voran Jim Richardson und dessen Taktiker Terry Hutchinson: „Der Sieg war härter erkämpft, als es der Endstand aussagt, und die Rolex Baltic Week war der beste Test für die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft in zehn Tagen, den wir uns wünschen konnten.“

Die Europameisterschaft der internationalen Melges 24-Klasse begann nach einer mittäglichen Flaute erst verspätet. Die erste Wettfahrt wurde um 13.35 Uhr gestartet, die dritte um 17.55 Uhr. Sie dauerte am frühen Abend noch an. Die Rolex Baltic Week mit der Melges 24-EM geht erst am kommenden Donnerstag (23. August) zu Ende.

Endstand der Farr 40-Regatta nach neun Wettfahrten:
1. „Barking Mad“ (Jim Richardson/USA) 33 Punkte
2. „Kokomo“ (Lang Walker/Australien) 46
3. „Sirwagusawa“ (Olli-Pekka Lumijärvi/Finnland) 48
4. „Opus One“ (Wolfgang Stolz/Frankfurt) 54
5. „Ichi Ban“ (Matt Allen/Australien) 58
6. „Struntje light“ (Wolfgang Schäfer/Lüneburg) 60
7. „Fiamma“ (Alessandro Barnaba/Italien) 60,8
8. „Groovederci (John Demourkas/USA) 63
9. „Backbone“ (Thomas Kjær/Dänemark) 68
10. „Sputnik“ (Ivan Wheen/Australien) 75
11. „Monkey Class“ (Ole van der Heide/Großbritannien) 79,5
12. „Flash Gordon 5“ (Helmut Jahn/USA) 81,5
13. „Baloo 110“ (Jens Erik Høst/Dänemark) 91

Endstand im Farr 40 European Circuit nach fünf Regatten:
1. „Barking Mad“ (Jim Richardson/USA) 155 Punkte
2. „Kokomo“ (Lang Walker/Australien) 162
3. „Opus One“ (Wolfgang Stolz/Frankfurt) 225
4. „Sirwagusawa“ (Olli-Pekka Lumijärvi/Finnland) 237
5. „Struntje light“ (Wolfgang Schäfer/Lüneburg) 240

Freitag, 17. August 2007

Langfinger in Unteruhldingen

Auf Bargeld hatten es vier altersbedingt schuldunfähige Jungen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren abgesehen, die am Donnerstagnachmittag, gegen 16.00 Uhr mehrere unverschlossene Boote im Sportboothafen in Unteruhldingen durchsuchten. Den bisherigen Feststellungen der Wasserschutzpolizei Überlingen zu Folge hatten das Quartett aus zwei Segel- sowie zwei Motorbooten insgesamt 110 Schweizer Franken sowie ein Taschenmesser gestohlen.

Einem Passanten waren die vier aufgefallen, als sie von einem Steg kommend ein Portemonnaie wegfahren und sich anschlieþend in Richtung Ortsmitte entfernten. Nachdem sie den Zeugen jedoch plötzlich bemerkten, rannten sie davon. Dennoch gelang es dem Mann, der daraufhin auf einem Fahrrad die Verfolgung der Flüchtenden aufnahm, zwei von ihnen einzuholen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeipostens Meersburg konnte den beiden anderen Kindern bereits kurze Zeit später ausfindig machen. Sie führten die Beamten anschlieþend bereitwillig zu einem Versteck, wo sie das Diebesgut deponiert hatten. Die vier wurden anschlieþend an die Erziehungsberechtigten überstellt.

3. Tag der Pre-Olympics in Qingdao/China

Kein Wind und überhaupt keine Rennen

QINGDAO. Die schlimmsten Befürchtungen über die Windbedingungen auf dem olympischen Segelrevier der Spiele 2008 scheinen sich zu bewahrheiten. Bei der Generalprobe, der PreOlympics-Regatta im chinesischen Qingdao, fielen am Freitag (17. August) mangels Wind alle Rennen aus. Auch das pinta racing team mit Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) im 470er sowie Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) in der Starklasse blieb unverrichteter Dinge im Hafen.

„Es gab nicht den Ansatz eines Wettfahrtstarts“, berichtete Steffi Rothweiler, „es wehte kaum ein leises Lüftchen. Wir haben nur an Land gesessen und vergeblich gewartet.“ Das Gefühl kannte die Starboot-Crew schon vom ersten Tag, als die 470er immerhin noch ein Rennen zustande brachten.

Die aufkeimende Hoffnung vom zweiten Wettfahrttag am Donnerstag, als alle Klassen bei mäßigen Winden zwei Rennen über die Bahn brachten, währte damit nur kurz.

