Samstag, 4. August 2007

Fireball-WM 2007: Segeln auf alpinem Niveau

Vom 23.8. bis 1.Sept. 2007 wird der Silvaplanersee zum Mekka der Fireball-Segler. Zur Weltmeisterschaft reisen an die 90 Teams aus 13 Nationen ins Engadin, unter ihnen auch die Titelverteidiger Erich und Ruedi Moser aus der Schweiz.

Schon ein Monat vor der Weltmeisterschaft stehen fast 90 Teams auf der Meldeliste der Fireball Weltmeisterschaft 2007, die vom Segelclub St. Moritz auf dem Silvaplanersee ausgerichtet wird. Aus nicht weniger als 13 Nationen kommen die Starter. Bei gut einem Drittel der Zweierteams ist eine Frau an Bord. Das ist eine Spezialität der Fireball-Klasse. Die Zweipersonen-Jolle eignet sich hervorragend für gemischtes Segeln ohne getrennte Rangliste, selbst auf höchstem Niveau.

Das grösste Teilnehmerkontingent mit über 30 Booten kommt aus Grossbritannien, wo die rasante Fireball-Jolle ihren Ursprung hat. Aus der Schweiz gehen 20 Teams an den Start. Mit den aktuellen Weltmeistern Erich und Ruedi Moser stellt sie auch die Titelverteidiger. Sie werden aber trotz Heimvorteil kein leichtes Spiel haben. Die breite Konkurrenz mit einigen Weltmeistern vergangener Jahre und neuen Talenten wird die Jagd auf den begehrten WM-Titel spannend machen.

Der See im hoch gelegenen Engadin geniesst weit herum besten Ruf für seinen zuverlässigen und starken Thermikwind, Maloja genannt. Damit ist er ideales Terrain für hochrangige Segelwettkämpfe. Der Segelclub St. Moritz, unter der Federführung von Ronald Pieper, ist bekannt für perfekte Rennorganisation. Die Vorzeichen für einen hochkarätigen Event stehen sehr gut.

Ebenso ideal wie für die Athleten ist der See für Zuschauer. Durch seine ideale Grösse und die Zugänglichkeit der Ufer lassen sich die Regatten optimal vom Land aus verfolgen. Häufig fahren die Segelboote, immer den besten Wind suchend, sehr nahe ans Ufer. Manöver und der Kampf um entscheidende Meter können so aus nächster Nähe beobachtet werden.

Vorgängig zur Fireball Weltmeisterschaft, von Donnerstag bis Samstag, fahren sich die meisten Teilnehmer an der über 9 Läufe gehenden Testregatte, der Fireball Alpine Challenge, auf dem für sie fremden Revier ein.

Die Weltmeisterschaft in der letzten Augustwoche, von Montag bis Samstag, besteht aus maximal zehn Rennen. Bei normalen Windverhältnissen sind täglich zwei Läufe vorgesehen. Der Donnerstag ist rennfrei. Am Samstag, 1. September werden die Sieger feststehen und die Medaillen verteilt. swiss fireball rm / Ruedi Moser

Info zu und während der WM: www.fireball.ch/worlds

Freitag, 3. August 2007

Klassisches und hochklassiges Neustadt – Europastadt zwischen Muse und Segelsport

Neustadt in Holstein, idyllisch am Ende eines fjordähnlichen Hafens auf der gut geschützten Westseite der Lübecker Bucht gelegen, ist nicht nur ein renommiertes Segelzentrum an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Vom 17. bis 23. August wird hier zum vierten Mal die Rolex Baltic Week ausgetragen.

Neustadt trägt auch den besonderen Gedanken der europäischen Verständigung und nennt sich darum Europastadt. Die kulturelle Vielfalt wird besonders groß geschrieben. Ob Schleswig-Holstein Musikfestival, Oper im Schlosspark oder Kunsthandwerk im Kloster, Europäisches Folklorefestival, Europalauf oder eben internationale Regatten wie die Europameisterschaft der Melges 24 und das Finale des European Circuits der Farr 40 zur Rolex Baltic Week 2007:
Neustadt und Holstein öffnen ihre Tore für Menschen aus aller Welt und versprechen niveauvollen Kunst-, Musik- und Sportgenuss.

Seit 1986 hat die nahe und die weite Umgebung von Neustadt das renommierte Schleswig-Holstein Musikfestival (SHMF) zu Gast, dieses Jahr schon zum 22. Mal. „Hörbar Ungarn“ lautet das Motto des SHMF 2007, das international namhafte Künstler auch in den Landkreis Ostholstein führen wird. Vom 14. Juli bis zum 2. September stehen über 135 Konzerte, sechs „Musikfeste auf dem Lande“ und zwei Kindermusikfeste an 75 reizvollen und malerischen Orten zwischen Nord- und Ostsee auf dem Programm.

Zu den Spielstätten des SHMF gehören auch das Herrenhaus und die Scheune von Gut Hasselburg unweit der Neustädter Bucht, dem Regattarevier der Rolex Baltic Week. Beide bieten Kunstgenuss par excellence, für Ohren und Augen.

Denn das Gut Hasselburg ist ein herausragendes Beispiel für eine vollständige und erstklassig erhaltene wie restaurierte Gutanlage im Stil des 18. Jahrhunderts. Das zugehörige Torhaus ist das größte und eleganteste des Landes. Die Innenräume des Gutes wurden vor allem durch die dort gedrehte Fernsehserie „Das Erbe der Guldenburgs“ bekannt. Eine Besichtigung des Herrenhauses sowie der privaten Sammlung alter Tasteninstrumente aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind im Rahmen kultureller Veranstaltungen auf Hasselburg möglich.

Auf dem Neustädter Marktplatz kommen die Folklorefans alle drei Jahre zur Trachtenwoche zusammen, und das nun schon seit mehr als 50 Jahren. Sie war 1951 Wurzel des inzwischen fest verankerten europäischen Gedankens und hat den Neustädtern im In- und Ausland viel Lob und Anerkennung eingebracht. Das Festival findet dieses Jahr vom 28. Juli bis 4. August statt und liegt damit wie der Europalauf im August zeitnah zur Rolex Baltic Week.

Genießen mit allen Sinnen: Die Eutiner Festspiele locken im Juli und August weit über 40.000 Besucher in die beschauliche Rosenstadt. Die Kreisstadt Ostholsteins liegt rund 20 Autominuten von Neustadt entfernt. Zum Programm gehören große Opern wie Verdis „Aida“ in diesem Jahr, klassische Operetten wie Strauß’ „Eine Nacht in Venedig“ sowie hinreißende Feste schöner Stimmen an Gala-Abenden. Das alles findet in freier Natur auf dem „grünen Hügel“ am Seeufer im herzoglichen Schlossgarten statt und dennoch ohne störende akustische Verstärkung. Mit diesem Image hat die „Oper im Schloßpark“, die 1951 zu Ehren von Carl Maria von Weber, einem der großen Söhne der Stadt, gegründet wurde, ein vielbeachtetes Renommee erreicht.

Der Schlosspark übrigens war im 18. Jahrhundert einer der größten Barockgärten Schleswig-Holsteins. Das dazugehörige Schloss Eutin ist eine aus Backstein errichtete, vierflügelige Anlage, die nach aufwändiger Restaurierung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Sie umschließt einen hellen Hof mit verputzten Wänden, der im Gegensatz zu den nüchternen Außenfassaden mit barocken Fensterdekorationen und zwei Loggien aufwarten kann und einen nahezu südländischen Eindruck vermittelt.

Segeln meets Kunst: Das altehrwürdige, im Stil der Backsteingotik errichtete Kloster Cismar, die Küste nach Nordosten entlang Richtung Grömitz gelegen, ist ein bedeutendes Kulturzentrum und Dependance der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, die dort im Sommer hochkarätige Kunstausstellungen mit überregionaler Bedeutung präsentiert. Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist das Klosterfest Cismar, ein nostalgischer Kunsthandwerkermarkt mit anspruchsvoller Ausprägung, der jedes Jahr am zweiten Augustwochenende mit rund 150 Marktbeschickern bis zu 80.000 Besucher nach Cismar lockt.

Das „Hinterland“ Neustadts bietet auch Lifestyle anderer Art. Die Wohlhabenden und Schönen treffen sich in Timmendorfer Strand – wenige Kilometer die Ostseeküste „unten“ entlang Richtung Lübeck und ganz sicher ein Besuch Wert. Wer sehen und gesehen werden will, nimmt bitte sehr im „Café Wichtig“, das offiziell „Engelseck“ heißt, im Zentrum des Seebades Platz und lässt sich von vorbei cruisenden Nobelkarossen, schnellen Sportwagen und Cabrios – oft mit auswärtigen Kennzeichen – berauschen. Und Shoppen steht natürlich hoch im Kurs: Edelmarken aller Couleur wechseln in der schmucken Fußgängerzone gerne den Besitzer.

Und last but not least wäre Neustadt nicht Gastgeber der renommierten Segelwoche des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) Hamburg, wäre es kein Seglerparadies. Der Stadthafen im fjordähnlichen Ostseearm und die vor gelagerte ancora Marina sind eine überaus beliebte Basis für Segler. Hier finden die Wassersportler alles, was sie zur Ausübung ihres Hobbys benötigen. Die ancora Marina ist ein Logistikzentrum mit Angeboten von allgemeiner Ausrüstung bis zu speziellem Zubehör. Auch eine Segelmacherei ist vor Ort. 1.400 Liegeplätze für Boote bis zu 35 Meter Länge laden auch Besucher der Rolex Baltic Week von Seeseite ein. Die Marina wurde bereits mehrfach für ihre Umweltfreundlichkeit ausgezeichnet.

Vor den Toren Neustadts liegt in der von einem zehn Kilometer langen Sandstrand gesäumten Bucht mit einer breiten Flachwasserzone ein Surfmekka. Seit einigen Jahren lockt das Revier die Kite-Surfer, hipp und einfach in, üben sie ihren spektakulären Sport gerne vor staunendem Publikum aus. Wer einfach nur Wind, Wasser und Wellen genießen möchte, kann dies hier auf eine an der Ostsee eher seltene Art: Die lang gestreckte Bucht bietet einen Südstrand und damit besonders viel Sonne.

Dienstag, 31. Juli 2007

IBK Klimaschutzkongress 2007

Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) und die Baudirektion des Kantons Zürichveranstalten am 2. Oktober 2007 einen Klimaschutzkongress in Winterthur. Dabei stehen dergrenzüberschreitende Wissensaustausch, innovative Konzepte und Projekte sowie dieEntwicklung von gemeinsamen Initiativen zum Klimaschutz im Mittelpunkt.

An dem Kongress soll auch dargestellt werden, welche möglichen Auswirkungen und Risiken durchden Klimawandel im Bodenseeraum in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zuerwarten sind. Gleichzeitig sollen Wege für ein wirksames und nachhaltiges Handeln aufgezeigtwerden. Die alle zwei Jahre von der Kommission Umwelt der IBK mitveranstaltete Klimaschutztagungsteht in diesem Jahr unter der Überschrift "Energieeffizienz ­ Voraussetzung für ein gesundes Klima".

