Montag, 27. Juli 2009

Segeljugend der Nation in Travemünde startklar

27.07.09 - TRAVEMÜNDE. Wer träumt da nicht von, als junge Seglerin oder junger Segler einmal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Deutscher Meister, das wäre schon etwas. Ab Dienstag (28. Juli) schicken sich rund 850 Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet, aber auch einige aus dem Ausland an, genau diesen Traum zu verwirklichen. Sie starten ab 11 Uhr auf der Lübecker Bucht zur Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaft 2009 (IDJ+JüM), wo die 120. Travemünder Woche zu ihrem zweiwöchigen Jubiläum (17. Juli bis 2. August) den würdigen Rahmen für die Titelkämpfe des nationalen Segelnachwuchses bildet.

In den acht Bootsklassen Optimist (233), Europe (54), Laser Radial (161), Pirat (32), 420er (96), 29er (33), Teeny (54) und BIC Techno 293 (27) sind insgesamt 690 Meldungen eingegangen. Neben 640 einheimischen Anwärtern kamen weitere aus den zehn Nationen Belgien (3), Tschechien (5), Dänemark (11), Frankreich (6), Großbritannien (3), Irland (2), Japan (4), Polen (11) sowie der Schweiz (2) und Schweden (3). Die großen Felder der Optis, Laser Radial und 420er treten zunächst in Gruppen gegeneinander an. In allen Klassen sind bis Sonnabend (1. August) insgesamt zwölf Wettfahrten vorgesehen. Mit Breakdance und Fanfarenklängen, kurzen Reden und erwartungsvollen Teilnehmern, die stolz ihre Landesfarben und -flaggen präsentierten, war die IDJ+JüM am Sonntagabend (26. Juli) auf dem Festivalgelände der Travemünder Woche eröffnet worden. Zahlreiche Besucher verfolgten die feierliche Zeremonie auf der Festivalbühne im Brügmanngarten, die mit der Fahne der Hansestadt Lübeck in Mitte eingerahmt von der Nationalen und der Schleswig-Holstein-Flagge geschmückt war. An der Seite der Bühne hatten sich die Fahnenträger der 16 Bundesländer aufgestellt.

Die Grußredner vom Vorsitzenden des Lübecker Yacht-Clubs, Rolf Erwert, über Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe und Schleswig-Holsteins „kommissarischer“ Innenminister Rainer Wiegard bis zum Präsidenten den Deutschen Segler-Verbands, Rolf Bähr, der die Meisterschaften letztlich eröffnete, sprachen unisono von einem herausragenden Regattaevent. Die Jugend ist ein Juwel und gibt der 120. Travemünder Woche ihren besonderen Glanz. Sie kam in den Shirts ihrer jeweiligen Trainingsgruppen, hochmotivierte Mädchen und Jungen, die sich gegenseitig anfeuerten. Die große Chance, in diesem Jahr ins Rampenlicht zu treten, liegt für viele hoffnungsvolle Talente zum einen in der jährlichen Neubesetzung der Klassen. Oft scheiden die Vorjahressieger altersbedingt aus oder steigen vorzeitig in größere Boote um. Zum anderen hat sich ein Teil der Kadersegler für die Jugendeuropa- oder -weltmeisterschaften ihrer Klassen qualifiziert, deren terminliche Überschneidung mit der IDJ+JüM durch die Enge des internationalen Regattakalenders teils nicht zu verhindern war. So durften drei Mädchen und fünf Jungen zur Opti-WM ins brasilianische Niterói bei Rio de Janeiro reisen, um vielleicht in die Fußstapfen der ehemaligen deutschen Weltmeister Tina Lutz und Julian Autenrieth zu treten.

Auch der Lokalmatador Malte Student vom Lübecker Yacht-Club (LYC) hätte nichts gegen eine Regattareise nach Südamerika gehabt, doch war der 13-Jährige realistisch genug und bescheiden: „Ich freue mich genauso, in Travemünde dabei zu sein.“ 2008 war der Schüler aus Obernwohlde bei Lübeck 37. von 204 Teilnehmern, hatte dabei jedoch zwei ärgerliche Disqualifikationen zu Buche stehen. LYC-Coach Uwe Schimanski traut seinem Talent in diesem Jahr eine deutliche Steigerung zu. „Die Bayern sind richtig gut“, weiß das Nordlicht, „und auch noch einige andere müsste ich schlagen.“ Topfavorit ist der frischgebackene Europameister Maximilian Hibler aus Rimsting.In der Jugendklasse 420er fand die dritte EM- und WM-Ausscheidung im Mai auf dem Meisterschaftsrevier in Travemünde statt. Dort siegte der Opti-Weltmeister von 2006, Julian Autenrieth, mit seinem Bruder Philipp und zog die Fahrkarten zur WM am Gardasee, die parallel zur IDJM stattfindet. Deshalb blieb es der einzige Auftritt der Augsburger Titelverteidiger vom Bayerischen Yacht-Club an der Travemündung. Nina Brenk und Daniel Ribnitzky aus Keltern stehen dagegen schon vor ihrem dritten. Die Ausscheidung beendeten sie zwar nur als 52. Doch vorige Woche gewann das Duo aus Süddeutschland die 420er-Regatta der Travemünder Woche als Generalprobe und gehört seitdem zu den Mitfavoriten.

Während der 420er als Sprungbrett in die olympische 470er-Klasse dient, ist es der 29er für die Gleitjolle 49er. Eine Skiff-Hochburg im Norden steht beim Kieler Yacht-Club. Trainer Patrick Böhmer hat das Ziel für die Travemünder Woche bereits abgesteckt: „Vier 29er-Mannschaften unter die Top Ten.“ Seine besten starteten dafür direkt im Anschluss an die WM vom Gardasee 1.300 Kilometer durch, um den ersten Wettfahrttag auf der Lübecker Bucht nicht zu verpassen. Die besten Deutschen auf der WM kommen jedoch aus dem Süden. Die Brüder Philipp und Thilo Kramer aus München wurde Vierte in der Silberflotte (zweitbeste 25). Philipp Müller und Moritz Janich aus Wörthsee folgten auf Rang sieben. Mit diesen beiden Crews dürfte auch in Travemünde zu rechnen sein.Ein großes Augenmerk legen die Landes- und Bundestrainer auch auf die Einhand-Klassen Europe und Laser Radial. Denn Letztere ist für die Frauen olympisch, nachdem sie die Europe ablöste. Und die Männer segeln 2012 in Weymouth/Großbritannien wieder das gleiche Boot nur mir größerer Segelfläche. Für die Eckernförder Geheimfavoriten Wiebke Siemsen, als Achte der TW-Wettfahrten bestes Mädchen, und Lennart Hänel zum Beispiel ist die Deutsche der Saisonhöhepunkt.

Tod beim Baden

27.07.09 - Nur noch den Tod feststellen konnte die Notärztin bei einer 75-jährigen Frau, die am Sonntagvormittag, gegen 09.00 Uhr von einem Sportangler leblos im Bodensee vor Seemoos treibend entdeckt worden war.

Den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zu Folge war die Frau, die regelmässig in diesem Bereich zum Schwimmen ging, gegen 07.45 Uhr noch von mehreren Zeugen am Seeufer beobachtet worden. Dort konnten später auch ihr Bademantel sowie ihre Handtasche aufgefunden werden. Aufgrund der Gesamtumstände ist davon auszugehen, dass die 75-Jährige während des Schwimmens im Bodensee zu Tode kam. Hinweise auf Fremdeinwirkung haben sich nicht ergeben.

11-jähriger Segler vermisst

27.07.09 - Am Sonntag Nachmittag machte die Bootsbesatzung eines Segelbootes auf dem Bodensee vor der Schachener Bucht mit einer roten Notflagge auf sich aufmerksam. Eine besorgte Mutter aus Österreich vermisste ihren 11-jährigen Sohn, der mit einem Optimisten (kleine Segeljolle) alleine und ohne Rettungsweste losgesegelt war.

Während der Junge, der erst letzte Woche einen Segelkurs absolviert hatte, alleine lossegelte, wollte die Mutter mit Bekannten auf deren Segelboot in Richtung Bregenzer Bucht ihrem Sohn nachsegeln. Als das Segelboot auslief war von dem Jungen mit dem Optimisten nichts mehr zu sehen. In die Suche nach dem Jungen wurden Privatboote, die Wasserwacht Lindau sowie die Seepolizei Hard und die ÖWR eingebunden. Kurz bevor von der Polizei ein Polizeihubschrauber zur Absuche des Sees angefordert wurde, konnte der Optimist vom Polizeiboot Hecht aus vor Wasserburg gesichtet werden.

Der Junge war entgegen der Absprache mit seiner Mutter in Richtung Altenrhein / Wetterwinkel gesegelt. Als er das Segelboot mit seiner Mutter nicht fand, kehrte er wieder nach Wasserburg zurück. Der Junge und der Optimist wurde vom Polizeiboot Hecht aufgenommen und seiner Mutter in Österreich zugeführt.

Sonntag, 26. Juli 2009

Positive Halbzeitbilanz der Travemünder Woche

26.07.09 - TRAVEMÜNDE. Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren bereits fast 800.000 Besucher auf der 120. Travemünder Woche zu Gast. Vor diesem Hintergrund zogen die Veranstalter vom Lübecker Yacht-Club eine positive Zwischenbilanz. Die als schönste Segelregatta der Welt bekannte und beliebte Großveranstaltung dauert in diesem Jahr ausnahmsweise 17 Tage. Grund: Deutschlands bester Segelnachwuchs kürt in der zweiten Woche seine Meister. Die Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften mit 900 Aktiven aus neun Nationen werden am Sonntagabend (26. Juli) um 19 Uhr feierlich eröffnet. Das begleitende Festival an Land mit allen Programmhöhepunkten dauert noch bis zum kommenden Sonntag (2. August).

„Wir sind mit dem Verlauf des ersten Teils unser Jubiläums-TW mehr als zufrieden, weil auf dem Wasser fast alle Wettfahrten ohne einen einzigen Ausfalltag absolviert werden konnten und uns das Publikum an Land trotz Schauerwetters die Treue gehalten hat“, resümierten die Geschäftsführer der Travemünder Woche, Andreas Stülcken und Claus-Dieter Stolze die ersten neun Tage. Im Laufe des Sonntagabends, an dem das erste atemberaubende Höhenfeuerwerk an der Nordermole das Bergfest des Geburtstagsevents symbolisiert, wurde der 800.000ste Besucher erwartet. „Damit liegen wir im Soll, um am Ende der 17 Tage die Rekordzahl von 1,3 Millionen zu erreichen“, bestätigte auch Uwe Bergmann aus Hamburg. Seine gleichnamige Eventagentur hat dafür gesorgt, dass Lübecks „fünfte Jahreszeit“ in diesem Jahr auf 80.000 Quadratmetern Festivalgelände in die Verlängerung geht.