Damit gerät der Zeitplan der vorolympischen Regatta bereits frühzeitig zunehmend aus den Fugen. Geplante Ruhetage sind Makulatur, die Reservetage rücken in den Blickpunkt der Teilnehmer. Ursprünglich sollten die Entscheidungen am kommenden Mittwoch (22. August) fallen, bis 24. August wäre es möglich, zu segeln. „Die Windvorhersagen sind aber nicht so prickelnd“, verriet Marc Pickel, „wir rechnen die ganze Zeit nur mit schwachen Winden.“ Am Sonnabend sollen je zwei Wettfahrten pro Klasse starten.

Wer kennt sie nicht, die Mundart-Songs von Polo Hofer: Alperose, Kiosk usw.

Foto: www.polohofer.ch

Und Polo-National kann heute Abend LIVE im Seepark Romanshorn erlebt werden. Das Live OpenAir im Seepark Romanshorn startet am Freitag, 17. August 2007, um 19.00 Uhr (Türöffnung 18.00 Uhr). Am Samstag wird dann der bekannte Schlagersänger Patrick Lindner die Herzen schmelzen lassen. Jetzt schon viel Spass an der OpenAir Veranstaltung. Die Veranstalter hoffen auf viele Besucherinnen und Besucher.

Ganz sportlich wird sich der Gemeinderat Romanshorn zeigen. An einem Plauschwettkampf im 10er-Kanadier werden sich die Gemeinderäte mit anderen Mannschaften messen. Am Freitag, 17. August 2007, ab 18.30 Uhr, ist die Sportlichkeit des Gemeinderates beim Bootshaus Kanuclub Romanshorn zu bestaunen. Wir hoffen natürlich auf einen klaren Start-/Zielsieg!

Das Projekt "Zu Gast bei Freunden..." macht am Samstag halt im Club Bashkimi bei unseren Albanischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Ab 10.00 bis 23.00 Uhr sind alle herzlich eingeladen zum Tag der offenen Tür.

Donnerstag, 16. August 2007

Internationales Umweltsymbol weht über dem Konstanzer Hafen

v.l.n.r.: Polizeikommissar Schwabbaur, Umweltbeauftragter Alex Vetter DSMC, Hafenmeister Bruno Leitmann DSMC, Präsident Fred Schmid DSMC, BSB Geschäftsführer Handreke, Hafenmeister Großmann ESV, Präsident ESV Büsing, Wapo Hauptmeister Lavundi

„Blaue Flagge“ an den Deutsch-Schweizerischen Motorbootclub DSMC verliehen


Seit 21 Jahren wird die Blaue Flagge für jeweils ein Jahr an vorbildliche Sportboothäfen in 33 Ländern vergeben.

Wassersportler zeigen mit der „Blauen Flagge“ der Öffentlichkeit, dass sie die Sorge um die Umwelt ernst nehmen, zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen beitragen und sich aktiv bemühen Umweltbelastungen zu vermeiden.

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung DGU hat dem Deutsch-Schweizerischen Motorbootclub DSMC die Auszeichnung in diesem Jahr zum wiederholten Mal verliehen.
Damit weht in Konstanz über dem Hafenareal erneut ein anerkanntes Symbol für hohe Umweltstandards, gute Sanitäranlagen und vorbildliche Sicherheitseinrichtungen.
Der Umweltbeauftragte des DSMC Alex Vetter hat erneut in guter und freundschaftlicher Zusammenarbeit mit den Bodenseeschiffsbetrieben BSB, dem benachbarten Eisenbahnersportverein ESV und der Wasserschutzpolizei den umfangreichen Kriterienkatalogs der DGU erfüllt.

In einem symbolischen Akt hissten die Präsidenten der benachbarten Wassersportvereine Fred Schmid und Manfred Büsing am vergangenen Mittwoch die Flagge als Zeichen der anerkannten, permanenten Arbeit in Umweltfragen.

Unterstützung erhielten sie dabei von BSB Geschäftsführer Handreke, den Vertretern der Wasserschutzpolizei Kommissar Schwabbaur und Hauptmeister Lavundi, sowie den Hafenmeistern der befreundeten Wassersportvereine Herr Leitmann (DSMC) und Herr Großmann (ESV).

2. Tag der Pre-Olympics in Qingdao/China

Wechselnde Winde und Platzierungen

QINGDAO. Schwache bis mäßige Winde ließen die Aktiven am zweiten Wettfahrttag der vorolympischen Regatta in Qingdao/China aufatmen. In allen Bootsklassen waren am Donnerstag (16. August) zwei Rennen möglich. Sie endeten für das pinta racing team mit wechselnden Platzierungen. Die Starbootcrew Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) kam auf die Ränge neun und fünf. Die 470er-Frauen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz
(München/Berlin) wurden Neunte und Dritte.

