Dienstag, 7. September 2010

"Y3K" EROBERT FÜHRUNG / "CONTAINER" VERBESSERT

07.09.10 - Trotz eines Frühstarts in der zweiten Wettfahrt hat die Hamburger Hochseesegelyacht „Y3K“ von Claus-Peter Offen am Dienstag (7. September) beim Maxi Yacht Rolex Cup in Porto Cervo/Italien die Gesamtführung in der Wally-Division übernommen. Der Titelverteidigerin reichte ein zweiter Rang hinter der „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien, die zwei Punkte zurück liegt. Die vom Hamburger Harm Müller-Spreer gecharterte „Container“ verbesserte sich bei der Mini Maxi Rolex-Weltmeisterschaft auf den vierten Rang. An der Spitze blieb die „Alegre“ (Andy Soriano/Großbritannien) ungefährdet.

Bei auffrischendem Wind bis Stärke fünf entfalteten die imposanten Maxi-Yachten vor der Smaragdküste Sardiniens ihr enormes Geschwindigkeitspotential. Für den 36 Seemeilen langen Kurs durch die Inselwelt brauchte die „Esimit Europa 2“, eine 30-Meter-Hightech-Rennziege von Igor Simcic aus Slowenien, als Schnellste nur zwei Stunden, 52 Minuten und 17 Sekunden. Nach drei Stunden und gut fünf Minuten folgte die 44,09 Meter lange „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club), die Albert Bülls noch 1,10 Meter längere „Saudade“ auf der letzten Kreuzstrecke überholte und rund drei Minuten abnahm.

„Wir sind gut gestartet und waren sehr schnell unterwegs“, berichtete der Hamburger Eigner und Steuermann Büll, „haben an der ersten Wendemarke geführt und auch lange Zeit danach noch.“ Doch SAP-Boss Plattner am Ruder seiner Baltic 147 holte Schlag und Schlag auf. „Jedes Rennen ist wie ein Matchrace zwischen uns“, so Büll, „das kennen wir schon und macht Spaß.“

In der Gesamtwertung lief beiden jedoch ein anderer deutscher Wirtschaftsmagnat den Rang ab. Otto Happel (früher Metallgesellschaft/mg Technologies) zeigte mit seiner klassischen „Hetairos“ ein bravouröses Rennen und schlug nach berechneter Zeit in der offenen Supermaxi-Wertung sogar die J-Class-Yacht „Velsheda“ aus Großbritannien. Nur die zweite J-Class, „Ranger“, wie die „Hetairos“ unter der Flagge der Cayman Islands am Start, war erneut nicht zu schlagen. Die beiden J-Class-Klassiker führen auch in der Gesamtwertung vor der „Hamilton II“ (ebenfalls Großbritannien). Die Verfolgerrollen gebühren einen Punkt dahinter Happel sowie Plattner und Büll, jeweils einen weiteren Zähler zurück.

Bereits vor der Startlinie knisterte die Spannung, und die Giganten kämpften um die günstigste Ausgangssituation. Beinahe wäre es zur Kollision der Wally 100 „Y3K“ mit der fast gleichgroßen britischen „Gibian“ gekommen. In der Hektik der Vermeidung ging das Timing an Bord der Deutschen verloren, und Offen steuerte sein Schiff zu früh über die Linie. Der Re-Start kostete gut und gerne drei Minuten – aber nicht die Motivation, das Feld von hinten aufzurollen. „Die Crew hat geackert wie verrückt und wollte es der Konkurrenz zeigen“, beschrieb Taktiker Thomas Jungblut aus Hamburg den Teamspirit, der sich auszahlte.

Im Ziel lag Großreeder Offen wieder ganz vorne, jedoch nur 30 Sekunden vor seinem härtesten Widersacher, dem L’Oreal-Chef Owen Jones. Das waren nach berechneter Zeit für den Tagessieg 14 Sekunden zu wenig. „Zwei Zweite machen uns auch glücklich“, sagte der Eigner, der nun auf Kurs Cupverteidigung eingeschwenkt ist, zumal die Vortagessiegerin „J One“ (Jean-Charles Decaux) nur Fünfte wurde. Noch härter erwischte es Deutschlands erfolgreichsten Segler aller Zeiten, Jochen Schümann, als Taktiker der englischen „Dark Shadow“. Das Team musste das Rennen mit Großsegelproblemen aufgeben.

Wie hart umkämpft die Krone bei der Mini Maxi Rolex-WM ist, zeigte allein die fünfte Wettfahrt, die von der überragenden „Alegre“ mit einer einzigen Sekunde nach berechneter Zeit vor der „Ran“ von Skype-Erfinder Niklas Zennström (Großbritannien) gewonnen wurde, wodurch der Rückstand im Gesamtklassement auf fünf Punkt anwuchs. Mit 17 Zählern ist die „Shockwave“ (Neville Crichton/Neuseeland) Dritte vor der deutschen „Container“ (20), die sich mit zwei dritten und einem vierten Tagesrang im Vergleich zum Auftakt besser behauptete.

Am Mittwoch (8. September) sollen alle Klassen eine Küstenwettfahrt um feste Seezeichen und Landmarken herum starten. Vorgesagt sind wieder etwas leichtere Winde, bevor es am Ruhetag (Donnerstag) zu einem Mistral-Sturm kommen könnte Der Maxi Yacht Rolex Cup dauert noch bis Sonnabend (11. September).

Weitere Informationen über den Maxi Yacht Rolex Cup 2010 einschließlich Teilnehmerlisten und Ergebnissen im Internet unter www.yccs.it.

Lindau LSC Dienstältester Wettfahrtleiter am Bodensee hört nach 21 Jahren auf

07.09.10 - Am kommenden Wochenende (11.-12.09.2010) leitet der dienstälteste Wettfahrtleiter am Bodensee seine letzte Regatta, den Peri-Cup der 30 Quadratmeter Schärenkreuzer. 21 Jahre lang war Roland Tröster Wettfahrtleiter beim Lindauer Segler-Club, einem der großen Ausrichter von Regatten am Bodensee.