Die Organisationsleitung stellte in ihrer Halbzeitanalyse außerdem den fröhlich-friedlichen Verlauf der 120. Travemünder Woche heraus. Der eine oder andere Gewitterschauer, die laut Vorhersage bis auf weiteres abgezogen sein sollen, habe der ausgelassenen Stimmung vor den sieben Bühnen, in den sechs Beachclubs und an den 160 Gastronomie- und Verkaufsständen kaum einen Abbruch getan. Polizei und Sicherheitsdienste meldeten keine ersthaften Zwischenfälle oder Ausschreitungen. Das Konzept des glasfreien Strands und der präventiven, mobilen Kontrollen gegen Jugendalkoholismus gehe auf.

Viel Lob von den Zuschauern aus nah und fern erntete die Laser- und Pyroperformance „Duell der Elemente“. „Das Wechselspiel von Feuer, Wasser und Licht rund um die wundervolle ‚Passat‘ mit der Musik dazu ist einzigartig“, schwärmte Emily Weingarten aus Österreich, „das ist der krönende Abschluss eines abwechslungsreichen Tags in Travemünde.“ Die Show an der historischen Viermastbark wird von Montag bis Sonnabend jeweils nach 22.45 Uhr fortgesetzt, wenn die letzte Großfähre die Trave passiert hat. Am nächsten Sonntagabend wird ein zweites Höhenfeuerwerk die größte, längste und schönste Travemünder Woche aller Zeiten beenden.

Doch bis dahin dürfen es sich die See- und Sehleute noch richtig gut gehen lassen. Der klassische TW-Tag beginnt auch in der zweiten Woche um 10 Uhr vormittags, wenn die Standbetreiber ihre Vorhänge öffnen. Die Shoppingmall in der Berlingstraße bildet das Eingangstor vom Strandbahnhof aus, die Trelleborgallee mit Kunsthandwerk und Kurzweil traveseitig von der Außenallee her. Der CITTI-Park (13 bis 19 Uhr) im Brügmanngarten verstärkt sein Spiel- und Sportangebot durch ein zweites Bungee-Trampolin. Auf der Festivalbühne nebenan stehen Rock- und Popbands im Mittelpunkt, darunter United Four im Kuhoutfit am Mittwoch (29. Juli) und Kurt „Supermax“ Hauenstein als Topact am Donnerstagabend (30. Juli).

Auch für die Eltern und Großeltern der Segeljugend bleibt gesorgt. Wenn sich die Aufregung des Wettfahrttags gelegt hat, darf an der Holsten Sailors Bar im Seglervillage beim Sundowner weiter gefachsimpelt werden. Tipp für den klaren Kopf: der alkoholfreie Cocktail „Ipanema“. Keine 100 Meter traveauswärts bitten LN und NDR zu jazzigen Klängen und lukullischen Köstlichkeiten in ihr Medienzelt. Funkhausdirektor Friedrich Wilhelm Kramer brachte es schon am Freitag (24. Juli) vor der Halbzeit ohne Pause auf den Punkt: „Die schlechte Nachricht ist, dass die erste Travemünder Woche vorbei geht; die gute aber bleibt, dass es nahtlos mit der zweiten Woche weitergeht!“

Die feierliche Eröffnung der Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften findet am heutigen Sonntag (26. Juli) von 18 bis 19 Uhr mit Prominenz aus Segelsport und Politik auf der Festivalbühne im Brügmanngarten statt.

Gelungene Generalprobe für die IDJ+JüM

26.07.09 - TRAVEMÜNDE. Bei erneut idealen Segelbedingungen ging am Sonnabend (25. Juli) der erste Teil der 120. Travemünder Woche zu Ende. Acht Bootsklassen kürten teils haushoch, teils hauchdünn überlegene Gesamtsieger. In der olympischen Laser Radial-Jolle gelang Sebastian Bühler aus Günzburg die Generalprobe für die Internationale Deutsche Jugend- und Jüngstenmeisterschaft (IDJ+JüM), deren Wettfahrten in der zweiten TW-Halbzeit ab Dienstag (28. Juli) beginnen. Auch Nina Brenk und Daniel Ribitzky aus Keltern scheinen im 420er bestens für die Titelkämpfe gerüstet. Sie hatten Platz eins schon vor einer Frühstartdisqualifikation im Finalrennen sicher. Im Pirat musste der Nachwuchs dagegen anerkennen, dass die ältere Generation noch schneller unterwegs war. Es siegten Thomas Kaitschick und Peter Gardeweg (Lübeck/Bad Oldesloe).

„Am Anfang hatte ich gar nicht auf Ergebnis gesegelt“, meinte der 16-jährige Bühler, „sondern die TW nur als Trainingsregatta für die Deutsche betrachtet.“ Doch dann bekam er einen Lauf, siegte mit 13 Punkten Vorsprung vor Helge Bochmann aus Falkensee und ist für die kommende Woche hochmotiviert. „Ein oder zwei starke Gegner kommen dann zwar noch dazu. Aber mein Meisterschaftsziel, unter die besten Fünf zu kommen, scheint mir realistisch“, so der Günzburger. In der gesonderten U17-Wertung will er am Ende wieder aufs Podium steigen. Insgesamt haben 160 Aktive für die IDJM der Laser Radial gemeldet.

Bei der IDJM-Testregatta der Piraten dagegen landeten Kristin Wöhlk und Lukas Brüning aus Kiel als beste Jugendliche nur auf Rang fünf. Das „TW-Silber“ ging an Kaitschick/Gardeweg, 49 und 53 Jahre alt, vor dem 46-jährigen Berliner Steuermann Gunter Edinger mit Dennis Weichert. „Die Jugend von heute müsste noch härter trainieren, dann wäre sie auch erfolgreicher“, sparte Thomas Kaitschick nicht mit kritischen Worten.

Auch bei den Formula 18-Katamaranen, eine besonders dynamische Bootsklasse, die viel Kraft und Ausdauer, aber auch Schnelligkeit erfordert, demonstrierten zwei altbekannte Routiniers ihre Klasse und demontierten die Jüngeren geradezu. Die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach gehören zwar bereits der Ü50-Generation an, feierten jedoch ihren 16. Travemünder Woche-Sieg mit acht ungefährdeten Tagessiegen. „Erfahrung ist nicht alles“, bestätigte Vorschoter Christian, „hundertprozentige Fitness durch Training und Wettkämpfe gehört auch dazu.“ Und am Ende ihres glorreichen Auftritts drehten sie mit einigen anderen F18-Piloten unter Segeln auch noch eine Ehrenrunde über die Trave. Die Werbung in eigener Sache für die eigene Klasse untermauerte die Stärken der Travemünder Woche: Segeln zum Anfassen dicht vor den Augen eines zahlreichen Publikums.

Die „Idealnote null“ schafften auch Vater und Sohn Ziegelmayer mit Philipp Meier als drittem Mann im Laser SB-3. Ferdinand, der jüngere, steuerte das Boot zu den acht Tagessiegen, Sebastian trimmte dazu. Uti und Frank Thieme aus Berlin leisteten sich im Korsar einen „Ausrutscher“ und wurden nach fünf Tagessiegen zuvor im sechsten Rennen „nur“ Zweite. Das reichte dem Ehepaar jedoch zum vorzeitigen Gesamtsieg, so dass es während der beiden letzten Wettfahrten schon unter der heißen Dusche stand.

„Das Regattaprogramm der 120. TW war ein glatter Stich“, bilanzierte der oberste Wettfahrtleiter Walter Mielke. Von acht Wettfahrttagen sei auf der Lübecker Bucht kein einziger komplett ausgefallen; und fast alle geplanten Rennen gingen über die acht Bahnen. Jetzt dürfen die ehrenamtlichen Teams zwei Tage Luft holen, ehe die TW-Wettkämpfe mit der IDJ+JüM am Dienstag um 11 Uhr fortgesetzt werden. Auch das Festivalprogramm auf der Landmeile geht in die zweite Runde. Bis zum 2. August steht Travemünde weiter Kopf.


Ergebnisse vom achten Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (Sonnabend, 25. Juli)

Olympische Klassen


Laser Radial
Endstand nach zehn Wettfahrten: 1. Sebastian Bühler (Günzburg) 12 Punkte; 2. Helge Bochmann (Falkensee) 25; 3. Florian Haufe (Hamburg) 37; 4. Lukas Feuerherdt (Brandenburg) 48; 5. Bastian Häusser (Hohen Neuendorf) 54; 6. Conrad Rebholz (Uhldingen-Mühlhofen) 68.

Internationale und nationale Klassen

Formula 18
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 6 Punkte; 2. Eckart Kaphengst/Sönke Kühl (Kiel) 13; 3. Christian Bräuer/Sandra Levgrün (Hamburg) 22; 4. Horst Fock/Alexander Gieszinger (Hamburg) 24; 5. Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) 25; 6. Frank Rübling/Martin Bach (Oststeinbek) 28.

Laser SB-3
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Ziegelmayer/Meier/Ziegelmayer (Hamburg) 6 Punkte; 2. Schroeder/Gauter/Spiegel (Grabow) 15; 3. Petersen/Neumann/Andersen (Schleswig) 19; 4. Werner/Stegmann/Lanatowitz (Hamburg) 22; 5. Popken/Leopold/Nägele (Berlin) 22; 6. Kübler/Hesse/Will (Kiel) 29.

Pirat
Endstand nach sieben Wettfahrten: 1. Thomas Kaitschick/Peter Gardeweg (Lübeck/Bad Oldesloe) 15 Punkte; 2. Gunter Edinger/Dennis Weichert (Berlin) 17; 3. Jakob von Hausen/Sören Hadeler (Münster) 21; 4. Martin Domian/Dirk Heuer (Rondeshagen) 30; 5. Kirstin Wöhlk/Lukas Brüning (Kiel) 39; 6. Ben Uerlichs/Michael Bünten (Simmerath) 43.

