Freitag, 19. Oktober 2007

Rolex Farr 40-Europameisterschaft in Travemünde

Zum kleinen Jubiläum, der fünften Rolex Baltic Week, bietet die exklusive Segelwoche im Jahr 2008 erneut einen sportlichen Leckerbissen. Vom 26. bis 31. August findet die Rolex Farr 40-Europameisterschaft in Deutschland statt. Neuer Austragungsort wird das Ostseebad Travemünde.

Die Europameisterschaft wird zugleich Finale einer Grand-Prix-Serie, dem nordeuropäischen Farr 40-Circuit, werden. Er beginnt Ende Mai in Norwegen und führt über die Kieler Woche in der letzten Juni-Woche sowie eine Regatta Ende Juli in Kopenhagen zum Saisonhöhepunkt nach Travemünde. Dort wollen der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) Hamburg zusammen mit dem Lübecker Yacht-Club (LYC), der direkt an der Trave vor den geplanten Liegeplätzen für die Yachten sein zweites Clubhaus hat, und die internationale Farr 40-Klassenvereinigung ein Farr 40-Event der Extraklasse veranstalten.

„Wir freuen uns über den Zuspruch der Farr 40-Klasse, die seit langem eine enge Beziehung zu unserem Haus hat. Die EM-Teilnehmer erwartet ein hoch spannender, aber fairer Wettkampf, währenddessen sie sich im einzigartigen Ambiente an der Travemündung rundum wohl fühlen sollen“, sagte Peter Streit, Geschäftsführer von Rolex Deutschland in Köln, dem Titelsponsor der Rolex Baltic Week von Beginn an (2004).

Die hochkarätigste Zusage kam bereits kurz nach bekannt werden des Regattakalenders von Vincenzo Onorato aus Italien mit seiner „Mascalzone Latino“. Der zweimalige und amtierende Rolex Farr 40-Weltmeister wolle auf jeden Fall nach Travemünde kommen, nachdem er die EM-Krone dieses Jahr bei der Rolex Settimana delle Bocche in Porto Cervo/Sardinien verpasste und hinter seinem Landsmann Massimo Mezzaroma und der „Nerone“ nur Zweiter wurde.

Onorato hatte bei seinem ersten WM-Sieg 2006 den dreimaligen America’s Cup-Gewinner Russell Coutts als Taktiker an Bord und vertraute dieses Jahr dem Briten Adrian Stead. Die Farr 40-Yachten werden grundsätzlich von ihren Eignern gesteuert, die Amateure sein müssen. Doch die Crew darf zum Teil aus Profis rekrutiert werden, was jedes Jahr namhafte Größen aus der Regattaszene anzieht.

Was die prominenten Teilnehmer anbelangt, freuen sich die Veranstalter der Rolex Baltic Week besonders auf die bereits zugesagte Meldung der „Nanoq“. Die Farr 40 gehört dem dänischen Kronprinzen Frederik, der 2007 die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft vor seiner Hauptstadt Kopenhagen mit einem Tagessieg beendete und als Achter bestes skandinavisches Boot war.

Der EM-Regattatermin wurde nach den Olympischen Spielen 2008 in China gelegt, wo seine königliche Hoheit repräsentative Verpflichtungen für sein Land hat. Der Zeitraum passt außerdem in den Kalender von Eignern aus Übersee, falls diese nach der Rolex Farr 40-WM Mitte April in Miami/USA nach Europa kommen wollen.

Mit der Vergabe der europäischen Titelkämpfe in der Farr 40-Klasse erlebt die Rolex Baltic Week ein weiteres Highlight des Segelsports. Bisher wurden unter anderen die Weltmeisterschaften der Drachen und für IMS-Yachten (zweimal) sowie Europameisterschaften der olympischen Starboote und der internationalen Melges 24-Klasse während der Regatta ausgetragen.

Die Farr 40 feierte in diesem Jahr bei der Rolex Baltic Week ihr Deutschlanddebüt, als 13 Yachten aus sieben Nationen – darunter auch aus Übersee (USA und Australien) – zum Finale der Grand-Prix-Serie European Circuit nach Neustadt in Holstein kamen. Danach gab es viel Lob aus berufenem Munde: „Das war eine ausgesprochen gelungene Premiere unserer Klasse in Deutschland“, sagte Jim Richardson aus den USA als Präsident der internationalen Farr 40-Klassenvereinigung, der die Rolex Baltic Week 2007 außerdem mit seiner „Barking Mad“ gewann und dadurch auch Gesamtsieger im European Circuit 2007 wurde.

Und bei der diesjährigen Regatta wurde bereits der Grundstein für die Vergabe der Rolex Farr 40-EM gelegt, als sich auch Geoff Stagg als Vertreter des Managements der Klasse von den hervorragenden Bedingungen an der Ostsee überzeugte. Das Regattarevier auf der Neustädter Bucht wird quasi beibehalten. Als Wettfahrtleiter wurde bereits der Kieler Eckart Reinke gebeten. Travemünde als Standort, wo in der letzten Juli-Woche 2008 die 119. Travemünder Woche ausgetragen wird, bietet durch Bootsliegeplätze am Traveufer unmittelbar vor dem Eventgelände und gleichzeitig dicht an der Regattabahn sowie nahe gelegene Top-Hotellerie nicht nur logistisch ideale Vorraussetzungen. Mit der historischen Viermast-Bark „Passat“ als maritimes Wahrzeichen in der Travemündung und dem Lifestyle-Ambiente eines gehobenen Strandbads passt auch der Rahmen zur Rolex Baltic Week.

„Um die unterschiedlichen Interessen der Mittelmeeranrainer und der Nordeuropäer zu berücksichtigen, haben wir nun zwei Serien – eine auf der Ostsee und eine im Mittelmeer – beschlossen, deren Höhepunkt jedoch die EM sein wird“, erklärte der Lüneburger Wolfgang Schäfer als Präsident der europäischen Farr 40-Flotte, von der die Farr 40 European Circuits organisiert werden. Er wird mit seiner „Struntje light“ dabei sein und hofft auf ein erstklassiges Teilnehmerfeld zur EM-Premiere im Norden. Die vier Wettfahrttage sollen von Donnerstag, dem 28. August, bis Sonntag, dem 31. August, liegen, an dem der Gesamtsieger neben der EM-Trophäe eine edle Rolex Armbanduhr erhalten wird.

Die Rolex Baltic Week ist die einzige von Rolex in Deutschland unterstützte Segelregatta. Zum weltweiten Kalender der Rolex-Regatten gehören Events wie das Rolex Middle Sea Race, dass am Sonnabend (20. Oktober) in Malta startet, das Rolex Sydney Hobart Yacht Race Ende Dezember in Australien sowie im kommenden Jahr unter anderem der Sardinia Rolex Cup und der Maxi Yacht Rolex Cup in Porto Cervo auf Sardinien/Italien.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Rothweiler/Kussatz sind deutsche Vizemeister

Erfolgreiche Regattasaison der 470er-Crew beendet

Nach vier Tagen ohne Wind zeigte Rasmus zum Ende der Audi Chiemsee Champions Week Einsicht und bescherten den deutschen Meisterschaften aller olympischen und paralympischen Bootsklassen noch einen kompletten Segeltag. Die 470er absolvierten vier Rennen, nach denen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) „Silber“ in der offenen Wertung (Frauen und Männer gemeinsam) holten. Das war ein gelungener Schlusspunkt unter eine überaus erfolgreiche Saison des pinta racing teams, in der das Duo nicht nur seinen Europameistertitel verteidigte, sondern auch vorzeitig die Fahrkarten zu den Olympischen Spielen 2008 in China löste.

„Wir wären schon gerne deutsche Meister geworden, aber unsere Jahresbilanz trübt der zweite Platz nicht ein“, meinten Rothweiler (28) und Kussatz (35) übereinstimmend. Der Titel war am Finaltag (Sonnabend, 6. Oktober) im zweiten Rennen verloren gegangen, „als wir einige dumme Fehler machten und nur Achte wurden.“ Bei leichtem bis mittlerem Wind hielt das Binnenrevier einige Tücken bereit und erwische das beste Frauenteam des Deutschen Segler Verbands (DSV) kalt. Nach dem vierten Rang in der Auftaktwettfahrt reichten zwei glänzende Tagessiege im Anschluss an den Ausrutscher nicht mehr zum Gesamtgewinn. Zwei Punkte fehlten zu den jungen Überraschungssiegern Martin Hauptmann und Timo Chorrosch aus Berlin. Die Favoriten Lucas Zellmer und Heiko Seelig (ebenfalls Berlin) wurden Dritte vor den zweitbesten Frauen Daria Blaschkiewitz und Geeske Genrich aus Lübeck.

