Mittwoch, 26. März 2008

26.03.08 - SNG frustriert über den Ausgang des Meetings

Nach dem Meeting, das am Sitz der Société Nautique de Genève zwischen Vertretern der SNG und des Golden Gate Yacht Club stattfand, sagte Lucien Masmejan, führender Rechtsvertreter des titelverteidigenden Yachtclubs:

„Trotz der grossen Hoffnungen, die wir in das heutige Meeting mit dem GGYC gesetzt haben, sind wir sehr enttäuscht über das Ergebnis. Der GGYC verfolgte die gleiche Strategie wie letztes Jahr und kam mit einer vorgefassten Position an das Treffen, anstatt offen zu sein für Diskussionen und zu versuchen eine Lösung im Einklang mit dem Beschluss von Richter Cahn zu finden.

Wir sind besonders frustriert über die Aussage des GGYC, dass die Abmachung über eine Sistierung der Frist, die vor Richter Cahn getroffen wurde und dem Titelverteidiger die gemäss der Deed of Gift einzuhaltende zehnmonatige Frist gewährleisten würde, nicht mehr gültig ist, und dass das Rennen im Oktober 2008 stattfinden soll.

Der GGYC hat bestätigt, dass er bereits mit dem Bau des Bootes für den America’s-Cup-Match begonnen hat und behauptet, dass die SNG genügend Zeit habe, ein Boot zu bauen bis im Oktober 2008. Falls dies nicht der Fall sein sollte, solle die SNG mit einem bestehenden Boot antreten. Dies ist ganz klar einer Fortführung der GGYC-Strategie, den America’s Cup um jeden Preis zu gewinnen, denn das Rennen wäre lächerlich unausgeglichen. Es wäre genau das Gegenteil der Rennaction, die wir vom America’s Cup erwarten.

Wir werden uns weiterhin darum bemühen, den Kampf vom Gerichtssaal aufs Wasser zurückzubringen, aber die Haltung und Vorgehensweise des GGYC macht dies extrem schwierig. Der GGYC hat sich über den Gerichtsweg erstmals erfolgreich den Zugang zum America’s-Cup-Match erzwungen, obwohl sie immer bekräftigt haben, dass sie den Rechtsweg zum Wohle aller Herausforderer beschreiten würden. Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um sicherzustellen, dass sie gezwungen werden, in einem kompetitiven Rennen im wahren Geist und in der Tradition des America’s Cup anzutreten.“

26.03.08 - EM-Marathon mit fünf Rennen bei frischem Wind

EL ARENAL. Die amtierenden Olympiasieger Iker Martinez und Yabi Fernandez aus Spanien sind erste Spitzenreiter der 49er-Europameisterschaft in El Arenal auf Mallorca. Als beste Deutsche segelten Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) vom T-Systems Team 2008 am Dienstag (25. März) auf Rang 13. Ihre Kieler Teamkollegen Marcus Baur und Hannes Baumann sind 32. Nachdem der geplante EM-Auftakt am Ostermontag einem Sturm zum Opfer fiel, ließ die Regattaleitung am zweiten Tag fünf Rennen bei anfangs frischer bis starker Brise absolvieren, die später nur wenig abflaute.

„Das war ein langer, harter Tag nicht ohne Verluste“, meinte das T-Systems 49er Team 2008 übereinstimmend. Die Peckolt-Brüder berichteten von einer Kenterung in der ersten Wettfahrt, die am Ende zum 15. Platz und ihrem ersten Streichresultat führte, ehe sie danach einen Tagessieg landeten und besser in Tritt kamen. Härter traf es Marcus Baur mit seinem Vorschoter, die sich ebenfalls im ersten Rennen kurz vor dem Ziel überschlugen. „Ich blieb dabei im Trapez hängen und wurde vom Boot unter Wasser gezogen, weil ich mich verkantet hatte“, so der Ex-Europameister, „das war mehr als eine Schrecksekunde und hätte auch böse enden können. Das mir so noch nie passiert.“ Weil auch noch die Fock kaputt ging, trat das Duo zu den beiden Folgerennen nicht an, was sich im Zwischenstand niederschlägt.

Die Gruppenrennen standen zunächst ganz im Zeichen der Starkwindspezialisten, die bei bis zu zwei Meter hohen Wellen und in den Böen mehr als 20 Knoten starkem Wind vorne weg fuhren. „Auch wir hatten einen kleinen Geschwindigkeitsnachteil, sind aber außerdem nicht immer auf der bevorteilten Seite der Bahn gewesen“, meinte Hannes Peckolt, als er mit Einbruch der Dämmerung zurück an Land kam. Nach ihrem zweiten Rang bei der Princess Sofia Trophy in der Vorwoche an gleicher Stelle habe „das glückliche Händchen bei der Taktik gefehlt“. Die Ergebnisserie 15, 1, 7, 13 und 7 jedoch „hätte schlimmer kommen können“. Ihre positive Tagesbilanz: „Wir sind fünf gute Starts gefahren. Das ist derzeit für Olympia eines unser wichtigsten Trainingsziele.“

Baur/Baumann kehrten nach dem verkorksten Vormittag gestärkt auf die Regattabahn zurück und ließen einen zweiten und neunten Rang folgen. Bei deutlich leichter vorhergesagten Winden will das T-Systems Team 2008 am Mittwoch Boden gutmachen, denn nach den nächsten vier Wettfahrten wird das Feld für die Finalrennen in Gold-, Silber- und Bronzeflotte unterteilt. Die Europameisterschaft geht am kommenden Sonntag (30. März) mit dem Medalrace der zehn punktbesten Crews zu Ende.

Segeln in Zahlen

Zwischenstand nach fünf Wettfahrten der 49er-Europameisterschaft in El Arenal/Spanien:

1. Iker Martinez/Xabi Fernandez (Spanien) 8 Punkte
2. Nico Delle Karth/Nikolaus Leopold Resch (Österreich) 13
3. Jonas Lindberg/Kalle Torlen (Schweden) 16
4. Pietro und Gianfranca Sibello (Italien) 16
5. Tim Wadlow/Chris Rast (USA) 17
6. Federico und Aturo Alonso Tellechea (Spanien) 18

13. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 41

32. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel) 59

Dienstag, 25. März 2008

Furioses Finale vor Mallorca: Ein königlicher Sieg!

Hamburg - Die deutschen Olympiasegler haben zum Saisonauftakt beim Frühjahrsklassiker Trofeo Princesa Sofia vor Mallorca eine goldene und zwei Silbermedaillen gewonnen. Die Berliner Laser Radial-Steuerfrau Petra Niemann gewann ihre Serie souverän. Auch die Tornado-Mannschaft Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) und die 49er-Crew Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) zeigten sich ­ jeweils als Gesamtzweite - in glänzender Frühform.

Die WM-Dritte Ulrike Schümann und ihre Yngling Crew dagegen durchlebten einer Berg- und Talfahrt, waren mit Gesamtrang sieben nicht zufrieden. Auch die 470er-Seglerinnen Stefanie Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) blieben nach einer unverschuldeten Kollision mit Platz elf deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück, ersegelten sich jedoch mit der Platzierung freie Bahn zur Nominierung für die Olympischen Spiele im August.

Spektakulär war vor allem das finale Medaillenrennen der 49er zu Ende gegangen: Sechs der zehn besten Mannschaften kenterten. Hannes Peckolt erklärte: "Wir mussten unser Boot teilweise herunter bremsen, um nicht mit dem Bug einzutauchen. Sonst hätten wir uns genauso überschlagen." Trotzdem ging Hannes Peckolt unfreiwillig baden, als er nach der ersten Wende den Trapezhaken nicht schnell genug einhaken konnte. Die Brüder, die wie Polgar/Spalteholz und das Team von Ulrike Schümann auf ihrem olympischen Kurs nach Qingdao (China) von T-Systems unterstützt werden, starten am Montag optimal motiviert in die Europameisterschaft der 49er im gleichen Revier und zählen dann zu den Favoriten.

Spannend wird es ab dem 20. April für die Tornado-Segler, denn bei der Semaine Olympique vor Hyères kommt es im Kampf um die Olympiafahrkarte zum Duell zwischen Polgar/Spalteholz und den Brüdern Tino und Niko Mittelmeier aus Langenargen. Johannes Polgar sagte nach der erfolgreichen Regattawoche im Mittelmeer: "Unser neues Boot ist zuverlässig und schnell. Wir sind bestens gerüstet. Hyères kann kommen."

Erfolgreichste Athletin der Regattawoche über alle Disziplinen war Petra Niemann, die ihre Klasse mit acht Siegen und zwei zweiten Plätzen fast nach Belieben dominierte und mit nur zehn Zählern auf dem Abschlusskonto auch Segler wie Großbritanniens Superstar Ben Ainslie deutlich unterbot. Dabei profitierte Niemann, die sich wie alle anderen TOP-Kaderkollegen (Team Olympic Peking) im Winter intensiv auf die olympische Saison vorbereitet hat, allerdings auch von der Abwesenheit vieler Top-Seglerinnen, die zeitgleich bei der Laser Radial-Weltmeisterschaft in Neuseeland am Start waren.