420er
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Nina Brenk/Daniel Ribnitzky (Keltern) 15 Punkte; 2. Britta Krüger/Jennifer Halle (Potsdam) 28; 3. Till-Jakob Kieweg/Pauline Liebig (Weinstadt) 33; 4. Kai Becker/Dorian Heitzig (Hamburg) 34; 5. Hannah Knopp/Katharina Dittmer (Duisburg) 37; 6. Jonas Nachtigall/Clemens Fabian (Fürstenwalde) 37.

Korsar
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Uti und Frank Thieme (Berlin) 7 Punkte; 2. Axel Oberemm/Gerd Linnemann (Berlin) 9; 3. Susi und Kicki Krüger (Hamburg) 17; 4. Dirk Braun/Sabine Gülker (Wuppertal) 18; 5. Friedel und Maik Indenklef (Duisburg) 37; 6. Axel Gramberg/Andrea Christ (Heidelberg) 38.

Samstag, 25. Juli 2009

Jung und alt zeigen ihre Klasse auf der TW

25.07.09 - TRAVEMÜNDE. Alter schützt vor Torheit nicht, sagt ein weises Sprichwort, aber schon gar nicht davor, dem Nachwuchs noch einmal zu zeigen, was eine Harke ist. So führt der 49-Jährige Thomas Kaitschick mit seinem Vorschoter Peter Gardeweg auf der 120. Travemünder Woche in der Piraten-Klasse, die ihre Generalprobe für die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft in der kommenden Woche segelt. Die Lübecker eroberten am Freitag (24. Juli) mit einem Tagessieg in der fünften Wettfahrt die im vierten Rennen verlorene Gesamtführung vom Vortag zurück. Der 16-jährige Sebastian Bühler aus Günzburg zieht indes der olympischen Laser Radial-Klasse weiter einsam seine Kreise und scheint für die IDJM bestens gerüstet.

Trotz eines aufziehenden Gewitters brachte das TW-Wettfahrtleiterteam um Walter Mielke auf allen Bahnen mindestens zwei Rennen über die Runden. Die Laser Radial schafften sogar drei, in denen Bühler nach einem fünften Rang, den er streichen durfte, einen Tagessieg und einen zweiten Platz landete. Sein Vorsprung vor Bastian Häusser aus Hohen Neuendorf beträgt vor dem Schlusstag schon zehn Punkte. An der Spitze der 420er liegt mit Nina Brenk und Daniel Ribnitzky weiter eine junge Mixed-Crew mit Steuerfrau aus Keltern vor der Mädchenmannschaft Hannah Knopp und Katharina Dittmer aus Duisburg (beide 16 Jahre alt).

Ungefährdet blieben die Zarnekauer Lokalmatadoren Helge und Christian Sach im Formula 18-Katamaran. Die Ex-Weltmeister lobten die umsichtige Regattaleitung, die frühzeitig die Gewittergefahr erkannt und richtig reagiert habe. „Besser eine halbe Stunde zu früh abbrechen als zehn Minuten zu spät“, erklärte Torben Knappe vom NRV, Wettfahrtleiter der F18 auf Bahn Alpha. Er hatte von Beginn an nur eine kurze Bahn ausgelegt und konnte so schnell auf den Wetterumschwung reagieren.

Auch das Berliner Korsar-Ehepaar Uti und Frank Thieme sowie die Ziegelmayer-Brüder Ferdinand und Sebastian aus Hamburg mit Philipp Meier im Laser SB-3 hielten sich weiter schadlos. Sie bewahrten wie die Sachs ihre weißen Westen. Travemünder Woche-Sieger 2009 im Folkeboot wurden Thomas Kruse, Jacob Schneider und Anna Grieger aus Ammersbek knapp vor der Jansen-Familie mit Olav, Peer und Jacob aus Strande. Allerdings konnten sich Kruse & Co. in der letzten Wettfahrt schon eine Frühstartdisqualifikation erlauben.

Seit Freitag treffen bereits die ersten Teilnehmer der Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften an der Lübecker Bucht ein. Sie bilden den zweiten Teil und sportlichen Höhepunkt der Jubiläums-Travemünder Woche. Die Titelkämpfe des Segelnachwuchses, deren Wettfahrten am Dienstag (28. Juli) starten, werden am Sonntag (26. Juli) eröffnet. Von 18 bis 19 Uhr geben sich fetzige Breakdancer und feurige Redner, angeführt vom Schleswig-Holsteins Finanz- und seit kurzem auch Innenminister Rainer Wiegard ein Stelldichein. Auf der Festivalbühne im Brüggmanngarten werden außerdem die frischgebackenen Bronzemedaillengewinner der 470er-Jugend-Weltmeisterschaft, Anika Lorenz und Annika Bochmann aus Berlin, sowie der Lübecker Sieger der Weltregatta Portimão Global Ocean Race, Felix Oehme, Rede und Antwort stehen. Die Eröffnung selbst nimmt der Präsident des Deutschen Segler-Verbands (DSV), der Berliner Rolf Bähr, vor.


Ergebnisse vom siebten Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (Freitag, 24. Juli)

Olympische Klassen

Laser Radial
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Sebastian Bühler (Günzburg) 9 Punkte; 2. Bastian Häusser (Hohen Neuendorf) 19; 3. Helge Bochmann (Falkensee) 19; 4. Florian Haufe (Hamburg) 26; 5. Lukas Feuerherdt (Brandenburg) 43; 6. Nico Eisl (Steinen) 45.

Internationale und nationale Klassen

Folkeboot
Endstand nach sieben Wettfahrten: 1. Kruse/Schneider/Grieger (Ammersbek) 19 Punkte; 2. Jansen/Jansen/Jansen (Strande) 21; 3. Paulsohn/Rosehr/Hoffmann (Lübeck) 22; 4. Blank/Loerke/Loerke (Berlin) 23; 5. Rosehr/Jungkamp/Gaedeke (Lübeck) 28; 6. Rohrbeck/Lienau/Patzke (Mönkeberg) 35.

Formula 18
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Helge und Christian Sach (Zarnekau) 5 Punkte; 2. Eckart Kaphengst/Sönke Kühl (Kiel) 12; 3. Christian Bräuer/Sandra Levgrün (Hamburg) 16; 4. Horst Fock/Alexander Gieszinger (Hamburg) 24; 5. Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) 25; 6. Martin Friedrichsen/Rea Nies (Flensburg) 26.

Laser SB-3
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Ziegelmayer/Meier/Ziegelmayer (Hamburg) 5 Punkte; 2. Schroeder/Gauter/Spiegel (Grabow) 13; 3. Petersen/Neumann/Andersen (Schleswig) 15; 4. Popken/Leopold/Nägele (Berlin) 19; 5. Werner/Stegmann/Lanatowitz (Hamburg) 20; 6. Kübler/Hesse/Will (Kiel) 26.

Pirat
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Thomas Kaitschick/Peter Gardeweg (Lübeck) 7 Punkte; 2. Gunter Edinger/Dennis Weichert (Berlin) 7; 3. Jakob von Hausen/Sören Hadeler (Münster) 16; 4. Martin Domian/Dirk Heuer (Rondeshagen) 22; 5. Kirstin Wöhlk/Lukas Breining (Kiel) 28; 6. Ben Uerlichs/Michael Bünten (Simmerath) 31.

420er
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Nina Brenk/Daniel Ribnitzky (Keltern) 14 Punkte; 2. Hannah Knopp/Katharina Dittmer (Duisburg) 26; 3. Kai Becker/Dorian Heitzig (Hamburg) 26; 4. Till-Jakob Kieweg/Pauline Liebig (Weinstadt) 27; 5. Britta Krüger/Jennifer Halle (Potsdam) 36; 6. Matthias Braun/Tim Federspiel (Markdorf) 40.

Korsar
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Uti und Frank Thieme (Berlin) 4 Punkte; 2. Axel Oberemm/Gerd Linnemann (Berlin) 10; 3. Susi und Kicki Krüger (Hamburg) 12; 4. Dirk Braun/Sabine Gülker (Wuppertal) 12; 5. Friedel und Maik Indenklef (Duisburg) 23; 6. Marianne Müller/Susanne Trenkamp (Lübeck) 24.

Freitag, 24. Juli 2009

Yacht versenkt

24.07.09 - Ein 58-jähiger Este sollte die 25 Tonnen schwere "Valentina" auf der Donau zu seinem russischen Besitzer nach Montenegro überführen. Allerdings kam der Mann dabei nicht sehr weit: zwischen Deggendorf und Niederalteich hatte er - nach seinen Angaben - Probleme mit den beiden 800 PS starken Maschinen des Bootes.

Er geriet dabei aus der Fahrrinne und zu nahe ans linke Ufer. Bei einer ersten Kollision mit rund 10 Knoten Fahrt an einer Buhne wurde die linke Schraube abgerissen und der Maschinenraum lief voll Wasser. Aus diesem Grund schaltete er auch die zweite Maschine ab und die "Valentina" lief danach noch auf eine zweite Buhne auf. Glück für die nagelneue Yacht: durch das Festkommen an der zweiten Buhne und die geringe Wassertiefe an der Unfallstelle wurde ein unweigerliches und vollständiges Sinken verhindert.

Das einwenig später vorbeifahrende Fahrgastschiff "Agnes Bernauer" bemerkte die Havarie der Yacht und alarmierte Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt sowie die Feuerwehr. Um ein mögliches Kentern des Leck geschlagenen Schiffes zu verhindern, sicherte das Wasser- und Schifffahrtsamt den Havaristen zunächst mit einem Tonnenleger.

Die Feuerwehr Deggendorf pumpte aus der Yacht rund 3.000 Liter Diesel ab, um eine Verun-reinigung der Donau zu verhindern. Der Versuch der Feuerwehr, durch Abpumpen des einge-drungenen Wassers die "Valentina" wieder zum Schwimmen zu bringen, misslang. Die Berg-ungsarbeiten dauerten bis gegen 23.00 Uhr, um 22.00 Uhr konnte das Schiff mit dem Schubboot "Isar" zunächst frei geschleppt werden, eingesetzte Tauchpumpen verhinderten dabei ein weiteres Absinken. Letztlich gelang es, die "Valentina" an die "Isar" beizukoppeln und in den Hafen Deggendorf zu schleppen. Dort wurde sie dann mit einem Autokran aus dem für sie so kurzen "Wasserleben" herausgehoben.

Der entstandene Schaden wird von der Deggendorfer Wasserschutzpolizei auf mehrere hunderttausend Euro beziffert. Der Vollständigkeit halber muss noch angeführt werden, dass der 58-jähige Schiffsführer nicht im Besitz des für die Donau zwischen Straubing und Vilshofen erforderlichen Streckenkundenachweises war und deshalb auch von der Polizei ermittelt wird.

