Samstag, 16. Januar 2010

Alinghi 5 das erste Mal in Valencia gesegelt

16.01.10 - Team-Präsident Ernesto Bertarelli begrüsst die lokalen Behöreden und spricht mit der Presse.

Valencia, Spanien - (2010-01-15) - Alinghi hat heute Nachmittag die lokalen Behörden in der Basis in der Darsena begrüsst, wo sie die Lancierung von Alinghi 5, dem riesigen Katamaran des Defenders, beobachteten, ehe dieser erstmalsin spanischen Gewässern segelte. Alinghis Team-Präsident Ernesto Bertarelli begrüsste Francisco Camps, den Präsidenten der Region und Rita Barbera, die Bürgermeisterin von Valencia, welche ihm die Flagge von Valencia übergab, welche sogleich an Bord von Alinghi 5 gehisst wurde.

"Wir sind bereit für den Match", erklärte Bertarelli gegenüber den anwesenden Medien. "Das Team ist da, ich bin da und wir sind vorbereitet für den America's-Cup-Match am 8. Februar", sagte er."Alle Puzzleteile sind bereit, damit der Anlass beginnen kann, wir haben eine Vereinbarung mit der Stadt Valencia, die Uferseite des 33. America's Cup zu führen und wir warten nur noch auf das Einverständnis der Zentralregierung in Madrid."

nd die mächtigen Segel mit einem Katamaran auf den Kran gehievt wurden, wurde die neuste Rechtsklage von BMW Oracle, mittlerweile die neunte, besprochen. Ernesto Bertarelli war klar zudiesem Thema: "Unsere Segel basieren auf Schweizer Technologie und sind in der Schweiz in Villeneuve hergestellt worden. Diese Schweizer Technologie ist sowohl von Defendern wie von Challengern im America's Cup seit 1995 benutzt worden und wir haben eine jahrelange Entwicklung in der Schweiz durchgemacht, um sie herzustellen. Falls das amerikanische Rechtssystem ihren Gebrauch verbieten sollte, wäre dies so, wenn man von Roger Federer verlangen würde, seinen Titel ohne Tennis-Racket zu verteidigen. BMW Oracle würde den America's Cup vor Gericht gewinnen, weil wir ohne unsere Segel nicht antreten können."

Als Alinghi 5 auslief, stieg Ernesto an Bord des Katamarans und die Gäste in die Begleitboote, um Alinghi 5 bei der leichten Einheit zu beobachten, ehe morgen das Trainingsprogramm beginnt.

Regattaseminar

16.01.10 - (ibn) Regattasegeln Taktik und Regeln heißt ein Seminar, mit dem sich Regattasegler für die kommende Saison fit machen können. Veranstalter sind die beiden internationalen Schiedsrichter Willii Gohl und Mufti Kling, Regelspezialisten, die sich auch durch fundierte Beiträge zu den Wettsegelregeln in der IBN und zuletzt mit einem eigenen Buch einem Namen gemacht haben sowie der Segelmacher und Regattasegler Eckhard Kaller. Viele internationale Regattaerfolge beweisen, dass er die Praxis kennt. Ort ist am 21. Februar das Yachthotel Schattmaier. Die Teilnahmegebühr beträgt 85 Euro inkl. Mittagsessen und Pausengertränken.

Zu den Themen gehören Vorbereitung auf eine Regatta, Wettfahrtregeln vor dem Start, Taktik an den Tonnen und viele Beispiele. Beginn des Tagesseminars ist um 9 Uhr. Anmeldung unter sailing-media.com.

Donnerstag, 14. Januar 2010

6mJI Europameisterschaft 2010 auf dem Vierwaldstättersee

14.01.10 - Spitzensegler aus einer der attraktivsten Yachtklassen der Welt treffen sich auf dem Vierwaldstättersee beim RV-Brunnen. Vom 22.- 28. Juli 2010 findet auf dem Vierwaldstättersee vor Brunnen ein seglerisches Grossereignis statt: die Europameisterschaft der 6mJI-Klasse. Vor der EM, am 20. und 21. Juli, wird am gleichen Ort die Internationale Schweizer Klassenmeisterschaft für die 6er-Klasse ausgetragen.

Die Yachten der 6mJI-Klasse zählen weltweit zu den Paradepferden auf den Regattabahnen. Obwohl die ältesten Boote teilweise über 80 Jahre auf dem Buckel haben, glänzen sie heute noch durch die Eleganz ihres schlanken Rumpfes, ihre Stabilität und ihre Schnelligkeit. Mitglieder der europäischen Königshäuser waren und sind von ihnen ebenso begeistert wie Spitzenvertreter aus dem Who is who des Segelsports. So sind z.B. zahlreiche Cracks, die am America’s Cup teilnehmen, begeisterte 6er-Segler.

Zur diesjährigen Europameisterschaft werden mehrere Dutzend 6er-Yachten der Kategorien „Classic“ und „Modern“ aus insgesamt acht europäischen Ländern (Deutschland, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Holland, Schweiz und Schweden) sowie aus den USA erwartet.

Die Organisation der beiden Grossanlässe liegt beim Regattaverein Brunnen (RVB), der International Six Meter Association (ISMA) und der Association Suisse des 6mJI. Die Vorbereitungen für das Grossereignis laufen auf Hochtouren. Der RVB verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung internationaler Regatten.

Epizentrum der EM 2010 ist die Marina Fallenbach ausserhalb von Brunnen. Sie bietet den Teilnehmern eine optimale Infrastruktur und ist Ausgangspunkt für die täglichen Regatten, die je nach Windverhältnissen auf dem Urnersee oder im Gersauer Becken ausgetragen werden. Segelinteressierte Zuschauerinnen und Zuschauer haben hier die einzigartige Möglichkeit, das faszinierende und spannungsgeladene Treiben vor und nach einer Regatta hautnah mitzuerleben.

