Freitag, 2. November 2007

Mit dem Flugzeug zum Süddeutschen Caravan-Salon

Noch bis Sonntag 550 Fahrzeuge von 44 Herstellern ausgestellt / Bisher schon mehr als 11.650 Besucher

Reisemobile und Caravans, die schon auf den ersten Blick begeistern, können noch zwei Tage bis zum Sonntagabend auf dem 35. Süddeutschen Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen in Augenschein genommen werden. Die 550 auf dem Messegelände Villingen-Schwenningen in 14 Hallen und im Freigelände ausgestellten Fahrzeuge repräsentieren fast das komplette Angebot an Freizeitfahrzeugen. Insgesamt sind Modelle von 44 Herstellerfirmen vertreten. „Wer viel bietet, hat für jeden etwas“, werben die Aussteller für einen Besuch.

Bis zum Donnerstag, dem sechsten von neun Öffnungstagen des Süddeutschen Caravan-Salons, kamen bereits mehr als 11.650 interessierte Fachbesucher. Die weiteste Anreise hatten bisher Caravanfans aus Berlin, Hamburg und dem Burgenland in Österreich. Sogar ein Hobbyflieger interessierte sich für die rollenden Heime. Per Telefon hatte er seinen Besuch angekündigt und dabei gefragt, wie weit das Messegelände in Villingen-Schwenningen vom Flugplatz entfernt ist.

Bei der Eröffnung des Süddeutschen Caravan-Salons hatte Karl Zahlmann in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Campingclubs erklärt, dass Camping als Kult-Urlaub „beliebt wie nie zuvor sei“ und immer mehr auch von einem „relativ jungen Bevölkerungsteil für den Urlaub bevorzugt werde“.

Der Süddeutsche Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen ist noch bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet.


Einen guten Überblick über Freizeitfahrzeuge von 44 führenden Herstellern bietet der 35. Süddeutsche Caravan-Salon auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen. (Foto: Südwest Messe)

GGYC freut sich auf ein faires und offenes Designregelwerk

Valencia, 1. November 2007 - Der Golden Gate Yacht Club sagte gestern, dass er immer für ein faires Designregelwerk eingestanden sei und nun hoffe, dass dieses vorgestern von Alinghi veröffentlichte Papier die Bedenken bezüglich eines unfairen Vorteils für den Defender ausräumen könne.

“Unsere Bedenken lagen stets darin, dass der Defender gegenüber den Herausforderern einen mehrmonatigen Vorsprung im Design und der Konstruktion des neuen Bootes hat, während niemand sonst eine Ahnung hatte, wie das Designregelwerk aussehen würde“, sagte Tom Ehman, Sprecher des GGYC.

“Alinghi zeigte sich bereit, das neue Regelwerk weitgehend abzuändern, um dieses Problem anzugehen. Wir hoffen, dass dies in den gestern veröffentlichten Regeln ersichtlich ist“.

“Es wird in der Tat ein Leichtes sein, dies zu überprüfen, wenn wir das gestrige Dokument mit dem Originalpapier vergleichen. Wir rufen Alinghi dazu auf, dies zu ermöglichen”.

“Wenn unsere Designer bestätigen können, dass wir alle dieselbe Ausgangslage haben, hoffen wir, dass wir auch die anderen Punkte schnell ausräumen können, wie wir dies kürzlich mit den Herausforderern vereinbart haben”.

Das amerikanische Team hat den Herausforderern gesagt, dass es bereit sei, einem umfangreichen Kompromissvorschlag zuzustimmen, welcher letzte Woche in Treffen besprochen wurde, wenn es sich bestätigt fühlt, dass das von Alinghi entwickelte neue Designregelwerk für alle Teilnehmer fair ist.

Das AC90-Reglement steht

(ACM - Valencia, 31. Oktober 2007) Vorgestern wurde auf dem Weg zum 33. America's Cup ein Meilenstein erreicht: Das America's-Cup-Management veröffentlichte, wie geplant, das AC90-Reglement. Dieses Reglement wurde während der letzten sechs Wochen in einem Designkonsultationsprozess verfasst, an dem alle Challenger und der Titelverteidiger teilnahmen unter der Leitung Tom Schnackenberg, der als Berater für das ACM in den Bereichen Class Rule und Wettkampfregeln tätig ist.

Designer aller sechs gemeldeten Teams haben sich seit dem Beginn des Design-Prozesses am 15. September regelmässig getroffen. Tom Schnackenberg ist zufrieden mit den Meetings: „Der Prozess war sehr inspirierend und die Challenger haben enorm viel dazu beigetragen, dass das Reglement laufend verbessert werden konnte. Es ist erstaunlich, wie erfinderisch die Leute in diesem Umfeld sind und sich gegenseitig mit Ideen überbieten. Diese sechs Wochen waren eine sehr schöne Erfahrung."

Die AC90-Klasse wird, kurz zusammengefasst, eine maximale Gesamtlänge von 90 Fuss, einen Tiefgang von 6.5 Metern beim Rennen segeln und eine Verdrängung von 23 Tonnen haben. Dieser letzte Parameter wurde auf Verlangen der Challenger definiert. Tom führt weiter aus: „Bei der Erarbeitung des AC90-Reglements haben wir uns auf die Erfahrung von der Version 5 des America's-Cup-Class-Reglements abgestützt und haben versucht, es wegen des knappen Zeitrahmens einfach zu halten. Selbstverständlich haben wir aber darauf geachtet, die Lektionen aus den letzten 18 Jahren des America's Cup miteinzubeziehen. Das Reglement ist eher eine Box Rule als eine Rating Rule und unterscheidet sich stark von Version 5, weil die Yacht gross, schnell und viel anspruchsvoller sein wird."

Juan Kouyoumdjian, Chef-Designer für den britischen Herausforderer TEAMORIGIN, kommentiert das Resultat der Design-Meetings wie folgt: „Es war für mich persönlich eine Ehre und eine sehr inspirierende Erfahrung, in einer Serie von Meetings unter der Leitung von Tom Schnackenberg die Class Rule für das Boot, das im nächsten America’s Cup eingesetzt wird, zu erarbeiten. Das Profil der Designer, Ingenieure und Schiffsbauarchitekten, welche die Challenger und den Titelverteidiger repräsentieren, ist immer sehr aussergewöhnlich. Der ganze Prozess war sehr effizient und produktiv und das Boot wird spektakulär werden – eine echte Herausforderung, was das Design, das Segeln und die Rennen betrifft.“

John Cutler, der Technische Direktor von Desafío Español, äussert sich so zum Endresultat: „Wir sind zufrieden mit dem Prozess. Alle Teams, die Challenger und der Defender, haben hart gearbeitet und es gab viele Veränderungen. Das Boot wird aufregend zu segeln sein, das Design ist eine grosse Herausforderung und auch für die Crew wird es schwierig, das Boot zu beherrschen. Wir werden tolle Rennen sehen."

Im Hinblick auf den 33. America's Cup wird Tom Schnackenberg als nächstes den Dialog mit den Challengern und dem Defender weiterführen, um die Definition der Wettkampfregeln für den Anlass 2009 zu vollenden.

Das komplette AC90-Reglement kann auf www.americascup.com eingesehen werden.

AC90 Rule (47 Seiten PDF)

Montag, 29. Oktober 2007

Herzschlagfinale beim BMW Sailing Cup Deutschland

Nach 17 Wettfahrten stehen die besten Segelamateure aus deutschlandweit 900 Teilnehmern fest.

Hamburg. Die westfälische Stadt Münster war bislang vor allem als Fahrradstadt bekannt. Am heutigen Sonntag machte sie unerwartet auch als Segelstadt auf sich aufmerksam. Die Münsteraner Thorsten Hülsmann (32), Daniela Schulte-Bisping (24), Christian Knoll (24) und Max Jockenhövel (19) gewannen ein spannendes und hochklassiges Deutschland-Finale des BMW Sailing Cup 2007. Auf der Hamburger Außenalster setzte sich Team Münster punktgleich gegen die Sieger der Qualifikationsregatta in Bad Wiessee durch.

Die Bayern-Crew hatte den ersten von zwei Finalläufen vor Steuermann Hülsmann und seiner vierköpfigen Mannschaft gewonnen. Doch die Münsteraner drehten in der 17. und finalen Wettfahrt den Spieß um, nachdem sie eine beherzte Attacke der Bad Wiesseer auf der letzten Bahn abgewehrt hatten. „Uns hatten wohl wenige Sailing Cup Deutschland-Finalisten auf der Rechnung", sagte Hülsmann, dessen Team trotz Punktgleichheit mit Team Bad Wiessee wegen der besseren Platzierung in der letzten Wettfahrt den Titel gewann. „Nicht einmal wir selbst haben mit dem Sieg gerechnet. Dadurch war der Druck nicht so groß. Wir haben uns von Tag zu Tag gesteigert, und heute waren wir richtig gut. Es hat sehr viel Spaß gemacht."

Dass das Team Münster überhaupt am Deutschland-Finale teilnehmen durfte, verdankt es nicht nur seinem Sieg bei der Qualifikations-Regatta auf dem Aasee, sondern dem außergewöhnlichen Einsatz der Organisatoren des BMW Vertragshändlers Autohaus Hakvoort. Damit die Qualifikations-Regatta auf den BMW Sailing Cup Sportbooten vom Typ Bénéteau First Class 7.5 ausgetragen werden konnte, wurde der Wasserspiegel des 40 Hektar großen Aasees im Münsteraner Stadtgebiet eigens um 15 Zentimeter angehoben.

Es hatte daher fast prophetische Züge, dass Manfred Bräunl, Leiter Marketing BMW Deutschland, am Samstag in seiner Rede beim Galadinner in der Historischen Speicherstadt die Leistung der Organisatoren hervorgehoben hatte: „Ich möchte besonders unseren BMW Partnern der Handelsorganisation danken, die den BMW Sailing Cup 2007 ausgetragen haben. Es gehört viel Mut und eine Portion Pioniergeist dazu, einen neuen Sportwettbewerb – neben dem bereits seit 20 Jahren etablierten BMW Golf Cup International – auszutragen und sich sozusagen 'auf unbekannte Gewässer' zu begeben. Wir werden auch im kommenden Jahr den BMW Sailing Cup weiterentwickeln und das BMW Yachtsport Engagement nachhaltig erlebbar machen."