Vier Boote losgerissen

24.07.09 - Der Föhnsturm gestern führte zu schweren Schäden an vier Booten in Wasserburg. Die Feuerwehr Wasserburg wurde um 10.11 Uhr alarmiert und zu mehreren Einsatzstellen gerufen.

Im Bojenfeld an der Halbinsel Wasserburg hatten sich bei Windböen mit bis zu 10 Beaufort insgesamt vier Boote losgerissen und waren ans Ufer getrieben worden. Die Boote wurden durch Kräfte der Feuerwehr während dem Sturm gegen weiteres abtreiben gesichert und teilweise mittels Reifen gepolstert um weitere Beschädigungen zu vermeiden.

Gegen 11.45 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr Wasserburg, die mit 12 Mann und 2 Fahrzeugen im Einsatz war beendet. Die Bergung wurde am Nachmittag durch Kranunternehmen und das THW durchgeführt.

Die Boote sind schwer beschädigt, bei einem besteht vermutlich Totalschaden.
Schadenshöhe: mehr als 40'000 Euro.

Blaue Umweltflagge 2009 weht über dem Konstanzer Hafen

24.07.09 - Vorbildliches Umweltmanagement der Hafenanrainer wird gewürdigt.Die Blaue Flagge gibt es nunmehr seit 23 Jahren.

Sie ist ein internationales Umweltsymbol, das an vorbildliche Sportboothäfen und Badestellen in 39 Staaten für jeweils ein Jahr verliehen wird. Die Verleihung in Deutschland obliegt der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung DGU.Alle mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Häfen müssen zuvor einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen und ihre Umweltarbeit bei der internationalen Umweltjury der F.E.E. (Foundation for Enviromental Education) nachweisen.

Dabei geht es um Anforderungen an das Umweltschutzmanagement, die Umweltschutzkommunikation und um Sicherheitsaspekte. Bereits zum vierzehnten Mal wurde auf Antrag des Umweltbeauftragten des Deutsch-Schweizerischen Motorbootclub DSMC Axel Vetter dem Konstanzer Hafen die Blaue Flagge verliehen.

DSMC Präsident Fred Schmid hisste das Symbol für die kontinuierliche Umweltarbeit gemeinsam mit Vertretern der Bodenseeschiffsbetriebe BSB, der Stadtwerke und des Eisenbahnersportvereins ESV. Dabei dankte er für die freundschaftliche und professionelle Zusammenarbeit im Hafen, ohne die das gemeinsame Ziel nicht zu erreichen gewesen sei.

Mit Unterstützung der ambitionierten Clubjugend des DSMC rundete ein gemeinsamer abendlicher Segeltörn auf der schnellen „Vermeer“ von Michael Pieper, einem der bekanntesten Regattaschiffe am See, die gelungene Feier ab. DSMC.


Über das vorbildliche Miteinander der Berufs- u. Sportschiffart im Konstanzer Hafen und die wiederholte Auszeichnung der erfolgreichen Umweltarbeit freuten sich v.l.n.r.:K. Werner (Geschäftsführer der Stadtwerke), A. Vetter (Umweltbeauftragter DSMC), B. Leitmann (Hafenmeister), F. Schmid (Präsident DSMC), F. Burkard (Vorsitzender ESV), G. Moosmann (BSB), M. Büsing (Präsident ESV), J. Faden (Hafenbeauftragter) und J. Handrecke (Geschäftsführer BSB). Foto: DSMC

Donnerstag, 23. Juli 2009

Noch drei Crews bei der TW ungeschlagen

23.07.09 - TRAVEMÜNDE. Drei Crews mit lupenreiner weißer Weste überragten am sechsten Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche. Am Donnerstag (23. Juli) blieben die TW-Abonnementsieger Helge und Christian Sach aus Zarnekau auf ihrem Formula 18-Katamaran erneut genauso ungeschlagen, wie die Hamburger Ferdinand und Sebastian Ziegelmayer mit Philipp Meier bei den Laser SB 3 und das Ehepaar Uti und Frank Thieme (Berlin) im Korsar. In der für Frauen olympischen Laser Radial-Klasse dominiert in Travemünde das starke Geschlecht. Der Günzburger Sebastian Bühler verteidigte die Gesamtführung vier Punkte vor Helge Bochmann aus Falkensee. Beste weibliche Teilnehmerin ist die 19-jährige Janine Ennulat (Berlin).

Die Travemünder Woche-Wettfahrten der Laser Radial gelten wie bei den 420ern und den Piraten bereits als Generalprobe für die in der zweiten Woche an gleicher Stelle beginnenden Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften (IdJ+JüM). Deshalb ist der 16-jährige Sebastian Bühler mit seinem bisherigen Abschneiden zufrieden: „Die drei Tagessiege machen mich für die IDJM zuversichtlich, denn damit hatte ich vorher nicht gerechnet. Aber nächste Woche wird es sicher härter.“ Bei den Titelkämpfen des Segelnachwuchses sind 160 Laser Radial gemeldet.

„Das sind mal wieder auf dem Papier einfacher aus, als es auf dem Wasser war“, wollte Steuermann Helge Sach die Siege mit seinem Bruder Christian zwar nicht abschwächen, jedoch deutlich machen, dass ihnen nach Platz elf bei der F18-Weltmeisterschaft im belgischen Knokke auch in Travemünde nichts geschenkt werde. „Einmal sind wir ganz konservativ in der Mitte gestartet und haben die erste Luvtonne nur als Achte gerundet“, ergänzte der Vorschoter. Dank ihrer Routine führte die Aufholjagd dann am Ende doch noch zum Erfolg.

Die Lokalmatadoren Thomas Kaitschick und Peter Gardeweg aus Lübeck führen das Pirat-Feld punktgleich vor Gunter Edinger und Dennis Weichert (Berlin) an. Dagegen dominiert bei den 420ern der Süden vor dem Westen. Auf Platz eins liegen Nina Brenk/Daniel Ribnitzky (Keltern) einen Punkt vor Hannah Knopp und Katharina Dittmer aus Duisburg.


Ergebnisse vom sechsten Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (Donnerstag, 23. Juli)

Olympische Klassen

Laser Radial
Gesamtstand nach 5 Wettfahrten: 1. Sebastian Bühler (Günzburg) 6 Punkte; 2. Helge Bochmann (Falkensee) 10; 3. Bastian Häusser (Hohen Neuendorf) 15; 4. Lukas Feuerherdt (Brandenburg) 35; 5. Florian Haufe (Hamburg) 35; 6. Lars Beister (Berlin) 39.


Internationale und nationale Klassen

Formula 18
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Helge und Christian Sach (Zarnekau) 4 Punkte; 2. Eckart Kaphengst/Sönke Kühl (Kiel) 13; 3. Christian Bräuer/Sandra Levgrün (Hamburg) 15; 4. Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) 20; 5. Martin Friedrichsen/Rea Nies (Flensburg) 22; 6. Frank Rübling/Martin Bach (Oststeinbek) 26.

Folkeboot
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Rosehr/Jungkamp/Gaedeke (Lübeck) 10 Punkte; 2. Kruse/Schneider/Lutzenberger (Ammersbek) 12; 3. Rohrbeck/Lienau/Patzke (Mönkeberg) 12; 4. Blank/Loerke/Loerke (Berlin) 15; 5. Jansen/Jansen/Jansen (Strande) 15; 6. Paulsohn/Rosehr/Hoffmann (Lübeck) 16.

Laser SB-3
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Ziegelmayer/Meier/Ziegelmayer (Hamburg) 4 Punkte; 2. Schroeder/Gauter/Spiegel (Grabow) 10; 3. Petersen/Neumann/Andersen (Schleswig) 14; 4. Werner/Stegmann/Lanatowitz (Hamburg) 14; 5. Popken/Leopold/Nägele (Berlin) 20; 6. Kübler/Hesse/Will (Kiel) 27.

Pirat
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Thomas Kaitschick/Peter Gardeweg (Lübeck) 6 Punkte; 2. Gunter Edinger/Dennis Weichert (Berlin) 6; 3. Jakob von Hausen/Sören Hadeler (Münster) 11; 4. Martin Domian/Dirk Heuer (Rondeshagen) 16; 5. Nils Dauber/Bastian Offermanns (Aachen) 26; 6. Michael Baumgart/Arne Marien (Münster) 27.

420er
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Nina Brenk/Daniel Ribnitzky (Keltern) 18 Punkte; 2. Hannah Knopp/Katharina Dittmer (Duisburg) 22; 3. Kai Becker/Dorian Heitzig (Hamburg) 25; 4. Jonas Nachtigall/Clemens Fabian (Fürstenwalde) 34; 5. Matthias Braun/Tim Federspiel (Markdorf) 39; 6. Benjamin Ahlers/Christian Beyer (Hamburg) 43.

Korsar
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Uti und Frank Thieme (Berlin) 3 Punkte; 2. Axel Oberemm/Gerd Linnemann (Berlin) 6; 3. Susi und Kicki Krüger (Hamburg) 9; 4. Dirk Braun/Sabine Gülker (Wuppertal) 12; 5. Friedel und Maik Indenklef (Duisburg) 18; 6. Marianne Müller/Susanne Trenkamp (Lübeck) 19.

Betrunkener rammt Boot

23.07.09 - Ein erheblich betrunkener Bootsführer verursachte am Mittwochabend im Hafen Ultramarin mit seinem Fischerboot eine Kollision mit einem dort vor Anker liegenden Motorboot.

Durch den Aufprall wurde das Fischerboot laut Zeugenaussagen fast senkrecht aufgestellt, rutschte danach zurück ins Wasser und streifte anschließend noch eine stilliegende Segelyacht. Der Bootsführer nannte zunüchst einen technischen Defekt. Die hinzugerufene Polizei stellte jedoch sehr schnell Anzeichen von Alkoholgenuss fest, woraufhin bei dem 54- Jährigen eine Blutprobe entnommen wurde. Der Mann muss nun mit einer Anzeige wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs rechnen. Der Schaden, den er verursachte, wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Deutschlands größte Beach Party steigt am Strand von Travemünde

23.07.09 - TRAVEMÜNDE. Wochenende auf der 120. Travemünder Woche bedeutet Party-Time. Dann wird die Holsten Beach Area neben der Nordermole wieder zum Schauplatz für Deutschlands größtes Strandfest. Sechs verschiedene Beachclubs sprechen die Partylöwen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an. In den Nächten zu Sonnabend und Sonntag (25. und 26. Juli sowie 1. und 2. August) haben sie bis ein Uhr morgens geöffnet. Die Musik heizt dann jeweils bis Mitternacht ein.

