Donnerstag, 20. August 2009

Badegast tot

20.08.09 - Im Krankenhaus verstorben ist eine 75-jährige Frau, die am Mittwochnachmittag, gegen 15.20 Uhr von anderen Badegästen leblos in der Flachwasserzone des Fischbacher Strandbandes entdeckt wurde.

Zwar konnten die Ersthelfer, unter denen sich auch Rettungssanitäter befanden, die herzkranke Frau an Land wiederbeleben, sie starb jedoch wenig später im Krankenhaus. Ob die 75-Jährige ihrem Herzleiden erlag oder ertrunken ist, ist nicht bekannt.

Der YCL hat neue Trümpfe für die Zukunft im Leistungssport

20.08.09 - Svenja Stein (17) wird 7. bei der Laser 4.7 European Championship 2009 in Helsinki. Nach Rang 16 bei der Laser Radial EM vor einigen Wochen in Dänemark, belegte Svenja Stein bei der vom 7. - 14. August 2009 in Helsinki ausgetragenen Laser EM mit dem kleineren 4.7 Segel einen hervorragenden 7. Rang unter 82 Teilnehmerinnen und war damit auch mit Abstand beste Deutsche. Die nächstbeste deutsche Seglerin belegte Rang 37.

Leider waren die Windverhältnisse nicht sonderlich gut, es kamen nur 7 statt geplanter 12 Wettfahrten zustande. Svenja musste bei nur einem Streicher einen 25. Platz aus der 5. Wettfahrt mit in die Wertung nehmen, das hat eine bessere Platzierung vereitelt. Allerdings hatten mit Ausnahme der Siegerin aus Spanien, alle einen oder gar zwei „Ausrutscher“.

Starke Windschwankungen und Dreher sowie starke Strömung erforderten höchste Aufmerksamkeit und auch die notwendige Portion Glück. Mit dem Ergebnis kann Svenja mehr als zufrieden sein, denn sie zählt inzwischen - nach nur 3 Jahren - und nachdem der Laser 4.7 in Deutschland überhaupt erst seit kurzer Zeit aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt wurde, zur europäischen Spitze im Laser. Die deutsche Rangliste im Laser 4.7 führt sie klar an. Die mittlerweile bei Svenja Stein erreichte Performance lässt für die Zukunft im Laser Radial - der olympischen Frauenklasse - weitere große Erfolge erwarten.

Bruder Maximilian Stein (16) hatte auch in Helsinki wieder Höhen und Tiefen. Mit 3 Frühstarts in 7 Rennen und bei nur einem Streicher war nicht mehr als Rang 63 von 148 Boys drin. Dennoch war er damit zweitbester Deutscher. Die anderen Wettfahrtergebnisse hatten auf eine Top Ten Platzierung hoffen lassen. Immerhin ist Maxi nicht nur beim Starten sehr schnell, so ist er in seinem 2. Laser Jahr ebenfalls bereits bis zur europäischen Spitze vorgestoßen und belegt hinter Svenja Platz zwei in der deutschen Laser 4.7 Rangliste.

Die Geschwister Stein sind auf dem besten Wege im Yacht Club Langenargen in die Fußstapfen der Gebrüder Peckolt zu treten. Die Ziele sind definiert und die Weichen sind in Richtung London 2012 gestellt. Der YCL wird das Projekt fördern und damit in seinem breiten Engagement für die olympische Laser Klasse einen Fixpunkt setzen. Fotos: Wolf-Peter Niessen.

Mittwoch, 19. August 2009

Tino und Niko Mittelmeier segeln Katamaran Extreme 40

19.08.09 - Tino und Niko vom Segel- und Motorbootclub Überlingen (SMCÜ) segeln wieder zusammen - auf einem Katamaran.Der 40 Fuß lange Katamaran Extreme 40 hat Platz für vier Segler.

Mittelmeiers werden es zusammen mit ihren einstigen Konkurrenten Roland Gäbler und Gunnar Struckmann segeln. Roland Gäbler ist Taktiker und Skipper, Tino ist der Steuermann. Seit 2007 messen sich die weltbesten Segler im IShares Cup mit den bis zu 40 Knoten schnellen Rennbooten unmittelbar vor den Augen der Zuschauer. Shares Cup ist somit das Gegenstück zum klassischen Yacht-Vergleich auf Distanz.

Stationen des IShares Cup2009 sind:
1 – Venedig (Italien), 15. bis 17. Mai
2 – Hyeres (Frankreich), 3. bis 5. Juli
3 – Großbritannien, 1. bis 3. August
4 – Kiel (Deutschland), 28. bis 30. August
5 – Niederlande, 25. bis 27. September
6 – Almería (Spanien), 10. bis 12. Oktober

Das deutsche „Wirsole Team Germany Kiel“ mit Tino und Niko wird zum ersten Mal in Kiel vom 28. bis 30. August an den Start gehen. B.Z.

Geduld wurde mit vier Wettfahrten und einem Schatzkistle belohnt

19.08.09 - Herrliches Sommerwetter, blaues spiegelglattes Wasser und eine schöne Clubterrasse am See - was braucht man mehr für ein schönes Sommerwochenende? Segler brauchen dazu noch Wind. Mit spiegelglattem Wasser sind sie nicht zufrieden. Ab und zu kräuselte sich am Samstag das Wasser, aber erst gegen 15:30 Uhr ließ Regattaleiter Konny Huther vom Segel- und Motorbootclub Überlingen (SMCÜ) die Boote auslaufen.

Die erste kurze Wettfahrt litt unter extremen Winddrehern, aber da das schnellste Schiff schon nach 39 Minuten im Ziel war, konnte nicht mehr abgeschossen werden. Für die zweite Wettfahrt suchte die Regattaleitung den Wind Richtung Obersee. Nachdem mehrmals eine neue Startlinie ausgelegt wurde, stabilisierten sich die Windverhältnisse und eine schöne Wettfahrt mit regulären Windbedingungen konnte durchgeführt werde. Erst gegen 19:30 kamen die Segler zurück in den Hafen. Hier war schon alles für einen lauen Sommerabend vorbereitet und so konnte mit Grillspeisen, Sangria und Livemusik eine stimmungsvolle Seglerfete beginnen.

