Montag, 17. März 2008

Auftaktführung für Polgar/Spalteholz

PALMA. Zum Auftakt der internationalen Princess Sofia Trophy segelten Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) vom T-Systems Team 2008 am Sonntag (16. März) auf Platz eins.

Die Regatta im spanischen Palma de Mallorca gilt bei den Katamaranen als Generalprobe für die deutsche Olympiaausscheidung Mitte April in Frankreich. Auch die Berliner Yngling-Crew mit Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner sowie die 49er-Mannschaft Jan und Hannes Peckolt aus Hamburg und Kiel (alle T-Systems Team 2008) überzeugten beide mit Gesamtrang drei. Dritte sind auch die 470er-Frauen Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team. Petra Niemann (Berlin) führt in Abwesenheit aller WM-Teilnehmerinnen das Laser Radial-Feld an.

Für das Tornado-Duo war das erste Tagesrennen quasi die Jungfernfahrt mit einem nagelneuen Kat aus der schwedischen Hightech-Schmiede von Göran Marström. Den hatten Polgar/Spalteholz eigens für die Olympiaausscheidung bestellt, in der sie die Brüder Tino und Nico Mittelmeier aus Langenargen hinter sich lassen müssen, wenn sie im August zu den Segelspielen nach Qingdao/China fahren wollen. "Auf dem neuen Boot fühlen wir uns wieder wie Zuhause", meinte Johannes Polgar hochzufrieden, "wir spürten jederzeit das Potential, angreifen zu können." Der Neubau sei gar kein Vergleich zum WM-Boot, mit dem sie Ende Februar in Neuseeland nicht über Rang 21 hinaus gekommen waren.

"Nach unserem ersten Eindruck haben sich die Nachtschichten in der vorigen Wochen richtig gelohnt", so der Vorschoter, "wir haben nämlich jeden Beschlag selbst angebaut, um ihn hundertprozentig so gesetzt zu bekommen, wie wir ihn haben wollen." Die gute Vorbereitung zuhause zahlte sich doppelt aus, denn aufgrund einer Fahrzeugpanne war das Schiff erst einen Tag vor Regattabeginn in Palma eingetroffen und erlebte quasi einen Kaltstart. Doch bei mittleren bis leichten Winden fuhr das T-Systems Team 2008 jederzeit in der Spitzengruppe mit und landete zweimal auf Rang zwei. Das bedeutete die Gesamtführung vor den österreichischen Olympiasiegern von 2000 und 2004, Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher.

Die Peckolt-Brüder feierten nach Platz fünf im ersten 49er-Gruppenrennen einen Tagessieg und rangieren nur einen Zähler hinter den einheimischen Spitzenreitern, den Alonso-Brüdern. "In der zweiten Wettfahrt haben wir die Spanier knapp geschlagen, obwohl uns beinahe ein Fischerboot über den Haufen gefahren hätte", berichtete Hannes Peckolt an Land. Gerade mal ein Meter Platz blieb zwischen der Gleitjolle und dem Dieselkutter, doch "danach lagen wir vor den Alonsos."

Trotz der erstklassigen Platzierungen waren die deutschen Olympiaqualifikanten nur eingeschränkt zufrieden. "Die Starts waren noch nicht das Gelbe von Ei", analysierte der Steuermann selbstkritisch, "von daher hätten wir kaum so weit vorne landen dürfen." Doch technisch und taktisch klappte es auf der Regattabahn wie am Schnürchen. Bei mittleren Winden, stärker als vorhergesagt, hatten die auf Leichtwind getrimmten Peckolts keine Geschwindigkeitsnachteile. Noch stark grippegeschwächt verzichtete das zweite T-Systems Team 2008 mit Marcus Baur und Hannes Baumann (Kiel) nach Platz 17 auf einen Start im zweiten Rennen und ist 42.

Positiv bilanzierte auch Ulli Schümann den Auftakttag, obwohl für das Yngling-Trio noch mehr drin gewesen wäre. "Im zweiten Rennen haben wir geführt und dann auf der Kreuz einen dummen taktischen Fehler gemacht", so die Steuerfrau, der kostete im Ziel drei Plätze und den direkten Punktanschluss an die beiden Führenden. Das olympiaähnliche Feld von nur 17 Booten sei jedoch ein ideales Training für den Saisonhöhepunkt. Schümann: "Und Top drei bei den sehr wechselhaften Bedingungen mit kabbeliger Welle stellt uns durchaus zufrieden."

Nach zwei "miserablen Starts" kämpften sich Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz bei den 470er-Frauen jedesmal nach vorne durch und landeten auf den Einzelplätzen fünf und zwei. "Wir probieren hier eine neue Segelgarderobe aus", sagte die Steuerfrau, "und die macht bisher einen ausgezeichneten Eindruck." Denn die Thermik hatte sich auf gute drei Windstärken aufgebaut. "Das ist schon mehr als unser Lieblingswind", erklärte die Vorschoterin, von daher sei die Aufholjagd besonders hoch einzuschätzen. Genau wie die Yngling-Frauen berichtete auch das pinta racing team von einer "ungewöhnlichen Welle, die kreuz und quer lief", jedoch "ein idealer Test für Qingdao" sei.


Segeln in Zahlen

1. Tag der Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien:

470er-Frauen
1. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (Spanien) 3 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 6
3. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 7

49er
1. Frederico und Aturo Alonso (Spanien) 5 Punkte
2. Paul Campbell-James/Mark Asquith (Großbritannien) 6
3. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 6
...
42. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel) 44

Tornado
1. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 4 Punkte
2. Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Österreich) 5
3. Xavier Revil/Christophe Espagnon (Frankreich) 6

Yngling
1. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (Russland) 4 Punkte
2. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (Großbritannien) 5
3. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin) 9.

Mittwoch, 12. März 2008

Minister Tiefensee eröffnet 119. Travemünder Woche

TRAVEMÜNDE. Wolfgang Tiefensee wird am 18. Juli die 119. Travemünder Woche eröffnen. Der Bundesverkehrsminister übernahm die Schirmherrschaft über die Traditionsveranstaltung und wird das Ostseebad für zwei Tage besuchen.

Damit macht nach etlichen Jahren Pause wieder ein hochrangiger Bundespolitiker der Travemünder Woche die Aufwartung und unterstreicht deren große Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus. Die schönste Segelregatta der Welt erwartet bis zum 27. Juli in mehr als 30 Klassen rund 800 Jollen und Yachten mit etwa 2000 Aktiven aus dem In- und Ausland. Fünf Titelkämpfe, darunter die ORC-Europameisterschaft der Sportsboote, wurden ausgeschrieben. Rund eine Million Besucher feiern jedes Jahr das maritime Festival an Land.
Sein Interesse beteuerte der Minister den Veranstaltern vom Lübecker Yacht-Club bei einem Treffen Anfang Februar persönlich. Jetzt kam die offizielle Zusage aus dessen Büro im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. „Wir sind hocherfreut und fühlen uns vom ‚Ja-Wort‘ auch geehrt“, sagt die Organisationsspitze der TW mit Karin Böge und Claus-Dieter Stolze. Als oberster Verwaltungschef auch der Bundeswasserstraßen wie der Trave sowie des Regattareviers im Küstenstreifen der Lübecker Bucht sei Wolfgang Tiefensee in gewissem Sinne sogar Hausherr und von daher „zuständig“ und besonders willkommen. Sein Besuch werte die internationale Regattawoche im olympischen Jahr kurz vor den Spielen in China zusätzlich auf, nachdem auch der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, seinen erneuten Eröffnungsbesuch bekräftigte.