Die wollen nicht segeln

14.01.10 - (ibn) Brad Butterworth, Alinghi-Skipper und Vertreter der Société Nautique de Genève, engagierte sich in Singapur im Beisein von David Tillett, Vorsitzender der ISAF America's-Cup-Jury, und ISAF-Vertreter David Kellet in Gesprächen, um die verbleibenden Fragen vor dem America's-Cup-Deed-of-Gift-Match am 8. Februar zu klären. Doch BMW Oracle brach die Gespräche ab. Bbeim New York Supreme Court ging die neunte Klage gegen die Société Nautique de Genève ein.

"BMW Oracle habe über die amerikanischen Gerichte bereits 18 Teams erfolgreich disqualifiziert, um sich einen Platz im Match zu sichern, erklärt Alinghi. Jetzt versuchen sie den Cup zu gewinnen, ohne überhaupt je zu segeln", sagte Brad Butterworth. Für Alinghi sei die jüngste Rechtsklage völlig unerwarte gekommen. Das zeigt die extreme Unsportlichkeit von BWM. Es sei ganz klar, dass sie nicht bereit sind zu segeln. Diesmal geht es um die Segel.

BMW Oracles Aussage, dass Alinghi in den USA hergestellte Segel verwenden wird, sei falsch. Die Segel für den Match wurden in einer Segelloft im schweizerischen Villeneuve hergestellt. Zudem untersteht der 3DL-Prozess, der für das Segelmachen eingesetzt wird, Schweizer Urheberrecht. Die Erfinder des Prozesses, Jean Pierre Baudet und Luc Dubois, sind zwei Schweizer Ingenieure. Seit 1995 hat jeder Herausforderer und Titelverteidiger Segel verwendet, die auf der Schweizer 3DL-Technologie basieren.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Bootshaus 20 Goldpokal mit Drachen

13.01.10 - Große Überraschung beim Bootshaus 20 Goldpokal. Dieser wird nicht mehr auf Lacustre ausgesegelt sondern auf Drachen. Die Beschränkung auf „an Binnenseen beheimatete Clubs“ wurde in der Ausschreibung gestrichen.

Auch der Termin kollidiert jetzt nicht mehr mit der Bodenseewoche. Die Regatta findet Anfang September statt. Die Wettfahrtleitung liegt, wie bisher auch, beim Konstanzer Yachtclub. Der Verein verspricht sich davon einen größeren Kreis interessierter Clubs. Die maximale Anzahl startender Boote wurde vorerst auf 36 begrenzt, um „das Flair dieser besonderen Regatta beizubehalten“, berichtet der Bootshaus 20 e.V. Insider sprechen von Meinungsverschiedenheiten mit der Lacustre-Klassenvereinigung.

Gespräche abgebrochen

13.01.10 - (IBN) BMW Oracle bzw. der GGYC und Alinghi / SNG haben ihre gemeinsamen Gespräche abgebrochen. Dabei sollten im Vorfeld des AC wichtige Punkte geklärt werden. Der GGYC gibt der SNG die Schuld, die offensichtlich keine Entscheidungskompetenz gehabt hätten, erzielte Einigungen zu unterzeichnen.

Friedrichshafen: 37. Gebrauchtboot- und Zubehörmarkt

13.01.10 - Günstige Einkaufsgelegenheit für Wassersportler und Freizeitskipper.

Friedrichshafen - Eine preiswerte Alternative zum Neukauf eines Segel- oder Motorbootes bietet der 37. Gebrauchtboot- und Zubehörmarkt von Freitag, 19. bis Sonntag, 21. März 2010. Auf dem Messegelände in Friedrichshafen offerieren Händler und Privatpersonen eine große Auswahl an Booten und maritimem Zubehör aus zweiter Hand. Anmeldeformulare für Anbieter sind im Internet erhältlich. Außerdem kann ein Aushang an der Gebrauchtboot-Pinnwand gebucht werden.

Segel- und Motoryachten, Jollen, Kajaks und Schlauchboote von privaten Anbietern und Händlern finden die Besucher in Halle B5. Maritimes Zubehör wie Segel, Hänger, Motoren oder Taue bietet der „Flohmarkt für Maritimes“.

Der Gebrauchtboot- und Zubehörmarkt findet im Rahmen der Frühjahrsausstellung IBO statt und läuft von Freitag, 19. bis Sonntag, 21. März: Freitag und Samstag von 10 bis 19 Uhr und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 Euro, für IBO-Besucher ist er im Ticketpreis von 6,50 Euro enthalten. Die Messehalle B5 ist optimal über den Eingang Ost zu erreichen.

Weitere Infos zur Gebrauchtboot-Pinnwand und Anmeldeformulare für Anbieter unter http://www.gebrauchtboot-friedrichshafen.de/.

Streit um Segel

13.01.10 - (ibn) Der Streit geht weiter. Jetzt sind die Segel dran. Der Golden Gate Yacht Club hat den New York Supreme Court heute angerufen, ob Alinghi Segel benutzen darf, die in den USA hergestellt sind. Das erklärt Russell Coutts in einem Statement. Für ihne sei die Sache klar, dass das nicht der Deed of Gift entspricht. Er hofft, dass der Court bist zum 8. Februar dazu eine Entscheidung fällt.

Bei den IBN-Vorträgen zum AC auf der Interboot hatte unser Referent Blumi Scherrer bereits vermutet, das diese Karte noch im letzten Moment gezogen wird.

Dienstag, 12. Januar 2010

Mehr Sicherheit im Wassersport

12.01.10 - Die Kreuzer-Abteilung des Deutschen Segler-Verbandes fördert die Sicherheit auf dem Wasser aktiv.

Auch erfahrene Segler und Motorbootskipper können noch dazulernen. Das zeigt auch die Statistik der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die häufigsten Ursachen für ihre Einsätze waren Grundberührungen und Motorprobleme.