Der Sonntagmorgen begann wieder früh für die Segler. Die Wetterprognose versprach Wind und so setzte Konny Huther die Auslaufbereitschaft auf 9 Uhr. Aber der Wind ließ auf sich warten. Erst um 12.55 fiel das Startsignal für die dritte Wettfahrt bei 4 KN Leichtwind. Um 13:59 fiel der vierte Startschuss, nur 90 Sekunden nach Zieldurchgang des letzten Bootes in der dritten Wettfahrt und nur eine Minute vor Ablauf der Startbereitschaft. Die Schnelligkeit der Wettfahrtleitung verhalf den Seglern mit der vierten Wettfahrt zu einem Streichergebnis. Alle Segler, die z.B. mit der ersten Wettfahrt am Samstag haderten, konnten diesen Lauf streichen.

In zwei der fünf Wertungsgruppen brauchten die Sieger allerdings keinen Streicher. Bei der Gruppe ORC Club 2-4 gewann Toni Magg (YCL) mit der BB10 mit vier Siegen und auch die Schweizer Crew mit Steuermann Heiko Flach (YCL) gewann ungeschlagen bei den ORC- Sportbooten. Sicherer Sieger mit drei ersten und einem 2. Platz war auch das österreichische Boot Rainbow mit Steuermann Daniel Schroff (SVKr) in der Wertungsgruppe ORC-Club 1. Bei den Aphrodite 101 gewann Klaus Peter Stengele mit einem Punkt Vorsprung vor seinem Clubkameraden Klaus Sacher vom Bodenseeyachtclub Überlingen. Punktgleich, aber mit den besseren Einzelergbnissen gewann Peter Wiedenhorn (YCSi) vor Reiner Zum (YRK) bei den First Class 8.

Die Sieger aller Wertungsgruppen bekamen von der Präsidentin Gabriele Kromer Schaal und Regattaleiter Konny Huther eine Schatzkiste überreicht. B.Z.

Resultate >

Dienstag, 18. August 2009

Schiffsunfall an der Rheinbrücke

18.08.09 - Ca. 10.000 € Sachschaden entstanden bei einem Schiffsunfall am Sonntag gg. 11.30 Uhr im Bereich der Alten Rheinbrücke.

Ein 37 Jahre alter Schiffsführer einer größeren Jacht aus Österreich befuhr den Seerhein aus Richtung Obersee kommend, mit dem Fahrziel Untersee. Ca. 20 Meter vor der Brückendurchfahrt der Alten Rheinbrücke bemerkte er, dass die Durchfahrtshöhe nicht ausreicht. Daher steuerte er die zwei Antriebsmotoren des Schiffsantriebs auf voll Rückwärts um und stoppte auf.

Dabei bemerkte er ein aus dem Hafen ausfahrendes bevorrechtigtes Fahrgastschiff. Der Schiffsführer versuchte nun rückwärts ziehend über die Steuerbordseite aufzudrehen. Auf der Höhe des Seezeichens Nr. 4 gab der Schiffsführer des Fahrgastschiffes ein Achtungszeichen (Hupzeichen). Daraufhin beschleunigte der Jachtführer die Rückwärtsfahrt. Dabei fiel ihm die Steuerbordmaschine aus, weshalb er quer zu Strömung mit dem Heck Richtung rechtem Brückenpfeiler verfiel. Im weiteren Verlauf schaffte es der Jachtführer nicht mehr umzusteuern. Es kam zu einer backbordseitigen Kollision mit dem metallenen Hochwasserabweiser am Brückenpfeiler, mittschiffs. Dabei entstand Sachschaden in Höhe von ca. 10000 €. Verletzt wurde niemand.

Montag, 17. August 2009

Swiss Sailing Region 6 Cup mit LACUSTRE Jugendschiffen

17.08.09 - Der Regionalverband 6 von Swiss Sailing zusammen mit der Seglervereinigung Bottighofen führten am 15./16. August die diesjährige RV6 Cup Jugendregatta durch. Der RV6 Cup ist eine Teamregatta unter den Segelclubs am Schweizer Bodenseeufer. Jedes Team besteht aus einer Yacht, einer Jolle und einem Optimist.

Der Junioren Segler Pool der Region Kreuzlingen der mit dem Jugend Regatta Förderverein gemeinsam die Yachtausbildung durchführt schickte zwei Teams mit je einer Lacustre, einer Laser Jolle und einer Optimist Jolle ins Rennen.

Team 1 mit Livia Greuter, Tim-Oliver Buchholz und Fabian Rüedin auf der jeunesse, René Ott auf dem Laser und Jonathan Rutishauser im Opti belegten hinter den Rietli Racer den hervorragenden zweiten Platz.

Team 2 mit Yannick Dobler, Thierry Dobler, Adrian Specker, Basil Hanhart auf der gilberte III, Yannick Adam auf dem Laser und Andri Rast im Opti erreichten Platz 6.


gilberte und jeunesse im Luvkampf (Foto: F. Somm)

Das Wochende vom 15./16. August brachte herrliches Sommerwetter und dazu leichte aber konstante Winde um 1-2 bf auf Ost. Dank dieser idealen Wetterbedingungen konnte Wettfahrtleiter Hans Wittich bereits am Samstag 3 schöne Läufe durchführen. Am Sonntag setzte der Ostwind dann gegen 12 Uhr erneut ein und erlaubte eine weitere Wettfahrt. Mit 4 Wettfahrten konnte jedes Team das schlechteste Resultat streichen. Um 15:15 Uhr konnte U.P. Rutishauser als Juniorenleiter des Regionalverbandes 6 Swiss Sailing dann die Preisverteilung durchführen:

1. Rietli Racers
2. Junioren Segler Pool Kreuzlingen Team 1
3. YC Arbon

Genaue Resultate >


Lacustre und Opti im Team (Foto: F. Somm)


Wo gehts zur nächsten Boje (Foto: F. Somm)

Nachdem die Jugendlichen erst im Frühjahr mit dem Yachtsegeln auf der LACUSTRE begonnen haben sind wir besonders stolz auf die beiden Teams. Beide Teams haben Ihre LACUSTRE selbständig über den Regattakurs gesegelt und dabei tollen Segelsport, saubere Manöver und auch spannende Positionskämpfe gezeigt. Bericht Felix Somm.

Fünf Täuflinge und ein Neptun: Schussenfest des SMCF mit Bootstaufe

17.08.09 - Friedrichshafen - (st) Vier Täuflinge waren am Samstag, den 15. August 2009, freiwillig im Friedrichshafener Bundesbahnhafen erschienen, um ihre neuen Boote beim Schussenfest des Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen (SMCF) taufen zu lassen, der fünfte wusste nichts von seinem Glück, bis Gott Neptun höchstpersönlich dem Motorboot seinen neuen Namen verlieh. Über 80 Mitglieder amüsierten sich prächtig.