Dass es für den Bundesverkehrsminister mehr als ein Höflichkeitstermin ist, wird allein dadurch deutlich, dass er nicht schon am Freitagabend (18. Juli) gleich wieder abreisen will. Seine Zusage gilt auch für ein Eröffnungs-Dinner, das die Messe Düsseldorf als langjähriger TW-Partner im „Columbia Hotel Casino“ gibt. Am Sonnabend will Wolfgang Tiefensee sich auf einer Regattabegleitfahrt ein Bild von den Segelwettkämpfen vor Ort machen. Dabei dürfte er auch den Start von mehr als 50 Hochseeyachten zum vierten Baltic Sprint Cup sehen, dessen erste Etappe nach Karlskrona in Schweden führt.Ganz zufällig ist der Besuch Tiefensees (natürlich) nicht zustande gekommen. Kurt Schoop, ehemaliger Geschäftsführer der Messe Düsseldorf und nicht nur in Travemünde wohnhaft, sondern auch mit TW-Herz ausgestattet, hatte ihn für einen Vortrag über Generationenpolitik im Travemünder „Rosenhof“ gewonnen. Dabei traf er auch die Lübecker Sportsenatorin Annette Borns sowie Karin Böge und Rolf Erwert aus dem LYC-Vorstand, die nochmals – befürwortet und unterstützt von Schoop und dem jetzigen Messechef Werner Dornscheidt – die Bitte eines TW-Besuchs an den Minister herantrugen.

Dienstag, 11. März 2008

Blickrichtung Olympia ohne Kompromisse

"Ein so genannter Leistungsnachweis bei einer internationalen Regatta würde alle Zweifel ausräumen", erklärt Vorschoterin Vivien Kussatz vom Spandauer Yacht-Club Berlin. Das wäre zum Beispiel ein Platz unter den besten Zwölf bei der Princess Sofia Trophy, die am kommenden Sonntag (16. März) im spanischen Palma de Mallorca beginnt. Dort haben die amtierenden Europameisterinnen auch ihr Wintertraining abgehalten und sind seit Montag (10. März) wieder vor Ort. "Diese letzte Norm sollte hoffentlich keine Hürde sein, denn wir haben drei Chancen dazu", meint die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen, "wenn wir das nicht schaffen, gehören wir eigentlich auch nicht nach China."

Denn dort lautet das Traumziel eine Medaille. Ihre Konzentration gilt bereits voll und ganz den voraussichtlich außergewöhnlichen Segelbedingungen auf dem olympischen Revier. Vor der chinesischen Hafenstadt, einst um 1880 deutsche Kolonie, von der die Bierbraukunst und der Kirchenbau blieben, herrschen Mitte August fast immer schwache Winde oft mit starken Wasserströmungen. "Obwohl uns Leichtwind grundsätzlich gut liegt, stimmen wir das Material und den Trimm darauf besonders ab", so das 470er-Duo.

Bei der Starbootmannschaft ist das nicht anders. Am Nordostseekanal in Kiel baut Marc Pickel derzeit sein eigenes Boot speziell für den Olympiaeinsatz. Der gelernte Bootsbauer geht dabei keine Kompromisse ein. Weil der Materialcontainer mit den Booten für China bereits im April gepackt werden muss, verzichteten Pickel/Borkowski sogar schweren Herzens auf einen Start beim Bacardi Cup in Miami, der gerade mit mehr als 100 Teilnehmern in einem WM-reifen Feld gesegelt wurde.

"Wir mussten den Wettkampf streichen, sonst wäre der Neubau nicht mehr rechtzeitig fertig geworden", erläutert der Steuermann vom Kieler Yacht-Club. Während er Tag und Nacht in der Werfthalle verbrachte, nutzte der Vorschoter vom Sportclub Berlin-Grünau die Zeit, um die Konkurrenz vom Begleitboot aus zu beobachten. "Wenn ich selbst an der Bordwand hänge und wir unsere eigene Taktik machen müssen, sehe ich die Feinheiten bei den anderen nicht", so Borkowski, der 2000 in Sydney/Australien an Bord der Soling von Jochen Schümann eine Silbermedaille gewann. "Bei den Manövern und der Vorwindtechnik gab es interessante Unterschiede, die wir beim nächsten Training auch ausprobieren werden."

Das ist für den 2. April im Vorfeld der WM in Florida angesetzt. Dort haben Pickel/Borkowski nichts zu verlieren. Ihr Augenmerk gilt dem Abschneiden der Hamburger Robert Stanjek/Markus Koy, die mit einem Platz unter den Top Ten im letzten Moment eine nationale Olympiaausscheidung Ende Mai in Holland erzwingen könnten. Die Mitbewerber ließen zwar durch einen Tagessieg im letzten Rennen aufhorchen, landeten nach einer Disqualifikation zum Auftakt und mäßigen Plätzen in der Folge beim Bacardi Cup nur auf dem 24. Gesamtrang. Es siegten die Portugiesen Alfonso Domingos/Bernado Santos als einzige europäische Gewinner in der 81-jährigen Geschichte nach 2004 bereits zum zweiten Mal.

"Besonders die Portugiesen haben vor dem Wind viele Gegner überholt", beobachtete Ingo Borkowski, “die haben eine ausgefeilte Technik." Außerdem hörte er an Land von den Olympiaplänen der Weltelite. Borkowski: "Alle richten ihre Konfigurationen kompromisslos auf Leichtwind aus. Mit Allroundmaterial ist in Qingdao kein Staat zu machen. Auch andere Spitzencrews testen noch neue Boote."

Montag, 10. März 2008

Aderlass gut überstanden - SMCF wählt neuen Vorstand

SMCF wählt neuen Vorstand

Friedrichshafen – (st) Der Segel-Motorbootclub Friedrichshafen (SMCF) hat am Samstag, den 8. März 2008 seine jährliche Hauptversammlung abgehalten. Wichtigster Punkt waren die Vorstandswahlen, da eine ganze Reihe der bisherigen Vorstandsmitglieder nicht mehr kandidierten. Am Ende der Versammlung waren sich alle einig: Der neue Vorstand ist hervorragend besetzt.

Die letzten Wochen waren von der Suche nach geeigneten Kandidaten geprägt gewesen, denn von den zehn Vorstandsposten mussten sechs neu besetzt werden. Fehlende Zeit, berufliche und private Belastung waren die Gründe für den Abgang so vieler, oft langjähriger Vorstandsmitglieder. Schließlich konnte eine Lösung präsentiert werden, bei der keine Position durch Verlegenheitskandidaten besetzt werden musste, sondern jeweils sehr gute Kandidaten gefunden wurden.

Zunächst jedoch begrüßte Präsident Klaus Hagenlocher die versammelten Mitglieder in neugestalteten Gastraum der Clubgaststätte „Schussen“. Seit 1. März bietet die Wirtsfamilie Petrovic eine breit gefächerte Speisenauswahl an, der Außenbereich wurde komplett umgestaltet und auch im Gastraum herrscht eine helle, freundliche Atmosphäre. Dem Gedenken an die Verstorbenen des Jahres 2007 – Ehrenkommodore Berthold Barth, Ruth Schnitzler und Alexandra Overrath – folgten die Berichte aus den Ressorts. 2007 war en Jahr ohne besondere Vorkommnisse gewesen, ganz im Gegensatz zu 2008: Im laufenden Jahr leitet der SMCF die Friedrichshafener Segelwochen, zudem veranstaltet er turnusgemäß den gemeinsamen Ball der Friedrichshafener Segelvereine und als sportliches Highlight im August den World Cup der Aphrodite IOI, einer Einheitsklasse zehn Meter langer, sportlicher Yachten, die mit vier Mann Besatzung gesegelt werden.

Dass ein solches Programm zusätzlich zu den vier alljährlich ausgerichteten Regatten gestemmt werden kann, zeigt, dass die Bereitschaft zur Mit- und Zusammenarbeit im SMCF nach wie vor ausgeprägt ist. Die Berichte der Vorstände spiegelten dies wider, auch im Bereich Ausbildung, wo Erwachsene das Bodensee-Schifferpatent erwerben können und wo eine ganze Reihe von Ausbildern teils 15 Wochen am Stück einen Abend für ihr Ehrenamt „opfert“. Schließlich wurde der bisherige Vorstand einstimmig entlastet.