Am Freitag Abend wurde Petra Niemann von Spaniens König Juan Carlos und Königin Sofia als erfolgreichste Teilnehmerin der hochkarätigen Mittelmeer-Serie geehrt. "Da war ich ziemlich stolz", sagte die 30-jährige zweimalige Olympiateilnehmerin, die im dritten Olympia-Anlauf im August endlich das ersehnte Edelmetall gewinnen will.

Dass sie im Gegensatz zu ihren härtesten Konkurrentinnen die WM in Neuseeland ausgelassen hat und lieber vor Mallorca segelte, hat mehrere gute Gründe: "Ich habe vor den letzten beiden Olympischen Spielen in den Jahren 2000 und 2004 eher zuviel gemacht. In diesem Jahr soll es für mich nur einen Höhepunkt geben und der kommt im August. Außerdem habe ich hier vor Mallorca das trainieren können, was in China gefragt sein wird: Das taktisch kluge Segeln in kleinen Feldern."

39. Trofeo Princesa Sofia Abschlusswertung

Europe
1. Petra Niemann (Berlin) 10 Punkte
2. Franziska Goltz (Kiel) 40 Punkte
3. Catherine M. Gjerpen (NOR) 40 Punkte
4. Janika Puls (Ratzeburg) 44 Punkte

Yngling
1. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (RUS) 29 Punkte
2. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (GBR) 39 Punkte
3. Ekatarina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (RUS) 45 Punkte
...
7. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin) 74 Punkte

RS:X Frauen
1. Alessandra Sensini (ITA) 29 Punkte
2. Marina Alabau (ESP) 43 Punkte
3. Zofia Klepacka (POL) 47 Punkte
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11. Romy Kinzl (Berlin) 215 Punkte

RS:X Männer
1. Nick Dempsey (GBR) 31 Punkte
2. Przemyslaw Miarczynski )POL) 44 Punkte
3. Fabian Heidegger (ITA) 54 Punkte
...
11. Toni Wilhelm (Kiel) 182 Punkte

470er Frauen
1. Marcelien De Koning/Lobke Berkhout (NED) 42 Punkte
2. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (ESP) 51 Punkte
3. Christina Bessadone/Saskia Clark (GBR) 54 Punkte
...
11. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 67 Punkte

470er Männer
1. Gabrio Zandoná/Andrea Trani (ITA) 22 Punkte
2. Gideon Kliger/Udi Gal (ISR) 41 Punkte
3. Sven Coster/Kalle Coster (NED) 41 Punkte
...
28. Morten Bogacki/Stefan Schmoldt (Düsseldorf) 200 Punkte

49er
1. Rodion Luka/Georgiy Leonchuk (UKR) 52 Punkte
2. Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 53 Punkte
3. Pietro und Gianfranco Sibello (ITA) 59 Punkte

Tornado
1. Xavier Revil/Christophe Espagnon (FRA) 20 Punkte
2. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel) 24 Punkte
3. Santiago Lange/Carlos Espinola (ARG) 36 Punkte

Laser
1. Paul Goodison (GBR) 25 Punkte
2. Nick Thompson (GBR) 32 Punkte
3. Rasmus Myrgren (SWE) 38 Punkte
...
33. Malte Kamrath (Berlin) 247 Punkte

Finn Dinghi
1. Ben Ainslie (GBR) 27 Punkte
2. Ivan Kljakovic Gaspic (CRO) 47 Punkte
3. Zach Railey (USA) 77 Punkte
...
41. Thomas Reger (Neuwittenbek) 354 Punkte

Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz haben...

PALMA. Die Münchenerin Stefanie Rothweiler und ihre Berliner Vorschoterin Vivien Kussatz dürfen die deutschen Farben bei den XXVI. Olympischen Sommerspielen in China vertreten. Mit einem elften Platz bei der internationalen Princess Sofia Trophy im spanischen Palma de Mallorca räumten die 470er-Seglerinnnen vom pinta racing team ein letztes Fragezeichen aus dem Weg. Eine Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund DOSB ist nun nur noch Formsache.

Gezweifelt hatte an der Erfüllung des so genannten Leistungsnachweises ­ Platz zwölf bei einer Topregatta in 2008 ­ durch die amtierenden Europameisterinnen niemand mehr, schon gar nicht die Aktiven selbst. Dass es bei der ersten von drei Chancen am Ende so knapp werden würde, war jedoch auch alles andere als gewollt. Vier Tage hatten Rothweiler/Kussatz in Palma auf Medaillenkurs gelegen, ehe sie durch eine unverschuldete Kollision aus dem Tritt gebracht wurden. Einer umstrittenen Frühstartdisqualifikation, die noch gestrichen werden konnte, folgte eine aufgegebene Wettfahrt, die das Team weit zurück warf.

"Zunächst dachten wir, der Schaden sei gar nicht so schlimm", erzählt die 28-Jährige Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen am Bodensee. Erst am nächsten Tag merkten sie deutlich, dass die neue Jolle unruhig fuhr und vor allem bei Leichtwind nicht mehr ihr gewohnt hohes Geschwindigkeitspotential hatte. "Wir konnten das Loch im Rumpf selbst nur provisorisch reparieren und hoffen nun auf die hundertprozentige Arbeit der Bootsbauprofis", so Vivien Kussatz (35), die für den Spandauer Yacht-Club Berlin antritt.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge erlebte das Duo den vorletzten Wettfahrttag der Princess Sofia Trophy am Gründonnerstag (20. März), an dem ausgerechnet die 470er-Frauen bei stark wechselhaften Winden überhaupt kein Rennen ins Ziel brachten. Dadurch verpasste das gut im Feld liegende pinta racing team hauchdünn um einen Punkt den Einzug in das finale Medalrace der besten zehn Crews. Da die Regatta für den Rest des Felds danach beendet war, konnte den Deutschen aber auch niemand mehr das Minimalziel streitig machen.

"Wir packen jetzt in Ruhe ein und lassen das Boot direkt nach Hamburg zur Bauwerft Ziegelmayer bringen", sagte Steffi Rothweiler am Karfreitag. Dort hatten sie den neuen 470er bezogen, der ihr Olympiaschiff für Qingdao werden soll. "Wir werden ihn nach der Reparatur wohl nochmal auf der Kieler Bucht testen, egal ob es stürmt oder schneit", beschloss die Mannschaft, um die innere Unruhe nach dem Crash "hoffentlich ablegen zu können". Das Boot soll bereits am 1. April in einem Container nach China verschifft werden, wo Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz es erst Anfang Juni zum Training auf dem Olympiarevier wieder auspacken können.

Die nächste Regatta, die olympische Segelwoche im südfranzösischen Hyères, wird Mitte April mit dem Zweitboot bestritten. "Wenn es mit der Nummer eins noch Probleme gibt, müssten wir allerdings über ein weiteres neues Boot nachdenken", fürchten die Seglerinnen. Das wiederum noch rechtzeitig nach China zu bekommen, wäre eine logistische Herausforderung. "Wir wollen aber keine faulen Kompromisse eingehen, wenn es um die Spiele geht", versprachen Rothweiler und Kussatz unisono, "für das Ziel haben wir vier Jahre hart trainiert."

Ergebnis von der 39. Princess Sofia Trophy 470er-Frauen (vor dem Medalrace)

1. Giulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 36 Punkte
2. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (Spanien) 37
3. Marcelien De Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 40
4. Fernanda Oliveira/Isabel Swan (Brasilien) 47
5. Christina Bassadone/Saskia Clark (Großbritannien) 50
6. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 54
7. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 56
8. Lenka Smidova/Lenka Mrzilkova (Tschechien) 60
9. Camille Lecointre/Gwendolyn Lemaitre (Frankreich) 63
10. Hannah Mills/Katrina Hughes (Grobritannien) 66
11. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 67

Zweimal "Silber" für das T-Systems Team 2008

Zweimal "Silber" für das T-Systems Team 2008 PALMA. Das T-Systems Team 2008 kehrt mit zwei Silbermedaillen von der 39. Princess Sofia Trophy aus dem spanischen Palma de Mallorca zurück.

Am Karfreitag verpasste die 49er-Crew Jan und Hannes Peckolt aus Hamburg und Kiel den Gesamtsieg hauchdünn um einen Punkt, bilanzierte aber eine gelungene Generalprobe für die am Ostermontag an gleicher Stelle beginnende Europameisterschaft. Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) hatten Rang zwei in der Tornado-Klasse schon am Vortag sicher und waren mit ihrem neuen Boot für die Olympiaausscheidung Mitte April hochzufrieden. Die Berg-und Talfahrt der Ynglingmannschaft Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner aus Berlin setzte sich auch im Medalrace fort, in dem sie vom zweiten auf den achten Rang zurückfiel und Gesamtsiebte blieb. Petra Niemann (Berlin) siegte im Laser Radial in Abwesenheit der WM-Teilnehmerinnen ungefährdet.