Es ist alter Seemannsbrauch, ein neu gekauftes Schiff taufen zu lassen, damit Schiff und Eigner allezeit die Gunst der maritimen Götter genießen. Beim SMCF standen am Samstag gleich vier Bootstaufen an: Zwei clubeigene Schiffe und zwei Segelboote von Mitgliedern sollte Neptun, wie immer dargestellt vom SMCF-Präsident Hans-Peter Benz, taufen.

Nach den obligatorischen Fragen an die Täuflinge, die so ihre Eignung zum Führen eines Schiffes beweisen mussten, und einem stärkenden Mahl aus Rollmops mit Algensalat folgte die eigentliche Taufe. Dabei landeten alle Täuflinge im Hafenbecken. Nun wäre eigentlich alles vorbei gewesen, aber Neptun hatte noch eine Überraschung für die zahlreich erschienenen Clubmitglieder an der Hafenmole parat: Sein schwimmendes Taxi, das Motorboot von Manne Sautter, war in seinem 42-jährigen Leben nie getauft worden. Neptun holte dies Versäumnis zur Verblüffung des Bootsbesitzers nach und taufte das Boot auf den Namen „Masaboo“.

Das anschließende Schussenfest war eines der am besten besuchten und längsten der letzten Jahre. Veranstaltungswart Martin Baumüller hatte für das traditionelle Spanferkel gesorgt, die Besucher für Salate und Nachspeisen. Über 80 Mitglieder feierten mit der Musik der Band „Swinging Flair“ bis weit in die Nacht hinein.


Bild 1: Neptun mit seinen zwei charmanten Nixen und dem unverhofften Täufling Manne Sautter (Bild: st)


Bild 2: Neptun erreichte die SMCF-Bootstaufe im hinteren Bundesbahnhafen per Motorboot-Taxi. (Bild: st)

Motorendiebstahl

17.08.09 - (IBN/Sipplingen) Möglicher Weise gestört wurden unbekannte Täter, die in der Nacht zum Freitag im Sipplinger Hafen zwei Bootsmotoren im Gesamtwert von mehreren tausend Euro entwendet haben.

Vermutlich gegen 04.30 Uhr hatten sich die Unbekannten von den Bahngleisen her genähert, einen Maschendrahtzaun durchschnitten und sind dann auf das Gelände vorgedrungen, wo sie an zwei Motorbooten auf den Trockenliegeplätzen einen Honda-Motor (45 PS), Modell BF45LRTD, Baujahr 1992, Nr. 1005479, sowie einen weiteren Honda-Motor (15 PS), Modell BF 15, Baujahr 2000, Nr. 1400459, demontierten.

Während sie diese beiden Bootsmotoren über die Bahngleise zu einem nördlich der B 31 befindlichen Parkplatztransportierten, ließen sie zwei weitere Motoren zurück, die sie bereits abgeschraubt hatten. Ein möglicher Tatverdacht richtet sich gegen vier unbekannte Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren, drei davon mit dunklen Haaren und einer mit kurzen blonden Haaren, vermutlich aus Osteuropa, die am Tag zuvor Zeugen gegen 17.30 Uhr auf dem Hafengelände aufgefallen waren. Personen, die in der fraglichen Nacht Verdächtiges beim Sipplinger Hafen beobachtet haben.

Hinweise zur Identität dieser Männer oder sachdienliche Hinweise zum Verbleib der gestohlenen Bootsmotoren geben können, werden gebeten, sich mit der Wasserschutzpolizeistation Überlingen, Tel. 07551-949590, in Verbindung zu setzen.

Erstes Salzwassertraining für Alinghi 5

Der America's-Cup-Defender segelte den riesigen Katamaran Alinghi 5 zum ersten Mal im Mittelmeer.

Genoa, Italy - (2009-08-15)
Die Alinghi 5 verliess heute ihre temporäre Basis im italienischen Genua zum ersten Mal für einige Stunden, um im Salzwasser zu trainieren. Die Bedingungen für den ersten Test waren ideal: ein leichter Wind von Südwesten und flaches Wasser. "Heute war der erste Tag im Salzwasser für Alinghi 5 und obwohl die Bedingungen schwierig waren, war alles gut. Wir sind glücklich, für diese Phase unseres Trainings-Programms in Italien zu sein; das ist ein Ort, wo alle gerne leben würden. Wir sind in Genua herzlich willkommen geheissen worden und haben grossartige Unterstütung von der Amico-Werft und dem Yacht-Club Italiano erhalten und wir freuen uns darauf, am nächsten Montag bei etwas mehr Wind wieder zu segeln", sagte Team-Skipper Brad Butterworth.

Der Defender des 33. America's Cup transportierte seinen riesigen Katamaran, den ersten Schritt im Entwicklungsprozess für den America's-Cup-Match im Februar 2010, am 7. August per Helikopter von der Basis am Genfersee an den Hafen im nördlichen Mittelmeer. Das Training geht nun in Genua weiter, ehe das Boot an den Ort des 33. America's Cup in Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten transportiert wird.

Freitag, 14. August 2009

MEERSBURG

14.08.09 - (IBN) Dem raschen Eingreifen eines Schlauchbootfahrers hat es moglicherweise eine 53-jährige Frau zu verdanken, dass sie am Mittwochabend, gegen 18.15 Uhr nicht im Bodensee vor Meersburg ertrunken ist. Die Frau war zusammen mit ihrem Ehemann in den See hinaus geschwommen, nach rund 50 Metern alleine jedoch wieder umgekehrt. Hierbei erlitt sie plötzlich einen Schwöcheanfall und rief deshalb um Hilfe. Der vermutlich aus der Schweiz stammende Fahrer eines motorisierten Schlauchbootes eilte der Frau daraufhin zu Hilfe und brachte sie an das Ufer. Ein anschlieflend hinzugezogener Notarzt veranlasste, dass sie vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurde.

Der unbekannte Schlauchbootfahrer oder Personen, die möglicherweise Hinweise zu dessen Identität geben können, werden gebeten, sich mit der Wasserschutzpolizei Überlingen, Tel. 07551/949590, in Verbindung zu setzen.

Motorboot geklaut

14.08.09 - (IBN) Als Tatverdächtige des Diebstahls eines Motorbootes in der Nacht zum Mittwoch in Langenargen konnten Beamte der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen einen 19-jährigen Heranwachsenden sowie zwei 16-jährige Mädchen ermitteln. Das Trio war mit dem im Gemeindehafen vertäuten Boot im Wert von rund 1500 Euro in Richtung Malerecke gefahren, wo sie es am Strand zurück liessen. Dort wurde es gegen 02,.00 Uhr von einem Wachmann entdeckt. Die Nachforschungen der Beamten führten rasch auf die Spur der drei die Diebe, die gestanden haben.