Er ist jetzt 55 Jahre alt und seit 50 Jahren Segler. Die Karriere hat im Alter von fünf Jahren mit einem Waschzuber begonnen, in den wurde ein Stecken reingestellt, ein Betttuch hochgezogen - und losgesegelt. Unter der Aufsicht der stolzen Eltern - es war der Beginn einer langen Segelkarriere. Mit Roland Tröster sprach Stephan Frank.

Frage (Stephan Frank = F): Bereuen Sie schon den Entschluß, mit der Wettfahrtleitung aufzuhören.

Antwort (Roland Tröster = T): Nein.

F: Warum

T: Weil ich auch an mich und meine Gesundheit denken muß. Das belastet, fast jedes Wochenende auf dem Wasser. Wenn nicht, im Büro. Ständig gilt es, irgendeine Kleinigkeit zu organsieren, ständig will jemand was von mir. Jetzt will ich Zeit für mich - und endlich mal selber segeln.

F: Zurück zu 21 Jahre Wettfahrtleitung - hat sich das Regattasegeln verändert in dieser Zeit.

T: Die Leute sind anspruchsvoller geworden, haben mehr Ansprüche an die Wettfahrtleitung und an die Organisation. Zum Beispiel gibt es Mindestanforderungen an den Wind - wenn sie das nicht erfüllt haben, sind sie schon beleidigt.

F: Und da ist die Wettfahrtleitung schuld.

T: Lacht, schuldig ist immer der Wettfahrtleiter. Früher hat man geduldig gewartet, wenn es keinen Wind gab, jetzt werden die Segler unruhig. Auch verlassen sie abends die Veranstaltung, das gemeinsame Beisammensitzen, jetzt fahren die Leute heim und kommen am nächsten Morgen wieder. Früher haben die Segler auf ihren Schiffen geschlafen. Da geht ein Stück Kameradschaft und Geselligkeit verloren. Auch ist die Meldedisziplin eine Katastrophe geworden. Früher war zwei Wochen vor Regattabeginn Meldeschluß - und das Meldegeld musste auf dem Konto sein. Heute melden die Leute eine halbe Stunde vor Regattabeginn.

F: Und klagen, wenn nur die ersten Drei einen Pokal bekommen.

T: Ja. Aus tiefstem Herzen Ja. Normalerweise bestellen wir für das erste Drittel Preise. Wie auch immer die aussehen. Jetzt weiß ich nicht, kommen fünf Schiffe oder 15. Dementsprechend muß ich auch bei unserem Wirt das Abendessen bestellen. Brauche 30 Portionen oder 150. Das macht das Geschäft schwierig.

F: 21 Jahre Wettfahrtleitung - hat sich in der Zeit der See verändert.

T: Ja, die Windverhältnisse sind anders geworden. Der konstante Schönwetterwest ist nicht mehr konstant. Der kommt nur noch eine halbe Stunde – und verschwindet wieder. Dafür sind die Nord- und Nordostwindlagen viel mehr geworden. Wir haben jetzt viel mehr Wind aus der Bregenzer Bucht. Früher gab es den nie. Auch der typische Rheintäler, der Südwind in der Bregenzer Bucht ist nur mehr selten da.

F: Wenn es denn einen dieser Winde hatte - bei welcher Regatta war’s am schönsten.

T: Der Europacup der Joker 1994.

F: Das ist ziemlich lange her. Dafür kommt die Antwort aber wie aus der Pistole geschossen.

T: Gute konstante Winde. Gute Segler, absolute Spitze. Italienische, Schweizer, Deutsche Meister, die alle umgestiegen sind auf den Joker, eine Vier-Mann-Gleitjacht. Extrem schnell und schwierig zu segeln. Das war toll, was die bei viel Wind auf dem Wasser gezeigt haben. Und die Leute waren super drauf. Da sind Abends legendäre Partys abgegangen. Schwierig war die Weltmeisterschaft der 8-Meter-R-Yachten. Da hatte es in der Vorwoche bei den Trainingsregatten perfekte Windverhältnisse, bei der WM herrschte dagegen Flaute. Immer segeln an den unteren Windbedingungen. Das war kein Spaß.

F: Wettfahrtleitung ist ja nicht nur ein Mann, der mit der Pistole schießt, da braucht es ein großes Team.

T: Bei jeder einfachen Regatta sind es zwölf Mann auf dem Startschiff, den Bojenlegern und an Land.

F: Und wenn die Regatta größer wird.

T: 25 bis 30 Mann, bei der RUND UM sind es 100.

F: Die kommen immer alle freiwillig, oder ist es mühsam, so viele Leute für ein Ehrenamt zu begeistern.

T: Generell kommen sie freiwillig.

F: Wie hat es ihre Frau genommen, dass Sie 21 Jahre lang Wochenende für Wochenende weg waren.

Antwort Roland Tröster: Erstens habe ich meine Frau auf einer Regatta kennengelernt; Ehefrau Evi Tröster unterbricht: auf der Schweizermeisterschaft der Lacustre in Lindau 1979, weiter Roland Tröster: zweitens war sie immer dabei auf dem Startschiff, nicht nur auf dem Wasser, sondern auch zuhause in der Organisation. Sie hat mich immer unterstützt - und jetzt gehen wir zusammen selbst zum Segeln - ohne Wettfahrtstreß.

F: Ist es für Sie als Wettfahrtleiter schon mal gefährlich geworden.

T: 2006 beim Europacup der 30er Schärenkreuzer. Da hatten wir in der Rorschacher Bucht eine Windhose mit drei Rüsseln, eine halbe Stunde hat die auf dem Wasser getanzt. Die Regattaschiffe haben sich nicht mehr aus dem Hafen getraut, und ich musste vor der Windhose auf die Segler warten.

F: Die 30er sind jetzt auch Ihre letzte Regatta als Wettfahrtleiter.

T: Auf diese Regatta freue ich mich noch, weil es gute, disziplinierte Segler sind und es schon seit Jahren mit dieser Klasse immer schöne und spannende Wettfahrten waren. Und heuer beim Peri-Cup haben wir 22 Meldungen, je größer das Feld – desto schöner die Arbeit als Wettfahrtleiter, wenn der nichts taugt, bleiben die Segler weg. Das ist eine Abstimmung mit den Schiffen.

Interview: Stephan Frank, Prsee LSC.