Die von Walter Raithel geführte Vorstandswahl lief zügig ab; neuer und alter Präsident ist Klaus Hagenlocher, der eigentlich aus Altersgründen nicht mehr antreten wollte, sich aber bereiterklärte, für ein Jahr weiter zur Verfügung zu stehen. Vizepräsident wurde Dr. Ernst Gut, ein sportlich aktiver Segler, der zwar recht neu im SMCF ist, aber aus anderen Segelvereinen 40 Jahre Erfahrung mitbringt. Zur Schriftführerin wählten die Mitglieder Jutta Weißhaar, die seit geraumer Zeit schon den Internetauftritt des SMCF pflegt. Schatzmeister Heinz Höcky wurde ebenso wie Abteilungsleiter Segeln/Motor Uwe Eggeling einstimmig wiedergewählt, zum neuen Takelmeister wurde Erwin Duelli gewählt. Neu im Vorstand sind auch Thomas Haug, der die Aufgaben des Sportwarts übernimmt, und Phillip Schmid als Jugendwart. Ein Kandidat für den Posten Veranstaltungswart wurde nicht gefunden, hier wurde eine kommissarische Lösung gefunden. Alle Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimme gewählt. Nach zwei Stunden konnte der alte und neue Präsident Klaus Hagenlocher eine harmonische Hauptversammlung beschließen.


Bild: Der neue Vorstand des SMCF (v.l.):
Uwe Eggeling, Thomas Haug, Klaus Hagenlocher, Jutta Weißhaar,
Ernst Gut, Heinz Höcky, Erwin Duelli und Phillip Schmid.

Dienstag, 4. März 2008

Rolf Mohne Ehrenmitglied der IWGB

Auf der diesjährigen Generalversammlung der Internationalen Wassersportgemeinschaft Bodensee IWGB wurde deren Mitbegründer und ehemalige Messegeschäftsführer Rolf Mohne verabschiedet und für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Mohne kandidierte nach 23 Jahren nicht mehr für das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden und Schatzmeisters des Wassersportdachverbandes am Bodensee mit 25 Trägervereinen und mehr als 200.000 Mitgliedern.

In seiner Laudatio betonte Präsident Dr. Hans-Luzius Studer (Schweiz) nochmals wie weitsichtig die Entscheidung von Rolf Mohne und dem damaligen Geschäftsführer des schweizerischen Bootsbauerverbandes Roland Zaugg war, in schwierigen Zeiten des Wassersportes mit willkürlichen Entscheidungen und unsachlichen Angriffen Anfang der 80er Jahre dessen Interessenvertretung in einem starken Dachverband zu bündeln.

Mit Rolf am Ruder der IWGB wurde eine Strategie aufgebaut, welche bis heute für die IWGB Gültigkeit hat und die der Leitlinie "Für Wassersport und Umweltschutz!" folgt. Sachliche Aufklärung und die Korrektur des Image der Seebenützer bildeten das Schwergewicht der Tätigkeit. Fundiert wird sie mit eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen, Werbung, Messeautritten und Pressearbeit bis hin zu praxisgerechter Umweltarbeit.

Diese erfolgreiche Arbeit wird der von der Delegiertenversammlung in seinem Amt bestätigte Dr. Hans-Luzius Studer mit seiner neuen Vorstandsmannschaft fortsetzten, die jetzt neu mit ihm Dirk Kreidenweiß von der Messe Friedrichshafen und Ruedi Schellenberg vom Bodensee-Segler-Verband BSVB komplettiert wird.

So entwickelt sich die von der IWGB als Alternative zur Blauen Flagge speziell für die Bedürfnisse des Bodensees entwickelte Umweltauszeichnung Blauer Anker immer mehr zur Erfolgsgeschichte. 2008 werden sich 12 Wassersportanlagen rund um den Bodensee für die Umweltauszeichnung bewerben. Ein Team von ehrenamtlichen Auditoren wird die Zertifizierungen vornehmen und die Hafenanlagen nach einem festegelegten Kriterienkatalog, der seine Schwerpunkte bei den Themen Umweltverträglichkeit und Sicherheit hat, überprüfen. Durch das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten halten sich die Kosten in einem Bereich von rund 150 Euro für die Zertifizierung mit dem Blauen Anker.

Die Umweltarbeit der IWGB konnte zudem mit einer Reihe von praktischen Maßnahmen weiter vorangetrieben werden. So wurde vom Vorstand und Geschäftsführenden Ausschuss ein spezielles Bindetuch entwickelt, das auf einfache Weise verhindert, dass beim Betanken Treibstoff daneben geht oder sogar ins Wasser gelangt. Das Tuch wurde in einer Behindertenwerkstatt produziert und mit einer Bedienungsanleitung zum Selbstkostenpreis an die Wassersportler abgegeben. Es stößt auf großes Interesse. So haben bereits Werften für ihre Kunden größere Stückzahlen geordert. Und auch der ADAC Bereich Sportschifffahrt, der ebenfalls Mitglied der IWGB ist, wird das praktische Tuch anbieten.

Mit Merkblättern, die an alle Wassersportler verteilt werden, wirbt die IWGB für sauberen Wassersport: dazu zählt ganz neu vor Saisonbeginn eine Auflistung von umweltfreundlichen und triazinfreien Unterwasserfarben, die in Zusammenarbeit mit den Farbherstellern erstellt wurde.
Gemeinsam mit dem Limnologischen Institut wurde ein Merkblatt entwickelt, das den Wassersportlern erläutert, wie verhindert werden kann, dass mit Booten, die gelegentlich das Revier wechseln, bei der Rückkehr seefremde Kleinlebewesen in den See gelangen können.

Beim von der IWGB organisierten Umwelttag in Fussach werden Referenten der IWGB und von unterschiedlichen Einrichtungen wie dem Limnologischen Institut oder Naturschutzverbänden Umweltreferenten von Vereinen als Multiplikatoren in Umweltthemen des Wassersports einführen.

EIn Augenmerk hat die IWGB immer auf unterschiedlichste Belange, die die Rahmenbedingungen des Wassersports betreffen. Dazu zählen z. B. neue geplante Gesetze wie z. B. zur Zulassung von Motoren, derzeit ganz konkret das Bodensee-Leitbild oder das Internetportal Bodensee-Online.


Bildtext: Der neue IWGB-Vorstand mit Dirk Kreidenweiß, Dr. Hans-Luzius Studer und Ruedi Schellenberg mit Ehrenmitgleid Rolf Mohne (zweiter v.r.). Foto und Bericht Hans-Dieter Möhlhenrich

NB: Die Homepage des IWGB wird gesponsert von www.bodensee-news.ch bzw. von www.br-net.ch webdesign

UBS Sportboot Cup 2008 - 12./13. April


Wir von der Seglervereinigung Kreuzlingen (SVK) freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir für unseren jährlich wiederkehrenden „Sportboot Cup“ einen neuen Sponsor gewinnen konnten, es handelt sich hierbei um die Bank „UBS“!

Der Name des Events ändert somit auf UBS Sportboot Cup 2008

Die Veranstaltung mutierte in den letzten Jahren zu einer der grössten Sportbootveranstaltungen in Europa mit Massenstart.

Auch dieses Jahr werden wieder eine Vielzahl von Sportbooten erwartet. Es liegen schon sehr viele Anmeldungen bekannter Sportboot-Klassenvereinigungen vor, diese sind um nur einige stellvertretend zu nennen: Melges24, ESSE 850, UFO 22, Beneteau/Platu 25, 8m One Design, etc.

Die Ausschreibung in Deutsch und Englisch, wie auch das Meldeformular kann ONLINE über die SVK-Website http://www.svk-kreuzlingen.ch/ unter der Rubrik „Regatten“ runter geladen werden oder gleich hier: Ausschreibung/Pre Notice, Meldeformular Entry Form. Meldeschluss ist der 31. März 2008. Der SVK freut sich über Eure frühzeitige Meldung.

Freitag, 29. Februar 2008

1. Bodensee-Schiffsweinmesse im Konstanzer Hafen

Ab Mittwoch, den 5. März 2008 steht Konstanz über fünf Tage ganz im Zeichen des Wein-Genusses. Die 1. Bodensee Schiffs-Weinmesse ,,Convinum" findet im Konstanzer Hafen vom 5. März bis 9. März statt - und wie es sich gehört für eine Lage am See, auf Schiffen. Winzer aus dem Süden Deutschlands, der Schweiz und Österreich stellen ihre Weine und Brände vor. Auf den Schiffen werden auch kulinarisch dazu passende Spezialitäten angeboten.

