Mittwoch, 7. Oktober 2009

"Internationales Kooperationsnetzwerk Bodensee" ins Leben gerufen

07.10.09 - (IBN) Stärkung der interdisziplinären Forschung und des integrierten Gewässerschutzes am Bodensee.

Allensbach-Hegne, 6. Oktober 2009 – Die Vorsitzenden der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB), der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR), der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg und der Universitäten Stuttgart und Konstanz haben heute bei der jährlichen Fachtagung „Bodensee-Forschung 2009“ im Kloster Hegne eine Kooperationserklärung unterzeichnet. Das neue "Internationale Kooperationsnetzwerk Bodensee (IKNB)" soll zur Stärkung der Zusammenarbeit verschiedener Forschungseinrichtungen führen, die sich mit dem Bodensee beschäftigen. Die gemeinsam erarbeiteten Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Aufgaben des heutigen und die Herausforderungen des künftigen Gewässerschutzes. „Trotz der heute sehr guten Wasserqualität des Bodensees ist das Spektrum drängender Fragen heute größer denn je“, so Margareta Barth, Präsidentin der LUBW vor der Unterzeichnung.

Es sind derzeit vor allem Untersuchungen zum Schutz der Flachwasserbereiche und der Uferzonen sowie die Abschätzung von Folgen klimatischer Veränderungen, die die Netzwerker beschäftigen. Beispielsweise kann eine mangelnde Abkühlung des Bodenseewassers im Winter Auswirkungen auf die Durchmischung des Wassers und somit den Sauerstoffeintrag in große Tiefen haben. Niedriger Wasserstand und Erosion bedrohen die Überreste frühgeschichtlicher Pfahlbausiedlungen und somit herausragende Kulturgüter Europas. Eingewanderte oder eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten, die sich im See ausbreiten, können das aquatische Ökosystem verändern.

Der Bodensee ist nicht nur Siedlungsraum, Tourismusregion und wichtiges Naherholungsgebiet, er ist gleichzeitig Trinkwasserlieferant für 5,5 Millionen Menschen. Dem Schutz des Gewässers und der Sicherung einer guten Wasserqualität und eines guten ökologischen Zustandes gilt deshalb das besondere Augenmerk der gemeinsamen Forschungen und Anstrengungen.

Internationale Zusammenarbeit hat lange Tradition am Bodensee: Bereits im Jahre 1893 wurde mit der „Bregenzer Übereinkunft“ der erste Schritt unternommen, um eine grenzübergreifende Lösung für die Fragen der Fischereiwirtschaft zu erarbeiten. Mit der Gründung der IGKB im November 1959 verpflichteten sich die Anrainerstaaten des Bodensees zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Gewässerschutzes. Dieses internationale Zusammenspiel zwischen Forschenden und politischen Entscheidungsträgern setzte wirkungsvolle Maßnahmen in Gang, deren Erfolge an der heute wieder sehr guten Wasserqualität des Bodensees zu erkennen sind.

Auch die Zusammenarbeit verschiedener Forschungseinrichtungen am Bodensee ist seit langem erfolgreich. So wurde unter anderem von den am Netzwerk beteiligten Forschungseinrichtungen das seit 2008 einsatzfähige Computermodell „BodenseeOnline“ entwickelt. Dieses Rechenmodell dient der Unterstützung wasserwirtschaftlicher Entscheidungen und wird regelmäßig zur Störfallvorhersage genutzt, zum Beispiel bei Verschmutzungen wie Öleintrag in den Bodensee.