Mit ihren Aus- und Weiterbildungsangeboten trägt die Kreuzer-Abteilung dazu bei, dass Wassersportler gar nicht erst in prekäre Situationen geraten und sich im Falle eines Falles selber helfen können. So veranstaltet die Kreuzer-Abteilung in diesem Winterhalbjahr wieder ein breites Spektrum von Lehrgängen, Seminaren und Praxistrainings. In den Lehrgängen z. B. zur Motor- und Elektrokunde können Skipper sich das Rüstzeug holen, um Technik besser zu verstehen, richtig zu warten und bei Pannen die Ursache zu finden. So können sie eingreifen, bevor es zu ernsteren Schwierigkeiten kommt.

Grundberührungen sind meist die Folge unzureichender Navigation. Moderne Technik wie GPS, RADAR und elektronische Seekarte bieten heute die Möglichkeit sicherer denn je zu navigieren. Entsprechende Seminare und Lehrgänge der Kreuzer-Abteilung helfen diese Anlagen zu beherrschen. So zum Beispiel das Praxistraining „Navigation“ an Bord einer Hochseefähre auf der Route Kopenhagen–Oslo-Kopenhagen. Auf der Brücke des Schiffes wird in kleinen Gruppen während der Nachtwache unter anderem die RADAR-Navigation praktisch geübt.

Wassersportler, die sich für die Aufgaben eines Schiffsführers fit machen oder ihre Kenntnisse auffrischen wollen, können sich bei den Segel- und Manövertrainings der Kreuzer-Abteilung in Zusammenarbeit mit den Yachtschulen des Deutschen Hochseesportverbandes „Hansa“ auf der Ostsee und auf dem Mittelmeer fortbilden. Auch spezielle Skippertrainings für Frauen stehen auf dem Programm.

Nähere Informationen über das Ausbildungsangebot finden interessierte Wassersportler unter www.kreuzer-abteilung.org . Telefonische Informationen gibt es unter (040) 6 32 00 90.

Montag, 11. Januar 2010

Keine Panik bei Fehlalarm

11.01.10 - Vorträge und Workshops für Skipper und Crew auf der BOATFIT Was tun bei Fehlalarm?

"Bloß nicht in Panik geraten", rät Klaus Schlösser von bootsausbildung.com. Wie man eine Seenotmeldung richtig absetzt und was bei einem Fehlalarm zu tun ist, erklärt Schlösser gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf der BOATFIT. Diese lädt vom 26. bis 28. Februar 2010 in die Messe Bremen ein und wartet mit einem seetauglichen Vortrags- und Workshopprogramm auf.

Schlösser wird in seinem Interview "Bremen Rescue Radio ­ Alarm!" mit einem DGzRS-Vertreter die Arbeit des Maritime Rescue Coordination Centre vorstellen und gemeinsam mit den Zuhörern hinter die Kulissen schauen. "Wir zeigen an Beispielen, was bei einem Notfall auf dem Schiff passiert und wie die Arbeit in der Seenotleitung abläuft. Wir wollen den Zuhörern die Angst nehmen, sich auch bei kleineren Problemen an die DGzRS zu wenden." Damit es erst gar nicht zu Notsituationen kommt, gibt es eine Vielzahl von technischen Hilfsmitteln. Im Vortrag "Radar auf Yachten: Navigation & Vernetzung" erläutert Kostja Jäkel, Furuno Deutschland GmbH, zum Beispiel, welche Radar-Arten es gibt, für wen sich Radar eignet und in welchen Situationen man es gut zur Kollisionsprävention nutzen kann.

Kapitänleutnant a.D. Otto Stoehr widmet sich dem Thema "Mann über Bord, Frau ist gefragt. Es gehen fast ausschließlich Männer über Bord", erklärt Stoehr. "Und diese Unfälle enden meist tödlich, weil die Männer keine Rettungsweste tragen und die Frauen schlecht geschult sind. Es ist unerlässlich, Rettungsmittel zu benutzen und die Frauen an Bord ebenso zu qualifizieren wie die Männer!"

Gutachter Detlev Löll vom Verband der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen e.V. beschäftigt sich mit dem Bootskauf und -verkauf und der Frage "Begutachtung ­ lohnt sich das überhaupt?". Er gibt Tipps, worauf Bootskäufer beim Kauf achten müssen, aber auch Verkäufer erfahren Nützliches über Marktpreise und -kalkulationen. Außerdem geht der Fachmann auf Schadensfälle am Boot ein und zeigt, wann es sich für einen Geschädigten lohnt, persönlich einen Gutachter einzustellen, anstatt sich auf die Versicherung zu verlassen. Wie man sein Schiff bei Osmose saniert und dem Zersetzungsprozess vorbeugt, erfahren BOATFIT-Besucher beim Vortrag "Osmose: sanieren & vorsorgen"von Florian Brix, Peter Wrede Yachtrefit GmbH. Er erklärt, wie man sein Boot im Herbst prüft, woran man die Osmose erkennt und warum Vorsorge unerlässlich ist. Zudem erläutert Brix anhand von Fotos die Unterschiede zwischen Eigenarbeit und professioneller Prävention und Sanierung. (Fotos: BOATFIT)

Die BOATFIT findet von Freitag, 26. Februar, bis Sonntag, 28. Februar 2010, in den Hallen 4 und 5 der Messe Bremen statt.

blu26 - Winter-Regattatraining

11.01.10 - Bluboats organisiert in Zusammenarbeit mit dem Sailingcenter Tegernsee vom 25. bis am 28.2.2010 ein Winter-Regattatraining am Gardasee.

Während vier Tagen stehen Trainingseinheiten auf dem Wasser und zu Land mit Profisegler Christian Scherrer, Stephan Eder und Eric Monnin auf dem Programm. Nebst dem Segeln und der Theorie soll auch das Gesellschaftliche und Kulinarische nicht zu kurz kommen. Ausschreibung >

Kein Auftakt nach Maß: 49er-Flotte ohne WM-Fortune

11.01.10 - Hamburg (DSV) - Das hatten sich die aufstrebenden deutschen 49er-Segler ganz anders vorgestellt: Bei der Weltmeisterschaft vor den Bahamas wollten sich Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (Kiel) und Leopold Fricke/Lorenz Huber (Rimsting) mit einem Platz unter den Top 16 ihren Kaderplatz für die kommende Saison sichern.