Das Medalrace der 49er wurde zum Herzschlagfinale voller Kapriolen. Der auflandige Wind wehte frisch und hatte über Nacht einen hohen Wellengang aufgebaut. Sechs der zehn Finalteams erlebten teils spektakuläre Kenterungen, darunter alle drei Mitbewerber der Peckolts um den Gesamtsieg, die als Spitzenreiter ins Rennen gegangenen waren. "Auch wir mussten das Boot oft runter bremsen, um nicht mit dem Bug einzutauchen", erklärte Hannes Peckolt, "sonst hätten wir uns genauso überschlagen."

Als Erste traf es die italienischen Sibello-Brüder, die dadurch frühzeitig ihren zweiten Gesamtplatz einbüßten. Doch auch das deutsche Bruderpaar hatte eine kleine "Schwimmeinlage". "Nach der ersten Wende bekam ich den Trapezhaken nicht ins Trapez eingehakt", erzählte der Vorschoter, "und bin baden gegangen." Zu dem Zeitpunkt hatte das auf Leichtwind getrimmte Duo schon einen kleinen Rückstand auf die Führungsgruppe und verlor weiter an Boden. Was es nicht ahnte: Die überlegen führenden Ukrainer Luka/Leonchuk kenterten auch noch und hätten den sicher geglaubten Gesamtsieg beinahe verloren ­ zumal der 49er der Weltmeister Outteridge/Austin kurz vorm Ziel aus dem Ruder lief und die Australier Platz fünf nur denkbar knapp vor den Peckolts über die Linie retteten.

"Wie dicht wir vor der Verteidigung des ersten Platzes waren, haben wir erst kurz vorm Ziel gesehen", meinte Jan Peckolt, "Gold hatten wir da schon längst abgeschrieben." Unglücklich seien sie mit dem zweiten Rang in einem WM-ähnlichen Teilnehmerfeld dennoch nicht, zumal die feierliche Siegerehrung durch Königin Sofia und den selbst segelenden König Juan Carlos auf deren Sommerresidenz erreicht wurde. "Das ist ein sehr festlicher Moment, der uns bislang nicht vergönnt war", so Hannes Peckolt, "da sind wir richtig stolz drauf." Neben dem erfolgreichen Abschneiden seien jedoch auch die umfangreichen Materialtests sowie die Verbesserung des Startverhaltens und der Manöverabläufe nicht zu kurz gekommen. Peckolts: "Das werden wir ohne Erfolgsdruck bei der EM fortsetzen."

Am Finaltag der Tornados, die kein Medalrace segelten, verzichteten Polgar/Spalteholz auf das letzte Rennen, nachdem zweieinhalb Minuten vor dem Start ein Materialproblem auftrat. "Die Verbindung zwischen Großbaum und -segel hatte sich gelöst", erklärte Polgar, "das bekamen wir erst 30 Sekunden nach dem Startschuss nur notdürftig wieder fest." Da hatte die Konkurrenz aber schon 200 Meter Vorsprung. Bei frischem Wind der Stärke fünf ging das deutsche Team kein Risiko ein und kehrte in den Hafen zurück, zumal der Gesamtsieg der Franzosen Xavier Revil/Christophe Espagnon schon vorher feststand. "Die Schwachstelle haben wir für die Zukunft ausgemerzt", versicherte der Vorschoter, "denn genau für solche Tests waren wir hier."

Nach dem Osterfest zuhause konzentriert sich das T-Systems Tornado Team ganz auf die olympische Segelwoche im südfranzösischen Hyères. Dort geht es ab dem 20. April gegen die Brüder Tino und Nico Mittelmeier aus Langenargen in die nationale Olympiaausscheidung. Wer dort die bessere Endplatzierung erreicht, bekommt die Fahrkarten zu den Spielen in Qingdao/China. "Unser neues Boot hat seine Feuertaufe bestanden. Es ist zuverlässig und schnell", resümierten Polgar und Spalteholz die Regatta in Palma, "wir sind bestens gerüstet. Hyères kann kommen!"

"Wir sind regelrecht frustriert", meinte Ulli Schümann nach dem Yngling-Finale, "wir standen uns hier selbst im Weg." Das Medalrace begann zwar glänzend, indem das deutsche Trio gleich vorne dabei war und die ersten beiden Tonnen als Zweites und Drittes rundete. Doch dann passierte das Malheur: "Beim Abfallen haben wir das griechische Boot berührt", berichtete die Steuerfrau, beim sofort fälligen Strafkringel, eine 360-Grad-Drehung, waren fünf Gegner durchgefahren. Schümann: "Das Feld liegt so eng zusammen, das ist nicht wieder gut zu machen." Besonders in der Manöverabstimmung sei noch vieles zu verbessern, so die Mannschaft, aber sie sei zuversichtlich auf dem richtigen Weg.

Mit einem Sieg im Medalrace brachten die Russinnen Basalkina/Ukrainseva/Maximova auch den Gesamtsieg unter Dach und Fach, weil ihre Landsfrauen Skudina/Krutskikh/Ivanova nur Letzte wurde und sogar Rang zwei an die Weltmeisterinnen Ayton/Webb/Wilson aus Großbritannien abgeben mussten. Auch das T-Systems Yngling Team 2008 feiert das Osterfest zuhause und wird sein Boot danach einem letzten Werftcheck unterziehen, um es Mitte April zu den Olympischen Spielen zu schicken. Die Europameisterschaft Anfang April in Spanien wird mit dem Zweitboot gesegelt, das dann aus Miami/USA zurück ist, wo Schümann & Co. Anfang Februar WM-Bronze gewannen.

Segeln in Zahlen

Endstand der 39. Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien:

470er-Frauen
1. Marcelien De Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 42 Punkte
2. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (Spanien) 51
3. Christina Bessadone/Saskia Clark (Großbritannien) 54
...
11. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 67

49er
1. Rodion Luka/Geogiy Leonchuk (Ukraine) 52 Punkte
2. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 53
3. Pietro und Gianfranca Sibello (Italien) 59

Tornado
1. Xavier Revil/Christophe Espagnon (Frankreich) 20 Punkte
2. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 24
3. Santiago Lange/Carlos Espinola (Argentinien) 36

Yngling
1. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (Russland) 29 Punkte
2. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (Großbritannien) 39
3. Ekatarina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (Russland) 45
...
7. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin) 74

Donnerstag, 20. März 2008

BMW ORACLE Racing stellt Kern-Segelteam vor

Valencia, Spanien, 19. März 2008. BMW ORACLE Racing hat heute sein Kern-Segelteam für den 33. America's Cup vorgestellt. Das Team hat zudem das umfangreichen Trainings- und Regatta-Programm 2008 aufgenommen, bei denEinrumpf- und Mehrrumpfboote zum Einsatz kommen.

Die erfahrene Afterguard um Skipper Russell Coutts wird mit dem US Amerikaner John Kostecki und dem Australier James Spithill verstärkt. Im Segelteam stehen insgesamt neun Segler, die bereits früher bei BMW ORACLE Racing unter Vertrag standen und elf Segler aus der italienischen Luna RossaChallenge 2007.

"Wir haben ein fantastisches Team versammelt, das nicht nur sehr erfahren undtalentiert, sondern auch mit großem Siegeswillen ausgestattet ist und mit dem Wettfahrten einfach Spaß machen", sagt CEO und Skipper Russell Coutts. "Ich bin mit den meisten Teammitgliedern über die Jahre in verschiedenen Projekten gesegelt, und bin glücklich über die Chance, sie in einem America's Cup Team vereint zu haben. Wir freuen uns auf die ersten Rennen."

Spithill wird sich die Aufgabe des Steuermanns mit Coutts teilen, Kostecki wurde zum Taktiker ernannt. Neben Spithill kommen weitere zehn Segler aus der Luna Rossa Challenge 2007. Jonathan Macbeth kommt vom Louis Vuitton Cup Sieger 2007, dem Emirates Team New Zealand.

Zur Crew gehören auch Stratege Hamish Pepper und Grinder Carl Williams, die Starboot-Weltmeister von 2006, die Neuseeland in dieser Bootsklasse bei den Olympischen Spielen 2008 vertreten werden. Das Segeltraining begann in der vergangenen Woche in Valencia auf zwei Extreme 40 Katamaranen. In diesem Sommer wird das Team auf der Extreme 40 European Tour antreten. Mitglieder des Segelteams werden außerdem in der TP52 Med Cup Serie segeln, einer europaweiten Grand Prix Sailing Tour mit Einrumpfbooten. Details zum Regattaprogramm 2008 folgen in Kürze.

Kopf-an-Kopf-Rennen der Tornado-Crew

PALMA - An Spannung nicht zu überbieten ist der Zweikampf in der olympischen Tornado-Klasse bei der 39. Princess Sofia Trophy im spanischen Palma de Mallorca.