An der Tagung wird u. a. der Statusbericht der IBK zur "Rationellen Energieumwandlung undsparsamen Energienutzung" vorgestellt. Neben beispielhaften Projekten werden darin auchHandlungsempfehlungen für die Länder und Kantone der IBK abgegeben und mögliche Hemmnisseoffen gelegt. Am Nachmittag der ganztätigen Veranstaltung steht dann "best-practice zum Anfassen" auf dem Programm mit interessanten Besichtigungen von wegweisenden Bauten und Anlagen amTagungsort Winterthur.

Internationale Verkehrskontrollen auf dem Bodensee

Koordinierte Schwerpunktkontrollen haben die See- und Wasserschutzpolizeien rund um den Bodensee am vergangenen Freitag durchgeführt und hierbei 159 Wasserfahrzeuge überprüft.

Insgesamt mussten 52 Schiffsführer wegen Verstössen gegen die Bodenseeschifffahrtsverordnung angezeigt bzw. mit einem Verwarnungsgeld verwarnt werden. Von den Wasserschutzpolizeidienststellen der Polizeidirektion Friedrichshafen wurden 40 Boote, davon jeweils 20 Segel- und 20 Motorboote kontrolliert. In 11 Fällen mussten die Bootsführer beanstandet werden. Häufigste Beanstandungsgründe waren fehlende oder mangelhafte Ausrüstung und Verstösse gegen die Lichterführung.

Montag, 30. Juli 2007

Gemeinsame Clubregatta von ESV und SMCF

Friedrichshafen – (st) Am Samstag, den 28. 7. 2007, veranstalteten die beiden Segelvereine im Hinteren Bundesbahnhafen, der ESV und der SMCF, ihre jährliche Clubregatta – wie schon seit Jahren gemeinsam. Allerdings war der Rahmen in diesem Jahr festlicher als sonst, denn der ESV als ausrichtender Verein feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum.

Im jährlich wechselnden Rhythmus war diesmal der ESV „dran“, die gemeinsame Clubregatta zu veranstalten. Wettfahrtleiter Chris Schmid schickte die 24 teilnehmenden Schiffe um 10:00 Uhr auf die Strecke. Ein mit der Zeit auffrischender Wind mit zwei bis drei Windstärken trieb die Teilnehmer auf ihren Yachten schnell über den Kurs, der bis zur Dorniermole und zurück führte. Auf dem ersten Bahnschenkel konnten die Mannschaften zeigen, wie schnell sie wenden können, denn es musste genau gegen den Wind gekreuzt werden. Wer hier schnelle Wenden fuhr und seine Segel so trimmte, dass eine optimale Höhe am Wind gesegelt werden konnte, konnte sich von den anderen Schiffen absetzen. Heiße Wendenduelle wurden ausgefahren, an der Wendemarke vor Immenstaad sorgten einige kräftige Böen für Klettereinlagen, um die sich flachlegenden Yachten wieder aufzurichten.

Auf Spinnakerkurs jagten die Schiffe in Rauschefahrt zurück ins Ziel, am Ende benötigten die Teilnehmer zwischen knapp unter zwei und fast drei Stunden für die gesamte Regattatrecke. Erster im Ziel war ESV-Abteilungsleiter Peter Veit mit seiner „Voila“, letzter dessen Sohn Pascal Veit mit der 420er-Jolle „La Bomba“.

Nach der Yardstick-Verrechnung reichte Veits Vorsprung nicht zum Sieg, Clubmeister in der ESV-Yardstickklasse 1 wurde Bernhard Späth mit seiner Trias „Bilgenmuffel“ vor der „Voila“ und der „Ipanema“ von Harry Buchter. Die Yardstickklasse 2 wurde von Miranda-Yachten dominiert: Es gewann Jörg Bünger vor der „Kamagito“ mit Manfred Blab und der „Lady M“ von Klaus Emminger.

Beim SMCF ergab die Auswertung einen ersten Platz in Yardstick 1 für die Besatzung der „Communication“ mit Thomas Haug und Uwe Eggeling, es folgen Klaus Hagenlocher auf „Kalypso“ und Dr. Ernst Gut auf seiner noch unbenannten Esse 850. In Yardstick 2 gewann nach spannendem Kampf das Clubschiff „Wepse“, eine Fun, die von Markus Riffel gesteuert wurde, mit 50 Metern Vorsprung vor der baugleichen „…plain funilla!“ von Christine Steck. Dritter wurde die Familie Bock mit ihrer „Lütje Bris“.

Nach der Regatta folgte die Bootstaufe der „Lady M“ und der „Feja“, des neuen Clubschiffes, das sich der ESV sozusagen selbst zum 40. Geburtstag schenkte. Der ESV, genauer der Eisenbahner-Sportverein Ravensburg, Abteilung Segeln in Friedrichshafen, wurde vor 40 Jahren von einigen segelbegeisterten Eisenbahnern gegründet. Ziel des Vereins war es von Beginn an, den oft als exklusiv und teuer angesehenen Segelsport auch für weniger begüterte Interessierte zu öffnen. Einen Ausdruck findet dies unter anderem darin, dass nahezu von Beginn an Clubschiffe unterhalten wurden, die von den Clubmitgliedern gechartert werden können und so das Ausüben des Segelsports auch ohne eigenes Boot ermöglichen. Ein weiteres Beispiel ist die langjährige Teilnahme am Ravensburger Ferienprogramm, bei dem viele Mitglieder ihre Boote zur Verfügung stellen und Kindern zu einem Segeltörn mitnehmen.

Zur Jubiläumsfeier waren dann auch die Präsidenten der Nachbarclubs ebenso vertreten wie Repräsentanten der ESV-Segelabteilungen in Lindau und Konstanz sowie Vertreter der Stadt Friedrichshafen und des Hauptvereins. Alle hatten ein Geburtstagsgeschenk in Form von Ausrüstungsgegenständen oder Gutscheinen für die Ausrüstung der „Feja“ dabei. Im Zelt vor dem Vereinsheim wurde dann noch ausgelassen bis in den frühen Morgen gefeiert.
Die vollständigen Ergebnislisten finden sich unter http://www.smcf.de/.


Bernhard Späth errang zu wiederholten Male den Titel als Clubmeister des ESV. (Bild: Rüdiger Hartmann)


Den Pokal für die schnellste gesegelte SMCF-Yacht erhielt Uwe Eggeling von der „Communication“ (Bild: Rüdiger Hartmann)

Polizeibericht

In der Nacht zum Donnerstag haben unbekannter Täter an der Zufahrt zum Gelände des BMK-Yachthafens in Langenargen die Schranke aus deren Verankerung gerissen, zwei Mülltonnen umgeworfen und eine Mülltonne über einen Zaun in das Hafengelände geworfen.

Wie sich herausstellte, war diese Mülltonne zuvor beim Angelsportverein Langenargen entwendet worden. Eine weitere Mülltonne, welche die Täter vermutlich in die Argen geworfen hatten, ist bereits am Nachmittag von einem Fischer aus dem Bodensee geborgen worden.

Personen, die Hinweise zur Identität der Täter, bei denen es sich möglicher Weise um fünf Jugendliche handelte oder sonst Verdächtiges in der fraglichen Nacht, gegen 01.30 Uhr, beobachtet haben, werden gebeten, sich mit dem Wasserschutzpolizeiposten Langenargen, Telefon: 0049 (0)7543 93160, in Verbindung zu setzen.

118. Travemünde Woche beendet: Schirm, Charme und Optimismus

Das Seglervillage an der Travepromenade war das Herzstück an Land der 118.Travemünder Woche, Foto Travemünder Woche.


TRAVEMÜNDE. Mit einem spektakulären Höhenfeuerwerk auf der Nordermole und einem Stimmungshoch bei den Teilnehmern wie Veranstaltern ging am Sonntagabend (29. Juli) die 118. Travemünder Woche zu Ende. Das wechselhafte Wetter der vergangenen zehn Tage drückte zwar die Besucherzahl auf unter 900.000, jedoch nicht die gute Laune, denn Verweildauer und Zufriedenheit der Gäste stiegen. Auch die Crews der rund 650 Boote kamen seglerisch auf ihre Kosten. Trotz Flauten und Sturmböen ging fast das gesamte Wettfahrtprogramm mit weit mehr als 300 Einzelrennen über die Bühne.

„Die Mischung zwischen Jugendjollen und traditionellen Kielbooten stimmte, aber nicht alle Meldezahlen“, zogen Karin Böge und Claus-Dieter Stolze aus der Chefetage der Travemünder Woche eine selbstkritische Bilanz. Die deutschen Meisterschaften der Laser-Junioren und der Europe-Jugend sowie 52 Folkeboote, die in der 119. Travemünder Woche 2008 ihre deutschen Meisterschaft segeln werden, waren in diesem Jahr qualitative und quantitative Höhepunkte. Auch der Schwerpunkt der Gleitjollen mit dem German Grand Prix der 18-Footer direkt vor dem Strand und den Eurocups der RS-Klassen setzte einen positiven Akzent. Kleinstfelder mit teils unter zehn Booten pro Klasse soll es aber in Zukunft nicht mehr geben.

Dabei müssen eine verbesserte Infrastruktur, die finanzielle Ausstattung und die Gesamtrahmenbedingungen der Veranstaltung vor Ort helfen. Konkret notwendige Maßnahmen, die bereits 2008 sichtbar und 2009 zur 120.

Travemünder Woche abgeschlossen sein sollen, wird der Lübecker Yacht-Club als Hauptveranstalter mit der Hansestadt Lübeck in einer neuen Arbeitsgruppe „Zukunft TW“ in Kürze festlegen. Darauf einigte sich TW-Führung mit Lübecks Bürgermeister Saxe, um eine breitere Unterstützung für „unsere Veranstaltung Nummer eins“ (Saxe) zu erreichen und die Position Travemündes im internationalen Regattakalender als Meisterschaftsrevier zu festigen.

Zum Abschluss der 118. Travemünder Woche wurde nochmals in 14 Klassen auf fünf Bahnen gesegelt, hier die deutsche Bestenermittlung der Beneteau 25, Foto Travemünder Woche.

Eine wichtige Säule der schönsten Segelregatta der Welt bleibt das Festival an Land. „Das Eventprogramm ist genau wie unsere ideale Lage an der Travemündung eine der wichtigsten Säulen des Sports. Die Aktiven genießen sie nicht nur, die bunte Meile finanziert das Regattaprogramm auch mit“, erklärten Böge und Stolze unisono. Besucher aus ganz Norddeutschland und darüber hinaus honorierten weitere punktuelle Verbesserungen des bereits im Vorjahr angehobenen Gesamtniveaus des Landspektakels. Besonderes Lob erhielten nicht nur der CITTI-Park mit kostenloser Kinderanimation und die neu inszenierte Laser- und Pyroperformance als Tagesabschluss, sondern generell die Mischung des kulinarischen und kulturellen Angebots auf rund 80.000 Quadratmetern Eventgelände.