„Es war auf jeden Fall genug Wind, auch wenn kaum mehr als Stärke drei“, berichtete Ingo Borkowski von einen „ganz normalen Segeltag mit Höchstschwierigkeiten.“ Grund: Starke Strömungen und eine kurze, steile Welle machten Taktik und Trimm besonders anspruchsvoll. Da die mäßige Brise auch noch etliche Dreher sowie Löcher und Böen bereithielt, schlugen die Zwischenergebnisse an den Wendetonnen oft Kapriolen.

Nachdem Pickel/Borkowski im ersten Rennen am Start schlecht wegkamen, fiel die Aufholjagd zunächst nicht leicht. „Wir hatten nicht so tolle Ideen, wo die Ideallinie zu finden ist“, so der Vorschoter. Dennoch seien sie unterm Strich nach vorne gefahren. In der zweiten Wettfahrt ging es deutlich besser los, sah aber nicht die ganze Zeit so gut aus. Borkowski: „Auf der Zielkreuz hatten wir Glück und sind auf den fünften Platz vorgerückt.“

Eine „Startblockade“ erlebten die 470er-Frauen, die am Vortag mit einem dritten Rang in die Regatta gestartet waren. „Kurz vor dem Schuss lagen die Koreanerinnen plötzlich quer vor uns, und wir kamen überhaupt nicht weg“, ärgerte sich Steffi Rothweiler über den verkorksten Auftakt eines Rennens, in dem „wir nie den optimalen Boots- und Segeltrimm fanden.“ Dennoch gelang den Europameisterinnen besonders auf den Vorwindstrecken einige Konkurrentinnen zu überholen und immerhin Neunte zu werden.

Besser lief die zweite Wettfahrt, in der es – wie am Vortag – einen Zweikampf mit den schwedischen Sparringspartnern Therese Torgersson und Vebdela Sachrisson gab. Diesmal hatten die Skandinavierinnen allerdings das bessere Ende für sich und wurden Zweite hinter den Japanerinnen Ai Kondo und Naoko Kamata, die mit 14 Punkten in der Gesamtwertung das pinta racing team (15) von Platz drei verdrängten. Torgersson/Sachrisson (7) hatten den ersten Tagessieg verbucht und als Mannschaft des Tages die Australierinnen Elise Rechichi und Tessa Parkinson /(13) von der Spitze verdrängt.

Die PreOlympics werden am Freitag (17. August) in beiden Klassen fortgesetzt. Der Ruhetag der 470er fällt aus, weil die Klasse zum auftakt auch nur ein Rennen gesegelt war. Geplant sind zwei Wettfahrten der Stare und zumindest eine der 470er. Die Entscheidungen der PreOlympics sollen am kommenden Mittwoch (22. August) fallen.

Wie die Jura gefunden wurde

Zeichnung: www.jurahans.ch

Vor über 143 Jahren versank das Bodensee-Dampfschiff "Jura" vor dem schweizerischen Bottighofen. Durch Zufall erfuhr der Kreuzlinger Taucher Hans Gerber vom Schicksal des 46,30 Meter langen und 10,25 Meter breiten Schiffs und machte auf dem Grund des Sees eine sensationelle Entdeckung.

Über diesen Fund von 1976 drehte das Schweizer Fernsehen (SF) eine Dokumentation. Sie wird am 6. September 2007 um 21.00 Uhr auf SF1 gesendet.

Mittwoch, 15. August 2007

Neuer Streckenrekord durch die "ICAP Leopard"

Fast 200 gaben auf, darunter drei der vier deutschen Boote

COWES. Des einen Leid war des anderen Freud: Durch heftige Winde mit schweren Sturmböen und hohem Wellengang gaben bis Mittwoch (15. August) fast 200 der 271 gestarteten Segelboote, darunter drei der vier deutschen Teilnehmer, das 42. Rolex Fastnet Race auf. Die Bedingungen gereichten dagegen der britischen 30-Meter-Maxiyacht „ICAP Leopard“ zu einer neuen Rekordzeit auf der legendären Langstreckenregatta. Eigner Mike Slade und seine Crew benötigten für die 608 Seemeilen (mehr als 1.100 Kilometer) von Cowes auf der südenglischen Insel Isle of Wight durch die Irische See um den Felsen Fastnet Rock herum nach Plymouth in der südwestenglischen Grafschaft Devon nur einen Tag, 20 Stunden, 18 Minuten und 53 Sekunden. Das war fast neun Stunden schneller als der bisherige Rekord des neuseeländischen 80-Füßers „RF Yachting“ aus dem Jahr 1999.