Das T-Systems Team 2008 Johannes Polgar und Florian Spalteholz aus Dänisch-Nienhof und Kiel liegt auch nach dem vierten Segeltag nach Punkten mit den führenden Franzosen Revil/Espagnon gleichauf auf Rang zwei. Ihre 49er-Kollegen Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) mussten zwar Rang zwei räumen, blieben aber auf Medaillenkurs. Während die Berliner Yngling-Mannschaft Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner in der einzigen Tageswettfahrt Sechste wurde, fielen die 470er-Frauen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team durch ein aufgegebenes Rennen auf Platz elf zurück.

Das Tornado-Duell findet inzwischen nicht nur in der Ergebnisliste statt, sondern auch auf dem Wasser. "Wir lassen uns gegenseitig nicht mehr aus den Augen", berichtete Johannes Polgar, "wer erst einmal vorne liegt, versucht den anderen konsequent zu decken." Am Ende Tages stand es einmal mehr eins zu eins, denn die Deutschen hatten die siebte Wettfahrt als Zweite direkt vor den Franzosen beendet. Polgar: "Im zweiten Rennen sind wir einmal ein paar Meter zu weit nach links gefahren, und dadurch nur Vierter geworden." Das Ergebnis durften sie streichen und haben mit 13 Zählern nur halb so viele Punkte wie die nächsten Verfolger Francesco Marcoli und Edorado Bianchi aus Italien.

Für Gründonnerstag wurden erstmals frische bis starke Winde für die Bucht von Palma vorhergesagt. "Wir freuen uns auf die härteren Bedingungen, um auch darin unser neues Boot zu testen³, so Florian Spalteholz, “und dem Endergebnis soll das hoffentlich auch nicht schaden." Auch die Peckolt-Brüder blicken entspannt auf den Zwischenstand der 49er-Wertung, der sie nach elf Rennen neun Punkte hinter Platz eins sieht. Die Ukrainer Rodion Luka und Geogiy Leonchuk behauteten ihren Vorsprung vor den italienischen Sibello-Brüdern, obwohl sie sich auch einen elften Rang als ersten Streicher leisteten.

"Für uns kommt es hier ja nicht entscheidend auf die Platzierung an", sagte Hannes Peckolt, "viel wichtiger sind die positiven Erkenntnisse beim Bootshandling und die taktische Sicherheit." Mit guten, aber konservativen Starts sei bisher kein Staat zu machen, da "die Wettfahrtleitung augenscheinlich viele Frühstarter laufen lässt." Und bei den Kurzrennen ist dann nach dem Start schon eine Vorentscheidung gefallen. "Mit einem fünftem und einem sechsten Rang in der Goldflotte sind wir aber zufrieden", meinte Jan Peckolt, "auch wenn das sicher kein Bombentag war."

Nach der unverschuldeten Kollision am Vortag waren Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz mit ihrem provisorisch reparierten Boot vor allem bei Leichtwind nicht glücklich. Der starke fünfte Platz in der achten Wettfahrt bei etwas mehr Brise als zuvor basierte auf gelungener Taktik. "Im Verlauf der Wettfahrt passte alles zusammen", berichtete die Steuerfrau, "schnell waren wir jedoch nicht." Deswegen hatten sie das erste Tagesrennen in aussichtsloser Position sogar aufgegeben, was den Sturz in der Gesamtwertung verursachte. Die Italienerinnen Micol/Conti erkämpften die Gesamtführung mit einem Punkt Vorsprung vor Via-Dufresne/Tutzo aus Spanien zurück.

Aufsteigende Tendenz spürte das Yngling-Trio zwar noch nicht im Gesamtstand, wo es um einen Rang auf acht runter ging. Doch der sechste Platz am Mittwoch erfreute Steuerfrau Ulli Schümann: "Wir waren gut dabei, wenn auch nicht ganz vorne." Angesichts eines Strafkringels (360-Grad-Drehung) wegen einer Tonnenberührung sei der Ausgang akzeptabel. Als der Wind einschlief, wurde das zweite Tagesrennen abgebrochen und soll am Donnerstag bei 20 Knoten aus Nordost nachgeholt werden. Schümann: "Der Szenewechsel kann uns nur Recht sein. Aber wir wissen auch, was wir bei Leichtwind noch zu tun haben." An der Spitze überflügelten Basalkina/Ukrainseva/Maximova ihre russischen Gegnerinnen Skudina/Krutskikh/Ivanova wieder.

Segeln in Zahlen

Zwischenstand nach dem 4. Tag der Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien:

470er-Frauen
1. Giulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 36 Punkte
2. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (Spanien) 37
3. Marcelien De Koning/Lobke Berkhout(Niederlande) 40
...
11. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 67

49er
1. Rodion Luka/Geogiy Leonchuk (Ukraine) 33 Punkte
2. Pietro und Gianfranca Sibello (Italien) 38
3. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 42

Tornado
1. Xavier Revil/Christophe Espagnon (Frankreich) 13 Punkte
2. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 13
3. Francesco Marcolii/Edoardo Bianchi (Italien) 26

Yngling
1. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (Russland) 18 Punkte
2. Ekatarina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (Russland) 22
3. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (Großbritannien) 24
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8. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin) 42

Mittwoch, 19. März 2008

Urteil bestätigt die America's Cup

Valencia, Spanien, 18. März 2008: Richter Herman Cahn vom OberstenGerichtshof des Staates New York verkündete heute ein Urteil, in dem dieGültigkeit der Herausforderung des Golden Gate Yacht Club für den 33.America's Cup bestätigt wird. Cahn wies damit einen späten Einspruch desTitelverteidigers ab, die frühere Entscheidung zugunsten des GGYC neu zuverhandeln.

"Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Das Gericht hat festgestellt,dass unsere Herausforderung im vollen Umfang den Anforderungen des Deed of Gift entspricht, und wir bereiten uns nun auf die nächste Regatta vor", sagte Tom Ehman, der Sprecher des Clubs. In dem heutigen Urteil bestätigt das Gericht seine Entscheidung vom 27. November 2007, wonach der GGYC der gültige Herausforderer um den Cup ist.Der Titelverteidiger, die Societe Nautique de Geneve (SNG), hatte den Antraggestellt, diese Entscheidung neu zu verhandeln und sich dabei auf eine neueBehauptung gestützt, wonach die Herausforderung des US-amerikanischen Clubs nicht den Anforderungen das Deed of Gift entspreche. Dies hat das Gericht nun zurückgewiesen.

Es kommt nun zu einem Deed-of-Gift-Match, denn der Titelverteidiger hatdeutlich gemacht, dass er auf die vom GGYC vor und nach der Entscheidungdes Gerichts im November unterbreiteten Angebote für eine konventionelleRegatta mit einem im gegenseitigen Einvernehmen festgelegten Reglement und mit allen Teams nicht eingehen will.

470er-Frauen trotz Loch im Boot weiter Zweite

PALMA. An einem chaotischen Segeltag mit extrem wechselhaften Bedingungen zogen sich die deutschen Mannschaften am Dienstag (18. März) bei der internationalen Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien achtbar aus der Affäre. Die 470er-Frauen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team behaupteten trotz eines Lochs im Boot nach einer Kollision und eines Frühstarts Gesamtrang zwei. Auf den Silberrängen liegen auch die T-Systems Teams 2008 mit Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) bei den 49ern sowie Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) bei den Tornados. Hinter den eigenen Möglichkeiten zurück blieben die WM-Dritten Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner aus Berlin in der Yngling und sind zur Halbzeit Siebte. Eine weiße Weste behielt die Berlinerin Petra Niemann im Laser Radial, deren Weltmeisterschaft allerdings parallel in Neuseeland läuft.
Steffi Rothweiler sah das Unglück in der fünften Wettfahrt schon kommen, als die Israelis Nike Kornecki und Vered Bouskila dem vorfahrtberechtigten deutschen 470er in die Quere kamen. Deren Bug bohrte sich am Heck in die Rumpfschale und hinterließ ein zehn Zentimeter großes Loch. Während die Schuldigen einen Strafkringel (360 Grad) drehten und ihren seglerischen Fehler damit bereinigten, retteten die Geschädigten immerhin Platz fünf ins Ziel. "Das war ein dummes und unnötiges Ramming", so die Steuerfrau, "zumal die beiden in dem Rennen schon eine Frühstartdisqualifikation hatten." Für die nächsten Wettfahrten ab Mittwoch reparierte das pinta racing team sein Boot notdürftig. Nach der Regatta wird es jedoch in Hamburg in die Ziegelmayer-Werft gehen, um den Schaden professionell zu beheben. Schließlich ist es die Jolle, mit der Rothweiler/Kussatz im August bei den Olympischen Spielen in China segeln wollen. Rothweiler: "Ich bin zuversichtlich, dass daraus kein Nachteil entsteht. Es ist zumindest keine kritische Stelle zerstört."