Ehe für die siegreiche Crew aber die nächste Regatta Saison beginnt, erwartet sie noch ein sportliches Highlight. Skipper Hülsmann und seine Crew werden Titelverteidiger Deutschland im April 2008 beim Weltfinale des BMW Sailing Cup vertreten. Für Daniela Schulte-Bisping ist dies der vorläufige Höhepunkt einer steilen Segel-Karriere. Die 24-jährige war eine von nur drei Frauen im Wettbewerb, ist erst seit Anfang des Jahres im Besitz eines Segelscheins - und wird nun gut zwölf Monate später mit ihrem Team gegen die Sieger der BMW Sailing Cup Länderfinals aus Dänemark, Spanien, Frankreich, England, Malta, Neuseeland und Italien antreten.

Manfred Bräunl konnte am Sonntag bei der Siegerehrung im Clubhaus des Ruderclubs Allemannias bilanzieren: „Wir haben mit dem BMW Sailing Cup sowohl für unsere Kunden, als auch für den Amateur-Yachtsport eine attraktive Herausforderung geschaffen, die perfekt zur Marke BMW passt. Dafür spricht das hohe seglerische Niveau des Deutschland-Finales ebenso, wie das sicherlich exklusive Wochenende, das die Teilnehmer hier an Hamburgs Außenalster erlebt haben."

Sowohl der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes, als auch Angelika Volquartz, Oberbürgermeisterin von Kiel, und Segel-Profi Markus Wieser zählten zu den Ehrengästen der Veranstaltung.

Wieser, einer der erfolgreichsten Segelprofis Deutschlands, hatte beim Skippers-Briefing am Sonntagmorgen, praktische und taktische Tipps für die Segelamateure mit auf den Weg gegeben und die Teams auch auf dem Wasser gecoacht. Ob die Sieger-Crew dem mehrfachen Welt- und Europameister nun besonders aufmerksam zugehört hat oder nicht - sicher ist nur, dass Hülsmann, Schulte-Bisping, Knoll und Jockenhövel eindrucksvoll bewiesen haben, dass man in Münster nicht nur mit dem Fahrrad schnell vorankommt.

Mehr Informationen zum BMW Sailing Cup unter www.bmw-yachtsport.de.

Messe Wien: Größte je in Österreich gezeigte Yacht

Über 200 Aussteller, rund 100 Yachten und Boote +++ Sunseeker bringt Superyacht +++ spektakulärer Transport durch Wien in der Nacht +++

WIEN (29. Oktober 2007). – Die erste >Vienna Boat Show<>Vienna Boat Show< sind der österreichische Markt sowie die Märkte Mittel-, Ost- und Südosteuropas (CEE und SEE).

Rund 27.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche – die Hallen C und D der Messe Wien – sind für die >Vienna Boat Show<>Vienna Boat Show< bekannt wurde, bringt der renommierte britische Yachtbauer Sunseeker, in Wien durch seinen Vertriebspartner aus Deutschland (Sunseeker Germany) vertreten, die größte, teuerste und längste je in Österreich gezeigte Yacht nach Wien: die „Predator 52“.

Die Sunseeker Predator 52 ist mit 17,6 Metern Länge, 5,2 Metern Höhe und einem Gesamtgewicht von rund 25 Tonnen die wohl spektakulärste Yacht, die je bei einer österreichischen Bootsmesse gezeigt wurde. Zudem wurde die Predator 52 erst vor einem Monat der Weltöffentlichkeit in Southhampton vorgestellt und erlebt in Wien ihre Premiere im deutschsprachigen Raum. Mit einem Gesamtpreis von rund 1,2 Millionen Euro (ab Werft in Poole, UK) zählt sie wohl auch zu den teuersten je in Österreich vorgestellten Yachten. Servolenkung, Autopilot, ein automatisiertes Hardtop, eine hydraulisch absenkbare Badeplattform und zwei je 800 PS starke MAN Motoren zählen zur Serienausstattung. Die Portofino 47 wird übrigens ebenfalls erstmals in Wien dem Publikum aus Österreich und den Nachbarstaaten vorgestellt. Diese etwas kleinere Vertreterin der Sunseeker Produktpalette ist 14,95 Meter lang, wiegt rund 16 Tonnen und ist mit zwei Motoren mit jeweils 575 PS des Typs Volvo Penta D9 ausgestattet. Die Portofino 47 ist ab Werft für rund € 630.000,- erhältlich.


Predator 52 (Computerbild / Copyright by Sunseeker)


Sunseeker Portofino 47 (Copyright by Sunseeker)

Weitere Infos unter www.viennaboatshow.at

Sonntag, 28. Oktober 2007

Caravaning ist längst zum Kulturlaub geworden

Caravansalon mit mehr als 550 Fahrzeugen in Villingen-Schwenningen eröffnet/ Campingpräsident lobt Bedeutung der Ausstellung / OB Kubon kündet Urlaub im Reisemobil an/ Knutschkugel als ein Hingucker

Die schönsten und neuesten Reisemobile und Wohnwagen sind seit Samstag auf dem 35. Süddeutschen Caravansalon in Villingen-Schwenningen ausgestellt. “Camping ist so beliebt wie nie zuvor“, sagte Karl Zahlmann, Präsident des Deutschen Campingclubs, bei der Eröffnung auf dem Schwenninger Messegelände. Noch bis zum 4. November sind dort mehr als 550 Fahrzeuge ausgestellt.

Wegen des großen Fahrzeugangebotes und der im südwestdeutschen Raum erstmals gezeigten Neuheiten des Modelljahrganges 2008, stellte Zahlmann fest, sei der Caravansalon in Schwenningen für alle, die am mobilen Reisen interessiert sind, ein wichtiger Termin. Der Salon sei eine “Messe von nicht zu unterschätzender Bedeutung“ für die Branche, betonte Campingclub-Präsident Zahlmann. Baden-Württemberg ist nach seinen Angaben ein beliebtes Ziel für Caravaner. Von durchschnittlich mehr als 20 Millionen jährlichen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen würden im Schnitt über zwölf Prozent auf die Plätze im Land entfallen. Camper gehören nach Angaben von Zahlmann zu den gut Verdienenden mit einem hohen Nettoeinkommen über dem Bundesdurchschnitt. „Sie können sich ihr Hobby leisten.“ Im ersten Halbjahr dieses Jahres lag der Umsatz der davon profitierenden Fahrzeughersteller schon bei über drei Million Euro – neun Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Camping, einst als kostengünstige Möglichkeit zum Verreisen geschätzt, sei längst zum Kulturlaub geworden, den viele nicht mehr missen wollen, erklärte Zahlmann.

Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon bezeichnete bei der Eröffnung den Caravansalon als eine wichtige Größe im Veranstaltungskalender der Stadt. Für die Verwirklichung des Traums von der großen Freiheit finde man auf dem über 14.000 Quadratmeter großen Ausstellungsgelände in 14 Hallen und im Freien alles, was man für einen komfortablen mobilen Urlaub brauche. Das Stadtoberhaupt von Villingen-Schwenningen outete sich am Samstag als zukünftiger Camper. Im nächsten Jahr, sagte Kubon, werde er anlässlich des Geburtstages seiner Frau ein Reisemobil mieten, um mit der Familie durch Kanada zu reisen. Ohne den Besuch des Caravansalons wäre er nie auf die Idee gekommen. „Das Angebot hat mich überzeugt.“

Wer sich für Caravaning interessiert, kommt an einem Besuch des Caravansalons in Schwenningen nicht vorbei. Bei Reisemobilen und Wohnwagen können Fahrzeuge von 44 führenden Herstellern miteinander verglichen werden. Eine Schauwerkstatt für den Einbau neuer Techniken wie Solar- und Brennstoffzellen in die Fahrzeuge ist neu auf dem diesjährigen Caravansalon. Erweitert wurde das Angebot an Zubehör. Zu den vielen Hinguckern unter den ausgestellten Fahrzeugen zählt die so genannte Knutschkugel. Das entenbürzlige Fahrzeug ist längst zu einem Kultfahrzeug auf dem Markt geworden.

Der Caravansalon in Villingen-Schwenningen ist bis zum 4. November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.


Mit einem Reisemobil unterwegs sein und selbst am Steuer sitzen: Diesen Traum erfüllt sich Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon aus Villingen-Schwenningen im nächsten Jahr mit seiner Familie.


Die Knutschkugel gehört zu den Hinguckern auf dem 35. Süddeutschen Caravansalon in Villingen-Schwenningen. (Fotos: Süddeutschen Caravansalon Villingen-Schwenningen)

Weitere Informationen unter www.caravan-salon-vs.de

Freitag, 26. Oktober 2007

Golden Gate Yacht Club zu Kompromiss bereit

Aufruf, den America’s Cup wie geplant 2009 in Valencia durchzuführen

SAN FRANCISCO - Der Golden Gate Yacht Club wird sich zu einer umfassenden Kompromisslösung bereit erklären, um die America’s Cup Austragung 2009 in Valencia zu gewährleisten, wenn der Defender sich seinerseits bereit erklärt, das Designregelwerk für die neuen Boote bekannt zu geben.

“Wir freuen uns darauf, diesen Streit um das Regelwerk hinter uns zu lassen und wie geplant am America’s Cup 2009 in Valencia teilzunehmen. Das ist das, was wir und alle anderen Herausforderer wollen“, sagte Larry Ellison, Syndikatsoberhaupt des BMW ORACLE Racing Teams, heute.

“Aber es ist unmöglich, ein Designregelwerk zu akzeptieren, welches wir noch nicht gesehen haben”.