Bei mäßigen bis frischen Winden wurden am Finaltag in 14 Bootsklassen die Travemünder Woche-Sieger gekürt. Dabei machte die Kieler Crew von Kai Mares durch zwei Tagessiege in der deutschen Bestenermittlung der Bénéteau 25 alles klar. Ebenfalls mit zwei ersten Plätzen entzauberten die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach am Schlusstag die Formula 18-Konkurrenz und feierten ihren 13. Travemünder Woche-Sieg. Damit blieben sie seit Bestehen der Klasse im Jahr 2000 in Deutschland ungeschlagen. „Nachdem wir am Vortag so langsam waren, haben wir über Nacht noch mal in unserem eigenen Lehrbuch geblättert und den Capricorn umgetrimmt“, berichtete das Duo, „aber trotz der Deutlichkeit im Ziel wurde uns der Sieg nicht geschenkt.“

Die Sachs hatten in der ersten Hälfte der Travemünder Woche auch die olympische Tornado-Konkurrenz gewonnen und TW-Sieg Nummer zwölf eingefahren.

Lokalmatador Simon Grotelüschen hatte bereits am Dienstag der TW nach einer schwierigen Protestverhandlung seinen Titel als deutscher Juniorenmeister der olympischen Laser verteidigt. Tania Tammling (18) aus Heist im Kreis Pinneberg siegte bei der deutschen Jugendmeisterschaft der Europes.

Am Schlusstag schlenderten trotz des regnerischen Wetters bis Abends nochmals fast 70.000 Menschen über die Travemünder Promenaden. Dadurch kamen insgesamt rund 870.000 Besucher. „Nach dem rekordverdächtigen Auftakt an den ersten beiden Tagen hätten es unterm Strich gerne mehr sein können“, meinte Uwe Bergmann, der mit seiner Hamburger Eventagentur das Festivalkonzept an Land umsetzt, „aber das wichtigste ist die Zufriedenheit, damit alle im nächsten Jahr wiederkommen.“ Die 119. Travemünder Woche findet vom 18. bis zum 27. Juli 2008 statt.


Segeln in Zahlen

Ergebnisse vom letzten Wettfahrttag der 118. Travemünder Woche


Meisterschaft

Deutsche Bestenermittlung Beneteau 25/Platu 25 Endstand nach zwölf Wettfahrten:
1. Kai Mares (Dänischenhagen) 17 Punkte
2. Niklas Ganssauge (Hamburg) 25
3. Reinhard Hübner (Berlin) 41
4. Matthias Schmidhuber (Wasserburg) 64
5. Suzanne Willim (Goltoft) 68
6. Jens Tschentsher (Bremen) 69


Olympische Klasse

49er
Endstand nach zehn Wettfahrten:
1. Florian Kemper/Michael Krause (Kiel) 9 Punkte
2. Julian Ramm/Niels Siemsen (Kiel) 15
3. Oliver Lewin/Michel Münker (Kiel) 21
4. Tobias Maduro Nørbo/Bo Schülein (Dänemark) 29
5. Martin Gernhardt/Heiko Thölmann (Plön) 50
6. Paul Niklas Jepsen/Maui Jepsen (Heikendorf) 57


Internationale Klassen

Formula 18
Endstand nach neun Wettfahrten:
1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 9 Punkte
2. Justus Wolf/Susanne Hahn (Hamburg) 13
3. Pontus Johansson/Greg Gooda (Australien) 23
4. Andreas John/Hans-Christoph Brumberg (Hamburg) 23
5. Eckart Kaphengst/Jens Piepke (Sören) 33
6. Sven Lindstädt/Christian Rocholl (Norderstedt) 35

Melges 24
Endstand nach zwölf Wettfahrten:
1. Schwall/Bendig/Welken (Hamburg) 18 Punkte
2. Jürgen Waschek (Hamburg) 22
3. Hendrik Witzmann (München) 29
4. Markus Scheel (Lübeck) 35
5. Jan Schmidt (Schleswig) 49
6. Peter Göckel (Greifenberg) 50

A-Cat
Endstand nach acht Wettfahrten:
1. Nils Bunkenburg (Surendorf) 8 Punkte
2. Donald Beike (Lübeck) 10
3. Jörg Horn (Hamburg) 15
4. Ingmar Warnicke (Pansdorf) 25
5. Wolfgang Ratsch (Lindwedel) 27
6. Peter Rübener (Parchen) 33

J/22
Endstand nach acht Wettfahrten:
1. Andresen/Ziegelmayer/von Meyerink (Hamburg) 7 Punkte
2. Menzner/Lichte/Wolter (Stein) 20
3. Lösch/Anderson/Hanf (Erkrath) 20
4. Oehme/Schöttelndreyer/Geertz (Hamburg) 22
5. Kleinefeld/Kelly/Menken (Haltern am See) 33
6. Regener/Regener/Regener (Arnis) 33

505er
Endstand nach acht Wettfahrten:
1. Christian Niefert/Thomas Weber (Hamburg) 11 Punkte
2. Norbert Dasenbrook/Sven Meier (Düsseldorf) 11
3. Jens Hufnagel/Eckart König (Ratekau) 16
4. Gunter Peters/Lars Dehne (Wiesmoor) 16
5. Martin Kittsteiner/Oliver Dr.Stieglitz (Hamburg) 18
6. Jan Stölken/Matthias Brühl (Hamburg) 32

Skiff Open
Endstand nach zehn Wettfahrten:
1. Tobias Kunz (Hamburg) 9 Punkte
2. Eckhardt Pagel (Buchholz) 18
3. Dieter Siegmund (Einbeck) 25
4. Peter Ullmann (Oldenburg) 30

Int. 14
Endstand nach acht Wettfahrten:
1. Stephan Heim/Christian Stock (Germering) 8 Punkte
2. Axel Reinsch/Jörn Schulze (Hamburg) 10
3. Peter Roocks/Ole Klingner (Lübeck) 19
4. Carmen Bernitt/Olli Holste (kiel) 19
5. Bettina Möller/Jens Kulenkampff (Kiel) 24
6. Jan-Christian Witte/Kai Lassen (Schleswig) 31

FD
Endstand nach acht Wettfahrten:
1. Gerd Walter/Jens Walter (Gütersloh) 7 Punkte
2. Christian Schäfer/Fabian Schweigel (Erlangen) 12
3. Michael Haupt/Wolfgang Höft (Garbsen) 13
4. Oliver Gutsch/Stefan Dünwald (Frankfurt) 22
5. Felix Holz/Wolfgang Rosteck (Dortmund) 26
6. Bernd Schreiber/Kay Schäfers (Berlin) 48

Folkeboot
Endstand nach sechs Wettfahrten:
1. Nielsen/Dehn/Reichenberger (Berlin) 6 Punkte
2. Kipcke/Kipcke/Gero (Neumünster) 15
3. Breitenbach/Rehbehn/Stange (Kiel) 24
4. Rosehr/Rosehr/Schroeder (Lübeck) 31
5. Dittrich/Nommels/Hansen (Eckernförde) 34
6. Blenckner/Matt/Titze (Fleckeby) 35

29er
Endstand nach zehn Wettfahrten:
1. Nonika Oikonomopoulou/Stelios Noutsos (Griechenland) 8 Punkte
2. Christopher Horsch/Agi Ellerbroek (Hamburg) 15
3. Rico Hasler/Mark Griesmaier (Schweiz) 24
4. Maurice Pantel/Henrik Matthiesen (Winnemark) 30
5. Kevin Lee Barche/Philipp Ströh (Lübeck) 40
6. Marvin Gallinger/Marcel Ambrasas (Berlin) 42

Sonntag, 29. Juli 2007

Travemünder Woche: Favoriten in Travemünde weiter vorn

Ideale Segelbedingungen hatten die Formula 18-Katamarane am achten Wettfahrttag der Travemünder Woche. Foto: Travemünder Woche

TRAVEMÜNDE. Die Favoriten der 118. Travemünder Woche gehen am Sonntag (29. Juli) als Gesamtführende in die letzten Wettfahrten. Die Entscheidungen sind jedoch noch längst nicht überall gefallen. Der Vorsprung der Kieler Bénéteau 25-Mannschaft von Kai Mares schmolz in der deutschen Bestenermittlung auf einen Punkt vor der Hamburger Crew um Niklas Ganssauge. Punktgleich mit Justus Wolf/Susanne Hahn (Hamburg) segeln die Ostholsteiner Helge und Christian Sach bei den Formula 18-Katamaranen am Schlusstag um ihren 13. Travemünder Woche-Sieg.

Voller Tatendrang verließen die Aktiven am Sonnabend (28. Juli) den Strand und den Hafen von Travemünde. Grund: Nach dem stürmischen Vortag herrschten mäßige bis frische Winde auf der Lübecker Bucht und erlaubten in allen Bootsklassen ein umfangreiches Tagesprogramm. Alle segelten drei oder sogar vier Rennen und waren dennoch am späten Nachmittag wieder an Land, um auf der Festivalmeile in die vorletzte Nacht einzutauchen.

Eine weiße Weste behielt der Berliner Christoph Nielsen bei den Folkebooten. Er landete drei lupenreine Tagessiege und baute seinen Vorsprung auf Jürgen Breitenbach aus Kiel auf fünf Punkte aus. Der Verfolger musste – genau wie der Drittplatzierte Neumünsteraner Ulf Kipcke – eine Frühstartdisqualifikation streichen und dürfte den Spitzenreiter kaum noch gefährden. „Wir haben einen Super-Lauf“, so Nielsen, „das ist ein gutes Vorzeichen auch für die deutschen Meisterschaft im nächsten Jahr vor Travemünde.“

Als letzten Test für die Weltmeisterschaft im August in Neustadt nutzen die Bénéteau 25-Teams die deutsche Bestenermittlung. Dort bahnt sich ein spannender Zweikampf zwischen Mares und Ganssauge an. „Wir dürfen uns nicht zu sehr aufeinander konzentrieren“, meinten die Kontrahenten zur Ausgangssituation, „denn wenn wir beide zwei Wettfahrten im Matchrace in den Sand setzen, gewinnt am Ende noch ein lachender Dritter.“ Die einzigen Voraussetzungen dazu hat die Berliner Crew um Reinhard Hübner und Helmar Nauck 13 Zähler zurück auf Rang drei, während der Rest des Felds schon aussichtslos abgeschlagen ist.

Ein Matchrace könnte es auch in der Formula 18-Klasse geben, die von den Sach-Brüdern nur aufgrund der Mehrzahl an Tagessiegen (vier zu zwei) vor Wolf/Hahn angeführt wird. „Der Frühstart in der sechsten Wettfahrt passte uns gar nicht in den Kram“, meinte Steuermann Helge Sach, der neben einem Tagessieg „nur“ zwei dritte Plätze verbuchte. „Das wird am Ende noch mal richtig spannend.“

Die Wettfahrten der 118. Travemünder Woche gehen am Sonntag (29. Juli) in zwölf Klassen zu Ende. Die erste Startmöglichkeit ist um 11.40 Uhr, die letzte um 15 Uhr. Bei den vorhergesagten mäßigen Winden sollten auf allen Bahnen noch zwei Wettfahrten möglich sein. Um 23 Uhr schließt die Traditionsveranstaltung nach zehn Tagen mit einen spektakulären Höhenfeuerwerk.