Auch mit dem Schicksal im zweiten Tagesrennen haderte das 470er-Duo. "Wir wurden wegen Frühstarts disqualifiziert, obwohl andere am Start noch deutlich vor uns lagen, aber durchgekommen sind", ärgerte sich die Vorschoterin. Besonders bei den Einheimischen Via-Dufresne/Tutzo schien die Wettfahrtleitung beide Augen zuzudrücken. Dadurch wurde deren vierter Rang im Ziel gewertet, wodurch sie die Gesamtführung zurückeroberten, während Rothweiler/Kussatz ihren gesegelten dritten Rang streichen mussten. Kussatz: "Wir sind erstklassig gesegelt und um die Spitzenposition gebracht worden."

Rang eins vom Vortag büßten die Peckolt-Brüder ein, nachdem die letzten drei Gruppenrennen das Feld gehörig durcheinander würfelten. "Mit den Plätzen vier, fünf und acht lagen wir aber immer noch durchgehend im grünen Bereich", meinte Hannes Peckolt, "da ist noch kein wirklicher Ausrutscher bei." Mit zwei Tagessiegen mussten die deutschen Olympioniken jedoch Rodion Luka und Geogiy Leonchuk aus der Ukraine vorbeiziehen lassen. Die Silbermedaillengewinner von Athen 2004 gehen mit zwei Punkten Vorsprung in die Rennen der Goldflotte, der oberen Hälfte nach den Qualifikationswettfahrten.

Bei Windstärken zwischen null und vier sowie einer kreuz und quer laufenden Welle wurde das Segeln auf der 49er-Bahn zum "Vollwaschgang mit Schleuderkurs", so die Peckolts. Auf die Bootsgeschwindigkeit sei es dabei weniger angekommen als auf eine behutsame Taktik. Weiter konservativ bahnten sich die Brüder ihren Weg durch die Reihen nach vorne und kamen dabei auch schon mal "aus der Tiefe des Mittelfelds". Jan Peckolt: "Wir haben ein gutes Gefühl und sehen den Finalrennen optimistisch entgegen."

Bei den Tornado-Kollegen läuft alles auf einen Zweikampf von Polgar/Spalteholz mit den Franzosen Revil/Espagnon hinaus. Am dritten Wettfahrttag machten diese beiden Crews die Siege unter sich aus und verbuchten jeder einen. Punktgleich mussten die Deutschen Rang eins räumen, weil die Kontrahenten einen Tagessieg mehr auf dem Konto haben. "Das Duell verspricht Hochspannung in der zweiten Halbzeit", meinte Florian Spalteholz, "aber auch die Verfolger sind noch längst nicht außer Acht zu lassen." Bei ihnen selbst stimme jedenfalls sowohl das Geschwindigkeitspotential des neuen Katamarans als in der Folge auch die Taktik. "Mit dem richtigen Speed agieren wir soviel sicherer als zuletzt bei der verpatzten WM", erklärte Polgar, "dass macht Spaß und sehr zufrieden."

Erneut nur einen mäßigen Tag erwischten die Yngling-Frauen vom T-System Team 2008. Mit Rang 14 im fünften Rennen fuhren sie ihre schlechtestes Resultat ein, das sie zwar aus dem Gesamtergebnis herausstreichen dürfen, doch gab es bereits am Vortag einen Ausrutscher, der nun in die Wertung genommen werden muss. "Bei uns ist irgendwie der Wurm drin", so Steuerfrau Ulli Schümann, die auch Rang sechs im Anschluss nur halbwegs als Wiedergutmachung gelten lassen wollte. "Immerhin ging es wieder bergauf." An der Spitze tauschten die russischen Teams die Plätze. Basalkina/Ukrainseva/Maximova fielen knapp hinter Skudina/Krutskikh/Ivanova zurück.

Segeln in Zahlen

Zwischenstand nach dem 3. Tag der Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien:

470er-Frauen
1. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (Spanien) 11
2. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 23
3. Giulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 25

49er
1. Rodion Luka/Geogiy Leonchuk (Ukraine) 21 Punkte
2. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 23
3. Pietro und Gianfranca Sibello (Italien) 27

Tornado
1. Xavier Revil/Christophe Espagnon (Frankreich) 8 Punkte
2. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 8
3. Francesco Marcolii/Edoardo Bianchi (Italien) 14

Yngling
1. Ekatarina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (Russland) 15 Punkte
2. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (Russland) 15
3. Sally Barkow/Carrie Howe/Debbie Capozzi (USA) 17
...
7. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin) 36

Dienstag, 18. März 2008

36. Gebrauchtboot- und Zubehörmarkt

Friedrichshafen – Eine große Auswahl an Booten und maritimem Zubehör aus zweiter Hand finden Wassersportler auf dem 36. Gebrauchtboot- und Zubehörmarkt. Die Veranstaltung findet von Freitag, 4. bis Sonntag, 6. April 2008 auf dem Messegelände Friedrichshafen statt.

Ob Segelboot, Motorboot oder Schlauchboot – die Besucher können aus einem vielfältigen Angebot auswählen; insgesamt werden rund 100 gebrauchte Boote von privaten Anbietern und Händlern erwartet. Preiswertes maritimes Zubehör wie Segel, Hänger, Motoren oder Taue bietet der „Flohmarkt für Maritimes“.

Der Gebrauchtboot- und Zubehörmarkt findet wieder am zweiten Wochenende der Friedrichshafener Frühjahrsmesse IBO statt und ist von Freitag, 4. bis Sonntag, 6. April 2008 jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro; für IBO-Besucher ist er inklusive. Weitere Infos unter www.gebrauchtboot-friedrichshafen.de.

Teilsperrung des Seerheins

Die Deutsche Bahn AG muss auf der alten Rheinbrücke in Konstanz Gleisreparaturarbeiten durchführen lassen.

Deshalb wird am 26. und 27. März 2008 die Brückendurchfahrt für den Schiffsverkehr teilweise gesperrt. Vorgesehen ist, dass am 26. März zuerst die rechte Durchfahrt gesperrt wird. Diese Durchfahrt wird aber noch am gleichen Tage wieder für die Schifffahrt geöffnet. Die mittlere Durchfahrt und die linke Durchfahrt werden bis in die 16. KW (14.04. bis 18.04.) gesperrt bleiben. Die Zeiten können sich witterungsbedingt verschieben.

Die Sperrung wird für jede Brückendurchfahrt mit einer Boje (Schifffahrtszeichen A.1) oberhalb und unterhalb der Brückendurchfahrt signalisiert. Die Brückendurchfahrt ist immer über eine geöffnete Brückendurchfahrt gewährleistet.

Deutsche Spitzenreiter im 49er und Tornado

PALMA. Die deutschen Olympiaaspiranten segelten auch am zweiten Tag der internationalen Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien auf Medaillenkurs.

Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) vom T-Systems Team 2008 übernahmen nach fünf Rennen in der 49er-Klasse die Gesamtführung, die ihre Teamkollegen Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) bei den Tornados verteidigten. Auf Rang zwei rückten die 470er-Frauen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team vor. Nur das Berliner Yngling-Trio Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner erwischte einen rabenschwarzen Montag (17. März) und fiel auf den sechsten Platz zurück. Die Berlinerin Petra Niemann ist im Laser Radial weiter ungefährdet.

"Das war ein goldener Tag wie er schöner kaum vorstellbar ist", schwärmte Hannes Peckolt nach drei Rennen, in denen zwar kein Tagessieg herausgesprungen war, aber mit den Einzelplätzen drei, drei und zwei souverän die Tabellenspitze von den Spaniern Frederico und Aturo Alonso erobert wurde. Bei traumhaften Segelbedingungen mit zwei bis drei Windstärken präsentierten sich die deutschen Olympioniken nach bereits gelungenem Auftakt am Wochenende weiter verbessert. "Sogar zwei von drei Starts waren diesmal Eins A", resümierte Steuermann "Pit" Peckolt.

Das die Brüder von Yachtclub Langenargen besonders freute: Die Topplatzierungen wurden ohne großes Risiko eingefahren. "Wir haben technisch sauber gesegelt mit reibungslosen Manövern", so der Vorschoter, "und lagen mit unseren taktischen Entscheidungen immer richtig." Kleine Chancen wurden konsequent genutzt und einige wichtige Positionskämpfe gewonnen. Nach fünf Rennen ohne einen Ausrutscher können die Peckolts beruhigt nach vorne schauen, wenn es laut Vorhersage frischere Winde geben soll.

"Im ersten Tagesrennen sahen wir schon die Lichter ausgehen", meinte Vivien Kussatz, "da hatten wir schon gleich nach dem Start 100 Meter Rückstand auf das 470er-Hauptfeld." Bei ihnen auf der benachteiligten Luvseite waren nur die Auftaktbesten Spanierinnen Via-Dufresne/Tutzo. Während die Europameisterinnen aus Deutschland eine hoffnungsvolle Aufholjagd starteten, blieben die Einheimischen zurück und wurden nur 24. "Wenn uns nicht auf der rechten Seite der Startkreuz noch ein Linksdreher erwischt hätte, wären wir sogar noch unter die Top Ten gesegelt", so die Steuerfrau.