Große Freude nach der Ankunft in Plymouth

14.08.09 - Nachdem die „Hexe” von Norbert Plambeck (Cuxhaven) am Mittwochnachmittag als erste deutsche Yacht beim Rolex Fasstnet Race das Ziel erreicht hat, ist am Donnerstag das Gros der deutschen Flotte in Plymouth eingelaufen. Kurz vor drei Uhr britischer Zeit und damit rund dreieinhalb Tage nach dem Start in Cowes auf der Isle of Wight hatte die „Varuna” von Jens Kellinghusen (Kieler Yacht Club) als zweites deutsches Schiff die 608 Seemeilen lange Strecke bewältigt. Die neue Rogers IRC 46 hatte vor allem auf der Rückfahrt vom Fastnet Rock unter Spinnaker in der Irischen See einen rasanten Ritt hingelegt und war als Dritte in der Klasse IRC Z angekommen. Auch nach berechneter Zeit hat sie in ihrer Klasse noch viele Plätze gut machen können. Die genaue Platzierung nach Handicap-Wertung Zeit ergibt sich aber erst nach Ankunft der kleineren Yachten im Laufe des Freitags.

Ebenfalls der Sprung in die Top Ten nach gesegelter Zeit gelang dem Hamburger Reeders-Sohn Felix Scheder-Bieschin mit seiner südafrikanischen Crew auf der Marten 49 „Vineta”. Um 5.20 Uhr kreuzte sie nach spannenden letzten Meilen die Ziellinie. „Die letzten 24 Stunden waren sehr aufregend. Anders als auf dem Hinweg schlug die Tide am Lizard Point diesmal zu unseren Gunsten um. Dadurch haben wir noch etliche Boote vor dem Ziel einholen können. Mit dem Verlauf der Regatta und dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden”, berichtete der Skipper.

Ganz anders erging es der „Norddeutschen Vermögen Hamburg”, die sich auf dem Weg zum Fastnet Rock beständig in der Spitzengruppe gehalten hatte, von dort zurück aber einige leichtere Yachten ziehen lassen mussten. „Am Anfang haben wir die Tidengates gut erwischt, das hat uns nach vorn gebracht. Die Position haben wir trotz der mühseligen Kreuz zum Rock gut gehalten, konnten dann bei dem leichteren Wind zurück aber nicht mehr so gut mithalten”, erzählte Skipper Torsten Hilbert. Die Crew der Andrews 56, Ausbildungsschiff des Hamburger Vereins für Seefahrt, kann noch mit einem Platz in den Top-20 rechnen. „Damit sind wir sehr zufrieden. Wir wollten einen Platz im ersten Drittel”, so Hilbert, dem allerdings das Erlebnis, den Fastnet Rock gesichtet zu haben, versagt geblieben ist: „Als wir dort ankamen, war es dunkel, neblig und regnerisch. Wir haben den Rock nur auf dem Radar und einmal kurz ein Blinken des Leuchtfeuers gesehen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal, denn es wird sicherlich irgendwann ein weiteres Rolex Fastnet Race mit einem Vereinsschiff geben.”

Ganz euphorisch berichtete Carol Smolawa, Skipper der „Bank von Bremen”, von der Ankunft am Fastnet Rock: „Es war eine eindrucksvolle Szenerie, so wie man es von Bildern her kennt. Wir kamen in der Nacht an, und der Felsen tauchte aus dem Dunst auf, während der Leuchtturm seine Strahlen durch den Nebel schickte.” Während des Rennens war die Judel/Vrojlik 53 allerdings nicht gerade vom Glück begünstigt. „In der ersten Nacht mussten wir einige Stunden im Gegenstrom ankern, das hat richtig gekostet.” Auf der langen Kreuz durch die Irische See hat die Crew des Schulungsschiffes der Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen” aber viel Boden gutgemacht und ist auch unter Spinnaker guten Speed gefahren. „Dass wir am Ende nur zwei Stunden nach der ,Norddeutschen Vermögen' im Ziel waren, ist okay”, so Smolawa.

In der absoluten Spitzengruppe fuhren die deutschen Teams in der Class 40 mit. Der Kieler Boris Herrmann lag mit seiner französischen Crew und seiner „Beluga Racer” zwischenzeitlich in der führenden Position, musste diese aber abgeben, als er sich an der südenglischen Küste dicht unter Land hielt, während einige Konkurrenten weiter auf See besseren Wind fanden. Am Ende kam der blaue Renner auf Rang drei. Den Sieg sicherte sich Tanguy de Lamotte (Großbritannien) auf der „Initiative Saveurs - Novedia Group“ deutlich, während Herrmanns Prestige-Duell mit der „Telecom Italia” und dessen italienischen Skipper Giovanni Soldini nur um neun Minuten verloren ging. „Giovanni ist uns in der Irischen See ein paar Meilen in Lee durchgegangen. Mit viel Arbeit und diversen Spimanövern haben wir uns zwar wieder rangekämpft, am Ende hat es aber um ein paar hundert Meter nicht gereicht. Wir sind aber sehr zufrieden, denn die beiden Schiffe vor uns sind mit absoluten Proficrews besetzt”, so Herrmann, der nach dem Zieldurchgang bei Sonnenaufgang um 6 Uhr die Zeit im Hafen genoss. „Es ist schön, die anderen Segler zu treffen und sich die verschiedenen Schiffe anzugucken.” Überraschend spielte auch der Hamburger Mathias Müller von Blumencron mit seiner norddeutschen Crew in der Topliga der Class 40 mit. Platz vier überraschte den Skipper selbst: „Es ist eine unglaublich anspruchsvolle Klasse mit sehr interessanten Seglern. Wir waren eigentlich nur hier, um zu lernen, denn es ist unser erstes richtiges Rennen mit dem Schiff.” Die 608 Seemeilen bei meist moderaten Bedingungen habe das zwölf Meter lange Schiff sehr gut gemeistert und die Crew habe gut harmoniert. „Wir sind durch andere Segelprojekte gut aufeinander eingespielt und haben zum Ende hin viele gute taktische Entscheidungen getroffen, als wir uns entschlossen haben, lange weiter auf See zu bleiben und nicht zu dicht unter Land zu gehen. Dadurch hatten wir deutlich besserenWind und konnten einiges wieder aufholen, was wir in der offenen See verloren hatten, als wir zu hoch gefahren waren und rund eine Stunde auf die Konkurrenz verloren haben.”

