Montag, 22. Juni 2009

Herrmann und Oehme mit der „Beluga Racer“ am Traumziel

22.06.09 - PORTIMÃO. Boris Herrmann und Felix Oehme haben das Portimão Global Ocean Race gewonnen. Am Sonntagvormittag (21. Juni) kamen die Weltumsegler aus Kiel und Hamburg mit ihrer Yacht „Beluga Racer“ im portugiesischen Zielhafen Portimão an. Auf drei von fünf Etappen siegten die neuen Shootingstars des Segelsports und verwiesen die Chilenen Felipe Cubillos/José Muñoz an Bord der „Desafio de Cabo Hornos“ auf Platz zwei. Es ist der erste Triumph einer deutschen Hochseeyacht seit dem Sieg der „illbruck“ beim Volvo Ocean Race 2002, die allerdings mit zwölf Mann unterwegs war. Zu zweit hat das noch niemand vor ihnen geschafft.

Es schien, als wollte die Mannschaft die letzten Meter noch einmal in vollen Zügen genießen. Bei flauen Winden vor der Algarve näherte sich die marineblaue „Beluga Racer“ beim Sonnenaufgang der Ziellinie wie in Zeitlupe. An Bord zwei sympathische Profis, voller Vorfreude auf das, wofür sie 25.890 Seemeilen, also fast 48.000 Kilometer, zusammen gekämpft und auch gelitten hatten: Der Gesamtsieg in einer der härtesten Segelregatten rund um den Globus. Es war die erste überhaupt auf nur zwölf Meter langen Booten vom Typ Class40.

Um Punkt 10.04 Uhr und 42 Sekunden deutscher Zeit war es endlich so weit und Skipper Boris Herrmann mit seinem Co-Piloten Felix Oehme am Ziel ihrer kühnsten Träume angekommen. „Wir sind unbeschreiblich glücklich, diesen Erfolg gemeinsam feiern zu dürfen, und vom rauschenden Empfang hier in Portimão völlig überwältigt“, so das Duo, als es längst mit Schampus geduscht war und der Gratulationscour nicht enden wollte. In der ersten Reihe dabei die unterlegenen Südamerikaner, während der achtmonatigen Regatta längst zu Freunden fürs Leben geworden. „Es war ein wundervolles Jahr mit den fairsten Gegnern, die wir uns vorstellen konnten“, lobte Felipe Cubillos. In der Endabrechnung stehen 4,5 Punkte Vorsprung, aber wie ausgeglichen der Zweikampf wirklich war, zeigt eine andere Zahl. Nach insgesamt 145 Tagen auf See waren die Deutschen unterm Strich knapp zweieinhalb Stunden schneller unterwegs. Und die Chilenen packten nach typischem Seglerbrauch auch gleich kräftig zu: Sie beförderten die Sieger in voller Montur ins Hafenbecken!

Herrmann und Oehme hatten ihren härtesten Widersachern gleich zu Beginn des Portimão Global Ocean Race den Schneid abgekauft. Das Beluga Offshore Sailing Team gewann die ersten beiden Etappen von Portugal nach Kapstadt in Südafrika und Wellington/Neuseeland samt der beiden Wertungstore unterwegs. Doch ein vorzeitiger Gesamtsieg wurde auf dem dritten Teilstück vertagt, als Cubillos und Muñoz die Norddeutschen kurz vor dem Ziel im brasilianischen Ilhabela noch abfingen, nachdem sie am legendären Kap Hoorn nahe ihrer Heimat schon einmal in Führung gelegen hatten.

Auf der vierten Etappe nach Charleston im US-Bundesstaat South Carolina dann wieder das gewohnte Bild: Platz eins für die „Beluga Racer“, wobei die „Desafio de Cabo Hornos“ durch einen Ruderbruch an mehr Gegenwehr gehindert wurde. So schien der Weg endgültig frei für den gerade 28-jährigen Boris Herrmann, der ursprünglich aus Oldenburg in Niedersachsen kommt, und den exakt einen Monat jüngeren, in Lübeck geborenen Felix Oehme. Aber wenige Tage nach dem Re-Start erwischte es auf dem Nordatlantik auch die Gesamtführenden. Weit oben im 19 Meter hohen Mast brach ein Beschlag. Den Sieg vor Augen und dann plötzlich das Aus?

„Die Geräusche waren schon furchterregend“, erinnert sich der Skipper, „wir hatten Angst, der Mast würde brechen.“ Die Crew reagierte schnell, verkleinerte die Segelfläche und schonte das Rigg im weiteren Verlauf, um am Ende nicht doch noch um Lohn der harten Arbeit gebracht zu werden. Schwere Stürme haben sie abgeritten und zermürbende Flauten erlebt. Viele Höhepunkte durften sie feiern, wenige Rückschläge haben sie trotzdem weggesteckt. Bei Segelmanövern funktionierten Herrmann und Oehme wie ein Schweizer Uhrwerk.

Aber das macht noch keine Sieger aus. Die psychische Belastung gilt als besondere Herausforderung. Wochenlang auf engstem Raum unter Deck sich nicht aus dem Weg gehen können hätte wohl so manches Ehepaar vor den Scheidungsrichter getrieben. Aber die Ein-Zimmer-Männer-WG harmonierte menschlich wie ein Streicher-Duett. „Sicher waren wir auch mal unterschiedlicher Meinung“, gibt Felix Oehme unumwunden zu, „aber Streit ist nicht nur auf hoher See der schlechteste Konfliktberater.“

Zu den ersten Gratulanten gehörte Niels Stolberg, der geschäftsführende Gesellschafter des Hauptsponsors, der Projekt- und Schwergutreederei Beluga Shipping GmbH. „Als Sponsor sind sowohl ich persönlich als auch unsere gesamte Belegschaft hier in Bremen stolz und glücklich über diese sportliche Superleistung unseres Teams, das sich allen Herausforderungen dieses Rennens in geradezu vorbildlicher Weise gestellt hat“, sagte Stolberg, „ich gratuliere ich auch Felipe Cubillos und Jose Muñoz zu ihrer hervorragenden Leistung und ihrem wohlverdienten Etappensieg in Portimão.“

Skipper Boris Herrmann gibt seinen ehrlichen Dank zurück: „Oft denken wir an die vielen Menschen, die uns unterstützen. Das alles wäre natürlich ohne unseren phantastischen Sponsor Beluga Shipping und Niels Stolberg nicht möglich gewesen.“ Dabei hob er die Routenberatung durch den „Beluga“-Meteorologen Sven Taxwedel nochmals besonders hervor. „Außerdem haben uns zahlreiche Einzelpersonen und einige Firmen der Wassersportindustrie mit Knowhow und Material geholfen.“ Aber auch die Begeisterung an Land habe entscheidend zur Motivation beigetragen. „Die treuen Fans und Besucher der Website sowie begeisterte Journalisten haben in uns immer wieder die Inspiration gezündet und die Längen oder die harten Momente, die es bei so einem Marathon auf See natürlich auch gibt, sofort vergessen lassen“, beschreiben Herrmann und Oehme ihr Glücksgefühl. „Wir sind sehr stolz, mit diesem Rückenwind so weit gekommen zu sein, um die Welt und zum Sieg.“

Bis zur offiziellen Preisverteilung am kommenden Wochenende wird nun in Portugal ausgelassen gefeiert. Doch was kommt danach? Droht die Gefahr, in ein großes Loch zu fallen? „Auf gar keinen Fall“, ist Boris Herrmann sicher, „denn jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Und nach dem Rennen ist vor dem Rennen.“ Die erfolgreiche Partnerschaft mit der Beluga Shipping GmbH wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Im August tritt Herrmann mit einer internationalen Crew in England beim Rolex Fastnet Race auf einer anderen, neu gecharterten Class40-Yacht an. Ingenieur Felix Oehme beginnt im August seine Promotion bei „Airbus“, in der es unter anderem um Brennstoffzellen gehen wird.