Um kurz vor acht Uhr Ortszeit (kurz vor neun deutscher Zeit) kreuzte der gigantische Leopard nach einen Höllenritt bei Nieselregen, mäßiger Brise und schlechter Sicht die Ziellinie vor St. Ann’s Battery in Plymouth. Mit einem Durchschnitt von 13,3 Knoten (fast 25 km/h) und Spitzengeschwindigkeiten von weit mehr als dem Doppelten demonstrierte Mike Slade die herausragenden Eigenschaften dieser neuen Hightechrennyacht der 100-Fuß-Klasse mit Schwenkkieltechnik. „Wir hatten zeitweise Windstärke acht bis neun, in Böen deutlich mehr“, berichtete der Eigner, „aber nie ernsthafte Probleme. Wir mussten uns nicht zurückhalten, sondern konnten das Boot zu jeder Zeit puschen.“

Eine Genua, die aus dem Vorstag riss und halb über Bord ging, und ein Leck in einem Hydraulikzylinder wurden mit Bordmitteln repariert. Nach einer Kollision mit einem Hai verfing sich dieser so unglücklich am Ruder, so dass ein australisches Crewmitglied ins Wasser musste, um ihn und das Boot zu befreien. Slade: „Unterm Strich waren das alles moderat angesichts der herrschenden Bedingungen. Wir hätten gerne den Zweikampf mit der ausgeschiedenen ‚Alfa Romeo’ fortgesetzt, sind aber froh, am Ende überhaupt die schnellsten gewesen zu sein.“

Denn der neue Rekord und die Ehre, als erstes Schiff im Ziel gewesen zu sein, reichten in der Gesamtwertung bei weitem nicht zur Führung. Denn die rund drei Meter kürzere „Rambler“ von George David aus den USA erreichte Plymouth nur eine dreiviertel Stunde später und übernahm nach berechneter Zeit Platz eins. Skipper Ken Read, der das Rolex Fastnet Race als Crewtest für das nächste Volvo Ocean Race rund um die Welt im nächsten Jahr nutzt, hatte mit seiner Mannschaft den Fastnet Rock sogar vor der „IACP Leopard“ gerundet – nach 350 Seemeilen in einem spektakulären Zweikampf ganze drei Sekunden voraus!

„Die 19 Mann an Bord haben erstklassig harmoniert“, lobte Read seine Mannschaft, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen kann. Der wird aber erst entschieden, wenn die kleineren Schiffe im Ziel sind, die bauartbedingt gut und gerne doppelt so lange brauchen dürften, um nach Handicap dennoch vorne zu liegen.

Mike Slade wurde bereits an Land in Plymouth für seinen Erfolg ausgezeichnet. Er erhielt aus den Händen Lionel Schurchs von Rolex SA aus der Schweiz eine edle Armbanduhr des Modells Rolex Yachtmaster in Stahl und Platinum sowie den Erroll Bruce Cup für das erste Boot im Ziel vom David Aisher, dem Kommodore des veranstaltenden Royal Ocean Racing Clubs (RORC).

Obwohl der Start des Hochseeklassikers vorigen Sonntag (12. August) vom RORC erstmals seit 1925 wegen der Wettervorhersage schon um einen Tag verschoben worden war, mussten drei Viertel der 271 gestarteten Yachten dem schweren Wetter Tribut zollen. Mehrere Mastbrüche und diverse Materialschäden wurden verzeichnet. Aufgegeben hatte nicht nur der zweite 30-Meter-Supermaxi „Alfa Romeo“ aus Neuseeland, sondern auch die deutschen Boote „Outsider“ (Kiel), „Inschallah VI“ (Hamburg) und „Guts n’Glory“ (Bückeburg). Allein die „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ unter Skipper Georg Christiansen setzte das Rennen fort und rundete den Fastnet Rock am Mittwochmorgen um 9.15 Uhr Ortszeit.

„Es war ein schaurigschöner Anblick, wie die Atlantikdünung an dem sagenumwogenen Felsen hoch spritzte“, schrieb Christiansen von Bord. „Zum Glück hatte der Wind bei der Umrundung abgenommen, so dass die gesamte Crew den Moment genießen konnte.“ Wenig später frischte der Nordwestwind auf, und auf der „N.V. Hamburg“ wurde der Spinnaker gesetzt. Christiansen: „Wenn die Brise durchsteht, könnten wir Donnerstagnachmittag im Ziel sein – hoffentlich mit einer guten Platzierung.“ Am Fastnet Rock hatte das Team noch rund 250 Seemeilen vor sich.