Während die weiteren deutschen Yachten in der IRC Z wie die „Doppelbock” aus Hamburg und die „Ilvitello” aus Flensburg sowie die Kieler „Arndt” in der IRC 1 und die „Best Buddies” aus Hamburg in der IRC 2 am Donnerstagabend noch einige Meilen auf dem Weg ins Ziel zu bewältigen hatten, zogen die Crews im Hafen schon ihr Fazit. Beispielhaft sagte „Bank von Bremen”-Skipper Carol Smolawa: „Es war eine tolle Sache, gegen die besten Segler der Welt antreten zu können. Das Rolex Fastnet Race ist einer der Klassiker schlechthin. Und jeder Segler, der die Gelegenheit hat, dabei sein zu können, sollte sie auch nutzen.” Andreas Kling http://www.regattanews.com/.

Donnerstag, 13. August 2009

Tognum und Sunseeker einig

13.08.09 - Tognum und Sunseeker unterzeichnen erweiterten Rahmenvertrag über MTUYachtmotoren.

Der Antriebssystem- und Energieanlagenspezialist Tognum hat in diesen Tagen für den Geschäftsbereich Engines den bestehenden Rahmenvertrag über dieLieferung von MTU-Yachtmotoren an Sunseeker frühzeitig bis 2012 verlängert und ausgeweitet. Der neue Rahmenvertrag sieht vor, dass Tognum dem britischen Yachtbauer in dieser Zeit Dieselmotoren des Typs 8V, 10V, 12V und 16V 2000 sowie 12V und 16V 4000 in einem Leistungsbereich von 810 bis 3.440 kW (1.100 bis 4.680 PS) liefert. Abhängig von der Marktlage wird MTU voraussichtlich 450 Motoren bis 2012 liefern. Mitte August soll Sunseeker die ersten Motoren aus demRahmenvertrag erhalten.

"Angesichts der angespannten Situation auf dem Yachtmarktunterstreicht der erweiterte Rahmenvertrag die jahrelange, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Sunseeker", sagte Rainer Breidenbach, Vorstanddes Tognum-Geschäftsbereichs Engines.

Zweiter Sieg der „ICAP Leopard” beim Rolex Fastnet Race

13.08.09 - Mike Slade (Großbritannien) hat sich mit seinem 30-Meter-Supermaxi „ICAP Leopard” zum zweiten Mal in Folge den Titel als schnellstes Schiff beim Rolex Fastnet Race gesichert. Nach einer gesegelten Zeit von zwei Tagen, elf Stunden und neun Minuten verfehlte er auf dem 608 Seemeilen langen Kurs den eigenen Rekord (ein Tag, 20 Stunden und 18 Minuten) allerdings deutlich.

Auf der Strecke von der Isle of Wight um den Fastnet Rock in der Irischen See herum zurück nach Plymouth an der Küste Südenglands war der Wind insgesamt zu schwach, dennoch war Slade nach der Ankunft um kurz nach ein Uhr morgens (Ortszeit) am Mittwoch zufrieden: „Es war ein großartiges Rennen. Es ist immer schön, wenn man ohne Schaden ankommt. Wir hatten keinerlei Schwierigkeiten, wir wollten nur schnell um den Kurs kommen. Alles in allem sind wir froh, hier zu sein und den zweiten Sieg in Folge eingefahren zu haben. Ein großer Dank an den veranstaltenden RORC, unseren Sponsor ICAP und Rolex, dass sie sich so um den Yachtsport bemühen.” Im Rückblick war es ein nervenaufreibendes Rennen: „Es waren viele Schwachwindperioden und immer wieder die Frage, ob wir durch die Gezeitentore kommen würden. Das hat es sehr spannend gemacht”, berichtete Slade. „Wir mussten immer wieder zurückschauen, denn ,Rosebud' und ,Ran' sowie ,Luna Rossa' waren knapp hinter uns, nur 20 Meilen entfernt, so dass wir uns keinerlei Fehler erlauben durften.”

Das nächste große Event für die „ICAP Leopard” ist das Rolex Middle Sea Race vor Malta im Oktober, gefolgt vom Rolex Sydney-Hobart im Dezember. „Niemandem ist es bisher gelungen, alle drei Rennen zu gewinnen, wir wollen es probieren”, sagte Slade und fügte an, dass er zudem einen dritten Sieg beim zweijährigen RORC-Hochsee-Klassiker in 2011 anstrebe.

Karl Kwoks (Hong Kong) brandneue Farr 80 „Beau Geste” kam als Zweite im Morgengrauen um 4.25 Uhr britischer Zeit im Ziel in Sutton Harbour an. „Das Rennen war sehr unterhaltsam”, kommentierte Kwok. „Wir sind gegen die gleichen Yachten gesegelt wie bei der Cowes Week, so dass wir gegenseitig unsere Stärken und Schwächen sehr gut kannten. Daher wussten wir, dass wir nach berechneter Zeit nicht gewinnen konnten, wollten aber als erstes Schiff der IRC-SZ-Klasse ankommen. Das haben wir auch geschafft, da wir auf dem Ozean unseren Längenvorteil ausspielen konnten, aber es war sehr knapp mit der ,Ran'.”

Abgesehen von den Kurzrennen bei der Cowes Week war das Rolex Fastnet Race der erste große Auftritt für die „Beau Geste”. Eigner Kwok und Skipper Gavin Brady erklärten anschließend, dass sie noch eine Menge über das Schiff lernen müssten, wenn sie die nächsten Klassiker-Rennen angehen würden. Ihr Programm beinhaltet den Maxi Yacht Rolex Cup in Sardinien und das Rolex Middle Sea Race.

Einer der engsten Zweikämpfe auf dem Wasser in den vergangenen Jahren war das Rennen zwischen Niklas Zennströms Judel Vrolijk 72 „Ran” und der IMOCA 60 „BT”, die zweihand von Sebastien Josse and Jean-François Cuzon gesegelt wurde. Das spannende Rennen von der letzten Bahnmarke am Bishop Rock zur Ziellinie entschied schließlich das französische Duo mit rund einer Minute Vorsprung Nichtsdestotrotz blieb die „Ran” nach berechneter Zeit in Führung.„Ich denke, wir haben eine gute Chance”, erklärte Zennström zu den Aussichten auf den Gesamtsieg. „Wir hatten die ganze Zeit über guten Wind. Aber nun müssen wir warten und schauen, was passiert.” Zennström ist glücklich, dass er seine Yacht den langen Weg aus dem Mittelmeer nach England gebracht hat: „Einer der Gründe, warum wir das Boot gebaut haben, war, konkurrenzfähig am Rolex Fastnet Race teilzunehmen. Vor zwei Jahren mussten wir aussteigen, so dass wir noch etwas gut zu machen hatten.”