Herrmann blickt auch in die langfristige Zukunft. „Ich hoffe und denke, mit diesem Erfolg meinem größten Ziel, einer Teilnahme an der Vendée Globe ein großes Stück näher gekommen zu.“ Dieses Rennen führt die Segler, die allein unterwegs sind, einmal nonstop um die Welt und gilt als härteste Herausforderung des Segelsports überhaupt. Die nächste Auflage startet im Oktober 2012. Seit Sonntag zweifelt wohl kaum noch jemand daran, dass der 28-jährige Kieler auch das schaffen kann.

Vorher wollen Boris Herrmann und Felix Oehme ihre „Beluga Racer“ jedoch „nach Hause“ bringen und mit der großen Fangemeinde live präsentieren. Geplant ist die Heimkehr für Mitte Juli in Hamburg.

Gelungene Generalprobe

22.06.09 - Eine außergewöhnlich starke Beteiligung hatten am Wochenende (20.-21.6.) die Regatten zum Harder Cup der Lacustre, 30 Quadratmeter Schärenkreuzer und 45 Quadratmeter Nationale Kreuzer.

34 Lacustre sind in Hard in Vorarlberg an den Start gegangen - die Meldezahl ist außergewöhnlich hoch, denn am nächsten Mittwoch beginnen im benachbarten Lindau die Hyposwiss Schweizermeisterschaften der Lacustre. Am Samstag mussten die Segler erst einmal fast drei Stunden lang auf Wind warten, dafür kam dann eine mit fast fünf Windstärken mehr als ausreichende Brise.

Die reichte bis in den Abend hinein für zwei Wettfahrten, am Sonntag dann das gleiche Bild: morgens warten auf den Wind. Eine Wettfahrt bei leichtem West, die war gerade beendet, als schon wieder Starkwind einsetzte.

Am schnellsten segelte Neueinsteiger Stefan Schneider. Der Deutsche und Schweizer Meister im H-Boot steuerte die Charisma von Felix Somm vom Yachtclub Kreuzlingen, ein zweiter, ein erster und ein dritter Platz reichten für den Gesamtsieg. Zweiter wurde Erich Buck vom Yachtclub Langenargen, vor Markus Bilgeri vom gastgebenden Yachtclub Hard.

In der 30er Klasse siegte der Bregenzer Kurt Huppenkothen vor Mike Rösch von der Reichenau und Rolf Steuer aus Radolfzell.Bei den 45ern belegte Silvio Schobinger vom Württembergischen Yachtcclub den ersten Platz, vor Wolfgang Beck (Yachtclub Hard) und Michael Rek vom Yachtclub Langenargen. Ergebnisee >

Mondscheinwoche des YCA: Warten auf Wind

22.06.09 - Bereits zum 14. Mal führte der Yachtclub Arbon (YCA) die unter Seglern äusserst beliebte Mondscheinwoche durch. Täglich gingen ca. 60 Schiffe an den Start. Die schwierige Wetterlage liess leider nur zwei Rennen zu, in denen sich die Lokalmatadoren meist durchsetzten. Dank der sehr gut geführten Veranstaltung waren die Sportler, obwohl nur zwei Läufe zu Stand kamen, an der Rangverkündigung zufrieden und werden auch im nächsten Jahr wieder nach Arbon kommen.

Segler mit Behinderungen machten mit
Die unter der Betreuung von Sailability.ch stehenden Boote, die unsinkbar sind und nicht kentern können, starteten in Zweierteams und erbrachten eine bewundernswerte Leistung. Sie wurden zwar separat gewertet, starteten aber im Gesamtfeld mit ihren kleinen Booten mit. Sieger wurde Philip Angst vor Fluri Urech und Roger Liebherr.

Guten Sport, trotz drehenden und schwachen Winden
Ein besonderes Merkmal der Mondscheinwoche ist, dass fair gesegelt wird. Sollte ein Steuermann einen Fehler z.B. wegen Missachtung der Vortrittsregeln, hat er dies direkt zu korrigieren, oder mit dem Betroffenen an Land zu regeln. Dies führt zu toleranterem Verhalten während des Rennens. Trotzdem setzten die Teams ihr ganzes Können und ihre Cleverness ein. Dies war auch nötig, denn die instabilen Winde verlangten hohe Aufmerksamkeit und rasche Reaktionen. Wenn sich dann noch gute Revierkenntnisse dazu gestellten, war das in dieser Woche ein echter Vorteil.

Die Sieger
Oft hört man: Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Das galt gerade in einer solchen Wettersituation. Manch ein Favorit konnte sich nicht wunschgemäss durchsetzen, denn die schwierigen Bedingungen selektierten stark. Gespannt war man auf drei neue Boote im Feld, einerseits die von Patrick Ruf gesteuerte „Yermaya“ und die Libera von Sammy Smits. Der effektvollen Enigma 34 traute man zum Vornherein gute Geschwindigkeit zu. Dies vor allem auch deshalb, weil sie vom mehrfachen Polizeiweltmeister, Fredi Geisser gesteuert wurde.

Wie im Vorjahr duellierten sich bei den ganz schnellen Booten die „Evanesse“ von Patrick Herzig und die „Hurry Curry“ mit dem erfahrenen Peter Munz am Steuer. Letzterer holte sich den Sieg in der Wertungsgruppe Yardstick 1. Das neue 12m Boot „Yemaya“ der YCA-Segler, das erst einige Tage vorher angeliefert wurde, fiel durch gute Geschwindigkeit auf, jedoch wird sich diese Crew noch an die Feinheiten der Konstruktion herantasten müssen. Sie wurden Dritte. Den Sieg in der Yardstick-Gruppe 2 holte sich einmal mehr Roland Rüegge vom YCA vor der „Santana“ mit Karsten Heinzle aus Fussach und Toni Wetzel mit dem gleichen Boot wie der Sieger. Die Lokalmatadoren das YCA beherrschten die Medaillenränge in der YST 3. Es bekämpften sich der Sieger, Martin Gasser mit seiner H323 und Dieter von Buschmann. Am Schluss trennten sie lediglich ein Punkt. Guter Dritter wurde Anton

Stäheli mit seiner Neuerwerbung, einer schöne Klassik-Yacht. In der Gruppe Mehrrumpfboote war der Trimaran von Ulf Hügel, ebenfalls vom YCA, der Schnellste, gefolgt von den beiden 18HT von Andrea Lutz und Thomas Frehner. In der Gruppe ORC-Club konnte der YCA ebenfalls den Sieger stellen. Mit zwei unangefochtenen Siegerläufen mit der Esse 850 setzte sich Max Juchli an die Spitze, gefolgt vom „Altmeister“ der Esse-Klasse, Horst Zimmermann und dem Drittplatzierten Markus Gschwandner. Die Esse 850 scheint ein ideales Boot zu sein, um in dieser Wertungsgruppe mitreden zu können. Bei den Jollen war das Feld dieses Jahr recht klein. Die beiden Finn von Fredy Wachter (Sieger) und dem Zweiten, Alex Geisser lagen vor Allain Robichon mit dem 470er.