Das amerikanische Team hat den anderen Herausforderern mitgeteilt, dass es bereit sei, umfassenden Vorschlägen zuzustimmen, welche in den vergangenen 24 Stunden diskutiert worden waren, wenn es überzeugt ist, dass das von Alinghi ausgearbeitete Designregelwerk für alle Teilnehmer fair ist.

Bei vergangenen Cups war es jeweils Usanz gewesen, dass alle Teilnehmer weit im Voraus Einblick in das Designregelwerk erhielten.

Rekordfahrt und Aufgaben im schweren Sturm

"Rambler" (USA) setzt neuen Maßstab / Hamburger "Vineta" Dritter

Mit einer neuen, phantastischen Rekordzeit knapp unter zwei Tagen gewann die "Rambler" von George David aus den USA das 28. Rolex Middle Sea Race in Malta. Durch haushohe Wellen in orkanartigen Böen hatten mehr als drei Viertel aller teilnehmenden Segelyachten während der Hochseeregatta aufgegeben. Nur 16 von 69 gemeldeten Booten kamen nach 607 Seemeilen (mehr als 1000 Kilometer) ins Ziel. Von fünf gestarteten deutschen Schiffen schafften es die Hamburger "Vineta" von Felix Scheder-Bieschin, die Gesamtdritte wurde, und die "Guts 'n Glory" aus Bückeburg unter Skipper Marcus Mattes. Die Crew der australischen "Loki" wurde nach einem Ruderbruch per Hubschrauber abgeborgen und gab die Rennyacht verloren. Sie zerschellte später an der Felsküste.

Während Nord- und Ostsee Mitte Oktober in ruhigem Herbstwetter lagen, kochte das Mittelmeer rund um die Insel Malta. Schon die Anreise zum Rolex Middle Sea Race gestaltete sich für viele Mannschaften wegen der extremen Wetterlage schwierig. Doch im Rennen selbst sollte es noch härter kommen. "In der Spitze haben wir 54 Knoten gemessen", berichtete Scheder-Bieschin, "das ist schon richtig viel Wind" - Stärke zehn. Auch die Marten 49 "Vineta", die das Rolex Sydney Hobart Race wegen Wassereinbruchs noch hatte aufgeben müssen, kämpfte wieder mit schwerem Wetter, kam aber diesmal ohne größere Schäden durch.

"Schon bei der Küstenwettfahrt vor der Langstrecke hatten wir stürmische Winde. Das solide Verhalten dabei hat uns das nötige Vertrauen in das Boot gegeben, dem es auch gerecht wurde", meinte der Kieler Navigator Ole Satori. Ohne wirklich in Nöte gekommen zu sein, werde er die Naturschauspiele nicht vergessen. "Neben uns schlug der Blitz ein und zog eine Wasserhose vorbei. Das war schon beängstigend."

"Nur das Großsegel riss zwischendurch ein und wurde genäht, was allerdings nicht lange hielt", sagte Eigner Scheder-Bieschin, "das hat uns sicher unterm Strich drei bis vier Stunden gekostet." Das waren vielleicht die entscheidenden Momente, um die belgische Open 40 "Roaring Fourty" von Michel Kleinjans nach berechneter Zeit noch vom zweiten Platz zu verdrängen. Aber bei den Hamburgern überwiegte die Freude über den dritten Rang, für den Sie am Sonnabendmittag (27. Oktober) bei der feierlichen Preisverteilung geehrt werden.

Gleich dreimal wird das Team der "Rambler" unter anderem mit zwei edlen Rolex Armbanduhren ausgezeichnet werden. Denn die US-Mannschaft war mit neuer Rekordzeit nicht nur Erster im Ziel, sondern siegte auch überlegen nach berechneter Zeit. Nicht mal in den kühnsten Träumen hatte Skipper Ken Read daran gedacht, den sieben Jahre alten Kursrekord seines Landsmanns Robert McNeill von der "Zephyrus IV" gleich um fast 17 Stunden zu unterbieten. Schließlich hatte sein Vorgänger Neville Crichton (Neuseeland) die Rekordzeit mit demselben Schiff, als es noch "Alfa Romeo" hieß, zuvor zweimal klar verfehlt. "Es war wirklich sehr windig", meinte Read, der nicht so zimperlich ist. Schließlich testet er einen Großteil der "Rambler"-Crew für das nächste Volvo Ocean Race rund um die Welt.

Zwölf Stunden lang segelte die "Rambler" gar ohne Großsegel. "Trotz drei Reffs und Sturmfock war das Boot bei Windstärke neun nur so über die weiß schäumenden Wellenberge geflogen", erzählte der Skipper, "das war aber auf Dauer zu riskant." Statt des Großsegels setzte die Mannschaft ein zweites, schmales Vorsegel, und fand darin unerwartet eine "ausgesprochen geeignete Sturmbeseglung". Ken Read: "Das Gefühl in der Magengegend ist schon mulmig, wenn eine Front mit 50 Knoten herannaht. Um uns herum gab es überall wirbelnde Wasserhosen, die uns zum Glück nicht trafen. Weil sich der Bug mit dem Vorschiff halbwegs durch die Wellen bohrte, drang Wasser ein. Das konnten wir jedoch mit Bordmitteln eindämmen. Durch die gute Vorbereitung der Crew haben wir die Sturmfahrt letztlich gut überstanden und auch noch diesen phänomenalen Rekord geschafft."

Am zweiten Regattatag lagen Freud und Leid dicht beieinander, denn während die "Rambler"-Crew zurück in Malta feierte, traf "Loki"-Eigner Stephen Ainsworth eine schwere Entscheidung: Er gab sein Schiff auf. "Bei Windstärke sieben bis acht und gut 15 Knoten Bootsgeschwindigkeit brach plötzlich das Ruderblatt ab und schwamm hinterm Heck auf", berichtete der Australier. "Wir konnten nicht mehr steuern und haben deshalb SOS gefunkt." Als Erstes drehte die Regattateilnehmerin "Atalanta II" von Carlo Puri Negri aus Italien bei, doch sie konnte die "Loki" wegen des extremen Wellengangs genauso wenig in Schlepp nehmen wie zwei Motorboote der italienischen Küstenwache.

Zu dem Zeitpunkt lag die "Loki" einige Seemeilen von der Küste des Golfs von Castallammare und drohte bei auflandigem Wind auf die Felsen getrieben zu werden. "Da eine weitere Wetterverschlechterung angekündigt war, entschlossen wir uns schweren Herzens, von Bord zu gehen und das Schiff vor Anker allein zurück zu lassen", so der Eigner. In zwei Gruppen stieg die Mannschaft nacheinander in die Rettungsinsel, weil ein Abbergen per Hubschrauber wegen des schlagenden Masts der "Loki" von dort unmöglich war. Während die Crew sicher an Land gebracht wurde, hielt der Anker später nicht. Die Yacht wurde vermutlich völlig zerstört.

So schlimm traf es andere nicht, doch viele meldeten Materialschäden. "Schon vor der Straße von Messina mussten wir unser eingerissenes Großsegel reparieren", berichtete Marcus Mattes von der "Guts 'n Glory", "doch nach der Durchfahrt auf dem Weg zur Vulkaninsel Stromboli riss es völlig kaputt. Wir hatten ein schweres Gewitter, das nicht enden wollte, mit orkanartigen Böen bis zu 60 Knoten." Unter kleiner Fock und Trysegel absolvierte die "Guts 'n Glory" den Hauptteil der Langstrecke. Mattes: "Wir wollten das Rennen unbedingt beenden, obwohl wir wussten, dass wir nicht mehr weit vorne landen konnten." Das Team wurde am Ende Zehnter.

Vernünftige Seemannschaft stand im Vordergrund, als der Hamburger Lokalmatador Sönke Stein, der lange Zeit auf Malta gelebt hat, und seine Crew der "Kerisma" entschieden, das Rennen vorzeitig zu beenden. "Es war mitten in der ersten Nacht, als der Seegang enorm und die Sicht durch Regen stark eingetrübt waren", erklärte Stein. "Wir hatten zwar noch keinen Schaden und auch kein substantielles Problem, aber einfach keinen Spaß mehr", so der Eigner und Skipper. "Wir mussten uns nichts beweisen. Wir sind keine Proficrew und haben ein sehr leichtes Schiff, das nur bedingt für Schwerwetter ausgelegt ist. Die Sicherheit geht immer vor." Er steuerte die Ker 11.3 in den Hafen von Syrakus.

Auch die Mannschaft der Lutra 52 "Aquis Granus IV" vom Akademischen Seglerverein Aachen gab den Hochseeklassiker auf. Dagegen unterbrach der Münchener Hans Nagel mit seinem Trimaran "High Q1" das Rennen nur und setzte es nach 36 Stunden Aufenthalt im Schutzhafen fort. "Dadurch hatten wir später sogar Probleme mit Flaute", berichtete der Skipper von unterwegs, "aber die Pause an Land war zu unser Sicherheit okay." Da der einzige Konkurrent in der MOCRA-Divison, der britische Trimaran "Skywalker" aufgegeben hatte, kämpfte Nagel als letztes Boot im Feld gegen das Zeitlimit der Regatta um den Klassensieg. Er sollte es am Freitagabend (26. Oktober) einhalten, bevor es am nächsten Morgen um 8 Uhr ablief.

Nur die Besten dürfen starten: Meisterschaft der Meister

27. und 28. Oktober 2007 auf der Alster

Keine andere Sportart hat zu bieten, was der Segelsport einmal im Jahr zum Saisonfinale auf der Alster zelebriert: Bei der Yacht Meisterschaft der Meister treten am 27. und 28. Oktober pünktlich zur Eröffnung der hanseboot 2007 Deutschlands beste Mannschaften klassenübergreifend gegeneinander an. Olympiasieger, Welt-, Europa- und Deutsche Meister kämpfen zuschauerfreundlich vor den Stegen des Hamburger Segel-Clubs (HSC) um die Krone des deutschen Segelsports. Die Kultregatta erfreut sich auch bei ihrer 28. Auflage größter Beliebtheit unter den Aktiven.