„Wir lagen knapp 40 Seemeilen vor Land’s End sehr gut im Rennen“, ärgerte sich „Outsider“-Eigner Tilmar Hansen, „unser direkter Gegner, die britische ‚Chieftain’, war zwei Seemeilen achteraus, andere noch weiter.“ Doch bei Sturmböen bis 42 Knoten riss das Großsegel der Elliott 52 überm zweiten Reff ein. Hansen: „Unser neues Groß hatte durch ein Missverständnis mit dem Segelmacher nur ein Reff erhalten. Das wäre bei den Bedingungen zuviel Segelfläche gewesen. Und das alte hatte halt schon 7.000 Seemeilen mit einer Atlantiküberquerung auf dem Buckel.“

Die „Outsider“ drehte in den Zielhafen nach Plymouth ab, wo später auch die DK 46 „Guts n’Glory“ von Christopher Wuttke festmachte, weil die Vorhersagen für die Irische See zu heikel waren. „Wir hatten schon frühzeitig am ersten Abend entschieden, dass wir das Risiko nicht eingehen wollen“, erklärte Volker Andreae, Eigner der „Inschallah VI“, „einzelne Wetterberichte sagten sogar Orkanböen vorher.“ Seine Mannschaft kehrte wohlbehalten in den Starthafen nach Cowes zurück.

1. Tag der Pre-Olympics in Qingdao / China

Rothweiler/Kussatz zum Auftakt Dritte

QINGDAO. Extrem leichte Winde strichen am Mittwoch (15. August) den Regattaauftakt bei den PreOlympics in Qingdao/China erheblich zusammen. Die meisten Klassen, darunter die Starboote mit Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) vom pinta racing team, brachte keine Wettfahrt zustande. Den 470er-Frauen gelang nach langem Warten zumindest ein Zieldurchgang, bei dem Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) auf Platz drei segelten.

„Es waren höchstens zwei Windstärken und starke Strömung“, berichtete die Steuerfrau, „wir waren mäßig gestartet und mussten höllisch aufpassen, den Anschluss zu behalten.“ Nach der Startkreuz lagen die Europameisterinnen nur auf dem 13. Rang, nach einer Runde waren sie Elfte. Erst auf dem zweiten Vorwindgang gelang der große Sprung nach vorn. Rothweiler: „An der letzten Bahnmarke haben wir noch unsere schwedischen Sparringspartner Therese Torgersson und Vebdela Sachrisson niedergekämpft und waren Dritte.“

Den Bronze-Platz, den die Mannschaft auch im Vorjahr bei der ersten Testregatta auf dem Olympiarevier belegt hatte, verteidigte sie hinter den ersten Tagessiegerinnen Elise Rechichi und Tessa Parkinson aus Australien sowie den niederländischen Weltmeisterinnen Marcelien de Koning und Lobke Berkhout. „Das ist ein schönes Geschenk“, meinte die Vorschoterin Vivien Kussatz, die am 15. August ihren 35. Geburtstag hat. „Trotzdem werden wir es heute ruhig angehen lassen, denn der Tag war anstrengend genug. Außerdem hatten wir nachts schon reingefeiert.“

Die Starboote verließen am ersten Tag noch nicht mal den Hafen von Qingdao, so wenig Wind wehte auf ihrer Bahn. „Das war schon mal unser Ruhetag gleich zu Beginn“, meinte Ingo Borkowski sarkastisch, „immerhin haben wir uns auch ausgeruht, statt stundenlang auf dem Wasser vergeblich zu warten.“ Das schwülwarme Wetter mit Temperaturen um die 35 Grad Celsius, typisch für die Region, zehrt so oder so an den Kräften der Aktiven.

Sein Steuermann nutzte die unfreiwillige Pause zum Studium der Lokalzeitungen, die sein Konterfei zeigten. „Ich bin mit 1,96 Meter offenbar der größte Segler unter den Teilnehmer“, berichtete Marc Pickel, „das fanden die chinesischen Journalisten ganz spannend.“
Die PreOlympics werden am Donnerstag (15. August) in beiden Klassen fortgesetzt. Geplant sind zwei Wettfahrten – wie jeden Tag. Allerdings sind die Windvorhersagen wenig verheißungsvoll. Die Entscheidungen sollen am kommenden Mittwoch (22. August) fallen.

Arno Dirksen präsentiert über 40 dynamische Bilder vom Segeln

Arno Dirksen präsentiert über 40 dynamische Bilder vom Segeln, elf davon gerade eben getrocknet. Hafencafé im Yachthafen Schloss Kirchberg, der Geheimtip für Segler, Kunstfreunde und Touristen in diesem Sommer am Bodensee.

Wer den Bodensee umrundet und nicht in der Galerie des Hafencafés im Yachthafen Schloss Kirchberg war, hat ein Schmankerl ausgelassen. Das lässt sich sogar erweitern:Segler und Kunstfreunde am Bodensee, die nicht in der bekannten Galerie des Bischofschlosses Markdorf und der neu eröffneten des Hafencafés im Yachthafen Schoss Kirchberg waren, haben eine wesentliche Sehenswürdigkeit dieses Sommers verpasst:

In der Galerie des Bischofschlosses Markdorf hängen bis zum Ende dieses Jahres knapp 20 großformatige Arbeiten des bekannten Überlinger Malers Arno Dirksen, dazu etliche Holzschnitte für den Kenner. Und in der neuen Galerie im Hafencafé gibt es Farbe und Dynamik im Überfluss für jedes Seglerherz (Über 20 mittel- bis großformatige Gemälde in Öl und Acryl, dazu neuerdings FINEART PRINT für die kleineren Wände und Geldbeutel). Die Ausstellung im Hafencafé hängt bis zum 16. September 2007.