Roland Tröster: Einmal auf der Suche nach Wind - einmal entspannt beim Segeln (Fotos: LSC)

LJM in Friedrichshafen

07.09.10 - (IBN) Vim 9. bis 11. September findet in Friedrichshafen die Landesjugend und Jüngstenmeisterschaft statt. Veranstalter sind der WYC und der WVF. Insgesamt haben 130 Mannschaften gemeldet, die in acht Klassen an den Start gehen.

Montag, 6. September 2010

START FÜR 49 GIGANTEN BEIM MAXI YACHT ROLEX CUP

06.09.10 - Mit einer Rekordbeteiligung von 49 Hochseeyachten, eine größer und schöner als die andere, begann am Montag (6. September) im italienischen Porto Cervo der Maxi Yacht Rolex Cup. Bei leichten bis mäßigen Winden erwischte die Hamburger „Y3K“ von Claus-Peter Offen als Titelverteidigerin der Wally-Klasse einen guten Start und segelte hinter Jean-Charles Decaux’ „J One“ unter britischer Flagge auf Platz zwei. Die von Harm Müller Spreer (ebenfalls Hamburg) gecharterte „Container“ liegt nach zwei Rennen der Mini Maxi Rolex-Weltmeisterschaft auf Rang fünf. Die „Alegre“ von Andy Soriano (Großbritannien) ist noch ungeschlagen.

„Mit dem Auftakt sind wir sehr zufrieden, denn wir hatten unsere direkten Gegner ‚Magic Carpet²‘ und ‚Indio‘ jederzeit unter Kontrolle“, berichtete „Y3K“-Stratege Thomas Jungblut, Segelmacher aus Hamburg. Die „J One“ ist mit 24,40 Meter deutlich kleiner als die Wally 100 (30,50 Meter) von Offen und konnte es sich erlauben, fünf Minuten später ins Ziel zu kommen, um nach berechneter Zeit trotzdem vorne zu liegen. Dritte wurde die „Dark Shadow“ (Großbritannien) mit dem dreimaligen Berliner Olympiasieger Jochen Schümann als Taktiker an Bord.

Auf dem 30 Seemeilen langen Regattakurs entlang der zerklüfteten Felsenküste der Costa Smeralda Sardiniens boten die Königinnen der Meere ein eindrucksvolles Bild. Die Spitze des Felds führt der Länge nach die „Saudade“ des Hamburger Immobilienmagnaten Albert Büll an. Sie misst stolze 45,19 Meter. Nach berechneter Zeit konnte sie den beiden überlegenen J-Class-Yachten „Ranger“ und „Velsheda“ zwar nicht das Wasser reichen, wohl aber der gerade mal einen Meter und zehn Zentimeter kürzeren „Visione“ von SAP-Gründer Hasso Plattner (Walldorf).

Spitz auf Knopf verliefen die beiden Kurzwettfahrten bei der erstmals im Rahmen des Maxi Yacht Rolex Cups ausgetragenen Mini Maxi Rolex-WM. Diese „Mini“-Rennziegen sind auch mehr als 18 Meter lang, aber unter 24 Meter. Obwohl die Top Ten der Konkurrenz fast durchweg mit hochkarätigen Profis an Bord bestückt sind, gilt auch für sie die Eigner-/Steuermann-Regel der Internationalen Maxi-Klassenvereinigung IMA. Und die besagt, dass der Eigner sowohl Amateur nach den strengen Kriterien des Weltsegelverbands ISAF sein muss, als auch sein Boot selbst steuern muss. Nur zehn Minuten pro Stunde darf er pausieren und sich von einem Crack ablösen lassen.

Hinter diesem Reglement steckt die Absicht der IMA, die Eigner in den Mittelpunkt des Sports zu stellen anstatt als Geldgeber der Regattakampagnen nur an den Rand. Für Harm Müller Spreer ist das nach seinem TP 52-Projekt „Platoon“ kein Neuland, auch wenn Matchrace-As Markus Wieser vom Starnberger See oder auch der neuseeländische America’s Cup-Veteran John Cutler sonst schon häufiger das Steuer in die Hand nehmen.

Nach starken Auftritten bei der Palmavela und beim Giraglia Rolex Cup im Hochsommer ist das Ziel ein Platz auf dem WM-Podium. Die nehmen jedoch nach dem ersten Tag hinter der „Alegre“ die „Shockwave“ von Neville Crichton aus Neuseeland (2. und 3.) sowie die britische „Ran“ von Skype-Erfinder Niklas Zennström (6./2.) ein. Die „Container“ (4./6.) ist mit der „Bella Mente“ von Hap Fauth (USA), die zweimal Fünfte wurde, beste Verfolgerin. Am Dienstag stehen zwei weitere Kurzrennen auf dem Programm, während die großen Maxis wieder eine Küstenwettfahrt um feste Seezeichen und Landmarken herum starten. Der Maxi Yacht Rolex Cup dauert noch bis Sonnabend (11. September).

Weitere Informationen über den Maxi Yacht Rolex Cup 2010 einschließlich Teilnehmerlisten und Ergebnissen im Internet unter www.yccs.it.

DSV-Laserflotte erfolgreich bei WM in England

06.09.10 - (ibn) Die Laserflotte des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) hat die Weltmeisterschaft in der olympischen Einhanddisziplin erfolgreich beendet. Bester DSV-Starter in britischen Gewässern war Tobias Schadewaldt als elfter im Weltklassfeld der 159 Starter vor Hayling Island. Nur einen Platz dahinter folgte der junge Sonthofener Sportsoldat Philipp Buhl als zwölfter.

Beide Segler konnten sich in den insgesamt 14 Wettfahrten in anspruchsvollen Wind- und Strömungsverhältnissen jeweils fünf Mal in den Top Ten des Weltklassefeldes platzieren. Jeweils zwei Ränge jenseits der besten 30 aber verhinderten am Ende eine noch bessere Gesamtplatzierung. Weltmeister wurde der Australier Tom Slingsby vor dem Briten Nick Thompson. Bronze sicherte sich Andrew Murdoch aus Neuseeland.