Die Veranstalter der Yacht und der ausrichtende Hamburger Segel-Club rechnen mit rund 30 teilnehmenden Crews. Gemeldet hat bereits Soling-Olympiasieger Thomas „Flade“ Flach, der 1988 und 1996 als Vorschoter von Jochen Schümann Gold gewann. Am Start ist auch die Berliner Yngling-Steuerfrau und dreimalige Vizeweltmeisterin Ulrike Schümann, deren Mannschaft im kommenden Jahr bei den Olympischen Spielen in China für Deutschland auf Medaillenjagd gehen will. „Für uns ist es immer eine große Herausforderung in Hamburg anzutreten, weil wir weniger Gewicht auf die Waage bringen als die Männer“, sagt Ulrike Schümann. „Aber wer weiß, ob wir nicht dem einen oder anderen doch ein Bein stellen können.“ Zu Schümanns Gegnern zählen auch weitere Mitglieder des TOP-Kaders (Team Olympic Peking) wie die Deutschen Tornado-Meister Johannes Polgar und Florian Spalteholz aus Kiel.

Als Hamburger Lokalmatador tritt der Piraten-Europameister Frank Schönfeldt bereits zum 14. Mal an. Der 52 Jahre alte Segelmacher gewann in diesem Jahr neben dem EM-Titel noch zwei Deutsche Meisterschaften in den Klassen Conger und Varianta. „Wir wollen endlich einmal wieder ins Finale“, gibt Segelmacher, Sänger und Entertainer Schönfeldt das Ziel vor. „Und am liebsten hätten wir eine lebenslange Wild Card für diese Regatta, damit der Ausscheidungsstress endlich aufhört.“

Für die deutschen Segler ist die Yacht Meisterschaft der Meister das Kultevent zum Saisonabschluss. Der Berliner Donald Lippert, der sich in diesem Jahr als Deutscher Meister in der O-Jolle qualifizieren konnte, sagt: „Die Meisterschaft der Meister ist eine wunderbare Gelegenheit, einmal wieder Leute aus anderen Bootsklassen zu treffen und auf einer heißen Rennziege zu segeln.“ Gesegelt wird auf der Außenalster auf rasanten Kielbooten vom Typ Streamline mit zwei Mann im Trapez. Als Titelverteidiger und dreimaliger Meister der Meister zählen erneut der Hamburger Journalist Carsten Kemmling und sein Team zu den Favoriten.

An diesem Wochenende hat der Hamburger Segel-Club seine Tore für alle Fans weit geöffnet. Die Regatta-Action findet direkt vor den HSC-Stegen statt, auf denen die Zuschauer Seite an Seite mit den Aktiven stehen, die gerade pausieren. Ein Moderator führt live und kompetent durch das Geschehen.

„Die Yacht veranstaltet die Meisterschaft der Meister seit fast drei Jahrzehnten mit viel Herzblut und Engagement“, sagt Yacht-Chefredakteur Jochen Rieker. „Wir sind stolz darauf, dass diese Regatta in all den Jahren nichts von ihrer Magie eingebüsst hat: noch immer sind Deutschlands Beste heiß darauf, hier auf der Alster gegeneinander anzutreten. Und wir freuen uns sehr auf sie!“

Wie schon im vergangenen Jahr geht es nicht nur bei dem Gruppensegeln im Fleetrace und im Finale in Matchrace-Duellen Boot gegen Boot zur Sache. Die Zwischenrunde soll am Sonnabend in so genannten „Triple Races“ mit je drei Booten auf der Bahn ausgetragen werden. „Wir von der Yacht verstehen uns auch als Innovationsmotor für den Sport“, sagt Lars Bolle, Sportchef der führenden deutschen Segelzeitschrift, „wir nehmen die Meisterschaft der Meister regelmäßig zum Anlass, neue Formate zu testen und bei Erfolg auch zu etablieren.“

Die Sieger der Yacht Meisterschaft der Meister werden traditionell am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr auf der 48. Internationalen Bootsausstellung Hamburg in Halle 8 im Jollencenter mit dem hanseboot-Pokal geehrt. „Wir sind stolz einer der treuesten und aktivsten Partner dieser ganz besonderen Meisterschaft zu sein“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Auf der hanseboot 2007 präsentieren rund 900 Aussteller aus etwa 30 Nationen mehr als 1.200 Boote und Yachten auf 78.000 m2 in elf Messehallen und im hanseboot-Hafen.

48. Internationale Bootsausstellung Hamburg - vom 27. Oktober bis 4. November 2007 auf dem Gelände der Hamburg Messe und im hanseboot-Hafen.

Galileo: TetraPak-Boot

Galileo Aufzeichnung Tetra Pack Boot - Abgesagt!
Wie vom Sender Pro 7 soeben bekannt gegeben wurde, kann der Rekordversuch mit dem Tetra Pack - Boot wegen Krankheit zweier Paddler am Sonntag, 28.10.2007 nicht stattfinden. Ein neuer Termin im Frühjahr 2008 wurde angekündigt!


Vier junge Männer aus Remscheid wollen es wissen: kann man auf einem Boot aus TetraPak-Tüten übers Wasser paddeln?

In rund 4-wöchiger Arbeit haben sie aus etwa 3000 Kunststoff-Tüten ein Boot gebaut - zusammengehalten von salzwasserbeständigem Klebeband. Eigentlich sollte die Paddeltour nach Helgoland gehen, doch der Wettergott hatte kein Einsehen: zu starker Wind verhinderte Woche für Woche den Trip auf der Nordsee.

Daher haben sie sich dann umentschlossen: der Bodensee soll es sein, von Konstanz nach Bregenz. Auf der Direktroute sind das immerhin stolze 46 km. Paddelerfahrung haben die vier Remscheider nur wenig. Deshalb wird das Spannende nicht nur sein, ob das TetraPak-Boot die Belastung aushält, sondern auch die vier jungen Männer .... . Ein Filmteam von Galileo, dem Wissensmagazin auf ProSieben, wird die vier auf ihrem ganz persönlichen Rekordversuch begleiten - am Sonntag, dem 28.10., wenn das Wetter mitspielt.

Sendetermin: steht noch nicht hundertprozentig fest, grob geplant ist der 07.11. 2007.

Kieler Woche: Seeregatten für Spitzen und Breitensportler

Die Kieler Woche Seeregatten (21. bis 29. Juni) gehen 2008 neue Wege. Ziel ist es, sowohl den Spitzensport als auch den Breitensport mit speziellem Regattaformat noch weiter zu fördern.

Dazu wird der Offshore-Bereich in verschiedene Abschnitte unterteilt, um den unterschiedlichen Ansprüchen mit variablen Angeboten entgegen zu kommen. „Wir verstehen uns als Dienstleister und möchten den Seglern und Seglerinnen Regattaformat nach ihren Wünschen anbieten“, so Eckhard von der Mosel und Eckart Reinke, die bei der Regattaorganisation der Kieler Woche für den Seebahnbereich zuständig sind, unisono. Schwerpunkte sind hochkarätige Wettfahrten für Top-Einheitsklassen wie Farr 40 oder X-35, hochwertige IMS-Regatten und Angebote für ORC, Yardstick und Werft- sowie Einheitsklassen.

Kieler Woche-Seebahn, IMS:
Der Sieger der Kieler Woche Seeregatten wird in der ersten Hälfte von Samstag (21. Juni) bis Dienstag (24. Juni) ermittelt, parallel zu den Regatten im internationalen Teil. Melden können hierfür alle IMS vermessenen Yachten. Die Regatta besteht aus einer Mittelstrecke und bis zu zehn Kurzstrecken (up-and-down). Die Wettfahrtserie beginnt traditionell am Samstag um 9.30 Uhr mit einem Start in der Innenförde zur Mittelstreckenregatta. Die schnellste Yacht nach berechneter Zeit gewinnt in dieser Wettfahrt zugleich den Senatspreis. Damit setzen die Veranstalter der Kieler Woche eine langjährige Tradition fort. Von Sonntag, 22. Juni, bis Dienstag, 24. Juni, werden im Kiel-Cup Kurzstreckenwettfahrten auf dem Stollergrund gesegelt. Aus der Wertung des Senatspreises und der Kiel-Cup-Regatten ergeben sich die Kieler Woche-Sieger, die im Rahmen einer feierlichen Siegerehrung am Dienstagabend im Festzelt gefeiert werden. Höhepunkt der Siegerehrung ist sicherlich die Übergabe des Kaiserpokals, den die beste IMS-Yacht gewinnt. Nach Rücksprache mit den Klassenvereinigungen werden auch Einheitsklassen, ab zehn startenden Yachten, zugelassen. Für die OneDesign-Klassen wird es individuelle Preise geben, übergreifende Preise (Senatspreis und Kaiserpokal) sind den IMS-Yachten vorbehalten.