Die Organisation erhielt viele Komplimente
Mit über 40 fleissigen Helferinnen und Helfern unter der Leitung des Präsidenten Rolf Niederer stand eine hervorragende Organisation zur Verfügung. Die Seglergäste, meist zwischen 190-230 Personen wurden im Clubzelt und am Land bestens betreut, während die Regattaleitung in den bewährten Händen von Ivo Gonzenbach lag. Auf ihn wartete eine äusserst schwierige Aufgabe, die er mit Bravour meisterte. Er war es, der auch die allabendliche Verlosung und die Rangverkündigung mit viel Charme und Humor führte. Er machte die eine oder andere Crew besonders froh; zum Beispiel gewann eine Mannschaft einen hochattraktiven Preis eines Arboner Unternehmens und wird mit seiner ganzen Mannschaft ein Champagnerfrühstück in Arbon geniessen können. Dank vielen grosszügigen Sponsoren konnte attraktive Preise vergeben werden und als absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Seglerszene auch wieder die tägliche Seglerzeitung „Mondscheiner“ hergestellt werden. Eine farbige Informationsbroschüre, die über den Vortag berichtete und nebst den Ranglisten viel Wissenswertes enthielt. Er wurde elektronisch an 400 Stellen versandt und in Druckversion am Hafen verteilt. Somit waren die Informationen fast in Echtzeit bei den Adressaten zur Verfügung.

Auf diese Weise hat die Mondscheinwoche täglich ca. 300 Gäste nach Arbon gelockt und durch die besonderen Attraktionen der Veranstaltung auch touristische Aufmerksamkeit erreicht, denn manch einer erkennt die vielen Schönheiten unseres Städtchens. Aufgrund der positiven Reaktionen der vielen Teilnehmer ist anzunehmen, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein werden.

Einmal mehr hat der YCA einen segelsportlichen Höhepunkt geboten, dies nach der erst vor einigen Wochen durchgeführten EURO 09 der Piraten-Klasse. Diese Aktivitäten wurden am Schluss der Veranstaltung mit grossem Applaus belohnt.


Gesamtwertung Arboner Mondscheinwoche 2009 (Gesamt >)

Jollen
Fredy Wachter Finn
Alex Geisser, Finn
Alain Robichon 470er

YST 1
Peter Munz, X-382 Sport
Patrik Herzig, Abraxas 10.5 Hk top
Patrik Ruf, Twelve OD

YST 2
Roland Rüegge, Olsen 34
Karsten Heinzle, Optima 101
Toni Wetzel, Olsen 34

YST 3
Martin Gasser, H323
Dieter von Buschmann, Int. 806
Anton Stäheli, S+S 34

Mehrrumpfboote
Ulf Hügel, Corsair 28
Andreas Lutz, 18HT
Thomas Frehner, 18HT

ORC-Club
Max Juchli, Esse 850
Horst Zimmermann, Esse 850
Markus Gschwandner, Esse 850

Sailability
Philipp Angst, A-Dinghy
Flurin Urech, A-Dinghy
Roger Liebherr, A-Dinghy

Samstag, 20. Juni 2009

Zieleinlauf der „Beluga Racer“ am Sonntag

20.06.09 - Boris Herrmann und Felix Oehme kurz vor historischen Segelerfolg.

PORTIMÃO. Die deutschen Hochseesegler Boris Herrmann und Felix Oehme (Kiel/Hamburg) stehen kurz vor einem historischen Erfolg: An diesem Wochenende werden sie mit ihrer zwölf Meter langen Class40-Yacht „Beluga Racer" in den letzten Zielhafen des Portimão Global Ocean Race 2008–2009 einlaufen und die Regatta rund um die Welt nach acht Monaten und fast 30.000 Seemeilen als Gesamtsieger beenden. In einem bis zuletzt spannenden Duell hatten Felipe Cubillos und José Muñoz auf der „Desafio de Cabo Hornos" aus Chile das Nachsehen. Nie zuvor hat eine deutsche Zweimann-Crew eine Weltumseg-lung gewonnen.

„Wir können es immer noch nicht richtig fassen, dass wir diesen Triumph in Kürze in Portugal feiern dürfen", so der 28-jährige Skipper und sein einen Monat jüngerer Co-Skipper. „Es schwirren einem so viele unvergleichliche Erlebnisse durch den Kopf und sorgen für ein Wechselbad der Gefühle. Es überwiegt aber ganz klar die Genug-tuung und eine riesengroße Freude." Am frühen Freitagnachmittag (19. Juni) hatte die „Beluga Racer" auf der fünften und letzten Etappe von Charleston/USA aus kommend noch 320 Seemeilen vor sich und wird am Sonntagmorgen oder -vormittag (21. Juni) im Ziel erwartet.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Internatinale Schweizermeisterschaft der Lacustre vor Lindau

17.06.09 - Hyposwiss Internationalen LACUSTRE Schweizermeisterschaft und Europacup vom 24. – 28. Juni 2009.

50 Lacustre werden zur Hyposwiss Schweizermeisterschaft beim Lindauer Segler-Club an den Start gehen. Sowohl die Klassenvereinigung als auch der Lindauer Segler-Club sind mit dem Meldeergebnis mehr als zufrieden. „Das dürfte in diesem Jahr am Bodensee die sportlich bedeutendste Regatta in einer Einheitsklasse werden“, meint Organisationschef Werni Hemmeter, selbst Lacustre-Eigner und RUND UM-Sieger: „50 Schiffe von einem Typ, das sieht man nicht jeden Tag. 30 oder 40 Schiffe können zu einer Meisterschaftsserie schon mal zusammenkommen, aber 50 gibt es nur in einer ganz aktiven Klasse“.

Gut 250 Schiffe wurden seit 1938 gebaut. „Etwa jedes fünfte Boot unserer Flotte wird in Lindau an den Start gehen, die Hyposwiss Schweizermeisterschaft ist für uns Lacustre-Segler wichtiger als jede Welt- oder Europameisterschaft“, so Ernst Zollinger, Präsident der Lacustre-Flotte am Bodensee. Die teilnehmenden Segler kommen nur zum Teil vom Bodensee, extra für die Wettfahrtserie werden Lacustre auch vom Zürich- und vom Genfersee in den Norden transportiert.

„Das gibt ein tolles Bild, wenn dieses große Feld vor Lindau up and down um die Regatta-Bojen fährt. Da werden kitzlige, hautenge Manöver zu sehen sein, bei denen grade mal eine handbreit Platz zwischen den hochglanz polierten Mahagony-Rümpfen bleibt“, freut sich Christine Holz, die Vorsitzende des Lindauer Segler-Clubs auf das Ereignis.

Zu den Favoriten zählen: Fritz Trippolt vom Yachtclub Bregenz und Eckhard Kaller vom Yachtclub Meersburg, beide gehören zu den besten Bodenseeseglern. Mit dabei auch die Gebrüder Jan und Piet Eckert vom Zürcher Segelclub, Olympiateilnehmer im FD und Weltmeisterschaftsteilnehmer im olympischen Soling. Nicht zu vergessen Erich Buck vom Yachtclub Langenargen und Robbi Montau, ehemals Weltmeister im Vaurien und 1981 schon einmal Schweizer Meister, damals als Mannschaft auf dem Schiff seines Vaters.