Überraschend stark präsentierte sich Tobias Schadewaldt in England: Der 25 Jahre alte gebürtige Wilhelmshavener zählte lange Zeit zur deutschen Laserelite, bevor er sich Anfang 2010 bei der schweren Wahl zwischen der olympischen Einhanddisziplin Laser und der Zweihand-Highperformance-Jolle 49er für die Olympiakampagne im 49er mit seinem Vorschoter Hannes Baumann aus Kiel entschieden hatte. Dass Schadewaldt trotzdem bei der Weltmeisterschaft der Laser startete, hatte gute Gründe: „Die Laserklasse ist taktisch extrem anspruchsvoll. Ich wollte dieses Können auffrischen und weiter lernen. Außerdem kann man sich im Laser sportlich sehr intensiv messen und auspowern. Die Kampagne im 49er bleibt aber das Hauptziel.“

Bester deutscher Starter mit Olympia-Ambitionen im Laser war der auch vom Audi Sailing Team Germany geförderte Shooting Star Philipp Buhl als zwölfter. Mit dieser Leistung bestätigte der 20 Jahre alte Steuermann seine zuletzt herausragende Form. „Ich hatte mir nach den Erfolgen in diesem Jahr einen Platz unter den Top 15 als Ziel gesteckt und finde den zwölften Platz genial!“, sagte Buhl, der vom 30. September bis zum 3. Oktober auf der Hamburger Außenalster zu den Top-Favoriten im Kampf um den nationalen Titel zählt.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner (Hamburg) freute sich über den Erfolg der Aktiven. „Tobi Schadewaldt wird dieses tolle Ergebnis noch mehr Selbstvertrauen für seine olympischen Ziele geben und Philipp Buhl hat gezeigt, dass er kämpfen kann. Nach seinem nicht ganz so berauschenden Auftakt ist ihm mit hervorragenden Einzelrängen in der Goldflotte ein kleines Comeback gelungen. Damit hat er seine B-Kaderzugehörigkeit überzeugend bestätigt.“

ENDERGEBNIS
Laser-Weltmeisterschaft, Hayling Island (106 Teilnehmer)

1. Tom Slingsby (AUS), 50 Punkte
2. Nick Thompson (GBR), 86 Punkte
3. Andrew Murdoch (NZL), 96 Punkte
11. Tobias Schadewaldt (Kiel, Norddeutscher Regatta Verein), 137 Punkte
12. Philipp Buhl (Sonthofen, Segelclub Alpsee Immenstadt), 143 Punkte
32. Malte Kamrath (Kiel, Verein Seglerhaus am Wannsee), 218 Punkte

Starkes Comeback von Toni Wilhelm, Moana Delle in Top Ten

06.09.10 - (IBN) Fast hätte es sogar zum Sprung aufs Podest gereicht: Der in Lörrach geborene Surfer Toni Wilhelm hat die RS:X-Weltmeisterschaft vor Kerteminde in Dänemark als Vierter beendet und das beste Ergebnis seiner olympischen Karriere erzielt. Dem Olympiateilnehmer von 2004 glückte nach seiner Studienpause ein eindrucksvolles Comeback.

Mit einer konstant guten Serie, zwei Tagessiegen in neun Wettfahrten und Rang zwei im finalen Medaillenrennen meldete sich der 27 Jahre alte Surfer vom WSC Überlingen-Bodensee im herausragend besetzten Feld der 111 Teilnehmer aus 40 Nationen mit einem eindrucksvollen Sprung in die absolute Weltspitze zurück.

„Ich bin selbst überrascht“, sagte der in der Schweiz lebende Toni Wilhelm, „ich wollte in die Top 15 segeln. Dass es so gut läuft, hätte ich noch nicht für möglich gehalten, weil ich erst seit Mai wieder mit Vollgas ins Training eingestiegen bin.“ Besser waren im dänischen Revier nur der neue polnische Weltmeister Piotr Myska, sein Landsmann und Vizeweltmeister Przemyslaw Miarczynski sowie der drittplatzierte Nimrod Mashiah aus Israel.

„Das Ergebnis von Toni kann man schon als sensationell bewerten“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner, „und auch der achte Platz von Moana Delle ist herausragend. Beide machen viel Hoffnung mit Blick auf die Olympischen Spiele 2012.“

Die 21 Jahre alte Surferin Moana Delle festigte mit Platz acht ebenfalls ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze. Die Kielerin vom Segeklub Bayer-Uerdingen war wie Toni Wilhelm mit bescheidener Zielsetzung in die WM-Serie gestartet: „Mein Ziel war die Bestätigung des B-Kaders, also eine Platzierung in den Top 16. Das es jetzt sogar bis Platz acht gegangen ist, ist unglaublich und gibt Selbstvertrauen. Es zeigt auch, dass unser Trainingsplan exakt passt.“

Dass Moana Delle sogar in einem Starkwindrennen mit Rang zwei glänzen konnte, ließ auch die Konkurrenz aufhorchen. „Bisher war ich ja immer bei Leichtwind sehr gut. Jetzt hat die Konkurrenz schon geflachst, ob ich wohl umgeschult habe.“ Weltmeisterin in der olympischen Surfklasse RS:X wurde die Spanierin Blanca Manchon vor Italiens Evergreen Allessandra Sensini und der Französin Charline Picon.

Sowohl Toni Wilhelm als auch Moana Delle werden neben dem DSV und ihren Vereinen auch vom neuen Audi Sailing Team Germany unterstützt, zählen zu den erfolgreichsten Mitgliedern der neuen Initiative für den deutschen Segelleistungssport.

Lehrgeld dagegen musste Jan Kurfeld aus Wismar zahlen: Der 22 Jahre junge Steuermann aus Wismar belegte in San Francisco beim Finn Gold Cup – der Weltmeisterschaft in der olympischen Einhanddisziplin – Platz 25 im Feld der 87 Teilnehmer. „Das kann er eigentlich besser“, sagte Nadine Stegenwalner über den Junioren-Weltmeister von 2007, „aber Segeln ist und bleibt ein Erfahrungssport. Gerade im Finn sind die besten Starter oft 30 Jahre und älter. Ich denke, dass Jan Kurfeld in den kommenden Jahren immer öfter die Leistungen zeigen wird, die er bei Weltcups ja schon teilweise gebracht hat.“ Weltmeister wurde in den USA in Abwesenheit von Englands Segelsuperstar Ben Ainslie dessen Landsmann Edward Wright vor dem Spanier Rafael Trujillo und dem Briten Giles Scott.