Der Club „Cocktails del Sol“ lockt mit Diskjockey Latinlove und der „Brazilian Beach Club“ mit dem Kultdrink Caipirinha, heißestem Bossa nova live und täglich einem neuen Specialcocktail. Neu in diesem Jahr und angesagter Treffpunkt für alle, die sehen und gesehen werden wollen, ist die „Virgils-World“, der Weltstrand in weißrotem Styling. Mehr Auswahl beim Club-Hopping am Strand gefällig? Dann ist ein Besuch beim „Havana Beach Club“ fällig, wo Cuba Libre „drei- oder siebenjährig in“ ist. Sportlicher geht es im „Sailors’ Beach Club“ zu, der mit seiner Bar und Lounge nicht nur den Aktiven der TW nach dem Regattageschehen einen coolen Spot zum Chillen und Feiern bietet, sondern längst zu einer festen Größe in der Partyszene geworden ist.

Für die Ü30-Generation ist zudem „Baggern am Strand“ angesagt – beim „Tanzen am Meer“ auf dem Strandparkett der Tanzschule Wollgast. In freier Anlehnung an den rheinischen Karneval handfest gefeiert wird zudem im an der Flagge des bevölkerungsreichsten Bundeslandes unschwer erkennbaren „Nordrhein-Westfalen-Zelt“ an der Ecke der Trelleborgallee zum Traveufer. Dorthin gelangt der Besucher über die Travepromenade – mit Pflichtstopp an der Travebühne und am ebenfalls mit Livemusik bespielten Erdinger Biergarten sowie am Seglervillage mit dem längsten Tresen der TW, der Holsten Sailors Bar und DJ Udo.

Wem der Sinn nach einem anderen Ambiente oder neuen Bekanntschaften steht, wechselt einfach die Location. Die unterschiedlich inszenierten Beachclubs bieten nicht nur für jeden Geschmack und jedes Alter das Richtige, sondern auch mit nur wenigen Schritten jede Menge Abwechslung. Dabei haben die TW-Eventveranstalter von uba (Uwe Bergmann Agentur) aus Hamburg auf die DJs der angesagten Treffs vom Timmendorfer „Nautic Club“ bis zum Lübecker „Eishaus“ gesetzt, die mit House und Dance Classics die Stimmung zum Kochen bringen werden. Vom ehemaligen Betreiber des „Nautic Clubs“ zur TW in Szene gesetzt, dürfte „Virgils-World Weltstrand“ so manchen vom Timmendorfer Strand an die Travemündung locken. Im Sailors’ Beach Club legen die DJs der Farce-Crew auf, bekannt von Events wie Disco Royal und Travemünde Silvester Open Air.

Die Mega-Beach-Party am Wochenende ist bequem mit dem Zug zu erreichen. Sonderzüge bringen das Partyvolk für nur 2,50 Euro pro Fahrtstrecke bis 22.01 Uhr (Abfahrt Lübeck Hauptbahnhof) bis zum Travemünder Strandbahnhof. Sonnabend- und sonntagfrüh fahren die letzten Züge um 0.31 Uhr weiter bis Hamburg und Kiel, und um 1.31 Uhr noch einmal bis Lübeck. Busse sind zum Teil auch noch länger unterwegs. So muss keiner auf zischend-kaltes Holsten Pilsner oder köstliche Cocktail-Kreationen verzichten – ohne Risiko und Nebenwirkungen auf der Heimfahrt. Im Übrigen gelten für den gesamten Bereich am Wasser strenge Sicherheitsregeln, unter anderem: „glasfreier Strand“. Der Zugang wird kontrolliert.

Freitag und Sonnabend gehört die Laser- und Pyroperformance „Duell der Elemente“ auf der Trave vor der Viermastbark „Passat“ zwingend mit ins Programm, bevor in der Holsten Beach Area weitergefeiert werden darf bis um ein Uhr nachts. Wer dann noch nicht genug hat, taucht in der Caipi-Bar im ehemaligen Aqua-Top ab, die dieses Jahr erstmals auch ein offizieller Veranstaltungsort der TW ist. Am Sonntag steigt als krönender Abschluss der größten Beach-Party des Landes ein spektakuläres Höhenfeuerwerk über der Nordermole. Und dann können sich alle Partygänger wegen der in diesem Jahr 17 Tage währenden Travemünder Woche auf eine Neuauflage am folgenden Wochenende (31. Juli bis 2. August) freuen.

Weitere Informationen und Fotos: www.travemuender-woche.de

Katamaran: Verkehr wetterbedingt eingestellt

23.07.09 - Aufgrund eines Fönsturmes auf dem Bodensee musste der Katamaranverkehr für
2-3 Stunden eingestellt werden.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Bonezzi vor Neate und von der Bank

22.07.09 - TRAVEMÜNDE. Der italienische „Großmeister“ Andrea Bonezzi hat die 120. Travemünder Woche in der Contender-Klasse gewonnen. Bei den Pre-Worlds verwies er am Mittwoch (22. Juli) den Australier Jono Neate sowie den Eutiner Jan von der Bank auf die Medaillenränge. Weiter Gesamtsieger wurden Holger Sueße und Frank Bender aus Köln bei den Dyas sowie das Trio Roderich Uerlichs/Michael Bünten/Franz Stoffels aus Simmerath bei den Trias. Zum Regattaauftakt der olympischen Klasse Laser Radial, in der bei der TW Frauen und Männer in einem Feld antreten dürfen, hatte Sebastian Bühler aus Günzburg in zwei Wettfahrten unterm Strich den Bug vor Helge Bochmann (Falkensee) und dem Hamburger Florian Haufe.

Eine Gewitterfront über Schleswig-Holstein hatte den Start der Tageswettfahrten am Vormittag zunächst verzögert, ehe der Finaltag der Contender, Trias und Dyas sowie der Auftakt der sechs neuen Bootsklassen 420er, Pirat, Formula 18, Folkeboot, Laser SB3 und Laser Radial begann. Bei leichten bis mäßigen Winden, die in anhaltenden Schauerstaffeln in Stärke und Richtung schwankten, blieb es auf den meisten Bahnen dann bei einem Rennen.

Das krönte den mehrfachen Contender-Weltmeister Andrea Bonezzi zum König von Travemünde, denn der Italiener gewann auch die achte Wettfahrt vor seinen Verfolgern. Hinter ihm lieferten sich Neate und von der Bank ein packendes Duell, das der australische Meister erst spät für sich entschied. „Ich bin auf dem letzten Vorwindgang zu weit auf die linke Bahnseite hinaus gefahren und dort in einer Zone flaueren Winds hängen geblieben“, erklärte der deutsche Weltmeister von 2005 Platz drei. Dennoch bilanzierte er die Testregatta für die in Kürze im dänischen Sonderburg beginnende Weltmeisterschaft positiv: „Das mit Bonezzi wieder zu rechnen ist, war zu befürchten, aber wenn es eine nicht allzu starke Brise gibt, dürfte ich ihm Paroli bieten können.“


Ergebnisse vom fünften Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (Mittwoch, 22. Juli)

Olympische Klassen

Laser Radial
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Sebastian Bühler (Günzburg) 4 Punkte; 2. Helge Bochmann (Falkensee) 5; 3. Florian Haufe (Hamburg) 7; 4. Lukas Feuerherdt (Brandenburg) 8; 5. Nico Eisl (Steinen) 14; 6. Thea Schweigler (Freiburg) 14.

Internationale und nationale Klassen

Contender Pre-Worlds
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Andrea Bonezzi (Italien) 13 Punkte; 2. Jono Neate (Australien) 13; 3. Jan von der Bank (Eutin) 19; 4. Michele Benvenuti (Italien) 24; 5. Christoph Engel (Felde) 29; 6. Max Billerbeck (Bokholt-Hanredder) 41.

Dyas
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Holger Sueße/Frank Bender (Köln) 13 Punkte; 2. Detlef Schweitzer/Norbert Schmidt (Rösrath) 15; 3. Günter Roland/Johannes Stricker (Deutschland) 25; 4. Lothar Schmidt/Ingo Günzel (München) 27; 5. Peter Brandt/Regula Bärlocher (Schweiz) 28; 6. Jens Leicher/Christian Laschewski (Koblenz) 31.

Trias
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Uerlichs/Bünten/Stoffels (Simmerath) 10 Punkte; 2. Strang/Strang/Sturm (Mülheim/Ruhr) 12; 3. Köhne/Köhne/Köhne (Berlin) 16; 4. Billig/Jumpertz/Mallmann (Simmerath) 21; 5. Stamm/Bittner/Wadzack (Berlin) 22; 6. Hanisch/Hallensleben/Hanisch (Berlin) 34.

Formula 18
1. Wettfahrt: 1. Helge und Christian Sach (Zarnekau); 2. Eckart Kaphengst/Sönke Kühl (Kiel); 3. Christian Bräuer/Sandra Levgrün (Hamburg); 4. Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg); 5. Frank Rübling/Martin Bach (Oststeinbek); 6. Sven Lindstädt/Heiko Söhle (Norderstedt).

Folkeboot
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Rohrbeck/Lienau/Patzke (Mönkeberg) 4 Punkte; 2. Blank/Loerke/Loerke (Berlin) 5; 3. Rosehr/Jungkamp/Gaedeke (Lübeck) 7; 4. Kruse/Schneider/Lutzenberger (Ammersbek) 10; 5. Schenk/Wilkens/Kölpin (Bad Schwartau) 12; 6. Paulsohn/Rosehr/Hoffmann (Lübeck) 13.

Laser SB-3
1. Wettfahrt: 1. Ziegelmayer/Meier/Ziegelmayer (Hamburg) 2. Werner/Stegmann/Lanatowitz (Hamburg); 3. Schroeder/Gauter/Spiegel (Grabow); 4. Petersen/Neumann/Andersen (Schleswig); 5. Popken/Leopold/Nägele (Berlin); 6. Kübler/Hesse/Will (Kiel).

Pirat
1. Wettfahrt: 1. Thomas Kaitschick/Peter Gardeweg (Lübeck); 2. Gunter Edinger/Dennis Weichert (Berlin); 3. Michael Baumgart/Arne Marien (Münster); 4. Max Eick/Florian Eick (Bielefeld); 5. Martin Domian/Dirk Heuer (Rondeshagen); 6. Sebastian Bunte/Katharina Bohle (Bielefeld).