„Wer sich von diesen Favoriten durchsetzt, kann niemand vorhersagen, die letzten Regatten haben jedenfalls gezeigt, dass das Niveau in der Zwischenzeit sehr hoch liegt“, schildert Lacustre-Präsident Ernst Zollinger seine Erfahrungen vom Goldpokal in Konstanz, „und die Leistungsspitze ist extrem dicht geworden. Jeder des ersten Drittels kann jeden schlagen“. Die Lacustre ist ein klassisches Drei-Mann-Kielboot und einer der elegantesten Bootstypen der 30er Jahre. Bilder finden Sie unter www.lacustre.ch.

Die Lacustre wurde 1938 vom legendären Schweizer Bootskonstrukteur Henri Copponex gezeichnet und ist seitdem eine Schweizer Bootsklasse. Die Serie der Hyposwiss Internationalen LACUSTRE Schweizermeisterschaft und Europacup Schweizermeisterschaft wird alle zwei Jahre in wechselnden Clubs ausgetragen. Stephan Frank, LSC (Fotos: myimage).

Dienstag, 16. Juni 2009

Grand Prix in Aabenraa/ Dänemark

16.06.09 - Michael Zittlau vom Segel- und Motorbootclub Überlingen belegt Platz 10 beim Europacup.

In Dänemark stürmte es dieses Wochenende wie am Bodensee an Fronleichnam. Die Wettfahrtleitung ließ aber auch bei Windstärke 9 weitersegeln. Zahlreiche Mastbrüche und zerfetzte Segel waren die Bilanz. "Windstärke 9 in Spitze ist im Laser normalerweise nicht segelbar. Auf Vorwind hat man alles krampfhaft festgehalten und gebetet, dass der Mast den Tag überlebt" so Michael Zittlau. Ein zweiter Platz war dabei das beste Einzelergebnis gegen die starke Konkurrenz aus Australien, Korea und Großbritannien.Den Europacup nutzten viele Weltklasse-Segler als Generalprobe für den 6. ISAF Sailing Worldcup in Kiel kommende Woche. B.Z.


Pin-End Start von Michael Zittlau (GER 192350) Foto: Kaj Verner Soerensen

Montag, 15. Juni 2009

3. Platz für Brüder Steffen und Sven Heßberger vom SMCÜ

3. Platz im Finale zur Qualifikation für die Welt- und Europameisterschaft 2009 für die Brüder Steffen und Sven Heßberger vom Segel- und Motorbootclub Überlingen.

Beim Finale zur WM/EM-Qualifikation der besten 40 Deutschen 420er- Segler in Torbole/ Gardasee belegten Sven und Steffen Heßberger den 3.Platz und haben sich damit für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Diese findet vom 27.7. bis 5.8.09 ebenfalls in Torbole statt.

Alle Ergebnisse unter: www.circolovelatorbole.com

Werner Meier gestorben

15.05.09 - Wie die IBN erst jetzt erfahren hat, ist Werner Meier am 16. Mai verstorben. Meier war bis zum Verkauf der Firma an Stephan Fels Inhaber von VM-Sails in Tübach.

Schnellster Segler Friedrichshafens gesucht

15.06.09 - (st) Zum fünften Mal findet am 11. Juli 2009 die Friedrichshafener Stadtmeisterschaft der Segler statt. Ausrichter ist diesmal der Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen (SMCF), der im Jahr 2004 die erste Ausgabe dieser Regatta für Friedrichshafener Segler und Boote initiierte.

Die Stadtmeisterschaft ist ein Beleg für die gute Kameradschaft der vier Segelvereine in Friedrichshafen, denn die Regatta wird – wie der gemeinsame Seglerball – jedes Jahr von einem anderen der Vereine SMCF, WYC, WVF und ESV ausgerichtet. Startberechtigt sind alle Eigner, die Mitglied in einem der Vereine sind sowie Friedrichshafener Bürger, deren Boot in einem anderen Hafen liegt. Die Boote müssen eine gültige Yardstickzahl vorweisen können. SMCF-Sportwart Thomas Haug hofft auf ein ähnlich großes Startfeld wie in den letzten Jahren.

Nach dem Start um 10:00 Uhr wird ein Langstreckenkurs zwischen Friedrichshafen und Immenstaad gesegelt. Die Teilnehmer werden in drei Yardstickgruppen gewertet. Die Stadtmeisterschaft ist eine gute Gelegenheit, sich mit Seglern anderer Clubs zu messen und sie beim gemütlichen Beisammensein näher kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und die Sieger zu feiern.

Anmeldung zur Regatta ist möglich unter www.smcf.de, durch Mail unter regatta@smcf.de sowie per Fax unter 0751/83-3052. Spätentschlossene können sich auch am Vorabend oder vor der Steuermannsbesprechung am Regattatag noch anmelden.


Traumhafte Bedingungen wünschen sich die Ausrichter vom SMCF für die 5. Friedrichshafener Stadtmeisterschaft der Segler

Sonntag, 14. Juni 2009

Stehparty bei der RUND UM

14.06.09 - Die 59. RUND UM den Bodensee ist am Freitag (12. Juni) um 19.30 Uhr in der Flaute gestartet worden, 24 Stunden später ist sie in der Flaute zu Ende gegangen.

Der Ungar Zsolt Kiraly vom Plattensee hat mit der Libera „Raffica“ den besten Riecher für den wenigen Wind gehabt. Durch die Dauerflaute in der Nacht brauchte die Libera 12:02:41 Stunden für die 100 Kilometer lange Strecke von Lindau über Romanshorn, Konstanz, Überlingen und wieder zurück nach Lindau. „Wir sind überglücklich, dass wir diese Wettfahrt gewinnen können“, jubelte der Sieger kurz nach dem Zieleinlauf, „die RUND UM ist bedeutender als alle Regatten am Plattensee“.

„Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Blauen Bandes“, gratulierte Hubert Henzler als Wettfahrtleiter des Lindauer Segler-Clubs den Siegern. Den zweiten Platz in der Zieleinlaufliste belegte der Katamaran „Holy Smoke“ mit Albert Schiess vom Yachtclub Arbon, dritte wurde die Libera „Lillo“ mit Markus Ficht vom Windclub Chiemsee.

Als erstes Schiff der langsameren Startgruppe 1 lief die „Ballyhoo“ von Andreas Künzli vom Yachtclub Kreuzlingen ein. „Für die schnelle Fahrt bekommt er den Blauen Pokal, immerhin ist er 13. auf der Gesamteinlaufliste aller Schiffe“, erklärte Wettfahrtleiter Hubert Henzler. Das kleine Blaue Band bekommt Bernhard Kraus mit der „Chaos“ vom Segelclub Brunnen Forggensee.

122 der 408 gestarteten Schiffe sind ins Ziel gekommen, die anderen haben aufgegeben oder mussten wegen Überschreitens des Zeitlimits disqualifiziert werden.

„Die Regatta war sehr spannend,“ meinte Christine Holz, die Vorsitzende des Lindauer Segler-Clubs, die selbst auf einer 8-Meter-R-Yacht die Flaute erlebt hat. „Ein Segler sollte auch den wenigen Wind effektiv nutzen können, im vergangenen Jahr hatten wir viel Wind, in diesem Jahr eben etwas weniger. Wir betreiben einen von der Natur abhängigen Sport.“

„Alles in allem kann man deutlich sehen, dass die High-Tech-Spitze der Katamarane, der Liberas und der neuen Boote mit Schwenkkiel und Wasserballast im Geschwindigkeitspotential den konventionellen Schiffen überlegen ist,“ analysiert Wettfahrtleiter Hubert Henzler die 59. RUND UM 2009.