Ansprechpartnerin für die Presse:
Maria Quignon
Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
Tel. +49 / 7551 / 833 156
Fax +49 / 7551 / 833 155
Mobil +49 / 160 / 97 23 60 17


stehend von links:
Johann-Martin Rogg, Hans Neifer, Margareta Barth, Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Prof. Dr. Wolfgang Osten


Bei der Unterschrift, von links:
• Margareta Barth, Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
• Ministerialrat Hans Neifer, Umweltministerium Baden-Württemberg
• Johann-Martin Rogg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein
• Prof. Dr. Wolfgang Osten, Prorektor für Forschung und Technologie der Universität Stuttgart
• Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz

Montag, 5. Oktober 2009

BLU26 HERBSTPREIS ZÜRCHER YACHT CLUB

05.10.09 - Zürich, 04.10.09 - Acht blu26 massen sich am vergangenen Wochenende auf dem Zürichsee beim Herbstpreis des Zürcher Yacht Clubs. Das Team von Franz Buhmann mit der GER 12 war dazu sogar extra aus Deutschland angereist.

Am Samstag konnten bei sonnigen aber schwierigen Bedinungen zwei Läufe gesegelt werden. Am Sonntag frischte der Wind aus Nordwesten auf und es konnten bei guten Bedingungen drei weitere Läufe gesegelt werden.

Die blu26 Flotte präsentierte sich als besonders kompakt und so entschied erst der fünfte und letzte Lauf am Sonntag Nachmittag über den Sieger. Mit einem zweiten Laufsieg gewann das Team von Christian Scherrer mit Aaron Teuscher, Rico Hasler und Martin Rosenberger auf der SUI 05 vor Markus Bohren und Thomas Grob den Herbstpreis.

Nach fünf Läufen und einem Streicher ergab sich sodann folgende Schlussrangliste für den blu26 Herbstpreis vom Zürcher Yacht Club 2009:

1. SUI 05 - Christian Scherrer SCStM, cinque, 6 Punkte
2. SUI 01 - Markus Bohren YCZ, bluone, 9 Punkte
3. SUI 07 - Thomas Grob YCZ, blustar, 14 Punkte
4. GER 12 - Franz Buhmann LSC, sailingcenter tegernsee, 15 Punkte
5. SUI 04 - Daniel Lucchini SCPF, betty blu, 16 Punkte
6. SUI 03 - Beat Müller ZYC, blunote, 20 Punkte
7. SUI 10 - Christian Bolinger SKM, Romano & Christen, 22 Punkte
8. SUI 09 - Michael Gerber YCZ, Eloise, 23 Punkte

Nach diesem gelungenen Herbstpreis freut sich nun die blu26 Flotte noch auf den Saison Abschluss mit dem bluboats cup am 7./8. November am Thunersee.

Weitere Informationen und Bilder unter: www.bluboats.com

Wenig Wind am Samstag dafür am Sonntag sehr gute Windverhältnisse bei der letzten Regatta dieses Jahres beim Yacht-Club Romanshorn

05.10.09 - Am Samstag konnten bei leichten Winden zwei Wettfahrten gesegelt werden und am Sonntag 4. Dies bei wunderschönem Herbstwetter und Windstärken von 3 – 4 Baufort. Bei beiden Bootsklassen H-Boote und Fireball blieb es bis am Schluss sehr spannend, lagen doch am Schluss die ersten drei respektive vier nur einen bzw. zwei Rangpunkte auseinander.

Bei relativ schwachen Windverhältnissen wurde die traditionelle Herbstregatta des Yacht-Club Romanshorn am Samstag gestartet. Wettfahrtleiter Jack Frei konnte nach der Begrüssung der Seglerinnen und Segler die erste Wettfahrt starten. Der zweite Lauf musste dann aber wegen einschlafendem Winden verkürzt werden.

Am Abend trafen sich die Seglerinnen, Segler und Helfer in der Mole und wurden vom Team von Uschi Bolt verwöhnt. Bis auf den letzten Stuhl war das Clubrestaurant Mole belegt und die Teilnehmenden genossen den Abend bei angeregten Gesprächen über die zu Ende gehende Saison.

Am Sonntag wurden die Boote mit einem Schuss kurz nach 9 Uhr wieder aufs Wasser geschickt. Bei ausgezeichneten Windverhältnissen und Sonnenschein konnten vier weitere Wettfahrten ausgetragen werden. Somit konnte das schlechteste Ergebnis gestrichen werden und die fünf besseren Resultate flossen in die Endabrechnung ein.