Auch den elften Rang wollten sie jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Beim seinen Wunschbedingungen demonstrierte das pinta racing team anschließend sein Können. Erstmal gelang ein Nullstart auf der richtigen Seite und bereitete den Weg zu einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg. Auch von den rehabilitierten Spanierinnen ließen sich Rothweiler/Kussatz nicht mehr gefährden, obwohl diese ihnen bis zum Schluss auf den Fersen blieben. Die Gesamtführung übernahmen Giulia Conti und Giovanna Micol aus Italien.

Im ungewöhnlichen kleinen Feld mit nur acht Tornados behaupteten sich Polgar/Spalteholz auch in den Rennen drei und vier. Einem ungefährdeten Tagessieg folgte ein dritter Rang und somit die gleiche Tagespunktzahl wir die Zweitplatzierten Franzosen Revil/Espagnon. "Die Rennen sind wie kleine Medalraces auf höchstem Niveau", meinte Florian Spalteholz, schließlich seien fünf der Gegner bei den Sommerspielen in China Medaillenkandidaten. "Die können wir hier alle sehr genau beobachten und gewinnen wichtige Erkenntnisse", sagte Johannes Polgar.

"Den Montag vergessen wir lieber schnell, morgen ist ein neuer Tag", bilanzierte Ulli Schümann zwei Yngling-Wettfahrten, die nach einem achten Rang im Mittelfeld als 13. von 16 einen herben Ausrutscher brachten. Bei leichterer Brise als am Vortag, aber erneut unruhigem Wasser kam das T-System Team 2008 nicht in Fahrt und musste die Medaillenränge vorerst verlassen. Ein schwacher Trost: Auch die Topfavoritinnen auf Olympia-Gold, die Britinnen Ayton/Webb/Wilson fielen auf den vierten Rang zurück. Es führen zwei russische Teams mit Basalkina/Ukrainseva/Maximova vor Skudina/Krutskikh/Ivanova.

Segeln in Zahlen

Zwischenstand nach dem 2. Tag der Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien:

470er-Frauen
1. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 12 Punkte
2. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 19
3. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 25

49er
1. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 9 Punkte
2. Frederico und Aturo Alonso (Spanien) 12
3. Rodion Luka/Geogiy Leonchuk (Ukraine)

Tornado
1. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 8 Punkte
2. Xavier Revil/Christophe Espagnon (Frankreich) 10
3. Francesco Marcoli/Edoardo Bianchi (Italien) 14

Yngling
1. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (Russland) 10 Punkte
2. Ekatarina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (Russland) 13
3. Sally Barkow/Carrie Howe/Debbie Capozzi (USA) 15
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6. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin)

Montag, 17. März 2008

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Auftaktführung für Polgar/Spalteholz

PALMA. Zum Auftakt der internationalen Princess Sofia Trophy segelten Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) vom T-Systems Team 2008 am Sonntag (16. März) auf Platz eins.

Die Regatta im spanischen Palma de Mallorca gilt bei den Katamaranen als Generalprobe für die deutsche Olympiaausscheidung Mitte April in Frankreich. Auch die Berliner Yngling-Crew mit Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner sowie die 49er-Mannschaft Jan und Hannes Peckolt aus Hamburg und Kiel (alle T-Systems Team 2008) überzeugten beide mit Gesamtrang drei. Dritte sind auch die 470er-Frauen Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team. Petra Niemann (Berlin) führt in Abwesenheit aller WM-Teilnehmerinnen das Laser Radial-Feld an.

Für das Tornado-Duo war das erste Tagesrennen quasi die Jungfernfahrt mit einem nagelneuen Kat aus der schwedischen Hightech-Schmiede von Göran Marström. Den hatten Polgar/Spalteholz eigens für die Olympiaausscheidung bestellt, in der sie die Brüder Tino und Nico Mittelmeier aus Langenargen hinter sich lassen müssen, wenn sie im August zu den Segelspielen nach Qingdao/China fahren wollen. "Auf dem neuen Boot fühlen wir uns wieder wie Zuhause", meinte Johannes Polgar hochzufrieden, "wir spürten jederzeit das Potential, angreifen zu können." Der Neubau sei gar kein Vergleich zum WM-Boot, mit dem sie Ende Februar in Neuseeland nicht über Rang 21 hinaus gekommen waren.

"Nach unserem ersten Eindruck haben sich die Nachtschichten in der vorigen Wochen richtig gelohnt", so der Vorschoter, "wir haben nämlich jeden Beschlag selbst angebaut, um ihn hundertprozentig so gesetzt zu bekommen, wie wir ihn haben wollen." Die gute Vorbereitung zuhause zahlte sich doppelt aus, denn aufgrund einer Fahrzeugpanne war das Schiff erst einen Tag vor Regattabeginn in Palma eingetroffen und erlebte quasi einen Kaltstart. Doch bei mittleren bis leichten Winden fuhr das T-Systems Team 2008 jederzeit in der Spitzengruppe mit und landete zweimal auf Rang zwei. Das bedeutete die Gesamtführung vor den österreichischen Olympiasiegern von 2000 und 2004, Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher.

Die Peckolt-Brüder feierten nach Platz fünf im ersten 49er-Gruppenrennen einen Tagessieg und rangieren nur einen Zähler hinter den einheimischen Spitzenreitern, den Alonso-Brüdern. "In der zweiten Wettfahrt haben wir die Spanier knapp geschlagen, obwohl uns beinahe ein Fischerboot über den Haufen gefahren hätte", berichtete Hannes Peckolt an Land. Gerade mal ein Meter Platz blieb zwischen der Gleitjolle und dem Dieselkutter, doch "danach lagen wir vor den Alonsos."

Trotz der erstklassigen Platzierungen waren die deutschen Olympiaqualifikanten nur eingeschränkt zufrieden. "Die Starts waren noch nicht das Gelbe von Ei", analysierte der Steuermann selbstkritisch, "von daher hätten wir kaum so weit vorne landen dürfen." Doch technisch und taktisch klappte es auf der Regattabahn wie am Schnürchen. Bei mittleren Winden, stärker als vorhergesagt, hatten die auf Leichtwind getrimmten Peckolts keine Geschwindigkeitsnachteile. Noch stark grippegeschwächt verzichtete das zweite T-Systems Team 2008 mit Marcus Baur und Hannes Baumann (Kiel) nach Platz 17 auf einen Start im zweiten Rennen und ist 42.

Positiv bilanzierte auch Ulli Schümann den Auftakttag, obwohl für das Yngling-Trio noch mehr drin gewesen wäre. "Im zweiten Rennen haben wir geführt und dann auf der Kreuz einen dummen taktischen Fehler gemacht", so die Steuerfrau, der kostete im Ziel drei Plätze und den direkten Punktanschluss an die beiden Führenden. Das olympiaähnliche Feld von nur 17 Booten sei jedoch ein ideales Training für den Saisonhöhepunkt. Schümann: "Und Top drei bei den sehr wechselhaften Bedingungen mit kabbeliger Welle stellt uns durchaus zufrieden."

Nach zwei "miserablen Starts" kämpften sich Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz bei den 470er-Frauen jedesmal nach vorne durch und landeten auf den Einzelplätzen fünf und zwei. "Wir probieren hier eine neue Segelgarderobe aus", sagte die Steuerfrau, "und die macht bisher einen ausgezeichneten Eindruck." Denn die Thermik hatte sich auf gute drei Windstärken aufgebaut. "Das ist schon mehr als unser Lieblingswind", erklärte die Vorschoterin, von daher sei die Aufholjagd besonders hoch einzuschätzen. Genau wie die Yngling-Frauen berichtete auch das pinta racing team von einer "ungewöhnlichen Welle, die kreuz und quer lief", jedoch "ein idealer Test für Qingdao" sei.


Segeln in Zahlen

1. Tag der Princess Sofia Trophy in Palma de Mallorca/Spanien:

470er-Frauen
1. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (Spanien) 3 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 6
3. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 7

49er
1. Frederico und Aturo Alonso (Spanien) 5 Punkte
2. Paul Campbell-James/Mark Asquith (Großbritannien) 6
3. Jan und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) 6
...
42. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel) 44

Tornado
1. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) 4 Punkte
2. Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Österreich) 5
3. Xavier Revil/Christophe Espagnon (Frankreich) 6

Yngling
1. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (Russland) 4 Punkte
2. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (Großbritannien) 5
3. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin) 9.

Mittwoch, 12. März 2008

Minister Tiefensee eröffnet 119. Travemünder Woche

TRAVEMÜNDE. Wolfgang Tiefensee wird am 18. Juli die 119. Travemünder Woche eröffnen. Der Bundesverkehrsminister übernahm die Schirmherrschaft über die Traditionsveranstaltung und wird das Ostseebad für zwei Tage besuchen.