Am Mittwochnachmittag um kurz nach 16 Uhr britischer Zeit erreichte auch die schnellste deutsche Yacht, die „Hexe” von Norbert Plambeck (Cuxhaven) das Ziel. Nachdem sich der 24-Meter-Supermaxi auf demWeg zum Fastnet Rock im Feld der IRC SZ noch gut nach vorn arbeiten konnte, lief es auf dem Rückweg nicht nach Wunsch. „Der Wind war etwas zu frisch. Die kleineren Yachten konnten richtig etwas gut machen. Für uns war es noch zuwenig zum Gleiten”, berichtete Plambeck, der mit seiner Crew zudem eine nervenaufreibende Nacht hinter sich hatte. „Das war eine echte Herausforderung für die Navigation. Über 100 Seemeilen lang kamen uns hunderte Schiffe auf ihrem Weg zum Fastnet Rock entgegen. Den Letzten, einen Lotsenkutter, haben wir am Lizard Point passiert. Da hatte er noch 400 Seemeilen zu bewältigen Hut ab!” Bis ins Ziel lieferte sich die „Hexe” einen direkten Zweikampf mit der britischen 30-Meter-Yacht „Liara”, die nur knapp nach den Deutschen ins Ziel kam, berechnet aber vor ihr lag. Nach der Ankunft hatte Plambeck kurzfristige Ziele und wagte nach den diesjährigen Erfahrungen aber auch einen Ausblick auf 2011: „Wir freuen uns jetzt auf Duschen, Gin Tonic und eine nicht dehydrierte Mahlzeit. Und es ist schon sicher, dass wir es nächstes Mal ohne ankern in der Tide versuchen.”

Die Genüsse im Hafen mussten die anderen deutschen Teilnehmer noch weiter zurückstellen. Erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden weitere GER-Yachten im Ziel erwartet. Ein besonders enges und spannendes Rennen lieferte sich dabei der Kieler Boris Herrmann mit seiner französischen Crew in der Class 40. Die blaue „Beluga Racer” lag beständig in der Spitzengruppe und hatte die direkten Konkurrenten stets in Sichtweite. „Wir surfen mit elf bis 15 Knoten die Wellen ab und haben Giovanni Soldini auf seiner ,Telecom Italia' rund eine Meile in Lee von uns, allerdings liegen sie etwa 200 Meter voraus”, berichtete Herrmann. Die Irische See zeigte sich zudem nicht immer von ihrer besten Seite: „In der Nacht war es wie im Winter auf der Nordsee: grau, diesig und kühl. Trotzdem haben wir gute Laune, denn das Schiff fühlt sich gut an.” Allerdings verursachte das Backbord-Ruder unter Spinnaker Vibrationen und erzeugte so Kopfschmerzen, die allerdings mit „fetziger Musik” weggearbeitet wurden. Zerstreuung anderer Art gab es auf der „Vineta” von Felix Scheder-Bieschin (Hamburg). Während sich seine südafrikanische Crew mit einigen Spinnakerwechseln warm hielt, erhielt die Marten 49 besonderen Geleitschutz. „Zur Unterhaltung hat eine Delfinschule beigetragen, die uns einige Zeit begleitet hat. Wir freuen uns auf die letzten Seemeilen und die Crew gibt weiterhin ihr Bestes.”

In der großen Flotte der IRC-Z-Yachten rundete die „Vineta” am späten Nachmittag nahezu gleichauf mit anderen deutschen Schiffen wie der „Varuna” von Jens Kellinghusen (Kiel), der „Norddeutschen Vermögen Hamburg” und der „Bank von Bremen” den Bishop Rock als letzte Bahnmarke vor dem langen Schlag ins Ziel. Andreas Kling http://www.regattanews.com/.

Mittwoch, 12. August 2009

Abgehoben: Thundercats zeigen exotischen Wellenritt am Bodensee

12.08.09 - Friedrichshafen – Hohe Sprünge über Wellen, starke Beschleunigung und wendige Manöver – das ist Thundercat Racing. Die INTERBOOT bringt die exotische Motorboot-Rennklasse erstmals an den Bodensee. Am ersten Wochenende der Wassersportausstellung (19. und 20. September 2009) zeigen zehn Katamaran-Schlauchboote, was in ihnen steckt. Motorboot-Sport-Fans dürfen sich außerdem auf die Liquid Quarter Mile freuen, die bereits zum fünften Mal während der INTERBOOT vom 19. bis 27. September 2009 stattfindet und sich zum wahren Publikumsmagneten entwickelt hat.

Ursprünglich dienten die wendigen Schlauchbootkatamarane als Rettungsboote, um Personen aus der Brandung zu bergen. In den 80er Jahren entwickelte sich daraus in Südafrika die Rennbootklasse Thundercat Racing, die sich heute international etabliert hat und seit zwei Jahren auch in Deutschland zunehmend Anhänger findet. Jeweils zwei Personen bilden ein Team. „Der Fahrer steuert den Motor an der Pinne, der Co-Pilot hängt sich in die Halteseile, um durch Gewichtsverlagerung eine optimale Geschwindigkeit zu erreichen“, erklärt Guido Krieten, Vorsitzender der German Inflatable Powerboat Association und Mitorganisator des Thundercat-Racings in Friedrichshafen. „Beide sind mit den Füßen über Fußlaschen fest mit dem Boot verbunden, denn die Beschleunigung ist enorm: Bei einem Gewicht von 75 Kilogramm und dem 50-PS-Motor, gleicht das PS-zu-Kilogramm-Verhältnis dem eines Ferrari Testarossa.“ Durch die einheitlichen Maße der Boote von zwei Metern Breite und vier Metern Länge sowie der Standardmotorisierung, entscheiden Geschicklichkeit, Mut, das Zusammenspiel der Piloten und ein gutes Auge für die Wellen über den Erfolg bei diesem Show-Wettbewerb. Die Zweier-Teams starten zeitgleich und messen sich auf einer Distanz von rund 400 Metern.

Spektakuläre Motorboot-Demonstrationen zeigt auch die Liquid Quarter Mile. Direkt vor der Friedrichshafener Uferpromenade werden täglich (außer Mittwoch und zweiter Messe-Sonntag) zwischen 17 und 19 Uhr schnelle Boote in neun Klassen ihre Leistungsstärke in einem spannenden Duell auf der Viertelmeile unter Beweis stellen.