„Die 60. Ausgabe wird am 4. Juni 2010 gestartet.“

Samstag, 13. Juni 2009

Libera Raffica gewinnt die Rund Um 2009

Um 7.32 Uhr überquert die ungarische Libera "Raffica" die Ziellinie und gewinnt mit einer gesegelten Zeit von 12 Stunden, 2 Minuten und 40 Sekunden die 59. Rund Um und damit das Blaue Band des Bodensees, wir gratulieren - IBN-Online auch!

Als zweites Schiff kommt um 8.14 Uhr der Schweizer Katamaran "Holy Smoke" ins Ziel. Steuermann ist Albert Schiess vom Yachtclub Arbon.

Zwei weitere Schiffe überqueren die Ziellinie: Um 8.34 Uhr geht die Libera "Lillo" von Markus Ficht, Libera-Yachtclub Chiemsee, durch's Ziel, gefolgt von der Psaros 40 "SYZ&CO" mit LSC-Clubmitglied Werner Hemmeter am Ruder.

Das 5. Boot ist im Ziel. Es ist die "Wild Lady", die Wilke 49 von Wolfgang Palm, Yachtclub Langenargen. Mit der "Oiseau Roc", einem Katamaran vom Typ RC-27, ist das 6. Boot im Ziel. Eigner ist Claas van der Linde vom Spiekerooger Segelclub (Zieldurchgang um 8.56 Uhr).

Internationale Bodenseewoche 2009 Konstanz

13.06.09 - Bericht des Dritten GER 153 (30er).

Mit Vorfreude auf ein schönes Segelevent machten wir uns am Donnerstag auf nach Konstanz. Im Vorfeld schon bestens eingestimmt und mit den nötigen Infos - wie Liegeplatznummer versorgt - kam die X1 im Schlepp des Startschiffes des WVF´s im bestens ausgestatteten Hafen an.

14 30er standen auf der Startliste und noch war das Wetter gut und die Stimmung bestens. Man lag Seite an Seite - ausgestattet mit Teilnehmerflaggen am Vorstag und Bahnwimpel am Achterstag, Hundemarken für den Hals und Bändel für den Arm als Eintrittskarten und Polohemden in S und M - wahrscheinlich für den Nachwuchs.

Ab 20 Uhr die Wellcomeparty mit großem Hallo, mit sich steigerndem Durchhaltevermögen meiner Mannschaft und anderen Unterseelern bis am Morgen. Die Lokation sucht seines Gleichen mit tollem Festzelt und den angrenzenden Lokalitäten, die jedem gerecht werden - außer Georg der mit Nachdruck auf super nano -all-dente Spagetti beharrte und beim normalen Käse landete.

Zum Start waren wir dann zwölf 30er - zwei waren entschuldigt. Zuerst das Warten auf Wind mit Suchen unseres Startgebiets das "oh" Wunder immer weiter in den Trichter hinein wanderte. Da entschieden die Revierkenntnisse von GER 139 , die souverän die ersten drei Wettfahrten am Freitag beherrschten.

Am Abend lobte der Veranstalter Freibier aus - doch wir waren zu spät dran. Nach dem gemeinsamen Essen einiger 30er Crews mit anschließendem vergnüglichem Beisammensein bei Rivaner im Festzelt begann es zu regnen.

Der Samstag - der Westwind war versprochen doch wir segelten nach kräftiger Dusche drei schöne Wettfahrten bei Ost. Nun erstarkten die Mannen von GER 124 Fairplay und unser zweiter Platz war hin. Ein Frühstart von mir, führte zum zwei Punkteabstand und dem dritten Platz. Nun kam der Westwind - und zwar heftig. Er erwischte uns genau vor den Liegeplätzen mit GER 139 und GER 124 im Schlepp - leichtes Chaos, dass doch ohne Schäden ablief.

Ungeduscht gingen wir zum Captains Dinner, na der Ablauf war etwas ungewohnt aber alle 30er Segler auf einem Haufen mit genügend Fingerfood und Prosecco und unseren angereisten Frauen und Groupies. Meine Crew und einige Mitkonkurrenten wurden als Letzte nach dem Abtanzen aus dem Zelt komplementiert.

Sonntag Morgen - wir lassen den Parcours d'Elegance aus und gehen gleich zum siebten Lauf aufs Wasser, nun Wind aus West mit ordentlichen Böen wir starten mit der kleinen Genua, wechseln dann auf dem letzten Vorwind auf die Große und können mit einem dritten Platz unseren Gesamtdritten bestätigen.

Ein schöner Ausklang im Bundesbahnhafen mit schönem Wetter, einer Kulisse wie in Sant Tropez , Menschenauflauf um die Yachten, einer launigen Siegerehrung bis 17.30 Uhr. Gegen 22 Uhr wieder zu Hause.

Vielen Dank den ausrichtenden Vereinen, den Helfern - einen Glückwunsch für eine rundum gelungene Veranstaltung deren Ruf wir nächstes Jahr gerne wieder folgen möchten - vielleicht mit einer noch größeren Beteiligung unserer schönen Klasse der 30er.

Die Crew der X 1 GER 153
Georg Bercher, Thomas Leubecher, Josef "Sepper" Kuhn und Thomas "Ossi" Münzervom Wassersportverein Friedrichshafen - Fischbach.

Freitag, 12. Juni 2009

Geduldsspiel vor wichtigem Wertungstor

12.06.09 - Herrmann/Oehme müssen mit Mastproblemen nochmal punkten.

Die Hochseesegler Boris Herrmann und Felix Oehme erleben auf der Schlussetappe des Portimão Global Ocean Race rund um die Welt noch einmal bange Stunden. Mitten auf dem Nordatlantik zwischen Charleston/USA und dem portugiesischen Zielhafen Portimão brach ein Beschlag im Mast ihrer Zwölf-Meter-Yacht “Beluga Racer". Das Duo aus Kiel und Hamburg musste die Segelfläche und damit die Geschwindigkeit reduzieren, um einem Mastbruch vorzubeugen. Am Freitagvormittag (12. Juni) kämpften die Norddeutschen knapp 50 Seemeilen vor dem letzten Wertungstor der Regatta an zweiter Stelle liegend gegen leichte westliche Winde. Doch genau dieser Platz wäre für einen wirklich ungefährdeten Gesamtsieg noch ungemein wichtig, falls das Team wegen der Probleme die Etappe im Anschluss nicht rechtzeitig beenden kann.

“Der Mast und die Lage sind momentan stabil", vertrieb Skipper Boris Herrmann allzu große Sorgen der Fangemeinde, “aber wir müssen permanent auf der Hut sein, das Rigg nicht überzubelasten." Einzige Beruhigung für die Mannschaft: Die Drittplatzierten Briten Jeremy Salvesen/David Thomson auf der “Mowgli" lagen rund 230 Seemeilen weiter hinten und damit mehr als eine Tagesdistanz. Das rettende Wertungstor beim 45. Breitengrad West schien zum Greifen nahe und doch so fern. Flaue Winde verzögerten das Vorankommen der “Beluga Racer" stundenlang.