Die Mammutveranstaltung des DSV, der im vorolympischen Jahr seine nationalen Titelkämpfe genau wie die Weltmeisterschaften der ISAF (Weltsegelverband) zuvor in Cascais (Portugal) gebündelt gleichzeitig auf einem Revier austragen lässt, litt seit Beginn unter einer Dauerflaute auf dem Chiemsee. Nur in wenigen Klassen konnten einzelne Rennen gesegelt werden. Die Erlösung brachte erst der ursprünglich für die finalen Medaillenrennen (Medal Races) der besten Zehn vorgesehene Schlusstag. Unter Wegfall eines zeitlichen Startlimits kamen so immerhin noch überall mindestens vier Rennen zustande, die für eine Meisterschaftswertung erforderlich sind.

„Uns fehlte leider der Streicher, um ganz vorne zu landen“, sagte Steffi Rothweiler, „aber wir waren alle froh, nach dem langen Warten noch vier Rennen zu segeln.“ Am Ende der letzten Wettfahrt zeigte das pinta racing team noch einmal sein außergewöhnliches Können, als es in einem klassischen Matchrace hundert Meter Rückstand aufholte und als Erstes die Ziellinie überquerte. „Den Triumph nehmen wir als krönenden Abschluss mit ins Wintertraining“, so Vivien Kussatz.

Für die professionell arbeitende Mannschaft bedeutet der Saisonabschluss nämlich keineswegs eine Winterpause. Bereits Anfang 2008 findet die nächste Weltmeisterschaft in Australien statt. Die gesamte Vorbereitung ist allerdings jetzt schon auf die olympischen Segelwettbewerbe in Qingdao ausgerichtet, die im August den Höhepunkt einer vierjährigen Kampagne bilden. „Unser Ziel ist ganz klar eine Medaille in China“, bekräftigten die Seglerinnen vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen (Rothweiler) und Spandauer Yacht-Club Berlin (Kussatz).

Das Gelbe Meer vor der chinesischen Küste stellt allerdings durch schwache Winde und starke Wasserströmung besondere Anforderungen an die Teilnehmer, wie Rothweiler/Kussatz bei den PreOlympics an gleicher Stelle erneut feststellten. Dort waren sie nach „Bronze“ 2006 in diesem Jahr Fünfte geworden. Deshalb will das pinta racing team das Revier für sein Wintertraining ähnlich den olympischen Bedingungen aussuchen. Rothweiler und Kussatz: „Wir wollen außerdem noch neues Material, vor allem Segel testen, um auf dem Punkt topfit und bestens vorbereitet an den Start zu gehen.“

Für die Starbootmannschaft des pinta racing teams, Marc Pickel und Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam), war die deutsche Meisterschaft krankheitsbedingt ausgefallen. In ihrer Abwesenheit holte sich der Flensburger Philipp Rotermund mit Pickels Ex-Vorschoter Thomas Auracher überraschend den Titel vor den olympischen Silbermedaillengewinnern von 1984(!), Achim Griese und Michael Marcour (Hamburg). Die einzig verbliebenen Konkurrenten von Pickel/Borkowski beim Kampf um die Olympianominierung, Robert Stanjek und Markus Koy aus Hamburg, wurden nur Sechste.

Das pinta racing team wird von der pinta elements GmbH des Münchener Unternehmers Michael Illbruck unterstützt. Sie fördert die beiden Olympiamannschaften auf dem Weg zu den Spielen 2008. Ihr Ziel ist der Gewinn einer Medaille.

Über die pinta elements GmbH
Die Holding pinta elements GmbH besteht aus den sechs Unternehmen pinta acoustic, pinta enac, pinta filtration, pinta foamtec, pinta insulation und pinta nieuwburg. pinta insulation in Courgenay und Nieuwburg in Krimpen a/d Ijssel/Niederlande, produzieren und installieren akustische und thermische Isolationslösungen für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt, darunter auch hochwertige Motorraum- und Rumpfisolierungen für Segel- und Motoryachten. In Maisach bei München entwickelt pinta acoustic Systemlösungen zur Schallisolierung für die Architektur- und Baubranche. pinta filtration mit Sitz in Courgenay/Schweiz, entwickelt und vertreibt Adsorptionsfiltersysteme für Anwendungen im Bereich Haushaltsgeräte, zur Wasseraufbereitung sowie zur Luftfiltrierung in Räumen mit erhöhter Gaskonzentration. pinta foamtec in Minneapolis/USA, deckt das Geschäft der Gruppe im Bereich der technischen Schaumstoffverarbeitung ab.

Endergebnis der deutschen 470er-Meisterschaft (Männer/Frauen):
1. Martin Hauptmann/Timo Chorrosch (Berlin) 12 Punkte
2. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 14
3. Lucas Zellmer/Heiko Seelig (Berlin) 17
4. Daria Blaschkewitz/Geeske Genrich (Lübeck) 23
5. Christopher Lorenz/Friedrich Ebert (Berlin) 27
6. Jenna Wolf/Teresa Hemmeter (Starnberg) 38

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Ein Hingucker: Der Kleine mit der großen Klappe

35. Süddeutscher Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen erfüllt Campingträume / Schauwerkstatt und Campingreisen neu im Angebot / Zubehörbereich wurde erweitert / Insgesamt 550 Fahrzeuge führender Hersteller

Vom supermodernen Reisemobil bis zum Campy, dem „Kleinen mit der großen Klappe“, reicht die Auswahl unter den 550 Fahrzeugen auf dem Süddeutschen Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen. Neu sind eine Schauwerkstatt und ein Anbieter für Campingreisen. Der Zubehörbereich wurde erweitert.

Der 35. Süddeutsche Caravan-Salon vom 27. Oktober bis zum 4. November auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen ist auch in diesem Jahr wieder ein Pflichttermin für alle mobilen Campingfans. Die Veranstaltung präsentiert als erste im süddeutschen Raum die Neuheiten der Branche. Zu sehen sind die Fahrzeuge der Modellgeneration 2008, die wieder einige Neuerungen bringen, und natürlich auch wieder die bewährten Modelle bei Caravans und Reisemobilen. Mit Modellen von fast allen führenden Herstellern in 14 Hallen und auf dem Freigelände bietet der Süddeutsche Caravan-Salon auf kurzen Wegen einen ausgezeichneten Überblick über das Angebot an rollenden Heimen. Neun Tage lang besteht Gelegenheit, die Fahrzeuge kennen zu lernen und sich vom Fachpersonal die Besonderheiten erklären zu lassen. Insgesamt werden Wohnwagen von zwölf und Reisemobile von 29 Herstellern angeboten. Geschätzt von den Campingfans wird die Familienfreundlichkeit beim Besuch der Campingschau: Kinder bis zu 14 Jahren haben freien Eintritt.

Hingucker sind eigentlich alle Fahrzeuge auf dem Süddeutschen Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen. Ein Besonderer unter den Kleinen bei den Caravans ist allerdings Campy. Er ist ein kleines Raumwunder. Mit einer Gesamtlänge von nur 5,20 Metern bietet er allen wünschenswerten Caravan-Komfort mit einem zwei Meter langen Doppelbett, Sitzgruppe und Küche. Im Bad mit Toilette ist auch noch ein Wäscheschrank untergebracht. Riesig ist der Stauraum. Selbst sperriges Sportgerät und Fahrräder finden hier Platz. Über eine große Bugklappe, die weit nach oben schwingt, ist Campy gut zu beladen. Mit dem kleinen und wendigen Wohnwagen macht Caravaning auf kleinem Raum erst richtig Spaß. Zu haben ist er schon ab 7.999 Euro.

Neu beim 35. Süddeutschen Caravan-Salon ist in diesem Jahr eine Schauwerkstatt in Halle G. Mechaniker lassen sich dort beim Einbau innovativer Technik im Fahrzeug auf die Finger schauen. Eingebaut werden Brennstoffzellen ebenso wie neue Sound- und TV-Systeme; alle Fragen dazu werden von den Experten beantwortet. Beträchtlich erweitert wurde der das Angebot um Neuheiten im Zubehörmarkt. Allein elf Hersteller bieten Vorzelte an. Schutzdächer, Solarsysteme, Rückfahrkameras und Pavillons gehören in diesem Sektor ebenso zum Angebot wie beispielsweise auch Edelstahl-Radzierblenden oder Lattenroste und Matratzen.

Erstmals vertreten auf dem Süddeutschen Caravan-Salon ist Vacansoleil Camping Holidays. Das Unternehmen ist der größte Anbieter für luxuriösen Campingurlaub auf 300 erstklassigen Campingplätzen in 15 europäischen Ländern und sorgt schon seit 38 Jahren dafür, dass die mobilen Camper immer zu ihren Wunschzielen kommen.

Der 35. Süddeutsche Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen ist vom 27. Oktober bis zum 4. November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Direkt beim Ausstellungsgelände sind 6.000 Parkplätze vorhanden.


Ein Raumwunder auf Rädern ist dieser kleine und wendige Caravan, der neben vielen anderen Wohnwagen und Reisemobilen auf dem 35. Süddeutschen Caravan-Salon in Villingen-Schwenningen ausgestellt ist.

Dienstag, 16. Oktober 2007

ISAF World Cup of Sailing vor dem Aus!