Ergebnisse vom 7. Wettfahrttag der 118. Travemünder Woche

Meisterschaften

Deutsche Bestenermittlung Beneteau 25/Platu 25 Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Kai Mares (Dänischenhagen) 15 Punkte; 2. Niklas Ganssauge (Hamburg) 16; 3. Reinhard Hübner (Berlin) 28; 4. Sonja Berger (Berlin) 52; 5. Jens Tschentsher (Bremen) 55; 6. Suzanne Willim
(Goltoft) 56.

Olympische Klassen

49er
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Florian Kemper/Michael Krause (Kiel)
6 Punkte; 2. Julian Ramm/Niels Siemsen (Kiel) 19; 3. Oliver Lewin/Michel Münker (Kiel) 21; 4. Tobias Maduro Nørbo/Bo Schülein (Dänemark) 22; 5.
Martin Gernhardt/Heiko Thölmann (Plön) 37; 6. Paul Niklas Jepsen/Maui Jepsen
(Heikendorf) 41.

Internationale Klassen

Formula 18
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 10 Punkte; 2. Justus Wolf/Susanne Hahn (Hamburg) 10; 3. Pontus Johansson/Greg Gooda (Schweden) 18; 4. Andreas John/Hans-Christoph Brumberg
(Hamburg) 21; 5. Sven Lindstädt/Christian Rocholl (Norderstedt) 28; 6.
Eckart Kaphengst/Jens Piepke (Sören) 30.

Melges 24
Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Schwall/Bendig/Welken (Hamburg) 14 Punkte; 2. Jürgen Waschek (Hamburg) 16; 3. Markus Scheel (Lübeck) 26; 4.
Hendrik Witzmann (München) 27; 5. Jan Schmidt (Schleswig) 39; 6. Peter Göckel (Greifenberg) 41.

A-Cat
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Nils Bunkenburg (Surendorf) 6 Punkte; 2. Donald Beike (Lübeck) 9; 3. Jörg Horn (Hamburg) 12; 4. Ingmar Warnicke
(Pansdorf) 22; 5. Peter Rübener (Parchen) 29; 6. Torsten Eberhard (Lübeck) 32.

J/22
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Andresen/Ziegelmayer/von Meyerink
(Hamburg) 8 Punkte; 2. Lösch/Anderson/Hanf (Erkrath) 22; 3.
Menzner/Lichte/Wolter (Stein) 25; 4. Oehme/Schöttelndreyer/Geertz (Hamburg) 26; 5. Kleinefeld/Kelly/Menken (Haltern am See) 35; 6. Wens/Döblitz/Loose
(Attendorn) 37.

505er
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Norbert Dasenbrook/Sven Meier
(Düsseldorf) 9 Punkte; 2. Jens Hufnagel/Eckart König (Ratekau) 13; 3.
Christian Niefert/Thomas Weber (Hamburg) 14; 4. Gunter Peters/Lars Dehne
(Wiesmoor) 14; 5. Martin Kittsteiner/Oliver Stieglitz (Hamburg) 15; 6. Jan Stölken/Matthias Brühl (Hamburg) 29.

Skiff Open
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Tobias Kunz (Hamburg) 8 Punkte; 2.
Eckhardt Pagel (Buchholz) 13; 3. Peter Ullmann (Oldenburg) 18; 4. Dieter Siegmund (Einbeck) 24.

Int. 14
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Stephan Heim/Christian Stock
(Germering) 5 Punkte; 2. Peter Roocks/Ole Klingner (Lübeck) 10; 3. Carmen Bernitt/Olli Holste (Kiel) 11; 4. Bettina Möller/Jens Kulenkampff (Kiel) 18; 5. Jan-Christian Witte/Kai Lassen (Schleswig) 21; 6. Axel Reinsch/Jörn Schulze (Hamburg) 23.

FD
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Gerd Walter/Jens Walter (Gütersloh) 8 Punkte; 2. Michael Haupt/Wolfgang Höft (Garbsen) 10; 3. Christian Schäfer/Fabian Schweigel (Erlangen) 12; 4. Felix Holz/Wolfgang Rosteck
(Dortmund) 18; 5. Oliver Gutsch/Stefan Dünwald (Frankfurt) 21; 6. Bernd Schreiber/Kay Schäfers (Berlin) 40.

Folkeboot
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Nielsen/Dehn/Reichenberger (Berlin) 4 Punkte; 2. Breitenbach/Rehbehn/Stange (kiel) 9; 3. Kipcke/Kipcke/Gero
(Neumünster) 14; 4. Rosehr/Rosehr/Schroeder (Lübeck) 23; 5.
Blenckner/Matt/Titze (Fleckeby) 32; 6. Dittrich/Nommels/Hansen (Eckernförde) 32.

29er
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Nonika Oikonomopoulou/Stelios Noutsos (Griechenland) 7 Punkte; 2. Christopher Horsch/Agi Ellerbroek
(Hamburg) 11; 3. Rico Hasler/Mark Griesmaier (Schweiz) 18; 4. Maurice Pantel/Henrik Matthiesen (Winnemark) 22; 5. Marvin Gallinger/Marcel Ambrasas
(Berlin) 30; 6. Kevin Lee Barche/Philipp Ströh (Lübeck) 32.

Samstag, 28. Juli 2007

Travemünder Wocher: Sturmböen peitschten die Kielboote

Starkwind mit Sturmböen beutelten die Segler am Freitag auf der 118. Travemünder Woche. Nur die Kielyachten wie die Folkeboote (Foto) trotzten den harten Bedingungen.Foto: Travemünder Woche

TRAVEMÜNDE. Starkwind mit Sturmböen fegten am Freitag (27. Juli) über die Regattabahnen der 118. Travemünder Woche. Unbeeindruckt davon absolvierten die Seesegler mit ihren Dickschiffen die 36-Seemeilen-Mittelstrecke nach Grömitz. Auch 44 Folkeboote trotzen den harten Bedingungen; Tagesbeste war die Berliner Crew von Christoph Nielsen mit Torben Dehn und Klaus Reichenberger. Kai Mares (Kiel) behauptete die Führung in der deutschen Bestenermittlung der Bénéteau 25. 13 Klassen mussten aufgrund des zu starken Winds passen. Die Eurocups der RS-Skiffs gingen ohne weitere Rennen zu Ende.

Als die 47 Dickschiffe am Morgen ihre Bugs aus der Travemünde steckten, herrschten noch ideale Segelbedingungen um Stärke fünf. Auf dem Weg nach Grömitz frischte es aber immer weiter auf. In Schauern gab es einzelne Sturmböen mit neun Beaufort. Die „Gumboots" von Martin Sulanke aus Bad Schwartau erlitt einen Mastbruch. Andere klagten über eingerissene Segel und kleinere Materialschäden. Nach knapp viereinhalb Stunden Erste im Ziel direkt an der Mole des Sportboothafens Grömitz und am Freibier war die „Ohlala" von Katja Schmuetsch aus Heiligenhafen, Siegerin in der Gruppe OSC III. Die Gesamtsieger werden am Sonnabend nach der Rückregatta gekürt.

Rundum zufrieden mit dem Härtetest für die „neue alte Dame" war Folkeboot-Skipper Christoph Nielsen. „Boot und Mast sind 30 Jahre alt. Wir haben es in der ersten Saison und noch niemals bei so viel Wind gesegelt.

Alles hat gehalten, und schnell waren wir auch", so der Berliner. Im September will er mit seiner Crew zum Folkeboot-Cup nach San Francisco/USA. Nielsen: „Dort herrschen fast jeden Tag solche Bedingungen."

Seine Führung vom Vortag baute der Kieler Kai Mares in der deutschen Bénéteau 25-Bestenermittlung noch aus. Nach einem Tagessieg wurde das zweite Rennen in einer schweren Schauerböe abgebrochen, nachdem es schon mehrere „Sonnenschüsse" gegeben hatte, als Boote unkontrolliert aus dem Ruder liefen. Die kurze Pause an Land nutzte auch die olympische Silbermedaillengewinnerin im Surfen von Sydney 2000, Amelie Lux, zum Verschnaufen. Die Kielerin war als Cockpitfrau beim Berliner Daniel Nauck eingesprungen. „Das war Action pur an Bord. Ein Riesenspaß", berichtete Lux, „auch wenn meine Beine grün und blau sind." Die Fortsetzung sah erneut die Mares-Crew mit einem Zweiten und einem weiteren Tagessieg vorn. In der Gesamtwertung vergrößerte sich der Vorsprung auf Reinhard Hübner/Helmar Nauck (Berlin) auf neun Punkte.

Eine wechselhafte Eurocup-Woche liegt hinter den Mannschaften der RS-Gleitjollen. Litten sie zu Beginn unter wenig Wind, war es am Ende zuviel des Guten. Aber trotz der beiden Ausfalltage zog der Hamburger Christian Brandt, Fünfter der RS 700 und Promoter der Klassen in Deutschland, eine positive Bilanz: „Die beiden Top-Tage bleiben den Teilnehmern in Erinnerung und das Super-Eventprogramm mit den Beachclubs gleich neben unseren Liegeplätze auch. Ich bin sicher, das wir nächstes Mal mit einer größeren Flotte wiederkommen würden."

Nach dem Durchzug der Rückfront eines umfangreichen Tiefdruckgebiets soll es am Sonnabend (28. Juli) wieder ideale Windbedingungen mit vier bis fünf Beaufort auf der Travemünder Woche geben. Während die Seesegler um 11 Uhr den Rückweg der Mittelstrecke von Grömitz aus antreten, hoffen alle anderen Klassen ab 11.30 Uhr auf drei bis vier Rennen, um den Ausfalltag wettzumachen.

Freitag, 27. Juli 2007

Travemünder Wocher: Kai Mares führt Bénéteau 25 an


Das Feld der Beneteau 25 bei der deutschen Bestenermittlung mit dem Gesamtführenden Kieler Kai Mares (GER 76) in der Mitte. Foto: Travemünder Woche

TRAVEMÜNDE. Der Kieler Kai Mares und seine Crew führen die 118. Travemünder Woche in der Bénéteau 25-Klasse nach dem ersten Tag der deutschen Bestenermittlung an. Im Eurocup der RS 700 rückte der Hamburger Christian Brandt am Donnerstag (26. Juli) hinter vier Briten auf den fünften Rang vor.

Nach ihrem Tornado-Gesamtsieg starteten die Sach-Brüder (Zarnekau) auch im Formula 18-Katamaran mit drei Tagessiegen. Tagesthema Nummer eins beim TW-Veranstalter Lübecker Yacht-Club aber war der Weltmeistertitel von Svenja Puls in der Europe-Jolle.