420er
1. Wettfahrt: 1. Till-Jakob Kieweg/Pauline Liebig (Weinstadt); 2. Hannah Knopp/Katharina Dittmer (Duisburg); 3. Kai Becker/Dorian Heitzig (Hamburg); 4. Jonas Nachtigall/Clemens Fabian (Fürstenwalde); 5. Benjamin Ahlers/Christian Beyer (Hamburg); 6. Nina Brenk/Daniel Ribnitzky (Keltern).

Gewinner des Luftballonwettbewerbs bekannt

22.07.09 - Gewinner des Luftballonwettbewerbs anlässlich der Gewaltpräventionswochen an Häfler Schulen waren zu Gast bei der Wasserschutzpolizei.

Anlässlich der Gewaltpräventionswochen an 13 Schulen im vergangenen Herbst wurde am 10. Oktober 2008 auf dem Buchhornplatz ein Aktionstag durchgeführt, bei dem auch ein „Luftballonweitflugwettbewerb“ stattfand. Insgesamt ließen 450 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen sowie die am Kunstprojekt „Mutbank“ beteiligten 400 Fünftklässler der beteiligten Häfler Schulen ihren Luftballon steigen.

Die Gewinner durften am 9. Juli auf einem Boot der Wasserschutzpolizei mitfahren. Außerdem wurden den interessierten Gästen durch die anwesenden Beamten Fragen zum Boot oder den Aufgaben auf dem See beantwortet. Natürlich durfte auch das Aufsetzen einer echten Polizeimütze nicht fehlen. Jeder Gewinner erhielt neben einem kleinen Plüschtier („Polifant“ als Schlüsselanhänger) eine Urkunde mit der Entfernungsangabe seines Luftballons. gez. Reiners.

Die Auswertung der zurückgesandten Postkarten ergab folgende „Gewinner“:
1.) Fatos Berisha und Niklas Arndt (Graf-Soden-Realschule) mit 411 Kilometern
2.) Kurt Oktay (Schreienesch-Schule) mit 351 Kilometern
3.) Mandy Henning (Schreienesch-Schule) mit 335 Kilometern
4.) Maximilian Huber (Schreienesch-Schule) mit 192 Kilometern
5.) Sema Eköz (Pestalozzi-Schule) mit 188 Kilometern
6.) Anna Lena Bevanda (Schreienesch-Schule) mit 185 Kilometern
7.) Alissa Kellbing (Schreienesch-Schule) mit 159 Kilometern
8.) Florentine Hörmann (Schreienesch-Schule) mit 154 Kilometern
9.) Burak Bustanli (Hautpschule Ailingen) mit 150 Kilometern

Hinweis: Die Eltern stimmten einer Veröffentlichung der Namen ihrer Kinder zu.


Das Foto zeigt von links Kriminalhauptkommissar Peter Köstlinger von der Polizeilichen Beratungsstelle der Polizeidirektion Friedrichshafen sowie die Gewinner mit den Schulsozialarbeiterinnen Ute Lebschi, Sandra Lohr sowie Stefanie Schumann. Ebenfalls auf dem Foto zu sehen ist die Besatzung des Polizeibootes.

TW-Festivalbühne: Fetzige Livemusik zum Nulltarif

22.07.09 - TRAVEMÜNDE. Sie gehört zur Travemünder Woche wie die Boote auf dem Wasser. Und die 120. Ausgabe der zweitgrößten Segelveranstaltung der Welt hat besonders viel davon zu bieten: Livemusik aller Genres! Insgesamt 17 Tage lang bis Sonntag, den 2. August, schlägt das musikalische Herz der TW auf der Festivalbühne im Brügmanngarten. Zentral auf dem Veranstaltungsgelände und nur fünf Minuten Fußweg vom Strandbahnhof entfernt zwischen dem Casino Hotel Columbia und dem Hotel Maritim bestimmt ein Bühnenprogramm vom Feinsten mit Stilrichtungen von Rock und Pop über Funk, Soul und Blues bis hin zu Country und Folk den Pulsschlag der Travemünder Woche.

In diesem Jahr ist das Konzertangebot auf den Musikgeschmack eines etwas jüngeren Publikums abgestimmt. Das gilt besonders in der zweiten Woche, wenn am Sonntagnachmittag (26. Juli) um 18 Uhr die Internationalen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften – ebenfalls auf der Festivalbühne – eröffnet werden. Höhepunkte des kostenlosen Liveprogramms sind unter anderem die Konzerte von Pohlmann & Band (Donnerstag, 23. Juli, ab 21.15 Uhr) und SUPERMAX (Donnerstag, 30. Juli ab 20 Uhr), aber auch die schon legendären Auftritte von United Four an beiden Mittwochabenden (22. und 29. Juli).

Die Meisterschaften des Segelnachwuchses sorgen nicht nur für eine Verlängerung des diesjährigen TW-Segelprogramms, sondern auch auf allem sieben Bühnen und bescheren echten TW-Fans doppelten Kultspaß: Damit keiner sie verpasst, fliegt auf der Festivalbühne im Brügmanngarten sogar an beiden Mittwochabenden wieder die Kuh, wenn um jeweils 18 Uhr die Partyband United Four im Kuh-Outfit einheizt. Bei ihrem ersten Auftritt (Mittwoch, 22. Juli ab 18 Uhr) hoffen die schwarz-weiß gefleckten Musiker auf lautstarke Unterstützung ihrer TW-Fangemeinde beim Einspielen einer Live-CD in Travemünde.

Mit Robbie & The Williams (Freitag, 24. Juli, ab 21 Uhr), Ring of Fire – A Tribute to Johnny Cash (Sonntag, 26. Juli, ab 20 Uhr), ABBA Cover (Freitag, 31. Juli, ab 21 Uhr) und Bosstime mit Bruce Springsteen-Songs (Sonnabend, 1. August, ab 21 Uhr) dürften als weitere Publikumsmagneten junge und jung gebliebene Musikfans anlocken und begeistern. Weitere Liveauftritte gibt es jeden Tag im Wein-Carrée und im Gipsy-Village sowie in den Strandclubs der Holsten Beach Area. Rockig geht’s in der Caipi-Bar ab, volkstümlich im Erdinger Biergarten und vielfältig auf der Trave-Bühne an der WSA-Wiese. Last but not least locken die jazzigen Töne ins LN/NDR-Medienzelt an der Travepromenade.

Das vollständige Programm aller Bühnen ist im Internet auf der Eventwebsite www.travemuender-woche.de zu finden.

Das komplette Bühnenprogramm für die Festivalbühne im Brügmanngarten:

Mittwoch, 22. Juli ab 18 Uhr United Four
… da fliegt die Kuh! Die kultigste Partyband der Welt

Donnerstag, 23. Juli ab 19.30 Uhr Tadday
Deutschsprachiger Singer / Songwriter -Pop
ab 21.15 Uhr POHLMANN & Band
Pohlmann ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Jeder, der ein Konzert von ihm miterlebt hat, ist innerhalb von kurzer Zeit verzaubert.

Freitag, 24. Juli ab 18 Uhr Tanzstudio Dreamdance
ab 18.30 Uhr Swackness
Sie interpretieren bekannte Funk-, Rock-, Rhythm&Blues-, Soul-, Swing- und Rock’n’Roll-Songs auf ihre ganz eigene Weise
ab 21 Uhr Robbie & The Williams
Robbie Williams-Covershow. Die 7 Musiker aus dem hohen Norden zollen dem Englischen Meister Tribut.

Sonnabend, 25. Juli ab 16 Uhr Streetdancer – Fitness & Dance Show
ab 16.30 Uhr Tanzstudio Dreamdance
ab 17.30 Uhr Hens Hensen „unplugged“
Akustischer Mainstream-Pop vom Feinsten
ab 20.30 Uhr The Groove Jets
Ihr umfangreiches Repertoire bietet alles was Stimmung bringt. Von beliebten Klassikern bis zu aktuellen Chartstürmern.

Sonntag, 26. Juli ab 11 Uhr Sea Sunday
Maritimer Gottesdienst mit dem Shantychor “Möwenschiet” und dem Scharbeutzer Posaunenchor.
ab 14 Uhr Timmendorfer Skiffle Group
Skiffle & Jazz in traditioneller Reinkultur
ab 16 Uhr Schildkröte Duo
Rock´n Roll, Blues und Balladen
ab 18 Uhr Offizielle Eröffnung der Int. Deutsche Jüngsten- und Jugendmeisterschaften
ab 20.15 Uhr Ring of fire – A tribute to Johnny Cash

Eine musikalische Hommage an Johnny Cash

Montag, 27. Juli ab 19.00 Jan Fischer
Blues & Boogie Piano
ab 20.30 Uhr Jessy Martens & Jan Fischer’s Blues Support
A New Voice in Blues.

Dienstag, 28. Juli ab 19 Uhr Queens of Soul
Von Aretha Franklin bis Amy Winehouse – alle Hits der Soul, Funk und R&B – Diven.

Mittwoch, 29. Juli ab 18 Uhr United Four
… da fliegt die Kuh! Die kultigste Partyband der Welt.

Donnerstag, 30. Juli ab 19 Uhr Georgie Carbutler
Songsänger – livehaftig!
ab 20.30 Uhr SUPERMAX
Kurt „Supermax“ Hauenstein ist zurück. Mit im Gepäck hat er seine Hits „Lovemachine“ und „Don´t stop the music“

Freitag, 31. Juli ab 19 Uhr Alte Kamereren
Schwedisches Studentenorchester
ab 21 Uhr Abba Cover
Das sensationelle Konzerterlebnis – Die großen Abba-Hits werden ohne Netz und doppelten Boden auf die Bühne gebracht und mit einer Bravour gemeistert, wie sie hierzulande ihres gleichen sucht.

Sonnabend, 1. August ab 16 Uhr Creativ Dance Studio
Hip Hop & Video Clip Dance
ab 16.45 Uhr Dacascos Kung Fu Academy Lübeck
ab 18 Uhr Positunes

Soul in all seinen Formen, lebendig und frisch, retro und doch unverbraucht und zeitgemäß
ab 21 Uhr Bosstime
Deutschlands gefragteste Bruce Springsteen Tribute Band
Freuen Sie sich auf alle Hits und Klassiker des US - Rock Stars.