Ende 2006 beschloss der Weltseglerverband ISAF die Einführung eines Welt Cups ab 2008 nach dem Vorbild anderer Sportarten. Dazu sollten die großen Regatten Sail Melbourne, Rolex Miami OCR, Princess Sofia Trophy (Palma, Semaine Olympique Francaise (Hyeres), Holland Regatta (Medemblik) und die Kieler Woche zählen.

Noch bevor die erste Regatta zu diesem Welt Cup gesegelt werden konnte, steht er bereits vor dem Aus. Nachdem sich die Veranstalter der genannten Regatten mit der ISAF nicht über das vorgegebene Konzept einigen konnten, hat das Executive Committee der ISAF einen Antrag an die Anfang November im portugiesischen Estoril stattfindende Vollversammlung des Weltseglerverbandes gestellt, die Benutzung der Bezeichnung "ISAF-World Cup" oder eine andere World Cup Bezeichnung zu untersagen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Hauptstreitpunkte zwischen ISAF und den sechs Veranstaltern der geplanten World Cup Serie im Bereich der Vermarktungsrechte lagen, zumal dieser Welt Cup von Anfang an für die Spitze der ISAF, allen voran der derzeitige Präsident Göran Pettersson (SWE), ein ungeliebtes Kind war.

Man kann davon ausgehen, dass der Antrag durch die Vollversammlung genehmigt wird. Alternativ liegt der Vorschlag auf dem Tisch, die bisher alle 4 Jahre durchgeführten ISAF World Championships zukünftig alle 2 Jahre durchzuführen.

Willii Gohl, Mitglied im Deutschen Fachournalisten-Verband

Montag, 15. Oktober 2007

Alinghi lanciert Buch zum 32. America’s-Cup-Sieg


Genf - Alinghi lancierte heute europaweit sein neues Buch. Das 168 Seiten starke Werk wird von Editions Favre herausgegeben und illustriert mit packenden Bildern den Stolz und die Leidenschaft rund um Alinghis siegreiche Kampagne im 32. America’s Cup. Das Buch ist in fünf Sprachen erhältlich und liegt in Buchhandlungen in der Schweiz, Frankreich und Belgien auf.

Der Bildband zeichnet den Weg des Schweizer Teams nach – vom Sieg in Auckland 2003, als der America’s Cup zum ersten Mal in 152 Jahren nach Europa zurückkehrte, zu den Vorregatten in Frankreich, Spanien, Schweden und Italien. Dazu kommen die Bootstaufen, Teampartys, das Wintertraining in Dubai und die letzten Vorbereitungen auf dem Weg zum Sieg am 3. Juli 2007, als der Titelverteidiger nach einem der engsten Matches in der Geschichte des Cups zum zweiten Mal in Folge den America’s Cup in die Höhe stemmen durfte.

Das Fotobuch mit einem Vorwort von Syndikatspräsident Ernestor Bertarelli ist 33x33 cm gross und wiegt stolze 2.25 Kilo. Die Fotos stammen von den international renommierten Fotografen Carlo Borlenghi, Thierry Martinez, Ivo Rovira, Steve Tee, Loris Von Siebenthal, Alain Herzog and Philippe Schiller.

Die erste Auflage von 20000 Exemplaren ist in Buchläden sowie online auf www.alinghi.com für 100 Franken (60 Euro) erhältlich. Foto Alinghi.

In Zusammenarbeit mit Caravan Productions und Television Suisse Romande hat der Titelverteidiger kürzlich auch seine neuste DVD „We Did It Again“ lanciert. Über vier Jahre wurde das Team bei seiner intensiven Vorbereitung begleitet und der Dokumentarfilm zeigt auch die wichtigsten Momente bis hin zum finalen 5:2-Sieg über Emirates Team New Zealand am 3. Juli. Die zwei Episoden lassen einen der engsten und bewegendsten Matches in der Geschichte des America’s Cup Revue passieren und beweisen: in einer einzigen Sekunde kann sich alles entscheiden.

„We Did It Again“ komplettiert das DVD-Set, dessen erster Teil im Mai mit „The Defender’s Challenge“ lanciert wurde. Die jüngste Produktion ist in allen grösseren DVD-Geschäften in der Schweiz sowie beim Alinghi-Webshop www.alinghi.com (shop.alinghi.com) für 32 Franken (22 Euro) erhältlich.

IDM der olympischen Klassen krönt Saison 2007

Hamburg (DSV), 7. Oktober 2007. 1000 Segler und Seglerinnen, hochkarätige Gäste, acht ausrichtende Vereine, mehrere hundert Helfer, starke Sponsoren wie Audi, T-Systems und UBS und das Bilderbuchrevier des Chiemsees haben die vierte Internationale Deutsche Meisterschaft aller olympischer Klassen an einem Ort und zur gleichen Zeit zum Erfolg verholfen. Nachdem die größte Segelserie aller Zeiten auf dem 84 Quadratkilometer großen bayerischen Binnensee tagelang von einer hartnäckigen Flaute gelähmt worden war, gab es zum Finale doch noch ein Happy End: An nur einem Tag konnten die engagierten Veranstalter in allen Klassen die für eine Meisterschaftswertung erforderlichen vier Rennen absolvieren.

«Die Organisatoren haben hier ein Top-Event zusammen gezimmert und am Ende endlich auch das verdiente Glück der Tüchtigen gehabt», lobte Gaststar Jochen Schümann das seglerische Oktoberfest am Chiemsee und die ausrichtenden Vereine. Der Teamchef der deutschen America´s Cup-Mannschaft war als Botschafter von Hauptsponsor Audi von Valencia nach Bayern geflogen, um die Titelkämpfe der Aktiven in rund 450 Booten aus 19 Nationen zu sehen.

Die schnellsten Deutschen Meister wurden am Samstag Vormittag binnen vier Stunden mit Johannes Polgar (Dänisch-Nienhof) und Florian Spalteholz (Kiel) ermittelt. Das norddeutsche Duo dominierte die Katamaran-Flotte nach Belieben, hatte am Ende nur sechs Zähler auf dem Konto. Für eine Überraschung sorgten die Lokalmatadoren Leopold Fricke und Lorenz Huber (Rimsting/Prien), die sich den Titel in der rasanten 49er-Klasse sicherten und die TOP-Kadermannschaften Jan-Peter Peckolt/Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) sowie Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel) auf die Plätze zwei und vier verweisen konnten. Paralympics-Sieger Heiko Kröger dagegen wurde in der Klasse 2.4 seinem Favoritenstatus gerecht.

In der von Frauen und Männern gemeinsam ausgetragenen Deutschen Meisterschaft verfehlten die zweimaligen Europameisterinnen Stefanie Rothweiler (München) und Vivien Kussatz (Berlin) als Gesamtzweite den Titel nur knapp. Auf Platz eins segelten die Berliner Martin Hauptmann und Timo Chorrosch. Auf Platz drei unterstrichen Lucas Zellmer und Heiko Seelig die Berliner Dominanz in dieser Disziplin.

Seinen ersten Meistertitel gewann im Starboot Routinier Philipp Rothermund (Flensburg) mit Vorschoter Florian Fendt vor dem Hamburger Altmeister Achim Griese und Michael Marcour sowie den Lokalmatadoren Werner Fritz und Ulli Seeberger vom Chiemsee. Im Finn Dinghi segelte der Junioren-Weltmeister Jan Kurfeld mit seinem nächsten Titelgewinn weiter auf Erfolgskurs. Philipp Buhl (Sonthofen-Berghofen) setzte sich in der Laserklasse vor Simon Grotelüschen (Lübeck) und Tobias Schadewaldt (Kiel) durch. Die Brandenburgerin Anke Helbig gewann die Laser Radial-Konkurrenz souverän, in der sich die Berliner TOP-Kaderseglerin Petra Niemann mit Platz vier begnügen musste.

Bei der Bestenermittlung der Surfer mussten die besten deutschen Athleten dem Ungarn Aron Gadorfalvi den Vortritt lassen. Toni Wilhelm (Kiel) und Max Oberberger (Eggstätt) belegten in der gemischt ausgetragenen Serie die Plätze zwei und drei. Die NRV-Surferinnen Wiebke Sradnik und Romy Kinzl belegten die Platze sechs und sieben.

Die gemeinsame Serie aller Olympiadisziplinen hat nach 1979, 1980 und 2003 zum vierten Mal in deutschen Gewässern stattgefunden und soll auch in Zukunft im Vierjahres-Rhythmus wiederholt werden. Hans Sendes, Sportdirektor des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), sagte: «Ich mache mich schon 25 Jahre lang stark für diese Gemeinschaftsveranstaltung, doch erst, seit der Weltverband gemeinsame Weltmeisterschaften austrägt, haben wir die Idee auch in Deutschland wieder umsetzen können.» Sowohl die Organisatoren der Warnemünder als auch die der Travemünder Woche hatten die Meisterschaftsserie in Bayern besucht.