Damit macht nach etlichen Jahren Pause wieder ein hochrangiger Bundespolitiker der Travemünder Woche die Aufwartung und unterstreicht deren große Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus. Die schönste Segelregatta der Welt erwartet bis zum 27. Juli in mehr als 30 Klassen rund 800 Jollen und Yachten mit etwa 2000 Aktiven aus dem In- und Ausland. Fünf Titelkämpfe, darunter die ORC-Europameisterschaft der Sportsboote, wurden ausgeschrieben. Rund eine Million Besucher feiern jedes Jahr das maritime Festival an Land.
Sein Interesse beteuerte der Minister den Veranstaltern vom Lübecker Yacht-Club bei einem Treffen Anfang Februar persönlich. Jetzt kam die offizielle Zusage aus dessen Büro im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. „Wir sind hocherfreut und fühlen uns vom ‚Ja-Wort‘ auch geehrt“, sagt die Organisationsspitze der TW mit Karin Böge und Claus-Dieter Stolze. Als oberster Verwaltungschef auch der Bundeswasserstraßen wie der Trave sowie des Regattareviers im Küstenstreifen der Lübecker Bucht sei Wolfgang Tiefensee in gewissem Sinne sogar Hausherr und von daher „zuständig“ und besonders willkommen. Sein Besuch werte die internationale Regattawoche im olympischen Jahr kurz vor den Spielen in China zusätzlich auf, nachdem auch der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, seinen erneuten Eröffnungsbesuch bekräftigte.

Dass es für den Bundesverkehrsminister mehr als ein Höflichkeitstermin ist, wird allein dadurch deutlich, dass er nicht schon am Freitagabend (18. Juli) gleich wieder abreisen will. Seine Zusage gilt auch für ein Eröffnungs-Dinner, das die Messe Düsseldorf als langjähriger TW-Partner im „Columbia Hotel Casino“ gibt. Am Sonnabend will Wolfgang Tiefensee sich auf einer Regattabegleitfahrt ein Bild von den Segelwettkämpfen vor Ort machen. Dabei dürfte er auch den Start von mehr als 50 Hochseeyachten zum vierten Baltic Sprint Cup sehen, dessen erste Etappe nach Karlskrona in Schweden führt.Ganz zufällig ist der Besuch Tiefensees (natürlich) nicht zustande gekommen. Kurt Schoop, ehemaliger Geschäftsführer der Messe Düsseldorf und nicht nur in Travemünde wohnhaft, sondern auch mit TW-Herz ausgestattet, hatte ihn für einen Vortrag über Generationenpolitik im Travemünder „Rosenhof“ gewonnen. Dabei traf er auch die Lübecker Sportsenatorin Annette Borns sowie Karin Böge und Rolf Erwert aus dem LYC-Vorstand, die nochmals – befürwortet und unterstützt von Schoop und dem jetzigen Messechef Werner Dornscheidt – die Bitte eines TW-Besuchs an den Minister herantrugen.

Dienstag, 11. März 2008

Blickrichtung Olympia ohne Kompromisse

"Ein so genannter Leistungsnachweis bei einer internationalen Regatta würde alle Zweifel ausräumen", erklärt Vorschoterin Vivien Kussatz vom Spandauer Yacht-Club Berlin. Das wäre zum Beispiel ein Platz unter den besten Zwölf bei der Princess Sofia Trophy, die am kommenden Sonntag (16. März) im spanischen Palma de Mallorca beginnt. Dort haben die amtierenden Europameisterinnen auch ihr Wintertraining abgehalten und sind seit Montag (10. März) wieder vor Ort. "Diese letzte Norm sollte hoffentlich keine Hürde sein, denn wir haben drei Chancen dazu", meint die Steuerfrau vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen, "wenn wir das nicht schaffen, gehören wir eigentlich auch nicht nach China."

Denn dort lautet das Traumziel eine Medaille. Ihre Konzentration gilt bereits voll und ganz den voraussichtlich außergewöhnlichen Segelbedingungen auf dem olympischen Revier. Vor der chinesischen Hafenstadt, einst um 1880 deutsche Kolonie, von der die Bierbraukunst und der Kirchenbau blieben, herrschen Mitte August fast immer schwache Winde oft mit starken Wasserströmungen. "Obwohl uns Leichtwind grundsätzlich gut liegt, stimmen wir das Material und den Trimm darauf besonders ab", so das 470er-Duo.

Bei der Starbootmannschaft ist das nicht anders. Am Nordostseekanal in Kiel baut Marc Pickel derzeit sein eigenes Boot speziell für den Olympiaeinsatz. Der gelernte Bootsbauer geht dabei keine Kompromisse ein. Weil der Materialcontainer mit den Booten für China bereits im April gepackt werden muss, verzichteten Pickel/Borkowski sogar schweren Herzens auf einen Start beim Bacardi Cup in Miami, der gerade mit mehr als 100 Teilnehmern in einem WM-reifen Feld gesegelt wurde.

"Wir mussten den Wettkampf streichen, sonst wäre der Neubau nicht mehr rechtzeitig fertig geworden", erläutert der Steuermann vom Kieler Yacht-Club. Während er Tag und Nacht in der Werfthalle verbrachte, nutzte der Vorschoter vom Sportclub Berlin-Grünau die Zeit, um die Konkurrenz vom Begleitboot aus zu beobachten. "Wenn ich selbst an der Bordwand hänge und wir unsere eigene Taktik machen müssen, sehe ich die Feinheiten bei den anderen nicht", so Borkowski, der 2000 in Sydney/Australien an Bord der Soling von Jochen Schümann eine Silbermedaille gewann. "Bei den Manövern und der Vorwindtechnik gab es interessante Unterschiede, die wir beim nächsten Training auch ausprobieren werden."

Das ist für den 2. April im Vorfeld der WM in Florida angesetzt. Dort haben Pickel/Borkowski nichts zu verlieren. Ihr Augenmerk gilt dem Abschneiden der Hamburger Robert Stanjek/Markus Koy, die mit einem Platz unter den Top Ten im letzten Moment eine nationale Olympiaausscheidung Ende Mai in Holland erzwingen könnten. Die Mitbewerber ließen zwar durch einen Tagessieg im letzten Rennen aufhorchen, landeten nach einer Disqualifikation zum Auftakt und mäßigen Plätzen in der Folge beim Bacardi Cup nur auf dem 24. Gesamtrang. Es siegten die Portugiesen Alfonso Domingos/Bernado Santos als einzige europäische Gewinner in der 81-jährigen Geschichte nach 2004 bereits zum zweiten Mal.

"Besonders die Portugiesen haben vor dem Wind viele Gegner überholt", beobachtete Ingo Borkowski, “die haben eine ausgefeilte Technik." Außerdem hörte er an Land von den Olympiaplänen der Weltelite. Borkowski: "Alle richten ihre Konfigurationen kompromisslos auf Leichtwind aus. Mit Allroundmaterial ist in Qingdao kein Staat zu machen. Auch andere Spitzencrews testen noch neue Boote."

Montag, 10. März 2008

Aderlass gut überstanden - SMCF wählt neuen Vorstand

SMCF wählt neuen Vorstand

Friedrichshafen – (st) Der Segel-Motorbootclub Friedrichshafen (SMCF) hat am Samstag, den 8. März 2008 seine jährliche Hauptversammlung abgehalten. Wichtigster Punkt waren die Vorstandswahlen, da eine ganze Reihe der bisherigen Vorstandsmitglieder nicht mehr kandidierten. Am Ende der Versammlung waren sich alle einig: Der neue Vorstand ist hervorragend besetzt.

Die letzten Wochen waren von der Suche nach geeigneten Kandidaten geprägt gewesen, denn von den zehn Vorstandsposten mussten sechs neu besetzt werden. Fehlende Zeit, berufliche und private Belastung waren die Gründe für den Abgang so vieler, oft langjähriger Vorstandsmitglieder. Schließlich konnte eine Lösung präsentiert werden, bei der keine Position durch Verlegenheitskandidaten besetzt werden musste, sondern jeweils sehr gute Kandidaten gefunden wurden.

Zunächst jedoch begrüßte Präsident Klaus Hagenlocher die versammelten Mitglieder in neugestalteten Gastraum der Clubgaststätte „Schussen“. Seit 1. März bietet die Wirtsfamilie Petrovic eine breit gefächerte Speisenauswahl an, der Außenbereich wurde komplett umgestaltet und auch im Gastraum herrscht eine helle, freundliche Atmosphäre. Dem Gedenken an die Verstorbenen des Jahres 2007 – Ehrenkommodore Berthold Barth, Ruth Schnitzler und Alexandra Overrath – folgten die Berichte aus den Ressorts. 2007 war en Jahr ohne besondere Vorkommnisse gewesen, ganz im Gegensatz zu 2008: Im laufenden Jahr leitet der SMCF die Friedrichshafener Segelwochen, zudem veranstaltet er turnusgemäß den gemeinsamen Ball der Friedrichshafener Segelvereine und als sportliches Highlight im August den World Cup der Aphrodite IOI, einer Einheitsklasse zehn Meter langer, sportlicher Yachten, die mit vier Mann Besatzung gesegelt werden.