Den Jubelschrei von Svenja Puls hallte aus dem niederländischen Workum bis auf ihr Heimatrevier vor Travemünde hinüber, so überglücklich war die Ratzeburgerin bei ihrem bisher größten Triumph. Ein phantastischer Schlusstag mit zwei Tagessiegen hatte der 22-Jährigen den Titel eingebracht. „Wir gratulieren unserem Clubmitglied am Sonnabend auf der Travemünder Woche noch persönlich", verriet TW-Organisationsleiter Claus-Dieter Stolze.
Zufriedene Gesichter gab es auch an Bord von Kai Mares, der seine Bénéteau 25 nach zurückhaltendem Auftakt (2. und 5.) ebenfalls zu zwei Tagessiegen steuerte. „Es war sehr böig und taktisch anspruchsvoll", berichtete der Kieler, „im Nu waren fünf Plätze verloren." Er lobte Wettfahrtleiter Svend Hartog für dessen umsichtige Bahnverkürzung im letzten Rennen und genoss den Blick auf die Ergebnisliste: Die Berlinerin Sonja Berger liegt mit doppelter Punktzahl (18) auf Rang zwei, seine mutmaßlich härtesten Konkurrenten Niklas Ganssauge (Hamburg/24) und Reinhard Hübner mit Helmar Nauck aus Berlin (26) sind zunächst nur Vierter und Fünfter. „Wir wollen unseren Titel wieder verteidigen", meinte der Sieger der beiden Vorjahre, Kai Mares.

Bis zur Erschöpfung segelten die überwiegend englischen Mannschaften in den Eurocups der RS-Gleitjollen. „Wir haben zwei kurze und zwei lange Wettfahrten gehabt", berichtete Bahnchef Thorsten Rocksien, „ich bin sicher, die Aktiven sind alle fix und fertig." An Spannung kaum zu überbieten ist die Entscheidung in der RS 700, die ursprünglich eine EM-Wertung geplant hatte. Vor dem Schlusstag hat Nigel Walbank die Führung mit zwei Zählern vor den punkgleichen Jon Heissig und Rob Chaplin übernommen. Der Hamburger Christian Brandt, der schon Vierter war, könnte diesen Platz zwei Punkte hinter Mark Pollington wieder zurückerobern.

Mit Genugtuung verbuchte Helge Sach die lupenreine weiße Weste zum Auftakt der F18-Wettfahrten. Jeweils mit mehreren hundert Metern entsprechend einiger Minuten Vorsprung hatte er mit Bruder Christian ihren Capricorn als Erster über die Ziellinie gesteuert. „Die Bedingungen mit wechselnden Windstärken liegen uns besonders", erklärte der Vorschoter; „wir sind wohl beim Umstellen des Trimms schneller als die anderen." Obwohl nur im letzten Rennen von Beginn an vorne, ließen die Weltmeister vom vorigen Jahr ihren Hamburger Verfolgern Justus Wolf/Susanne Hahn und Andreas John/Hans-Christoph Brumberg im weiteren Rennverlauf keine Chance. „Das war exakt unser Wind", so Helge Sach, „das kann am nächsten Tag schon ganz anders aussehen.

Wie wahr, denn für den siebten Wettfahrttag am Freitag (27. Juli) sind zunächst starke bis stürmische Winde vorhergesagt. „Über Nacht zieht ein Trog durch, der in den frühen Morgenstunden Gewitter mit schweren Sturmböen bis Windstärke zehn bringen kann" erklärt der Kieler Diplom-Meteorologe Meeno Schrader von der WetterWelt.

Der Tag nach Plan soll indes bereits um 10 Uhr mit dem Start der Mittelstreckenwettfahrt der Dickschiffe nach Grömitz beginnen. Die Eurocups der fünf RS-Klassen gehen zu Ende. Neu am Start sind mehr als 50 Folkeboote.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Zweijähriges Mädchen verstorben

Friedrichshafen

Nicht mehr retten konnten die Ärzte einer Schweizer Spezialklinik das Leben des zweijährigen Kindes, das am 18. Juli nach einem Sturz auf einer Motorfahrgastfähre mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden war.

Wie wir bereits berichteten, hatten an jenem Mittwochvormittag zwei Schweizer Ehepaare mit ihren Kindern einen Tagesausflug nach Friedrichshafen unternehmen wollen, als das kleine Mädchen etwa 10 Minuten vor Ankunft der Fähre in Friedrichshafen in einem unbeobachteten Moment auf dem Oberdeck vom Kinderwagen aus auf das Geländer kletterte und kopfüber auf das rund 5,80 m tiefer liegende Fahrdeck stürzte.

Travemünder Woche: Siege für Sachs und Tania Tammling

Die neue deutsche Jugendmeisterin in der Europe-Jolle, Tania Tammling aus Heist, vor Travemünde auf dem Weg zum Titel.
Foto: Travemünder Woche


TRAVEMÜNDE. Die 18-Jährige Tania Tammling aus Heist im Kreis Pinneberg ist neue deutsche Jugendmeisterin der Europe-Jolle. Sie siegte am Mittwoch (25. Juli) auf der 118. Travemünder Woche denkbar knapp. Schon ihren zwölften Travemünder Woche-Sieg feierten die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach im olympischen Tornado-Katamaran. Bei frischen bis starken Winden zeigten die RS-Gleitjollen spektakuläre Eurocup-Rennen.

"Leichtwind liegt mir mehr, aber es hat trotz der Anstrengung in den Böen riesigen Spaß gemacht", meinte die 18-Jährige Tammling nach der achten Wettfahrt, in der sie als Siebte ins Ziel kam. Das musste sie auch, denn ihr härtester Verfolger, Fabian Kirchhoff aus Herford, war Dritter geworden und danach punktgleich. Die Schleswig-Holsteinerin gewann nur aufgrund ihrer beiden Tagessiege der Vortage.

Für Tania Tammling ist das der erste Titel in ihrer „langen“ Laufbahn, denn sie ging schon im zarten Alter von drei Monaten mit aufs elterliche Boot. Ihr Trainingsrevier ist die Alster in Hamburg, auf der sie die Europe-Jolle schon die dritte Saison segelt. An einen Umstieg in den olympischen Laser Radial denkt sie nicht, aber an die Europe-Europameisterschaft, die in Kürzeim französischen Biscarosse stattfindet. „Da will ich beste oder zweitbeste Deutsche werden“, so das Ziel der neuen Jugendmeisterin, die nicht nur mit Urkunde und TW-Pokal ausgezeichnet wurde, sondern zusätzlich mit einem bronzenen Samurai-Helm, einem 33 Jahre alten Wanderpreis der Klasse.

Alte Bekannte begrüßte Wettfahrtleiter Peter Ramcke bei der Siegerehrung der Tornados. Helge und Christian Sach aus dem ostholsteinischen Zarnekau standen bereits zum zwölften Mal bei der TW ganz oben auf dem Treppchen. „Das hört sich hinterher immer so selbstverständlich an, war aber auch dieses Mal wieder hart umkämpft“, meinten die Brüder übereinstimmend nach ihrem Triumph. Denn am Ende hatten sie zwar vier Punkte Vorsprung vor den Russen Alexey Chekrygin und Valeriy Seleznev, jedoch in drei Starkwindrennen keinen weiteren Tagessieg verbucht.

„In der zweiten Wettfahrt ist uns die Travellerklemme abgebrochen“, berichtete der Steuermann vom Verlust einer der wichtigsten Trimmeinrichtungen am Großsegel bei Starkwind. Nach notdürftiger Reparatur, während der sie zurückgefallen waren, starteten die Sachs eine Aufholjagd, die sie noch auf den dritten Rang führte. In der Pause vor derFinalwettfahrt zogen die Brüder eine Reparaturverbesserung einem Segelwechsel vor, der angesichts des zunehmenden Winds angezeigt gewesen wäre. Helge Sach: „Das war im Nachhinein die bessere Entscheidung, sonst wären wir wahrscheinlich in den starken Böen Kapeister gegangen.

“Atemberaubende Manöver und Kenterungen gab es auf der Bahn Foxtrott zu sehen. Die pfeilschnellen RS-Skiffs hatten mit der kurzen steilen Welle vor dem Brodtner Ufer zu kämpfen. Für einige Crews waren die fünf bis sechs Windstärken schon zu viel, sie blieben gleich an Land. Andere beklagten Ruderbruch und kleinere Materialprobleme. Aber die Cracks waren nach zwei schwierigen Anlauftagen mit nur einer Leichtwindwettfahrt hochzufrieden. „Genau davon haben wir geträumt“, meinte der Hamburger Christian Brandt, der mitgeholfen hatte, die fünf Eurocups nach Travemünde zu holen.

Brandt, RS 700-Segler in der wohl anspruchsvollsten Klasse, kenterte selbst einmal, kam jedoch in allen drei Rennen über die Runden und ist mit 16 Zählern Sechster. An der Spitze liegen die beiden Engländer Rob Chaplin und Nigel Walbank mit jeweils vier Punkten vor dem Schlusstag gleichauf. „Die beiden sind eine Klasse besser als der gesamte Rest“, so Brandt, „dafür fehlt mir vor allem das Training.“ Auch in den Klassen RS 200, 400, 600 und 800 bestätigte sich die Vormachtstellung der britischen Teilnehmer.

Weitere Travemünder Woche-Sieger kommen aus Nordrhein-Westfalen. Uelrichs Roderich brauchte im letzten Trias-Rennen mit seiner Crew Michael Bünten und Franz Stoffels schon nicht mehr anzutreten so überlegen war der Simmrather. Bei den Dyas gewannen das Kölner Duo Holger Sueße und Frank Bender.Mit dem sechsten Wettfahrttag am Donnerstag steht ein Klassenwechsel an. Elf neue Bootsklassen, darunter die Formula 18-Katamarane mit den Vorjahressiegern Helge und Christian Sach sowie etliche Gleitjollen, starten ihre Travemünder Woche. Für die RS-Segler gehen die Eurocups zuende.

Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom 5.Wettfahrttag der 118. Travemünder Woche

MeisterschaftenInternationale deutsche Jugend

Meisterschaften der Europe
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Tania Tammling (Heist) 19 Punkte; 2.Fabian Kirchhoff (Herford) 19; 3. Julian Carlsdotter (Heikendorf) 23; 4.Philipp Rosenberg (Hamburg) 33; 5. Jasper Fischer (Holzwickede) 35; 6.Stefanie Holste (Ritterhude) 39.

RS 800 Eurocup
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Peter Barton/Bonnie Moody(Großbritannien) 4 Punkte; 2. Andy Cornah/Orwin Murray (Großbritannien) 6;3. Graham Simmonds/Chris Doe (Großbritannien) 8; 4. Andrew und Vicky Gould(Großbritannien) 13; 5. Alastair Shires/Penny Shires (Großbritannien) 14; 6.Daniel und Jamie Hare (Großbritannien) 15.