«Nach den frustrierenden ersten Tagen gab es einen wunderbaren und versöhnlichen Abschluss, den wir den Veranstaltern von Herzen gönnen», sagte Ulrike Schümann. Die Berliner Yngling-Steuerfrau, Aktivensprecherin und Olympiakandidatin gewann die Bestenermittlung in der Dreimann-Kielbootklasse Yngling souverän.

ENDERGEBNISSE IDM 2007:

Internationale Deutsche Meisterschaft Tornado
1. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel) 6 Punkte
2. Tino Mittelmeier/Niko Mittelmeier (Überlingen) 18 Punkte
3. Helge Sach/Kim-Patrick Tolsdorf (Zarnekau) 21 Punkte

Internationale Deutsche Meisterschaft 470er Frauen und Männer
1. Martin Hauptmann/Timo Chorrosch (Berlin) 12 Punkte
2. Stefanie Rothweiler/Vievien Kussatz (München/Berlin) 14 Punkte
3. Lucas Zellmer/Heiko Seelig (Berlin) 17 Punkte

Internationale Deutsche Meisterschaft Starboot
1. Philipp Rotermund/Thomas Auracher (Flensburg) 19 Punkte
2. Achim Griese/Michael Marcour (Hamburg) 31 Punkte
3. Werner Fritz/Uli Seeberger (Chiemsee) 37 Punkte

Internationale Deutsche Meisterschaft Laser
1. Philipp Buhl (Sonthofen-Berghofen) 8 Punkte
2. Simon Grotelüschen (Lübeck) 10 Punkte
3. Tobias Schadewaldt (Kiel) 10 Punkte

Internationale Deutsche Meisterschaft Laser Radial
1. Anke Helbig (Brandenburg) 11 Punkte
2. Sarah Leinert (Storkow) 21 Punkte
3. Franziska Goltz (Kiel) 22 Punkte

Internationale Deutsche Meisterschaft Finn Dinghi
1. Jan Kurfeld (Wismar) 16 Punkte
2. Pallay Tibor (Ungarn) 19 Punkte
3. Thomas Reger (Hamburg) 23 Punkte

Internationale Deutsche Bestenermittlung 49er
1. Leopold Fricke/Lorenz Huber (Rimsting/Prien) 8 Punkte
2. Jan-Peter Peckolt/Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 9 Punkte
3. Nico Dellekarth/Niko Resch (Österreich) 9 Punkte

Internationale Deutsche Bestenermittlung RS:X
1. Aron Gadorfalvi (Ungarn) 4 Punkte
2. Toni Wilhelm (Kiel) 7 Punkte
3. Max Oberberger (Eggstätt) 13 Punkte

Internationale Deutsche Bestenermittlung Yngling
1. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin) 5 Punkte
2. Johannes Richard/Michael Spängler/Crew (AUT) 8 Punkte
3. Thorsten Schutt/Bea Marx/Kai Morwinski (WSVRH) 12 Punkte

Internationale Deutsche Bestenermittlung 2.4
1. Heiko Kröger (Kiel) 6 Punkte
2. Niels Ulstrup (Dänemark) 11 Punkte
3. Eberhard Bieberitz (Alt-Güstrow) 15 Punkte

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Nervenkrieg am Chiemsee

Ausgerechnet der Wind stellte sich bei den vom dem 30. September bis 06. Oktober 2007 stattfindenden Internationalen Deutschen Meisterschaften der olympischen Segelklassen als größte Herausforderung für Organisatoren und Teilnehmer des Segelevents heraus. Ein für den Sport nicht unüblicher Nervenkrieg, der zur Bewährungsprobe und zum Maßstab für außerordentliche Leistungen werden sollte.

Abgesehen von der paralympischen Bootsklasse 2,4mR, wo in vier Wettfahrten die zehn besten Segler für die Finalwettfahrten ermittelt werden konnten, führte eine viertägige Flaute dazu, dass die Qualifikationsrennen der übrigen olympischen Bootsklassen nicht in vollem Umfang durchgeführt werden konnten. Die Hoffnungen ruhten somit auf dem letzten Wettkampftag, der den Seglern aller teilnehmenden Klassen endlich ideale Windbedingungen bescherte.

Startschuss für rund 600 Segler um den Titel der Deutschen Meisterschaft! Und damit auch das Signal zum Segelsetzen für ein Spektakel, das Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen begeisterte. So zum Beispiel auch den zweimaligen America’s-Cup-Gewinner Jochen Schümann, der als mentale Unterstützung zugegen war und sich von der Austragung der Deutschen Meisterschaften aller olympischen Bootsklassen in einem gemeinsamen Revier starke Impulse für den deutschen Segelsport insgesamt erhofft: „Die Organisatoren haben hier ein Topevent zusammengezimmert und am Ende endlich auch das verdiente Glück der Tüchtigen gehabt", lobte Jochen Schümann diese einzigartige Veranstaltung.

Insgesamt 350 Helfer unterstützten das rund zwei Jahre lang ehrenamtlich für das Event tätige zehnköpfige Organisationsteam und sorgten so für einen reibungslosen und unkomplizierten Ablauf der begeisternden Veranstaltung.

Die Internationalen Deutschen Meisterschaften aller olympischen Segelklassen konnten für alle Beteiligten zu einem ganz besonderen Event der Segelsaison 2007 werden, das sich nicht nur dank 18 teilnehmender Nationen der Konkurrenz internationaler Segelveranstaltungen mehr als gewachsen zeigte.

Ergebnisse

Bereits gegen Mittag konnten sich die ersten Segler über ihre Siege freuen, so etwa Heiko Kröger (KYC), Deutscher Meister der paralympischen Segelklasse 2.4mR, oder auch die beiden 49er-Segler, Leopold Fricke (CYC) und Lorenz Huber (SCBC).

Zu weiteren glücklichen Siegern der Internationalen Deutschen Meisterschaft zählen:

Starboot: Philipp Rothermund (FSC), Thomas Auracher (BYC)
Yngling: Ulrike Schümann (VSAW), Julia Bleck (VSAW), Ute Höpfner (BYC)
470er: Martin Hauptmann (SCG), Timo Chorrosch (JSC)
470er: Stefanie Rothweiler (WYC), Vivien Kussatz (SPYC)
Finn-Dinghy: Jan Kurfeld (YCW 61)
Laser: Philipp Buhl (SCAI)
Laser Radial: Anke Helbig (MSVB)
RS:X m/w: Aron Gadorfalvi (KMP) aus Ungarn
Tornado: Johannes Polgar (NRV), Florian Spalteholz (NRV)

Die weiteren detaillierten Ergebnisse der olympischen Segelklassen erfahren Sie auf der aktuellen Homepage unter www.audi-chiemsee-champions-week.de.

Dienstag, 9. Oktober 2007

POLIZEIDIREKTION FRIEDRICHSHAFEN

BODENSEEKREIS
Drei unter der Einwirkung von Betäubungsmitteln stehende Autofahrer hat die Polizei am Montag im Kreisgebiet aus dem Verkehr gezogen. So ging den Beamten gegen 14.15 Uhr bei einer Verkehrskontrolle in Friedrichshafen ein 37-jähriger ins Netz, der sich nach dem Konsum von Kokain hinter das Steuer seines Autos gesetzt hatte.
Vermutlich unter dem Einfluss von Cannabis stand der 35-jährige Fahrer eines Kleinbusses, den eine Polizeistreife am Montagnachmittag, gegen 15.45 Uhr in Tettnang überprüfte. Darüber hinaus beschlagnahmten die Beamten in der Wohnung des Mannes noch eine geringe Menge Cannabisblüten.
Ebenfalls in einer Polizeikontrolle endete in der Nacht zum Dienstag, gegen 21.30 Uhr in Markdorf auch die Fahrt eines 30-Jährigen, der zuvor vermutlich Cannabis und Amphetamine zu sich genommen hatte. Die Beamten untersagten den Betroffenen jeweils die Weiterfahrt und veranlassten bei ihnen die Entnahmen von Blutproben.

FRIEDRICHSHAFEN
Mit einem Stein hatte ein unbekannter Täter von Sonntag auf Montag, zwischen 14.00 und 06.15 Uhr die Schaufensterscheibe einer Bäckerei an der Pacellistraße eingeworfen und war anschließend in den Verkaufsraum eingestiegen. Dort entwendete er eine unter dem Verkaufstresen deponierte Geldkassette mit Bargeld. Personen, die in der fraglichen zeit Verdächtiges in der Pacellistraße beobachtet haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Friedrichshafen, Tel. 07541/7010, in Verbindung zu setzen.

LANGENARGEN
Sachschaden von rund 50.000 Euro ist am Montagabend, gegen 18.00 Uhr bei einem Zimmerbrand in Oberdorf entstanden. Den bisherigen Ermittlungen der Polizei zu Folge hatte eine mehr als 20 Jahre alte Stereoanlage im 1. Obergeschoss des Wohnhauses vermutlich infolge eines technischen Defekts Feuer gefangen, in deren Folge die gesamte Anlage verschmorte und Flammen auf andere Einrichtungsgegenstände übergriffen. Die Freiwillige Feuerwehrwehren aus Oberdorf und Langenargen, die mit einem Großaufgebot im Einsatz waren, konnten das Feuer jedoch rasch löschen. Personen kamen durch den Brand nicht zu Schaden.