Die Weine aus den Regionen brauchen sich schließlich nicht verstecken:
Regelmäßig werden sie bei Weinwettbewerben ausgezeichnet. Grund genug, sie ausführlich und ,,geballt" vorzustellen und kennen zu lernen. Dazu bietet die Weinmesse eine hervorragende Möglichkeit: Schließlich muss man nicht von Weingut zu Weingut reisen, sondern kann die Weine auf den Schiffen im Konstanzer Hafen probieren und sich einen guten Überblick über die Vielfalt verschaffen. Dabei gibt's jeden Tag Neues zu verkosten, denn auf drei Schiffen präsentieren die Winzer ihre Produkte. Der erste Tag, 05.03.2008, ist für das Fachpublikum reserviert: Um 14:00 Uhr öffnet die Messe für das Fachpublikum die Pforten bis 19:00 Uhr.

Neben den Weinverkostungen gibt es noch viel mehr zu entdecken. Wer bisher ,,nur" im Fernseher die Kochshows, wie ,,Kochen bei Kerner" oder ,,Lafer, Lichter, Lecker", verfolgt hat, kann nun ,,live" dabei sein. Die etwas andere Kochschule ,,Octosenso" bietet an allen Tagen Show-Kochen an. Hier gibt's viel über den eigenen Geschmack zu lernen, denn Octosenso ist auch eine Geschmacksschule, die das Individuelle des Geschmackssinns hervorhebt.
Die Koch-Shows werden von der renommierten Käserei Rutz aus Wittenbach bei St. Gallen begleitet. Die Käserei hat beim Swiss Cheese Award 2006 einen Preis für den Frischkäse ,,Dark Angel Schokolade" erhalten. Am 8. März ist dann Partytime: Von 22:00 Uhr bis 4:00 Uhr morgens wird auf dem Gastroschiff gefeiert! Schiffe schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Auf Schiffen lässt sich träumen und feiern - kein Wunder erleben die Kreuzfahrtschiffe einen Boom.

Eine Weinmesse auf Schiffen zu besuchen verspricht einen besonderen Reiz:
Das ,,Reise- oder Ausflugsgefühl" lässt von fernen Welten träumen. Und die Holzvertäfelung auf dem Schiff ,,Karlsruhe" schafft zudem eine heimelige Atmosphäre. Da die Schiffe am Hafen angelegt sind, gibt es noch einen ganz anderen Vorteil: Man wird nicht seekrank. Bei den vielen Weinen, die es zu verkosten gilt, ist das bestimmt kein Nachteil. Und dann kann man auch noch die vielen, guten Spezialitäten genießen - ohne flaues Gefühl.

Die Winzer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sind in den letzten Jahren so richtig durchgestartet. Viele Auszeichnungen für ihre Weine haben sie nach Hause gebracht. Gold- und Silbermedaillen für Spätburgunder, Chardonnay und Müller-Thurgau zieren die Wände der Weingüter. Die Winzer setzen auf Qualität und nicht auf Quantität. Denn wer Massenwein herstellen will, braucht Hochleistungsweinberge - und die brauchen viel Chemie, da die Rebstöcke anfälliger für Krankheiten sind. Und das schätzen die Menschen dieser Regionen nicht - kein Wunder! Geschätzt wird: guter Wein, zum fairen Preis, vom ehrlichen Winzer. Ein Besuch auf der Convinum zeigt, dass all das möglich ist.

Tageskarten kosten 10,00 Euro und sind an den Verkaufsständen vor den Schiffen erhältlich. Nähere Informationen unter www.con-vinum.com oder Büro Convinum, Tel.: +41-71-686 89 90

Programm:
05.03.2008: Eröffnung/Fachtag 14:00-19:00 Uhr
06.03.2008: Expo 11:00-20:00 Uhr; Gastroschiff bis 24:00 Uhr
06.03.2008: Expo 11:00-20:00 Uhr; Gastroschiff bis 24:00 Uhr
08.03.2008: Expo abends Partytime 11:00-20:00 Uhr; Gastroschiff bis 04:00 Uhr
09.03.2008: Expo 11:00-20:00 Uhr; Gastroschiff bis 23:00 Uhr

Gäbler/Struckmann vor dem Finaltag in Lauerstellung

TAKAPUNA. Vor dem Finaltag der Segelweltmeisterschaft in der olympischen Tornado-Klasse liegen Roland Gäbler und Gunnar Struckmann vom T-Systems Team 2008 in Takapuna/Neuseeland zwar auf dem undankbaren vierten Platz. Doch der dreimalige Titelträger aus Tinglev und sein Vorschoter aus Kiel haben Edelmetall noch fest im Auge. Denn der Rückstand auf die neuen Spitzenreiter Darren Bundock/Glen Ashby (Australien) beträgt nur zehn Punkte; "Silber" und "Bronze" sind vor den letzten beiden Wettfahrten nur fünf Zähler entfernt. Auch das zweite T-Systems Team 2008 mit Johannes Polgar/Florian Spalteholtz (Dänisch-Nienhof/Eckernförde) segelte am Freitag ein starkes Rennen (3.), wurde aber anschließend wegen Frühstarts disqualifiziert und fiel auf den 21. Gesamtrang zurück. Tino und Niko Mittelmeier aus Ueberlingen sind 27.

Aufatmen hieß es schon am Freitagmorgen für Gäbler und Struckmann, denn bereits vormittags wehte eine anständige Nordostbrise auf dem Regattarevier bei Auckland, die bei strahlendem Sonnenschein durch Thermik stetig zunahm. "Das war der schönste Segeltag, den wir bisher hier erlebt haben", schwärmte Struckmann, "einfach traumhaft." Bei mäßigen bis frischen Winden spielte die relativ schwere Mannschaft ihre Trimmvorteile eiskalt aus. Einzig die befreundeten Australier Bundock/Ashby waren in der siebten Wettfahrt eine Nummer besser. Gäbler: "Wir haben das Feld angeführt, aber die Jungs sind auch sehr schnell und fanden einen noch günstigeren Weg zum Ziel."

Im Anschluss startete die deutsche Olympiamannschaft von Athen 2004 erneut auf den Punkt, wählte aber eine etwas zu konservative Taktik, um wieder ganz vorne dabei zu sein. "Durch die Mitte geht es halt oft gut, aber manchmal nicht optimal", so der Steuermann, "wir mussten im Verlauf des Rennens noch ein paar Boote überholen, um am Ende einen fünften Platz zu belegen." Damit war das T-Systems Team 2008 gemeinsam Tagesbestes, denn Bundock/Ashby kam hinter ihm als Sechstes ins Ziel.

Noch vor den beiden Top-Crews hatten Polgar/Spalteholtz nach einem souveränen Rennen die Ziellinie überquert. Doch das böse Erwachen folgte auf dem Fuße, denn ihr Tornado war an der Startlinie als Frühstarter identifiziert worden. Statt drei gab's 52 Punkte, die zwar gestrichen werden können, aber die mühsame Aufholjagd im Gesamtklassement jäh bremsten. "Auf das Endergebnis kommt es eh nicht mehr an, das ist schon verpatzt", meinte Polgar, "viel wichtiger ist für uns, dass wir endlich wieder richtig gut gesegelt sind, und auch bei frischen Bedingungen mit der Weltelite mithalten konnten."

Für den Schlusstag am Sonnabend (1. März) wurden noch stärkere Winde vorhergesagt. "Uns kann das nur Recht sein", so Gäbler und Struckmann, "wir wollen nicht nur dabei sein, sondern segeln hier auf Sieg." Der vierte WM-Titel wäre nach der verpassten Olympiaqualifikation "die schönste Entschädigung". In zwei noch ausstehenden Wettfahrten, da die Klasse kein finales Medalrace segelt, liegt sogar die Goldmedaille noch im Bereich des Möglichen.