RS 700 Eurocup
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Rob Chaplin (Großbritannien) 4 Punkte;2. Nigel Walbank (Großbritannien) 4; 3. Jon Heissig (Großbritannien) 15; 4.Ian Nolan (Großbritannien) 15; 5. Mark Pollington (Großbritannien) 15; 6.Christian Brandt (Hamburg) 16.

RS 600 Eurocup
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. David Annan (Großbritannien) 4 Punkte;2. Andy Heissig (Großbritannien) 5; 3. Martin Fear (Großbritannien) 9; 4.Tony Mitchell (Großbritannien) 9; 5. John Archer (Großbritannien) 17; 6.Richard Mayo (Großbritannien) 19.

RS 400 Eurocup
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Ian Robson/Sandy Johnson(Großbritannien) 3 Punkte; 2. Howard Farbrother/Louise Hosken(Großbritannien) 8; 3. Giles und Heather Chipperfield (Großbritannien) 9; 4.John Cooper/Becci Wigley (Großbritannien) 13; 5. Bill und Lynda Handley(Großbritannien) 14; 6. Simon Horsefield/Lea Herod (Großbritannien) 18.

RS 200 Eurocup
Gesamtstand nach vier Wettfahrten: 1. Ian Pickard/Lucy Matthews(Großbritannien) 4 Punkte; 2. Nicholas Charles/Juliet Kingsnorth(Großbritannien) 5; 3. Trudie Fell/Peter Cruikshank (Großbritannien) 8; 4.Paul Dorer/Ian Robertson (Großbritannien) 12; 5. Andy Robertson/Chris Witty(Großbritannien) 12; 6. Roy McCubbin/Kirsty McSeveney (Großbritannien) 15.

Olympische Klassen

Tornado
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Helge und Christian Sach (Zarnekau) 8Punkte; 2. Alexey Chekrygin/Valeriy Seleznev (Russland) 12; 3. NilsBunkenburg/Susanne Hahn (Surendorf) 13; 4. Pavel Sozykin/Vitaly Russu(Russland) 23; 5. Christina und Florian Loweg (Stuttgart) 29; 6. EckartKaphengst/Jens Piepke (Sören) 34.

Internationale Klassen

Dyas
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Holger Sueße/Frank Bender (Köln) 9Punkte; 2. Lothar Schmidt/Ingo Schleicher (München) 15; 3. CarloSeyfarth/Norbert Schmidt (Höhr-Grenzhausen) 21; 4. Jens Leicher/AndreasHappich (Koblenz) 30; 5. Dirk Grotebrune/Hannes Stricker (Hamburg) 38; 6.Eckhard Meyer/Jörg Mürau (Ochsenfurt) 42.

Trias
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Roderich/Bünten/Stoffels (Simmrath) 8Punkte; 2. Stamm/Reeh/Gläser (Berlin) 9; 3. Hanisch/Hallensleben/Broy(Berlin) 23; 4. Assheuer/Zeller/Gaede (Köln) 24; 5. Bergner/Billig/Jumpertz(Schwabach) 31; 6. Stansch/Detlefs/Ullrich (Berlin) 33.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Landes-Segler-Verband bestellt Anti-Doping-Beauftragten

Brandaktuell, wenn auch nicht in der Sportart Segeln: Doping im Leistungssport.Dieses Thema war wichtiger TOP Mitte Mai bei der Tagung der Vorsitzendenund Geschäftsführer der Fachverbände im Landes-Sport-Verband BW.

Dessen Anti-Doping-Beauftragter, Dr. Heiko Striegel, machte deutlich, dass nichtnur die Spitzenverbände sondern auch und gerade die Träger der Kader-Sportlerinnen und Sportler, also die Fachverbände, sich dieses Themas energisch und gezielt annehmenmüssen. Unabhängig davon, dass der DSV ja schon lange das Thema Doping im Leistungssport im Focus hat, ist dieses auch bei den Landes-Kadern zwingendund vor allem präventiv zu behandeln.

Der Vorstand des LSV BW hat deshalb anl. seiner letzten Sitzung Ende Juni diesesThema ein weiteres Mal aufgegriffen und vor allem reagiert. Mit sofortiger Wirkungwurde einstimmig (und natürlich mit vorheriger Einwilligung) Herr Rolf -Michael Huberzum Anti-Doping-Beauftragten des Verbandes bestellt.

Der Name wird einigen bekannt vorkommen. Richtig ! Rolf Huber war lange Jahre Landes-Jugendobmann, nahm dann eine "Auszeit" und will sich nunmehr wiederehrenamtlich engagieren. Wir sind dankbar und freuen uns auf seine Mitarbeit.

Für den gewiß nicht leichten Job bringt er durch seine Lehramtstätigkeit, speziell im Fachbereich Chemie, gute Voraussetzungen mit. B-Trainer-Lizenz hat er auch, aktiver Segler ist er allemal.

Adresse: Gottlieber Straße 32, 78462 Konstanz, Tel. 0049 (0)7531 22879
E-Mail: Huber-KN@t-online.de

Reinhard Heinl, 1.Vors. LSV BW (http://www.seglerverband-bw.de).

Comeback von Russell Coutts bei Oracle

Russell Coutts wird bei der nächsten Austragung des America's Cup sein Comeback geben. Der neuseeländische Steuermann, dreifacher Gewinner des «Auld Mug», gab die Zusammenarbeit mit dem US-Team Oracle als Direktor und Skipper bekannt.

Der 45-jährige Coutts, einer der weltbesten Segler, hatte sich 2004 nach dem ersten Alinghi-Sieg im America's Cup vor Auckland (Neus) im Streit von Patron Ernesto Bertarelli getrennt. Bei Oracle wird der mehrfache Weltmeister diverser Klassen wie erwartet Nachfolger von Chris Dickson, der nach dem überaus deutlichen Halbfinal-Out im Louis Vuitton Cup gegen Luna Rossa (It) demissioniert hatte. Dickson war im Syndikat des US-Milliardärs Larry Ellison trotz Kritik diverser Teammitglieder CEO, Skipper und Steuermann in Personalunion. (si)


Offizielle Meldung von BMW ORACLE Racing Team

Larry Ellison begrüßt neuen CEO
BMW ORACLE Racing Team-Eigner Larry Ellison hat gestern bekannt gegeben, dass sein Team für den AC 33 vom dreifachen America’s-Cup-Sieger Russell Coutts geleitet wird. “Russell und ich freuen uns beide darauf, am nächsten America’s Cup teilzunehmen”, sagte Ellison.

Der Neuseeländer sagte, er habe das Angebot, als CEO zu BMW ORACLE Racing zu stoßen, begeistert angenommen. “Diese Herausforderung gibt mir eine Führungsrolle in einem außergewöhnlichen Team. Ich freue mich darauf, ein erfolgreiches Team aufzubauen. Und ich teile Larrys Vorstellungen von engen und mitreißenden Regatten“, sagte Coutts.

“Es wird großartig sein, wieder beim Cup dabei zu sein. Ich habe der 32. Auflage mit Freude zugesehen – aber freue mich sehr darauf, wieder selbst auf dem Wasser dabei zu sein.”

Simon Grotelüschen (LYC) verteidigt Titel, Lübecks Saxe schlägt Rostocks Methling im Rotspon Cup

Alter und neuer deutscher Juniorenmeister der olympischen Laser-Klasse auf der 118. Travemünder Woche: Simon Grotelüschen vom veranstaltenden Lübecker Yacht-Club. Foto: Travemünder Woche.

TRAVEMÜNDE. Ein turbulenter Tag liegt hinter der 118. Travemünder Woche. Zur Halbzeit bot er am Dienstag (24. Juli) vom spaßigen Rotspon Cup der Bürgermeister über Gewitterwarnungen mit Platzregen, die zur Absage einiger Wettfahrten führten, und harten Juryverhandlungen bis hin zu vielen strahlenden Siegern alle Facetten. Zu Letzteren gehörte auch Lübecks Verwaltungschef Bernd Saxe, der Rostocks Bürgermeister Roland Methling beim 2:0 im Matchrace keine Chance ließ. Den deutschen Juniorenmeistertitel der olympischen Laser musste Lokalmatador Simon Grotelüschen am grünen Tisch verteidigen, nachdem er auf dem Wasser die Führung zurückerobert hatte.

Knisternde Spannung herrschte am Nachmittag auf dem Parkplatz hinter dem Regattabüro. Im grauen Container der Jury 1 wurde über den Ausgang der Laserregatten entschieden. Die Kontrahenten waren ausgerechnet der Berliner Malte Kamrath und sein Freund Simon Grotelüschen, Nummer eins und zwei des Gesamtklassements. Was war passiert? Weil der Lübecker sich bereits am Vortag eine Disqualifikation eingefangen hatte, attackierte Kamrath ihn schon vor dem Start des fünften Rennens, um eine Regelverletzung zu erzwingen, die Grotelüschen aussichtslos zurückgeworfen hätte. Das Verhalten ist in Matchraceregatten gang und gäbe, kommt aber auch sonst immer wieder vor, wenn es „um die Wurst" geht. Kurz vor dem Start kam es zur Kollision, als Kamrath mit Wegerecht von Lee auf Grotelüschen zuhielt.

Allerdings hätte der Protestierende seinem gerammten Widersacher mehr Zeit zum Ausweichen geben müssen, entschied die Jury. Schließlich könne sich niemand in Nullkommanichts in Luft auflösen. „Das ist ein ganz normaler Vorgang mit einer Juryentscheidung, die auch der Unterlegene akzeptieren muss", meinte Bundeshonorartrainer Klaus Lahme (Hamburg), der die harten Bandagen für international üblich hielt, aber keine nachhaltig getrübte Stimmung zwischen den befreundeten Seglern will.

Über die 90minütige Verhandlung verstrich das Zeitlimit für den spätestens möglichen Start des Medalraces der besten Zehn, das eigentlich über den Gesamtsieg der Laser entscheiden sollte. Simon Grotelüschen konnte es am Ende egal sein. Er hatte Kamrath (5.) zuvor als Zweiter auf dem Wasser geschlagen und hätte unabhängig von dem Protest das bessere Ende für sich gehabt. Deshalb strahlte der 20-Jährige am Ende auch, ließ sich von Freundin und Mutter umarmen sowie von TW-Organisationschef Claus Dieter Stolze mit einem Glas Schampus feiern.

Zwei strahlende Bürgermeister beim Rotspon Cup: Rostocks unterlegener Roland Methling (links) und Bernd Saxe aus Lübeck. Foto: Travemünder Woche.

Dem Rotwein trachtete dagegen die Politik. Ein bisschen wirkte es als wollte Rostocks Oberbürgermeister seinen Lübecker Kollegen gar nicht zum Duell um eine Sechs-Liter-Flasche Rotspon herausfordern, so spät startete seine Crew nach dem Hausherr. Als Rolf Erwert, Vorsitzender des Lübecker Yacht-Clubs, das Hornsignal zum Start gab, lag das 6,50 Meter lange Kajütboot vom Typ Skippi 650 des Mecklenburgers jeweils noch rund 50 Meter von der Startlinie weg. Den Rückstand machte seine Mannschaft in beiden Vergleichen nicht mehr wett.