Nach der Rangverkündigung und der Vergabe der Preise traten die Regattateilnehmer die Heimreise an, nachdem die Boote über den Hafenkran auf die Trailer verladen wurden. Mit diesem gelungenen sportlichen Anlass ist auch die Regattasaison 2009 des aktiven Yacht-Club Romanshorn zu Ende gegangen.

Die Rangliste (im Detail > ):

H-Boote:
1. Gerhard Fuchs, Bodensee-Yacht-Club Überlingen
2. Sven Holzer, Regatta-Crew-Organisation, Landsberg
3. Adi Gerlach, Yacht-Club Romanshorn

Fireball:
1. Kurt Venhoda/Sonja Zaugg, Segel-Club oberer Walensee
2. ClaudeMermod/Ruedi Moser, Regatta-Club Oberhofen
3. Adrian Huber/Brigitte Mauchle, Yacht-Club Romanshorn


H-Boote am Start (Foto Jürg Bollier)


Fireball nach dem Start (Foto: Jürg Bollier)

Kreditgeber einigen sich

05.10.09 - Kreditgeber einigen sich über die finanzielle Umstrukturierung der BAVARIA Yachtbau GmbH.

Giebelstadt. Die BAVARIA Yachtbau GmbH ("BAVARIA") hat heute bekannt gegeben, dass Anchorage Advisors, L.L.C. ("Anchorage") und Oaktree Capital Management (‘’Oaktree’’), die gemeinsam rund 95 Prozent der €960 Millionen Schulden von BAVARIA besitzen, eine verbindliche Vereinbarung zur Umstrukturierung der Bilanz unterzeichnet haben. Diese Umstrukturierung beinhaltet eine Kapitalspritze in Höhe von €55 Millionen sowie die Abschreibung von über 90 Prozent des vorrangig besicherten Fremdkapitals und der nachrangigen und ungesicherten Kredittranchen. Anchorage und Oaktree haben die Vereinbarung zusammen mit Bain Capital ("Bain") erarbeitet und freu-en sich über das weitere Engagement von Bain im Rahmen der Umstrukturierung, die noch steuer- und kartellrechtlichen genehmigt werden muss. weiter >

Zum Abschluss noch ein Rock and Roll

05.10.09 - ds / Norbert Hermann aus Kressbronn gewann Folkeboot-Regatta.

Sieger beim „Schlusslicht der Folkeboot“, der letzten diesjährigen Regatta des Konstanzer Yacht Club, wurde Norbert Hermann von den Kressbronner Seglern vor Abonnementssieger Rainer Willibald vom YC Gaienhofen. Auf dem dritten Platz landete Hinnerk Blenckner aus Eckenförde.

Was sich für die Folkeboote am Samstag noch wie ein Foxtrott anliess, wurde am Sonntag – der letzten Wettfahrt – noch zu einem richtigen Rock and Roll. Denn während bei den ersten Wettfahrten mit 2-3 Windstärken teilweise stark drehende Winde den Seglern zu schaffen machten, blies es am Sonntag mit 4-5 Beaufort, also Wind, wie man es an der Kiste gewöhnt ist. Das machte auch den Seglern sichtlich Laune, sind ihre Schiffe doch geradezu an Wind und Welle gewöhnt.

Die beiden Wettfahrtleiter – Stefan Schneider und Bernd Stoll hatten mit den Seglern keinerlei Problem. Man hatte eher den Eindruck, dass sich hier grosse Familie zum Wettkampf getroffen hatte. Der Dank ging an die beiden Wettfahrtleitern, ihre Helfer, sowie die gastronomische Infrastruktur des KYC. Alles funktionierte hervorragend – und das im Sonnenschein eines „goldenen Oktobers“:

Ergebnisse:
1. Norbert Hermann (Kressbronner Segler); 2. Rainer Willibald (YC Gaienhofen); 3.Hinnerk Blenckner (YC Eckernförde); 4. Peter Häusler (YC Radolfzell); 5. Martin Graf (YC Radolfzell); 6. Roland Graf (SC Immenstaad); 7. Uli Ober (SV Purren Konstanz.