TETTNANG
Vermutlich um ein und denselben Täter handelt es sich bei dem Unbekannten, der in der Nacht zum Sonntag nicht nur in der Lindauer Straße und in der Weinstraße (wir berichteten darüber), sondern -wie erst jetzt angezeigt wurde- auch in der Martin-Luther-Straße jeweils ein Auto aufgebrochen und daraus jeweils die CD-Radios im Gesamtwert von rund 250 Euro entwendet hatte. In allen drei Fällen hatte der Unbekannte zuvor eine Seitenscheibe zertrümmert. Personen, die Hinweise zu dem unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Tettnang, Tel. 07542/93710, in Verbindung zu setzen.

MARKDORF
Reiche Beute machten unbekannte Täter über das vergangene Wochenende bei einem Diebstahl in einem Neubau an der Hauptstraße. Die Unbekannten waren auf noch nicht geklärte Art und Weise in das Gebäude gelangt, wo sie anschließend 27 noch original verpackte Deckenleuchten im Gesamtwert von rund 2700 entwendeten. Personen, die im fraglichen Zeitraum Verdächtiges in der Hauptstraße beobachtet haben oder Hinweise zum Verbleib der etwa 220 x 220 Millimeter großen sog. „Einbau-Downlights“ geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Markdorf, Tel. 07544/96200, in Verbindung zu setzen.

DEGGENHAUSERTAL
Zahlreiche Verkehrsverstöße hat die Polizei am Montag, zwischen 16.15 und 18.45 Uhr bei Verkehrskontrollen in Untersiggingen registriert. Besonders unerfreulich waren die Feststellungen der Beamten, dass alleine 19 Autoinsassen den Sicherheitsgurt während der Fahrt nicht angelegt hatten. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer telefonierte während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung, zwei weitere hatten den fälligen Termin zur Hauptuntersuchung ihres Kraftfahrzeuges nicht eingehalten. Die Betroffenen haben nun jeweils mit Verwarnungs- oder Bußgeldern zu rechnen.

HEILIGENBERG
Glimpflich ausgegangen ist ein Verkehrsunfall am Montagabend, gegen 18.45 Uhr in Unterhaslach. Eine Bernhardinerhündin war plötzlich auf die Fahrbahn der Gemeindestraße gerannt und hierbei von einem aus Richtung Salem-Beuren kommenden 51-jährigen Rollerfahrer erfasst worden. Der Mann verlor daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte, kam jedoch mit leichten Blessuren davon. Die Hündin blieb unverletzt.

UHLDINGEN-MÜHLHOFEN
Bei aufziehendem Nebel war am Montagvormittag, gegen 09.20 Uhr der Führer eines Segelbootes im Flachwasserbereich vor Maurach auf Grund gelaufen, in deren Folge er nicht mehr aus eigener Kraft freikam. Eine deshalb von ihm zu Hilfe gerufene Bootsbesatzung der Wasserschutzpolizei Überlingen schleppte das Segelboot daraufhin mit Hilfe einer Leine wieder frei.

POLIZEIDIREKTION FRIEDRICHSHAFEN

FRIEDRICHSHAFEN

Ein Aquarell des Künstlers Hermann Feierarbend im Wert von rund 2000 Euro haben unbekannte Täter am 27. September aus dem 1. Obergeschoss im Neubau des Landratsamtes Bodenseekreis entwendet. Das etwa 50 x 70 Zentimeter große und in einem weißen Aluminium-Rahmen gefasste Werk zeigt eine Winterlandschaft mit einer historischen, überdachten Holzbrücke. Ein möglicher Tatverdacht richtet sich gegen einen unbekannten, grauhaarigen Mann im Alter von 50 bis 60 Jahren, der einer Mitarbeiterin des Landratsamtes Bodenseekreis aufgefallen war. Personen, die Hinweise zu dem Unbekannten oder zum Verbleib des Aquarells geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Friedrichshafen, Tel. 07541/7010, in Verbindung zu setzen.


MARKDORF

Ohne die angefallenen Kosten für eine vorangegangne Taxi-Fahrt in Höhe von 120 Euro zu bezahlen hatte sich ein unbekannter Mann in der Nacht zum Montag, gegen 02.00 Uhr in Markdorf aus dem Staub gemacht. Den Angaben des 51-jährigen Taxi-Fahrers zu Folge hatte er den Mann am Marienplatz in Ravensburg aufgenommen und ihn nach Friedrichshafen gefahren, Ohne Nennung einer Zieladresse dirigierte der Unbekannte den Chauffeur über Ailingen nach Kluftern und anschließend in einen Waldweg bei der Mülldeponie Raderach. Als der Taxi-Fahrer dort an hielt, bemerkte er, dass sein Fahrgast ein Küchenmesser mit einer etwa 30 Zentimeter langen Klinge in der Hand hielt. Daraufhin fuhr der 51-Jährige mit dem Unbekannten nach Markdorf, wo er ihn an einer Tankstelle zum Aussteigen und zur Begleichung der Fahrtkosten aufforderte. Nachdem der Unbekannte ausgestiegen war, sprach er noch eine unbekannte Zeitungsausträgerin an und suchte anschließend zu Fuß das Weite. Der unbekannte Fahrgast, bei dem es sich vermutlich um einen Italiener handelt, der gebrochen deutsch spricht, ist etwa 40 Jahre alt, 175 bis 180 Zentimeter groß und schlank und hat einen dunkeln Teint. Er trug einen dunklen, vermutlich braunen Anzug sowie einen dunklen Hut mit breiter Krempe. Personen, die Hinweise zur Identität oder dem Aufenthaltsort des Unbekannten geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Markdorf, Tel. 07544/96200, in Verbindung zu setzen.

Hoffmann, Ehlersstraße 15 · 88046 Friedrichshafen · Telefon 07541 701-1010 · Telefax 07541 701-1091 · pressestelle@pdfn.bwl.de · www.polizei-friedrichshafen.de

Montag, 8. Oktober 2007

Herbstregatta der H-Boote vor Romanshorn

Am Samstag konnten vier Wettfahrten, am Sonntag zwei Wettfahrten gesegelt werden. Sieger wurde der Romanshorner Adi Gerlach vor vier deutschen Booten.



Bei besten Windverhältnissen wurde die traditionelle Herbstregatta des Yacht-Club Romanshorn gestartet. Wettfahrtleiter Jack Frei konnte am Nachmittag vier Wettfahrten bei 3-4 Bft. vor Romanshorn starten und zu Ende bringen. Der recht anspruchsvolle Regattatag war für alle Teilnehmer ein super Segelerlebnis. Am Abend trafen sich die Seglerinnen und Segler in der Mole zum Nachtessen. Nach diesem herrlichen Wettfahrtstag herrschte eine gute Stimmung und es wurde diskutiert, was man allenfalls besser hätte machen können.

Am Sonntag ging es schon um 9 Uhr wieder aufs Wasser. Bei weniger Wind als am Vortag konnten nochmals zwei Wettfahrten gesegelt werden, der sechste Lauf abgekürzt. Nach dem Zieleinlauf schlief der Wind dann ganz ein, so dass die Boote in den Hafen zurückgeschleppt werden mussten. Mit einem souveränen Sieg im letzten Lauf macht der Lokalfavorit Adi Gerlach alles klar.

Bemerkenswert ist, dass trotz der vielen Wettfahrten kein einziger Protest durch die Jury behandelt werden musste.

Schon vor zwei Uhr konnte bei strahlendem Sonnenschein zur Rangverkündigung geschritten werden und die Regattateilnehmer konnten zu Wasser oder auf dem Landweg die Heimreise antreten. Damit gingen die zwei Regattatage und damit auch die intensive Regattasaison 2007 des Yacht-Club Romanshorn zu Ende.



Die Rangliste:
H-Boote: 1. Adi Gerlach, Yacht-Club Romanshorn,10 Punkte
2. Michael Aue, Segel-Club Oehningen, 15 Punkte
3. Stephan Gröger, Segel- und Motorboot-Club Überlingen, 17 Punkte

Komplette Ergebnisse >

Freitag, 5. Oktober 2007

VBS-Sachverständige beraten auf der hanseboot 2007

In der Zeit vom 27.10 bis 04.11.2007 beraten die VBS-Sachverständigen kostenlos auf der hanseboot in Hamburg erneut alle Wassersportbegeisterten, Bootsinteressenten und -eigner rund um das Thema Boote und Yachten.

Alle interessierten Besucher der hanseboot sind herzlich auf einen Besuch am Stand des Verbandes der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen in Halle B2.EG. Stand 04B eingeladen. Hier gibt es neben allgemeinen Informationen zur Sachverständigentätigkeit auch nützliche Tipps und Tricks in den Bereichen Gebrauchtbootkauf, Schadensfrüherkennung, Osmose und vieles mehr. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelle Beratungsgespräche zu führen und Fachfragen direkt vor Ort abzuklären.