Der Zeitplan (Seebahnen, IMS):
Samstag, 21. Juni, 9.30 Uhr: 1. Start Düsternbrook, Mittelstrecke, Ziel Schilksee
Sonntag, 22. Juni, 10.30 Uhr: 1. Start Bahn Alpha, Hafen: Schilksee
Montag, 23. Juni, 10.30 Uhr: 1. Start Bahn Alpha, Hafen: Schilksee
Dienstag, 24. Juni, 10.30 Uhr: 1. Start Bahn Alpha, Hafen: Schilksee
Dienstag: 24. Juni, 19.30 Uhr: Große Siegerehrung, Schilksee, Senatspreis, Kiel-Cup, Kieler Woche-Sieger, Kaiserpokal

Kieler Woche-Seebahn II, ORC, Yardstick, Dansk Handicap, Werft- und Einheitsklassen
Familiencrews und ambitionierten aber nicht professionellen Regattaseglern steht in der Kieler Woche eine neue Plattform zur Verfügung: Am ersten Samstag, 21. Juni, wird für ORC-Club vermessenen Yachten um 9.30 Uhr auf der Innenförde eine Mittelstrecke gestartet, die nach herausfordernder Streckenführung in Schilksee endet. Die feierliche Siegerehrung für das „Welcome-Race“ findet im großen Festzelt statt. Vom Freitagabend (27. Juni) bis zum Sonntag (29. Juni) folgt die „Schabernackregatta“ mit zwei Mittelstrecken (15 sm und 30 sm). Zugelassen sind alle nach ORC-Club, Yardstick und Dansk Handicap vermessenen Yachten, sowie Werft- und Einheitsklassen ab sechs Yachten. Auch die Schabernack-Zubringer-Regatta wird auf der Innenförde gestartet (Freitag, den 27. Juni, um 17 Uhr) und führt nach einer interessanten Streckenführung, vorbei an der Kiellinie und mit einem Schlenker über die Regattabahnen nach Schilksee. Dort feiern die Seesegler gemeinsam mit den besten Seglern der Welt, bevor es Sonnabend um 9 Uhr Richtung Schabernack, einer Sandbank nördlich des Naturschutzgebietes Graswarder, geht. Zielhafen ist Orthmühle kurz vor Heiligenhafen. Orthmühle bietet den Seglern einen geschützten Hafen mit perfekter Infrastruktur, so dass mit der Siegerehrung und einem umfassenden Rahmenprogramm einem schönen Abend unter Regattaseglern nichts im Wege steht. Am Sonntag wird eine Rückregatta nach Kiel angeboten.

Der Zeitplan (Seebahnen, Teil 2):
Samstag, 21. Juni, 9.30 Uhr: „Welcome Race“, Start in Düsternbrook
Freitag, 27. Juni, 17 Uhr: Zubringer-Regatta von Düsterbrook nach Schilksee
Samstag, 28. Juni, 9.30 Uhr, „Schabernack“, 1. Start in Schilksee, Ziel: Orthmühle

Kieler Woche-Seebahnen III:
Einheitsklassen Zusätzlich zu diesem neuen Kieler Woche Format der Seeregatten bieten die Veranstalter hochkarätigen Einheitsklassen für deren Top-Events wie Europa- und Weltmeisterschaften ein Zeitfenster in der 2. Hälfte der Kieler Woche an. Zurzeit laufen hier Gespräche mit den Farr 40 und X-35-Seglern. Die Klassen können auf einer separaten Bahn mit eigener Top-Wettfahrtleitung die Infrastruktur der weltgrößten Segelveranstaltung nutzen.

Zeitplan (Zeitfenster für Einheitsklassen):
Wettfahrten ab Mittwoch, 25. Juni, bis Sonntag, 29. Juni.

Kieler Woche (21. bis 29. Juni):
Teil 1, Internationale Klassen: 21. bis 24. Juni
Teil II, Olympischer Teil: 25. bis 29. Juni
Teil III, Offshore (Dreiteilung): 21. bis 24. Juni (Schwerpunkt: IMS, ORC, OD), 25. bis 29. Juni (OD) und 27. bis 29. Juni (Yardstick, ORC, Werft- und Einheitsklassen)

Auf Schongang mit der KatCard

Auf Schongang mit der KatCard ist der Bodensee- Katamaran auf der Fährverbindung Friedrichshafen- Konstanz. Das Landratsamt / Schifffahrtsamt in Konstanz hat am 8. Oktober die weitere wasserrechtliche Genehmigung für fünf Jahre, für die gut 20 Kilometern Seelinie, erteilt. Hierbei braucht das Schnellschiff in den Wintermonaten, vom 1. November bis 31. März, nicht mehr die Vogelrast- und Brutplätze im Konstanzer Trichter umfahren und auf Schweizer Gebiet ausweichen. Damit gewinnt der Katamaran eine Zeitersparnis von drei Minuten. Es gilt wie im Sommer die gleiche Route mit gedrosselter Geschwindigkeit im Schutzraum. Die KatCard, gleichfalls ab 1. November, ist eine Bonuskarte für Vielfahrer, die sich nicht an eine Monats- oder Jahreskarte binden wollen. Sie bringt eine Kostenersparnis von 30 Prozent, wogegen sich die Einzelfahrkarten um 0,50 Cent verteuern.

Erfreulich ist für die "Katamaran- Reederei Bodensee GmbH" mit Partner der Stadt-werke Konstanz und Friedrichshafen die zunehmende Akzeptanz des Hightech-Schiffes. In den ersten neun Monaten 2007 hat der Katamaran 293.000 Passagiere, einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, befördert. Besonders stark gestiegen sind die Fahrgastzahlen in den Winter- und Frühjahrsmonaten. Ein Top-Angebot war dabei der Abend-Kat an Wochenenden bis 1 Uhr. Der Kurs soll im nächsten Jahr vom 1. Mai bis 5. Oktober, für Kino, Theater oder andere Festivitäten, wiederholt werden. Ab 1. November gelten für Samstag 8,02 Uhr und Sonntag und Feiertag 9,02 Uhr. Mit dem Plus im Passagieraufkommen soll das aufgelaufene Defizit von 980.000 Euro abgebaut werden, wofür die Geschäftspartner jeweils zu 50 Prozent aufkommen müssen.

Verstärkung auf dem Fähr-Schnellkurs haben seit Februar die beiden Katamarane mit Baudatum 2005 durch "Ferdinand", getauft nach Ferdinand Graf Zeppelin, dem weltbekannten Luftschiffkonstrukteur. Dabei ist "Ferdinand" ein Leasing-Schiff mit Reeder der Bodan-Werft an die Bodensee-Schiffsbetriebe, die den Katamaran wieder an die "Bodensee Katamaran- Reederei GmbH" verchartern.

Int. Bodensee Meisterschaft (BOM) der Optimisten



Seit einigen Wochen bin ich der neue Obmann für die Int. Bodenseemeisterschaft der Optis.

In den vergangenen Jahren hat die BOM leider etwas an Attraktivität bei den jungen Seglern verloren. Dies möchte ich im kommenden Jahr durch einen neuen Meisterschafts-Modus sowie andere Neuerungen wieder umkehren.

Eine Neuerung ist es beispielsweise, dass die Serie nun mit einer Ranglistenformel berechnet wird, und nicht wie bisher durch das LPS. Dies ist deutlich gerechter und gleicht die Regatten, trotz unterschiedlicher Meldezahlen, in etwa aneinander an.

Ebenso war es bisher so, dass einige große Optiregatten am See nicht bei der BOM berücksichtigt wurden und demzufolge weniger Segler in die Wertung gekommen sind.

Aus diesem Grund habe ich für die Int. Bodenseemeisterschaft ein eigenes Internetportal eingerichtet (www.opti-bodensee.de). Dieses soll der besseren Information der jungen Segler dienen. Sämtliche Neuerungen bekommen die Bodensee-Vereine noch in einem Rundschreiben per E-Mail zugesendet!

Vielen Dank und Gruß,
Fabian Bach

Obmann der Int. Bodensee Meisterschaft der Optimistenklasse (BOM)
Fabian Bach, Schwärzlocherstr. 81, D-72074 Tübingen
Tel. 0049 (0)7071 95 95 59
Fax 0049 (0)7071 40 78 476
info@opti-bodensee.de

Donnerstag, 25. Oktober 2007

OB Kubon eröffnet Süddeutschen Caravan-Salon

Am Samstag Auftakt für das Eldorado der Campingfreunde / 200 kommen zum Campertreffen

Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon eröffnet am Samstag auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen den 35. Süddeutschen Caravan-Salon, der vom 27. Oktober bis 04. November die Campingfans lockt. 550 ausgestellte Wohnwagen und Reisemobile erfüllen (fast) alle Camperwünsche.

„In seinem 35. Jahr ist der Süddeutsche Caravan-Salon nicht nur genauso alt wie die gemeinsame Stadt, sondern längst auch ein fester Termin für alle Caravanfreunde“, stellt Oberbürgermeister Kubon in seinem Grußwort fest. Im vergangenen Jahr überzeugten sich rund 16.000 Besucher vom Fahrzeugangebot auf dem Messegelände, auf dem auch in diesem Jahr 14 Hallen und 2.000 Quadratmeter des Freigeländes für die Campingschau genutzt werden. Ab 10.00 Uhr können sich am Samstag Besucher über das Fahrzeugangebot informieren. Die offizielle Eröffnung findet ab 10.30 Uhr in Halle B statt.

Zu einem Treffen von Campingfreunden, das anlässlich des Süddeutschen Caravan-Salons vom Landesverband Württemberg im Deutschen Campingclub veranstaltet wird, haben sich inzwischen mehr als 200 Camper angemeldet. Mit 100 Fahrzeugen werden sie das Messegelände in Villingen-Schwenningen ansteuern. Für die gleichzeitig stattfindende 42. Württembergische Meisterschaft im Caravangeschicklichkeits-fahren haben sich 25 Teilnehmer gemeldet. Sie müssen mit einem bereitgestellten Caravan zwölf Aufgaben (Einparken, Rückwärtsfahren, Rangieren und andere Tests) erfüllen. Die besten Teilnehmer qualifizieren sich für die deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsfahren.

Der Süddeutsche Caravan-Salon ist vom 27. Oktober bis 04. November täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.caravan-salon-vs.de.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Optimale Campingfahrzeuge für den mobilen Reisespaß

Ab Samstag 35. Süddeutscher Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen mit mehr als 550 Fahrzeugen / Viele Veränderungen zur Komfortverbesserung / Wegklappbare Waschbecken im Bad

Mobilen Reisespaß für die gesamte Familie bietet das Fahrzeugangebot auf dem 35. Süddeutschen Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen. Insgesamt können dort ab kommenden Samstag neun Tage lang mehr als 550 Reisemobile und Caravans der führenden Hersteller „von vorn bis hinten“ geprüft werden.

Von Samstag dem 27. Oktober bis Sonntag dem 04. November ist das Messegelände in Villingen-Schwenningen der Treffpunkt für alle, die Freizeit und Urlaub in einem rollenden Heim schätzen. In 14 Hallen und auf dem 2.000 Quadratmeter großen Freigelände stehen vom ausgebauten Kastenwagen bis zum Luxusliner nur Hingucker in Reih und Glied - neben Fahrzeugen des Modelljahrgangs 2008 natürlich auch viele bewährte Wohnwagen und Reisemobile. Da kommt so richtig Caravanstimmung und Freude auf den nächsten Urlaub auf, wenn man über das Ausstellungsgelände bummelt.