Freitag, 2. Oktober 2009

Statement von Brad Butterworth

02.10.09 - Ras al-Khaimah - Statement von Brad Butterworth, vierfacher America's-Cup-Gewinner und Skipper des titelverteidigenden Teams im America's Cup, Alinghi, nach einer weiteren Rechtsklage des amerikanischen Challengers BMW Oracle:

Larry Ellison, Russell Coutts und ihr Yachtclub, der Golden Gate Yacht Club, scheinen zu glauben, dass der 33. America's Cup vor Gericht gewonnen werden kann – wie ihr mittlerweile siebter Gang vor Gericht zeigt. Unser Team ist bereit, in Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten anzutreten, dem offiziellen Austragungsort des 33. America's Cup. Wir werden uns dort mit einem viermonatigen Intensivtraining auf den Start des America's-Cup-Match am 8. Februar 2010 vorbereiten.

BMW Oracles jüngste Klage ist ein weiterer Beweis für ihr unsportliches Verhalten. Wir werden nur vor Gericht zurückkehren, um zu zeigen, dass man mit Sportlichkeit und Segelstrategie Rennen gewinnt und nicht mit Rechtsklagen. In der Zwischenzeit werden wir unsere Vorbereitungen auf den Cup und unser Training in Ras al-Khaimah weiterführen und hoffen, dass sie geruhen, uns dort für den America's-Cup-Match zu treffen.

Als Verwalter des America's Cup sind wir überzeugt, dass Ras al-Khaimah der perfekte und legitime Austragungsort für die 33. Austragung der ältesten Sporttrophäe der Welt ist. Die Anordnung von Richter Cahn vom New York Supreme Court aus dem Jahr 2008 besagt, dass der Austragungsort „Valencia oder irgend ein anderer von der SNG gewählter Ort“ sein soll. Was die Sicherheitsbedenken von BMW Oracle betrifft: Tiger Woods spielt jedes Jahr in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ebenso Roger Federer und sogar Russell Coutts segelt dort jedes Jahr.

Ihre Behauptungen, dass die Deed of Gift Vorrang hat über die Anordnung des Gerichts stehen im Widerspruch mit früheren Einreichungen betreffend die Daten des Matchs. Ihre Sicherheitsbedenken sind nicht echt; dies zeigt die Tatsache, dass sie bereits Personal nach Ras al-Khaimah geschickt haben und dort auch Equipment lagern in Vorbereitung auf den Match.Wir glauben, dass diese Rechtsklage ein weiteres taktisches Manöver von Larry Ellison und BMW Oracle ist, damit sie mit uns nicht auf dem Wasser um den Cup segeln müssen.“

Noblesse Oblige

02.10.09 - "Noblesse Oblige"heißt es vom 1. bis 4. Oktober auf der Blumeninsel Mainau. Zum vierten Mal öffnet die gräfliche Familie Bernadotte das Schloss des Deutschritterordens für die Öffentlichkeit. Auf zwei Etagen inklusive dem Weißen Salon, der ansonsten nur für hochkarätige Feierlichkeiten zugänglich ist, finden Modenschauen sowie eine exklusive Messe von Einrichtungen, Heimtextilien, Gardarobe sowie Schmuck- Design, statt.