Für die Durchführung des Thundercat-Racings und der Liquid Quarter Mile wird Außergewöhnliches in Bewegung gesetzt: „Über eine Sondergenehmigung wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern auf dem Bodensee für den abgesperrten und abgesicherten Veranstaltungsbereich außer Kraft gesetzt“, berichtet INTERBOOT-Projektleiter Dirk Kreidenweiß.

Weitere Informationen zur INTERBOOT im Internet unter www.interboot.de.

Brüder Heßberger erreichen das Goldfleet bei der Weltmeisterschaft der 420er

12.08.09 - Steffen und Sven Heßberger vom Segel- und Motorbootclub Überlingen überzeugen bei der WM in Riva am Gardasee mit guten Nerven.

Nach 2 Qualifikationsrennen kamen die Brüder Heßberger mit Platz 60 von 122 Booten bei den Männern gerade noch in das Goldfleet. Bei schönstem Wetter mit Winden um 3-5 Bft konnten sie sich in den Finalläufen noch auf den 33. Platz steigern. Weltmeister wurden die Griechen Antonios Tsimpoukelis und George Karonis.

Alle Ergebnisse unter www.fragliavelariva.it.

Mit Jolle gekentert

12.08.09 - (ibn) Bei einer Wende kenterte am Dienstagabend gegen 17.30 Uhr eine Jolle im Bodensee vor Überlingen. Die allein segelnde Frau war von einer Bö überrascht worden und konnte .ihre Jolle daraufhin nicht mehr aus eigener Kraft aufstellen. Zudem gingen Ruderblatt samt Pinne verloren.

Die Wasserschutzpolizei barg daraufhin das manövrierunfähige Boot und schleppte es an Land. Die Seglerin selbst blieb bis auf eine leichte Unterkühlung unverletzt und verzichtete auf ärztliche Hilfe.

Geduldsprobe rund um den Fastnet Rock

12.08.09 - Um 26 Minuten nach Mitternacht am Dienstagmorgen war es so weit: Die „ICAP Leopard” hatte als erste Yacht beim Rolex Fastnet Race 2009 den namensgebenden Felsen in der Irischen See als Wendemarke des 608 Meilen langen Kurses erreicht. Trotz der klaren Führung mit über vier Stunden Vorsprung vor den nächsten Yachten war der eigene Rekord von 2007 über die gesamte Strecke aber bereits unerreichbar. Am frühen Vormittag hätte Mike Slade, Skipper des 30-Meter-Supermaxi, mit seiner Crew am Zielort in Plymouth ankommen müssen, aber selbst am Abend war er noch nicht da. Die nordwestliche Brise war in der Irischen See fast komplett zusammengebrochen.

Eine Mail von Bord der „Ran”, 30 Meilen hinter „ICAP Leopard” zurück, aber nach berechneter Zeit in Führung liegend, verdeutlicht die Situation der Crews in der offenen See: „Es ist sehr frustrierend, 15 Meilen vom Fastnet Rock entfernt, den Leuchtturm schon in Sicht und nun plötzlich schläft der Wind ein, nachdem die Brise bisher sehr solide durchgestanden hat. Wir haben gewusst, dass es ein Risiko von wenig oder gar keinem Wind am Fastnet Rock gab. Nun können wir nur hoffen, dass wir nicht die einzigen Opfer der Flaute sind.”

Sie waren es nicht: Während die britische „Ran”, eine Judel-Vrolijk 72 von Niklas Zennström, sich um 5.08 Uhr um den kargen Felsen quälte, lag die 2,5 Meter größere Farr 80 „Beau Geste” von Karl Kwok (Hong Kong) gerade einmal 24 Minuten voraus. Die „Hexe” von Norbert Plambeck, einzige deutsche Vertreterin in der Klasse der Supermaxis der IRC SZ, benötigte zwar noch weitere neun Stunden, um den Wendepunkt gegen 14 Uhr zu erreichen, die Stimmung war aber ungleich besser. „Wir sind zuletzt gut voran gekommen. Die Crew ist hoch motiviert und wechselt unermüdlich Segel, sobald es notwendig ist”, berichtete Plambeck von Bord der 24-Meter-Yacht vom Typ German Frers 80. Die Arbeit zahlte sich aus, von Platz 13 schob sich die „Hexe” bis auf Rang sieben vor. „Die Wacheinteilung mit vier Stunden standby, vier Stunden aktiv und vier Stunden schlafen hat sich bestens bewährt. So ist das Schiff ständig mit zwölf Leuten gut besetzt. Navigator, Smutje, Bordarzt und Skipper sind wachfrei. Da der Smutje mit Astronautennahrung für die 22-köpfige Crew schnell durch ist, und der Bordarzt bisher nicht als solcher aktiv werden musste, können beide kräftig mit ins Segelgeschehen eingreifen”, erzählte Plambeck weiter und war hoffnungsfroh: „Der aktuelle Wetterbericht lässt uns hoffen, noch weitere Plätze gut machen zu können.”

Noch auf halbem Weg zum Fastnet Rock war am späten Dienstagnachmittag die eng beieinander liegende Flotte der Class-40-Yachten mit dem Kieler Boris Herrrmann und seiner „Beluga Racer” an zweiter Stelle. Er hatte die zwischenzeitliche Führung am Kap Lizard durch einen landnahen Kurs an der südenglischen Küste verloren. Die britische „Initiatives Saveurs - Novedia Group” von Tanguy de Lamotte hatte auf einen südlichen Kurs gesetzt und damit einige Meilen gut gemacht. „Als die Sonne aufging, sahen wir sie zwei Meilen vor uns. Der Wind weiter auf See muss deutlich besser gewesen sein. Wir haben dann sechs Stunden sehr intensiv gearbeitet, haben aber lediglich eine halbe oder viertel Meile auf sie gut machen können”, berichtete Herrmann. „Ich würde wirklich gern wissen, ob sie eine Theorie hatten, dass der Wind auf See besser sein würde oder ob sie einfach nur Glück gehabt haben.”

Etwas weiter voraus als die Class 40, aber ebenfalls noch deutlich vom Fastnet Rock entfernt waren am Dienstagnachmittag die führenden Yachten in der IRC Z, darunter die Ausbildungsyacht „Norddeutsche Vermögen Hamburg”, die sich unter Führung von Skipper Torsten Hilbert als Vierte beständig in der Spitzengruppe hielt. Gar auf Platz zwei rangierte Jens Kuehne mit der unter amerikanischer Flagge fahrenden „Sjambok”. Auch die weiteren Hamburger Yachten, die „Vineta” von Felix Scheder-Bieschin und die „Inschallah VI” von Volker Andreae hatten auf den Rängen zehn und elf Kontakt zur Spitze. Die „Varuna” von Jens Kellinghusen (Kiel) und die „Bank von Bremen” als 19. und 26. hatten noch Potenzial nach oben.