Eine neue Galerie am Bodensee Attraktion für Kunstliebhaber, Segler und Touristen

Bernd Filp (Hafencafé Yachthafen Schloss Kirchberg) landet einen Volltreffer im richtigen Augenblick. Passend zu diesem Feriensommer eröffnet er seine neue Galerie mit Farbe, Wasser, Wind und Licht in Form einer herzerfrischenden Ausstellung des bekannten Überlinger Malers Arno Dirksen und findet begeisterten Zuspruch. Was nur als Wochenend-Event angedacht war, hat eine so große Resonanz gefunden, dass Filp den Künstler dafür gewinnen konnte, die Ausstellung bis zum 16. September zu verlängern.

Dann allerdings ist leider Schluss, denn Dirksen geht vom 22. - 30. September mit den nicht verkauften Bildern auf die INTERBOOT und anschließend auf die "art maritim" der hanseboot. Wer also die über 20 großformatigen Arbeiten, von denen elf noch kaum getrocknet sind, im Zusammenhang sehen oder gar das eine oder andere erwerben möchte, der sollte sich beeilen.

Weiter Infos auf http://www.arno-dirksen.de

Dienstag, 14. August 2007

Letzter Auftritt von Jochen Schümann im Alinghi-Dress

Ab morgen Mittwoch trifft sich die Weltelite der Match-Racing-Segler anlässlich des 5. St. Moritz Match Race im Engadin. Für Sportdirektor Jochen Schümann der letzte Auftritt als Mitglied des Schweizer America's Cup Sieger Alinghi.

Nachdem vergangene Woche die Schweizer Segelcracks auf dem St. Moritzersee den Sieger der UBS Alinghi Swiss Tour zum Schweizermeister im Match Racing gekürt haben, stehen ab morgen Mittwoch die besten Match-Racing-Spezialisten der Welt im Engadin am Start.

Mit Ian Williams (GBR), Matthieu Richard (FRA), Paolo Cian (ITA), Sebastien Col (Areva Challenge/FRA) und Eugeny Neugodnikov (RUS) sind die fünf führenden Skipper der Match-Racing-Weltrangliste im Engadin zu Gast. Auf mehr als 1800 Metern über Meer kämpfen sie beim höchst gelegenen Match-Racing-Event der Welt um Punkte bei der Match-Racing- Weltmeisterschaft und ein Preisgeld von 150'000 Franken.

Am vergangenen Wochenende mussten sich die Cracks beim Danish Open in Kopenhagen allerdings der einheimischen Konkurrenz geschlagen geben: Jesper Radich gewann das dänische Finalduell gegen Peter Wibroe. Der führende der Weltrangliste, der Brite Ian Williams, setzte sich im kleinen Finale gegen den Franzosen Sebastien Col durch und holte den dritten Platz. Das genügte dem Briten, um seinen härtesten Verfolger, den Franzosen Mathieu Richard, im Gesamtklassement abzuschütteln.

Abgerundet wird das hochkarätige Teilnehmerfeld von weiterer America's Cup-Prominenz wie Alinghi-Sportdirektor Jochen Schümann und Michael Hestbaek vom United Internet Team Germany, und dem zweifachen St. Moritz-Sieger, dem amerikanischen «King of the Mountain», Mark Mendelblatt. Für den dreifachen deutschen Olympiasieger Jochen Schümann ein ganz spezieller Event: Der Sportdirektor tritt zum letzen Mal in den Farben von Alinghi an. Er verlässt das Schweizer Team nach sieben erfolgreichen Jahren. «Mit Alinghi habe ich eine erfolgreiche und gute Zeit verbracht, doch jetzt warten neue Herausforderungen auf mich», sagte Schümann am Montag. «Höchstwahrscheinlich auch im America's Cup, denn der bleibt aus meiner Sicht die ultimative Herausforderung im Segelsport.»

Auch zwei Schweizer Teams werden sich der internationalen Konkurrenz stellen: Team Renker vom RC Oberhofen und die frisch gekürten Schweizermeister vom YC Immensee, die Gebrüder Eric (Skipper), Jean-Claude und Marc Monnin, kämpfen auf den offenen Dreimann-Kielyachten um Punkte und Ehre.