Gräfin Diana Bernadotte, international anerkannte Modistin, führt ihre Familie beziehungsweise ihre Geschwister von Gräfin Bettina, Graf Björn mit Gattin Gräfin Sandra sowie Freunde auf den Laufsteg. Sie stellt ihre neuesten Hut- Kreationen, die ansonsten in Mailand, Moskau und London zu sehen sind, vor. Die kreative Gräfin, im Frühjahr als Buchautorin "ie List der Kräuterprinzessin"gefeiert, ist der Mittelpunkt von vier Tagen Schlossfest. Im Schloss-Parterre hat die 27-jährige Adelige ihre Werkstatt und Ausstellung. Ein weiterer Höhepunkt des Schlossfestes sind Fachvorträge über mittelalterliche Handschriften als Faksimiles. Mainau ohne Blumen gibt es nicht! Die Besucher erhalten Unterricht im Blumenstecken durch den Mainau-Gartenclub. Das Gräfliche Schlossfest ist am 1. Oktober vom 12 bis 18 Uhr und Freitag bis Sonntag täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Gräfliche Schlossfest gehört neben dem Gräflichen Inselfest im Frühjahr, besucht von über 30.000 Gästen, zu den jährlichen Höhepunkten auf der 45 Hektar Blumeninsel. Es ist eine persönliche Visitenkarte, wobei die gräfliche Familie offen mit den Besuchern kommuniziert.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

hanseboot 2009

01.10.09 - 50. Internationale Bootsausstellung Hamburg vom 24. Oktober bis 1. November 2009 auf dem Gelände der Hamburg Messe und in den In-Water hanseboot-Häfen.

Die hanseboot 2009, 50. Internationale Bootsausstellung Hamburg, präsentiert vom 24. Oktober bis 1. November die ganze Vielfalt des internationalen Segelyachtangebotes. Erfreulich für die Besucher: Das Angebot an preisgünstigen Yachten wächst.

Die Bavaria Yachtbau GmbH in Giebelstadt bei Würzburg beweist es seit Jahren: Die optimierte industrielle Produktion der Bavaria Yachten ermöglicht niedrige Herstellungs- und Verkaufspreise und ist damit ein Schlüssel zum Erfolg. Immerhin produzierte die größte Yachtwerft in Deutschland vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise an die 4000 Segel- und Motoryachten im Jahr und gilt damit nach dem französischen Bénéteau Yachtkonzern weltweit als zweitgrößte Serienwerft für Segel- und Motoryachten. Bavaria hatte frühzeitig den teuren handwerklichen Bootsbau durch eine kostengünstige industrielle Fertigung am Fleißband ersetzt.

Das Prinzip günstiger Einstiegspreise bei durchaus guter Bauqualität ist mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal von Bavaria mehr, wie beispielsweise ein Blick auf die Klasse der Serienyachten um die 34 Fuß (rund zehn Meter Länge) zeigt. Das Angebot an Zehnmeter-Yachten mit einem Preis unter 100000 Euro steigt, wie auch die Besucher der 50. hanseboot Ende Oktober in den Segelboothallen A1 und B2 der Hamburg Messe feststellen werden. Aufgrund der üblichen modernen Ausrüstung können Fahrtenyachten um die zehn Meter Länge optimal von einer Zweier-Crew gesegelt werden, bieten fast immer zwei Doppelkojen in zwei Kabinen und im Salon den Komfort kleiner Ferienappartements. Die computeroptimierten Rumpfformen sind darüber hinaus ein Garant für gute Segeleigenschaften.

Mit einem Grundpreis von 87700 Euro zählt die 10,71 Meter lange Bavaria 34 im Vergleich zu fast gleich großen Serienbauten anderer Werften zu den sehr preisgünstigen Fahrtenyachten. Auf ähnlich günstigem Niveau bewegt sich mit 83181 Euro der Grundpreis für die etwas kleinere, knapp zehn Meter lange Sun Odyssey 331 der französischen Jeanneau Werft. Für die exakt 10,34 Meter lange Océanis 34 von Bénéteau müssen 91511 Euro gezahlt werden. Und auch der Einstiegspreis der 10,59 Meter langen deutschen Hanse 350 von HanseYachts in Greifswald nähert sich mit 93772 Euro dem Verkaufspreis der Konkurrenz von Bavaria. Nicht ganz so viel wie für die Hanse 350, nämlich 93177 Euro, müssen zukünftige Eigner für die neue, 10,15 Meter lange Delphia 33 aus Polen ausgeben. Der ausgereifte 33-Fuß-Cruiser mischt so in der Mittdreißiger-Klasse unter 100000 Euro mit.