ENDERGEBNISSE Weltmeisterschaft RS:X, Kerteminde (Dänemark)

Männer (111 Teilnehmer)
1. Piotr Myska (POL), 37 Punkte
2. Przemyslaw Miarczynski (POL), 42 Punkte
3. Nimrod Mashiah (ISR), 51 Punkte
4. Toni Wilhelm (Kiel, WSC Überlingen-Bodensee), 57 Punkte

Frauen (66 Teilnehmerinnen)
1. Blanca Mancon (ESP), 45 Punkte
2. Alessandra Sensini (ITA), 46 Punkte
3. Charline Picon (FRA), 52 Punkte
8. Moana Delle (Kiel, Segelklub Bayer-Uerdingen), 72 Punkte

Finn Gold Cup (Weltmeisterschaft), San Francisco (87 Teilnehmer)
1. Edward Wright (GBR), 22 Punkte
2. Rafael Trujillo (ESP), 53 Punkte
3. Giles Scott (GBR), 56 Punkte
25. Jan Kurfeld (Wismar/Yachtclub Wismar), 235 Punkte

Kreuzlinger Regatta 4.-5.9.2010 Lacustre und 45er Nat. Kreuzer

06.09.10 - Wenig Wind hatten die Segler bei der Kreuzlinger Regatta am Wochenende (4.-5. September) im Konstanzer Trichter. Trotzdem brachte Wettfahrtleiter Fritz Widmer vom Yachtclub Kreuzlingen drei Wettfahrten durch, zwei davon mussten allerdings wegen Windmangels abgekürzt werden. Damit der wenige Wind effizient genutzt werden konnte, zeigte sich die Wettfahrtleitung gnädig gegenüber den Frühstartern in der Lacustre-Klasse - und wollte das Feld nicht mehr zurückrufen.

Die Lacustre hatten ein großes Feld mit 17 Schiffen am Start, der Schnellste war nach einer längeren Pause Erich Buch vom Yachtclub Langenargen, punktgleich mit dem Zweitplatzierten Jan Eckert vom Zürcher Segelclub. Dritter wurde Robert Montau vom Konstanzer Yachtclub.

Die 45er Nationale Kreuzer hatten sechs Schiffe gemeldet, es siegte Silvio Schobinger vom Württembergischen Yachtclub, vor Andi Bulang vom Yachtclub Romanshorn und Michael Rek vom Yachtclub Langenargen. Stephan Frank.

Ergebnisse >




Photos: Claudia Somm

Sonntag, 5. September 2010

Der "King of the Mountain 2010" heisst Mathieu Richard!

05.09.10 - Als Mathieu Richard auf der letzten Kreuz im dritten Rennen des Finals des St. Moritz Match Race gegen Ian Williams auf der linken Seite eine starke Böe erwischte und förmlich über das Wasser flog, erhielt der Franzose von den vielen Zuschauern noch vor der Zieleinfahrt eine Standing Ovation. Nach drei äusserst spannenden Rennen auf höchstem Niveau sah St. Moritz einen verdienten Sieger. Mathieu wurde nach 2008 zum zweiten Mal «King of the Mountain».

Das französische Team, das seit fast zehn Jahren praktisch unverändert miteinander segelt, feierte den Sieg schon an Bord mit Champagner. „Wir sind sehr glücklich, wir hatten einen ausgezeichneten Tag. Wir haben im Halbfinal und im Final jeweils einen 1:0 Rückstand in einen Sieg umgedreht. Es ist phantastisch“, sagte der strahlende Mathieu Richard.

Williams, zweifacher Match Race Weltmeister und 2007 Sieger in St. Moritz, war ein hartnäckiger Gegner, doch er kam mit dem taktisch äusserst klug und ruhig segelnden Gegner nicht zu recht. Er hatte schon in der Round Robin, die er gewonnen hatte, gegen den Franzosen verloren. In Rennen 2 und 3 des Finals versuchte er seinen Rückstand jeweils auf dem Vorwind mit der Wahl der rechten Seite zu verringern. Doch nicht die Waldseite des Sees, sondern die Westseite brachte am sonnigen Nachmittag mehr Druck durch den Malojawind. „Sie haben einen phantastischen Job gemacht“, gratulierte Williams dem Gegner. Richard hat den Vorsprung in der WM-Wertung mit seinem Sieg in St. Moritz weiter ausgebaut, gefolgt von Wiliams, der dank dem zweiten Platz auf Rang 2 vorrückte. Adam Minoprio, der den kleinen Final, den Kampf um Platz 3, gegen Ben Ainslie gewann, liegt auf Platz 3.

Das 8. St. Moritz Match Race brachte spannende und ausgeglichene Duelle auf sehr hohem Niveau. Die besten der Match Race Szene sind noch enger zusammengerückt. Das 6. Event der World Match Racing Tour mit einer Gewinnsumme von 150.000 Franken hat seinen festen Platz in dieser spektakulären Segelklasse gefunden.


Mathieu Richard, an Bord des AFG-Bootes, Gewinner des St. Moritz Match Race und neuer « King of the Mountain » (Photo: Copyright Loris Von Siebenthal)


Die drei Bestklassierten des St. Moritz Match Race, von links nach rechts: BlackMatch Racing, French Match Racing Team, Team GAC Pindar (Photo: Copyright Loris Von Siebenthal)

Schlussklassement des St. Moritz Match Race 2010:
1) Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team
2) Ian Williams (GBR) Team GAC Pindar
3) Adam Minoprio (NZL) BlackMatch Racing
4) Ben Ainslie (GBR) TEAMORIGIN
5) Bertrand Pace (FRA) Aleph Sailing Team
6) Björn Hansen (SWE) Hansen Global Team
7) Damien Iehl (FRA) French Match Racing Team
8) Francesco Bruni (ITA) Azzurra
9) Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team
10) Eric Monnin (SUI) Swiss Match Race Team
11) Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing Team
12) Jerome Clerc (SUI) Team CER Geneve

World Match Racing Tour Zwisschenklassement nach sechs Regatten:
1) Mathieu Richard, 102 points
2) Ian Williams, 72 points
3) Adam Minoprio, 69 points
4) Torvar Mirsky, 60 points
5) Ben Ainslie, 57 points
6) Francesco Bruni, 45 points
7) Peter Gilmour, 43 points
8) Jesper Radich, 40 points
9) Magnus Holmberg, 29 points
10) Bjorn Hansen, 23 points

Samstag, 4. September 2010

Zwei Engländer im Halbfinal

04.09.10 - Mit einem klaren 2:0-Sieg über den Schweden Björn Hansen hat sich der dreifache Olympiasieger Ben Ainslie problemlos für den Halbfinal des 8. St. Moritz Match Race qualifiziert. Damit stehen nach dem gesetzten Ian Williams zwei Engländer unter den letzten vier Seglern, die morgen um den Titel des Bergkönigs von St. Moritz kämpfen.