„Wir sind kampferprobte Freunde, und so ein Event trägt zur guten Atmosphäre zwischen zwei Hansestädten bei", meinte Methling zurück an Land. In Punkto Wirtschaftsansiedlung, Fährlinien und Tourismus bestehe eine „gesunde Konkurrenz": Die beiden Großregatten Warnemünder und Travemünder Woche ergänzten sich prima im internationalen Regattakalender und sollten künftig noch besser kooperieren, wünschte sich der Gast aus Rostock, dessen Segelerfahrung als einmaliger Vorschoter im 420er auf dem Schweriner See und auf Traditionsschiffen beruht.

Den Bürgermeistern reichte eine leichte Brise auf der Trave für ihre Kurzrennen, den spektakulärsten Klassen war der Wind am vierten Regattatag nicht treu. Die Eurocups der RS-Gleitjollen gingen genauso leer aus, wie die olympischen Tornados, die ihre TW jedoch noch fortsetzen. „Wir hatten eine Gewitterwarnung, die bis 20 Uhr Sturmböen bringen konnte", erklärte der oberste Wettfahrtleiter Walter Mielke seine Entscheidung, um 16 Uhr alle weiteren Rennen des Tages anzusagen. Grund: „Das kann schneller aufziehen, als die Boote zurück an Land in Sicherheit kommen."

Dennoch fielen am Dienstag einige Entscheidungen auf dem Wasser. Mit einem Tagessieg in der letzten Wettfahrt gewannen die Bremer Sven Vagt und Stina Hadeler die Piraten-Konkurrenz der 118. Travemünder Woche einen Punkt vor den Zweitplazierten Lübeckern Thomas Kaitschick und Peter Gardeweg hauchdünn. Das gleiche Kunststück gelang dem Kieler Christoph Homeier bei der norddeutschen Meisterschaft der Contender. Auch in der O-Jolle machte Wolfgang Höfeler (Marl) den Gesamtsieg erst am Ende klar so wie Bernhard Kraus aus Rieden am Forggensee in der Sprinta Sport.

In der olympischen 470er-Jolle siegten Veit Hammeter und Martin Hostenkamp aus Lindau, im kleineren 420er Fabian Tang und Kevin Hammel aus Düsseldorf.

Genauso ungefährdet wie Manfred Brändle und Thorsten van Eyll aus Wuppertal im Schwertzugvogel waren die Engländer Richards/Fairley/Richards, dessen Steuermann in der Schweiz wohnt und arbeitet, im German Grand Prix der 18-Footer.

Am Mittwoch (25. Juli) geht die Internationale Deutsche Meisterschaft der Europes genauso zu Ende, wie die Travemünder Woche der olympischen Tornados sowie der Trias und Dyas. Die RS-Skiffs setzen ihre Eurocups fort. Die Starts sind ab 11.30 Uhr geplant.

Alle Ergebnisse >

Dienstag, 24. Juli 2007

118. Travemünder Wocher: Alle Skiffs fest in britischer Hand

TRAVEMÜNDE. Die spektakulären Skiffklassen liegen auf der 118. Travemünder Woche fest in britischer Hand. In den fünf Eurocups der RS-Boote sowie im German Grand-Prix der 18-Footer siegten am Montag (23. Juli) ausnahmslos Engländer.

Schadlos hielten sich auch die Zarnekauer Sach-Brüder Helge und Christian im olympischen Tornado. Mit zwei weiteren Tagessiegen sind die Routiniers bereits auf dem Weg zum zwölften Travemünder Woche-Sieg.

Nach einer Disqualifikation war der Lübecker Lasersegler Simon Grotelüschen verärgert, da zunächst von der Titelverteidigung bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft abgekommen.

Den Travemünder Woche-Sieg in der Sportsboat-Klasse holte die Brenta 24 des Berliners Jens Hartwig mit weißer Weste.

Auch am dritten Wettfahrttag bleiben die Windverhältnisse auf den neun Bahnen vor der Travemündung schwierig. Allerdings erlaubten die Bedingungen gleich zu Beginn am späten Vormittag in allen Klassen zumindest eine Wettfahrt, bevor die Brise am frühen Nachmittag einschlief und nicht mehr rechtzeitig zurückkehrte. „Teilweise Bewölkung hat den Aufbau einer konstanten Seebrise wie befürchtet verhindert", erklärte der Kieler Diplom-Meteorologe Meeno Schrader von der WetterWelt.

Den schnellen 18-Footern auf der Bahn Beach direkt vor dem Strand neben der Nordermole konnte das jedoch nichts anhaben. Sie brachten erneut drei Kurzrennen durch, in denen sich die führenden Brüder Andy und Dave Richards mit Andrew Fairley neben zwei Tagessiegen einen zweiten Rang als Streicher erlaubten. Für die Suche nach Europas besten RS-Seglern war das allerdings eine besonders ungünstige Wetterentwicklung, denn ihr Auftakt war erst für
13 Uhr terminiert. Das hatte in der akrobatischsten Klasse, den 700ern, zur Folge, dass nur vier Aktive ins Ziel kamen. Durch die Überlegenheit von Rob Chaplin schafften es nur noch drei Landsleute, innerhalb des Zeitlimits von 20 Minuten nach ihm ins Ziel zu kommen. Unter den Schnitt fielen auch die beiden Hamburger Christian Brandt und Max Döhler. „Der Wind ist am Ende komplett eingeschlafen", berichteten die Liegengebliebenen resigniert, „eine Bahnverkürzung wäre besser gewesen, aber so sind halt die Regeln."

Mit denen haderte Simon Grotelüschen auf der Travepromenade beim Abriggen seiner Laser-Jolle. Der 20-Jährige sah auf der Zielkreuz von der Jury auf dem Wasser die gelbe Flagge, gleichbedeutend mit einem Regelverstoß. Weil er am Vortag bereits eine erhalten hatte, musste er die vierte Wettfahrt auf der Stelle aufgeben. „Ich soll zu viele Wenden in einem zu kurzen Zeitraum gemacht haben", berichtete der amtierende deutsche Juniorenmeister, was verboten ist, wenn es nicht taktisch begründet ist oder zusätzlichen Vortrieb gibt. In der Gesamtwertung kostete ihn das die Führung, da die Disqualifikation nach vier Rennen noch nicht gestrichen werden darf. Er ist im Zwischenklassement der Meisterschaft nur Neunter. Ein fünftes Rennen wurde bei abflauendem Wind abgebrochen, soll aber am Dienstag (24. Juli) vor dem finalen Medalrace der besten Zehn noch nachgeholt werden. Grotelüschen: „Hoffentlich reicht der Wind auch dazu."

Zufriedene Gesichter zeigten die Travemünder Woche-Abonnementsieger Helge und Christian Sach zur Halbzeit der Tornados. Nach fünf Rennen haben sie schon sieben Punkte Vorsprung vor den Zweitplatzierten Russen Alexey Chekrygin/Valeriy Seleznev. Von den beiden Tagessiegen war allerdings nur der Zweite überlegen, als sie sieben Minuten Vorsprung hatten. „Das war fast ein ganzer Vorwindschenkel", so der Steuermann. Im ersten Rennen hatte er sich mit seinem Vorschoter bei noch etwas mehr Wind zunächst vom dritten Rang, „durch Nutzung aller Dreher" an die Spitze arbeiten müssen.

Die nächsten Wettfahrten starten am Dienstag (24. Juli) in allen Klassen ab 11.30 Uhr. Es stehen die Entscheidungen in den olympischen Klassen 470er, Laser und Laser Radial an als auch in den internationalen Klassen 420er, 18-Footer, Pirat, Schwertzugvogel, Sprinta Sport und O-Jolle. Die Wettervorhersage prophezeit ähnliche Bedingungen wie am Montag.

Montag, 23. Juli 2007

2. Wettfahrttag der 118. Travemünder Woche

Dreikampf der Laser-Kadersegler

TRAVEMÜNDE. Die ersten Sieger der 118. Travemünder Woche stehen fest. Es sind die besten Eigner und Crews der 45 Dickschiffe, deren Kurzwettfahrten bereits am Sonntag, dem 22. Juli, zu Ende gingen. Sie kommen in acht verschiedenen Wertungsklassen aus Lübeck, Neustadt, Berlin, Bremen und Wolfenbüttel. In der olympischen Laser-Klasse ist der erwartete Dreikampf der deutschen Kadersegler entbrannt, während sich bei den Tornados ein deutsch-russischer Vergleich anbahnt.

Kurz vor 14 Uhr kreuzte die Kieler Hochseeyacht „Dolce Vita“ als Erste die Ziellinie auf der Neustädter Bucht. Damit sicherte sich Eigner Jörg Dollenberg aus Wolfenbüttel nicht nur den Gesamtsieg der „Königsklasse“ IMS I, sondern überflügelte im Ostsee Cup V (OSC V) auch noch die „patent 3“ von Jürgen Klinghardt aus Bremen, Siegerin nach IMS II. Jörg Inselmanns „Mandus Helmholt“, ebenfalls aus Bremen gewann die Gruppe IMS III/IV. Die weiteren Travemünder Woche-Sieger im Ostsee Cup: „Tabaluga“ (Uwe Wulf/Lübeck, I), „na und“ (Stefan Meining/Lübeck, II) sowie „Nic 2“ (Clemens Reichert/Neustadt,
III) und „Nomis“ (Helmut Simon/Berlin, IV).

Bis 15.30 Uhr mussten die pfeilschnellen Tornados warten, die in ihren Klassenregeln ein Windlimit von sechs Knoten vorschreiben. Mittags hatte Wettfahrtleiter Peter Ramcke schon ein Rennen angeschossen, musste dies aber nach einem extremen Winddreher wieder abbrechen. Zunächst überraschte der A-Cat-Crack Nils Bunkenburg aus Surendorf mit seiner neuen Hamburger Vorschoterin Susanne Hahn als Tagessieger vor zwei russischen Mannschaften und den Lokalmatadoren Helge und Christian Sach aus Zarnekau.

Gedrängel herrschte an der Startlinie der olympischen Laser-Klasse, die gleichzeitig ihre deutsche Juniorenmeisterschaft austrägt. Erst unter verschärften Startregeln (schwarze Flagge) war das allzu forsche Teilnehmerfeld zu bändigen. Vorne lagen im Ziel wie erwartet die Kadermitglieder des Deutschen Segler-Verbands (DSV). Simon Grotelüschen vom TW-Veranstalter Lübecker Yacht-Club hatte im ersten Rennen den Bug vor dem Berliner Malte Kamrath und dem Rostocker Alexander Schlonski. Die ersten beiden konkurrieren auch um den Titel des deutschen Juniorenmeisters.

HINWEIS für die Redaktionen: Außer auf der Seebahn werden auf allen Bahnen weitere Rennen gesegelt. Eine endgültige Tageszusammenfassung folgt gegen 19 Uhr.