Zum Vergleich: Etwas individueller gefertigte Segelyachten in dieser Größe können fast doppelt so teuer sein. So stehen beispielsweise die preisgünstigen, oben genannten industriell gefertigten neuen Seriensegelboote neben nach wie vor im traditionellen Bootsbau gefertigten Yachten. Die 10,32 Meter lange Hallberg-Rassy 342 ist zum Beispiel für einen Preis ab 186473 Euro zu haben, während die Schöchl Sunbeam 34 bei einer Länge von 10,60 Meter ab 184450 Euro kostet. Wie es in der Automobilindustrie Pkws unterschiedlicher Preisklassen wie Volkswagen und Mercedes gibt, bietet eben auch die Bootsbranche Yachten verschiedener Kategorien an.

Die durchweg einfache Handhabung der modernen Zehnmeter-Yachten hat dafür gesorgt, dass Segeleinsteiger gern die preisgünstigen Yachten dieser Größe als erstes Boot kaufen. Allerdings kann der Einstieg noch sehr viel günstiger sein: Wer ein paar Abstriche an den Wohnkomfort macht und Binnenseen oder Küstenreviere besegeln will, kann bereits mit rund 24000 Euro zum Yachteigner werden, wie Aussteller der 50. hanseboot beweisen. Die Bootsgröße dieser so genannten Kleinkreuzer bewegt sich dabei um sieben Meter Länge. So kostet die 7,20 Meter lange Deltania 25 S aus Polen, auf der es zwei Doppelkojen sowie eine kleine Pantry im Salon gibt, 23950 Euro. Auch viele weitere dieser preisgünstigen Einsteigerboote werden auf polnischen Werften gebaut und zeichnen sich wie die 7,50 Meter lange Skippi 750, Preis knapp 32000 Euro, oder die MAK 7 C, Länge ebenfalls 7,50 Meter, Preis knapp 24000 Euro, durch solide Qualität und gute Segeleigenschaften aus.

Wer möglichst viel Schiff für sein Geld haben will, erlebt auf der Internationalen Bootsausstellung Hamburg, dass es Preiswürdigkeit auch in höheren Sphären gibt: So hofft die Bavaria Yachtbau GmbH mit der neuen Bavaria Cruiser 55, dass die Gunst der Kunden gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch im Segment der Yachten über 16 Meter Länge durch besonders günstige Preise gewonnen werden kann. Die auffällige Konstruktion von Farr Yacht Design mit 145 Quadratmetern Segelfläche am Wind und einer Ausrichtung auf das Luxussegment wird bereits für knapp über 300000 Euro angeboten. Das neue Flaggschiff der Bavaria Yachtbau GmbH wird eines der vielen Highlights der diesjährigen hanseboot sein. Für den vergleichsweise sehr günstigen Preis gibt es eine gut segelnde Villa auf dem Wasser mit Eignersuite und mindestens zwei Gästekabinen sowie einer Beiboot-Garage.

Die Bénéteau-Werft hat jetzt in diesem Segment nachgezogen. Die neue, 16,40 Meter lange Océanis 54 liegt in der gleichen attraktiven Preisklasse und bietet dafür wie die große Bavaria Komfort und Dimensionen, die sonst nur auf sehr viel teureren Yachten zu finden sind. Beim Blick auf die fast doppelt so teure, aber nur knapp einen Meter längere Bénéteau 57 ist nachzuvollziehen, dass der französische Werftkonzern die neue Océanis 54 als “Preisbrecher³ in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versteht.