Nähere Informationen zu den vielfältigen Arbeitsgebieten der VBS-Sachverständigen erhalten Sie im Internet unter www.bwvs.de

Ansprechpartnerin: Eva Michalski, Tel.: 0049 (0)221 5957 112, E-Mail: info@vbsev.de

Donnerstag, 4. Oktober 2007

hanseboot mit neuen Dimensionen

Gigantische Ausrüstungshalle B6 mit 13.000 m2

48. Internationale Bootsausstellung Hamburg - vom 27. Oktober bis 4. November 2007 auf dem Gelände der Hamburg Messe und im hanseboot-Hafen.


hanseboot - Hafen 2006 (Foto: hanseboot)

Die hanseboot 2007 bietet Boots- und Yachteignern mit der Premiere der Ausrüstungshalle B6 neue Dimensionen. Diese größte Messehalle auf dem Gelände der Hamburg Messe mit 13.000 m2 Fläche wird zum Zentrum für Ausrüstung und Zubehör. Das Angebot erstreckt sich vom Segel- und Riggzentrum, über Segelbekleidung und Bootsmotoren, Farben und Lacke, bis hin zu all den Dingen, die für das Leben an Bord notwendig sind und die für Komfort auf Booten und Yachten sorgen. Dazu gehören auch Neuheiten wie Ankerbergesysteme, Kocher, die zu Bootsheizungen umfunktioniert werden können oder neue Segeltücher.

Für Besucher, die den Ausstellungsbesuch mit dem Kauf von neuem Zubehör verbinden oder die sich über die vielen neuen Produkte informieren wollen, werden die Wege auf der hanseboot 2007 sehr viel kürzer. Das gesamte Angebot von A wie Anker bis Z wie Zeising gibt es jetzt unter einem Dach. Die hanseboot kommt damit dem Interesse ihrer Besucher entgegen. Mit dem Standort zwischen den Meeren Nord- und Ostsee und der nahen Elbe befindet sich die Hamburger Bootsausstellung dort, wo die Bootseigner zu Hause sind. Auf kaum einer anderen Bootsaustellung in Deutschland ist das Publikum so fachkundig wie in Hamburg. Laut Umfrage im vorigen Jahr besaßen fast 70 Prozent der hanseboot-Besucher 2006 ein Boot. Von ihnen waren viele Eigner von hochseetüchtigen Segel- oder Motoryachten. Zur hanseboot 2007 wird eine ähnliche Besucherstruktur erwartet.

Erfreulich für die Besucher ist die Zusammenfassung der unterschiedlichen Sortimentsgruppen. Es entstand eine imposante Auswahl verschiedenster Anbieter. So hat sich mit fast 30 renommierten Segelmachern ein erstaunliches Segelzentrum etabliert. Gleich daneben bieten die Hersteller und Importeure von Riggs und Leinen ihre Produkte an. Wer Interesse an den neuen Yachtfarben und Lacken hat, findet die Weltmarktführer wie International und Hempel genauso wie kleinere Anbieter mit den Labeln Yachtcare oder Höveling. Mehr als zehn Stände deutscher und internationaler Ausrüster wie Niemeyer, SVB, Bukh Bremen, Gotthard und Plastimo machen die Halle B6 darüber hinaus zu einem der größten Spezialmärkte für Boots- und Yachteigner unter einem Dach.

Vertreten in der neuen Ausrüstungs- und Zubehörhalle sind auch Hersteller und Importeure fast aller bekannten Boots- und Yachteinbaumotoren. Damit wird die Halle B6 auch zum großen technischen Ersatzteilmarkt. Und wer modische Yachtbekleidung oder wetterfestes Ölzeug sucht, hat durch das riesige Angebot die Qual der Wahl. Ob die wetterfesten Segeljacken und- hosen tatsächlich wasserdicht sind, können Besucher auf dem hanseboot-Live-Deck testen. Dort können mutige Besucher unter Echtwetterbedingungen Stiefel und Ölzeug ausprobieren.

Besonders erfreulich: da sich die Halle B6 direkt am Messeeingang Süd mit der U-Bahnstation Messehallen befindet, sind sogar die Wege zum und aus dem Einkaufsparadies für Bootseigner kurz. Von der Halle B6 ist der Weg nicht weit zur Halle B1. Dort kommen alle Besucher auf ihre Kosten, die sich für das weite Feld der modernen Yachtelektronik interessieren. Ob moderne Seekartenplotter, Yachtradar oder die neuesten wasserdichten UKW-Funkgeräte, hier bleibt kein Wunsch nach Bordelektronik unerfüllt. Wer sich über die neueste Außenbordmotortechnik informieren will, ist in der Halle A1 richtig. Vorgestellt wird hier der weltgrößte Außenborder mit bis zu 300 PS und es gibt Informationen zum Treibstoff sparenden Gebrauch der Außenborder.

Zur hanseboot 2007 werden insgesamt etwa 900 Aussteller aus 30 Nationen mit rund 1.200 Booten und Yachten, darunter zahlreiche Premieren, erwartet. Die Ausstellungsfläche wächst gegenüber dem Vorjahr um 5.000 m2 auf 78.000 m2 in insgesamt 11 Messehallen und dem hanseboot-Hafen an. Weitere Infos unter www.hanseboot.de. Hallenplan >

Meistertitel für Segeljugend des DSMC

Die erfolgreichsten Segler der Jugendabteilung des Deutsch-Schweizerischen Motorbootclubs DSMC aus Konstanz heißen auch in diesem Jahr Tim und Tom Lange.

Das 29er-Segelteam krönte die Saison 2007 nicht nur mit dem Bayrischen Jugendmeistertitel, sondern holte sich nebenbei auch einen dritten Platz bei der Landensjugendmeisterschaft Baden-Württemberg vor Überlingen. Die Deutsche Bestenermittlung am Starnberger See schlossen die Konstanzer Segelasse mit dem vierten Platz ab, und gehören damit weiter zur Spitze der deutschen 29er Segler. Das große Ziel in der kommenden Saison heißt aber Weltmeisterschaft. Diese findet bereits im Januar 2008 in Melbourne, Australien statt, wo die beiden voraussichtlich als einziges 29er Team für Deutschland starten werden. (ru)



Tim und Tom Lange vom DSMC Konstanz auf der Bahn zur Bayrischen Jugendmeisterschaft der 29er.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Ladies Match Cup 2007: Verdienter Sieg für Dänemark

Spannende Finalläufe vor der Uferpromenade in Friedrichshafen – Überragende Siegerin der gesamten Rennen heißt Lotte Meldgaard Pedersen.



Friedrichshafen – Fast eine Serie legte die Weltranglistenzweite Lotte Meldgaard Pedersen beim INTERBOOT Ladies Match Cup 2007 in den vergangenen Tagen auf das Segelparkett. Die Dänin ging nicht nur aus der Doppel-Round-Robin als klare Siegerin hervor, sondern überzeugte auch im Finale mit ihrem taktischen Gespür. Zweite wurde die Französin Christelle Philippe, auf Platz drei kam die derzeit beste deutsche Match-Racerin Silke Hahlbrock und Platz vier ging an Josie Gibson aus Großbritannien.

Das Finale blieb fast bis zuletzt spannend, die erste Wettfahrt ging an die Weltranglistenneunte Christelle Philippe, doch in den drei folgenden Begegnungen hatte Lotte Meldgaard Pedersen immer den Bug vorn. Im letzten Rennen legte sie zudem laut Wettfahrtleiter Rudi Magg einen „perfekten Start“ hin, indem sie die Französin am Startboot so weit abdrängte, dass diese noch einen Kringel fahren musste, um wieder auf die richtige Seite zu kommen.

Das „Petit Finale“ um Platz 3 und 4 war klar von Silke Hahlbrock dominiert, sie erlitt nur ein Mal eine Niederlage und erzielte in der Gesamtwertung Platz 3.

Die Newcomerin vom Bodensee, Madlen Frey vom Yacht Club Langenargen, konnten sich nicht gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen, doch sie nahm es sportlich und sah die Rennen als Übung für eine internationale Karriere als Matchracerin. „Wir waren froh, dabei zu sein, und die anderen Skipperinnen haben mir gesagt, dass sie sich warm anziehen müssten, falls ich weiter Match Race segle“, so Madlen Frey.

Platzierung:
Platz 1: Lotte Meldgaard Pedersen (Dänemark)
Platz 2: Christelle Philippe (Frankreich)
Platz 3: Silke Hahlbrock (Deutschland)
Platz 4: Josie Gibson (Großbritannien)
Platz 5: Delphine Casas (Frankreich)
Platz 6: Gemma Farrell (Großbritannien)
Platz 7: Lorenza Mariani (Italien)
Platz 8: Madlen Frey (Deutschland)

Montag, 1. Oktober 2007

INTERBOOT 2007: Schlussbericht

Internationale Wassersport-Ausstellung verzeichnet nach neun Messetagen Besucherplus: 94.800 Wassersport-Interessierte kamen nach Friedrichshafen.