Segeln in Zahlen
5. und vorletzter Tag der Tornado-Weltmeisterschaft in Takapuna/Neuseeland Gesamtstand nach acht von zehn Wettfahrten:
1. Darren Bundock/Glen Ashby (Australien) 34 Punkte
2. Oskar Johansson/Kevin Stittle (Kanada) 39
3. Yann Guichard/Alexandre Guyander (Frankreich) 39
4. Roland Gäbler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) 44
5. Francesco Marcolini & Edoardi Bianchi (Italien) 46
6. Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (Niederlande) 52
...
21. Johannes Polgar/Florian Spalteholtz (Dänisch-Nienhof/Eckernförde) 127
...
27. Tino und Niko Mittelmeier (Ueberlingen) 165

Donnerstag, 28. Februar 2008

Leichtwindspezialisten auf dem Vormarsch

TAKAPUNA. Trotz eines Rückschlags blieben Roland Gäbler und Gunnar Struckmann vom T-Systems Team 2008 bei der Tornado-Weltmeisterschaft in Takapuna/Neuseeland in Reichweite der Medaillen.

Die Starkwindspezialisten überstanden den ersten Leichtwindtag am Donnerstag (28. Februar) mit einem blauen Auge und rutschten nur auf den fünften Gesamtrang ab. Der dreimalige Titelträger aus Tinglev und sein Kieler Vorschoter liegen nun 16 Punkte hinter den Franzosen Yann Guichard und Alexandre Guyander aus Frankreich, die die Führung sechs Zähler vor den Aufsteigern des Tages, Darren Bundock und Glen Ashby aus Australien, verteidigten. Johannes Polgar aus Dänisch-Nienhof und der Eckernförder Florian Spalteholtz, ebenfalls vom T-Systems Team 2008, verbesserten sich auf Platz 17 weiter und liegen acht Ränge vor Tino und Niko Mittelmeier aus Ueberlingen.

"Für die schweren Mannschaften war das natürlich ein Katastrophentag", meinte Roland Gäbler nach den Wettfahrten fünf und sechs, die nach einer totalen Flaute auf dem Hauraki Golf vor Auckland am Reservetag nachgeholt wurden. Trotz negativer Vorhersagen setzte nach dem Mittag eine leichte Brise ein, die laut Gäbler "grenzwertig, aber durchaus segelbar war." Er startete gut, konnte aber die Position gegen bei diesen Bedingungen schnellere Gegner nicht halten und musste den Kurs wechseln. "Dann steuerten wir auf die benachteiligte Seite der Startkreuz und waren an der ersten Wendemarke nur 40." Die Aufholjagd führte zwar noch zehn Plätze nach vorne, doch das war als schlechtestes Einzelergebnis der Streicher.

Umso wichtiger wurde das zweite Tagesrennen für Gäbler/Struckmann, die sich keinen weiteren Ausrutscher leisten durften. Der Wind hatte noch etwas zugelegt, und die Olympiateilnehmer von 2004 hielten sich nach sehr gutem Start eine ganze Weile in der Spitzengruppe. Struckmann: "Leider waren wir dann auf der rechten Seite, als von links eine neue Windkante einsetzte." In der Folge ging es im Klassement rasant bergab, doch die Talfahrt wurde immerhin auf dem 18. Rang gestoppt. "Das ist zwar nicht toll, aber zumindest kein Tiefschlag", meinte Gäbler, "das lässt uns angesichts der zunehmend vorhergesagten Winde weiter hoffen."

Von dem Wetterwechsel profitierten Johannes Polgar und Florian Spalteholtz zwar, waren mit ihrem Abschneiden (20. und 3.) aber nach wie vor unzufrieden. "Unter normalen Umständen hätten wir diese Rennen nach zwei Superstarts sicher nach Hause fahren müssen", so der Steuermann, “aber wir waren schlicht zu langsam und sind im ersten Tagesrennen zweimal stumpf überlaufen worden. Dann mussten wir wegwenden, und der Ofen war aus.³ Als Hauptgrund für das fehlende Geschwindigkeitspotential nannte das Duo sein Ersatzmaterial, mit dem es die WM starten musste. Das Top-Boot liegt zuhause und soll für die nationale Olympiaausscheidung im April geschont werden. Denn dann geht es gegen die Mittelmeier-Brüder um die Fahrkarten nach Qingdao/China.

Die Tornado-WM wird am Freitag (29. Februar) mit zwei weiteren Wettfahrten fortgesetzt und geht am Sonnabend (1. März) mit den Rennen neun und zehn zu Ende. Die Klasse hat in ihren Meisterschaftsregeln kein finales Medalrace der besten zehn Teams vorgesehen und dies auch auf ihrer Jahrestagung nicht geändert.

Segeln in Zahlen
4. Tag der Tornado-Weltmeisterschaft in Takapuna/Neuseeland Gesamtstand nach sechs Wettfahrten:
1. Yann Guichard/Alexandre Guyander (Frankreich) 21 Punkte
2. Darren Bundock/Glen Ashby (Australien) 27
3. Oskar Johansson/Kevin Stittle (Kanada) 28
4. Francesco Marcolini & Edoardi Bianchi (Italien) 34
5. Roland Gäbler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) 37
6. Billy Besson/Arnaud Jarlegan (Frankreich) 41
...
17. Johannes Polgar/Florian Spalteholtz (Dänisch-Nienhof/Eckernförde) 77
...
25. Tino und Niko Mittelmeier (Ueberlingen) 102

Mittwoch, 27. Februar 2008

Flaute bei der WM...

...aber frischer Wind an der Spitze der Tornado-Klasse, um 2012 olympisch zu bleiben

TAKAPUNA. Eine gähnende Flaute hat am Mittwoch (27. Februar) die Weltmeisterschaft der Tornadosegler im neuseeländischen Takapuna unterbrochen. Die Wettfahrten fünf und sechs wurden um 24 Stunden verschoben, so dass der geplante Ruhetag ausfällt. Stattdessen sorgte auch das deutsche T-Systems Team 2008 mit Roland Gäbler und Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) auf Gesamtrang zwei knapp hinter Yann Guichard/Alexandre Guyander aus Frankreich sowie Johannes Polgar und Florian Spalteholtz (Dänisch-Nienhof/Eckernförde) auf Platz 20 für frischen Wind in der internationalen Klassenvereinigung. Mit neuen Gesichtern im Vorstand, darunter die Belgierin Carolijn Brouwer an der Spitze und Struckmann als Schatzmeister, soll weiter intensiv versucht werden, die Katamarane auch über 2008 hinaus olympisch zu halten. Dieser Status war beim Weltsegelverband ISAF für 2012 verloren gegangen.

Beim Jahresmeeting der internationalen Tornadoklassenvereinigung ITA beschlossen die 51 WM-Mannschaften, mehr aktive Spitzensegler Lobbyarbeiter ins Feld zu führen, wenn es in den nächsten Monaten darum geht, die Gremien der ISAF von einer Kehrtwende zu überzeugen. Zur Vorgeschichte: Nach kontroverser Diskussion hatte die Vollversammlung des Weltsegelverbands im November in Estoril/Portugal überraschend die Mehrrumpfklasse aus dem zukünftigen Olympiaprogramm gestrichen, weil es nach Vorgaben des Internationalen Olympischen Komites IOC ab 2012 nur noch zehn statt elf Disziplinen geben darf. Die Wahl hatte in der Segelszene für helle Aufregung gesorgt. Katamarane seien nicht nur eine sehr bedeutende Variante des Sports, sondern auch eine besonders attraktive und telegene, argumentiert das Lager der Tornados.

"Wir halten das Votum der ISAF nach wie vor für eine krasse Fehlentscheidung und werden dafür mitkämpfen, diese rückgängig zu machen", sagte das T-Systems Team 2008 unisono. Zwar habe der ISAF-Exekutivausschuss vor kurzem abgelehnt, den Fall wegen angeblicher Verfahrensfehler im November von sich aus als Dringlichkeit wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Spätestens beim so genannten Mid-Year-Meeting der ISAF im Sommer solle jedoch eine erneute Abstimmung erfolgen, so der Wunsch der Tornados. Dafür sammeln sie die Zustimmung von mindestens 20 nationalen Segelverbänden, die den Antrag unterstützen sollen. Struckmann: "Das ist ein steiniger Weg, aber wir wollen uns nicht tatenlos ergeben, sondern die Interessen einer starken Fraktion im breiten Spektrum des Segelsports berücksichtigt wissen."