Sonntag, 2. August ab 14 Uhr Peter Caulton
Der Neuseeländer Peter Caulton zählt zu den besten Country-Sängern der Szene.
ab 16.30 Uhr The Greyhounds
100% Northern Rockabilly - Die nördlichste Rpckabilly Band Deutschlands
ab 20.30 Uhr Slow Horses
Country, Americana & Western Swing

Dienstag, 21. Juli 2009

Deutsch-Russische Gesamtsiege bei der TW

21.07.09 - TRAVEMÜNDE. Die nächsten Gewinner der 120. Travemünder Woche kommen alle aus Deutschland oder Russland. Am letzten Wettfahrttag dreier olympischer Bootklassen lautete die Bilanz 2:1 für die Gastgeber. Die Solisten Jan Kurfeld (Warnemünde) im Finn Dinghy und Frithjof Schwerdt (Kiel) im Laser verteidigten Platz eins am Dienstag (21. Juli) genauso wie die russischen Brüder Mikhail und Maxim Sheremetiev im 470er. Neue Internationale Deutsche Meister im 505er wurden die Kieler Jens Findel und Johannes Tellen.

„Das war zum Abschluss noch einmal Segeln vom Feinsten. Travemünde hat sich von seiner Schokoladenseite gezeigt“, resümierte Jan Kurfeld die vier Regattatage, „die Finn Dinghys kommen sicher gerne wieder hier her.“ Und er allemal, denn mit seinem sechsten von acht möglichen Tagessiegen durfte sich der Vorjahressieger am Ende zurücklehnen, und den Sprung seines Rostocker Bruders Ulli auf den dritten Platz hinter dem Niederländer Karel von Hellermond begleiten. „Im August fahre ich zur Europameisterschaft an den Goldstrand im bulgarischen Varna“, sagte der Nautik-Student, „da kann es dann gerne so wie hier weiter gehen.“

Auch Frithjof Schwerdt durfte den Finaltag genießen, denn seine russischen Verfolger hatten es offenbar mehr auf sich selbst abgesehen, als noch einen Angriff auf die Spitze zu wagen. So landete der Maschinenbau-Student zwei Tagessiege, obwohl er gar nicht so gut aus den Startlöchern gekommen war. „Zuerst habe ich mich allein über die linke Seite durchgemogelt, und im zweiten Rennen auf der Vorwindstrecke drei Boote überholt“, berichtete der 21-Jährige. Hinter ihm beraubte sich Sergey Komissarov durch eine Frühstartdisqualifikation im letzten Rennen auch noch der „Silbermedaille“, die an seinen punktgleichen Landsmann Maxim Semerkhanov ging.

Im gemischten 470er-Feld setzten die Däninnen Henriette Koch und Lene Sommer alles auf eine Karte, doch waren auch sie zu vorschnell am Start. Bei „schwarzer Flagge“ (verschärfte Startregeln) zu früh über der Linie zu sein, bedeutete ebenfalls eine sofortige Disqualifikation. Es blieb bei Platz zwei hinter den Sheremetievs und vor den besten Deutschen. Stefan Schneider und Frank Thieme aus Berlin waren mit „Bronze“ mehr als zufrieden. „Wir haben wenig trainiert und das maximal für uns mögliche herausgeholt“, so Vorschoter Thieme, der ab Donnerstag (23. Juli) mit seiner Frau Uti im Korsar beim der 120. Travemünder Woche zum zweiten Mal an den Start geht.

Ihren ersten gemeinsamen Titel feierten Jens Findel und Johannes Tellen ausgerechnet in einem geliehenen 505er. Grund: Ihr Boot ist bereits auf dem Weg nach San Franzisco in den USA, wo im Spätsommer die Weltmeisterschaft stattfindet. „Das ist ein Starkwindrevier, was uns besonders liegen sollte“, erklärte Findel, der Vorsitzender der deutschen 505er-Klassenvereinigung ist. Als eines von elf Booten aus seinem „Stall“ lautet das Ziel Top Fünf. Umso glücklicher war der 28-jährige Betriebswirt, die IDM in Travemünde bei leichten bis mäßigen Winden aus Südwest für sich entschieden zu haben. „Wir fürchteten schon, mit der EM-Revanche würde es wieder nichts“, so Jens Findel, „aber die zwei Tagessiege am Ende machen uns richtig glücklich.“

Rang zwei ging an die lange Zeit führenden Dietrich Scheder-Bieschin aus Hamburg und seinen Vorschoter Holger Jess aus Eckernförde vor Lutz Stengel und Frank Feller aus Rostock. Der Wiedereinstieg des Weltumseglers Boris Herrmann mit Julien Kleiner (beide Kiel) wurde mit Platz fünf belohnt. Im Zuge der Preisverleihung im Seglervillage der 120. Travemünder Woche erhielten Herrmann und sein Co-Skipper Felix Oehme (Lübecker Yacht-Club) noch einen Ehrenpreis des LYC für ihren grandiosen Sieg beim Portimão Global Ocean Race vor wenigen Wochen, das einmal rund um die Welt geführt hatte.

Die PreWorlds der Contender werden erst am Mittwoch (22. Juli) entschieden. Der italienische Altmeister Andrea Bonezzi nutzte die „Vorschlussrunde“ für den Sprung an die Spitze. Denn der Australier Jono Neate kam im siebten Rennen nicht ins Ziel, das für den Eutiner Mitfavoriten Jan von der Bank schon am Start zu Ende war. Auch er wurde wegen Frühstarts disqualifiziert. Einen überlegenen Gesamtsieg der 120. Travemünder Woche sowie ein gelungenes Comeback nach langer Verletzungspause feierte der mehrfache Welt- und Europameister Roland Gäbler mit seiner Frau Nahid (Tinglev) in der vormals olympischen Tornado-Klasse.

Vor der Siegerehrung gedachten Teilnehmer und Besucher der Travemünder Woche der am Vortag beim Baltic Sprint Cup verunglückten Skipperin Sabine Jüttner-Storp von der Yacht „DHH Cross-Match“ mit einem Schweigemoment. Sie war auf der zweiten Etappe der Hochseeregatta, die am 31. Juli auf der Travemünder Woche zu Ende geht, nahe der dänischen Insel Bornholm über Bord gegangen und nicht wiedergefunden worden.

Ergebnisse vom vierten Wettfahrttag der 120. Travemünder Woche (Dienstag, 21. Juli)

Olympische Klassen

470er
Endstand nach neun Wettfahrten: 1. Mikhail und Maxim Sheremetiev (Russland) 8 Punkte; 2. Henriette Koch/Lene Sommer (Dänemark) 21; 3. Stefan Schneider/Frank Thieme (Berlin) 26; 4. Vitaliy Moshkovsyy/Sergii Polishchuk (Ukraine) 28; 5. Wibke Wriggers/Geeske Genrich (Rostock) 30; 6. Ekaterina Bessonova/Elena Khryukina (Russland) 47.

Laser
Endstand nach elf Wettfahrten: 1 . Frithjof Schwerdt (Kiel) 12 Punkte; 2. Maxim Semerkhanov (Russland) 25; 3. Sergey Komissarov (Russland) 25; 4. Oltmann Thyen (Kiel) 29; 5. Tobias Feuerherdt (Kiel) 44; 6. Finn Hinzpeter (Lübeck) 53.

Finn Dinghy
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Jan Kurfeld (Warnemünde) 6 Punkte; 2. Karel von Hellemond (Niederlande) 10; 3. Ulli Kurfeld (Rostock) 18; 4. Gert van der Heijden (Niederlande) 19; 5. Dirk Meid (Mendig) 26; 6. Ross Hamilton (Irland) 40.

Internationale und nationale Klassen

Internationale Deutsche Meisterschaften der 505er
Endstand nach sieben Wettfahrten: 1. Jens Findel/Johannes Tellen (Kiel) 17 Punkte; 2. Dietrich Scheder-Bieschin/Holger Jess (Hamburg/Eckernförde) 24; 3. Lutz Stengel/Frank Feller (Rostock) 24; 4. Christian Kellner/Hans-Heinrich Rix (Hechendorf) 28; 5. Boris Herrmann/Julien Kleiner (Kiel) 32; 6. Martin und Rainer Görge (Kiel) 35.

Contender Pre-Worlds
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Andrea Bonezzi (Italien) 18 Punkte; 2. Jan von der Bank (Eutin) 23; 3. Michele Benvenuti (Italien) 26; 4. Christoph Engel (Felde) 34; 5. Stuart Brown (Lübeck) 47; 6. Max Billerbeck (Bokholt-Hanredder) 49.

Tornado
Endstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Roland und Nahid Gaebler (Tinglev) 11 Punkte; 2. Sebastian Moser/Thomas Posch (Freiburg) 26; 3. Fridtjof Unger/Christian Busdiecker (Regensburg) 35; 4. Heiko Söhle/Thomas Noll (Lehrte) 41; 5. Zdenek und Jiri Pavlis (Tschechien) 51; 6. Arndt Meyer/Manfred Syrowy (Neustadt) 68.

Schwertzugvogel
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Henry Kopplin/Jörg Wenzel (Berlin) 9 Punkte; 2. Axel Fischer/Martina Stemmer (Talheim) 11; 3. Manfred Brändle/Michael Hotho (Wuppertal) 12; 4. Jens Rohpeter/Stephan Uden (Bremen) 24; 5. Christoph Trettin/Robin Nolte (Bad Malente) 28; 6. Eckert und Meike Friedhoff (Steinhude) 30.

Int. Canoe IC
Endstand nach zehn Wettfahrten 1. Axel Bierwagen (Minden ) 16 Punkte; 2. Jan Stahl (Hildesheim) 20; 3. Anette Steimann (Klein Rönnau) 26; 4. Eckhardt Pagel (Buchholz) 32; 5. Roger Regitz (Berlin) 36; 6. Frederik Steimann (Klein Rönnau) 47.

Int. Canoe Taifun
Gesamtstand nach neun Wettfahrten: 1. Martin Droll (Lindow) 9 Punkte; 2. Claudius Junge (Schellhorn) 16; 3. Niklas Steimann (Klein Rönnau) 17; 4. Torben Kossel (Braunschweig) 21; 5. Johannes Meyer (Bremen) 35; 6. Marei Junge/Julika Hille (Schellhorn) 42.

Dyas
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Holger Sueße/Frank Bender (Köln) 13 Punkte; 2. Detlef Schweitzer/Norbert Schmidt (Rösrath) 15; 3. Lothar Schmidt/Ingo Günzel (München) 27; 4. Peter Brandt/Regula Bärlocher (Schweiz) 28; 5. Jens Leicher/Christian Laschewski (Koblenz) 31; 6. Günter Roland/Johannes Stricker (Deutschland) 32.