«Wir sind erleichtert, dass wir das zweite Rennen segeln und gewinnen konnten », meinte der dreifache Olympia-Sieger Ainslie nach seinem zweiten Sieg. „Solche Bedingungen sind immer mit viel Risiken verbunden, und man ist erst am Ziel sicher, dass man gewonnen hat“, meinte der Engländer.

Ainslie sprach von schwierigen Windverhältnissen, mit welchen die Segler am vierten Tag des St. Moritz Match Race zurecht kommen mussten. Der schwache Wind war häufig drehend, die Organisatoren mussten den Wettkampf zeitweise unterbrechen. Schlussendlich konnten nur Ben Ainslie und Björn Hansen ein zweites Rennen austragen. Mathieu Richard und Adam Minoprio, welche ihren ersten Lauf gewonnen hatten, mussten nach langem Warten mit unverrichteten Dingen wieder an Land kommen. Sie hatten Bertrand Pacé und Damien Iehl besiegt, die nun am Sonntag morgen die Chance haben, die Best-of-Three-Serie noch zu drehen. Die Rennen müssen allerdings bis um zehn Uhr gestartet werden können, sonst zählen die Ergebnisse von heute. Das würde bedeuten, dass Richard und Minoprio den Halbfinal bestreiten könnten.


Der Brite Ben Ainslie hat sich für das Halbfinale qualifiziert (Photo: Copyright Loris Von Siebenthal)


Der amtierende Weltmeister Adam Minoprio ist glücklich (Photo: Copyright Loris Von Siebenthal)

Freitag, 3. September 2010

Ian Williams mit neun Siegen direkt im Halbfinal

03.09.10 - Ian Williams hat die Round Robin im 8. St. Moritz Match Race gewonnen. Mit nur zwei Niederlagen in elf Rennen schaffte er damit den direkten Sprung in den Halbfinal. Die Segler auf den Plätzen zwei bis sieben werden morgen die drei anderen Halbfinalisten erküren.

Williams bestätigte auch am dritten Tag seine momentan gute Form. Der Engländer, zweifacher Match Race Weltmeister und 2007 Sieger des St. Moritz Match Race, verlor lediglich das letzte Rennen gegen den Neuseeländer Adam Minoprio nach einem äusserst spannenden Duell. Minoprio qualifizierte sich dank diesem Sieg gerade noch für den Viertelfinal.

Der dreifache Olympiasieger Ben Ainslie (GBR) wurde mit acht Siegen zweiter der Round Robin. Die beiden Engländer sind die grossen Favoriten für den Titel des Bergkönigs von St. Moritz. Bedrängt werden könnten sie am ehesten vom französischen Duo Mathieu Richard und Bertrand Pacé, welche in der Qualifikations-Regatta die Plätze drei und vier belegen. Björn Hansen (SWE), Damien Iehl (FR) und Adam Minoprio (NZL) sind die Aussenseiter, ihr Ziel wird es sein, wenigstens unter die letzten Vier zu kommen.

Verabschieden mussten sich die beiden Schweizer Teams. Mit insgesamt vier Siegen schaffte Eric Monnin nicht den Sprung unter die letzten Sieben. Er zeigte sich trotz der verpassten Qualifikation versöhnlich. „Nach dem gestrigen Tag mit vier Niederlagen konnten wir heute noch zwei Mal gewinnen. Wir sind besser klassiert als letztes Jahr, wo wir Letzter wurden.“ Die Schweizer klassierten sich auf dem zehnten Rang.

Eric Monnin zog gesamthaft eine positive Bilanz: „Wir haben dieses Jahr eine bessere Saison als im Vorjahr. Vor allem sind wir mental besser.“ Dass er und seine Crew es nicht in den Viertelfinal geschafft haben, erklärt er mit dem hohen Niveau im World Match Racing. Als Saisonschluss steht noch das Event von Bermuda im Oktober bevor. Dort wurden die Schweizer schon zwei Mal Vierte.

Mit Null Punkten muss sich das Westschweizer Team mit Skipper Jerome Clerc verabschieden. Die jungen Genfer mussten viel Lehrgeld bezahlen. Dass sie mit den Besten der Welt nicht mithalten können, war von Anfang an klar. Doch auch sie können eine positive Bilanz ziehen: „Wir haben sehr viel gelernt“, meinte der Skipper.


Der Brite Ian Williams hat die Round Robin gewonnen; er hat sich somit direkt für das Halbfinale qualifiziert. (Photo: Copyright Loris Von Siebenthal)


Der amtierende Weltmeister Adam Minoprio hat sich gerade noch für das Viertelfinale qualifizieren können.