Am Donnerstag (28. Februar) will sich das WM-Feld wieder aufs Segeln konzentrieren. "Wir wünschen uns nur etwas anderes als an den ersten beiden Tagen", meinte Johannes Polgar, der mit seinem bisherigen Abschneiden überhaupt nicht zufrieden ist, "leider schlief die Brise Mittwoch nach dem Auslaufen zur Regattabahn schnell ein. An einen Rennstart war nicht zu denken." Auch die Vorhersagen sind schlecht. Es werden erneut schwache, umlaufende Winde erwartet. Dann bliebe nur noch der Freitag, an dem es auffrischenden Nordostwind geben soll, bevor am Sonnabend im finalen Medalrace der WM-Titel und die Medaillen vergeben werden sollen.

Segeln in Zahlen
Gesamtstand der Tornado-Weltmeisterschaft in Takapuna/Neuseeland von Dienstag (26. Februar):

1. Yann Guichard/Alexandre Guyander (Frankreich) 17 Punkte
2. Roland Gaebler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) 19
3. Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (Niederlande) 23
4. Oskar Johansson/Kevin Stittle (Kanada) 26
5. Francesco Marcolini & Edoardi Bianchi (Italien) 33
6. Fernando Echavarri/Anton Paz (Spanien) 34
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20. Johannes Polgar/Florian Spalteholtz (Dänisch-Nienhof/Eckernförde) 81
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36. Tino und Niko Mittelmeier (Ueberlingen) 136

Dienstag, 26. Februar 2008

Ex-Weltmeister weiter auf Medaillenkurs

TAKAPUNA. Frische Südwestwinde mit starken Böen sorgten am zweiten Tag der Tornado-Weltmeisterschaft in Takapuna/Neuseeland für einige spektakuläre Kenterungen im Feld.

Roland Gäbler und Gunnar Struckmann vom T-Systems Team 2008 verloren am Dienstag (26. Februar) zwar ihre Gesamtführung vom Auftakt, segelten aber als Tagesvierte und -neunte weiter auf Medaillenkurs. Hinter den neuen Spitzenreitern Yann Guichard/Alexandre Guyander aus Frankreich liegt das Duo nur zwei Punkte auf Platz zwei zurück, vier Zähler vor Mitch Booth und Pim Nieuwenhuis (Niederlande). Nach dem Fehlstart am Vortag ging es bei Johannes Polgar und Florian Spalteholtz (Dänisch-Nienhof/Eckernförde), die ebenfalls für das T-Systems Team 2008 starten, leicht bergauf. Nach den Einzelrängen 18 und 14 sind sie 20. Tino und Niko Mittelmeier aus Ueberlingen fielen auf Platz 36 zurück.

Die Wind- und Wellenbedingungen auf dem Hauraki Golf nahe der Hauptstadt Auckland waren für alle Teilnehmer eine große Herausforderung. „An der Ablauftonne überschlug sich direkt vor uns ein Katamaran. Wir konnten nur durch ein Notmanöver gerade noch ausweichen“, berichtete Roland Gäbler von einem aufregenden Regattatag. Eine unverschuldete Kollision hätte sicher auch für den Ex-Weltmeister das Aus bedeutet, der schon dreimal WM-Gold holte. So punktete er mit seinem Olympia-Vorschoter von 2004 erneut zweimal in den besten zehn und untermauerte seinen Anspruch auf Edelmetall.

„Die Franzosen waren noch schneller als wir“, analysierte Gäbler kritisch, „aber zum Glück kommt es bei den relativ stark drehenden Winden nicht nur auf die Bootsgeschwindigkeit an. Mit der besseren Taktik im richtigen Moment Wenden oder Halsen kann viele Meter wieder gutmachen.“ Unterm Strich war der geborene Bremer, der in Tinglev kurz hinter der dänischen Grenze wohnt, mit den Ergebnissen hochzufrieden: „Viele Topfavoriten haben sich schon Ausrutscher geleistet. Wer hier am Ende konstant unter die Top Ten fährt, wird am Ende Weltmeister werden.“

Über den erkennbaren Aufwärtstrend mochten sich Polgar und Spalteholtz noch nicht so recht freuen. Befreit vom Qualifikationsdruck, der erst bei der nationalen Olympiaausscheidung im April wiederkehrt, hatten sie sich für die WM viel mehr vorgenommen. „Es wurmt uns schon, dass wir hier vorne nicht anklopfen können“, so Spalteholtz, „wir hoffen, dass der Wind jetzt abnimmt und wir danach besser mithalten können.“ Abgesehen von einer unglücklichen Taktik in zahlreichen Winddreher haperte es nämlich auch am Speed. „Roland und Gunnar sind fast 20 Kilogramm schwerer als wir“, erklärte der Vorschoter, „das macht beim Trimmen bei Starkwind eine Menge aus.“

Ein schwacher Trost für die Olympiakandidaten des T-Systems Team 2008 war das schlechte Abschneiden ihrer Konkurrenten um die China-Tickets. Die Mittelmeier-Brüder mussten das dritte Rennen sogar aufgeben und liegen zur Halbzeit weit abgeschlagen in der zweiten Tabellenhälfte. Polgar: „Natürlich schauen wir mit einen Auge darauf, was sie machen. Aber das ist hier nicht entscheidend. Erst in Hyères kommt es darauf an.“ (Andreas Kling)

Segeln in Zahlen

2. Tag der Tornado-Weltmeisterschaft in Takapuna/Neuseeland, Gesamtstand nach vier Wettfahrten:

1. Yann Guichard/Alexandre Guyander (Frankreich) 17 Punkte
2. Roland Gaebler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) 19
3. Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (Niederlande) 23
4. Oskar Johansson/Kevin Stittle (Kanada) 26
5. Francesco Marcolini & Edoardi Bianchi (Italien) 33
6. Fernando Echavarri/Anton Paz (Spanien) 34

20. Johannes Polgar/Florian Spalteholtz (Dänisch-Nienhof/Eckernförde) 81

36. Tino und Niko Mittelmeier (Ueberlingen) 136

Montag, 18. Februar 2008

Schümann-Crew gewinnt Bronze bei Yngling-WM

Hamburg - Die Berliner Steuerfrau Ulrike Schümann hat die dritte WM-Medaille ihrer Karriere und die erste für den Deutschen Segler-Verband (DSV) in diesem Jahr gewonnen. Gemeinsam mit ihren Crew-Kameradinnen Ute Hoepfner und Julia Bleck erkämpfte sich die 35-jährige Diplom-Kauffrau vor Miami die Bronzemedaille.

Weltmeisterin wurde Olympiasiegerin Sarah Ayton, die noch bei den Olympischen Spielen 2004 vor Athen als Vorschoterin an der Seite von Shirley Robertson Gold gewann und nun selbst als Steuerfrau Top-Favoritin für die olympische Segelregatta im August vor Qingdao ist. Silber ging an die australische Mannschaft um Krystal Weir.

Ulrike Schümann, die ihrer Olympiapremiere in China entgegen blickt, zog nach der fünftägigen Serie eine positive Bilanz: "Wir haben ­ abgesehen von einem Ausrutschertag - eine sehr gute Woche hingelegt. Wir sind konstant gesegelt, waren schnell und haben unsere Chancen konsequent genutzt."

Am letzten Tag hatte die Aktivensprecherin der deutschen Kadersegler dann noch einmal Pech und startete mit Seegras am Ruder als letzte in das Medaillenrennen der besten zehn Mannschaften. Das Trio konnte sich noch auf den siebten Platz vorkämpfen, verpasste aber Silber um einen Punkt. "Wir wissen nun genau, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen. Im Unterschied zu den extrem konstant segelnden Britinnen müssen wir unsere Manöverabläufe an Bord weiter verbessern. Dann können wir auch vor Qingdao um eine olympische Medaille segeln."

DSV-Sportdirektor Hans Sendes schickte seiner Erfolgsmannschaft Glückwünsche aus Hamburg: "Das war zum Auftakt des Olympiajahres eine sehr starke Leistung der Mannschaft Schümann. Wir gratulieren herzlich und hoffen, dass diese Bronzemedaille auch unseren anderen Teams als Motivationsschub dient."