Trias
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Uerlichs/Bünten/Stoffels (Simmerath) 12 Punkte; 2. Strang/Strang/Sturm (Mülheim/Ruhr) 12; 3. Köhne/Köhne/Köhne (Berlin) 18; 4. Stamm/Bittner/Dr. Wadzack (Berlin) 25; 5. Billig/Jumpertz/Mallmann (Simmerath) 28; 6. Hanisch/Hallensleben/Hanisch (Berlin) 34.

Von Beust war nicht zu schlagen: Rotspon geht wieder an die Elbe

21.07.09 - TRAVEMÜNDE. Hamburgs erster Mann, Ole von Beust, hat am Dienstag (21. Juli) erneut das Bürgermeisterrennen der Travemünder Woche gewonnen. Im traditionellen Rotspon Cup, einer Spaßregatta auf der Trave, schlug er Lübecks Verwaltungschef Bernd Saxe mit 2:1 und nahm eine Sechs-Liter-Flasche des berühmten Rotweins mit an die Elbe. Vor den Augen von weit mehr als tausend TW-Besuchern an der Travepromenade kam es im letzten und entscheidenden Rennen zu einer Kollision, als Saxe der vorfahrtberechtigten Hamburger Skippi 750 in die Seite fuhr. Der haushohen Überlegenheit des Gasts Ole von Beust tat dies überhaupt keinen Abbruch.

„Das war wieder ein großes Vergnügen, hier in Travemünde dem herrlichen Segelsport zu frönen“, schwärmte von Beust, der leicht verspätet aus einer Senatssitzung anreiste und doch vom Fleck weg startklar war. Mit seiner Crew Klaas Johanning aus Nordhorn und dem Berliner Hilmar Bach harmonierte der Steuermann nach wenigen Minuten des Einsegelns. Obwohl vor mehr als 30 Jahren auf der Alster die A-Schein-Prüfung des Deutschen Segler-Verbands bestanden, wollte er sich selbst nicht als Segler bezeichnen. Die mäßige, stark böige Südwestbrise flößte dem Vorjahressieger durchaus Respekt ein: „Das wird diesmal anspruchsvoller, und Saxe ist eine harte Nuss.“ 2008 hatte er bei leichtem Wind mit 2:1 die Oberhand behalten.

Sein Lübecker Pendant fragte zunächst süffisant, warum er (SPD) eigentlich eine rote Jacke bekomme, und sein Gegner (CDU) ein dunkle. Doch darüber hinaus blieb das Politikerduell weitgehend unpolitisch, gespickt nur von charmant launischen Spitzen des Moderatoren-Duos Maike Jäger und Gert Girschkowski. Als Bernd Saxe mit seiner „gespaltenen“ Mannschaft Tom Stender (Lübeck) und Jörg Riemann (Hamburg) den ersten Start trotz günstiger Ausgangsposition völlig vermasselte, war ihm auch der Spott der fachkundigen Zuschauer sicher.
Die weiße Skippi hüpfte wie ein Känguru davon und ließ die graue schon nach wenigen Minuten mehr als 150 Meter achteraus. „Wir hatten anfangs Materialprobleme“, lenkte der Herausforderer die Aufmerksamkeit von eigenen Schwächen ab. Im zweiten Durchgang leistete er mehr Gegenwehr, allerdings lange Zeit ebenso erfolglos. Erst als Ole von Beust in Höhe der Viermastbark „Passat“ noch einen Ausflug zur belebten Festivalmeile der 120. Travemünder Woche zu machen schien, segelte Saxe zum überraschenden Ausgleich. „Da war nichts gestelltes dabei“, versicherte der Unterlegene wie ein Gentleman auf die Frage, ob er den Platzhirschen nicht zu arg demütigen wollte.

Acht Fernsehkameras und ein Vielfaches an Fotoobjektiven richteten sich zur finalen, alles entscheidenden Wettfahrt auf die Kontrahenten. Und die boten tatsächlich einen Matchraceleckerbissen mit Haken und Ösen. Einmal drehte von Beust sogar einen Strafkringel um 360 Grad, weil er eine kleine Wegerechtsverletzung begangen hatte. Hauteng dicht an dicht ging es um beide Wendetonnen herum, „Hamburg“ stets auf der Innenposition von „Lübeck“ hart bedrängt.

Doch auf der Zielkreuz trauten alle ihren Augen nicht. Mit Wind von backbord (links) näherte sich der ausweichpflichte Bernd Saxe dem Boot des eindeutig vorfahrtberechtigten Hamburger Bürgermeisters, der Wind von steuerbord (rechts) in den Segeln hatte. Nur das Ausweichen blieb aus. Mit voller Fahrt rammte der Lübecker das gegnerische Sportboot. Die Skippis verkeilten sich ineinander und drehten sich einmal in Kreis, ehe sie wieder manövrierfähig waren. Glücklicherweise kam niemand an Bord zu Schaden. Nur die „nordsail“-Yachtbetreuung, die die Schiffe gestellt hatte, muss nun die Regulierung regeln.

„Das ging plötzlich alles ganz schnell, wie bei einem Autounfall“, berichtete von Beust von dem Zusammenstoß, „wir haben einen ordentlichen Schreck bekommen.“ Keine Reue zeigte Saxe, der glaubte „irgendjemand muss den Kurs verändert haben“ und zur Aufklärung „auf die Fernsehbilder“ verwies. Immerhin gratulierte der Gastgeber höflich: „Der bessere hat gewonnen.“ Genau dafür war Ole von Beust zur Revanche angetreten. „Wenn ich antrete, will ich auch immer gewinnen.“ Und so war der Rotspon Cup der 120. Travemünder Woche doch politisch.

Auf der Überseebrücke I wurde noch ein wenig geflachst und gefachsimpelt, bevor die Sparkasse zu Lübeck als Partner des Rotspon Cups den Weinkeller öffnete. Allen Teilnehmern übergab der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Pötschke zusammen mit Wettfahrtleiter Rolf Erwert als Vorsitzender des TW-Hauptveranstalters Lübecker Yacht-Club eine „normale“ Flasche aus dem Hause „von Melle“. Die „Giga-Buddel“ jedoch gebührte den strahlenden Gewinner: Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust. Andreas Kling.

10. Bodensee Traditionswoche 2009

21.07.09 - Alle 2 Jahre treffen sich Liebhaber alter Segel- und Motorboote auf dem Bodensee und folgen damit der Tradition der früheren Bodenseewochen, die in den Jahren 1905 bis 1970 das führende seglerische und motorsportliche Ereignis auf dem Bodensee waren. Dieses Treffen alter Schiffe war und ist für alle Teilnehmer (aber auch Zuschauer von See und Land aus) ein einzigartiges Erlebnis.

Durchgeführt wird diese so genannte Bodensee-Traditionswoche vom Verein Oldtimerschiffer Bodensee. Dieses Jahr findet sie zum 10. Mal statt in der Zeit vom 1. bis 7. August. Teilnehmen werden ca. 40 Schiffe, die vor 1940 gebaut oder nach alten Rissen, Bau- oder Klassenvorschriften nachgebaut wurden.

Beginn der Veranstaltung ist am Samstag, 1. August in Friedrichshafen, wenn die ersten Schiffe im Hafen der Schifffahrtbetriebe eintreffen werden. Gleichzeitig organisiert der SMCF eine Ausstellung alter Autos. Am Sonntag ist die Begrüßung und Eröffnung durch Volker Friedrich, den Präsidenten des Vereins. Am Montag, 3. August wird vermutlich zwischen 10 und 11 Uhr die 1. Überführungsregatta zum Rohrspitz in den Hafen Salzmann gestartet. Im Programm geht es folgendermaßen jeweils als Regatta weiter:

Samstag, 1. August: Oldtimertreffen Friedrichshafen
Sonntag, 2. August: Eröffung der 10. Bodensee Traditionswoche
Montag, 3. August: Rorspitz
Dienstag, 4. August: Langenargen
Mittwoch, 5. August: Fussach
Donnerstag, 6. August: Goldach-Rietli
Freitag, 7. August: Güttingen

Wer sich für alte Schiffe interessiert, ist herzlich eingeladen in die jeweiligen Häfen zu kommen, sich zu informieren oder einfach nur zu schauen. Der Anblick der Schiffe, die fast alle über die Toppen geflaggt sind, ist unvergesslich. Weitere Informationen sind unter www.oldtimerschiffer.de zu erhalten.

60 Jahre Int. 5.5m Class

21.07.09 - Dieses Jahr feiert die Int. 5.5m Klasse 60 Jahre ihres Bestehens und dieses sowohl mit hochaktuellen Booten, als auch in historischem Rückblick auf eine ereignisreiche Olympische Zeit.

Diese Konstruktionsklasse, deren Formel von Charles E. Nicholson entwickelt wurde, erhielt 1949 von der IYRU den Status einer Internationalen Klasse und war von 1952 bis 1968 Olympisch. Im Verlauf der Jahre hat eine zeitgemäße aber zugleich behutsame Anpassung der Bauvorschriften reizvolle neue Konstruktionen ermöglicht, die die 5.5er Regatta-Felder weiter wachsen lässt.

Auf Internationaler Ebene finden in vielen Ländern nationale Meisterschaften statt, darüber hinaus gibt es Europa- und Weltmeisterschaften in ausgesuchten, attraktiven Segelrevieren. Mit inzwischen über 50 Booten, erfreut sich die Int. 5.5m Klasse auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit und ist mit Regatten von Flensburg bis zum Bodensee aktiv.

Nach den Olympioniken Hans Lubinus, Herbert Scholl, "Biwi" Reich und Rudolf Harmstorf, ist heute Jochen Schümann - Gewinner der Weltmeisterschaften 2001 und 2005 sowie Vizeweltmeister 2006 - der erfolgreichste Deutsche 5.5er Segler.

Auf dem Bodensee wird seit 2008 um den „Ambition Preis“ gesegelt, der an die schnellsten Boote (Classic, Evolution, Modern) aus 4 Regatten (Bodenseewoche, Meterklassen Bottighofen, Silbercup Romanshorn + Yachtpokal Überlingen) vergeben wird.

Zum 60-jährigen Bestehen der Klasse wird gemeinsam mit ehemaligen Aktiven und Internationalen Gästen eine Feier im Rahmen der vom NRV ausgerichteten „5.5m German Open 2009“ Anfang September in Boltenhagen stattfinden.

Mehr Infos unter www.5point5.de