Segeln in Zahlen

Sonntag, 22. Juli 2007

Erste Ergebnisse vom 2. Wettfahrttag der 118. Travemünder Woche

Seebahn

Endergebnisse nach zwei Wettfahrten

OSC I
1. „Tabaluga“, Uwe Wulf (Lübeck) 3 Punkte, 2. „Chica“, Christian Jäger
(Lübeck) 4, 3. „Picaro“, Georg Westphal (Lübeck) 6.

OSC II
1. „na und“, Stefan Meining (Lübeck) 2 Punkte, 2. „Hobbes“, Peter Thyen
(Lübeck) 4, 3. „Flotte Lotte“, Frank Haßler (Timmendorfer Strand) 7.

OSC III
1. „Nic 2“, Clemens Reichert (Neustadt) 4 Punkte, 2. „entemix“, Kai Plassmeier (Hamburg) 4, 3. „Test“, Dan Bauermeister (Wismar) 5.

OC IV
1. „Nomis“, Helmut Simon (Berlin) 3 Punkte, 2. „Rumtreiber“, Ulrich Martens
(Grevesmühlen) 4, 3. „Aramis“, Arne Kölpin (Lübeck) 6.

OSC V
1. „Dolce Vita“, Jörg Dollenberg (Wolfenbüttel) 3 Punkte, 2. „patent 3“, Jürgen Klinghardt (Bremen) 5, 3. „Robinson“, Holger Reppin (Lübeck) 7.

IMS I
1. „Dolce Vita“, Jörg Dollenberg (Wolfenbüttel) 2 Punkte, 2. „Express“, Regine Jager (Wolgast) 4, 3. „Made in Sweden“, Matthias Renner (Schweden) 6.

IMS II
1. „patent 3“, Jürgen Klinghardt (Bremen) 3 Punkte, 2. „Flying Circus“, Wolfgang Uecker (Lübeck) 4, 3. „Havoc“, Enno Thyen (Lübeck) 5.

IMS III/IV1. „Mandus Helmholt“, Jörg Inselmann (Bremen) 3 Punkte, 2. „Flöde“, Joern Thiel (Tangendorf) 3, 3. „Stalker“, Florian Jungblut (Hamburg) 6.

8 er WM: „Mission completed!“ 2 Titel gehen an den See!


Die überlegenen Sieger SUI 11 "Aluette"


H 9 „Elfe II“ Sieger in der „First Rule Class“


H 4 „Sposa“ Zweiter in der „First Rule Class“


GER 8 „Wyvern“ 10. Platz

Die abschließende Wettfahrt der 8er WM am Samstag sah einen überlegenen neuen Weltmeister: SUI 11 „Aluette“ gecoacht von Ekkehard Kaller und erneut hervorragend gesteuert von Tino Ellegast. Die Taktik war schon vor dem Start allen klar. Die zweitplazierte GBR 2 „Lafayette“ würde alles tun, um das deutsch-schweizerische Team so weit nach hinten zu segeln wie möglich.

Die Schotten hatten als bislang schlechtestes Ergebnis einen 4. Platz als Streicher, während „Aluette“ noch die Bürde des Frühstartes vom vergangenen Mittwoch mit sich tragen mußte. Bereits vor dem Start entwickelte sich ein Duell zwischen den beiden Yachten. Allerdings hatte die Mannen um Allan Manuel auf der „Lafayette“ wohl nicht bedacht, daß an der Pinne von SUI 11 mit die aktuelle Nummer 39 der Match Race Weltrangliste saß und alle Angriffe von GBR 2 souverän parierte. Beide Yachten starteten dennoch recht gut und lagen im vorderen Drittel des Feldes.

Auf der ersten Kreuz kam es dann zu einem regelrechten Wendeduell der beiden Kontrahenten, in dem sich aber zeigte, dass die Bodenseeyacht immer einen Hauch schneller wendete und auch ihre Genua besser trimmte. Obwohl „Lafayette“ zunächst die bessere Ausgangsposition hatte, fuhr ihnen SUI 11 einfach davon und hatte ca. 4 Längen Vorsprung, als Steuermann Ellegast wendete, um vor dem Bug von „Lafayette“ zu passieren. Nach der Wende hatten die Altnauer den Wind von Backbord, während die schottische Yacht mit Wind von Steuerbord auf ihren Gegner zusegelte.

Ein sofortiger Protest der Briten war die Folge. „Aluette“ zeigte sich unbeeindruckt und fuhr konsequent immer weiter nach vorn, während „Lafayette“ zurückfiel und wohl alle Hoffnungen darauf setzte, den WM Titel am grünen Tisch zu gewinnen. Am Ende belegte SUI 11 den dritten Platz in dieser abschließenden Wettfahrt, die erneut schwachwindig war und sowohl von Winddrehern, als auch einigen unverständlichen Handlungen und Fehlern der Wettfahrtleitung gekennzeichnet wurde.

Großartig segelten in dieser Wettfahrt auch GER 8 „Wyvern“ aus Radolfzell und H 4 „Sposa“. Die Publikumslieblinge aus Lindau mit Robby Nitsche an der Pinne starteten endlich einmal couragiert und konnten trotz defensiven Segelns an den Bahnmarken mit den schnelleren modernen Booten mithalten. H 9 „Elfe II“ vom LSC, gesteuert von Andi Lochbrunner stand schon vor der letzten Wettfahrt als Weltmeister in der „First Rule Class“ und ging gar nicht mehr an den Start. Dafür konnte der schottische Gaffelachter H 12 „The Truant“ in der letzten Wettfahrt zum ersten Mal an den Start gehen. Die Restaurierungsarbeiten an dieser Yacht konnten einfach nicht rechtzeitig fertiggestellt werden, aber eine Wettfahrt wollte die sympathische junge Crew um Skipper Mike Dalglish dennoch mitsegeln.

Zu Recht gönnte sich das Team vom Altnauer SC auf der „Aluette“ nach dem Zieldurchgang einen kräftigen Siegesschluck aus dem mitgeführten kleinen Bierfaß, denn egal wie der Protest gegen sie ausgehen würde, sie hatten auf dem Wasser gezeigt, daß sie unter allen Wetterbedingungen die schnellsten waren.

So wurden denn vom veranstaltenden Royal Northern and Clyde Yacht Club und Titelsponsor Chopard die letzten Vorbereitungen für Siegerehrung und Galadinner getroffen und die ersten Gäste zum abschließenden Empfang begrüßt, während die international Jury noch den Protest verhandelte. Nach eineinhalbstündiger Verhandlung stand fest: Protest abgewiesen, SUI 11 „Aluette“ ist Weltmeister und gewinnt auch die einst vom damaligen italienischen König Umberto gestiftete „Coppa Italia“.

IBN-online gratuliert den Weltmeistern vom Bodensee!

Beim abschließenden Galadinner wurden die Yachten zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2008 in Hankö (Norwegen) eingeladen und die erste Meldung für diese WM bekanntgegeben: König Harald von Norwegen wird mit seinem dann komplett restaurierten Achter NOR 33 „Sira“ an den Start gehen.

Die komplette Ergebnisliste der WM auf dem schottischen Clyde werden wir in Kürze veröffentlichen. (Willii Gohl / IBN) Ergebnissliste >

Samstag, 21. Juli 2007

8er WM: Tag der Entscheidung


Am heutigen Samstag fällt die Entscheidung im 8m Chopard World Cup 2007! Nachdem SUI 11 „Aluette“ ihre OCS-Wertung streichen konnte (ab der 6. Wettfahrt kann das schlechteste Ergebnis gestrichen werden) wurde sie von Tino Ellegast zu zwei beeindruckenden Tagessiegen gesteuert. Das fachkundige Publikum auf den vielen Zuschauerbooten –darunter die britische Prinzessin Anne- hatte bei den frischen Winden eher auf GBR 2 „Lafayette“ gesetzt, aber die Bodenseesegler zeigten eine nahezu fehlerlose Vorstellung und ließen sich auch durch ein kleinen Öltanker, der ihnen auf der ersten Kreuz vor die Nase fuhr, nicht aus dem Konzept bringen.

Während die schottische Konkurrenz natürlich den Vorteil der Revierkenntnis besitzt, haben die Altnauer dies durch perfekte Manöver ausgeglichen und zum Teil auch die besseren Seiten auf dem Meeresarm nördlich von Glasgow gewählt. Taktisch scheint das deutsch-schweizerische Team allen Konkurrenten ohnehin überlegen zu sein. Die WM ist aber noch nicht in trockenen Tüchern und „Aluette“ muss auch heute konsequent auf Sieg segeln, denn „Lafayette“ liegt nur drei Punkte zurück. Der Mitfavorit NED 1 „Hollandia“ wird zwar gut, aber eben nicht so gut wie „Aluette“ und „Lafayette“ gesegelt und ist wohl nunmehr chancenlos.

Von den anderen Bodenseeyachten gibt es nichts Aufregendes zu berichten. „Elfe II“ war erneut zweimal vor „Sposa“ im Ziel, während GER 8 „Wyvern“ erneut einen Frühstart hatte. Die Radolfzeller hatten aber aus ihren Fehlern gelernt und waren inzwischen mit einem Funkgerät ausgerüstet und bekamen so ihren Frühstart aus dem Äther serviert, segelten zurück hinter die Linie und rollten das Feld von hinten auf, mehr als ein 12. Platz war allerdings nicht mehr drin. Im zweiten Freitagsrennen belegten sie dann Platz 9.

Das Klassement vor der Entscheidung:
1. SUI 11 Aluette 8 Pkt.
2. GBR 2 Lafayette 11 Pkt.
3. NED 1 Hollandia 17 Pkt.
4. SUI 8 Yquem 24 Pkt.
5. CAN 24 Gefion 26 Pkt.

11. GER 8 Wyvern 62 Pkt.

First Rule
1. H 9 Elfe II 8 Pkt.
2. H 4 Sposa 13 Pkt.

Willii Gohl

Freitag, 20. Juli 2007

Sipplingen: Polizeibericht

Auf Bootszubehör hatten es unbekannte Täter abgesehen, die im Zeitraum von 10. bis 18. Juli an einem Motorboot auf dem Trockenliegeplatz im Sipplinger Hafen West einen mit Kette und Schloss gesicherten Außenbordmotor der Marke Mercury, Modell F40ELPT-BOD (40 PS) sowie vier Festmacherleinen im Gesamtwert von rund 3.500 Euro entwendeten.

Die Täter durchtrennten vermutlich mit einem Bolzenschneider sämtliche technischen Zuleitungen des Motors und nahmen die Festmacherleinen aus der zuvor gewaltsam geöffneten Bakskiste.

Personen, die im fraglichen Zeitraum Verdächtiges im Hafen West beobachtet haben oder Hinweise zum Verbleib des Außenbordmotors mit der Nr. 0G961150 sowie der Leinen geben können, werden gebeten, sich mit der Wasserschutzpolizeistation Überlingen, Tel. 0049 (0)7551 949 590, in Verbindung zu setzen.