Endergebnis Yngling-Weltmeisterschaft 2008:
1. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (GBR); 35 Punkte
2. Krystal Weir/KarynGojnich/Angela Farrell (AUS); 74 Punkte
3. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Hoepfner (Berlin); 75 Punkte
4. Sally Barkow/Carrie Howe/Debbie Capozzi (USA); 79 Punkte
5. Ekaterina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (RUS); 85 Punkte
6. Anne-Claire Le Berre/Marion Deplanque/Alice Ponsar (FRA); 86 Punkte

Schwelbrand auf Motorfahrgastschiff

Friedrichshafen - Lediglich geringer Sachschaden ist bei einem Schwelbrand entstanden, der am Freitagnachmittag, gegen 15.40 Uhr auf dem Motorfahrgastschiff München ausgebrochen war. Bei Schweißarbeiten im Motorraum des Schiffes, das zu überholungsarbeiten in der Werft in Friedrichshafen lag, war Dämmmaterial des Motorraums in Brand geraten und hatte zu einer starken Rauchentwicklung geführt. Werftarbeiter der Bodensee-Schiffsbetriebe konnten jedoch zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen, die mit 24 Mann und mehreren Fahrzeugen im Einsatz war, den Schwelbrand rasch löschen.

Samstag, 16. Februar 2008

Gestohlene Außenbordmotoren aus Dänemark sichergestellt – Täter in Auslieferungshaft genommen

Schleierfahnder der Bundespolizei Gartz (Brandenburg) kontrollierten am 19.01.2008 auf der Autobahn einen 33-jährigen polnischen Staatsangehörigen, der 11 Außenbordmotoren in seinem Fahrzeug mitführte. Er legte einen schwedischen Kaufvertrag als Eigentumsnachweis vor. Da der Mann im vergangenen Jahr schon einmal mit einen gestohlenen Motor kontrolliert wurde schalteten die Fahnder die auf Identifizierung von gestohlenen Booten und Außenbordmotoren spezialisierten Kollegen des Kompetenz-Zentrums Bootskriminalität bei der Polizeidirektion Konstanz (KBK) ein. Schnell fanden die Konstanzer Fahnder heraus, dass der Kaufvertrag gefälscht und die Motoren vermutlich in Dänemark gestohlen wurden. Die Motoren wurden daraufhin sichergestellt. Der Beschuldigte musste aber zunächst auf freien Fuß gesetzt werden.

Am 31.01.2008 fuhr bei der Bundespolizei in Gartz eine polnische Spedition vor, die die sichergestellten Außenborder im Auftrag des Beschuldigten abholen wollte. Es wurde eine notariell beglaubigte Urkunde vorgelegt, die den Spediteur zur Abholung berechtigte. Da zwischenzeitlich fast alle Motoren Straftaten in Dänemark zugeordnet werden konnten, wurden diese nicht ausgehändigt. Am 13.02.2008 trauten die Bundespolizisten dann ihren Augen nicht, als der Beschuldigte persönlich erschien und die sichergestellten Motoren im Wert von über 20.000 € persönlich abholen wollte. Seine Hartnäckigkeit sollte sich nicht auszahlen. Die Bundespolizei nahm den Mann fest, denn die dänischen Behörden hatten zwischenzeitlich schon seine Auslieferung beantragt.

Die Motoren werden kommende Woche von einem Beauftragten der Geschädigten abgeholt und den dänischen Geschädigten wieder ausgehändigt.

Konstanzer Bootsfahnder erfolgreich in Serbien

In enger Zusammenarbeit mit den serbischen Behörden und mit Bootsfahndern aus Rheinland-Pfalz gelang es dem Kompetenz-Zentrum Bootskrimininalität (KBK) der Polizeidirektion Konstanz, ein hochwertiges Motorboot in Belgrad sicherzustellen. Das relativ seltene Motorboot im Wert von ca. 40.000 € wurde im Mai 2006 samt Trailer an der Mosel gestohlen. Gemeinsam mit Fahndern der Wasserschutzpolizei Mainz hatten das KBK die Fahndung seinerzeit über Interpol europaweit gesteuert.

Bei einer zollrechtlichen Kontrolle in Belgrad fielen den serbischen Beamten nun Unstimmigkeiten an der Rumpfnummer des Bootes auf. Über das Bundeskriminalamt Wiesbaden wurden die Konstanzer Fahnder eingeschaltet und schnell war klar, dass es sich um das an der Mosel gestohlene Boot handelt. Die Mainzer und Cochemer Wasserschutzpolizei konnte das Boot anhand der vorliegenden Erkenntnisse aus Belgrad mit Hilfe des Generalimporteurs und dem Geschädigten zweifelsfrei identifizieren. Die Ermittlungen gegen den 32-jährigen serbischen Besitzer des Bootes, der dem Zoll gefälschte italienische Bootspapiere vorgelegt hatte, werden von Interpol Belgrad geführt.

Das KBK arbeitet seit 2004 im Auftrag des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und hat sich auf die internationale Fahndung und Identifizierung von gestohlenen Sportbooten, Außenbordmotoren und Bootsanhängern spezialisiert. Ihr Wissen geben die Fahnder zwischenzeitlich auch bei Schulungen europaweit weiter. Nach dem bislang erfolgreichsten „Fahnderjahr“ 2007, bei dem das KBK Boote und Außenbordmotoren im Wert von über 2,6 Millionen € identifizieren und mit den örtlich zuständigen Polizeidienststellen in acht europäischen Ländern sicherstellen konnte, setzt sich der positive Trend auch 2008 fort. Bislang gelang es dem KBK bereits drei Boote und 12 Außenbordmotoren im Wert von über 210.000 € in Polen, der Slowakei, Serbien und Deutschland sicherzustellen bzw. Straftaten zuzuordnen.

Freitag, 15. Februar 2008

Reichenau: Regierungspräsidium lässt Bruckgraben ausbaggern

Der Reichenauer Bruckgraben soll in den nächsten Wochen ausgebaggert und die Grabensohle um etwa 30 cm vertieft werden.

Damit soll die Befahrbarkeit des Bruckgrabens für Fischerei- und Sportboote mit geringem Tiefgang verbessert und gleichzeitig die Überlebenschance der Fische bei Bodenseeniedrigwasser erhöht werden. Das Regierungspräsidium will 300 m3 Erde ausheben lassen und auch teilweise die Holzpalisaden entlang des Bruckgrabens erneuern. Durch das Auskoffern entsteht ein zusätzliches "Wasserpolster", welches speziell für Jungfische bessere Lebensbedingungen schafft. Im Winter 2005/2006 war es dort zu einem größeren Jungfischsterben gekommen, weil im Bruckgraben zu wenig Wasser stand. Dem soll nun vorgebeugt werden. Die Außenstelle Donaueschingen des Regierungspräsidiums kommt mit dieser Maßnahme nicht zuletzt einem Wunsch der Gemeinde Reichenau und der örtlichen Fischerei entgegen.

Die Höhere Naturschutzbehörde hat für die Arbeiten die naturschutzrechtliche Befreiung erteilt. Beim Erdaushub handelt es sich um unbelastetes Material, das unbedenklich auf der Erddeponie Markelfingen abgelagert werden kann. Die Baukosten betragen insgesamt rund 80 000 Euro.Bei Durchführung der Maßnahme kann es durch den Materialabtransport zu zeitweiligen geringfügigen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, hierfür bittet das Regierungspräsidium bereits jetzt um Verständnis.Der Bruckgraben ist 1,50 m lang, ca. 7 m breit und maximal 2,50 m tief. Er befindet sich östlich der Reichenau, durchschneidet den Inseldamm und verbindet den Gnadensee mit dem Ermatinger Becken, macht die Reichenau zur Insel. Der Bruckgraben grenzt unmittelbar östlich an das Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried - Gnadensee - Untersee".

Donnerstag, 14. Februar 2008

Laserflotte beendet WM mit Top-Ergebnis, aber ohne Fortune

Hamburg (DSV, 14. Februar 2008). Die deutschen Lasersegler haben die Weltmeisterschaft vor Terrigal (Australien) mit einem Spitzenergebnis durch Alexander Schlonski , aber ohne Fortune beendet. Der Rostocker Steuermann konnte auch mit Platz sechs die Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele nicht mehr erfüllen, weil ihm dies im vergangenen Jahr kein Mal gelungen war.