Warum schien der größte Triumph in der Segelkarriere vom Herrmann (28) und Oehme (27) plötzlich doch noch in Gefahr zu sein, nachdem er vor dem Start von allen Seiten schon in trockenen Tüchern gewähnt wurde? Eine Fehlinterpretation der Wertungsmodalitäten aus der Segelanweisung, getragen auch von der Regattaleitung, hatte das Beluga Offshore Sailing Team zu früh in Sicherheit gewogen. Denn käme es aufgrund der Mastprobleme am Ende mehr als zwölf Tage nach der “Desafio de Cabo Hornos" von Felipe Cubillos und José Muñoz ins Ziel oder müsste gar ganz aufgeben, bekämen die Deutschen für die fünfte Etappe nur vier Punkte, statt sechs wie fälschlich angenommen. Die Chilenen würden für einen Sieg zehn Zähler einheimsen. Und der Vorsprung hatte vor dem Re-Start in den USA “nur" sieben Punkte betragen. Deshalb kann sich die “Beluga"-Crew am Wertungstor genau einen Platz hinter den Verfolgern leisten, die es bereits in der Nacht zum Freitag passierten. Denn ein Rang kostet nur einen halben Zähler ­ und der bis auf ein letztes halbes Pünktchen zusammengeschmolzene Vorsprung würde dann immer noch und endgültig zum Gesamtsieg reichen.

“Erst waren wir ziemlich irritiert, als uns unterwegs vorgerechnet wurde, wir könnten am bitteren Ende vielleicht doch nur zweiter Sieger sein³, meinte Herrmann. Es folgte Ernüchterung, nachdem zweifelsfrei geklärt wurde, dass dem tatsächlich so war. Herrmann: “Wir hatten ja nie vor, das Finale auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber wenn aus theoretischen Rechenspielen plötzlich Ernst werden kann, bist du schon geschockt." Und der Ernst der Lage kam wie so oft unverhofft.

Es passierte an einem warmen, leichtwindigen Tag mit drei Beaufort und moderater See einige hundert Seemeilen südlich von Neufundland: Ohne erkennbaren Grund wahrscheinlich durch Materialermüdung brach zwischen dem obersten Salingpaar im Inneren des Masts eine 20 Zentimeter lange, fünf Zentimeter breite und knapp drei Zentimeter dicke Aluminiumplatte. “Die dort befestigte Backbord-Saling ist zwei Zentimeter herausgekommen und lässt sich nicht wieder hineindrücken", erklärte der Skipper, “wir haben beide Salinge mit Spezialtauwerk (Dyneema, d. Red.) gegen den Mast gezogen und stramm festgebunden."

Ob, wie lange und bei welchen Bedingungen das tatsächlich hält, weiß nur der Wind. Sobald das Großsegel wieder in voller Größe gesetzt wird, kehren “jämmerlich quietschende Geräusche" zurück. Offenbar ist dann der Druck des Segels auf die Salinge und Zwischenwanten, die ebenfalls an der schadhaften Stelle befestigt sind, zu groß. Herrmann: “Wir müssen es beim zweiten Reff belassen, auch wenn der Wind Vollzeug zulassen würde." Das kostet die “Beluga Racer³ fortan bis zu drei Knoten Geschwindigkeit.

Auf den vier vorangegangenen, extremen Etappen auch durch das Südpolarmeer und rund Kap Hoorn war sie weitgehend von Rückschlägen verschont geblieben. “Nun ist ausgerechnet das einzige Teil gebrochen, das wir an Land nicht ausgebaut und überprüft haben." Dabei hatten die Segler auf den Rat diverser Experten vom Mastenbauer über den Schiffsdesigner bis zu Werftprofis gehört. Diese rieten davon ab, das mit dem Mast verklebte Teil auszubauen, da es eh überdimensioniert und von daher nicht gefährdet sei. Nun könnte eine Korrosion zwischen Aluminium und Kohlefasermast den Bruch herbeigeführt haben.

“Die eigene Erwartungshaltung, in der Endabrechnung nichts mehr anbrennen zu lassen, und die Schwachstelle im Mast bringen uns um den Schlaf", funkte die Crew zwischendurch von Bord, “aber wenn das Wertungstor erfolgreich passiert ist, wollen wir die Reise Richtung Portugal mit gebotener Vorsicht fortsetzen." Um den 23. Juni herum werden Boris Herrmann und Felix Oehme mit ihrer “Beluga Racer" im Zielhafen erwartet.

Jörg Handreke als Geschäftsführer bestätigt

12.06.09 - Konstanz. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Konstanz GmbH und der Beirat der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH haben der erneuten Bestellung von Jörg Handreke zum Geschäftsführer der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH und der Verlängerung des Geschäftsführervertrags für weitere fünf Jahre zugestimmt.

Jörg Handreke ist seit 2004 für die Bereiche Technik, Marketing und Vertrieb zuständig, sein Geschäftsführer-Kollege Kuno Werner für Finanzen und Administration. Die Bodensee-Schiffsbetriebe gehörten zu diesem Zeitpunkt gerade ein Jahr zur Unternehmensgruppe Stadtwerke Konstanz. Durch das von ihm entwickelte Flottenkonzept wird der Schiffsbestand Schritt für Schritt modernisiert.

"Es steht für Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit", sagt Jörg Handreke. 2006 wurde das Motorschiff "Lindau" in Betrieb genommen, ein weiteres Fahrgastschiff befindet sich im Bau. Zahlreiche ältere Schiffe, wie "Karlsruhe" oder "München" wurden seitdem komplett renoviert. "Auch mit unserem Fahrplan, dem Komfort auf den Schiffen, dem Service und der Gastronomie bieten wir unseren Fahrgästen eine rundum attraktive Schifffahrt", erklärt Handreke. Er ist außerdem Geschäftsführer der Katamaran-Reederei Bodensee GmbH & Co. KG.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Was ist los mit der Beluga Racer?

11.06.09 - “Barre de Liaison des barres de fleches” heißt das Ding auf Französisch. Einen deutschen Begriff kenne ich nicht. Man kann es sich vorstellen, wie ein Schlüsselbein bei einem Skelett.

Das Ding ist gebrochen. Und wenn man jetzt an den Armen, den Salingen sozusagen, zieht, dann kann der Rücken zusammenbrechen.Für die Nichtsegler unter den Lesern: (bachte Bild “Mast und Wanten”) Die Wanten halten den Mast seitlich, weil der Zugwinkel bei einem hohen Mast und den großen Kräften unserer riesigen Segel ungünstig wäre und der Mast auch in der Mitte gehalten werden muss, gibt es Salinge, Querstreben und Diagonalwanten, bei uns sogar jeweils zwei Paare. Alles zusammen bildet eine ausgeklügelte Statik aus Zug- und Druckkräften, die sich auf der jeweiligenLee- und Luvseite unterscheiden.

Man sieht auf dem zweiten Foto den silbernen Draht, die Diagonalwante, “D2″genannt. Sie zieht in Luv an dem Salingsbeschlag. Da die innere Verbindung der Salinge im Mast gebrochen ist, haben wir eine ziemlich feste Tauwerkverbindung zwischen beiden D2s hergestellt, die man in dem gleichen Foto sehen kann. Auf dem nächsten Foto sieht man von oben, wie der Salingsbeschlag etwas aus dem Mast gerutscht ist. Selbst bei geborgenen Segeln und entspannten Backstagen war es uns nicht möglich, ihn wieder in den Mast zu treiben. Natürlich sind alle Wanten ziemlich unter Zug. In der Fotomontage sieht man grau schraffiert in etwa das Aluteil, das durch den Mast gesteckt ist und auf dessen Enden die Salinge befestigt werden. Dies ist in der Mitte des Mastes gebrochen. Man muss sich keine Sorgen um uns machen. Wir kommen gut voran, was man ja auf dem Foto mit Felix im Cockpit hoffentlich gut sehen kann. Und wir behalten die Sache im Auge.