Gruppe A:
Ian Williams (GBR)
Sebastien Col (Areva Challenge/FRA)
Eugeny Neugodnikow (RUS)
Matteo Simoncelli (ITA)
Jochen Schümann (Alinghi/GER)
Michael Hestbaek (United Internet Team Germany/DEN)

Gruppe B:
Mathieu Richard (FRA)
Paolo Cian (Shosholoza/ITA)
Staffan Lindberg (FIN)
Eric Monnin (CH)
Matthias Renker (CH)
Mark Mendelblatt (USA)

Programm

Mittwoch, 15.8.07
ab 11.00h: Round Robin A
ab 16.00h: Round Robin B

Donnerstag, 16.8.07
ab 11.00h: Round Robin B
ab 15.00h: Round Robin A

Freitag, 17.8.07
ab 11.00h: Repechage
TBA: Corviglia Challenge
ab 16.00h: Viertelfinal

Samstag, 18.8.07
ab 11.00h: Viertelfinal
ab 13.00h: Viertelfinal Sail offs

Sonntag, 19.8.07
ab 11.00h: Halbfinal
ab 13.00h: Finals
ca. 16.30h: Siegerehrung

Montag, 13. August 2007

Flens Final Race 2007 - Das Festival der Segel auf Sylt


Die Sieger Flens Final Race 2007


Team Felnsburger in der Brandung

Das Team Flensburger Pilsener gewinnt erneut die Flens Super Sail Tour 2007Vor mehr als 40.000 Besucher wurden am Sonntag Nachmittag bei schönstem Sonnenschein auf der Urlaubsinsel Sylt die diesjährigen Sieger des Flens Final Race geehrt.

Lange sah es so aus, als ob es keinen Sieger geben würde, denn das Wetter spielte nicht so richtig mit. Das Flens Final Race in Westerland auf Sylt ist 2007 das einzige Event der Flens Super Sail Tour, das auf der Nordsee stattfindet. Prompt machte eine stürmische Brandung am ersten Wettfahrttag die Vorausscheidungsläufe unmöglich. Die Motorboote schafften es nicht, den Brandungsgürtel zu überwinden, um Tonnen auszulegen. Tatsächlich war es am Samstagmorgen nicht der konstante Wind mit bis zu 18 Knoten aus nordwestlicher Richtung, der die Wettkämpfe behinderte, es war die schwer brechende, auflaufende See und die Probleme mit der Tide. Wettfahrtleiter Lennart Klemp und sein Team schafften es schließlich mit Hilfe der engagierten Bootsführer der DLRG, zwei Regattatonnen ins ruhigere Wasser zu schleppen. Der Startversuch eines Fleet Race von Land aus blieb dennoch erfolglos. „Die Wellen sind vielleicht spaßig für einen Fun-Ausritt, aber für ein Rennen absolut fies,“ meinte Kerstin Stange. Also kein Rennen am Samstag!

Das Interesse der vielen Urlauber am Regattageschehen war generell noch viel größer als erwartet. Obwohl der Moderator wiederholt die Verschiebung der Wettfahrten bekannt geben musste, wuchs die Zahl der Zuschauer für die teils spektakulären Einsätze auf dem Wasser stetig und das Race Office konnte sich vor mehr oder weniger fachkundigen Anfragen kaum retten. Das Kinderfest mit Trampolin, Hüpfburgen und Kettkar-Rennen, eine große VW Freizeitmobileausstellung und die zahlreichen anderen Stände auf der Promenade waren sehr gut besucht und es kam keine Langeweile auf.

Am Sonntagmorgen präsentierte sich das Wetter endlich von seiner segelfreundlicheren Seite. Die Veranstalter der Prosail SailEvents und selbst aktiven Hobie 16 Segler Willy Trautmann und Detlef Mohr waren sehr erleichtert, dass gesegelt werden konnte. Der Wind hatte in Richtung Westen gedreht und blies nun mit knapp 10 Knoten, wobei sich mancher Segler sicher mehr gewünscht hätte. Doch zumindest war die übersteigerte Brandung verschwunden. Die Sonne schien vom blauen Himmel und auch die Temperaturen waren spürbar angestiegen. Neue Matchpaarungen wurden auf der Basis der Tour-Rangliste ausgelost und die Rennen so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt.

Wie im Vorjahr siegte am Ende das Team Flensburger Pilsener mit den Ranglistenführenden und international sehr erfahrenen Seglern Ulf Hahn/Maxi Jahrling zusammen mit ihrem neuen Teampartner Tom Schreyack/Johanna Bredenkamp. Beide Hobie 16 hatten auf dem letzten Schlag so viel Vorsprung vor ihren Konkurrenten vom Team Sun’s, dass sie aufeinander warten konnten, um gemeinsam das Ziel am Strand anzulaufen. Taktisches Segeln in den Match-Races zahlt sich eben aus. Im Halbfinale hatten Ulf Hahn und Maxi Jahrling durch extrem weites Heraussegeln und Decken eines Gegners zwar eine schlechtere Platzierung in Kauf genommen, aber ihre Teamkollegen vor einem letzten Platz und somit dem sicheren Team-Aus bewahrt.