Das Ausstellungsangebot auf dem Süddeutschen Caravan-Salon zeigt, dass es für jede Lebensphase optimale Campingfahrzeuge gibt. Geräumige Caravans (Wohnwagen) für die gesamte Familie und kompakte, schnittige Reisemobile mit weniger Luftwiderstand für diejenigen, die voll auf Mobilität setzen. Wegen des schon seit Jahren anhaltenden Trends zur Mobilität beim „Unterwegssein“ stehen auch auf dem Süddeutschen Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen die Reisemobile an der Spitze des Fahrzeugangebotes. Modelle von 29 Herstellern sind ausgestellt.

Fast in jedem Caravan und Reisemobil wurden zahlreiche Verbesserungen vorgenommen. Komfort spielt eine immer größere Rolle bei den Ausstattungen. Verglaste Dächer für mehr Tageslicht, schwenkbare Fernseher und ausziehbare Bugbetten gehören ebenso dazu wie variabel verschiebbare Tischplatten, Hubtische sowie umbaubare Sitzgruppen mit Nackenstützen im Wohnraum, stufenlos verstellbare Raff-Rollos und wegklappbare Waschbecken im Bad, damit man besser unter der Dusche stehen kann. Praktisch sind Einhebelmischer und Kombinationen aus 3-Flammen-Kocher und Spüle in der Küche. „Die Caravanfans kommen aus dem Staunen nicht heraus, wenn sie sehen, was es alles Neues gibt“, versprechen die auf dem Süddeutschen Caravan-Salon vertretenen Aussteller.

Erstmals auf dem 35. Süddeutschen Caravan-Salon sind ein Reiseanbieter für Campingreisen und eine Schauwerkstatt, in der Mechaniker zeigen, wie man neue Technik in Caravans und Reisemobile einbaut. Der Ausstellungsbereich für Zubehör in und an den Fahrzeugen wurde erweitert. Besonders groß ist die Auswahl an Zelten (Stand- und Vorzelte), Schutzdächern und TV-Systemen. Der Landesverband Württemberg im Deutschen Campingclub lädt anlässlich des Süddeutschen Caravan-Salons vom 26. bis zum 28. Oktober zu einem Campingtreffen ein und veranstaltet die 42. Württembergische Meisterschaft im Caravan-Geschicklichkeitsfahren.

Der 35. Süddeutsche Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen ist vom 27. Oktober bis zum 04. November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet fünf Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.


Ein Treffpunkt für Caravanfans ist ab Samstag wieder der Süddeutsche Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen. Neun Tage lang sind hier mehr als 550 Fahrzeuge führender Hersteller ausgestellt. Foto: Südwest Messe

Alinghi begrüsst prompte Klärung

(New York, 22. Oktober 2007) Im Anschluss an die heutige Anhörung vertagte Richter Cahn vom New York Supreme Court seine Entscheidung im Rechtsstreit über die Rechtmässigkeit des Challenger of Record Club Náutico Español de Vela, der vom Golden Gate Yacht Club gegen die Société Nautique de Genève, den Titelverteidiger-Yachtclub des America’s Cup angestrengt worden war.

Richter Cahn gab beiden Parteien die Gelegenheit, ihren Standpunkt zu vertreten und er fokussierte seine Fragen auf die Rechtmässigkeit des Club Náutico Español de Vela als Challenger of Record gemäss den Bestimmungen der Deed of Gift.

Alinghi-Rechtsberater Hamish Ross kommentiert wie folgt: „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der Anhörung und freuen uns auf ein Resultat. Es geht um eine rein technische Angelegenheit. Es handelt sich um eine rein rechtliche Interpretation der Deed of Gift.“

Richter Cahn sagte, er werde eine schriftliche Urteilsbegründung verfassen, die in den nächsten Wochen erwartet wird.

Die Société Nautique de Genève hält weiterhin an ihrem Standpunkt fest, was die Forderungen von BOR betrifft, ein Team, das nach wie vor nicht Teil des Anlasses ist und wiederholt versucht hat, den Fokus von der Frage nach der Rechtmässigkeit des CNEV auf eine ganze Reihe anderer Aspekte im Zusammenhang mit dem Protokoll und den Regeln zu lenken.

Nichtsdestotrotz steht die SNG nach wie vor in Kontakt mit BOR und würde eine angemessene Lösung begrüssen, die es den Parteien ermöglichen würde, den 33. America’s Cup voranzutreiben.


Alinghi versucht bis unmittelbar vor dem Gerichtstermin eine Lösung zu finden

(Valencia, 21. Oktober 2007). Während der letzten Monate stand Alinghi, Titelverteidiger des 33. America’s Cup, auf verschiedenen Ebenen im steten Dialog mit BMW Oracle Racing (BOR) und versuchte, eine Lösung in der Rechtsklage zu finden, die der Golden Gate Yacht Club (GGYC) gegen die Société Nautique de Genève (SNG) angestrengt hatte. BMW Oracle hat via Russell Coutts wiederholt die Diskussions-Basis verschoben, indem sie jedes Mal neue Forderungen stellten, wenn Alinghi sich dafür einsetzte, eine Lösung für die beanstandete Bereiche zu präsentieren. Trotzdem bestand der letzte Kontakt von Alinghi zu BOR vor deren Medieninformation darin, dass Alinghi BOR vor der Anhörung zu einem privaten Treffen in New York einlud, um ein letztes Mal zu versuchen, die ganze Angelegenheit ein für alle Mal zu klären. Heute Morgen bestätigte BOR, dass sie an diesem Meeting teilnehmen werden.

Die Société Nautique de Genève (SNG) und Alinghi haben viel versucht, um BOR dazu zu bewegen, ihre Gerichtsklage zurückzuziehen. So initiierte die SNG beispielsweise eine Überprüfung des Protokolls mit den gemeldeten Herausforderern und erklärte sich, gemeinsam mit dem Challenger of Record Club Náutico Español de Vela, dazu bereit, mehrere Anpassungen vorzunehmen, um die Forderungen von GGYC und BMW Oracle zu erfüllen. Darauf forderte Russell Coutts via die Challengers Group die Garantie, dass Alinghi keinen Vorsprung im Designen des neuen Bootes haben würde, und erklärte gegenüber mindestens zwei Herausforderern, BOR würde die Klage zurückziehen, wenn Alinghi beweisen könne, dass sie keinen Design-Vorteil hätten.

Alinghi reagierte, indem man die gemeldeten Challenger aufforderte, die Verdrängung für die neue Klasse – ein absolut zentraler Parameter – zu definieren. Die Challenger taten das und hatten damit die Sicherheit, dass dadurch kein Vorsprung im Design-Prozess mehr möglich ist. Für BOR war das aber immer noch nicht genug und sie wollten in der Folge den Verdrängungs-Parameter vor dem Hintergrund des ganzen Regelwerkes analysieren, weil sie den Designern der Herausforderer nicht trauten, die versicherten, dass dieser Parameter zentral genug sei, um die geforderte Garantie zu gewährleisten.

Sehr zur Enttäuschung von Alinghi und den Challengern, sandte BOR am 18. Oktober via Russell einen Brief an Alinghi, der neun weitere Punkte enthielt, die zu erfüllen waren. Dazu gehörten auch neue Aspekte, die vorher nie erwähnt worden waren. Mehrere dieser neuen Aspekte entsprachen in keinster Weise den Grundlagen des Programms, das von allen rechtmässig gemeldeten Challengern verabschiedet worden war, und widersprachen auch der Kosteneinsparungs-Strategie, die dem 33. America’s Cup zugrunde liegt.

Betreffend Veröffentlichung der neuen Regeln sagte Alinghi-Design-Koordinator Grant Simmer: „Alinghi arbeitet mit den Herausforderern daran, die neue Klassenregel zu entwickeln. Dieser Prozess wurde am 15. September lanciert. Die Challenger haben zum Ausdruck gebracht, dass sie mit diesem Prozess zufrieden sind. Verschiedene Schlüsselthemen werden noch diskutiert, aber wir arbeiten daran, dass wir die Regel am 31. Oktober veröffentlichen können. Wenn BOR sich dafür entscheidet, teilzunehmen, sind sie in diesem Prozess willkommen.“

Brad Butterworth, Team-Skipper von Alinghi, beurteilt die Situation wie folgt: „Was uns antreibt, ist die Vision, 2009 für alle einen grösseren und besseren Anlass zu erschaffen. Mit neuen Booten, aber zu reduzierten Kosten und mit einer intensiveren Konkurrenz. Einige mögen uns für zu ambitioniert halten, aber seither haben wir eine ganze Reihe von Massnahmen ergriffen, im Versuch, eine Lösung in dieser Angelegenheit zu finden. Wir haben uns partnerschaftlich über das Design der neuen Klasse unterhalten, wir haben das Protokoll angepasst und wir haben den Herausforderern erlaubt, die Verdrängung des Bootes zu bestimmen, da man uns glauben machte, dies sei die letzte Bedingung von BMW Oracle. Obwohl die Herausforderer die neue Klassenregel noch nicht kennen, wissen sie viel über das Konzept, und sie hatten zusätzlich die Möglichkeit, gemeinsam die Verdrängung zu wählen. Ich glaube fest daran, dass immer noch genügend Zeit bleibt, um mit BMW Oracle eine Lösung zu finden, und dass sie ihre Gerichtsklage zurückziehen und gemeinsam mit den anderen Challengern dazu beitragen, dass wir diesen Event noch besser machen können als den letzten. Das letzte Mal dass wir mit ihnen vor ihrer Medieninformation gestern Abend Kontakt hatten, war, als sie uns bestätigten, dass sie Montagmorgen vor der Anhörung an einem privaten Treffen in New York teilnehmen würden, um einen letztes Mal zu versuchen, eine Einigung zu finden. Darauf hoffen wir immer noch – für den Event, für die Herausforderer und auch für uns.“

Montag, 22. Oktober 2007

Laserflotte Bodensee: Rückblick auf die Saison 2007

Am 19. Oktober fand die Meisterschaftsfeier und Jahresversammlung der Laserflotte Bodensee im Clubhaus der Seglergemeinschaft Überlingen statt. Klassenobmann Peter Nietsch berichtete umfangreich über die abgelaufene Saison.