Stattdessen verpassten die Mannschaften vom Norddeutschen Regatta Verein und vom Chiemsee Yacht Club nach den acht Rennen der Qualifikationsrunde den Einzug in die Goldflotte der besten 25 von insgesamt 62 startenden Teams aus 26 Nationen und mussten die Serie in der Silberflotte beenden. Fricke/Huber belegten Platz 33 (150 Punkte), Schadewaldt/Baumann segelten auf Platz 36 (165.6 Punkte).

„Das war eine bittere Pille für uns“, sagte Schadewaldt, dessen neues Boot „Fleischfresser“ erstmals zum Einsatz kam, „unsere Bootsbeherrschung war in engen Situationen nicht gut genug. Das war unser wesentliches Problem. Wir lagen in vielen Rennen in den Top Ten, bis wir – zu oft – gekentert sind. Wir brauchen einfach noch mehr Erfahrung.“ Ein Frühstart und eine Disqualifikation sowie die von Schadewaldt beschriebenen Unsicherheiten ließen die Crew nach optimalem WM-Auftakt mit den Rängen 1 und 2 im weiteren WM-Verlauf regelrecht abstürzen.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner (Hamburg) sagte: „Tobi Schadewaldt und Hannes Baumann sind hervorragend angegangen, haben dann aber leider einen richtig schlechten Tag gehabt, der ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Man sieht, dass mit Blick auf die Olympischen Spiele 2012 in allen Disziplinen international ein Gang zugelegt wird. Wie ich das Team bisher kennen gelernt habe, werden sie die Fehler und Probleme gut analysieren, daraus lernen und motiviert bei den Segel Welt Cups an den Start gehen. Ich wünsche ihnen für die erste komplette gemeinsame 49er-Saison viel Erfolg.“

Auch Leopold Fricke und Lorenz Huber sammelten zu viele Punkte, nur dreimal segelten sie in der Qualifikation in die Top 15. Eine teilweise Wiedergutmachung gelang ihnen in der Hauptrunde der Silberflotte mit zwei Tagessiegen. „So hatten sie sich das vermutlich eher vorgestellt“, sagte Nadine Stegenwalner, „wir wissen, dass auch diese Mannschaft mehr kann und hoffen, dass der Anschluss an die Weltspitze in diesem Jahr gelingt.“

Bei den deutschen Seglern siegte dennoch die Lust über den Frust. Tobias Schadewaldt sagte auf den Bahamas: „Wir werden jetzt eine dreiwöchige Pause machen und unser Studium abschließen. Ab März trainieren wir auf Mallorca. Unser Plan ist es, ab Frühjahr bei allen World Cups zu starten und dort so oft wie möglich ins Medaillenrennen einzuziehen. Dass wir das Potenzial dafür haben, zeigten uns die ersten beiden Tage während dieser WM. Mit einer sauberen Analyse können wir aus dieser WM stärker hervorgehen. Wir glauben weiter an unseren Weg und eine erfolgreiche Teilnahme in London 2012.“

Weltmeister wurden die überragend segelnden spanischen Olympiasieger und Silbermedaillengewinner Iker Martinez und Xabier Fernandez (57 Punkte) vor den Australiern Nathan Outteridge/Iain Jensen (84 Punkte) und den italienischen Brüdern Pietro und Gianfranco Sibello (96 Punkte).

Nächster Höhepunkt zum Auftakt der olympischen Segelsaison 2010 ist die Starboot-Weltmeisterschaft vor Rio de Janeiro ab 16. Januar.

Endstand 49er Weltmeisterschaft 2010 Bahamas
1. Iker Martinez/Xabier Fernandez (Spanien), 57 Punkte
2. Nathan Outteridge/Iain Jensen (Australien), 84 Punkte
3. Pietro Sibello/Gianfranco Sibello (Italien), 96 Punkte
33. Leopold Fricke/Lorenz Huber (Rimsting), 150 Punkte
36. Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (Kiel), 165.6 Punkte

Samstag, 9. Januar 2010

Die SNG publiziert Entwurf der Sailing Instructions für den 33. AC

09.01.10 - Genf, Schweiz - (2010-01-08) - Die Société Nautique de Genève, der titelverteidigende Yachtclub im 33. America's Cup, gab heute den Entwurf der Sailing Instructions für den “Deed of Gift”-Match des 33. America's Cup heraus, der am 8. Februar beginnen soll. Dieses Dokument wurde an den Challenger geschickt und könnte am Treffen zwischen den beiden Teams am 12. Januar in Singapur in Anwesenheit des Vorsitzenden der ISAF AC Jury, David Tillet, diskutiert werden.

Klicken Sie hier, um den Entwurf der Sailing Instructions für den 33. America's-Cup-Match zu lesen.

Ebenfalls veröffentlicht, der Draft der abgeänderten Notice of Race zum 33. America's CupDie SNG veröffentlichte auch einen Draft der abgeänderten Notice of Race zum 33. America's Cup, in dem die jüngsten Entscheidungen des New Yorker Supreme Court berücksichtigt sind und nach den Gesprächen mit Vertretern des GGYC/BMW Oracle Racing am 15. Dezember 2009 in Sydney.