Gute Geschäfte und Werbefestival für den Wassersport

Friedrichshafen – Wassersport zieht und fasziniert: Boote und Yachten sind gefragt, die Branche verzeichnet steigende Umsätze und bei der INTERBOOT 2007 standen die Premieren und Neuheiten im Mittelpunkt: Motorboot-Fans, Segler, Taucher und Surfer ließen sich von der Welt des Wassersports auf dem Messegelände, im INTERBOOT-Hafen und auf dem Bodensee begeistern: 94.800 Besucher und damit mehr als im Vorjahr, zählte die INTERBOOT direkt an den Messekassen, weitere 32.000 Besucher genossen bei freiem Eintritt das maritime Flair im INTERBOOT-Hafen und viele Zehntausende erlebten die Faszination des Wassersports eben dort, wo es richtig Laune macht: Am und auf dem Bodensee.

Die Bordmannschaft der INTERBOOT mit Messechef Klaus Wellmann an der Spitze kann am Ende stolz sein: 95 Prozent der befragten Besucher gaben der Messe die Noten „sehr gut“ und „gut“. Der Wassersport insgesamt erfährt in diesem Jahr einen deutlichen Auftrieb und dies macht sich auch auf der INTERBOOT bemerkbar: Viele der insgesamt 581 Aussteller aus 26 Ländern hatten deutlich bessere Geschäfte als im Vorjahr gemacht. Auch die Stimmung an den Ständen der Unternehmen hat sich im Vergleich mit dem Vorjahr erheblich verbessert. Schließlich kamen sie auf der INTERBOOT auch mit konsumfreudigen Kunden in Kontakt, die mit dem Wassersport sehr eng verbunden sind, schon ein Boot besitzen oder „ganz heiß“ auf ein neues Schiff waren.

Die Animation für sportliche Aktivitäten auf dem Wasser wird in Friedrichshafen schon immer groß geschrieben. Die Yachten der America’s Cup Herausforderer brachten die große Segelwelt ins Freigelände. Auch, wer erste Schritte auf und am Wasser unternehmen will, den zieht die INTERBOOT buchstäblich an Bord: 500 Aktionen, Angebote und Programmpunkte lieferten neun Tage den überzeugenden Beweis, dass die Besucher „auf Europas größtem Testival in Sachen Wassersport gelandet waren“, so Projektleiter Dirk Kreidenweiß.

Die Konstellation zwischen Bodensee und Messesee, zwischen Messegelände und Messehafen ist schließlich einmalig in der internationalen Wassersportszene. So viele Möglichkeiten zum Testen und Probieren gab es noch nie: Opti-Segeln, Wakeboarden und Schlauchbootfahren am Messe-See, Schnuppertauchen im Tauch-Center. Die Schlauchboot-Flotte „Operation blue“ am Hafen war besonders an den Wochenenden im Dauereinsatz. Auf dem Bodensee erlebten die Besucher großen Segelsport beim Ladies Match Cup, der als Top-Event im Deutschen Damen-Segelsport gilt. Spannende Fahrduelle mit schnellen Booten bei der „Liquid Quarter Mile“ verfolgten die Freunde des Wassersports an der Promenade in Friedrichshafen. Am zweiten INTERBOOT-Samstag erlebten sie sogar einen heißen Wellenritt: Wasserski bei über 100 Stundenkilometern. „Die INTERBOOT hat in der Wassersportbranche ein deutliches, positives Signal für die neue Saison gesetzt“, lautete am Sonntag das einhellige Fazit von Messechef Klaus Wellmann und Teamchef Dirk Kreidenweiß schon mit Blick auf die INTERBOOT 2008, die vom 20. bis 28. September in Friedrichshafen stattfindet.

INTERBOOT 2007: Ausstellerstimmen

Markus Graf, Inhaber GrafYachting, Bénéteau-Händler am Bodensee:
„Wir sind sehr zufrieden. Es kamen sehr zielgerichtete Kunden, die nächstes Jahr ein Boot kaufen wollen. Wir haben noch nie so viele Angebote gemacht wie dieses Jahr und auch schon zahlreiche Abschlüsse getätigt.“

André Leers, Inhaber und Geschäftsführer Leers Yachting International, Elan-Vertretung für Süddeutschland, Österreich und Schweiz:
„Wir verbuchen im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung. Sehr viele unserer Yachten gehen in den adriatischen Raum. Das Ambiente in Friedrichshafen gefällt uns gut. Sehr professionell ist auch die Internetbetreuung.“

Peter Grimm, Mitglied der Geschäftsleitung und Mitinhaber Brunnert-Grimm:
„Das Publikum war sehr fachkundig. Der Termin der INTERBOOT hat sich einmal mehr als idealer Zeitpunkt für eine Bootsmesse bestätigt. Er ist nahe an der aktuellen Saison und bietet genügend Vorlaufzeit zur neuen Saison. Ein guter Zeitpunkt für die Kunden, ihr neues Boot zu bestellen. Wir sind zum ersten Mal mit Bénéteau-Yachten auf der INTERBOOT vertreten und erzielten eine große Besucherresonanz. Viele Interessenten wollen die Boote nach der Messe bei uns Probe fahren. Auf großes Besucherinteresse stieß auch unser neues Zero-Emission-Sportboot mit Hybridantrieb.“

Michael Hammermeister, Geschäftsleitung und Inhaber Hellwig Boote:
„Wir hatten mehr effektive Anfragen als im Vorjahr und sind mit den Verkaufsabschlüssen zufrieden.“

David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes:
„Das Feedback der ausstellenden Schweizer Unternehmen war positiv. Es kamen sehr viele Schweizer Besucher auf die INTERBOOT und das breite Angebot der Schweizer Werften kam sehr gut an. Auch der Gemeinschaftsstand hat sich bewährt; es gibt großes Interesse, diesen auszubauen. Er sollte auch als „Einsteigerplatz“ dienen, um Werften zu gewinnen, die im kommenden Jahr eigenständig ausstellen. Dieses Ziel haben wir erreicht.“

Bruno Hausammann, Geschäftsführer Hausammann Caravans & Boote AG, Jeanneau-Importeur für die Schweiz:
„Wir konnten viele Schweizer Besucher am Stand begrüßen. Die INTERBOOT ist quasi unsere Hausmesse. Gefragt waren bei den Kunden die größeren Segelboote und vor allem Motorboote.“

Arthur Dubach, Geschäftsführer WAR Bootbau & Boothandel:
„Wir haben guten Kontakt gehabt und Abschlüsse getätigt. Viele Besucher aus der Schweiz, besonders aus der Ostschweiz kamen auf die INTERBOOT. Die Kombination von Ausstellungshallen und Testhafen, der Probefahrten ermöglicht, ist sehr gut.“

Mike Reuer, Vertriebsleitung Bavaria Yachtbau:
„Wir sind mit der Messe zufrieden und haben unsere Ziele erreicht.“

Holger Gohdes, Geschäftsführer und Inhaber Tauchsport Pro Marine:
„Die INTERBOOT ist für uns perfekt gelaufen; wir hatten hier einen super Auftritt und sind hoch zufrieden. Mit den Umsätzen, die wir auf der Messe erzielt haben, wurden unsere Erwartungen erfüllt. Wir haben zudem viele neuen Kunden gewonnen und rechnen mit einem guten Nachmessegeschäft und vielen Interessenten, die zu uns zum Tauchen kommen.“

Gerhard Schöchl, Geschäftführer und Gesellschafter Schöchl Yachtbau, Sunbeam Yachten:
„Wir konnten wesentlich mehr Besucher am Stand begrüßen als im Vorjahr, davon rund 50 Prozent Schweizer, eine wichtige Kundengruppe für uns. Aufgefallen ist uns, dass viele Interessenten auf der Messe waren, die frisch in die Branche gekommen sind.“

Josef Martin, Inhaber Yacht- und Bootswerft Josef Martin und Sprecher der Bodenseewerften:
„Die Präsenz auf der INTERBOOT ist für die Bodenseewerften eine wichtige Basis für unsere Existenz. Wir wollen nächstes Jahr unsere Präsentation weiter ausbauen und verstärken.“

Hartmut Holtmann, Geschäftsführer und Inhaber KH+P Yachtcharter:
„Das Publikum ist mit sehr gezielten Fragen zu uns gekommen. Die Karibik scheint wieder im Aufwind und im Mittelmeer sind die Balearen und Italien stark gefragt ebenso wie die traditionellen Gebiete wie etwa Kroatien.“

Klaus Boesch, Mitglied der Geschäftsleitung Boesch Motorboote:
„Die Besucherqualität war dieses Jahr sehr gut. Aufgefallen ist uns das starke Interesse an Elektrobooten. Die Entwicklung in diesem Segment schreitet schnell voran und die Akkus werden immer leistungsfähiger.“

Christian Melzheimer, Assistent der Verkaufsleitung, Yamaha Motor Deutschland:
„Die INTERBOOT war für uns eine ideale Plattform, um den neuen Außenborder F 350 zu präsentieren. Auch unsere Präsenz im Hafen ist gut angenommen worden und wir konnten den Kunden bei den Probefahrten die Motoren in Aktion demonstrieren.“

Markus Krüger, Geschäftsführer Krüger Werft:
„Die Hanse Fjord 40 kam sehr gut bei den Besuchern an und fand viel Zuspruch. Das Publikum in Friedrichshafen war schon lange nicht mehr so gut wie dieses Jahr und wir rechnen mit einem positiven Verlauf der Anschlussgeschäfte.“

Team Schümann mit Yngling-Olympiafahrkarte?