St. Moritz Match Race, Schlussklassement der Round Robin mit 22 Flights :
(Klassement, Name des Teams, Anzahl der gewonnenen / verlorenen Matches, Punkte)

1) Ian Williams (GBR) Team GAC Pindar 9/2 - 9 Punkte
2) Ben Ainslie (GBR) TEAMORIGIN 8/3 – 8 Punkte
3) Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team 7/4 – 7 Punkte
4) Bertrand Pacé (FRA) Aleph Sailing Team 7/4 – 7 Punkte
5) Björn Hansen (SWE) Hansen Global Team 6/5 - 6 Punkte
6) Damien Iehl (FRA) French Match racing Team 6/5 – 6 Punkte
7) Adam Minoprio (NZL) ETNZ/BlackMatch Racing 6/5 - 6 Punkte
8) Francesco Bruni (ITA) Azzurra 6/5 – 6 Punkte
9) Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team 5/6 – 5 Punkte
10) Eric Monnin (SUI) Swiss Match Racing team 4/7 – 4 Punkte
11) Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing team 2/9 – 2 Punkte
12) Jérôme Clerc (SUI) Team CER Genève 0/11 – 0 Punkte

Seglerverein Staad (SVS) lädt zur End of Season 2010

03.09.10 - Die Staader Segler um Regattaleiter Hansi Ewald freuen sich, die letzte Veranstaltung der "Midweek" Serie auszurichten. Alle Yachten aus dem Konstanzer Umkreis und natürlich auch alle anderen Regatta- und Nichtregattasegler sind zu diesem Abschlussevent herzlich eingeladen.

Meldungen werden am Samstag 4. September zwischen 13:00 und 14:00 Uhr beim Startschiff entgegengenommen. Weitere Informationen sind in der Ausschreibung zu finden.

Für Speis und Trank nach der Regatta auf dem Dampfersteg und im Vereinsheim der Staader Segler ist wie immer gesorgt! Mehr Informationen unter: www.segler-verein-staad.de.

Donnerstag, 2. September 2010

Englischer Tag in St. Moritz – 8. Platz für Monnin noch möglich

02.09.10 - Mit je drei Siegen sorgten Ian Williams und Ben Ainslie für einen englischen Tag am St. Moritz Match Race. Williams, der zweifache Match Race Weltmeister, übernahm im Gesamtklassement mit sieben Punkten die Führung, sein Landsmann Ainslie, dreifacher Goldmedaillengewinner, liegt zusammen mit dem Franzosen Mathieu Richard mit sechs Punkten auf dem zweiten Platz.

Für das Deutschschweizer Team Eric Monnin war der zweite Tag des St. Moritzer Match Race, der bei guten Bedingungen ausgetragen werden konnte, kein guter Tag: In vier Rennen erlitt das Quartett vier Niederlagen. Mit zwei Punkten und zwei ausstehenden Läufen kann die Mannschaft noch auf vier Punkte kommen. Mit viel Glück liegt der achte Platz, der die Viertelfinal-Qualifikation bedeuten würde, somit noch drin.

„Das Resultat ist hart“, meinte Skipper Eric Monnin nach der vierten Tagesniederlage. „Die Art und Weise, wie wir verloren haben, ist aber nicht so schlimm.“ Monnin wies vor allem auf das Rennen gegen Ian Williams hin, bei dem die Schweizer gut aussahen. „Bei der Luv-Boje hatten wir Pech, weil der Wind drehte.“ Monnin musste eingestehen, dass er vor allem im Vorstart gegen die weltbesten Match Racer stets unter Druck geriet. Insgesamt vier Strafen wurden gegen ihn verhängt. „Es hat einfach überall ein wenig gefehlt“, resümierte der Segler, der sich vom hohen seglerischen Niveau am 8. St. Moritzer Match Race beeindruckt zeigte.

Das zweite Schweizer Team, Jerome Clerc aus der Romandie, verlor ebenfalls alle Rennen. „Wir sind heute mehr Risiken eingegangen und haben deshalb auch mehrere Strafen erhalten“, so Jerome Clerc. Er hofft jetzt auf das Schweizer Duell von morgen. Gegen Monnin möchte die junge Mannschaft den ersten Sieg einfahren. In den restlichen Rennen wird vor allem der Kampf um den achten Platz interessant werden. Wenn Monnin die beiden letzten Rennen gewinnt und der Australier Mirsky und der Italiener Bruni keine Punkte mehr erringen, käme das Trio auf je vier Punkte. Und da würden die Schweizer auf den achten Rang gesetzt, weil sie die beiden in der direkten Begegnung geschlagen haben. Ian Williams hingegen wird versuchen, seinen ersten Platz zu verteidigen. Er berechtigt den direkten Einzug in den Halbfinal.


Der Brite Ian Williams steht am zweiten Tag des St. Moritz Match Race an der Spitze
(Photo: Copyright Loris Von Siebenthal / St. Moritz Match Race)



Der Franzose Damien Iehl hatte einen exzellenten zweiten Tag (Photo: Copyright Loris Von Siebenthal / St. Moritz Match Race)

St. Moritz Match Race, provisorisches Klassement nach 17 Flights:
(Klassement, Name des Teams, Anzahl der verlorenen / gewonnenen Matches, Punkte)

1) Ian Williams (GBR) Team GAC Pindar 1/7 - 7 Punkte
2) Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team 2/6 – 6 Punkte
2) Ben Ainslie (GBR) TEAMORIGIN 2/6 – 6 Punkte
4) Adam Minoprio (NZL) ETNZ/BlackMatch Racing 3/5 - 5 Punkte
4) Björn Hansen (SWE) Hansen Global Team 3/5 - 5 Punkte
4) Damien Iehl (FRA) French Match racing Team 4/5 – 5 Punkte
4) Bertrand Pacé (FRA) Aleph Sailing Team 4/5 – 5 Punkte
8) Francesco Bruni (ITA) Azzurra 4/4 – 4 Punkte
8) Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team 4/4 – 4 Punkte
10) Eric Monnin (SUI) Swiss Match Racing team 6/2 – 2 Punkte
10) Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing team 7/2 – 2 Punkte
12) Jérôme Clerc (SUI) Team CER Genève 9/0 – 0 Punkte

Auftakt zum St. Moritz Match Race: Monnin mit zwei Siegen

02.09.10 - Mit einem phantastischen Segeltag hat das 8. St. Moritz Match Race begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein und idealen Windbedingungen konnten 10 Rennserien absolviert werden. Für das Deutschschweizer Boot Eric Monnin fiel die Bilanz durchzogen aus. Mit zwei Siegen und drei Niederlagen bleiben die Chancen für eine Viertelfinal-Qualifikation jedoch intakt.

Die Schweizer zeigten sich selbstkritisch. „Wir haben die Rennen beim Start verloren“, bilanzierte Eric Monnin nach dem langen Renntag. „Wenn der Start nicht optimal verläuft, ist man weg vom Fenster.“ Gegen den amtierenden Match Race Weltmeister Adam Minoprio seien auch die Manöver nicht gut gewesen.