Bitte klicken Sie hier, um den Draft der abgeänderten Notice of Race zum 33. America's Cup zu lesen.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Die TW "startet" schon auf der boot

07.01.10 - DÜSSELDORF. Der erste Startschuss zur 121. Travemünder Woche fällt am 24. Januar 2010 in Düsseldorf. Denn mit Bier, Snacks und typisch norddeutscher Musik der Haffkruger Band „Timmerhorst“ präsentiert sich die schönste Regatta der Welt ab 16 Uhr zum neuen Travemünder Woche-Treff am ersten boot-Sonntag der weltgrößten Wassersportausstellung. Neben den kulinarischen und akustischen Leckerbissen gibt es auch einen optischen Vorgeschmack auf das sommerliche Segelfest, wenn das Travemünder-Woche-Plakat enthüllt und zum Dank für die Unterstützung an die Düsseldorfer Messeleitung übergeben wird.

Die ganze Woche über gibt es zudem auf dem gemeinsamen Messestand von Travemünder Woche und BalticSailing, der Kooperation von Häfen in Dänemark und Deutschland, auf einer Ausstellungsfläche von 102 Quadratmetern stete Informationen rund um das Revier und die Regattawoche im Sommer (23. Juli bis 1. August). Eine süße Überraschung von TW-Partner „Niederegger“ lockt überdies zum Besuch in die Halle 14 (Stand F 41) – in direkter Nachbarschaft zum Stand der Stadt Kiel und der Kieler Woche.

Geballte Informationen zum Segelprogramm gibt es am Dienstag, dem 26. Januar, zwischen 13.45 und 14 Uhr beim TW-Auftritt auf der Bühne des Segel-Centers in Halle 17. Die Moderatoren werden sich dabei sputen müssen, um die zahlreichen Höhepunkte der Travemünder Woche 2010 auch nur aufzählen zu können. Denn die 121. Auflage der TW bietet einen bunten Strauß von Meisterschaftsrennen. Rund 150 Hobies werden zu den Multi-Europeans mit der EM der weltweit am stärksten verbreiteten Katamaran-Klasse Hobie 16 erwartet. Die ehemals olympischen Tornados ermitteln gar ihre Weltmeister in der Lübecker Bucht, und bei den Formula-18-Kats geht es um die Ermittlung der besten Deutschen.

Zudem wird in weiteren Jollenklassen ein pralles Programm geboten. Denn auch die Laser SB 3 und die Männer im Laser Radial sowie die J/22, die Asso 99 und die RS:X-Surfer ermitteln ihre nationalen Besten, zusätzlich fungieren die TW-Wettfahrten in allen startenden Laser-Klassen als norddeutsche Distriktmeisterschaft mit dem Ranglistenfaktor 1,3, und die Musto Skiffs küren den Sieger ihrer German Open. Und die Segler der Canoe-Klassen IC, AC und Taifun testen mit ihrem Euro-Cup schon einmal das Revier für die Weltmeisterschaften, die sie hier 2011 austragen wollen. Auf den sieben Dreiecks-Bahnen in der Lübecker werden insgesamt 40 Sieger in den verschiedenen Klassen ermittelt – von den traditionellen Jollenklassen wie Korsar, Pirat oder 470er, über die rasanten Skiffs wie 18-Footer und INT.14 bis zu den klassischen Folkebooten. Dazu gehen die Dickschiffe am ersten TW-Wochenende auf den Up-and-Down-Kursen an den Start und ermitteln zum Abschluss über die Mittelstrecke nach Boltenhagen und zurück ihre Gesamtsieger in den Ostsee-Cup-Wertungen.

Das komplette Regattaprogramm wird in einem Preview zusammengefasst, das zur boot aktuell gedruckt wird. Darüber hinaus gibt es auf der Messe Informationen zu den geselligen Höhepunkten an Land mit zwei Höhenfeuerwerken, Strand-Illuminationen sowie den musikalischen Auftritten entlang der Partymeile an der Trave-Mündung. Andreas Kling.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Geschwister Stein vom YCL mit internationalen Erfolgen

06.01.10 - Max Stein, 16 jähriges Segeltalent vom Yacht-Club Langenargen erringt im Laser 4.7 Platz 2 beim Orange Bowl in Miami; Schwester Svenja Stein gewinnt die 4.7 Europacup Wertung 2009 aller Mädchen!

Ein 4-wöchiger USA Aufenthalt - über Weihnachten und den Jahreswechsel - diente dem 16 jährigen Max Stein, einem international sehr aktiven Laser Segler vom Yacht-Club Langenargen als Wintertraining und Vorbereitung auf die Laser 4.7 WM Ende März in Thailand. Im Mittelpunkt stand die Teilnahme an der traditionell über die Festtage ausgetragenen Nachwuchs-Regatta 'Orange Bowl', die mit 731 Teilnehmern aus mehr als 20 Nationen einen neuen Teilnehmer-Rekord erreichte.

Max Stein belegte in der Laser 4.7 Klasse sensationell den 2. Rang unter 32 Teilnehmern. Eigentlich hätte der Sieg an Max gehen müssen, denn er dominierte die 12 Wettfahrten mit 5 Laufsiegen! Doch leider haben ein Frühstart und eine Disqualifikation nach verlorenem Protest am Ende wegen einem Punkt den Sieg gekostet. So hieß der Sieger Just Van Aanholt, Youth Sailing Curacao.

Schwester Svenja Stein (17) hat 2009 die Europa Cup Gesamtwertung der Girls U18 gewonnen, obwohl sie nur an fünf der insgesamt 12 Regatten teilgenommen hat. Svenja war bereits zur Jahresmitte auf den Laser Radial, die Olympische Frauenklasse, umgestiegen und hat sich auf Anhieb mit tollen Ergebnissen als einziges Mädchen in den DC Kader gesegelt.

Der Yacht-Club Langenargen hat mit der Förderung der beiden „Steine“ offensichtlich eine gute Entscheidung getroffen und auf die richtigen Pferde gesetzt. Für Max wird der Saisonhöhepunkt schon Ende März die Laser 4.7 WM sein. Er wird als einziger männlicher Teilnehmer die deutschen Farben in Pattaya vertreten. Danach stehen wieder der Europa Cup und die 4.7 EM in Frankreich auf dem Plan. Svenja wird im Laser Radial die Europa Cup Serie bestreiten und bei der Laser Radial Jugend EM in Largs, UK sowie voraussichtlich auch bei der Radial Frauen WM an den Start gehen.