Die Bodenseemeisterschaft wurde im Standart in 25 Wettfahrten ermittelt. Der Bodenmeister im Standart wurde Michael Zittlau SMCÜ mit 1780,62 Punkten vor Mattias Rebholz WYC mit 1634,48 und Mastersegler Wolf Peter Niessen LYC mit 901,42 Punkten.

Bodenseemeister im Radial wurde in 27 Wettfahrten ermittelt. Bodenseemeister wurde Conrad Rebholz mit Punkten 1588,77vor Philipp Bilger SCÖ mit1571,66 Punkten und dem Mastersegler Peter Nietsch MRV mit 1352,2 Punkten.

Bei den Masterseglern im Radial von 35-50 gewann Peter Nietsch MRV vor Franz Egenhofer JSR. In der Masterklasse über 50 gewann Werner Winter WVF. Beste Dame in der Masterklasse war Petra A Kiehn von der SGÜ.

Besonderen Dank an die Sponsoren Segelsport Frik Überlingen, Bootsladen, Optik Hepp, Gothar Versicherungsagentur Stefan Goller, BBBank alle Konstanz und Rot Weiss in Langenargen. Ohne sie wären Preisen in diesem Wert nicht möglich gewesen. Ein ganz großes Dankeschön an die Jugendgruppe der SGÜ unter der Leitung von Carmen Greule die uns sehr gut mit Essen und Trinken versorgt hat.

Rangliste 2007 Radial > / Rangliste 2007 Standard >

Weitere Informationen unter www.laser-bodensee.de


Das Bild zeigt die anwesenden Preisträger der Bodenseemeisterschaft

Sonntag, 21. Oktober 2007

Der Defender lehnt einen Lösungsvorschlag ab

Der Defender lehnt einen Lösungsvorschlag ab und weigert sich, das neue Design Regelwerk bekannt zu geben

New York - Verhandlungen zur Lösung der Probleme in Bezug auf das nächste America’s Cup Protokoll wurden heute (20.10.07) eingestellt, nachdem der Defender, Alinghi, den vom Golden Gate Yacht Club unterbreiteten Lösungsvorschlag abgelehnt hatte. Alinghi machte nochmals klar, dass sie das neue Design Regelwerk mit den Bestimmungen zur Grösse und dem Design der im nächsten Cup zu segelnden Boote nicht bekannt geben werde.

“Der GGYC ist über diesen Ausgang sehr enttäuscht“, sagte dessen Sprecher Tom Ehman. “Am Mittwoch liessen wir dem Defender einen Lösungsvorschlag zukommen. Am Donnerstag bestätigten die momentanen Herausforderer in einem Brief an Alinghi, dass sie unseren Vorschlag grundsätzlich unterstützten und dass man, um ihre eigenen Worte zu benützen, „unglaublich nah“ an einer Lösung sei.“

“Die anderen Herausforderer waren in den vergangenen Tagen sehr hilfsbereit. Wir schätzen ihre Unterstützung. Sie waren auch ganz klar der Ansicht, dass wir eine gute Basis für eine Einigung hatten.”

“Es handelt sich hierbei lediglich um eine Frage der Transparenz. Doch der Defender weigerte sich, eine solche zu schaffen. Ausserdem haben sie mit ihrem letzten Brief, in welchem sie unser Angebot ablehnten, schlicht unser aktuellstes Ersuchen ignoriert. Vor diesem Hintergrund haben sie jegliche Glaubwürdigkeit verloren und können, ausser sich selbst, nun nicht mehr andere beschuldigen für die andauernden Verzögerungen und einen allfälligen Entscheid zur Verschiebung des Anlasses.”

Ehman sagte, der amerikanische Club habe mehrmals darum ersucht, Einblick in das neue Regelwerk zu erhalten. Dies wurde ohne Erklärung abgelehnt und lediglich mit dem Hinweis der Herausforderer versehen, dass Alinghi Boss Ernesto Bertarelli persönlich dagegen sei.

“Wir verstehen nicht, weshalb der Defender darauf besteht, uns das Regelwerk erst dann zugänglich zu machen, nachdem wir uns für den nächsten Anlass verpflichtet haben. Das verlangt von uns, dass wir die Regeln unbetrachtet akzeptieren, was niemand in unserer Position akzeptabel finden würde.

“In vergangenen America’s Cups, wurden die Design- und anderen Regelwerke stets im gemeinsamen Einverständnis und weit vor dem nächsten Anlass abgesegnet und nicht durch Diktat des Defenders.”

“Es ist ganz einfach“, sagte Ehman. “Zeigt uns die Regeln und wir finden eine Lösung. Doch alles, was wir erhalten, sind legalistische Schreiben, die diesen zentralen Punkt umgehen und die Verantwortung abwälzen wollen.“

“Bereits vor drei Wochen begannen wir langsam zu befürchten, dass der Defender nicht ernsthaft an einer Lösung interessiert ist, als der GGYC eine Liste von zehn bekannten Persönlichkeiten als mögliche Mediatoren vorschlug und diese vom Defender allesamt abgelehnt wurden, ohne von seiner Seite neue Vorschläge einzubringen. Damit starb die Möglichkeit einer Mediation, wie dies Richter Herman Cahn vom obersten Gerichtshof des Staates New York vorgeschlagen hatte.“

“Seit mehreren Wochen spricht der Defender von einer Verzögerung des Anlasses. Wir, und die fünf bestehenden Herausforderer, glauben immer noch fest daran, dass der Anlass 2009 in Valencia stattfinden könnte und sollte.“

“Alinghi’s heutiger Brief macht ganz eindeutig klar, dass allein Alinghi – und nicht der GGYC oder die anderen Herausforderer – diesen Fall weiterhin im Gericht halten, was unweigerlich Unsicherheit und Verzögerung zur Folge hat“, sagte Tom Ehman.

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte die Website des GGYC auf: www.ggyc.com

Freitag, 19. Oktober 2007

Rolex Farr 40-Europameisterschaft in Travemünde

Zum kleinen Jubiläum, der fünften Rolex Baltic Week, bietet die exklusive Segelwoche im Jahr 2008 erneut einen sportlichen Leckerbissen. Vom 26. bis 31. August findet die Rolex Farr 40-Europameisterschaft in Deutschland statt. Neuer Austragungsort wird das Ostseebad Travemünde.

Die Europameisterschaft wird zugleich Finale einer Grand-Prix-Serie, dem nordeuropäischen Farr 40-Circuit, werden. Er beginnt Ende Mai in Norwegen und führt über die Kieler Woche in der letzten Juni-Woche sowie eine Regatta Ende Juli in Kopenhagen zum Saisonhöhepunkt nach Travemünde. Dort wollen der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) Hamburg zusammen mit dem Lübecker Yacht-Club (LYC), der direkt an der Trave vor den geplanten Liegeplätzen für die Yachten sein zweites Clubhaus hat, und die internationale Farr 40-Klassenvereinigung ein Farr 40-Event der Extraklasse veranstalten.

„Wir freuen uns über den Zuspruch der Farr 40-Klasse, die seit langem eine enge Beziehung zu unserem Haus hat. Die EM-Teilnehmer erwartet ein hoch spannender, aber fairer Wettkampf, währenddessen sie sich im einzigartigen Ambiente an der Travemündung rundum wohl fühlen sollen“, sagte Peter Streit, Geschäftsführer von Rolex Deutschland in Köln, dem Titelsponsor der Rolex Baltic Week von Beginn an (2004).

Die hochkarätigste Zusage kam bereits kurz nach bekannt werden des Regattakalenders von Vincenzo Onorato aus Italien mit seiner „Mascalzone Latino“. Der zweimalige und amtierende Rolex Farr 40-Weltmeister wolle auf jeden Fall nach Travemünde kommen, nachdem er die EM-Krone dieses Jahr bei der Rolex Settimana delle Bocche in Porto Cervo/Sardinien verpasste und hinter seinem Landsmann Massimo Mezzaroma und der „Nerone“ nur Zweiter wurde.

Onorato hatte bei seinem ersten WM-Sieg 2006 den dreimaligen America’s Cup-Gewinner Russell Coutts als Taktiker an Bord und vertraute dieses Jahr dem Briten Adrian Stead. Die Farr 40-Yachten werden grundsätzlich von ihren Eignern gesteuert, die Amateure sein müssen. Doch die Crew darf zum Teil aus Profis rekrutiert werden, was jedes Jahr namhafte Größen aus der Regattaszene anzieht.

Was die prominenten Teilnehmer anbelangt, freuen sich die Veranstalter der Rolex Baltic Week besonders auf die bereits zugesagte Meldung der „Nanoq“. Die Farr 40 gehört dem dänischen Kronprinzen Frederik, der 2007 die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft vor seiner Hauptstadt Kopenhagen mit einem Tagessieg beendete und als Achter bestes skandinavisches Boot war.

Der EM-Regattatermin wurde nach den Olympischen Spielen 2008 in China gelegt, wo seine königliche Hoheit repräsentative Verpflichtungen für sein Land hat. Der Zeitraum passt außerdem in den Kalender von Eignern aus Übersee, falls diese nach der Rolex Farr 40-WM Mitte April in Miami/USA nach Europa kommen wollen.

Mit der Vergabe der europäischen Titelkämpfe in der Farr 40-Klasse erlebt die Rolex Baltic Week ein weiteres Highlight des Segelsports. Bisher wurden unter anderen die Weltmeisterschaften der Drachen und für IMS-Yachten (zweimal) sowie Europameisterschaften der olympischen Starboote und der internationalen Melges 24-Klasse während der Regatta ausgetragen.