Jochen Schümann nicht mehr bei Alinghi!

Wie die NZZ berichtet, ist Jochen Schümann bei Alinghi von Bord gegangen. Der dreifache Olympiasieger hat den Vertrag mit dem Schweizer Segel-Syndikat nicht mehr erneuert. Am nächsten America's Cup wolle er bei einem der Challenger eine Funktion übernehmen, sagte der Berliner zu den Zukunftsabsichten.

In Palma de Mallorca, wo Schümann letzte Woche am MedCup der TP-52-Serie teilgenommen hat, soll er bereits erste Gespräche mit Karol Jablonski geführt haben, dem polnischen Skipper von Team Germany, dessen Challenge für den 33. America's Cup im Jahre 2009 ebenso akzeptiert ist.

Team Monnin ist Schweizermeister im Match-Racing 2007

Der grosse Favorit hat sich beim Finale der UBS Alinghi Swiss Tour in St. Moritz durchgesetzt: Team Monnin vom Yacht Club Immensee ist neuer Schweizermeister im Match Racing.

«Endlich haben wir es geschafft», freute sich Eric Monnin am Sonntagnachmittag in St. Moritz. Im dritten Anlauf hatte das erfahrene Team vom Yacht Club Immensee die UBS Alinghi Swiss Tour erstmals gewonnen. «Bisher haben wir den Sieg jeweils knapp verpasst, jetzt freuen wird uns über den Gewinn der Schweizermeisterschaft im Match Racing.»

Dieser Sieg kam nicht überraschend zustande: Eric Monnin und seine Brüder Jean-Claude und Marc liegen derzeit in den Top 20 der internationalen Match-Racing-Weltrangliste und sind damit das mit Abstand bestplatzierte Schweizer Team. Das zeigte sich auch bei den sehr wechselnden Bedingungen während der vergangenen Woche auf dem St. Moritzersee: Egal, ob bei Regen und schwachen Winden oder bei Sonnenschein und starkem Wind am Finaltag – Team Monnin gewann jedes der insgesamt zehn Rennen.

Während das Team Monnin eine Klasse für sich war, balgten sich hinter dem Favoriten gleich vier punktgleiche Teams um die drei Plätze im Halbfinale. Team Erni vom RC Oberhofen musste schliesslich aufgrund der Direktbegegnungen passen. So schaffte es nur eines von drei teilnehmenden Teams des RC Oberhofen ins Halbfinale. Dort setzte sich Team Renker mit 2:1 gegen Team Dénervaud durch, während die Monnin-Brüder dem Team De Micheli keine Chance liessen. Positiv: Im Halbfinale waren Teams aus allen drei Sprachregionen am Start.

Gesegelt wurde auf den offenen 3-Mann-Kielyachten Streamline 7.15. «Diese schnellen Schiffe sorgten für spannenden Matches», so der zufriedene Rennleiter und America’s-Cup-Sieger 2003 Christian Scherrer. «Die sieben Teams haben hochklassigen Segelsport gezeigt.»

Noch spannender und hochklassiger wird es diese Woche in St. Moritz: Das Teilnehmerfeld des 5. St. Moritz Match Race liest sich wie ein Who-is-who der weltbesten Match-Racing-Segler. Mit Ian Williams (GBR), Matthieu Richard (FRA), Paolo Cian (ITA), Sebastien Col (FRA), Eugeny Neugodnikow (RUS) und Staffan Lindberg (FIN) sind die sechs führenden Skipper der Match-Racing-Weltrangliste im Engadin zu Gast.

Schlussrangliste UBS Alinghi Swiss Tour1. Team Monnin (YC Immensee):
1. Eric Monnin (Skipper) Jean-Claude Monnin, Marc Monnin
2. Team Renker (RC Oberhofen): Matthias Renker (Skipper), Simon Brügger, Christoph Rytz
3. Team Dénervaud (CV Estavayer): Nicolas Dénervaud (Skipper), Vincent Dénervaud, Nicolas Jutzi
4. Team De Micheli (CVL Lugano): Sacha De Micheli (Skipper), Andrea Bolla, Massimo Bignasca
5. Team Erni (RC Oberhofen): Lukas Erni (Skipper), Ernst Knuchel, Christian Sprecher
6. Team Walser (Zürcher YC): Marcel Walser (Skipper), Res Schürch, Caspar Büttler
7. Team Stettler (RC Oberhofen): Alain Stettler (Skipper), Pascal Alder, Bruno Zeltner

Für Informationen und vollständige Resultate : http://swisstour.alinghi.com