Zum 50. Jubiläum der Internationalen Bootsausstellung Hamburg präsentieren rund 700 Aussteller aus 30 Nationen an die 1.000 Boote und Yachten ­ darunter zahlreiche Premieren ­ sowie internationale Neuentwicklungen bei Ausrüstung und Zubehör. Die hanseboot 2009 vom 24. Oktober bis zum 1. November ist an den beiden Wochenenden (jeweils Samstag und Sonntag) von 10 bis 18 Uhr und von Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr auf dem Gelände der Hamburg Messe und im hanseboot-Hafen am Baumwall sowie im neuen In-Water hanseboot-Hafen in der HafenCity geöffnet. Weitere Informationen unter www.hanseboot.de.

Alinghi in Ras al Khaimah angekommen

01.10.09 - Der Schweizer Titelverteidiger im 33. America's Cup legte am Mittwochmorgen nach einer zwölftägigen Reise über 4400 Seemeilen an Bord des "Rickmers Singapore"-Frachters im Emirat Ras al-Khaimah an.

Das 193 Meter lange Schiff lief in Genua am 18. September aus. An Bord waren der gigantische Katamaran Alinghi 5, zwei Masten, sieben Supportboote und gegen 20 Container. Die Reise führte übers Mittelmeer, durch den Suezkanal und den Golf von Suez sowie über das Rote und das Arabische Meer. Am Mittwoch, 30. September, um 6.30 MEZ legte das Schiff in Saqr Port in Ras al-Khaimah im Arabischen Golf an.

"Wir sind sehr froh, dass die Fracht, inklusive Alinghi 5, heil in Ras al-Khaimah angekommen ist", sagte Designteam-Koordinator Grant Simmer. "Das gesamte Equipment, das wir in Genua verwendeten, war an Bord; nun können wir hier unsere Basis und die Werkstätten aufbauen und loslegen. Wir werden in den nächsten Tagen einige Modifikationen an der Yacht vornehmen und die Teammitglieder werden nach und nach eintreffen und sich einquartieren. Wir haben also einige arbeitsreiche Wochen vor uns. Wir hoffen, dass wir so bald wie möglich segeln können. Wir schätzen die Unterstützung, welche wir von der lokalen Gemeinde und der Regierung von Ras al Khaimah erhalten, enorm", fügte er hinzu.

Dr. Khater Massaad, CEO der RAK Investment Authority, teilte die Freude über die Ankunft des Teams: "Wir begrüssen die Ankunft von Alinghi in Ras al-Khaimah für die Vorbereitung des 33. America's Cup und wir freuen uns auch auf BMW Oracle." Der Katamaran von Alinghi wird in den nächsten Tagen mit der ganzen Entourage zur America's-Cup-Insel Al Hamra reisen, wo sich das Team in den nächsten vier Monaten voll auf das Training konzentriert. Das erste Rennen des Matchs um den America's Cup wird am 8. Februar 2010 gesegelt.

Weitere Neuigkeiten
Die Société Nautique de Genève (SNG) bestätigt, dass sie das moderne Pendant des Custom House-Zertifikats enthalten hat, welches das Boot USA näher bestimmt, mit dem BMW Oracle die Herausforderung um den 33. America's Cup bestreitet. Die SNG hat die Vermessungsvorschriften im August dieses Jahres veröffentlicht. Diese Vorschriften werden von den Vermessern benützt, um die Dimensionen der Yachten von Defender und Herausforderer zu bestätigen; sie werden sich vergewissern, dass die Dimensionen der Yachten mit der Deed of Gift übereinstimmen und, im Falle des Challengers, mit den Dimensionen ihres Boots-Zertifikats, das sie zusammen mit ihrer Herausforderung eingereicht haben. Der Defender stellt sich weiter zu einem Rennen auf den America's Cup ein, das am 8. Februar 2010 beginnt und freut sich darauf, BMW Oracle am Austragungsort in Ras al Khaimah zu begrüssen.