Dass ein solches Programm zusätzlich zu den vier alljährlich ausgerichteten Regatten gestemmt werden kann, zeigt, dass die Bereitschaft zur Mit- und Zusammenarbeit im SMCF nach wie vor ausgeprägt ist. Die Berichte der Vorstände spiegelten dies wider, auch im Bereich Ausbildung, wo Erwachsene das Bodensee-Schifferpatent erwerben können und wo eine ganze Reihe von Ausbildern teils 15 Wochen am Stück einen Abend für ihr Ehrenamt „opfert“. Schließlich wurde der bisherige Vorstand einstimmig entlastet.

Die von Walter Raithel geführte Vorstandswahl lief zügig ab; neuer und alter Präsident ist Klaus Hagenlocher, der eigentlich aus Altersgründen nicht mehr antreten wollte, sich aber bereiterklärte, für ein Jahr weiter zur Verfügung zu stehen. Vizepräsident wurde Dr. Ernst Gut, ein sportlich aktiver Segler, der zwar recht neu im SMCF ist, aber aus anderen Segelvereinen 40 Jahre Erfahrung mitbringt. Zur Schriftführerin wählten die Mitglieder Jutta Weißhaar, die seit geraumer Zeit schon den Internetauftritt des SMCF pflegt. Schatzmeister Heinz Höcky wurde ebenso wie Abteilungsleiter Segeln/Motor Uwe Eggeling einstimmig wiedergewählt, zum neuen Takelmeister wurde Erwin Duelli gewählt. Neu im Vorstand sind auch Thomas Haug, der die Aufgaben des Sportwarts übernimmt, und Phillip Schmid als Jugendwart. Ein Kandidat für den Posten Veranstaltungswart wurde nicht gefunden, hier wurde eine kommissarische Lösung gefunden. Alle Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimme gewählt. Nach zwei Stunden konnte der alte und neue Präsident Klaus Hagenlocher eine harmonische Hauptversammlung beschließen.


Bild: Der neue Vorstand des SMCF (v.l.):
Uwe Eggeling, Thomas Haug, Klaus Hagenlocher, Jutta Weißhaar,
Ernst Gut, Heinz Höcky, Erwin Duelli und Phillip Schmid.

Dienstag, 4. März 2008

Rolf Mohne Ehrenmitglied der IWGB

Auf der diesjährigen Generalversammlung der Internationalen Wassersportgemeinschaft Bodensee IWGB wurde deren Mitbegründer und ehemalige Messegeschäftsführer Rolf Mohne verabschiedet und für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Mohne kandidierte nach 23 Jahren nicht mehr für das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden und Schatzmeisters des Wassersportdachverbandes am Bodensee mit 25 Trägervereinen und mehr als 200.000 Mitgliedern.

In seiner Laudatio betonte Präsident Dr. Hans-Luzius Studer (Schweiz) nochmals wie weitsichtig die Entscheidung von Rolf Mohne und dem damaligen Geschäftsführer des schweizerischen Bootsbauerverbandes Roland Zaugg war, in schwierigen Zeiten des Wassersportes mit willkürlichen Entscheidungen und unsachlichen Angriffen Anfang der 80er Jahre dessen Interessenvertretung in einem starken Dachverband zu bündeln.

Mit Rolf am Ruder der IWGB wurde eine Strategie aufgebaut, welche bis heute für die IWGB Gültigkeit hat und die der Leitlinie "Für Wassersport und Umweltschutz!" folgt. Sachliche Aufklärung und die Korrektur des Image der Seebenützer bildeten das Schwergewicht der Tätigkeit. Fundiert wird sie mit eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen, Werbung, Messeautritten und Pressearbeit bis hin zu praxisgerechter Umweltarbeit.

Diese erfolgreiche Arbeit wird der von der Delegiertenversammlung in seinem Amt bestätigte Dr. Hans-Luzius Studer mit seiner neuen Vorstandsmannschaft fortsetzten, die jetzt neu mit ihm Dirk Kreidenweiß von der Messe Friedrichshafen und Ruedi Schellenberg vom Bodensee-Segler-Verband BSVB komplettiert wird.

So entwickelt sich die von der IWGB als Alternative zur Blauen Flagge speziell für die Bedürfnisse des Bodensees entwickelte Umweltauszeichnung Blauer Anker immer mehr zur Erfolgsgeschichte. 2008 werden sich 12 Wassersportanlagen rund um den Bodensee für die Umweltauszeichnung bewerben. Ein Team von ehrenamtlichen Auditoren wird die Zertifizierungen vornehmen und die Hafenanlagen nach einem festegelegten Kriterienkatalog, der seine Schwerpunkte bei den Themen Umweltverträglichkeit und Sicherheit hat, überprüfen. Durch das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten halten sich die Kosten in einem Bereich von rund 150 Euro für die Zertifizierung mit dem Blauen Anker.

Die Umweltarbeit der IWGB konnte zudem mit einer Reihe von praktischen Maßnahmen weiter vorangetrieben werden. So wurde vom Vorstand und Geschäftsführenden Ausschuss ein spezielles Bindetuch entwickelt, das auf einfache Weise verhindert, dass beim Betanken Treibstoff daneben geht oder sogar ins Wasser gelangt. Das Tuch wurde in einer Behindertenwerkstatt produziert und mit einer Bedienungsanleitung zum Selbstkostenpreis an die Wassersportler abgegeben. Es stößt auf großes Interesse. So haben bereits Werften für ihre Kunden größere Stückzahlen geordert. Und auch der ADAC Bereich Sportschifffahrt, der ebenfalls Mitglied der IWGB ist, wird das praktische Tuch anbieten.

Mit Merkblättern, die an alle Wassersportler verteilt werden, wirbt die IWGB für sauberen Wassersport: dazu zählt ganz neu vor Saisonbeginn eine Auflistung von umweltfreundlichen und triazinfreien Unterwasserfarben, die in Zusammenarbeit mit den Farbherstellern erstellt wurde.
Gemeinsam mit dem Limnologischen Institut wurde ein Merkblatt entwickelt, das den Wassersportlern erläutert, wie verhindert werden kann, dass mit Booten, die gelegentlich das Revier wechseln, bei der Rückkehr seefremde Kleinlebewesen in den See gelangen können.

Beim von der IWGB organisierten Umwelttag in Fussach werden Referenten der IWGB und von unterschiedlichen Einrichtungen wie dem Limnologischen Institut oder Naturschutzverbänden Umweltreferenten von Vereinen als Multiplikatoren in Umweltthemen des Wassersports einführen.

EIn Augenmerk hat die IWGB immer auf unterschiedlichste Belange, die die Rahmenbedingungen des Wassersports betreffen. Dazu zählen z. B. neue geplante Gesetze wie z. B. zur Zulassung von Motoren, derzeit ganz konkret das Bodensee-Leitbild oder das Internetportal Bodensee-Online.


Bildtext: Der neue IWGB-Vorstand mit Dirk Kreidenweiß, Dr. Hans-Luzius Studer und Ruedi Schellenberg mit Ehrenmitgleid Rolf Mohne (zweiter v.r.). Foto und Bericht Hans-Dieter Möhlhenrich

NB: Die Homepage des IWGB wird gesponsert von www.bodensee-news.ch bzw. von www.br-net.ch webdesign

UBS Sportboot Cup 2008 - 12./13. April


Wir von der Seglervereinigung Kreuzlingen (SVK) freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir für unseren jährlich wiederkehrenden „Sportboot Cup“ einen neuen Sponsor gewinnen konnten, es handelt sich hierbei um die Bank „UBS“!

Der Name des Events ändert somit auf UBS Sportboot Cup 2008

Die Veranstaltung mutierte in den letzten Jahren zu einer der grössten Sportbootveranstaltungen in Europa mit Massenstart.

Auch dieses Jahr werden wieder eine Vielzahl von Sportbooten erwartet. Es liegen schon sehr viele Anmeldungen bekannter Sportboot-Klassenvereinigungen vor, diese sind um nur einige stellvertretend zu nennen: Melges24, ESSE 850, UFO 22, Beneteau/Platu 25, 8m One Design, etc.

Die Ausschreibung in Deutsch und Englisch, wie auch das Meldeformular kann ONLINE über die SVK-Website http://www.svk-kreuzlingen.ch/ unter der Rubrik „Regatten“ runter geladen werden oder gleich hier: Ausschreibung/Pre Notice, Meldeformular Entry Form. Meldeschluss ist der 31. März 2008. Der SVK freut sich über Eure frühzeitige Meldung.