Fotos dazu >

Beim Boot-Spass auf dem Rhein lauern Gefahren

11.06.09 - kapo-tg/Den Hochrhein mit Booten zu befahren macht Spass und ist ein besonderes Naturerlebnis. Ein gefährliches jedoch: Immer wieder kommt es zu Unfällen. Wer aber einige elementare Regeln befolgt, minimiert das Risiko.

Die Hochrheinstrecke zwischen Eschenz und Schaffhausen lockt jedes Jahr Tausende von Wassersportlern an. Die Unfallzahlen zeigen aber auf, dass die Freizeitkapitäne und Badenden vor allem auf und in den schnell fliessenden Gewässern die Gefahren vielfach unterschätzen. Damit das Vergnügen auf einer der schönsten Stromlandschaften Europas nicht zum Albtraum wird, müssen unbedingt die elementaren Verhaltensregeln beachtet werden.

Badende (Schwimmer) und Führer von so genannt motorlosen Vergnügungsschiffen (Schlauchboote, Kajaks, etc.) müssen sich ausserhalb des markierten Fahrwassers (weisse Seite) aufhalten, am besten stets in der Nähe des Ufers. Es gilt, genügend Abstand zu Fahrgast- oder Kursschiffen, Wiffen (Fahrwasserzeichen) und Brückenpfeilern einzuhalten. In Diessenhofen ist das Begegnen mit Kursschiffen besonders heikel: Dort müssen Freizeitkapitäne auf die rechte, beziehungsweise deutsche Rheinseite ausweichen.

Der Konsum von Alkohol sollte vermieden werden. Wenn Boote nicht rechtzeitig am abgemachten Zielort eintreffen, muss unverzüglich die Polizei benachrichtigt werden. Ebenfalls, wenn nach einer Havarie das Boot oder persönliche Effekten im Wasser zurückgelassen werden mussten. Wer ein Boot steuert, sollte vorab den unbekannten Flussabschnitt erkunden und sich von ortskundigen Personen beraten lassen.

Es dürfen nur vorschriftsgemäss gekennzeichnete Schiffe/Boote eingesetzt werden (über 2,5 m Länge mit behördlich zugeteiltem Kennzeichen, übrige mit Name, Adresse und Telefonnummer des Eigentümers). Jedes Boot hat eine Nutzlast, die nicht überschritten werden darf. Auf keinen Fall dürfen Boote zusammen gebunden werden, weil so an Fahrwasserzeichen sehr gefährliche Situationen entstehen können.

Freizeitkapitäne müssen dafür sorgen, dass Kinder und ungeübte Schwimmer immer eine passende Rettungsweste mit Kragen oder einen Rettungskragen tragen. Auch beim Treibenlassen gilt es, immer aufmerksam zu bleiben (mit offenen Augen und Ohren).

Auch beim Baden lauern Gefahren. So sollte man nie überhitzt ins Wasser steigen und immer eine gut auffallende Kopfbedeckung tragen (Badekappe oder Sonnenhut). Zu lange Schwimmstrecken und die Nähe zu Schiffen sind zu meiden, beim Aufziehen eines Gewitters ist das Wasser zu verlassen.

Informationsmaterial über Vorschriften und Verhaltensregeln auf der Hochrheinstrecke sind auf der Website der Kantonspolizei Thurgau unter www.kapo.tg.ch zu finden.

Merkblätter:
Merkblatt allgemein >, Merkblatt Schweimmen Rhein >, Merkblatt Schlauchboote Rhein >



Das Freizeitvergnügen auf dem Hochrhein birgt Gefahren (Bilder: Kapo TG)

Mittwoch, 10. Juni 2009

100 Jahre - Internationale Bodenseewoche 2009 - Wiederbelebung einer grossen Tradition

10.06.09 - Vom 4.-7. Juni 2009 in Konstanz gab es in Konstanz auf dem Wasser und an Land viel zu erleben. Neben zahlreichen Wettfahrten traditioneller Segelyachten und moderner Rennyachten, konnten Ruderregatten und der Wasserski-Bodensee Cup bewundert werden.

Zahlreiche Besucher erfreuten sich an Land und auf dem Wasser an den gebotenen Attraktionen. So lockte der Oldtimer Pittstopp mit 180 Fahrzeugen trotz des etwas schlechteren Wetters am Samstag viele Schaulustige an die Hafenstrasse.

Der Wettergott meinte es mit den sportlichen Teilnehmern gut: mit bis zu 20 Knoten Wind und Sonnenschein kamen vor allem die Segler voll auf ihre Kosten. Alle Wettfahrten konnten wie geplant in der Konstanzer Bucht durchgeführt werden. Die Zuschauer konnten das Spektakel sowohl vom Zuschauerschiff als auch von Land aus in vollen Zügen geniessen.

Sportlich ging es auch an den Ruder-Achtern zu. Obwohl die Ruderer gegen Welle und Strömung ankämpfen mussten, erreichten doch alle ausgepowert den Zieleinlauf im Konstanzer Hafen. Dort wurden sie von den begeisterten Zuschauern unter Jubel in Empfang genommen.

Ein elegantes Highlight boten auch die klassischen Motorholzboote und Dampfboote, welche in den Konstanzer Hafen ein- und ausfuhren. Das musikalische und kulinarische Programm rund um die Ausstellungen an Wasser und an Land bildeten einen gelungenen Rahmen für die gesamten Veranstaltungstage.

Spannende, abwechslungsreiche und stilvolle Tage gehen nun mit der Ehrung der Sieger, Übergabe der Preise und Wanderpokale und der Prämierung des Concours d’Elegance zu Ende. Die Organisatoren der Bodeseewoche können auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurückblicken und haben sich zum Ziel gesetzt, im nächsten Jahr dieses einzigartige Event hier am See wieder durchzuführen.

Dienstag, 9. Juni 2009

Das Beste zum Schluß: Regatta Helgoland - Edinburgh

09.06.09 - Am Ende der 75. Nordseewoche am 2. Juni, startete eine Flotte von 35 Yachten auf die Langstrecken-Regatta ins Schottische Edinburgh. Mit dabei waren große Einzelbauten wie die von Norbert Plambeck gesteuerte „Hexe“ - rund 24,7 m lang, aber auch kleine, ältere Yachten wie die von Dr. Jens Kohfahl gesteuerte „Tramontane“. Diese ist nur 9,45 m lang.

(Hamburg) Der Wetterbericht am Pfingstmontag verhieß Gutes und Schlechtes. Zwar waren durchgehende 4-5 Windstärken aus Nord auf Ost drehend angesagt - also optimal zum Segeln - aber auch ein Windtrog mit bis zu 8 Windstärken, der über Helgoland und die westliche Nordsee ziehen sollte.

Diese Windstärken sind für die startenden Boote sicher, aber eher unangenehm zu segeln. Aus Sicherheitgründen musste jedes Boot der Wettfahrtleitung vor dem Start seine Sturmbesegelung präsentieren, und zwar angeschlagen. Wer keine hatte, durfte nicht starten.

Kurz nach dem Start zogen die Boote noch gemeinsam gen Westen. Dann aber teilte sich das Feld. Ein Teil der Teilnehmer segelte westlicher, um dem Unwetter weiter auszuweichen, aber auch um später vom drehenden Wind zu profitieren.