Alinghi 5 kommt im Port America's Cup in Valencia an

06.01.10 - Während in Valencia die letzten Festtagsfeierlichkeiten begangen wurden und in der Dársena die Dreikönigsprozession begann, wurde Alinghis Riesenkatamaran zur Teambasis im inneren Hafen des Port America's Cup gebracht, wo das Boot während der Vorbereitungen für den 33. America's Cup liegen wird, der am 8. Februar beginnen soll.

Während der letzten zwölf Stunden brachte das Team die Container, Masten und Supportboote von der Cassandra B im Frachthafen zur Basis. Das Schiff hatte die Alinghi-Fracht von Ras al-Khaimah nach Valencia gebracht. Mit der Ankunft von Alinghi 5 ist dieser Prozess abgeschlossen.

Die Vorbereitungen auf der Teambasis werden diese Woche noch weitergehen und Alinghi 5 wird bereit gemacht für die letzte Trainingssession, die Mitte Monat beginnt. Zuschauer werden die Abfahrt und die Ankunft des Boots bei der Alinghi-Basis in der Dársena beobachten können.

Montag, 4. Januar 2010

600 Demonstranten gegen Nabu

04.01.10 - Etwa 600 Fischer und Angler, weitaus mehr als die Veranstalter erwartet haben, hatten sich heute Montag am 4. Januar in Radolfzell versammelt um gemeinsam gegen die Kormoranpolitik des Naturschutzbund (Nabu) zu demonstrieren.

Vorausgegangen waren Forderungen der Vogelschützer nach massiven Einschränkungen der Netzfischerei und nach einem faktischen Verbot der Angelfischerei am Untersee, wie sich der Landesfischereiverband als Veranstalter der Demonstration ausdrückt. Weil diese Forderung mit dem Status als FFH-Gebiet begründet wird, könnte auch der Überlinger See davon betroffen sein und die Forderung auf andere Aktivitäten ausgedehnt werden. So muss befrüchtet werden, dass wenn der Nabu die Angler schon als Störfaktor betrachtet, diese Forderung auf Paddler, Segler und Motorbootfahrer ausgeweitet wird.

Auch dass ausgerechnet der Kormoran vom Nabu zum Vogel des Jahres erkärt wurde, interpretierten die Fischer als klaren Affront der Vogellobby gegenüber ihrem Berufsstand, wie man im Gespräch mit den Teilnehmern hören konnte. Auch wenn es auf den ersten Blick bei dem Konflikt um den gefiederten Fischräuber geht, scheint mehr dahinter zu stecken. Die Fischer, und nicht nur diese, sind sauer darüber, dass sie permanent gemassregelt und auf eine moralisch niedrige Stufe gestellt werden. Dass der Nabu ihnen permanent "vom warmen Schreibtischsessel" aus Vorschriften machen wolle, kam immer wieder zur Sprache.

Die Fischer sind jedenfalls stinksauer. Sie sind wütend auf "die da oben", die ihnen vorschreiben wollen, wie sie ihren Beruf auszuüben haben. "Die haben doch keine Ahnung, was auf dem See los ist", brachte ein Demonstrant seine Meinung auf den Punkt. "Die wollen sich bloss wichtig machen und schlau daher reden um Steuergelder und Spenden zu kassieren", vermutete ein anderer Demonstrationsteilnehmer. Er sei kein Fischer, sagte dieser, wolle mit seiner Teilnahme aber zeigen, dass er es satt habe, ständig gegängelt und in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt zu werden.

Die Fischer haben nicht nur ihre Wut auf die "Wichtigtuer im warmem Büro" mitgebracht sondern auch jede Menge Plakate, Infobroschüren und "natürliches Anschauungsmaterial". So trug ein Fischer Felchen in seinem "Bauchladen" mit, die vom Kormoran angebissen und verletzt worden waren. "Würden sie mir diese Felchen abkaufen" fragte er die Passanten.

Es geht also auch um ökonomische Fragen und um die Existenz eines der ältesten Berufe. Zum Kormoranproblem und den Forderungen verschiedener "Gutmenschenverbände" kommt also noch die Problematik, dass importierte Fische mittlerweile billiger als die Felchen vom Bodensee in der Pfanne der Restaurants landen. "Gutes von Übersee", stand deshalb auch in Anlehnung an die Werbekampagne der Gastronomie und der regionalen Öko-Szene auf einem Plakat zu lesen.

"Sie können doch den Kormoran nicht für die Marktwirtschaft verantwortlich machen", sagte denn auch der sichtlich aufgebrachte Nabu-Landesvorsitzende und Verfasser des umstrittenen Papiers, Dr. Andre Baumann, am Rande der Kundgebung vor dem Milchwerk, wo Nabu und Bund die Naturschutztage veranstalteten und die Äsche von den Fischern symbolisch zu Grabe getragen wurde.

Baumann machte in erster Linie den Klimawandel für die Sorgen und Nöte der Fischer verantwortlich und rief diese auf, ihre Energie für den Schutz des Klimas aufzuwenden, dann würden sich auch die Äschenbestände im See wieder erholen. Baumann konnte aber nur von den direkt Umstehenden verstanden werden, was vor allem daran lag, dass er das Mikrofon statt vor den Mund vor seine Brust hielt. Seine Ansprache ging also genauso in den Nabuuuuh-Rufen und im Murren der aufgebrachten Fischer unter, wie die Ansprache von Brigitte Dahlbender, der Vorsitzenden des Bund für Umwelt-und Naturschutz.

Auch wenn die Organisatoren der Demonstration die Fischer immer wieder zur Ruhe aufforderten (wir durften auch reden), waren die Kommunikationsprobleme zwischen den beiden Parteien zumindest vor dem Milchwerk auch technisch bedingt.