Mit grosser Spannung wurde das Duell der beiden Engländer Ian Williams gegen den dreifachen Olympiasieger Ben Ainslie erwartet. Williams rettete einen knappen Vorsprung ins Ziel, obschon er noch einen Strafkringel fahren musste; er konnte so das erste Prestige-Duell der beiden Landsleute zu seinen Gunsten entscheiden. Der Sieger des St. Moritz Match Race aus dem Jahr 2007 könnte erneut Engadiner Bergkönig werden.

Nach dem ersten Tag haben alle Teams mindestens einen Sieg errungen – mit Ausnahme des Westschweizers Jerome Clerc, der wie erwartet Lehrgeld bezahlen muss. Die Romands zeigten jedoch im ersten Rennen eine ausgezeichnete Leistung, indem sie gegen Williams lange Zeit in Führung lagen.

Neben Williams weisen auch der Schwede Björn Hansen und der Neuseeländer Minoprio vier Siege bei je einer Niederlage auf. Aus diesem Trio wird wohl der Gewinner der Round Robin (jeder gegen jeden) kommen, der dann direkt für den Halbfinal qualifiziert ist. Die Ränge 2 bis 7 segeln um die drei anderen Halbfinal-Plätze. Die restlichen fünf Teams scheiden aus.


Der Schwede Björn Hansen, neben Adam Minoprio und Ian Williams Führender im provisorischen Klassement
(Photo: Copyright Loris Von Siebenthal / St. Moritz Match Race)



Eric Monnin und sein Team errangen heute zwei Siege
(Photo: Copyright Loris Von Siebenthal / St. Moritz Match Race)


St. Moritz Match Race, provisorisches Klassement nach 10 Flights:
(Klassement, Name des Teams, Anzahl der verlorenen Matches / gewonnenen Matches, Punkte)

1) Adam Minoprio (NZL) ETNZ/BlackMatch Racing 1/4 - 4 points
1) Ian Williams (GBR) Team GAC Pindar 1/4 - 4 points
1) Björn Hansen (SWE) Hansen Global Team 1/4 - 4 points
4) Ben Ainslie (GBR) TEAMORIGIN 2/3 – 3 points
4) Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team 2/3 – 3 points
4) Bertrand Pacé (FRA) Aleph Sailing Team 2/3 – 3 points
7) Eric Monnin (SUI) Swiss Match Racing team 3/2 – 2 points
7) Damien Iehl (FRA) French Match racing Team 3/2 – 2 points
7) Francesco Bruni (ITA) Azzurra 3/2 – 2 points
7) Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team 3/2 – 2 points
11) Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing team 4/1 – 1 point
12) Jérôme Clerc (SUI) Team CER Genève 5/0 – 0 point

Mittwoch, 1. September 2010

Internationale Ammann Optik Schweizer Meisterschaft der 470er Klasse 2010

01.09.10 - Vom 9. bis 13. September findet in Steckborn TG am Untersee die Internationale Schweizer Meisterschaft der 470er Klasse statt – international, weil auch Boote aus dem Ausland zugelassen sind. Der „470er“ ist eine wendige Rennjolle, die von einer Zweiercrew gesegelt wird. Seit 1976 hat die Bootsklasse bei den Männern olympischen Status, seit 1988 auch bei den Frauen.

An der Regatta in Steckborn werden mehrere Teams teilnehmen, die mitten in den Vorbereitungen stecken auf die olympischen Spiele in London 2012. So zum Beispiel der Sieger der letztjährigen Schweizermeisterschaft, Yannick Brauchli mit seinem Vorschoter Romuald Hausser. Brauchli und Hausser kommen quasi direkt von den Europameisterschaften in Istanbul nach Steckborn.

Am Start sein werden auf dem Untersee ca. 30 Boote. Die Meisterschaft wird in maximal acht Wettfahrten ausgetragen. Der Start zur ersten Regatta ist am Freitag, dem 10. September um 14 Uhr, wenn es die Windverhältnisse zulassen. Die weiteren Wettfahrten werden dann bis am Sonntag oder Montag, je nach Wind, ab jeweils 8.30 Uhr ausgetragen.

Organisator der Internationalen Ammann Optik Schweizer Meisterschaft 2010 ist der Yacht Club Schaffhausen YCS, welcher seinen Heimathafen in Steckborn hat.

Regattaterminkoordination 2011

01.09.10 - Es ist wieder soweit - Sie finden auf der Homepage (www.bsvb.at) wieder die auf den Kalender 2011 umgerechnete Terminliste für die Regattaveranstaltungen 2011.

Die Vereine sollten die vorgeschlagenen Termine für Ihre Veranstaltungen möglichst bald bestätigen, ob sie neue Regatten im ihrem Programm haben und welche Veranstaltungen zu streichen sind.

Terminvorschau:
Der Bodensee Seglertag 2010 findet in Höchst (Österreich, Vorarlberg) statt. Termin ist Samstag, der 13.11.2010.

Jahrespreise 2010
Jedes Jahr werden vom BSVb drei Jahrespreise verliehen:
• Jugend will segeln - diese Anerkennung soll besondere Leistungen von Verbandsvereinen, Funktionären, oder anderen Institutionen im Bereich der Jugendarbeit würdigen.
• „Das goldenen Buch“ - gestiftet vom Verlagshaus Daniel - wird verliehen für besondere
Leistungen in der Vereinsarbeit, oder im Dienste des Segelsportes.
• „Bodenseesegler des Jahres - die silberne Lädine“ - gestiftet von der Kreuzerabteilung des DSV - für „besondere seemännische Leistung auf irgendeinem Revier der Welt“, erbracht von einem Segler oder einer Seglerin, deren Heimatrevier der Bodensee ist.

Diese Jahrespreise sollen nicht nur die Leistungen würdigen, sondern diese auch bekannt machen, sie sind ein wichtiger Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit. Kandidat oder eine Kandidatin für einen dieser Ehrungen bitte melden an: (bsvb@vol.at oder Telefonnummer: 0043 (0)5574 89449.

Bodensee-Segler-Verband (BSVb)
Verband der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Segelvereine am Bodensee, Gegründet 1911.