DSV (Hamburg) -­ Das Duell um die olympische Fahrkarte in der Segeldisziplin Yngling ist vorzeitig entschieden.

Die Mannschaft der Berliner Steuerfrau Ulrike Schümann hat nach der Europameisterschaft vor Warnemünde alle Karten in der Hand, sich im kommenden Jahr für die olympische Segelregatta 2008 vor Qingdao zu qualifizieren. Für das Team von Kristin Wagner (Feldafing) dagegen gibt es keine Chance mehr, zum zweiten Mal hintereinander an Olympischen Spielen teilzunehmen.

Ein Mastbruch beendete im letzten Rennen der Yngling-Europameisterschaft Kristin Wagners Träume endgültig. Als Gesamt-Dreizehnte konnte die bayerische Mannschaft die Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele 2008 nicht erfüllen.

Das Team ihrer Rivalin Ulrike Schümann dagegen steht vor seiner olympischen Premiere im Gelben Meer. Die Berlinerinnen hatten die DOSB-Kriterien bereits vor den Titelkämpfen auf der Ostsee erfüllt, die sie als zehnte beendeten. Die Mannschaft muss im kommenden Jahr lediglich noch einen Leistungsnachweis erbringen, indem sie bei einer der Weltcup-Regatten vor Palma de Mallorca, Hyères oder Medemblik unter die besten zwölf Teams segeln.

«Ich bin erleichtert und überglücklich, dass es jetzt vorbei ist», sagte Ulrike Schümann. Für ihre Mannschaft mit Julia Bleck und Ute Höpfner ging es in der Zitterpartie vor Warnemünde nicht um Medaillen, sondern vor allem darum, die nationale Gegnerin in Schach zu halten und sie nicht unter die Top Fünf segeln zu lassen. Die angespannte Situation zwischen den beiden deutschen Frauen-Crews führte zu Auseinandersetzungen auf dem Wasser und Protesten an Land. «Am Ende war es nicht mehr schön», räumte Schümann ein, «ich kann noch gar nicht fassen, dass es vorbei ist. Jetzt freuen wir uns auf eine achtmonatige intensive Vorbereitungszeit auf die Olympischen Spiele.»

«Das Duell zwischen Kristin und Ulrikes Teams wurde mit hoher Intensität geführt», sagte DSV-Sportdirektor Hans Sendes, «wir sind sicher, dass im Verlauf dieser Auseinandersetzung ein starkes Team für die Olympischen Spiele gewachsen ist. Allerdings muss die Mannschaft Schümann im kommenden Jahr noch den Leistungsnachweis bringen und nach unserem Vorschlag an den DOSB offiziell nominiert werden, bevor das Olympiaticket wirklich verteilt wird.»

Die Yngling Europameisterschaft endete bereits am Freitag. Das finale Medaillenrennen musste aufgrund stürmischer Winde ausfallen.

Für alle deutschen Segler in olympischen Disziplinen steht in der kommenden Woche ein letzter Saisonhöhepunkt in der eigenen Heimat an: Die Audi Chiemsee Champions Week vom 2. bis zum 6. Oktober auf dem bayerischen Chiemsee. Der DSV TOP-Kader tritt nahezu komplett an.

ERGEBNISSE YNGLING EUROPAMEISTERSCHAFT (WARNEMÜNDE)
1. Ekaterina Skudina/Diana Krutzkikh/Natalia Ivanova (RUS); 31 Punkte
2. Mandy Mulder/Brechtje van der Werf/Marje Kampen (NED); 35 Punkte
3. Sofia Bekatorou/Sofia Papadopoulou/Christian Charamountaini (GRE); 44 Punkte
...
10. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin); 73 Punkte
...
13. Kristin Wagner/Anna Höll/Anne Pfister (Feldafing); 75 Punkte

Bootsunfall anlässlich der INTERBOOT

FRIEDRICHSHAFEN - Sachschaden von mehreren tausend Euro ist am Donnerstagabend, gegen 17.15 Uhr bei einem Bootsunfall auf dem Bodensee vor Friedrichshafen entstanden.

Ein Teilnehmer der im Rahmen der Interboot stattfindenden "Liquid Quarter Mile" war während der Aufwärmphase vor dem Rennen mit hoher Geschwindigkeit vermutlich gegen ein im Wasser treibendes Holzstück geprallt, in deren Folge der Bootsrumpf beschädigt wurde und Wasser in das das Bootsinnere drang.

Dem Havaristen gelang es jedoch noch, das beschädigte Wasserfahrzeug bis auf eine Kiesbank an der Westmole des Bundesbahnhafens zu steuern, wo es anschliessend von der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen und der Wasserschutzpolizei geborgen wurde. Zu einer Wasserverunreinigung kam es nicht.

Alle Teams sollen auf dem Chiemsee segeln

Hamburg -­ Die 49er Klasse entscheidet sich für eine Seiko-Bestenermittlung anstelle einer Deutschen Meisterschaft während der Audi-Chiemsee-Champions-Week, auch wenn die Kriterien für eine Meisterschaft erfüllt sind.

Sieben neue Teams können mit der Wahl einer Bestenermittlung jetzt an der Audi-Chiemsee-Champions-Week teilnehmen, die am Montag, 01.10.2007 beginnt. Sie sind gerade erst in den 49er umgestiegen, hatten folglich noch keine Chance die vorgeschriebenen Qualifikationsregatten zur Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft des Dt. Seglerverbandes e.V. zu segeln.

"Wir möchten neue Teams fördern und schnell in die Regattaszene integrieren" erklärt Heiko Thölmann, Präsident der Klassenvereinigung, die Entscheidung. "Alle Leistungsträger in der Klasse unterstützen diese Nachwuchsföderung und auch von dem Verband und den Trainern wurden wir gut beraten".

Besonders freut dies die Nachwuchsteams aus Bayern, Berlin und dem Norden, die vorab zu einem Sichtungstrainigslager an diesem Wochenende eingeladen sind und jetzt auch an der Audi-Chiemsee-Champions-Week teilnehmen können.

SEIKO sponsort dabei einen Teil der Fahrtkosten, und auch das Rahmenprogramm der 49er Klasse. Für die Nachwuchs- und Trainingsarbeit in 2008 stellt SEIKO der Klasse ein besonderes Budget zur Verfügung. Gute Nachrichten für die neuen 49er Segler!

Saisonabschluss der Teeny Segler – DSMC Jugendliche vorn


Isabella Strobel mit Vorschoterin Malin Baumgärtel (Foto: DSMC)

Bei schönstem Sonnenschein starteten am zweitletzten Septemberwochenende 16 Teeny Trapez Yollen vor dem Hafen der Segelkameradschaft Meersburg zur letzten Bodenseeregatta dieser Klasse in der laufenden Saison.

Die Trapez-Jüngstenjolle ist zwar für Segler von acht bis fünfzehn Jahren konzipiert, hat aber ihren Namen von ihrer Bootslänge her erhalten, ten feet long, also 3,15 Meter. Sie ist durch ihre technische Ausrüstung mit Spinnaker und Trapez ideal für die stufenweise seglerische Ausbildung mit Heranführung an die Technik des Zweihand-Segelns geeignet.

An den beiden Wettfahrttagen vor Meersburg waren echte Leichtwindspezialisten gefordert. Während am ersten Renntag nur eine verkürzte Bahn gesegelt werden konnte, bevor der Wind völlig einschlief, kamen am Folgetag bei dickem Nebel nochmals zwei Wettfahrten in die Wertung. Dann zeigte sich aber auch hier erneut die Sonne und nahm auch noch den letzten Hauch. Am besten kamen Isabella Strobel mit ihrer Vorschoterin Malin Baumgärtel vom DSMC mit den flauen Windverhältnissen zurecht. Sie verwiesen Oliver Baumgärtel mit Vorschoterin Tina Schneble (WVWa) und Martin Aigner mit Christoph Allweiler (SGÜ) auf die Plätzte zwei und drei und bewiesen erneut das Segeln kein männlich dominierter Sport sein muss. Mit dem sechsten Platz für Annika Kienle und Anette Trunz war die Regatta für die Mädchen des DSMC ein voller Erfolg.