Am Rande der Kundgebung forderte eine Abordnung der Tierschutzpartei auf ihrem Transparent das vollständige Verbot der Fischerei am Bodensee. Für eine Zukunft unserer Kinder und der Artenvielfalt stand da zu lesen, und dass der Mensch mit seiner Gier und mit seiner Lust zu töten am Artensterben Schuld sei.


Möchten sie diese Fische kaufen?" Der Fischer zeigte Felchen, die vom einem Kormaran angebissen wurden.


Der Demonstrationszug von Fischern und Anglern wurde von einer Reichenauer Trauerkapelle angeführt. Auch viele Kollegen aus der Schweiz waren gekommen.


Das drüfte wohl den Kern der Sache treffen: Die Fischer befürchten durch den Nabu und andere Interessensverbände vom See verdrängt und in ihrer Freiheit beschränkt zu werden. Die Anwesenheit des Kormorans ist nur ein Aspekt unter vielen anderen.

News von Alinghi

04.01.10 - Der Defender des 33. America's Cup, Alinghi, ist heute in Valencia angekommen und wird während der nächsten Tage in seine schon existierende Basis in der Dársena (dem inneren Hafen von Valencia) übersiedeln, um dort mit den letzten Vorbereitungen für den Deed of Gift-Match zu beginnen, dessen Start am 8. Februar erfolgt.

Der Katamaran des Teams, Alinghi 5, die Masten und 20 Support-Container haben ihren Zielort am Montagnachmittag an Bord des Container-Schiffs Cassandra B erreicht, nach einer 14-tägigen Reise von der vorherigen Basis des Teams, in Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

“Wir hoffen, dass die Einwohner von Valencia sich darauf freuen, die Ankunft und die Vorbereitungen unseres Katamarans in der Dársena mitzuerleben. Wir haben gehört, dass der amerikanische Herausforderer ebenfalls in Valencia eingetroffen ist; hoffentlich werden beide Boote in der Dársena sein und für ein grosses Spektakel sorgen. Weil diese Yachten so schnell sind und die Rennen weit von der Küste entfernt stattfinden werden, wird es für die Fans, Sponsoren und Medien schwierig, die Yachten auf dem Wasser zu verfolgen; deshalb denken wir, dass der Dársena bei diesem Event eine wichtige Rolle zukommt”, sagte Grant Simmer, der Koordinator des Design-Teams von Alinghi.

Das Team hat am 16. Dezember 2009 eine sehr erfolgreiche zweimonatige Trainingsphase im Arabischen Golf abgeschlossen, den es dann am 21. Dezember mit Ziel Europa verliess. Die Cassandra B reiste 4500 Seemeilen aus dem Arabischen Golf ins Rote Meer, durch den Suezkanal und über das Mittelmeer und brachte den Defender so zur Alinghi-Basis nach Valencia zurück, der Austragungsstätte des sehr erfolgreichen 32. America's Cup.

Alinghi plant, Mitte des Monats in Valencia wieder mit dem Segeln zu beginnen und wird sich dann für die verbleibenden 36 Tage vor dem 33. America's-Cup-Match auf das Training konzentrieren.

“Die Reise von Ras al-Khaimah nach Valencia verlief störungsfrei und in den nächsten Tagen werden wir uns wieder in unserer Basis in der Dársena einrichten. Das Team wird sich darauf konzentrieren, Alinghi 5 für die letzte Trainingsphase vor dem 33. America's Cup bereitzumachen, welcher am 8. Februar beginnt”, fügte Simmer hinzu.

Spezialangebot der Katamaran-Reederei

04.01.10 - (ibn) Mit einem Spezialangebot reagiert die Katamaran-Reederei auf die erfahrungsgemäß schwachen Fahrgastzahlen im Januar und Februar.

Vom 11.1. bis 22.2. gibt es das Spezialangebot "Kat hoch 2": Zwei Personen fahren damit für 22 Euro hin und zurück. Mit einem Rabatt von über 40 Prozent lockt die Schiffslinie nun Tagesausflügler paarweise an und über den See. Ob Freunde, Verwandte oder Bekannte, spielt dabei keine Rolle. "Wir rechnen mit mindestens 1.000 zusätzlichen Fahrgästen durch die Aktion", so Reederei-Geschäftsführer Manfred Foss. Am Schmotzge/Gumpiga Dunschdig gilt die Fahrkarteausnahmsweise auch über Nacht bis 12 Uhr am nächsten Tag.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

"Alfa Romeo" holt zweiten Sieg beim Rolex Sydney Hobart Race

31.12.09 - Mit einem taktisch hervorragenden Rennen hat sich der Neuseeländer Neville Crichton mit seiner "Alfa Romeo", einem 100 Fuß langen Reichel/Pugh-Design, nach 2002 seinen zweiten Sieg beim Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2009 gesichert. In den wechselhaften Bedingungen, die zwischen 25 Knoten Wind und einer ruppigen See sowie einer schwachwindigen Phase in der sonst stürmischen Bass-Strait schwankten, benötigte Crichton zwei Tage, neun Stunden, zwei Minuten und zehn Sekunden für den 628 Seemeilen langen Kurs vom Sydney Harbour nach Tasmanien. Der Tattersalls Cup für den Sieg über alles nach berechneter Zeit ging an den Australier Andrew Saies mit seiner "Two True". Die Beneteau First 40 erreichte als 41. Yacht nach drei Tagen, 23 Stunden, 49 Minuten und drei Sekunden das Ziel.

Den Streckenrekord von Bob Oatley (Australien) mit seiner "Wild Oats XI", ebenfalls eine Reichel/Pugh 100, verfehlte Neville Crichton zwar deutlich, aber immerhin gelang es ihm, die Siegesserie von vier Erfolge in Folge des Konkurrenten zu durchbrechen, der beim Zieldurchgang der "Alfa Romeo" 17 Seemeilen zurücklag und schließlich zwei Stunden und drei Minuten später die Ziellinie kreuzte. Die drittschnellste Yacht war die britische "ICAP Leopard" (Mike Slade), ein 100 Fuß Farr-Design, weitere fünf Stunden und 40 Minuten zurück.