Unter Zeitdruck steht inzwischen die Crew der „Arndt” von der Schulungsgruppe des Kieler Yacht Clubs. Auch die X 442 hatte als 22. in der IRC 1 zwar bereits Lands End, den letzten Zipfel Englands, deutlich hinter sich gelassen, doch rund die Hälfte des gesamten Kurses lag am Dienstagabend noch vor der Crew. Und bis Sonnabend muss sie nicht nur das Ziel in Plymouth erreicht haben, sondern auch schon im französischen St. Malo sein, wo die nächste KYC-Gruppe das Schiff zur Ausbildungsfahrt übernehmen will.

Dienstag, 11. August 2009

Beluga Sailing Team ist neuer Europameister

11.08.09 - Bremen / Ystad: Christian Plump hat mit seinem Beluga Sailing Team die ORCi-Europameisterschaft im schwedischen Ystad (3.-8. August 2009) gewonnen. Trotz schwieriger Windbedingungen konnte sich das Bremer Segelprojekt im letzten Rennen den Titel in der Offshore-Königsklasse sichern.

"Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Crew", sagte der Steuermann und Teamchef nach der Siegerehrung. "Unser Ziel war ein Platz auf dem Treppchen, aber die Windbedingungen haben es uns nicht leicht gemacht, deshalb ist dieser Erfolg um so höher zu bewerten."

Bis zum Schluss musste das Beluga Sailing Team, das im Vorjahr den dritten Platz bei der EM belegte, kämpfen. Vor dem letzten Renntag lag das Team noch auf dem vierten Rang. "Diese Ausgangsposition war zwar nicht perfekt, aber wir hatten eine Chance, und die haben wir genutzt." Die Strategie war dabei recht einfach: "Ich habe meiner Crew gesagt, dass wir den freien Raum suchen werden, um unsere Geschwindigkeit voll ausfahren zu können, und wir uns aus aggressiven Zweikämpfen raushalten wollen. Nach einem zuvor verlorenen Protest wollte ich kein weiteres Risiko eingehen. Unser Ziel war, die Rennen auf dem Wasser und nicht am Jury-Tisch zu gewinnen", so Christian Plump.

Drei Rennen waren für den letzten Renntag angesetzt, von denen das Beluga Sailing Team die ersten beiden gewinnen konnte. Nun trennte das Team nur noch ein hauchdünner Abstand von gerade einmal 0,7 Punkten von dem führenden Ralf Aspholm, der mit seiner schwedischen Yacht DataCom im vergangenen Jahr die Europameisterschaft für sich entscheiden konnte. Im letzten und damit wirklich alles entscheidenden Rennen musste das Beluga Sailing Team nur vor der direkten Konkurrenz bleiben, um den Gesamtsieg zu erringen. Und dieses Ziel konnte mit einem weiteren Tagessieg mit Bravour erreicht werden. "Es war schon ganz schön nervenaufreibend, aber wir haben unsere Strategie weiter durchgezogen. Die Crew hat einen tollen Job gemacht und ist ganz cool geblieben."

Dabei waren vor der Europameisterschaft die Nerven noch recht angespannt. Denn im Winter hat das Beluga Sailing Team zahlreiche Modifikationen an der Rodman 42 vornehmen lassen, um sie hinsichtlich der Vermessungsformel ORC International (ORCi) zu optimieren. Gerade bei mittleren und stärkeren Windbedingungen sollten sich die Umbauten auszahlen. "Allerdings blieb der Wind aus, so dass wir die Vorteile bei den Regatten in Deutschland nicht voll nutzen konnten", erläutert Christian Plump, der trotz alledem die deutsche ORCi 1-Rangliste anführt. Auch die Vorhersagen für die EM in Südschweden ließen nichts Gutes erahnen. Mehrere Hochdruckgebiete über Nordeuropa kündigten eine buchstäbliche Flautenregatta an. "Wir sind wirklich mit hängenden Köpfen nach Ystad gereist", gesteht der frischgebackene Europameister.

Glücklicherweise haben sich die Vorhersagen nicht ganz bestätigt. Christian Plump: "Bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 11 Knoten konnten wir endlich unseren neuen Kiel aussegeln, so dass sich erstmals die Vorteile deutlich abgezeichnet haben." Nicht zu vergessen die Leistung der Crew, die aus erfahrenen Stammmitgliedern und internationalen Profiseglern bestand ­ ein guter und stimmiger Mix. Mit dem Dänen Morten Hendriksen hatte Christian Plump einen routinierten Taktiker an Bord geholt, der das Regattarevier gut kannte und schon zuvor mit dem Beluga Sailing Team zahlreiche erfolgreiche Regatten bestritten hatte. Abgesehen davon setzt der Teamchef auch auf den seglerischen Nachwuchs. So gehört seit dieser Saison auch der 19-jährige Hendrik Conradi zur Stammcrew, dessen Vater an der Konstruktion der Beluga beteiligt war. "Seit Jahren bauen wir junge Segler frühzeitig auf, um auch zukünftig mit einem konkurrenzfähigen und motivierten Team an den Start gehen zu können."

Die Zusammenarbeit mit den Teampartnern, insbesondere mit der Bremer Projekt- und Schwergutreederei Beluga Shipping GmbH, Weltmarktführer im Bereich "Project & Heavy Lift", mit der das Beluga Sailing Team seit Anfang 2007 kooperiert, trug wieder einmal entscheidend zum Erfolg des Segel-Projekts bei. Christian Plump: "Uns macht es besonders glücklich, wenn wir in diesem Jahr erneut die Erwartungen von Beluga erfüllen konnten".

Hafenmeister des Jahres 2009

Das IBN-Magazin 8/2009 startet zusammen mit dem Bodensee Segler Verband eine Bewertung der Hafenmeister am Bodensee. Auf Seite 16 des Magazins können Sie Ihre Bewertung abgeben. Mehr Infos dazu im Magazin und unter dem Editorial. Aus aktuellen Gründen ist die Umfrage ab sofort offen!

Nutzen Sie auch die ABO-Aktion und fordern Sie die Nummer 8/2009 an oder gleich Onlinebewertung unter https://www.ibn-online.de/HM.