Die Farr 40 feierte in diesem Jahr bei der Rolex Baltic Week ihr Deutschlanddebüt, als 13 Yachten aus sieben Nationen – darunter auch aus Übersee (USA und Australien) – zum Finale der Grand-Prix-Serie European Circuit nach Neustadt in Holstein kamen. Danach gab es viel Lob aus berufenem Munde: „Das war eine ausgesprochen gelungene Premiere unserer Klasse in Deutschland“, sagte Jim Richardson aus den USA als Präsident der internationalen Farr 40-Klassenvereinigung, der die Rolex Baltic Week 2007 außerdem mit seiner „Barking Mad“ gewann und dadurch auch Gesamtsieger im European Circuit 2007 wurde.

Und bei der diesjährigen Regatta wurde bereits der Grundstein für die Vergabe der Rolex Farr 40-EM gelegt, als sich auch Geoff Stagg als Vertreter des Managements der Klasse von den hervorragenden Bedingungen an der Ostsee überzeugte. Das Regattarevier auf der Neustädter Bucht wird quasi beibehalten. Als Wettfahrtleiter wurde bereits der Kieler Eckart Reinke gebeten. Travemünde als Standort, wo in der letzten Juli-Woche 2008 die 119. Travemünder Woche ausgetragen wird, bietet durch Bootsliegeplätze am Traveufer unmittelbar vor dem Eventgelände und gleichzeitig dicht an der Regattabahn sowie nahe gelegene Top-Hotellerie nicht nur logistisch ideale Vorraussetzungen. Mit der historischen Viermast-Bark „Passat“ als maritimes Wahrzeichen in der Travemündung und dem Lifestyle-Ambiente eines gehobenen Strandbads passt auch der Rahmen zur Rolex Baltic Week.

„Um die unterschiedlichen Interessen der Mittelmeeranrainer und der Nordeuropäer zu berücksichtigen, haben wir nun zwei Serien – eine auf der Ostsee und eine im Mittelmeer – beschlossen, deren Höhepunkt jedoch die EM sein wird“, erklärte der Lüneburger Wolfgang Schäfer als Präsident der europäischen Farr 40-Flotte, von der die Farr 40 European Circuits organisiert werden. Er wird mit seiner „Struntje light“ dabei sein und hofft auf ein erstklassiges Teilnehmerfeld zur EM-Premiere im Norden. Die vier Wettfahrttage sollen von Donnerstag, dem 28. August, bis Sonntag, dem 31. August, liegen, an dem der Gesamtsieger neben der EM-Trophäe eine edle Rolex Armbanduhr erhalten wird.

Die Rolex Baltic Week ist die einzige von Rolex in Deutschland unterstützte Segelregatta. Zum weltweiten Kalender der Rolex-Regatten gehören Events wie das Rolex Middle Sea Race, dass am Sonnabend (20. Oktober) in Malta startet, das Rolex Sydney Hobart Yacht Race Ende Dezember in Australien sowie im kommenden Jahr unter anderem der Sardinia Rolex Cup und der Maxi Yacht Rolex Cup in Porto Cervo auf Sardinien/Italien.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Rothweiler/Kussatz sind deutsche Vizemeister

Erfolgreiche Regattasaison der 470er-Crew beendet

Nach vier Tagen ohne Wind zeigte Rasmus zum Ende der Audi Chiemsee Champions Week Einsicht und bescherten den deutschen Meisterschaften aller olympischen und paralympischen Bootsklassen noch einen kompletten Segeltag. Die 470er absolvierten vier Rennen, nach denen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) „Silber“ in der offenen Wertung (Frauen und Männer gemeinsam) holten. Das war ein gelungener Schlusspunkt unter eine überaus erfolgreiche Saison des pinta racing teams, in der das Duo nicht nur seinen Europameistertitel verteidigte, sondern auch vorzeitig die Fahrkarten zu den Olympischen Spielen 2008 in China löste.

„Wir wären schon gerne deutsche Meister geworden, aber unsere Jahresbilanz trübt der zweite Platz nicht ein“, meinten Rothweiler (28) und Kussatz (35) übereinstimmend. Der Titel war am Finaltag (Sonnabend, 6. Oktober) im zweiten Rennen verloren gegangen, „als wir einige dumme Fehler machten und nur Achte wurden.“ Bei leichtem bis mittlerem Wind hielt das Binnenrevier einige Tücken bereit und erwische das beste Frauenteam des Deutschen Segler Verbands (DSV) kalt. Nach dem vierten Rang in der Auftaktwettfahrt reichten zwei glänzende Tagessiege im Anschluss an den Ausrutscher nicht mehr zum Gesamtgewinn. Zwei Punkte fehlten zu den jungen Überraschungssiegern Martin Hauptmann und Timo Chorrosch aus Berlin. Die Favoriten Lucas Zellmer und Heiko Seelig (ebenfalls Berlin) wurden Dritte vor den zweitbesten Frauen Daria Blaschkiewitz und Geeske Genrich aus Lübeck.

Die Mammutveranstaltung des DSV, der im vorolympischen Jahr seine nationalen Titelkämpfe genau wie die Weltmeisterschaften der ISAF (Weltsegelverband) zuvor in Cascais (Portugal) gebündelt gleichzeitig auf einem Revier austragen lässt, litt seit Beginn unter einer Dauerflaute auf dem Chiemsee. Nur in wenigen Klassen konnten einzelne Rennen gesegelt werden. Die Erlösung brachte erst der ursprünglich für die finalen Medaillenrennen (Medal Races) der besten Zehn vorgesehene Schlusstag. Unter Wegfall eines zeitlichen Startlimits kamen so immerhin noch überall mindestens vier Rennen zustande, die für eine Meisterschaftswertung erforderlich sind.

„Uns fehlte leider der Streicher, um ganz vorne zu landen“, sagte Steffi Rothweiler, „aber wir waren alle froh, nach dem langen Warten noch vier Rennen zu segeln.“ Am Ende der letzten Wettfahrt zeigte das pinta racing team noch einmal sein außergewöhnliches Können, als es in einem klassischen Matchrace hundert Meter Rückstand aufholte und als Erstes die Ziellinie überquerte. „Den Triumph nehmen wir als krönenden Abschluss mit ins Wintertraining“, so Vivien Kussatz.

Für die professionell arbeitende Mannschaft bedeutet der Saisonabschluss nämlich keineswegs eine Winterpause. Bereits Anfang 2008 findet die nächste Weltmeisterschaft in Australien statt. Die gesamte Vorbereitung ist allerdings jetzt schon auf die olympischen Segelwettbewerbe in Qingdao ausgerichtet, die im August den Höhepunkt einer vierjährigen Kampagne bilden. „Unser Ziel ist ganz klar eine Medaille in China“, bekräftigten die Seglerinnen vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen (Rothweiler) und Spandauer Yacht-Club Berlin (Kussatz).

Das Gelbe Meer vor der chinesischen Küste stellt allerdings durch schwache Winde und starke Wasserströmung besondere Anforderungen an die Teilnehmer, wie Rothweiler/Kussatz bei den PreOlympics an gleicher Stelle erneut feststellten. Dort waren sie nach „Bronze“ 2006 in diesem Jahr Fünfte geworden. Deshalb will das pinta racing team das Revier für sein Wintertraining ähnlich den olympischen Bedingungen aussuchen. Rothweiler und Kussatz: „Wir wollen außerdem noch neues Material, vor allem Segel testen, um auf dem Punkt topfit und bestens vorbereitet an den Start zu gehen.“

Für die Starbootmannschaft des pinta racing teams, Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam), war die deutsche Meisterschaft krankheitsbedingt ausgefallen. In ihrer Abwesenheit holte sich der Flensburger Philipp Rotermund mit Pickels Ex-Vorschoter Thomas Auracher überraschend den Titel vor den olympischen Silbermedaillengewinnern von 1984(!), Achim Griese und Michael Marcour (Hamburg). Die einzig verbliebenen Konkurrenten von Pickel/Borkowski beim Kampf um die Olympianominierung, Robert Stanjek und Markus Koy aus Hamburg, wurden nur Sechste.

Das pinta racing team wird von der pinta elements GmbH des Münchener Unternehmers Michael Illbruck unterstützt. Sie fördert die beiden Olympiamannschaften auf dem Weg zu den Spielen 2008. Ihr Ziel ist der Gewinn einer Medaille.

Über die pinta elements GmbH
Die Holding pinta elements GmbH besteht aus den sechs Unternehmen pinta acoustic, pinta enac, pinta filtration, pinta foamtec, pinta insulation und pinta nieuwburg. pinta insulation in Courgenay und Nieuwburg in Krimpen a/d Ijssel/Niederlande, produzieren und installieren akustische und thermische Isolationslösungen für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt, darunter auch hochwertige Motorraum- und Rumpfisolierungen für Segel- und Motoryachten. In Maisach bei München entwickelt pinta acoustic Systemlösungen zur Schallisolierung für die Architektur- und Baubranche. pinta filtration mit Sitz in Courgenay/Schweiz, entwickelt und vertreibt Adsorptionsfiltersysteme für Anwendungen im Bereich Haushaltsgeräte, zur Wasseraufbereitung sowie zur Luftfiltrierung in Räumen mit erhöhter Gaskonzentration. pinta foamtec in Minneapolis/USA, deckt das Geschäft der Gruppe im Bereich der technischen Schaumstoffverarbeitung ab.

Endergebnis der deutschen 470er-Meisterschaft (Männer/Frauen):
1. Martin Hauptmann/Timo Chorrosch (Berlin) 12 Punkte
2. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 14
3. Lucas Zellmer/Heiko Seelig (Berlin) 17
4. Daria Blaschkewitz/Geeske Genrich (Lübeck) 23
5. Christopher Lorenz/Friedrich Ebert (Berlin) 27
6. Jenna Wolf/Teresa Hemmeter (Starnberg) 38