Ein anderer Teil segelte direkt mit Kurs Edinburgh. Unterwegs erwies sich bei manchen Schiffen ein Vorsegelwechsel als Naßkalte-Duschmöglichkeit. So berichtet ein Teilnehmer von der „Rhe“, dass er bei 2 Meter hohen Wellen gemeinsam mit einem Mitsegler 15 Minuten lang unter dieser Nordseedusche gestanden habe.

Die in der Nacht auffrischenden Winde seien zum Morgen immer heftiger geworden, so dass mit optimalen Segeln viel mehr Geschwindigkeit gemacht werden konnte. Bis zu 20 Knoten stark waren die Böen.

Dennoch blieb das Feld sehr nah beieinander. Erst kurz vor Edinburgh, am Bass Rock teilte es sich nochmals auf - auch aufgrund von Fehlern beim Spinnaker setzen, der drehende Wind machte die großen Segel möglich. Die Auswirkungen auf das Ergebnis blieben aber aufgrund der verbleibenden kurzen Strecke marginal.

Müde und erschöpft legten die Segler die letzten Meilen nach Edinburgh zurück. Vom windigen Vortag stand noch eine hohe, alte Welle, so dass die Crews Schwierigkeiten hatten, ihre „geigenden“ Boote zu kontrollieren. Dieser letzte Abschnitt erforderte volle Konzentration. Schwierige Strömungen im Firth-of-Forth und der abflauende Wind forderte den Regattierenden auf die letzten 20 Seemeilen die letzte Konzentration und Kraft ab. Nur 3-6 Knoten Windstärke ließen diese kurze Strecke zu einer längeren Fahrt werden.

Von der Hafenmole in Granton Harbor aus begrüßte die Segler schließlich das erlösende Hupen der Zeitnehmer an der Ziellinie. An Land wurden alle von den Mitgliedern des Royal Forth Yacht Club herzlich empfangen. Die gemeinsame Feier zu Ehren der Segler war wieder einmal legendär.

Schnellstes Boot in Edinburgh war die „Hexe“, die damit den Ausspruch „Länge läuft“ erneut bestätigte. Sie brauchte nur einen Tag und knapp über 13 Stunden für die rund 460 Seemeilen. Am längsten war eine Hallberg-Rassy unterwegs. Sie brauchte drei Tage und 14 Stunden ins Ziel. Vier Boote gaben unterwegs auf und vier Boote durften nicht Starten, da sie die Sicherheitsauflagen nicht ganz erfüllen konnten.

Sieger in der Gruppe ORC Int. 1 wurde erwartungsgemäß die „Hexe“. Die Gruppe ORC Club 1 wurde von „Philomena“ mit Skipper Arne Ipsen gewonnen und ORC Club 2 von der „Wappen von Bremen“ mit Skipper Wilhelm Stoess. In der Gruppe ORC Int. 2 gewann „Aloha Mare“ mit Skipper Klaus Meier und die Gruppen ORC Int./Club 3 & 4 Skipper Albrecht Peters mit „Sasha“, einem nicht ganz 13 Meter langer Einzelbau. Die IRC Parallel-Wertung wurde ebenfalls von Norbert Plambeck mit „Hexe“ gewonnen.

Mit der Langstrecke schließt traditionell die Nordseewoche. Mit dem Ende dieser Regatta stehen nun alle Sieger fest. Gesamtsieger der 75. Nordseewoche wurde Skipper Klaus Meyer mit seiner dänischen X-332 „Reläxx“. Den Family-Cruiser-Cup, bei dem oft ganze Familien als Crew ohne hochgerüstete Karbonyachten und ohne Spinnaker gegeneinander antreten gewann entgegen ersten Meldungen Skipper Rainer Gosch mit seiner Albin Nova „Lofot“. Auch im nächsten Jahr wird es zu Pfingsten wieder eine Nordseewoche geben. Ergebnisse >

Weitere Infos unter www.nordseewoche.org.

"Tierisches" aus Friedrichshafen

09.06.09 - Mit einem Streifenwagen der "PolEnte" zu ihrer ersten gemeinsamen Schwimmstunde gebracht wurden am Montagmittag, gegen 13.00 Uhr acht Entenküken und ihre Mutter. Die Tiere wollten auf dem Weg zum Bodenseeufer die Keplerstraße überqueren, konnten an dem für sie lebensgefährlichen Vorhaben jedoch von Anwohnern gehindert werden.

Gemeinsam mit einer zur Unterstützung gerufenen Streifenwagenbesatzung wurde die Entenfamilie eingefangen und nach einer kurzen Fahrt am Seeufer wohlbehalten in die Freiheit entlassen. Polizeidirektion Friedrichshafen.



Montag, 8. Juni 2009

Begeisterung beim Goldpokal

08.06.09 - Um ein Kilo Gold haben am Wochenende (5. – 7. Juni) 26 Schiffe der Lacustre-Klasse gekämpft. Allerdings hat der veranstaltende Club Bootshaus 20 eine Bedingung an den Preis geknüpft: das Gold muß der Jugendarbeit des jeweiligen Vereins zugute kommen.

Ein Viertel des Kilobarrens Gold geht an den Yachtclub Bregenz mit Steuermann Fritz Trippolt, 150 Gramm bekommt der Konstanzer Yachtclub mit Robbi Montau, und der Yachtclub Langenargen erhält 100 Gramm, das Langenargener Schiff hat Erich Buck gesteuert. Die Plätze 4 bis 13 konnten mit jeweils 50 Gramm Gold die Heimreise antreten. 50 Gramm haben einen Wert von rund 1.000 Euro.

Die Segler hatten traumhafte Bedingungen auf dem Wasser: am Freitagnachmittag setzte sich bei strahlend blauem Himmel noch ein leichter Wind durch, der für zwei Wettfahrten reichte. Am Samstag folgte Regen – und das den ganzen Tag. Im Ölzeug ließ es sich aushalten, schließlich brachte der Regen Wind, noch einmal zwei Wettfahrten konnten gewertet werden.

Der Sonntag dann ein perfekter Segeltag mit wieder blauem Himmel. Allerdings mal viel, mal wenig Wind, die Crews mussten laufend die große Genua gegen die kleinere Fock tauschen – und waren zum Schluß ziemlich müde. Wegen der heftig drehenden Winde reichte es am Sonntag dann nur mehr zu einer Wettfahrt.

Auf dem Wasser hat die Regattaserie der Konstanzer Yachtclub perfekt ausgerichtet – an Land wurde sie liebevoll vom Boothaus 20 betreut, dessen 20 Mitglieder auch das Preisgeld für das Kilo Gold gespendet haben.

Der Goldpokal hat zwei weitere Besonderheiten: Nicht die Eigner, nur die Clubs können maximal zwei Schiffe der Lacustre-Klasse melden. Und außerdem soll vor allem die Jugendarbeit gefördert werden, deshalb muß auf jedem Schiff mindestens ein Jugendlicher unter 18 Jahren mitsegeln. Zusätzlich gibt es noch eine spezielle Jugendwertung für die Schiffe, auf denen nur Jugendliche gesegelt sind. Diesen Spezialpreis hat der Jugend-Regatta-Förderverein mit David Bargehr an der Pinne gewonnen. Er darf mit seiner Mannschaft eine Woche lang im Mittelmeer eine Regatta auf der Aschanti segeln, einem historischen Zwei-Mast-Schoner. Stephan Frank.

Resultate und Fotos auf www.bootshaus20-goldpokal.de