"Alfa Romeo" führte das Feld der 100 Yachten bereits kurz nach dem Start an einem ungewöhnlich nassen und kalten Zweiten Weihnachtstag in Sydney an und gab diese Führung mit gutem Speed, einer starken Crew-Leistung und taktischem Geschick nicht mehr ab. Die Befürchtungen, auf den letzten elf Meilen im schwachen Wind den River Derwent nach Hobart hinauf noch von der Konkurrenz abgefangen zu werden, erwiesen sich als unbegründet. Kurz nach 22 Uhr am 28. Dezember hörte die "Alfa"-Crew den Böllerschuss für den Zieldurchgang der schnellsten Yacht und wurde von mehreren hundert Fans begeistert empfangen. "Es ist fantastisch und die Begrüßung hier in Hobart ist einfach unglaublich", sagte Crichton, der seine Crew, die jeweils zur Hälfte aus Neuseeländern und Australiern besteht, lobte: "Die 22 Jungs sind die beste Crew der Welt. Die zwei Tage die Küste hinunter waren harte Arbeit. Die Kerle haben einen Höllen-Job gemacht und es war ein sehr, sehr starkes Rennen."

Auf die Frage, ob es ein besonderer Triumph über die "Wild Oats" sei, nachdem diese ihn 2005 knapp geschlagen hatte, sagte Crichton: "Jeder Sieg ist ein schöner Sieg. Aber es hat mich vier Jahre gekostet, um nach der Niederlage zurückzukommen, daher ist es umso schöner. Das Rolex Sydney Hobart Rennen zu gewinnen, ist ohnehin das Größte im Ocean-Racing."

Mark Richards von der "Wild Oats" musste den Sieg der Konkurrentin anerkennen. "In der ersten Nacht waren sie nur ein Stück voraus, und am nächsten Morgen lagen wir gemeinsam in einem Flautenloch. Sie kamen als erste raus. Und bevor wir überhaupt wussten, was los war, hatten sie bereits 30 Seemeilen zwischen uns gelegt." Auch Mike Slade von der "ICAP Leopard", der schnellsten Yacht beim Rolex Fastnet Race 2009, war beeindruckt: "Ich fühle mich ein bisschen wie Napoleon in Waterloo. Es war ein fantastisches und sehr gutes Rennen der ,Alfa' - teuflisch gut."

Bis zum Schluss war die Entscheidung über die wichtigste Trophäe des Rolex Sydney Hobart Yacht Race, den Tattersalls Cup für den Sieger über alles nach IRC-Handicap-Wertung umstritten. Denn während die großen Yachten über weite Strecken des Rennens mit dem schwachen Wind zu kämpfen hatten, wurden die kleinen Schiffe zum Ende hin von einer strammen Brise dem Ziel entgegen gepeitscht. Niklas Zenntroms "Ran", eine Judel/Vrolijk 72, Siegerin über alles beim Rolex Fastnet Race, musste daher alle Chancen auf den Gesamtsieg begraben, obwohl sie bereits als fünfte Yacht Hobart erreicht hatte. Stattdessen jagten die kleinen Yachten die berechnete Siegerzeit.

Saies mit seiner "Two True" wusste nach der Zielankunft am 30. Dezember, dass er sehr gut im Rennen lag, dennoch musste auch er lange um seiner Erfolg zittern. Denn im Ziel erfuhr er, dass die tasmanische Yacht "She's the Culprit" von Todd Leary wegen einer Kollision kurz nach dem Start, durch die sie aufgeben musste, Protest eingereicht hatte. Erst am Silvester-Nachmittag wurde er zum Sieger über alles erklärt. "Es war ein absolutes Hochgefühl, nachdem der Protest zu unseren Gunsten entschieden worden ist", erzählte ein erleichterter Saies, der sich absolut unschuldig an der Kollision fühlte. "Ich bin sehr, sehr glücklich mit dieser Entscheidung der internationalen Jury", so Saies, der ergänzte: "Das Rennen ist eine Kultveranstaltung und jeder australische Yacht-Segler möchte es gewinnen. Ich bin sehr stolz, dass es mir gelungen ist, dieses Lebensziel zu erreichen."

Fünf Yachten mussten mit Problemen an Rigg oder Rumpf das Rennen aufgeben. Darunter Grant Wharingtons Jones 98 "Etihad Stadium" (die ehemalige "Skandia Wild Thing"). Sie musste kurz nach dem Start mit Rigg-Problemen aufgeben. Es war ohnehin ein Wunder, dass die "Etihad Stadium" am Start war. Denn auf der Überführungsfahrt zum Rennen war ihr der Mast gebrochen. In zwei Wochen Tag-und-Nacht-Arbeit war der Ersatzmast der "Alfa Romeo" gestellt worden, der zuvor in zwei Teilen per Luftfracht aus Frankreich geliefert worden war. Doch zehn Minuten vor dem Rennen musste die Crew feststellen, dass sich das Segel nicht einwandfrei setzen ließ. "Es waren sehr unglückliche Umstände, aber wir brauchten 100 Prozent, um nach Hobart zu kommen. Es war toll zu sehen, wie weit wir es geschafft hatten, aber am Ende fehlten vielleicht ein bis zwei Prozent", sagte Wharington.

Das Rolex Sydney Hobart Race war auch 2009 ein spektakuläres Ereignis, auch für die Zuschauer. Unter ihnen weilten auch die Teilnehmer an den Weltmeisterschaften der internationalen 14er, und der Kieler Felix Weidling war schlicht begeistert: "Der Start war einfach toll. Der Harbour war gefüllt mit bunten Spinnakern und Zuschauerbooten, und das obwohl die Einheimischen meinten, dass es aufgrund des schlechten Wetters relativ wenige waren." Andreas Kling.