Anders herum dagegen die Lage bei Simon Grotelüschen: Der Lübecker hat die Kriterien im vergangenen Jahr einmal erfüllt, hätte sein Leistungsvermögen bei der WM aber erneut mit einem Platz in den Top Ten nachweisen müssen. Das misslang dem Medizinstudenten mit Platz 27.

«Es ist wirklich jammerschade, dass es für die Lasersegler trotz ihres furiosen Endspurts nicht gereicht hat», sagte DSV-Sportdirektor Hans Sendes, «aber der DOSB hat die Spielregeln vorgegeben: Es sind eben zwei Leistungsnachweise gefordert.»

Damit kann der Deutsche Segler-Verband voraussichtlich nur sechs Teams nach Qingdao entsenden, wo im August die Wettfahrten für insgesamt elf olympische Disziplinen ausgetragen werden.

Während es in den Disziplinen 470er Frauen (Stefanie Rothweiler/Vivien Kussatz; München/Berlin), Yngling (Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Hoepfner; Berlin), Laser Radial (Petra Niemann; Berlin) und 49er (Jan-Peter Peckolt/Hannes Peckolt; Hamburg/Kiel) bereits klare und national unangefochtene Kandidaten gibt, die der Verband dem DOSB zur Nominierung vorschlagen kann, sind die innerdeutschen Vorausscheidungen in den Klassen Starboot und Tornado noch nicht abgeschlossen.

Im Tornado kommt es im Rahmen der Semaine Olympique vor Hyères zum Duell zwischen Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel) und den Brüdern Tino und Niko Mittelmeier (Überlingen). Im Starboot kämpfen Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) und Robert Stanjek/Markus Koy (Rostock/Hamburg) um die Olympiafahrkarte. Während Pickel/Borkowski bereits alle DOSB-Kriterien erfüllt haben, konnten Stanjek/Koy erst einmal punkten und müssen bei der WM in Miami Anfang April einen Platz unter den besten zehn Teams belegen, um Pickel/Borkowski noch in eine nationale Ausscheidung zwingen zu können.

Diavortrag von Familie Manshol in Konstanz/Staad



Der Yachtclub Litzelstetten-Mainau (YLM) hat einen Dia-Vortragsabend mit der Familie Mansholt organisiert. Dieser wird am 18.03.2008 in Konstanz in unserem Clubheim "Lände" an der Meersburgfähre stattfinden, welches Platz für ca. 140 Personen bietet.

Der Club wird auf unserer Website www.ylm.de die Möglicheit zur Platzreservierung anbieten. Weitere Informationen auf www.wirhauenab.de.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Auf dem Bodensee wird es keine Jet-Ski geben

Die Schweiz plant eine Erneuerung ihrer Binnenschifffahrtsverordnung und deren Anpassung an die seit 1996 für europäische Binnengewässer geltenden EU-Sportbootrichtlinien.

Damit könnten auf Schweizer Gewässern nicht nur in der nach EU-Richtlinien gebaute und ausgerüstete Boote zugelassen, sondern auch schnelle und laute Wassermotorräder, so genannte Jet-Ski erlaubt werden. Bisher waren diese verboten. Im Rahmen der Revision sollen sie allerdings als Sportboote und nicht mehr als Vergnügungsschiffe eingestuft werden. Die Koppelung der zulässigen Leistung an die Schiffsgröße und ans Gewicht entfalle dann. Die Wassermotorräder sollen auf bewilligten Flächen bei Tag und klarer Sicht fahren dürfen. Die Kantone sollen als nächstes bis 2009 die Wasserflächen bestimmen, auf denen die Jet-Ski fahren dürfen. Am Schweizer Bodenseeufer dürften diese gewöhnlich ein- oder zweisitzigen und bis zu 60 Stundenkilometer schnellen Jet-Ski nicht auftauchen. Die Wassermotorrädern waren bisher verboten. Basis ist die BSO, die in einem Staatsvertrag von allein drei Ländern anerkannt wird. Dies ist auch Basis dafür, dass in anderen Bereichen von der EU-Regelung abgewichen wird.

Erst im Dezember 2007 sei das Thema in einer Sitzung der Regierungschefs und Regierungsvertreter der Seeanrainerländer, der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK), in Vaduz besprochen worden. Auch dort sei man sich einig gewesen, dass Jet-Ski auf dem Bodensee nicht erwünscht seien. In der Schweiz waren diese bisher komplett verboten.

Dienstag, 5. Februar 2008

Bei Ausfall Nachricht

Katamaran führt schnelles Informationssystem ein

Mit einer Verfügbarkeit von über 99 Prozent waren die Katamarane auch 2007 extrem zuverlässig. Doch die wenigen Male, als "Constanze", "Fridolin" und "Ferdinand" zum Beispiel wegen Sturms ausfielen, waren nicht nur für die Katamaran-Reederei, sondern vor allem für die Fahrgäste ärgerlich. Nun setzt die Reederei ein Zeichen ­ und installiert ein komfortables Informationssystem. Fahrgäste erhalten Informationen über die aktuelle Betriebslage per SMS, Mail, Internet und Telefon. "Damit haben wir eines der besten Fahrgast-Informationssysteme im öffentlichen Nahverkehr geschaffen," freut sich Reederei-Pressesprecher Sebastian Dix.

"Kurz gesagt: Die Information kommt zum Fahrgast ­ und umgekehrt," beschreibt Dix das neue System. Denn Katamaran-Passagiere erhalten in Zukunft sofort per SMS und Mail Bescheid, wenn Katamaran-Kurse ausfallen. Dazu müssen sie sich lediglich im Internet in einen Verteiler eintragen. Auch auf der Internet-Seite der Reederei stehen die aktuellen Informationen zum Abruf sofort zur Verfügung. Und schließlich richtet die Reederei in den nächsten Wochen eine kostenlose Hotline ein. Hier können Fahrgäste dann jederzeit anrufen und sich über die aktuelle Betriebslage informieren.

"Der Katamaran ist eines der ersten öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland, die ein solches aktives Informationssystem anbieten," erklärt Dix. Die Technik wurde zusammen mit T-City umgesetzt und ist die gleiche wie das Alarmierungssystem etwa bei Feuerwehr und Polizei. "Nach dem Sturm im November, als der Katamaran-Verkehr zeitweilig eingestellt werden musste, war klar, dass wir etwas tun mussten," blickt Dix zurück. Katamaran-Pendler hatten sich beschwert. Er könne die Verärgerung verstehen, meint Dix. Deswegen habe die Reederei auch mit Hochdruck die Lösung vorangetrieben. Mit dem jetzigen multimedialen System sei es einfach, an die aktuelle Information zu kommen. "Zumindest ein Telefon hat schließlich jeder, und mit dem Handy erhält man die Information auch unterwegs."

Natürlich sei es nach wie vor ärgerlich, wenn die schnellen Schiffe ausfielen ­ was selten genug passiert. "Aber so können die Pendler bereits von zuhause aus umplanen." Ebenfalls neu: Wenn die Katamarane ausfallen, erhalten Inhaber von Katamaran-Jahres- und Monatskarten kostenlose Fahrt im Städteschnellbus zwischen Konstanz und Friedrichshafen. "Wir möchten unserem Ruf als schnellem, komfortablem Verkehrsmittel gerecht werden. Wir denken, das ist uns mit dieser Lösung gelungen," meint Dix.

Auf der Internet-Seite www.der-katamaran.de/ticker können sich Fahrgäste für den SMS- und Mailservice anmelden. Eine Anmeldung ist auch in den Katamaran-Geschäftsstellen in Konstanz und Friedrichshafen oder per Telefon unter 0049 (0)7531 3639320 möglich. Die kostenlose Servicenummer wird noch bekannt gegeben.


SMS zum Frühstück: Reederei-Pressesprecher Sebastian Dix freut sich über die Lösung, bei Katamaran-Ausfällen Kunden über das Handy aktiv zu informieren. Auch per E-Mail, Internet oder Telefon gibt es in Zukunft aktuelle Informationen zur Betriebslage beim Katamaran. Der Katamaran ist damit eines der ersten öffentlichen Nahverkehrsmittel in Deutschland, die ein so umfassendes System anbietet.